Konsum nach der MPU

Ascended

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Hallo,

ich brauche noch einmal mal eure Expertise zum Thema Btm und Führerschein.

Ich habe bereits eine MPU wegen Drogen (10ng Mdma und 7ng THC-COOH) hinter mir, in welcher ich beteuert habe zukünftig vollständig absitinent zu leben. Ich möchte meinen Führerschein auf gar keinen Fall mehr riskieren, allerdings möchte ich auch nur sehr ungern vollständig auf das kiffen verzichten. (würde gern 1-2 mal im Monat zum nachdenken konsumieren)

Meine Recherchen haben ergeben das nach einmaligen/seltenen Konsum der Thc Spiegel nach 24h wieder relativ sicher unter 1ng/ml THC sein dürfte. Wenn ich dann mindestens 2-3Tage nicht fahr, sollte es relativ sicher kein fahren unter Drogeneinfluss mehr sein.
Allerdings würde wohl noch ein eher geringer Thc-cooh Wert festgestellt werden. Stimmt es das es mehrere Wochen dauern kann bis dieser Wert sicher auf Null zurück ist? So lang kein Auto zu fahren ist für mich leider kaum möglich.

Was wäre die Folge davon? Würde dann direkt meine Führerschein eingezogen werden oder eine ärztliche/psychologische Untersuchung angeordnet werden?

Falls es zu einer ärztlichen Untersuchung kommt und ich dem Arzt dann völlig ehrlich schildere das ich noch 1-2 mal im Monat zum nachdenken kiffe und danach mindestens 2-3Tage kein Auto fahr. Dürfte ich dann meinen Führerschein behalten?

Was wäre wenn die Polizei mich außerhalb des Straßenverkehrs mit einer geringfügigen Menge Cannabis erwischt? Würde das auch einen Entzug meines Führerscheins bedeuten?

Vielen Dank und freundliche Grüße
 

Max

Super-Moderator und MPU Profi
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allerdings möchte ich auch nur sehr ungern vollständig auf das kiffen verzichten. (würde gern 1-2 mal im Monat zum nachdenken konsumieren)
Das Forum unterstützt keine Konsumenten, die den Sinn einer MPU nicht begriffen haben !!!
 

Ascended

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Ich dachte der Sinn wäre es nie (wieder) unter Drogeneinfluss ein Kfz zu führen? Und das möchte ich ja ganz ausdrücklich tun und der Thread soll ja behandeln wie man das auch Polizei und LBV konform tun kann.
 

Max

Super-Moderator und MPU Profi
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Administrator
Was wäre wenn die Polizei mich außerhalb des Straßenverkehrs mit einer geringfügigen Menge Cannabis erwischt?
Allein diese Frage, hebt deine obige Antwort auf.
Cannabis hat im Straßenverkehr nunmal nichts zu suchen.
Wielange du nach einem Konsum in kein Auto steigen darfst, hast du doch wohl in deiner MPU-Vorbereitung gelernt !?
 

Ascended

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Cannabis hat im Straßenverkehr nunmal nichts zu suchen.
Deshalb habe ich doch auch außerhalb des Straßenverkehrs geschrieben!?

Wielange du nach einem Konsum in kein Auto steigen darfst, hast du doch wohl in deiner MPU-Vorbereitung gelernt !?
Bis zu drei Tage aber das gilt ja nur für aktives THC. Ich beführte nur das auch der Nachweis von THC-CooH zu einer erneuten MPU führen wird, oder? (weil damit meine Behauptung in der MPU abstinent zulLeben widerlegt ist) Und THC-CooH kann ja durchaus ein paar Wochen nachweisbar bleiben.
 

Ratsucher

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Ich beführte nur das auch der Nachweis von THC-CooH zu einer erneuten MPU führen wird, oder? (weil damit meine Behauptung in der MPU abstinent zulLeben widerlegt ist)
Hey Ascended, ich komme zwar aus der Alk sparte, aber wollte doch auch meinen Senf dazu geben. Bei Alkohol ist es ähnlich wie du es schreibst, geht man mit Abstinenz in die MPU, so müsste von der Theorie her jeder Tropfen Alkohol als Vertrauensbruch gewertet werden und die Fahrerlaubnis wäre wieder weg.
Die Praxis ist bei Alkohol anders. Man hat wieder eine Art Vertrauensvorschuss bekommen vom Staat. Wird man nun mit beispielsweise 0,2 Promille angehalten. So wird man auch behandelt wie jeder andere. Also: ja alles klar fahren sie weiter. Die Polizei hat in dem Fall ja eben auch kein Recht mehr zu tun.

Es gibt aber auch Fälle, in denen Leute außerhalb des Straßenverkehrs, pöbelnd und mit 2 Promille, aufgegriffen werden und dieser Sachverhalt zur Führerscheinstelle gelangt. Das kann natürlich Konsequenzen haben.

Alles in allem finde ich aber die Risiken viel zu hoch, als dass man sich dazu verleiten lassen sollte.

Wieso sind dir diese 2 mal Kiffen im Monat denn immer noch so wichtig, dass du dafür deinen Lappen riskieren willst? Eine gute Tasse gemahlenen Kaffee oder gute Musik und auch da kann man bei Nachdenken.

Ich verstehe Max da ein wenig, da hier viele Leute versuchen ernsthaft von dem Zeug wegzukommen und das auch von sich aus wollen. Hier geht's nicht um "wie bestehe ich die MPU, damit ich danach so schnell wie möglich alle Vorhaben wieder über den Haufen werfen kann, um wieder zu Kiffen"

LG
 

Max

Super-Moderator und MPU Profi
Teammitglied
Administrator
Deshalb habe ich doch auch außerhalb des Straßenverkehrs geschrieben!?
Die Wenigsten haben sich im Griff, dieses "außerhalb" auf Dauer zu bewerkstelligen ... das Ergebnis lautet dann ... Wiederholungstäter !!!

Bei Alkohol ist das etwas einfacher ... bei KT (kontrolliertes Trinken) kann ich am nächsten Tag ohne Sorge wieder ins Auto steigen.
Beim Kiffen ist das nicht der Fall. Die Nachweisbarkeit müsstest du ja eigentlich kennen, wenn du bei einer Kontrolle unter dem Grenzwert bleibst, ist dass erstmal kein Problem. Meldet die Polizei dich aber trotzdem bei der FSST, bist du dran. (Wiederholungstäter mit mind. 1 Jahr Abstinenz).
Merke dir ... allein ein Verdacht auf Drogenkonsum, ist die FSST in der Lage dir eine erneute MPU zu verpassen.
 

Ascended

Benutzer
wenn du bei einer Kontrolle unter dem Grenzwert bleibst, ist dass erstmal kein Problem. Meldet die Polizei dich aber trotzdem bei der FSST, bist du dran.
Ich würde dann mindestens ne halbe Woche warten und der aktiv Wert wäre dann recht sicher wieder auf Null aber bei dem Thc cooh kann das ja durchaus auch Wochen dauern. Macht die Polizei sowas denn in der Praxsis? Also wenn "nur" niedrige Thc-cooh Werte festgestellt wurden das an die FsST weiterleiten?
Und Thc-cooh im Blut zählt dann als Wiederholungstat?
 

funkytown

Erfahrener Benutzer
Kurzum zu all deinen Fragen: ja.

Es ist sehr abhängig davon wo du gerade unterwegs bist, an welchen Beamten du gerätst, ... Wird aber ein Wert beim CooH an die FSST gemeldet (und das kommt in der Praxis durchaus vor), wirst du ziemlich sicher noch einmal zur MPU dürfen. Inklusive 1 jähriger Abstinenz, da du als Wiederholungstäter gilst.

So am Rande - 2x im Monat ist kein "seltener" Konsum. Und merke: mit dieser Art Konsum haben viele angefangen bevor es zu mehr wurde.
 

Lowlands

Neuer Benutzer
Es herrscht einen Ungleichbehandlung zwischen Drogenkonsumenten und Alkoholsündern.
Hoffen wir mal, dass im Zuge einer Liberalisierung der Drogenpolitik in Zukunft, nur noch aktuelle Werte getestet und beurteilt werden.
Der THC Grenzwert kann ja weiter bei 1ng liegen, der CooH Wert, egal wie hoch der ist, sollte egal sein.

Es soll clean am Straßenverkehr teilgenommen werde, das steht außer Frage. Was man außerhalb dessen konsumiert und wie viel,
hat niemanden etwas anzugehen und zu bewerten. Interessiert bei unserer Kulturdroge Alk ja auch keinen.

Just my 2 cents
 

Max

Super-Moderator und MPU Profi
Teammitglied
Administrator
Es soll clean am Straßenverkehr teilgenommen werde, das steht außer Frage. Was man außerhalb dessen konsumiert und wie viel,
hat niemanden etwas anzugehen und zu bewerten. Interessiert bei unserer Kulturdroge Alk ja auch keinen.
Es kommt gar nicht auf den Konsum selbst an, sondern um dessen Einfluss (19. Wie lange stehen Sie nach dem Konsum von Drogen unter deren Einfluss? ).
Bei Cannabis, kann die Beeinflussung bis zu 72 Stunden (je nach Konsumverhalten) andauern. Um das mit Alkohol zu erreichen, müsstest du dir schon gewaltig einen in die Birne kippen.
Daher ist das direkte Thema Droge mit der Flüssigdroge Alkohol nicht wirklich zu vergleichen.
 

Lowlands

Neuer Benutzer
Wie schon geschrieben, aktueller THC Wert unter 1ng (sollte sein) = Fahrtauglich.
Ob das nun nach 6, 12 oder 72 Stunden ist, ist doch völlig irrelevant.

72 Stunden noch unter dem Einfluss von Cannabis? Wohl eher bei einem Erstkonsumenten, der seine neugewonnen Eindrücke so lang verarbeiten muß. Das dieser dann nach 72 Stunden noch über 1 ng THC im Blut hat ist wohl auszuschließen, genau wie bei einem Dauerkonsumenten.

Fakt ist, das ein Vollalki nach der Akoholdiffusion, sich wieder ungestraft ans Steuer setzen darf.
Ein gut trainierter Kiffer, wird auf Grund des CooH Wertes auch nach 72 Stunden Abstinenz, zur Blutprobe gezerrt und bekommt
trotz THC weniger als 1 ng, höchstwahrscheinlich Post von der Fahrerlaubnis Behörde.

Man stelle sich nur mal vor, das dem Trinker, Besitzer oder Käufer von Alkohol, generell die Fahrtüchtigkeit in Frage gestellt wird wie bei Cannabis.
Es ist und bleibt eine Ungleichbehandlung aus historischen und kulturellen Gründen. Wissenschaftlich ist dies nicht zu rechtfertigen.

Soll hier keine Grundatzdiskussion werden:a070:. Ist dafür wohl auch das falsche Forum:smiley695:
 

Lowlands

Neuer Benutzer
Richtig Max..., ich habe überhaupt keine Ahnung von Drogen, ich habe aber ein gesundes Unrechtsbewußtsein.
Und bitte meine Kernaussage beachten:

Aktueller THC Wert unter 1ng = Fahrtauglich.

völlig Banane wann das nun ist. CooH Wert bleibt unberücksichtigt.

Bei einer polizeilichen Alkoholkontrolle wird ja auch nicht auch auf Ethylglucuronid getestet ( Alkoholkosum ca. 5 tage nachweisbar).
Oder auf Phosphatidylethanol, Konsum von mehr als 60 Gramm Alkohol pro Tag (1 Liter Bier oder 0,6 Liter Wein.)
Wenn man das länger als zwei Wochen trinkt, wird das nachweisbar für zwei bis vier Wochen.

Möchte nicht wissen, wie viel Verkehrsteilnehmer dann zu Fuß nach Hause gehen dürften.

So jetzt aber.:smiley2301:
 
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