MPU wegen Fahren ohne Führerschein

Uljuna

Neuer Benutzer
Hallo liebe Mitglieder,
Mein Mann hat vor 10 Jahren seinen Führerschein wegen Cannabis ( 2,5 ) verloren. In diesen 10 Jahren wurde er zwei mal wegen Fahren ohne Führerschein verurteilt. Letztes Jahr hat er einen Führerschein Antrag gestellt und sollte eine MPU mit doppelter Fragestellung machen. Das ging in die Hose. Aufgrund der neuen Gesetzeslage muss er jetzt nur eine MPU wegen Fahren ohne Führerschein machen. Wer kann da helfen, auch zwecks seriöser MPU Vorbereitung. Leider wohnen wir etwas abseits. Im nordöstlisten Teil von Deutschland, das heißt nicht viel Auswahl. Ich würde mich über jeden Tipp freuen.
 

Nancy

Super-Moderator und MPU Profi
Teammitglied
Administrator
Hallo Uljuna,

willkommen im Forum.

Kleine Anmerkung: es geht bei deinem Mann nicht um Fahren ohne Führerschein (OWI, um die 10 Euro), sondern um Fahren ohne Fahrerlaubnis (Straftat).

Dein Mann kann sich gerne hier im Forum anmelden (oder unter deinem Account weiterschreiben) und wir schauen dann gemeinsam ob fachliche Hilfe von außen zusätzlich benötigt wird, oder ob er seine gesamte Aufarbeitung hier bei uns machen kann. Wir haben hier einen ehemaligen Psychotherapeuten mit an Bord, der ihm -auf Wunsch- evtl. eine adäquate Adresse nennen könnte; aber aus unserer langjährigen Erfahrung in diesem Bereich kann ich sagen, dass eine Vorbereitung hier im Forum oftmals ausreichend ist.

Für den Anfang wäre es gut, erstmal den entsprechenden Profilfragebogen hier ausgefüllt einzustellen.
 

Pünter2748

Benutzer
Aufgrund der neuen Gesetzeslage muss er jetzt nur eine MPU wegen Fahren ohne Führerschein machen
Hallo @Uljuna ,

@Nancy hat bereits das wichtigste zur Möglichkeit einer sachgerechten Vorbereitung geschrieben.

Die Fragestellung Deines Mannes wird damit dann wohl darauf hinaus laufen, weswegen er wiederholt in schwerwiegendem Sinne gegen Gesetze und Auflagen rund um die Thematik der aktiven und sicheren Teilnahme am Straßenverkehr verstoßen hatte.

Für diese psychologische Aufarbeitung sollte er sich damit dann grundlegend reichlich Zeit erst mal hier im Forum lassen, da eine Aufarbeitung mit Änderung einer Grundeinstellung derartiger Verfehlungen leider nicht direkt objektiv wie bei Konsumenten von Alkohol oder Drogen begleitend z.b. durch Abstinenznachweise o.ä. untermauerbar wäre in einer charakterlich grundlegenden Wesensänderung.

Zudem liegt der Fahrerlaubnisbehörde daneben ja leider auch bereits das erste negative Gutachten wegen Cannabis-Konsums als eine der Ursachen zur Problematik vor, was dem Gutachter ggf. dann auch vorgelegt werden könnte zur Aufzeigung anderer subjektiver Schwachpunkte Deines Mannes.

Von daher würde ich freiwillig nebenher noch ein amtsärztlich durchgeführtes Langzeitscreening als Nachweis einer neu gelebten Umgangsweise mit Alkohol und Cannabis in einem "vernünftigen" und ggf. noch als gesellschaftsüblich anzusehenden Rahmen der Argumentation einer charakterlichen Wesensänderung beilegen zu können.

Die nächsten 6 bis besser 12 Monate sollte er daher durchaus erst mal keinen neuerlichen Antrag auf FE-Neuerteilung in Betracht ziehen, sondern sich wirklich kontinuierlich mit der psychologischen Aufarbeitung intensiv und lückenlos beschäftigen.

LG, Pünter
 
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