Muss MPU machen wegen gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr.

AppMe

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Hallo,

ich habe dieses Forum hier über Google gefunden und dachte ich versuche mal mein Glück.
Ich bitte um Nachsicht sollte ich irgendetwas vergessen haben. Ich habe mich im Vorfeld soweit es ging mit eurem Forum auseinander gesetzt um direkt alles richtig zu beantworten.

Sorry für den langen Text.

Im Juli letztens Jahres habe ich außerorts ein anderes PKW überholt, dieser fuhr mit 60 bis 70 km/h auf einer Landstraße.
Nachdem ich ihn überholt hatte hat mir dieser wie wild die Lichthupe gegeben, den Vogel, Scheibenwischer und Stinkefinger gezeigt.

Ich bin daraufhin auf so wie er auf einen Parkplatz herunter gefahren, dort ist er direkt an meinem Auto vorbei gefahren und hat mir während der Fahrt ausholend so gegen den Außenspiegel geschlagen das dieser zuklappte.

Daraufhin ist er abgehauen, ich hatte mein Fahrzeug zu diesem Zeitpunkt noch keine 24 Stunden (mein allererster Neuwagen) im Fahrzeug ging die Kollisionswarnung an und es piepte und blinkte alles was dies irgendwie vermag.

Ich war mir relativ sicher das der andere Autofahrer mir den Außenspiegel beschädigt haben muss und bin ihm natürlich direkt gefolgt.
Leider war ich Dumm genug nicht sofort die Polizei anzurufen sondern habe den Herrn überholt und versucht mittels Zeichen auf meinen Außenspiegel und Handzeichen zum anhalten zu bewegen. Dabei habe ich mein Fahrzeug rollen lassen und nicht mehr beschleunigt.

Der Fahrer des anderen Fahrzeugs hat daraufhin beschleunigt und ist hinten versetzt neben mich gefahren. (seine Stoßstange ca. auf höhe meiner Stoßstange).
Ich habe dann im Rückspiegel gesehen wie er auf einmal nach rechts zu mir herüber lenkt, warum weiß ich bis heute nicht, da ich so auf das Fahrzeug seitlich hinter / neben mir fokussiert war weiß ich nicht ob evtl. Gegenverkehr kam.

Ich habe versucht den Unfall durch starkes Gas geben und nach rechts lenken zu verhindern, was mir bis auf einen kleinen Kratzer im Lack auch gelang.
Nach dem das andere Fahrzeug mich gestreift hatte bin ich rechts ins Gras gefahren und habe angehalten.

Das andere Fahrzeug hat versucht wegzufahren, erst als ich ihm zuschrie das dies Fahrerflucht wäre und ich Ihn anzeigen würde ist er an mir vorbei gefahren und hat ebenfalls rechts angehalten.

Als die Polizei kam habe ich den Sachverhalt wie oben geschrieben zu Protokoll gegeben.
Mein Unfallgegner hat erstmal keine Aussage abgegeben, seine Frau und Tochter haben zu Protokoll gegeben ich hätte sie beide male beim Überholen extrem geschnitten und beim zweiten mal direkt nach dem überholen so stark ausgebremst das ein Unfall unvermeidlich gewesen wäre und mir Ihr Mann / Vater deswegen auf das Heck meines Wagens aufgefahren wäre.

Anschließend hätte ich versucht Ihren Mann aus dem Auto zu zerren, da dieses abgeschlossen gewesen wäre habe ich stattdessen auf das Auto eingeschlagen.

Zwei Wochen später hat der Fahrer des Wagens die gleiche Aussage über seinen Anwalt abgegeben.

Vor Gericht habe ich verloren trotz der Tatsache das mein Unfallgutachter und der Unfallgutachter der vom Gericht bestellt war beide bestätigt haben das der Unfall sich nicht wie beschrieben dargestellt haben kann da das Schadenbild nur einen Aufprall von links nach rechts bzw. von vorne nach hinten zulässt aber keinesfalls von hinten nach vorne. Ein Auffahren aufgrund von ausbremsen wäre damit ausgeschlossen.

Ich hatte alles was nach dem Unfall passiert ist direkt mit dem Handy gefilmt, ich kam dem Fahrzeug des anderen nicht näher als 1-2m berührt habe ich es gar nicht, das Video hat sich der Richter angesehen.
Es war Ihm aber scheinbar egal, die Falschaussage der drei Zeugen zum einprügeln auf das Fahrzeug haben ihn nicht Interessiert.

Der Richter hat den Aussagen der drei Personen mehr glauben geschenkt als mir, ich vermute dies ist der Tatsache geschuldet das ich bereits eine Vorstrafe mit 30 Tagen Führerscheinentzug hatte.

Ich wurde zu 40 Tagessätzen verurteilt und darf ab dem 16.11.19 meinen Führerschein neu beantragen.
Das Urteil war im Mai, ich hatte Ursprünglich Berufung eingelegt, diese aber aus diversen Gründen wieder zurück genommen.
(der Berufungsrichter wollte uns kurz vor dem Termin an ein Schöffengericht überstellen, was laut Präzedenzurteilen aber nicht zulässig wäre, bis das aber geklärt gewesen wäre hätte ich viel länger keinen Führerschein besessen, also dachte ich friss oder stirb.)

Leider hat mich mein Anwalt in Mehrfacher Hinsicht falsch beraten und mir gesagt ich müsste keine MPU machen, sonst hätte ich auf die Berufung nie verzichtet.

Ich habe beim zuständigen Amt die Unterlagen beantragt zur Neuerteilung eines Führerscheins beantragt und als Antwortschreiben die Info bekommen das ich eine MPU machen muss. Die erforderlichen Dokumente habe ich bereits zusammen bis auf das Polizeiliche Führungszeugnis welches ich am Freitag erledigen werde.

Das bedeutet ich habe die Info das ein Gutachten erforderlich wird, dieses ist aber noch nicht offiziell angeordnet.

Natürlich möchte ich alles schnellstmöglich erledigen damit sich die Zeit ohne Führerschein nicht noch weiter hinten raus verzögert.

Somit bin ich hier bei euch gelandet und hoffe Ihr könnt mir helfen.

Gruß
Michael
 
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AppMe

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FB Verkehr/Straftaten

Zur Person
Geschlecht: Männlich
Alter: 37

Was ist passiert?
Datum der Auffälligkeit: Juli 2018

Stand des Ermittlungsverfahrens
Gerade erst passiert: Nein
Strafbefehl schon bekommen: Ja
Dauer der Sperrfrist: 3 Monate

Führerschein
Hab ich noch: Nein
Hab ich abgegeben: Ja
Hab ich neu beantragt: Nur die Unterlagen dazu angefordert.
Habe noch keinen gemacht: Nein


Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut Ja/Nein: Ja
Sonstige Verstöße oder Straftaten?: Ja
Genaue Fragestellung der FSSt (falls bekannt): Nicht bekannt

Bundesland: Baden-Württemberg

Aufarbeitung
Psychologe/Verkehrspsychologe: Nein
Kurs für verkehrsauffällige Autofahrer: Nein

MPU
Datum: kein Datum
Welche Stelle (MPI): -
Schon bezahlt?: -

Schon eine MPU gehabt?: Nein
Wer hat das Gutachten gesehen?: -
Was steht auf der letzten Seite (Beantwortung der Fragestellung)?: -

Altlasten
Punkte oder sonstige Straftaten:
keine Punkte, war 2015 schon einmal bestraft worden zu 40 Tagessätzen wegen Beleidigung und Körperverletzung (30 Tage Führerscheinentzug).
 

AppMe

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Ich bitte um Info sollte ich etwas vergessen haben, für Fragen stehe ich euch gerne zur Verfügung.

Gruß
Michael
 

AppMe

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Die Führerscheinstelle schreibt in dem Brief den Sie mir geschickt haben:

Nach Eingang des Antrages sowie der von uns einzuholenden Auskünfte werden wir Ihnen die Anordnung für die Beibringung der erforderlichen Begutachtung übersenden.

Ich habe dort angerufen und die haben mir bestätigt das ich eine MPU angeordnet bekommen werde.
 

Nancy

Super-Moderator und MPU Profi
Teammitglied
Administrator
Hallo AppMe,

willkommen im Forum.

Ich kann mich, erkältungsbedingt, jetzt nur mal kurz fassen:

Es ist zu erkennen, dass du dich ungerecht behandelt fühlst und auch keine "Notwendigkeit" dieser MPU-Anordnung siehst.
Tatsache ist: keiner von uns war bei dieser Geschichte dabei. Wir erfahren hier "nur" wie du die Sache siehst. Dein "Gegner" hat sie wohl ganz anders gesehen. Sehr wahrscheinlich ist: die Wahrheit liegt i-wo in der Mitte...

Man kann somit davon ausgehen, dass da wohl zwei "Kontrahenten" aufeinander getroffen sind, die beide ihre Emotionen nicht so ganz im Griff hatten/haben, wobei einer davon evtl. leicht(er) reizbar ist


Was auch hieran erkennbar sein könnte....
Altlasten
Punkte oder sonstige Straftaten:
keine Punkte, war 2015 schon einmal bestraft worden zu 40 Tagessätzen wegen Beleidigung und Körperverletzung (30 Tage Führerscheinentzug).
Was genau ist denn da vorgefallen?

Für den Gutachter sind die Dinge die in deiner Akte stehen, Fakt. Bei der MPU dagegen argumentieren zu wollen, könnte also ein Schuss ins Knie werden. Das nur mal zur Info.

Ich gehe davon aus, dass deine MPU eine "Aggressionsfragestellung" beinhalten wird und genau hier sollte dein Ansatz zur MPU-Vorbereitung liegen....
 
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