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MPU THC hohe Werte

Dieses Thema im Forum "MPU wegen Drogen" wurde erstellt von Sweety, 3. Februar 2019.

  1. Sweety

    Sweety Neuer Benutzer

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    Hallo liebes Forum,

    ich habe schon einige eurer Berichte gelesen. Ich finde es echt super wie hier geholfen wird. Bei mir steht demnächst die mpu wegen thc an, nun habe ich den Fragebogen ausgefüllt und hoffe auf eure Hilfe und würde gerne eure Meinung dazu hören.

    Zur Person
    Geschlecht: weiblich
    Alter: 38

    Was ist passiert?
    Drogensorte: Cannabis
    Konsumform (Dauer und Häufigkeit je Substanz): jahrelang, unregelmäßig
    Datum der Auffälligkeit: 26.11.2018

    Drogenbefund
    Blutwerte: 12,3 THC und 141,2 THC-COOH
    Schnelltest: nein
    Beim Kauf erwischt: nein
    Nur daneben gestanden: nein

    Stand des Ermittlungsverfahrens
    Gerade erst passiert: am 26.11.2018 um ca. 16:00 Uhr, Blutentnahme ca. 17:00 Uhr
    Polizei hat sich mit den Blutwerten gemeldet: ja
    Verfahren gegen Bußgeld eingestellt: nein
    Verurteilt: Bußgelbescheid erhalten mit ein Monat Fahrverbot
    Strafe abgebüßt: nein noch nicht

    Führerschein
    Hab ich noch: ja
    Hab ich abgegeben: nein
    Hab ich neu beantragt: -
    Habe noch keinen gemacht: -

    Führerscheinstelle
    Hab schon in meine Akte geschaut Ja/Nein: Mein Anwalt hat Einsicht beantragt aber noch nicht erhalten
    Sonstige Verstöße oder Straftaten?: ja, Handel mit Cannabis (2013)
    Genaue Fragestellung der FSSt (falls bekannt): Ist insbesondere nicht zu erwarten, dass Frau ….. zukünftig ein Kraftfahrzeug unter Einfluss von Cannabis oder dessen Nachwirkungen führen wird (Fähigkeit zum Trennen von Konsum und Verkehrsteilnahme)?

    Bundesland: Bayern

    Konsum
    Ich konsumiere noch: nein
    letzter Konsum: 25.11.2018
    Abstinenznachweis
    Haaranalyse: nein
    Urinscreen: nein
    Keinen Plan:

    Aufarbeitung
    Drogenberatung: Suchtberatung bei der Arbeit
    Selbsthilfegruppe (SHG): nein
    Psychologe: Verkehrspsychologische Beratung
    Ambulante/stationäre Therapie: nein
    Keine Ahnung:

    MPU
    Datum: noch offen, aber bis 19.03.19 bei der FSST abzugeben
    Welche Stelle (MPI): pima
    Schon bezahlt?: ja
    Schon gehabt?: nein
    Wer hat das Gutachten gesehen?: -
    Was steht auf der letzten Seite (Beantwortung der Fragestellung)?: -

    Altlasten
    Bist du Rückfalltäter?: -
     
  2. Sweety

    Sweety Neuer Benutzer

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    1. Wann haben Sie das allererste Mal von illegalen Drogen gehört?
    Mit 15 Jahren im Jugendzentrum, da haben einige Mitglieder des Jugendzentrums konsumiert.

    2. Wann haben Sie das erste Mal konsumiert? (Datum)
    Mit 16 Jahren habe ich das erst Mal mit ein paar der Mitglieder aus dem Jugendzentrum Cannabis konsumiert, ich war neugierig und wollte es mal ausprobieren.

    3. Wie sah der Konsum aus? (Konsumbiografie-Was, Wie, Welche Gelegenheit?)
    Mit 16 Jahren aus Neugier Cannabis probiert. Mit Anfang 21 hatte ich meine Lehre als Maschinenbaumechanikerin beendet und arbeitete dann als einzige Frau in der Produktion. Ich wurde in der Abteilung nicht akzeptiert und musste mich immer wieder beweisen. Ich habe mich dann mit drei Freunden, die ich noch aus dem Jugendzentrum kannte, ab und zu am Wochenende getroffen und wir haben gemeinsam Cannabis in Form von Joints konsumiert, es war sehr lustig und ich konnte mich entspannen und musste mich nicht beweisen. Dies ging bis ich 22 Jahre war, da wechselte ich in eine andere Abteilung und dort wurde ich sehr gut aufgenommen und akzeptiert, ich musste mich nicht mehr beweisen. Ab da habe ich 2 Jahre noch 3-4mal im Jahr konsumiert. Als ich Mitte 30 Jahre war verstarb mein Vater, das hat mich sehr getroffen, wir standen uns sehr nah. Ich konnte damals nicht mit der Trauer umgehen und traf mich am Wochenende mit ein paar aus der alten Clique um Cannabis zu konsumieren. Es war sehr entspannend, ich musste nicht über den Verlust meines Vaters nachdenken und habe meine Trauer verdrängt und mich von meinen Freunden isoliert. Als dann noch Druck und Stress bei der Arbeit anstieg, weil ich an einer komplett neuen und sehr komplexen Maschine arbeiten musste und ich Angst hatte zu versagen, stieg mein Konsum am Wochenende und im Urlaub an. Mit Anfang 32 hatte ich meine erste Verkehrskontrolle, da hatte ich einen THC-COOH Wert von

    0,9 ng/ml und bekam von der FSST eine gelbe Karte. Letztes Jahr im Sommer war ich auf einer Geburtstagsparty, dort traf ich wieder zwei Freunde von früher, wir konsumierten zusammen drei Joints, es war sehr gesellig und lustig. Bis zu meiner Auffälligkeit im November hatte ich wieder mehr Kontakt zu den beiden und wir trafen uns alle 2-3 Wochen am Wochenende um Cannabis zu konsumieren. In der Woche vor der Verkehrskontrolle hatte ich Urlaub und da trafen wir uns auch unter der Woche. Am Sonntagabend haben wir drei Joints geraucht, der letzte war gegen 23.30 Uhr.

    4. Haben Sie Drogen zusammen mit Alkohol konsumiert?
    Nein

    5. Wie ist der Umgang mit Alkohol gewesen?
    Alkohol trinke ich nur an besonderen Anlässen z.B.: Geburtstag oder Silvester zum Anstoßen

    6. Sonstige Suchtmitteleinnahme?
    10-15 Zigaretten am Tag und morgens eine Tasse Kaffee

    7. Haben Sie bei sich negative Folgen festgestellt?
    Ja, ich fühlte mich am nächsten Tag oft träge und lustlos. Dadurch vernachlässigte ich meine Hobbys vor allem das fotografieren und mit meiner Freundin zum Pilateskurs zugehen und habe den Kontakt zu meinen Freunden die nicht konsumieren reduziert.

    8. Haben Sie trotz negativer Folgen weiter konsumiert?
    Ja ich habe den Konsum verharmlost und immer wieder Ausreden für mich gefunden.

    9. Was für Werte wurden bei Ihrer Auffälligkeit festgestellt?
    12,3ng/ml THC und 141,2ng/ml THC-COOH

    10. Wann und wieviel haben Sie in der Woche vor der Auffälligkeit konsumiert?
    In der Woche vor der Auffälligkeit hatte ich Urlaub und habe zweimal unter der Woche 3 Joints konsumiert, am Sonntagabend war der letzte Joint gegen 23:30 Uhr (Auffälligkeit war am Montag).

    11. Wieviel und was haben Sie am Tag der Auffälligkeit Konsumiert?
    Am Tag der Auffälligkeit habe ich nichts konsumiert.

    12. Gab es einen besonderen Grund für diesen Konsum?
    Mein Freund war auf Montage unterwegs und ich war alleine und fühlte mich einsam und bin dann zu Freunden. Es war eine lustige Gesellige Runde, wir haben einen Film angeschaut und was zu essen bestellt und zusammen Cannabis konsumiert.

    13. Wie sind Sie auffällig geworden?
    Bei einer allgemeinen Verkehrskontrolle, stellte der Polizist rote Augen bei mir fest und meinte dass diese zwar auch vom frühen Aufstehen kommen können, er aber trotzdem eine Drogenkontrolle durchführen möchte.

    Nur für die, die im Straßenverkehr ermittelt wurden(auch Parkplatz):
    14. Was war der Zweck der Fahrt?
    Ich bin von der Arbeit nach Hause gefahren.

    15. Wie weit wollten/sind Sie (ge)fahren?
    Von der Arbeit zu mir nach Hause sind es 6km und diese bin ich gefahren, die Verkehrskontrolle war auf dem Parkplatz bei mir zu Hause.

    16. Wie oft waren sie bereits unter Drogeneinfluss im Straßenverkehr unterwegs?
    Wenn man bedenkt, dass man je nach Konsummuster bis zu ca. 72 Stunden nach dem Konsum noch unter dem Einfluss von Cannabis steht, ist es leider zu oft vorgekommen. Ich würde sagen ca. 150 – 200mal.

    17. Wie haben Sie den Konflikt zwischen dem Drogenkonsum und dem Führen eines Kraftfahrzeuges gelöst?
    Gar nicht, ich habe nicht darüber nachgedacht und mich nicht mit der Dauer des Einflusses und der Beeinträchtigung von Cannabis beschäftigt. Heute nachdem ich mich mit Cannabis und dem Einfluss auseinandergesetzt habe, weiß ich dass ich sehr leichtsinnig und verantwortungslos gehandelt habe.

    18. Wieso ist es verboten unter Drogeneinfluss ein KFZ zu führen?
    (Beschreibung bitte für die zutreffende Substanz)
    Drogen verringern das Konzentrations- und Reaktionsvermögen drastisch. Geschwindigkeiten und Distanzen können falsch eingeschätzt werden und man kann in Gefahrensituationen nicht mehr ausreichend reagieren und gefährdet sich und andere Verkehrsteilnehmer.

    19. Wie lange stehen Sie nach dem Konsum von Drogen unter deren Einfluss?
    Die Wirkung von Cannabis kann je nach Konsummuster bis zu 72 Stunden anhalten.

    20. Sind sie sich darüber im Klaren, welche Folgen es bei einem täglichen Konsum gibt?
    Ja die Gefahr in eine Abhängigkeit zu geraten und sein Leben komplett auf den Konsum auszulegen ist sehr groß. Im Laufe meiner Aufarbeitung habe ich auch erfahren, dass es auch zu Angstzuständen, Psychosen und Depressionen kommen kann bzw. man wird sehr gleichgültig und antriebslos. Dies habe ich ja selbst am Tag nach dem Konsum gemerkt ich war lustlos und gleichgültig und habe mich zurückgezogen und einige Freunde durch meine Lustlosigkeit vernachlässigt.
     
  3. Sweety

    Sweety Neuer Benutzer

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    21. Welche persönlichen Hintergründe gab es für den Cannabis- Drogenkonsum?
    Anfangs war ich neugierig und wollte es ausprobieren. Mein Selbstbewusstsein war nach der Lehre noch nicht sehr groß und ich wurde als Frau im Männerberuf nicht richtig akzeptiert. Mit Cannabis habe ich versucht den Tod meines Vaters und die Trauer zu verdrängen. Aufgrund des Leistungsdrucks und der Versagensängste bei der Arbeit habe ich zur Entspannung und zum verdrängen Cannabis konsumiert. Diese Art an Entspannung und die Geselligkeit in der Gruppe hat mir gefallen.

    22. Wie hat sich Ihr Umfeld über Ihren Drogenkonsum geäußert?
    Meine Mutter und mein Bruder waren sehr enttäuscht von mir als ich ihnen von meinem Cannabiskonsum erzählt habe, sie wussten beide nichts davon. Meine Arbeitskollegen und meine Freunde waren entsetzt darüber und haben nicht von mir gedacht, dass ich Drogen genommen habe. Alle fanden es sehr gut, dass ich offen mit ihnen darüber spreche und haben mir gesagt, dass ich jeder Zeit ihre Unterstützung habe wenn ich diese brauche.

    23. Gab es Ereignisse in Ihrem Leben, die zu verstärktem Konsum geführt haben?
    Ja die gab es, das waren der Tod von meinem Vater am 01.04.2011 und der Leistungsdruck und die Versagensängste 2012 bei der Arbeit.

    24. Haben Sie sich an Jemand um Hilfe gewandt, um den Drogenkonsum zu beenden?
    (Warum, wann, wer?)
    Bis zu meiner Auffälligkeit am 26.11.2018 habe ich niemanden um Hilfe gebeten. Danach habe ich mit meinem Freund, meiner Familie, meinen Arbeitskollegen, der Suchtberatung bei der Arbeit und mit meiner Verkehrspsychologin sehr viel und ausführlich über den Drogenkonsum gesprochen. Die Gespräche waren sehr offen, manchmal auch sehr tränenreich, keiner machte mir Vorwürfe sondern alle finden es gut, dass ich mich ausführlich damit beschäftige, sie stehen hinter mir und sind immer für mich da wenn ich Hilfe brauche.

    25. Gibt es in Ihrer Familie aktenkundige Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz oder Suchtkrankheiten?
    Nein.

    26. Hatten sie Konsumpausen/spitzen?
    Warum? Wann?
    Konsumpausen hatte ich nach meinem ersten Konsum mit 16 bis 21, da machte ich meine Realschule fertig begann meine Lehre und machte in dieser Zeit meinen Führerschein. In der Zeit von 24 bis 29 hatte ich einen Freund und zusammen mit ihm den Wunsch Kinder zukriegen. Leider stellte sich heraus, dass er Unfruchtbar ist und wir keine eigenen Kinder bekommen können. Meine Konsumspitze hatte ich mit 30, durch den Tod meines Vaters und die Versagensängste bei der Arbeit.

    27. Was hat Sie daran gehindert, ohne Droge abzuschalten?
    Ich selber, ich glaubte wenn ich Cannabis konsumiere kann ich damit meine Sorgen und Nöte lindern, für den Moment war ja auch alles ok. Ich habe mich nicht mit meinem Konsum auseinandergesetzt und nicht über andere Möglichkeiten nachgedacht wie ich abschalten kann.

    28. Waren Sie gefährdet in eine Drogenabhängigkeit zu geraten?
    Ja ich denke dass jeder bei Drogenkonsum gefährdet ist Abhängig zu werden.

    29. Waren sie drogenabhängig?
    Nein ich konnte auch über einen längeren Zeitraum ohne Cannabis auskommen, aber ich denke dass eine gewisse Drogenproblematik bei mir vorlag.
     
  4. Sweety

    Sweety Neuer Benutzer

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    30. Hätten sie, rückblickend, eine Drogenkarriere verhindern können?
    Ja, wenn man sich mein Verhalten in Bezug auf den Straßenverkehr ansieht, hätte ich diese sogar verhindern müssen. Ich hätte es auch gekonnt, aber ich hatte mir keine Gedanken über die Folgen oder Konsequenzen Gedanken gemacht. Mit dem Wissen von heute würde ich rückblickend vieles anders machen.

    31. Wieso haben Sie sich für eine Abstinenz entschieden?
    Wenn ich weiter konsumieren würde, würde ich das wieder verharmlosen und meine Probleme verdrängen und mich nicht damit auseinandersetzen und ich wäre wieder in dem Teufelskreis in dem ich mich befand. Ich möchte mich auch nicht mehr aus dem sozialen Umfeld zurückziehen meine Freunde vernachlässigen, sondern aktiv daran teilnehmen. Durch mein Hobby das Fotografieren bin ich sehr oft draußen in der Natur das gefällt mir sehr. Meinen Freund, meine Familie und meine Arbeitskollegen möchte ich auch nicht mehr enttäuschen, denn die sind mir alle wichtiger als Cannabis. Ich möchte in naher Zukunft zusammen mit meinem Freund eine Familie gründen, da wäre es verantwortungslos weiter Cannabis zu konsumieren.

    32. Beschreiben Sie den Punkt, an dem Sie sich für ein abstinentes Leben entschieden haben (Knackpunkt)
    Der Knackpunkt war eindeutig der Tag der Auffälligkeit, der hat mir bewusst gemacht was ich falsch gemacht habe und was der Cannabiskonsum alles für Folgen hat. Durch mein leichtsinniges Verhalten hätten auch andere Verkehrsteilnehmer Schaden nehmen können.

    33. Wieso kommt für Sie nur Abstinenz und nicht für gelegentlicher Konsum in Betracht?
    Weil ich keinen verantwortungsvollen Umgang mit Cannabis hatte und gelegentlicher Konsum wieder der erste Schritt in eine völlig falsche Richtung wäre. Ich hatte Hobbys vernachlässigt und die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer außer Acht gelassen. Ich habe mir keine Gedanken über mein Verhalten gemacht. Wenn ich jetzt da weitermache wo ich aufgehört habe, verliere ich mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder mein Interesse an meinen Hobbys und vernachlässige meine Freunde und enttäusche somit auch wiederum meine Familie und meine Freunde, das möchte ich nicht und möchte ich auch nicht riskieren.

    34. Wie haben Sie die Umstellung zur Abstinenz erlebt?
    Sehr positiv, ich fühle mich wieder viel aktiver und nicht mehr so lustlos. Ich gehe wieder zu meinem Pilateskurs und unternehme wieder häufiger was mit meinen Freunden. Durch das Fotografieren bin ich viel draußen in der Natur das tut mir gut, ich kann dabei sehr gut abschalten.

    35. Wer hat Ihnen dabei wie geholfen?
    Die Gespräche mit meiner Familie und Freunden haben mir sehr geholfen, vor allem das sie mir keine Vorwürfe machen sondern das sie hinter mir stehen und ich bei Problemen immer zu ihnen kommen kann. Außerdem hat mir die Aufarbeitung meines Verhaltens mit der Verkehrspsychologin sehr geholfen, sie steht mir auch zukünftig bei auftretenden Konfliktsituationen immer zur Seite. Ebenso halfen mir die Gespräche mit der Suchtberatung bei der Arbeit, um mir im Klaren über mein verantwortungsloses und leichtsinniges Verhalten zu werden.

    36. Wie reagiert Ihr Umfeld auf diese Umstellung?
    Mein Umfeld, mein Freund, meine Familie und meine Freunde findet meine Umstellung durchweg positiv, das gibt mir sehr viel Energie und Selbstbewusstsein.


    37. Haben Sie nach der Auffälligkeit weiterhin Kontakt zu Ihren Drogenbekannten gehabt?
    An meinem Geburtstag, der eine Woche nach der Auffälligkeit war kamen zwei von ihnen zum Gratulieren vorbei. Ich habe ihnen gesagt, dass ich keinen Kontakt mehr zu ihnen haben möchte und seitdem habe ich den Kontakt zu ihnen abgebrochen.

    38. Haben Sie nach Ihrer Auffälligkeit miterlebt, wie Ihre Bekannten Drogen konsumiert haben?
    Nein ich habe keine Bekannten mehr die Drogen konsumieren.

    39. Wie haben Sie in Zukunft vor mit Cannabis/dem Konsum umzugehen?
    Gar nicht. Ich vermeide den Kontakt mit Drogen und deren Konsumenten. Durch meine Aufarbeitung habe ich gelernt meine Probleme konstruktiv anzugehen und sie zu lösen und das es keinen Sinn macht Probleme durch Cannabiskonsum zu verdrängen. Im Berufsleben setzte ich mich selbst nicht mehr zu stark unter Druck. Abschalten tue ich beim Fotografieren, beim Pilates und bei Freizeitaktivitäten mit meinen Freunden.


    40. Haben Sie zu Hause Cannabis?
    Nein.

    41. Wie wollen Sie es gegebenen Falls in Zukunft verhindern, nochmals unter Drogeneinfluss ein KFZ zu führen?
    Indem ich weiter strikt meine Abstinenz einhalte und mir vor Augen führe, welche negativen Einflüsse der Cannabiskonsum in Bezug auf den Straßenverkehr mit sich bringt. Ich will andere Verkehrsteilnehmer und mich, nicht mehr durch mein leichtsinniges Verhalten berauscht Auto zu fahren in Gefahr bringen.

    42. Wie wollen Sie einen beginnenden Rückfall erkennen?
    Einen Rückfall schließe ich theoretisch aus, da ich den Kontakt mit Drogen und den Konsumenten stets vermeide. Falls sich doch einmal Krisensituationen ergeben sollten, wende ich mich mit meinen Problemen offen an meine Familie, Freunde und/oder an meine Verkehrspsychologin. Durch die Sitzungen und Aufarbeitung meiner Verkehrspsychologin ist mir auch bewusst geworden, dass ich mich auch vor professioneller Hilfe nicht schämen brauche und diese auch bei Bedarf in Anspruch nehmen werde.

    43. Wie ist derzeit der Konsum von Alkohol bei Ihnen?
    Ich trinke nur bei besonderen Anlässen wie Geburtstag ein Glas Wein oder stoße an Silvester mit einem Glas Sekt an.
     
  5. Sweety

    Sweety Neuer Benutzer

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    So das ist mein Fragebogen. Ich hoffe ihr könnt mir dazu Tipps geben was ich noch verbessern muss.:smiley2500:
     
  6. Patrickk2009

    Patrickk2009 Benutzer

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    Hi Sweety ich kenne die Fragestellung genau, hatte dieselbe Fragestellung und habe die Mpu dann total versemmelt. Diese Art von Fragestellung beruht auf eine neue Rechtssprechung in Bayern.

    Kurz und Knapp. Gehe nicht zur Mpu und bereite dich richtig darauf vor. D.h sammel Abstinenznachweise, die brauchst du unbedingt. Und bereite dich mit Hilfe von diesem Forum vor. Bei deinen Werten hast du so gut wie keine Chance die Mpu zu bestehen. Denn bei der Fragestellung musst du dem Gutachter erklären können wie du in Zukunft den Konsum von Cannabis und das Autofahren trennen willst. Das ist schwer vorallem bei den Werten.

    Und das nächste. Wenn ich mir deinen Fragebogen anschaue dann sehe ich das du in Zukunft kein Cannabis mehr konsumieren möchtest. Das ist super aber um von einer gesicherten und stabilen Abstinenz auszugehen, benötigst du für mindestens 6 Monate Abstinenznachweise, bei deinen Werten könnten es auch 12 Monate sein, welche du aber nicht vorweisen kannst.

    Und ich finde mich geschmeichelt das du zum Teil meinen Fragebogen verwendest, aber kopiere die Sachen von meinem Fb nicht einfach in deinen, dadurch lernst du nicht. Du selbst musst es wollen, etwas zu ändern, sonst hat die ganze Mpu keinen Sinn.

    Aber Max und Nancy können dir an der Stelle wahrscheinlich besser helfen, ich wollte dir nur meine Erfahrung und Einschätzung mitteilen.
     
  7. Sweety

    Sweety Neuer Benutzer

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    Hi Patrick. Danke für deine ausführliche Antwort. Ich möchte wirklich was ändern und habe es ja bereits auch. Morgen und in drei Wochen habe ich nochmal einen Termin bei meiner Verkehrspsychologin. Da ich nach nicht einmal zwei Monaten von der Führerscheinstelle die Aufforderung zur Abgabe der mpu bekommen habe und dafür nur zwei Monate Zeit habe, ist ein Abstinenznachweis vorzulegen nicht möglich. Ich melde mich morgen zum Abstinenznachweis für sechs Monate an. Mein Anwalt rät mir das Gutachten zu machen und die Verkehrspsychologin rät mir davon ab, allerdings habe ich schon das Geld für die mpu überwiesen und wollte nächste Woche bei der pima einen Termin vereinbaren. Ja ich habe einen Teil aus deinem Fragebogen benutzt, aber auch nur weil ich das genauso sehe.
    Ich danke dir für deine Einschätzung.
     
  8. Patrickk2009

    Patrickk2009 Benutzer

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    Kannst du bei der Pima noch sagen das du die Mpu absagen willst? Das müsste eigentlich gehen. Dann bekommst du dein Geld zurück.
     
  9. Sweety

    Sweety Neuer Benutzer

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    Das kann ich nächste Woche mal versuchen. Also sollte ich erst meine sechs Monate Abstinenznachweise haben und dann das Gutachten machen, oder? Wenn ich das Gutachten bis 19.3. nicht abgebe wird mir dann sofort mein Führerschein entzogen oder bekomme ich nochmal eine neue Frist für das Gutachten?
     
  10. Max

    Max Super-Moderator und MPU Profi Mitarbeiter Administrator

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    Bist du Rückfalltäter?: -

    Wenn die FSST deinen THC-COOH Wert von 0,9 ng/ml noch in der Akte hat, giltst du als Wiederholungstäter. Wiederholungstäter sind für 12 Monate abstinenzpflichtig.

    Dein Anwalt hat keine Ahnung, Cannabiskonsum ist immer für mindestens 6 Monate abstinenzpflichtig.
    Falls deine Haare nicht gefärbt und mindestens 6cm lang sind, besteht die Möglichkeit einer rückwirkenden Haaranalyse bei deiner MPU. Diese ist im Vorfeld allerdings anzumelden.

    Ja.
     
  11. Sweety

    Sweety Neuer Benutzer

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    Hallo Max.
    Das weiß ich noch nicht, da mein Anwalt und nicht ich die Akteneinsicht beantragt hat aber diese noch nicht bekommen hat. Aber ich gehe mal davon aus das dies noch drin steht da ich ja damals eine gelbe Karte von der Führerscheinstelle bekommen habe. Ich habe gefärbte Haare und kann deshalb keine Haaranalyse abgeben. Mein Anwalt hat mir schon gesagt das ich Abstinenznachweise von sechs Monaten machen soll. Allerdings aufgrund der hohen Werte war mein Urin noch nicht 100%ig sauber, daher melde ich mich erst nächste Woche dazu an.
     
  12. Max

    Max Super-Moderator und MPU Profi Mitarbeiter Administrator

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    Wenn dein Anwalt dir das sagt, warum gehst du dann zur MPU ?
    Glaube mir, ohne Abstinenznachweise ist das weggeworfenes Geld.
    Geh zur FSST und beantrage eine Fristverlängerung.
    Schade, dass du dich erst kurz vor deiner MPU mit der Thematik auseinander setzt.
     
  13. Sweety

    Sweety Neuer Benutzer

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    Weil er auch sagt das ich das Gutachten machen soll. Ja ich versuche eine Fristverlängerung zu bekommen. Ich setze mich schon seit dem Schreiben der Führerscheinstelle damit auseinander. Ich war bis jetzt auch schon zweimal bei einer Verkehrspsychologin. Es kommt bestimmt auch nicht so oft vor, das man innerhalb von zwei Monaten das Gutachten vorlegen soll, so wie in meinem Fall.
     
  14. Max

    Max Super-Moderator und MPU Profi Mitarbeiter Administrator

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    Das ist doch schon mal positiv. Allerdings müsste sie ja auch wissen, was für eine MPU zu tun ist (Abstinenznachweise). Für deine MPU ist es von Vorteil, wenn du am Ende der Besuche auch einen Beleg erhältst.

    Das kommt schon vor, selbst bei Alkoholdelikten ist das schon vorgekommen. Trotz Fristauflage, wissen die Behördis genau die Pflicht eines Abstinenznachweises.
     

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