Scham äußern hinsichtlich seines Verhaltens?

Schämt ihr euch für euren FS-Entzug?

  • Ja

    Stimmen: 12 70,6%
  • Nein

    Stimmen: 5 29,4%

  • Umfrageteilnehmer
    17

Kill

Stamm-User
Da ich mich seit einem Jahr so gut wie täglich mit meinem Drogenkonsum auseinanderzusetze und ich so viele "Ich schäme mich dafür was ich getan habe" Kommentare lese, wollte ich mal fragen ob "Scham" hinsichtlich der Sache ein verwertbares Argument während einer MPU ist?

Also bei mir ist es so, dass ich mich ganz und gar nicht dafür schäme, dass ich konsumiert habe, denn ohne den Konsum und ohne die allgemeine Verkehrskontrolle mit dem Ergebnis 495 ng/m Amphetamin im Blut, wäre ich jetzt nicht der der ich heute bin. Hätte ich mich während der ganzen Zeit nach dem FS-Entzug dafür geschämt, dass es so weit gekommen ist, wäre ich wahrscheinlich nicht zu der Erkenntnis gekommen die ich mittlerweile habe. Genauso wie es kontraproduktiv ist der allgemeinen Verkehrskontrolle die Schuld an seinem FS-Entzug zu geben - man ist ja immer selbst Schuld daran....

Also ist es kontraproduktiv so etwas bei der MPU zu sagen? Bei mir hat sich nur auf Grund des Konsums ein Sinneswandel vollzogen - auch die Zeit vorm Konsum habe ich dadurch reflektiert und bin einzig und alleine durch den Konsum und deren Folgen so weit, dass ich behaupten kann ein besseres Leben zu führen... Wie seht ihr das?
 

admin

Administrator und MPU Profi
Teammitglied
Administrator
Das sehe ich genauso.

Die MPU war für mich eine gute Erfahrung...
 

Palton

Benutzer
Ich schäme mich nicht, dass ich den FS verloren habe, aber für manche Dinge in der Vergangenheit.

Scham ist dafür da, Dinge nicht mehr zu wiederholen.

Es gibt aber auch falschen Scham z.B. wenn man sich beim onanieren schämt - hier ist etwas in der Erziehung falsch gelaufen. ;)
 

Chromsucht

Neuer Benutzer
Hallo, ich habe mich schon vor einiger Zeit hier angemeldet, aber noch nichts geschrieben.
Die Frage über das Schämen kann ich mit "Ja" für mich beantworten. Ich habe mich für die Fahrt geschämt, weil ich meinen Respekt vor den anderen nicht gewahrt habe, und danke den Herrn auf Knien, das nichts Schlimmes passiert ist. Das wird mir aber niemals wieder passieren. Das steht für mich auf festen Beinen. Ich will ja auch nicht geschädigt werden.
 

Eugen

Stamm-User
Ich schäme mich, nicht weil ich meinen Führerschein verloren habe, ich schäme mich für meiner Taten. Es war vorhersehbar und definitiv kein Zufall.
Ich schäme mich vor mir selbst, für das, was ich aus meinem Leben gemacht habe, für die verschwendete Zeit, meine Nerven und meine Verwandten. Dafür, dass ich durch meine Verantwortungslosigkeit andere und mich selbst gefährdet habe.
 
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