Führerschein entzogen, keine Anordnung zur MPU bekommen ?

arti

Neuer Benutzer
Hallo,
ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.
Und zwar geht es darum dass ich im April 2016 beim Fahren unter Cannabis-Einfluss erwischt wurde.
Im September 2016 wurde ich dann aufgefordert meinen Führerschein abzugeben. ( Anordnung über die Entziehung der Fahrerlaubnis/ Rückgabe des Führerscheins). Vor einigen Tagen hat mir ein Freund einen Brief gezeigt, worin steht dass seine Eignung in Frage gestellt wird, sprich er eine MPU machen muss. Eine derartige Anordnug habe ich allerdings nie bekommen. Mein Blutwerte lagen bei 6,8 ng/ml THC und 75 ng/ml THC-Carbonsäure.
Nun zu meiner Frage;
Muss ich überhaupt eine MPU machen, oder sind die Werte nicht hoch genug um meine Eignung in Frage zu stellen?


Nun zu meinem Profilfragebogen:


Zur Person
Geschlecht:
männlich
Alter: 24

Was ist passiert?
Drogensorte: Cannabis
Konsumform (Dauer und Häufigkeit je Substanz): Täglich 2-3 Joints
Datum der Auffälligkeit: 04.2016

Drogenbefund
Blutwerte: 6,8ng/ml THC // 75ng/ml THC-COOH
Schnelltest: Ja
Beim Kauf erwischt: Nein
Nur daneben gestanden: Nein

Stand des Ermittlungsverfahrens
Gerade erst passiert: Nein
Polizei hat sich mit den Blutwerten gemeldet: Ja
Verfahren gegen Bußgeld eingestellt: Nein, bereits 2016 Bußgeld bezahlt
Verurteilt: §29 BtmG wurde fallen gelassen, da ich nichts mit mir hatte
Strafe abgebüßt: Nein

Führerschein
Hab ich noch: Nein
Hab ich abgegeben: Ja, 09.2016
Hab ich neu beantragt: Nein
Habe noch keinen gemacht:

Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut Ja/Nein: Nein
Sonstige Verstöße oder Straftaten?: Nein
Genaue Fragestellung der FSSt (falls bekannt):

Bundesland: Saarland

Konsum
Ich konsumiere noch: Nein
letzter Konsum: 31.12.2017

Abstinenznachweis
Haaranalyse: Nein
Urinscreen: Nein
Keinen Plan:

Aufarbeitung
Drogenberatung: Nein
Selbsthilfegruppe (SHG): Nein
Psychologe: Nein
Ambulante/stationäre Therapie: Nein
Keine Ahnung:

MPU
Datum: Kommenden Mittwoch Info-Termin bzgl MPU
Welche Stelle (MPI): MPU TOP Saarbrücken
Schon bezahlt?: -
Schon gehabt?: -
Wer hat das Gutachten gesehen?: -
Was steht auf der letzten Seite (Beantwortung der Fragestellung)?: -

Altlasten
Bist du Rückfalltäter?: Nein
 

Oldtimerfan

Benutzer
Ne Aufforderung zur MPU bekommst Du erst, wenn Du den Führerschein neu beantragst. So lange Du das nicht machst, ist der FSST völlig egal wie viel Du kiffst. Aber wenn Du den Führerschein wieder haben willst, dann musst Du ihn neu beantragen und dann kommt vermutlich eine MPU auf Dich zu. Habe aber keine Ahnung von Drogen und ab welchen Werten man zur MPU muss und wann ein fachärztliches Gutachten des MPI-Arztes ausreicht.
 

arti

Neuer Benutzer
hmm oke danke, dann muss ich da wohl durch.

Wie ist das mit der Haarprobe, bekommt die FSST nur gesagt ob in den letzten 6 Monaten THC konsumiert wurde, oder bekommt sie das komplette Screening mit Informationen zu sämtlichen Stoffen?
Und wie genau wird verfahren, die Haare sind länger als 6, werden dann die 6 "neusten" Centimeter gewertet?
 

Max

Super-Moderator und MPU Profi
Teammitglied
Administrator
Mein Blutwerte lagen bei 6,8 ng/ml THC und 75 ng/ml THC-Carbonsäure.
Nun zu meiner Frage;
Muss ich überhaupt eine MPU machen, oder sind die Werte nicht hoch genug um meine Eignung in Frage zu stellen?
Bei den Werten ist eine MPU ziemlich sicher.
Deine Werte sagen aus, dass du zeitnah konsumiert hast ... THC-COOH-Wert deutet hier auf einen "gelegentlichen" Konsum hin.

"Konsumform (Dauer und Häufigkeit je Substanz): Täglich 2-3 Joints" ...... mit dieser Aussage hebst du einen "gelegentlichen" Konsum allerdings aus. Mit einem täglichen Konsum, werden 6 Monate Abstinenz jedoch nicht ausreichen.

Hier erstmal ein bisschen Lesestoff ....

MPU ... abc Teil 1
MPU ... abc Teil 2

Reaktionstest/Leistungstest

Unterlagen für die Neuerteilung

Cannabis FAQ

Urinanalyse
Haaranalyse

Wichtige Abkürzungen im Forum
 

Oldtimerfan

Benutzer
hmm oke danke, dann muss ich da wohl durch.

Wie ist das mit der Haarprobe, bekommt die FSST nur gesagt ob in den letzten 6 Monaten THC konsumiert wurde, oder bekommt sie das komplette Screening mit Informationen zu sämtlichen Stoffen?
Und wie genau wird verfahren, die Haare sind länger als 6, werden dann die 6 "neusten" Centimeter gewertet?
Ich kann zu Drogen und Haarprobe nichts sagen, aber ja, es werden die "jüngsten" cm genommen. M.W. immer nur 6 Monate, d.h. Du könntest z.B. eine Haaranalyse 6 Monate vor der MPU machen lassen und eine dann direkt bei der MPU, dann könntest Du 12 Monate AB nachweisen.
 

Oldtimerfan

Benutzer
Und die Haare sollten natürlich sauber sein. Wenn Du annimmst, dass in Deinen Haaren auch Koks oder Amphetamin usw. drin sein könnte, solltest Du zunächst mal keine Haarprobe abgeben, bis das rausgewachsen ist und die Haare dann auch so kurz schneiden lassen, dass nichts mehr in den älteren Haarsegmenten drin ist.
 

arti

Neuer Benutzer
Danke für eure Antworten.
Hatte eben einen 'Ersttermin' bzgl der MPU und werde am Freitag dann einen persönlichen Beratungstermin haben. Werde dann wohl doch eher zur Urinkontrolle tendieren, was ja kein Problem sein sollte nach der Dauer.
Werde danach dann ein kleines Feedback geben und mal einen Fragebogen angehen.
 

Oldtimerfan

Benutzer
Danke für eure Antworten.
Hatte eben einen 'Ersttermin' bzgl der MPU und werde am Freitag dann einen persönlichen Beratungstermin haben. Werde dann wohl doch eher zur Urinkontrolle tendieren, was ja kein Problem sein sollte nach der Dauer.
Werde danach dann ein kleines Feedback geben und mal einen Fragebogen angehen.
Das heißt, du vermutest, dass noch "andere Sachen" in den Haaren sind? Bist Du Dir sicher, dass dazu nirgends etwas aktenkundig ist? Warum konsumierst Du solche "anderen Sachen"? Es geht mich nichts an und möglicherweise spielt es auch bei der MPU keine Rolle, wenn dazu nichts aktenkundig ist, aber um Deiner selbst willen solltest Du Dir dazu ein paar Gedanken machen. Sonst wird das womöglich nicht Deine letzte MPU sein.
 

arti

Neuer Benutzer
Dann gehst du wohl bestimmt zum TÜV !?
gehe zur MPU-TOP in saarbrücken


Das heißt, du vermutest, dass noch "andere Sachen" in den Haaren sind? Bist Du Dir sicher, dass dazu nirgends etwas aktenkundig ist? Warum konsumierst Du solche "anderen Sachen"? Es geht mich nichts an und möglicherweise spielt es auch bei der MPU keine Rolle, wenn dazu nichts aktenkundig ist, aber um Deiner selbst willen solltest Du Dir dazu ein paar Gedanken machen. Sonst wird das womöglich nicht Deine letzte MPU sein.
Aktenkunding ist diesbezüglich nichts, an dem Tag der Kontrolle war nur THC in meinem Blut. Auch über die Kontrolle hinaus bin ich noch nie irgendwie aufgefallen bei der Polizei. War auch nicht regelmäßig, ganz zuschweigen von Sucht oder sonstigen Folgen.
 

arti

Neuer Benutzer
So, war vorhin beim Berater.
Dieser erschien mir relativ merkwürdig. Pauschale Zahlung, egal wie viele Beratungsstunden; 90% Erfolgsgarantie etc.
Das Gespräch fand auch, zwar in einem Raum wo anscheinend Besprechungen gehalten werden, statt, allerdings über eine Skype-Konferenz.

"Konsumform (Dauer und Häufigkeit je Substanz): Täglich 2-3 Joints" ...... mit dieser Aussage hebst du einen "gelegentlichen" Konsum allerdings aus. Mit einem täglichen Konsum, werden 6 Monate Abstinenz jedoch nicht ausreichen.
Er sagte bezogen auf den COOH-Wert, sei eine 12-Monate Abstinenz gefordert, ohne über meine Konsumform zu fragen. Du sagst ja dass die Häufigkeit den gelegentlichen Konsum aushebt, aber der Wert, also das was er weiß, wäre demnach für 6-Monate?

Die Dauer die er mir gesagt hat außen vorgelassen, kommen mir seine Versprechungen und der Fixpreis etwas merkwürdig vor.
Oder ist das nichts Außergewöhnliches?
 

Oldtimerfan

Benutzer
Das klingt jedenfalls total unseriös. Und was soll eine "90% Erfolgsgarantie" sein? Entweder ist es eine Erfolgsgarantie, dann müssen aber alle bestehen; oder er hat in 90% der Fälle Erfolg. In jedem Fall ist es Mumpitz. Denn es liegt allein an Dir selbst, ob Du die MPU bestehst. Eine Garantie kann dir niemand geben. Es ist halt auch eine Frage, auf welchen Zeitrahmen sich die "Erfolgsgarantie" bezieht.
 

arti

Neuer Benutzer
Das ist das was mich stutzig gemacht hat. Er meinte von wegen 'Wenn Sie beim ersten mal bestehen sind Sie eine Art Werbung für uns[...] Für diese 1600€ werden Sie solange beraten bis Sie es geschafft haben'.
Werde mir dann wohl mal noch einen anderen Berater suchen.
 

Patrickk2009

Benutzer
Es ist so, dass der regelmäßige Cannabiskonsum erst ab 150ng THC-COOH bewiesen ist. Und unter einem Wert von 100ng THC-COOH ist streng genommen noch nicht einmal der gelegentliche Konsum sichergestellt. Denn mit den heutigen Cannabissorten erreicht man auch bei einem einmaligem Konsum, schnell Werte von 70ng THC-COOH (oder drüber bzw. drunter) wenn du natürlich sagst das du jeden Tag konsumiert hast, dann ist es wie Max sagt, dann reichen die 6 Monate Abstinenz nicht aus. Aber wenn du deine Mpu den Konsum auf das gelegentliche abstimmst hast du gute Chancen mit 6 Monaten durchzukommen. Ist bei mir momentan auch so. Ich war heute bei meiner zweiten Urinkontrolle, und als ich bei der Begutachtungsstelle war um zu pinkeln, sagte man mir, ich solle doch zu ihrer internen Verkehrspsychologin gehen und in einem Beratungsgespräch klären lassen( 70 euro kostet das) ob die 6 Monate überhaupt reichen.

Punkt 1 ist. Die Begutachtungsstelle darf gar keine Empfehlungen über Verkehrspsychologen preisgeben und schon komisch das man mir gerade ihrer eigene Psychologin anbietet

Punkt 2: Der Gutachter selbst, entscheiden während des Gesprächs, ob die 6 Monate reichen oder nicht, dass kann kein Verkehrspychologe davor festlegen. Er kann nur anhand der Werte sagen ob 6 Monate oder 12 Monate und kann mit dir dann die passende Aufarbeitung beginnen.
 
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Oldtimerfan

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Sorry, aber dafür ist Abzocke fast noch zu freundlich. Spar das Geld und investiere es in Haaranalysen, MPU usw. Von der Papierform her bist Du seit Jahren „sauber“. Das musst Du jetzt noch durch Abstinenznachweise belegen und erklären können, warum Du früher gekifft hast und warum Du jetzt und künftig nicht mehr kiffst. Das war‘s. Ich bin kein Drogen-MPU-Experte, aber habe vor vielen Jahren dem Verlobten einer Studienkollegin, der eine ganz ähnliche Situation mit Cannabis hatte, an einem Nachmittag bei ein paar Tassen Kaffee geholfen, den Fragebogen auszuarbeiten und der hat bestanden... hätte ich dafür 1.600 Euro bekommen, wäre das kein schlechter Stundenlohn...
 

arti

Neuer Benutzer
Punkt 2: Der Gutachter selbst, entscheiden während des Gesprächs, ob die 6 Monate reichen oder nicht, dass kann kein Verkehrspychologe davor festlegen. Er kann nur anhand der Werte sagen ob 6 Monate oder 12 Monate und kann mit dir dann die passende Aufarbeitung beginnen.
Heißt Antrag auf Wiedererteilung stellen und die Aufforderung zur MPU abwarten, in der dann steht wie lange?
 

Oldtimerfan

Benutzer
Nein. Das steht da nicht drin. Du musst am Ende selbst wissen wie lange Du denkst, dass der GA von Dir anhand der Werte und Deiner Angaben zum Kondum verlangt, aber oben wurde Dir ja schon was an die Hand gegeben. Bei Deinen Werten: gelegentlicher Konsum. Punkt. Nicht 2-3 Dübel am Tag. Punkt. Dann würden 6 Monate reichen.
 
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Max

Super-Moderator und MPU Profi
Teammitglied
Administrator
Meine Vorgänger haben eigentlich schon alles gesagt ... Danke dafür !!!

Abzocke findet eigentlich schon beim TÜV statt, aber dein "Berater" topt das noch.

Bis dato gibts hier von meier Seite nicht viel zu sagen, vielleicht stellst du mal deinen Drogen-FB ein, um dein Konsumverhalten überhaupt beurteilen zu können.
Mach das aber ganz in Ruhe, ein Schnellschuß würde dich in dieser Form nicht wirklich weiter bringen.
 
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