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MPU wg Alkohol - Fahrrad München

Dieses Thema im Forum "MPU wegen Alkohol" wurde erstellt von ChiliPalmer, 18. April 2018.

  1. ChiliPalmer

    ChiliPalmer Neuer Benutzer

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    Liebes Forum,

    ich bin schon seit einer Weile passiver Leser und finde es wirklich klasse, dass es dieses Forum zum Austausch gibt!
    Nun steht meine MPU auch bevor und ich würde mich sehr über eine Einschätzung oder Tipps freuen. Zunächst mal mein Fragebogen; auch würde ich gerne den kompletten Fragekatalog ausfüllen und zur Diskussion stellen, welchen soll ich da am besten nehmen, IAS? Ich habe ein Gutachten bei der DEKRA München beantragt. Erst jetzt sind mir die enorm schlechten Bewertungen bei Google aufgefallen, die anderen sind aber nur leicht besser. Gibt es Erfahrungen zur DEKRA (noch könnte ich wechseln :smiley2204:)?

    Ganz herzlichen Dank für jeden Tipp oder Kommetar!

    ......................
    FB Alkohol

    Zur Person
    Geschlecht:männlich
    Größe:1.86
    Gewicht:80 kg
    Alter:37

    Was ist passiert?
    Datum der Auffälligkeit: 26.08.2017, 03.41 Uhr
    BAK:1,61
    Trinkbeginn:ca. 22:00 Uhr
    Trinkende:ca. 03:30
    Uhrzeit der Blutabnahme: 04.00 Uhr

    Stand des Ermittlungsverfahrens: gegen Auflage (Zahlung) eingestellt
    Gerade erst passiert: nein
    Strafbefehl schon bekommen: nein
    Dauer der Sperrfrist: keine, Fahrrad

    Führerschein
    Hab ich noch: ja
    Hab ich abgegeben:nein
    Hab ich neu beantragt:nein
    Habe noch keinen gemacht:nein

    Führerscheinstelle
    Hab schon in meine Akte geschaut Ja/Nein: Ja
    Sonstige Verstöße oder Straftaten?: Nein
    Genaue Fragestellung der FSSt (falls bekannt):Alkohol MPU

    Bundesland: Bayern


    Konsum
    Ich trinke noch Alkohol, wenn ja wie oft wieviel: Ja, kontrolliertes Trinken (zu besonderen Anlässen)
    Ich lebe abstinent seit: nein

    Abstinenznachweis
    Haaranalyse ja/nein: nein
    Urinscreening ja/nein:nein
    Keinen Plan?:

    Leberwerte ja/nein seit wann, wieviele: stehen aus; sind abgenommen

    Aufarbeitung: Ja, mit befreundeter Psychologin
    Suchtberatungsstelle aufgesucht?:nein
    Selbsthilfegruppe (SHG):nein
    Psychologe/Verkehrspsychologe: Ja, Psychologe
    Kurs für verkehrsauffällige Autofahrer:nein
    Ambulante/stationäre Therapie:nein
    Keine Ahnung:

    MPU
    Datum: 08.05.2018
    Welche Stelle (MPI): DEKRA
    Schon bezahlt?: Nein
    Schon eine MPU gehabt? Nein
    Wer hat das Gutachten gesehen?:
    Was steht auf der letzten Seite (Beantwortung der Fragestellung)?:

    Altlasten
    Bereits durch Alkohol auffällig geworden Punkte oder sonstige Straftaten:Nein
     
  2. Rini

    Rini Benutzer

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    Huhu ChiliPalmer,
    Also über die DEKRA kann ich leider nichts sagen.
    Ich war heute in der PIMA in der Sendlingerstrasse und ich fand es super dort. Alle waren überaus nett, freundlich und hilfsbereit.
    Vielleicht hilft dir das ein bisschen weiter.
    Liebe Grüsse,
    Rini
     
  3. ChiliPalmer

    ChiliPalmer Neuer Benutzer

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    Danke für die Antwort! Die PIMA hatte leider keinen passenden Termin frei, sonst wäre sie für mich auch erste Wahl gewesen. Zur DEKRA habe ich keinen Erfahrungsbericht gefunden, nur recht gruselige Google Bewertungen.

    Ist es denn möglich, dass in meinem Fall zB eine Haaranalyse von der DEKRA gemacht wird? Unterscheiden sich da die Institute?
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 20. April 2018
  4. Rini

    Rini Benutzer

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    Die Pima hat ja 2 Standorte in München, hast du es am Candidplatz auch versucht ?

    Wieso willst du denn eine Haaranalyse machen lassen ? Eine Haaranalyse macht man doch nur wenn man AB macht, du hattest aber angegeben das du KT machst ?
    Ich bin nun jedoch nicht der MPU Vollprofi wie Nancy und Max.

    Ich denke, es ist egal zu welchem MPI du gehst, die unterscheiden sich nicht. Es kommt auf deine Aufarbeitung an.

    Liebe Grüße
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 20. April 2018
  5. ChiliPalmer

    ChiliPalmer Neuer Benutzer

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    Stimmt, guter Tipp, dann versuche ich es dort noch einmal!
    Haaranalyse möchte ich nicht machen (sondern KT), ich frage mich nur, ob es möglich ist, dass die spontan eine machen beim Termin.

    Darf ich fragen wie Du dich vorbereitet hast und was Du evtl mitgebracht hast?

    Vielen Dank und Grüße
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 20. April 2018
  6. Rini

    Rini Benutzer

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    Puuhh, dass weiss ich nicht, aber das kann gut möglich sein.
    Vielleicht meldet sich Nancy hier, wenn sie wieder gesund ist.

    Klar darfst du fragen, deshalb sind wir ja ein Forum um uns auszutauschen :smiley22:

    Also zum einen bin ich zur Psychologin gegangen weil ich mein Verhalten verstehen wollte - ich hatte ja ne Hausnummer von über 2 Promille - dann viel in Büchern gelesen und hier im Forum natürlich auch, dann war ich beim MPU Vorbereitungskurs und habe Abstinenznachweise gesammelt.

    Mit zur MPU hab ich alle Bescheinigungen genommen.


    Aber ich bin der Meinung, du kannst hingehen und machen was du willst, solange man sein Verhalten nicht geändert hat, kann man machen was man will.

    Liebe Grüße
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 20. April 2018
  7. ChiliPalmer

    ChiliPalmer Neuer Benutzer

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    Ach so, Nancy ist krank? Habe schon viel von ihr gelesen....:smiley22:

    Ich werde ja "nur" KT machen und habe daher außer Leberwerte keine Nachweise.

    Dann stelle ich vielleicht in den nächsten Tagen zunächst mal meinen Fragebogen ein, das ist ja der wichtigste Teil.

    Viele Grüße
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 20. April 2018
  8. Max

    Max Super-Moderator und MPU Profi Mitarbeiter Administrator

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    Wenn das dein MPU Termin ist, wirds Zeit mit einem Alk-FB ... andernfalls wird das ziemlich eng.
    Alk-FB

    Nein, lediglich Blutentnahme.

    MPU ... abc Teil 1
    MPU ... abc Teil 2

    Reaktionstest/Leistungstest

    Unterlagen für die Neuerteilung

    Die Regeln des KT
    Kontrolliertes Trinken - Die Erklärung

    KT mit EtG-Screenings

    Wichtige Abkürzungen im Forum
     
  9. ChiliPalmer

    ChiliPalmer Neuer Benutzer

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    Vielen Dank, lieber Max! Ich habe noch die Möglichkeit zur Pima von der DEKRA zu wechseln und den Termin zur Abgabe zwei Wochen zu schieben. Macht das Sinn? Die enorm schlechten Bewertungen der DEKRA haben mich doch etwas verunsichert.

    Bei meinen Blutwerten sind alle Leberwerte im Normalbereich, allerdings der Thrombozyten Wert niedrig. Mein Hausarzt schließt einen Zusammenhang mir der Leber aus, es handelt sich wohl um einen Infekt oder eine Autoimmunerkrankung, was noch getestet wird. CTD Werte sind nicht aufgeführt, soll ich diese noch nachholen? Auch habe ich eine Bestätigung einer befreundeten Psychologin, die mich gut kennt und mit der ich die Ereignisse aufgearbeitet habe (allerdings privat um Kosten zu sparen); macht es Sinn diese Bestätigung mitzubringen?

    Anbei mein Fragebogen. 1000Dank!! :smiley22:

    Tathergang

    1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.
    (wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille)

    Am Tag der TF haben wir mit einigen Freunden in den Geburtstag eines guten Freundes gefeiert. Da sehr gutes Wetter war, sind wir um ca. 18:00 Uhr mit dem Fahrrad an die xxx gefahren. Dort habe ich zunächst keine alkoholischen Getränke getrunken. Wir hatten sodann noch zwei zwei Events im xxx-Viertel, die wir besuchen wollten und fuhren zu dem ersten um ca. 20:00 Uhr. Die Stimmung war sehr gut und ich dort insgesamt 6 Bier 0,33 bis ca. 22:30 getrunken. Da eine weitere Party gleich um die Ecke am xxplatz stattfand, sind wir dort mit dem Fahrrad hingefahren. Nach einer kurzen Trinkpause habe ich dann im Zeitraum zwischen 24:00 Uhr und 03:00 Uhr weitere 3 Bier 0,5 sowie 4 Gin Tonic und einen Schnaps (Vodka 0,02) getrunken, da wir von dem Geburtstagskind eingeladen wurden. Da ich seit Mittags nichts gegessen habe, habe ich großen Hunger bekommen und so beschloss ich mit einem Teil der Gruppe zu dem ca. 600meter entfernten Currywurstladen zu fahren, der die ganze Nacht geöffnet hat. Als wir ca. 100 Meter gefahren sind, hat mich eine Polizeistreife angehalten. Ich war sehr geschockt, weil mir in diesem Moment erst klar wurde, dass ich eine Straftat begangen haben könnte, da ich mir aufgrund der allgemeinen Aufbrucheuphorie keine großen Gedanken um die Trunkenheitsfahrt gemacht habe. Daher habe ich auch sehr unfreundlich reagiert und die Polizisten gefragt, ob sie nichts besseres zu tun haben als vor einer Bar mitten in der Nacht Fahrradfahrer anzuhalten. Hinzu kam, dass der Polizist sehr xxxxx war und sich mit "Kommissar xxxxxx" vorstellte, worüber ich mich dummerweise lustig gemacht habe. Da ich einen Alkholtest verweigerte, musste ich mit auf die Polizeiwache.

    2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?
    (Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)

    An die exakte Menge an getrunkenem Alkohol konnte ich mich nicht mehr genau erinnern, sodass ich über den BAK- Wert die Mengen zurückgerechnet habe.
    Ich trank zwischen 20:00 Uhr und 22:30 6 Bier a 0,33 und zwischen 24:00 Uhr und 3:00 weitere 3 Bier 0,5, 4 Gin Tonic und einen Schnaps 0,02.

    3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viele Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?

    Ich fuhr ca. 100 meter, geplant war eine Fahrt von ca. 600 Metern.

    4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?
    (Ja/Nein + Begründung)

    Zum damaligen Zeitpunkt habe ich mich noch sicher genug gefühlt um zu fahren, sonst wäre dies nicht passiert. Ich habe meinen Zustand und die damit verbundenen Gefahren aus heutiger Sicht völlig unterschätzt.

    5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?

    Zum damaligen Zeitpunkt leider nicht.

    6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen?

    Nein.


    7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?

    Mit einem Pkw oder Kraftfahrzeug bin ich nie alkoholisiert gefahren. Alkohol und Kraftfahrzeuge trenne ich strikt. Allerdings bin ich bereits zuvor einige Male - ich schätze ca. 15 Mal - alkoholisiert Fahrrad gefahren. Zumeist leicht alkoholisiert (3-4 Bier a 0,33), aber auch drei- oder viermal stark alkoholisiert mit einer ähnlichen Trinkmenge wie zur TF. Ich habe die Gefahr für mich und andere Verkehrsteilnehmer stets nur in Bezug auf Kraftfahrzeuge gesehen und betrunkenes Fahrradfahren verharmlost bzw. mir selbst etwas vorgemacht, dass ich "nur ein wenig rolle" oder langsam fahre. Aus heutiger Sicht ist mir bewusst, dass auch betrunkenes Fahrradfahren eine erhebliche Gefahr für mich und andere darstellt.

    Exploration

    8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen?
    (Allererste Erinnerung und erster Konsum)

    Mein erster Kontakt mit Alkohol war in der Schulzeit auf einer Klassenreise mit 16 Jahren. wir haben damals quasi als "Mutprobe" heimlich einige Flaschen "kleiner Feigling" gekauft und getrunken. Kurz darauf war mir so schlecht, dass ich mich mehrfach übergeben musste.


    9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?

    In der Folge habe ich einige Zeit nichts getrunken und mit ca. 18 Jahren dann unregelmäßig einige Biere bei unterschiedlichen Gelegenheiten. Ich schätze ca. 2-3 Biere über einen Zeitraum von einem Monat in unregelmäßigen Abständen. Mit der Studienzeit in Berlin stieg der Alkoholkonsum an. Es waren dann bei unterschieldichen Gelegenheiten wie Hauspartys ca. 5-6 große Biere oder Wein und 1-2 Longdrinks. Nach dem Umzug nach München und der Trennung von meiner Ex-Freundin blieb dies zunächst so, seit dem Zusammenzug mit meiner Freundin und Antritt bei meiner neuen Arbeitsstelle vor zwei Jahren hat sich der Alkoholkonsum wieder reduziert und ich trank üblicherweise nur gelegentlich (ein bis zweimal pro Monat) 1-2 Bier/Wein am Wochenende.


    10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?
    (Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

    Siehe Frage 9

    11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?

    Ich trank stets nur in Gesellschaft und bei gemeinsamen Aktivitäten; alleine zuhause trinken war für mich nicht denkbar. Zumeist trank ich größere Mengen Alkohol bei besonderen Anlässen wie Geburtstagen oder Partys.

    12. Warum haben Sie getrunken?
    (Innere + äußere Motive)

    Diese zentrale Frage habe ich mir seit meiner TF oft gestellt und gemeinsam mit einer befreundeten Psychologin, die mich recht gut kennt, aufgearbeitet.
    Zu Schulzeiten hat es sich eher um Mutproben oder Gruppenzwang gehandelt. Später, zu Studentenzeiten war es sicherlich auch der Versuch, aus dem Alltäglichen auszubrechen und eine gewisse Form der Ablenkung. Ich habe stets einen sehr schlimmen Kater nach exzessivem Trinken gehabt und trotzdem dies teilweise ausgeblendet, um "etwas zu erleben" und nicht als Langweiler vor meinen Freunden dazustehen. Auch habe ich während meiner Zeit als Single geglaubt, weniger gehemmt auf Frauen zugehen zu können und "lässiger" zu wirken. Am Tag der Trunkenheitsfahrt war es vor allem die Gruppendynamik und die Einladungen des Geburtstagskindes.


    13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet?
    (bei wenig und bei viel Alkohol)

    Bei dem Konsum von wenig Alkohol wurde ich zumeist müde und etwas träge sowie weniger reflektiert. Bei viel Alkohol wurde ich enthemmt und tat Dinge, die ich sonst nicht tun würde. Alle Gefühle wurden verstärkt und auch eine leichtere Gereiztheit und fehlende Konfliktscheu - wie am Tag der Trunkenheitsfahrt - traten ein. Ich stritt mich einige Male auch mit Freunden über Kleinigkeiten oder unterschiedliche Ansichten, was ich am nächsten Tag oft bereut habe.

    14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?

    Ja. Insbesondere gab es einige Hinweise von meinen Freunden, dass ich mich "daneben" benommen habe, was mir selbst nicht aufgefallen war. Ich wurde dann leicht "hitzköpfig" und lauter, obwohl ich sonst ein eher zurückhaltender Mensch bin, der sein Herz nicht auf der Zunge trägt. Auch in Gesprächen mit der befreundeten Psychologin ist mir dies erneut in aller Deutlichkeit bewusst geworden.

    15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?

    Nach übermäßigem Alkoholkonsum hatte ich stets einen furchtbaren Kater und verbrachte den folgenden Tag im Bett, auch bei bestem Wetter. Während andere aktivitäten unternahmen, ärgerte ich mich dann und litt vor mich hin. Dies hat einige Male auch meine Freundin verärgert, die eine sehr aktive und sportliche Person ist. Auch hat zu Studentenzeiten der Alkoholkonsum stark mein damaliges Budget belastet; teilweise habe ich nur sehr einfache und möglichst günstige Gerichte gekocht, um mir die Trinkabende leisten zu können. Nach der TF und während der Aufarbeitung habe ich erkannt, dass insbesondere die Wochenenden sehr erfüllend ohne Alkoholkonsum sind, da zum einen der Tag für Aktivitäten wie Skifahren im Winter oder Wandern im Sommer genutzt werden kann und zum anderen as netter Nebeneffekt noch eine beträchtliche Summe Geld gespart wird.

    16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben?
    Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür.

    Ja, die gesamte Zeit ab des Beginn des Studiums mit 19 Jahren habe ich mehr getrunken als heute.

    17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?

    Ich habe bis zu der TF die Trinkmengen nicht kontrolliert. Einen Blackout oder Verlust des Bewusstseins hatte ich aber nie.

    18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?

    Nein.

    19. In welcher Kategorie von Trinker haben sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein?
    (mit Begründung)

    Früher habe ich mich nicht in eine Trinkkategorie eingeordnet und mich immer als ganz normalen Jugendlichen/Studenten angesehen, der wie alle anderen auch Alkohol zu sich nimmt. Heute sehe ich rückblickend und nach der Aufarbeitung einen gewissen Mißbrauch und die Gedankenlosigkeit, die zu einer schleichenden und unbewussten Gewöhnung geführt haben. Ich sehe mich zwar rückblickend nicht als Trinker aus innerem Antrieb. Jedoch erkenne ich den missbräuchlichen Konsum aus Gruppendynamiken und die Verharmlosung des regelmäßigen Trinkens.


    Heute und in Zukunft

    20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?
    (Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

    Ja, zu besonderen Anlässen. Ich habe hierzu mit der befreundeten Psychologin und meiner Freundin mir selbst Regeln auferlegt:

    - kein spontanes Trinken, Trinkanlass und Heimfahrt bereits im Vorfeld geplant
    - max. 1 Trinkanlass pro Monat
    - Durst immer mit nicht alkoholischen Getränken löschen
    - Kein Schnaps
    - Langsam, bewusst und genussvoll trinken
    - Maximal 1 Glas Wein (0,2l) oder 1 Glas Sekt (0,2l) oder 2 Bier à 0,33l
    - Keine Abweichungen von den Regeln
    Diese Regeln habe ich immer eingehalten und es fällt mir auch nicht schwer. An folgenden Anlässen habe ich die oben genannten Regeln befolgt und positive Erfahrungen damit gemacht:

    - Silvester ein Glas Sekt (0,2)
    - Mitte Februar ein "Russn" (Bier/Limonade) nach dem Skifahren
    - Ende März ein Bier (0,33) bei einem Geburtstag


    21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?

    Ende März (Karfreitag, 30. März) bei einem Geburtstag eines Freundes


    22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?

    Nein


    23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?

    Heute trinke ich kontrolliert zum bewussten Genuss bei besonderen Anlässen.

    24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?

    Die TF war ein echter Schock für mich und erst dann habe ich begonnen mein Verhalten zu reflektieren und zu hinterfragen. Zunächst habe ich einige Monate gar nichts getrunken, bis ich die dargestellte Strategie für mich entwickelt habe. Ich habe mir früher keinerlei Gedanken zu dem Thema gemacht.

    25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?

    Rückblickend bin ich dankbar für die Aufarbeitung, da ich viele schlechte Verhaltensmuster erkannt habe und abstellen konnte. So habe ich auch das Rauchen aufgegeben, wodurch es mir gesundheitlich auch deutlich besser geht, vor allem jetzt zur Heuschnupfenzeit, womit ich stets Probleme hatte. Das Aufstellen von Regeln und die Gespräche mit Freunden haben mir dabei sehr geholfen.


    26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?

    Ich gestalte meine Wochenenden viel aktiver und habe alte Hobbys wie Tennisspielen und Basketball neu entdeckt. Durch die aktiven und im Voraus geplanten Wochenenden - was vorher aufgrund des Katers häufig nicht möglich war - hat sich die Beziehung zu meiner Freundin verbessert und ich fühle mich am Wochenanfang deutlich fitter und aktiver. Dadurch kann ich auch effektiver arbeiten, was meinem Selbsbewusstsein sehr gut getan hat.

    27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?

    Die TF und deren Konsequenzen waren für mich ein großer Schock und haben mich wachgerüttelt. Durch die Aufstellung von Regeln und die parallele Aufarbeitung habe ich erkannt, wie viele Vorteile der neue Lebensstil mit sich bringt und es fällt mir nicht schwer, mich an meinen eigenen Regeln zu halten, da sie aus meiner eigenen, inneren Motivation heraus stammen und sich nicht "zwanghaft" anfühlen.

    28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?
    (mit Begründung)

    Aufgrund der vielen positiven Entwicklungen geht von dem Gedanken, wieder in alte GEwohnheiten zurückzufallen, kein Reiz aus, auch wenn ich mir darüber im Klaren bin, dass es grds. eine hohe Rückfallquote gibt. Durch die Aufarbeitung der Motive habe ich neues Selbstbewusstsein erlangt und fühle mich gut dabei, auch in trinkender Gesellschaft nicht zu trinken und so deutlich fitter und aktiver zu leben.

    29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?

    Seit meiner Trunkenheitsfahrt ist Trinken keine spontane Handlung mehr und stets im Vorfeld geplant. Dies bedeutet, das ich bereits vorab öffentliche Verbindungen heraussuche oder mir per "mytaxi" ein Taxi bestelle. Mein Fahrrad lasse ich stets von vorneherein zu solchen Anlässen zuhause stehen.

    30. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen?


    nein
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 23. April 2018
  10. ChiliPalmer

    ChiliPalmer Neuer Benutzer

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    ....leider kann ich meinen Beitrag nicht mehr editieren, woran könnte das liegen? Habe noch einige Fehler entdeckt.
    Ich habe an einigen Stellen gelesen (zB hier: http://mpu-forum.mpu-idiotentest.com/showthread.php?t=25421), dass vermehrt Haaranalysen sowohl während der MPU, als auch im Nachhiniein gefordert werden. Ist das nicht richtig? Gibt es da Unterschiede zwischen den Instituten?
     
  11. Max

    Max Super-Moderator und MPU Profi Mitarbeiter Administrator

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    Die MPU ist eine reine Privatangelegenheit, du kannst deine MPU in Hamburg als auch in München machen. Daher ist auch ein Wechsel des MPI allein deine Sache und somit auch möglich.

    In der Regel sind GGT, GOT und GPT wichtiger für deine MPU als ein MCV Wert. CTD Werte im Abstand von drei Monaten sind zu empfehlen, aber nicht bindend.
    Eine psychologische Bestätigung ist auf jeden Fall zu empfehlen, da freut sich jeder Gutachter.

    Überarbeite den FB neu und stell in dann wieder ein, entsprechende Passagen kann ich wohl für dich bearbeiten.

    Das kommt, wenn man in mehreren Foren aktiv ist ... stellt aber kein Problem dar (obwohl ich da kein Freund für bin).

    Was Haaranalysen während der MPU betrifft, solltest du meinen entsprechenden Link gelesen haben (hast du wahrscheinlich nicht).
    Haaranalysen im Nachhinein ist völliger Blödsinn.

    Unterschiede gibt es durchaus bei den Instituten. Es gibt Begutachtungsrichtlinien und Begutachtungsleitlinien, letzteres bestimmen die jeweiligen MPI durchaus unterschiedlich.
     
  12. ChiliPalmer

    ChiliPalmer Neuer Benutzer

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    Danke für das Editieren! Doch, ich habe Deinen Link auch gelesen; ich habe die Infos dort evtl. falsch verstanden ("ändert sich nichts"), sorry :smiley2204:. Es kann also zu Haaranalysen bei der MPU auch bei KT und der Vorlage von Blutwerten kommen, richtig? Gibt es bestimmte Institute die bekannt dafür sind? Ist ja letztlich auch eine Kostenfrage.
     
  13. Max

    Max Super-Moderator und MPU Profi Mitarbeiter Administrator

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    Nicht bei der MPU sondern im Vorfeld. Bei der MPU wird bei KT lediglich Blut gezapft.

    Hier gibt es keine Empfehlung, dass ist regional unterschiedlich. Z.Bspl. ist TÜV Nord in Bremen nicht gleich TÜV Nord in Osnabrück.
     
  14. ChiliPalmer

    ChiliPalmer Neuer Benutzer

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    Danke für die Antwort! Ach so, das heisst, bei der MPU selbst wird bei Angabe von KT nie eine Haaranalyse gefordert? Dann habe ich Deine Ausführungen hier
    http://www.mpu-vorbereitung-online.com/forum/showthread.php?1296-KT-mit-Haaranalysen
    falsch verstanden. Ich dachte es kann dazu kommen, dass man zur Abgabe einer Haarprobe als Beweis für die KT-Angabe "gebeten" wird.

    Vielen Dank und liebe Grüße
     
  15. Max

    Max Super-Moderator und MPU Profi Mitarbeiter Administrator

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    Ein "nie" würde ich hier ausschließen, es kommt immer auf das jeweilige MPI an, bisher ist die Regel eine Blutentnahme.

    Aber warum fragst du so direkt, auf was willst du denn hinaus :smiley2204:
     

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