Drohender Ablauf meines erfolgreichen Abstzinenznachweises ?

babjoklaus

Neuer Benutzer
Ersteinmal guten Tag an alle hier.

Bin hier nun neu und denke meine Frage ist fuer viele hier schon ein alter Hut.

Leider ist er aber nicht alt sondern wirft viele Fragen auf, da ich von Behörde zu Behörde andere Aussagen bekomme.
Vielleich kann hier jemand mit gutem Fachwissen Licht in meinem Anliegen bringen um auch vielleicht anderen zu helfen, welche das gleiche Problem haben.

Ich habe am 29.06.2021 die Fahrerlaubnis neu beantragt. Neuerteilung nach Endzug.
Therapie 3 Monate in Klinik Stationär . Dann 1 Jahr lang Ambulant zuzüglich.

Urin Screening auch ein Jahr . Abschlussbericht 17.07.2021 Labor Enders in Stuttgart . Keine Vorkommnisse.

Nun bekomme ich gestern Bescheid das ich zur MPU darf, per Mail da meine Adresse nicht mehr aktuell ist.
Zur Info ich bin am 30.08.2021 nach Tübingen gezogen und somit ist laut Esslinger Landratsamt nun Tübingen zuständig.
Die Akte geht also heute nach Tübingen.!!! Sachbearbeiterin gibt nun alles ab.

Nun die Frage!
Läuft nun wieder alles von vorne? Erstmal Akte Prüfen und so weiter? .....
Dann müsste ich wieder 12 Wochen warten und alle Screenings sind wertlos .
Kann doch irgendwie nicht sein. Habe alles nach Vorschrift gemacht.

Gerne sende ich das Schreiben hier hinein als Anhang.

Ich wäre sehr dankbar für nützliche Ratschläge

Mit besten GRüßen

Klaus
 

Andi18

Erfahrener Benutzer
Ich zitierte aus den BuK was etwas Klärung bringt:
Zu den Abstinenzbelegen heißt es in Kriterium 2.3N, Nr. 10:
"Liegt ein ausreichender Beleg für Alkoholkarenz aus einem länger zurück liegendem Zeitraum vor, kann der aktuelle Alkoholverzicht nicht nur plausibel dargelegt werden, sondern wird durch eine aktuelle, wenn auch kürzer liegende Bestätigung des konsequenten Verzichts ( Urinanalyse auf EtG mit 3 Screenings in 4 Monaten oder Haaranalyse) nachvollziehbar gemacht."

Im Klartext: hast also 1 Jahr AN in der Tasche (verfallen tut hier nichts..), welches länger als 4 Monate zur MPU zurückliegt, kannst
entweder einer Haaranalyse über drei Monate, oder drei Urinscreenings in vier Monaten zur Mpu hin nachvollziehbar machen.
Nur ein einmaliges Urinscreening reicht nichts aus.
 

babjoklaus

Neuer Benutzer
Boa so ein Beamtendeutsch soll jemand verstehen............

Ganz herzlichen Dank nochmals..........Daraus kann ich nur verstehen, dass mein Screening 4 Monate alt sein darf und ich dann entweder ein Haarscreening oder weitere 3 Urinscreenings ablegen muss obwohl das Amt die Zeit verschlammt hat und ich weiter zur Kasse gebeten werde.....

Naja das sollte man vorher wissen und den Führerschein schon 6 Monate vorher beantragen.

Ganz herzlichen Dank nochmals
 

Schotty

Benutzer
Naja, ich verstehe nicht so ganz, was das Amt verschlampt haben soll. Woher sollen die wissen, daß du vor 3 Wochen in einen anderen Landkreis umgezogen bist?
Aber ist halt auch diese typische MPU Geschichte, DU musst dich selbst kümmern, informieren, etc.

Wichtig wäre noch, das du die Therapie Bescheinigungen vorliegen hast. Die solltest du unbedingt zur MPU mitbringen!
 

babjoklaus

Neuer Benutzer
Herzlichen Dank.....................Ja ich habe alles im Orginal vorliegen. Therapieberichte , einach alles belegbar........
Wie schon erwähnt ist das Screening ja am 17.07. beendet worden . Könnte alles noch passen . Ich werde mich nun weiter darum kümmern das ich das Schreiben nun endlich nochmal bekomme.

Beste Grüße und Dank auch Dir
 

babjoklaus

Neuer Benutzer
Hallo zusammen,
es ist nun soweit. Ich habe einen MPU Termin am 18.Oktober bekommen . Unglaublich schnell.
Somit sind meine Abszinentnachweise dann 3 Monate alt.
Haltet mal die Daumen dass alles gut geht.
Und nochmals ganz herzlichen Dank für eure hilfreichen Beiträge.

Beste Grüße
 

Nancy

Super-Moderator und MPU Profi
Teammitglied
Administrator
Hallo babjoklaus,

darf ich fragen wie du dich auf die MPU vorbereitet hast?
Bzw. meine Frage zielt eher darauf ab ob du dich ausreichend vorbereitet fühlst?
 

babjoklaus

Neuer Benutzer
Natürlich darfst du das.
6 Wochen endzug Klinik,
2 Monate stationäre Klinik Therapie
1 Jahr ambulante Therapie
1 Jahr lang Screening 6x Urin
Jetzt Selbsthilfe Gruppe Freundeskreis
Neue Arbeitsstelle
Neuer Wohnort
Neue Freundin
Abszinent
Und kerngesund wieder
 

Nancy

Super-Moderator und MPU Profi
Teammitglied
Administrator
Wow, hört sich ja alles wirklich super an :smiley711:

Und auf die Fragen des Gutachters bist du ebenfalls vorbereitet nehme ich an.
Dann kann ich dir nur noch gutes Gelingen wünschen :)

Falls du wissen möchtest welche Fragen vom Gutachter u.a. kommen könnten, schau einfach mal in den Fragebogen für eine Alkohol-MPU :smiley138:
 

babjoklaus

Neuer Benutzer
Da sag ich mal herzlichen Dank für den tollen Tipp.
Nein da hab ich mich bewusst nicht mit beschäftigt.
Schlaflose Nächte? Was fragt der bloss? Ne Danke.
Denke jedes Gespräch wird anders verlaufen.
Grundlegende Fragen sind vorprogrammiert.

Ehrlichkeit gegenüber dem Gutachter und mir sind für mich das wichtigste.
Nicht mehr Saufen mache ich nicht für den Führerschein, sondern für mich, da ich sonst verecke.
Die Fleppe ist für mich ein schöner Bonus . Wenn nicht, dann halt nicht.

Liebe Grüße
 

Schotty

Benutzer
Die Ehrlichkeit schützt dich aber kein bisschen davor, dass der Gutachter dir evtl. Fragen stellt, auf die du die Antwort schuldig bleiben musst! Ich finde es keine gute Idee sich "bewusst nicht damit zu befassen".
Naja, eine Suchttherapie ist im Grunde eine Art MPU Vorbereitung, nur für das abstinente Leben und nicht nur für den Straßenverkehr. Die ganzen MPU Fragestellungen sollte jeder, der sich auf seine Therapie ernsthaft und freiwillig eingelassen hat, bereits verinnerlicht haben. Suchtlebenslauf, Ursachen, Rückfallprophylaxe, Stabilisierung., man beschäftigt sich über Wochen mit nix anderem.

Für Fristen, notwendige Nachweise, Abläufe, etc. ist eine gewisse Vorbereitung durchaus sinnvoll. Aber Inhaltlich zur eigentlichen MPU, und da kann ich babjoklaus gut verstehen, wollte ich mich auch nicht im ungünstigsten Fall verunsichern lassen.
 
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