Das leidige Thema mit der Abstinenz

Locolo

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Guten Morgen,

neben der Promillewertberechnung möchte ich nun das nächste Faß aufmachen :D
Denn mir fällt auf, wie viele Menschen sich ziemlich schnell auf Abstinenz stürzen, als sei es das Allheilmittel für die eigene MPU Problematik überhaupt.
Selbst bei 1,6 Promille und Ersttäter raten manche direkt zur Abstinenz, ohne die einzelnen Umstände zu kennen.

Ich fasse mal kurz und knackig zusammen, was ich selbst zum Thema Abstinenz bisher verstanden habe:

Bis 2 Promille muss eine Abstinenz eigentlich nicht sein. Vorausgesetzt man ist Ersttäter und ist nicht wochentags oder morgens mit dem Wert aufgefallen.
Ab 2 Promille ist eine Abstinenz zwingend (?) erforderlich?
Gibt es eurer Erfahrung nach auch Fälle mit beispielsweise 2,2 Promille, die die MPU mit nur KT bestanden haben?

Ansonsten gilt wohl auch, je jünger man ist, desto mehr positive Prognose kann man erwarten, womit eine Abstinenz unter Umständen auch wegbleiben kann.

Jetzt würde ich gerne noch wissen:
Bei Abstinenz, welchen Fällen ordnet man 6 oder 12 oder sogar mehr Monate Abstinenz zu?
Also welche Voraussetzungen müssen für die jeweilige Dauer vorliegen?
 

Locolo

Benutzer
Achso und bei Cannabis, egal wie viel, sollte immer eine Abstinenz erfolgen, oder?
Da es in der Praxis wohl sehr schwer sein soll den Gutachter von einem nur gelegentlichen und geringen Konsum zu überzeugen.
Bei allen anderen (harten) Drogen ganz klar Abstinenz. Hierbei immer ein Jahr oder dann abhängig von der festgestellten Menge?
 

bakira2906

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Hallo, ich habe meine erste MPU trotz 2,3 Promille mit KT geschafft da war ich 37. Im Nachhinein muss ich aber leider sagen das es mir viel zu leicht gemacht wurde und ich überhaupt keine Ernsthaftigkeit bei Sache gesehen habe und es somit leider 2018 zur Wiederholungstat kam.
 

Nancy

Super-Moderator und MPU Profi
Teammitglied
Administrator
Hallo Locolo,
i-wie fände ich's ja cooler wenn du alles in einem Thread abhandeln würdest, denn hier gilt idR: 1 User = 1 Problem = 1 Thread
rolleyes.gif

Aber gut, im Moment lasse ich es erstmal so stehen.

Ab 2 Promille ist eine Abstinenz zwingend (?) erforderlich?

Gibt es eurer Erfahrung nach auch Fälle mit beispielsweise 2,2 Promille, die die MPU mit nur KT bestanden haben?
Jo
Bei Abstinenz, welchen Fällen ordnet man 6 oder 12 oder sogar mehr Monate Abstinenz zu?
Also welche Voraussetzungen müssen für die jeweilige Dauer vorliegen?
Das Ganze ist individuell. Wenn es einen Plan nach "Schema F" geben würde bräuchten wohl die wenigsten User individuelle Hilfe...

Grobe Richtung: bei einer (noch) nicht ganz so tiefen Problematik (Missbrauch) können 6 M. reichen.
Bei schwerem Missbrauch werden idR 12 M. gefordert. Übrigens gibt es (Ausnahme = MPU bei Alk.abhängigkeit) "nicht mehr als 12 Monate".

Achso und bei Cannabis, egal wie viel, sollte immer eine Abstinenz erfolgen, oder?
Da es in der Praxis wohl sehr schwer sein soll den Gutachter von einem nur gelegentlichen und geringen Konsum zu überzeugen.
Auch hier hängt es von der Vorgeschichte ab, ob "kontrolliertes Kiffen" möglich ist.
Bei allen anderen (harten) Drogen ganz klar Abstinenz. Hierbei immer ein Jahr oder dann abhängig von der festgestellten Menge?
Wenn der Konsum nur über einen kurzen Zeitraum (und nicht so heftig) war, können u.U. auch 6 M. reichen...
 

Locolo

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Naja es sind 2 verschiedene Themen, meine Liebe ;-)
Und es sind Grundsatzfragen, kein individueller Fall in eigener Sache.

Bei einer A1 Abhängigkeit müssen mehr als 12 Monate Abstinenz erfolgen?

Unnötiges Vollzitat des Vorpostings gelöscht *Nancy*
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Locolo

Benutzer
Hallo, ich habe meine erste MPU trotz 2,3 Promille mit KT geschafft da war ich 37. Im Nachhinein muss ich aber leider sagen das es mir viel zu leicht gemacht wurde und ich überhaupt keine Ernsthaftigkeit bei Sache gesehen habe und es somit leider 2018 zur Wiederholungstat kam.

Und die Ersttat war wann?
 

Nancy

Super-Moderator und MPU Profi
Teammitglied
Administrator
Naja es sind 2 verschiedene Themen, meine Liebe ;-)
Nun ja, das kann man so oder so sehen, mein Lieber... ;)
Und es sind Grundsatzfragen, kein individueller Fall in eigener Sache.
Darf ich fragen woher das Interesse rührt?
Bei einer A1 Abhängigkeit müssen mehr als 12 Monate Abstinenz erfolgen?
Die Buk sprechen hier von "nennenswert länger als 1 Jahr", wobei der genaue Zeitraum nicht näher definiert ist.

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Sonne

Erfahrener Benutzer
Hi. Angeblich hat sich bei den Richtlinien jetzt geändert. Ich soll jetzt auch abstinenz machen. Könnte ausrasten. Die ganzen letzten 12 Monate mit KT für die Tonne.
 

Sonne

Erfahrener Benutzer
Mein Verkehrspsycholge. 2.1 Promille.
Wobei ich im Januar schon gefragt hatte, wohlgemerkt 2020,ob ich Abstinez machen soll, da ist mir gesagt worden, Abstinez käme nicht in Frage und ich muss defintiv KT machen. Also habe ich KT gemacht und nun hiess es heute: ne da hat sich was in den GA Richtlinien geändert da wären wir dann bei Abstinenz. Joar. 12 Minate lang hätte ich das schon nachweisen können. Ich bin gerade echt angekotzt
 

Locolo

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Das tut mir echt leid!

Aber kannst du uns hier konkret wiedergeben, wieso bei dir Abstinenz jetzt doch notwendig sein soll?
 

Andi18

Erfahrener Benutzer
Ach @Sonne , vergiss doch was dein VP sagt und leg nicht jedes Wort auf die Gold-Waage.
Der meinige hat im Laufe der Sitzungen zick mal die Meinung geändert, je nach Stimmung und wie kooperativ ich war..
Zieh es durch. Mehr wie negativ kann das GA nicht werden, bevor Du ein weiteres Jahr wartest.
Weiß jetzt nicht mehr, ob HA in Frage kommen. Wer KT gem. Richtlinien lebt, wird sehr wahrscheinlich die HA mit abstinentem Befund (<7pg) erhalten..
 

Sonne

Erfahrener Benutzer
Ach @Sonne , vergiss doch was dein VP sagt und leg nicht jedes Wort auf die Gold-Waage.
Der meinige hat im Laufe der Sitzungen zick mal die Meinung geändert, je nach Stimmung und wie kooperativ ich war..
Zieh es durch. Mehr wie negativ kann das GA nicht werden, bevor Du ein weiteres Jahr wartest.
Weiß jetzt nicht mehr, ob HA in Frage kommen. Wer KT gem. Richtlinien lebt, wird sehr wahrscheinlich die HA mit abstinentem Befund (<7pg) erhalten..
Angeblich reichen 6 Monate. Ne eigtl kommt HA nicht in Frage...mal hü mal hott... die sind doch echt bescheuert
 

Andi18

Erfahrener Benutzer
Sorry, das bestätigt daß Dein VP wohl ein anderes Problem hat..
Warum heißt es dann, daß demjenigen der AB6 hat auch KT zugetraut werden muß!?!
Nochmal und vergiß was Du sonst wo liest. Zieh es durch. Kaum einer hat bessere Voraussetzungen als Du.
mit der HA hättest halt einen forensischen Beleg zur Untermauerung. Wenn das nicht geht, mach ein paar Blutwerte, v.a. den CDT Wert.

Edit: oder dein VP will dich halten. quasi eine andere Form wie die Leipziger-Kollegin..
 

Sonne

Erfahrener Benutzer
CDT werte habe ich einmal im August Plus alle anderen Werte machen lassen, und dann ab November jeden Monat. Naja sie meinte es wäre mit 2.1 ein Grenzfall und jetzt müsse es halt AB sein
 

admin

Administrator und MPU Profi
Teammitglied
Administrator
CDT werte habe ich einmal im August Plus alle anderen Werte machen lassen, und dann ab November jeden Monat. Naja sie meinte es wäre mit 2.1 ein Grenzfall und jetzt müsse es halt AB sein
Hallo Sonne,
Deine VP möchte wohl noch mehr Geld mit Dir verdienen...
Du solltest Dich nicht aus dem Konzept bringen lassen.
 
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