TF Fahrrad 1,65 2.MPU/ Abstinenz

LouyaOia

Neuer Benutzer
Hallo ihr Lieben,
erst einmal, ich habe versucht den Fragebogen so gut es geht auszufüllen, leider bin ich gerade im Ausland und kann nur anhand meiner Erinnerung Angaben machen.

Ich bin im Februar 2017 mit 1,65 ‰ auf dem Fahrrad angehalten worden. Da ich aufgrund meines Auslandsaufenthaltes unter Zeitdruck stand und das ganze leicht genommen hab, habe ich mich nicht wirklich auf die MPU vorbereitet. Großer Fehler, durchgefallen und da ich mich nicht informiert habe hab ich das ganze unter Druck nach mehrfachem Nachfrage an die Führerscheinstelle weitergeleitet.
Ich hab quasi jedes mögliche Fettnäpfchen mitgenommen.
Ich möchte das ganze jetzt gerne noch mal probieren und hab erstmal eine Frage:
Bei den Unterlagen der Führerscheinstelle lagen Heftchen für einen Abstinenznachweis bei. Eine Aufforderung habe ich jedoch nicht erhalten. Ist es notwendig bzw sinnvoll zusätzlich zu meiner Aufarbeitung einen Nachweis zu liefern? Die MPI Stelle sagt mir natürlich immer nur "machen Sie ein Gespräch aus".
Danke erstmal,
liebe Grüße
LuoyaOia


FB Alkohol

Zur Person
Geschlecht: weiblich
Größe: 168
Gewicht: 68kg
Alter: 24

Was ist passiert?
Datum der Auffälligkeit: 15.2.2017
BAK: 1,65
Trinkbeginn: 10 Uhr
Trinkende: 1Uhr
Uhrzeit der Blutabnahme: 2.30Uhr

Stand des Ermittlungsverfahrens
Gerade erst passiert: nein
Strafbefehl schon bekommen: ja
Dauer der Sperrfrist: keine

Führerschein
Hab ich noch: nein
Hab ich abgegeben: ja, wegen durchgefallener MPU
Hab ich neu beantragt: ja
Habe noch keinen gemacht: -

Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut Ja/Nein: Ja
Sonstige Verstöße oder Straftaten?: Nein
Genaue Fragestellung der FSSt (falls bekannt): Liegt gerade nicht vor da im Ausland.

Bundesland: Bayern


Konsum
Ich trinke noch Alkohol, wenn ja wie oft wieviel: Nein
Ich lebe abstinent seit: August 2017

Abstinenznachweis
Haaranalyse ja/nein: Nein
Urinscreening ja/nein: Nein
Keinen Plan?:

Leberwerte ja/nein seit wann, wieviele: Nein

Aufarbeitung
Suchtberatungsstelle aufgesucht?: Nein
Selbsthilfegruppe (SHG): Nein
Psychologe/Verkehrspsychologe: Nein
Kurs für verkehrsauffällige Autofahrer: Nein
Ambulante/stationäre Therapie: Nein
Keine Ahnung:

MPU
Datum: -
Welche Stelle (MPI): noch nicht entschieden
Schon bezahlt?: -
Schon eine MPU gehabt? Ja
Wer hat das Gutachten gesehen?: Leided das Landratsamt
Was steht auf der letzten Seite (Beantwortung der Fragestellung)?: Ungefähr: Keine Einsicht. Wiederholung kann nicht ausgeschlossen werden.

Altlasten
Bereits durch Alkohol auffällig geworden Punkte oder sonstige Straftaten: Nein
 

Nancy

Super-Moderator und MPU Profi
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Administrator
Hallo LouyaOia,

willkommen im Forum.

Ich möchte das ganze jetzt gerne noch mal probieren und hab erstmal eine Frage:
Bei den Unterlagen der Führerscheinstelle lagen Heftchen für einen Abstinenznachweis bei. Eine Aufforderung habe ich jedoch nicht erhalten. Ist es notwendig bzw sinnvoll zusätzlich zu meiner Aufarbeitung einen Nachweis zu liefern? Die MPI Stelle sagt mir natürlich immer nur "machen Sie ein Gespräch aus".
Die FSSt. entscheidet nicht darüber ob du Abstinenz nachweisen musst, das ist allein Sache des Gutachters...

Da du das negative Gutachten ja leider bei der Behörde abgegeben hast, solltest (oder besser gesagt musst) du alle Empfehlungen, die dir darin gegeben wurden, unbedingt erfüllen. Wurde dir zur Abstinenz geraten?
 

nocnoc

Neuer Benutzer
Hallo LouyaOia,

bist du hier noch online? Dann würde ich mich die Tage nämlich mal melden. Zum Abstinenznachweis: Ich würde sagen, dass du den nicht brauchst. 1,65 ist noch nicht soo viel, dass davon auszugehen ist, dass du nicht mit kT klarkommen könntest und mit 24 wird man dir vermutlich auch noch ein größeres Maß an Veränderung zutrauen als einer 56-jährigen. Du solltest aber für dich selber klären, welche Erwartungen du an dich und deinen Umgang mit Alkohol in Zukunft stellst. Glaubst du, dass du für den Rest deines Lebens zwei kleine Bier trinken und dann ohne Probleme aufhören kannst? Wenn nicht, ist vielleicht doch Abstinenz die bessere Wahl.

Direkt zwei Fragen, damit du in etwa weißt, in welche Richtung deine Vorbereitung für die 2. MPU gehen sollten:

"Warum trinkst du so viel, dass du mit 1,65 Promille hast?" (und sowas wie: "Es macht halt Spaß", wird vom Gutachter oder der Gutachterin nicht gerne gehört).
Wenn du die Frage gut beantworten kannst, dann ist die nächste Frage: "Was machst du heute anders als früher und v. a. wie sorgst du dafür, dass das Verhalten auch nach der MPU so bleibt?"

Grüße
nocnoc
 

LouyaOia

Neuer Benutzer
Hallo nocnoc,
danke für die Antwort! Ja ich bin noch online, nur grade Uni-bedingt die nächste Woche noch sehr beschäftigt.
Danach hab ich wieder Zeit mich mit dem Thema auseinander zu setzen.

Liebe Grüße LuoyaOia
 

Oldtimerfan

Benutzer
Wann war denn die erste MPU? Und vielleicht stellst du mal ganz konkret das Fazit und die Empfehlungen des letzten Gutachters ein. Wenn Du AB machen willst, ist das in Ordnung. Allerdings ist es paradoxerweise so, dass eine 24-jährigen Studentin mit einer BAK nur ganz knapp über dem Grenzwert bei AB etwas mehr Begründung liefern muss. Du lebst noch gut und gerne 65 Jahre. Wirklich nie wieder ein Sekt zum Anstoßen, auch nicht an Deiner Hochzeit oder der Hochzeit Deiner besten Freundin? Nicht falsch verstehen. Wenn das Deine Entscheidung ist, absolut ok. Aber KT ist einfacher zu begründen. Aber auch für AB gibt es schon bei jungen Menschen nachvollziehbare und überzeugende Gründe. Problematisch wäre nur, wenn Du angibst, nach der MPU ggf. irgendwann mal wieder was zu trinken. 1 Jahr AB nur für den Führerschein bringt Dir mindestens eine Kursauflage, im Zweifel aber ein negatives Gutachten. Egal was Du entscheidest, es muss aus tiefster Überzeugung kommen, dann läuft das schon.
 

LouyaOia

Neuer Benutzer
Hallo zusammen,
ich habe vor lauter Leben keine Zeit gehabt hier mehr reinzuschaun. Ich hab natürlich mein Bestes gegeben mich vorzubereiten. Ganz überzeugend war ich wohl aber nicht. Ich habe heute das Gutachten bekommen, werde aber nicht ganz schlau daraus. Kann mir vllt jemand sagen, was das Ergebnis explizit heißt? So wie ich das verstehe soll ich einen Kurs belegen und danach noch einmal zur MPU? Oder nicht?

Die gestellten Fragen:
Ist aufgrund der Hinweise auf Alkoholmissbrauch (Verkehrsteilnahme mit einem fahrerlaubnisfreien Fahrzeug unter erheblichem Alkoholeinfluss) zu erwarten, dass Frau zukünftig ein Kraftfahrzeug unter Alkoholeinfluss führen wird?
Ist insbesondere gewährleistet, dass das Führen eines Kraftfahrzeugs und einen die Fahrsicherheit beeinträchtigenden Alkoholkonsum zuverlässig getrennt werden kann?
Liegen im Zusammenhang mit dem früheren Alkoholkonsum Beeinträchtigungne vor, die das sichere Führen eines Kraftfahrzeugs der Gruppe 1 in Frage stellen?

Antworten des Gutachtens:
Es ist aufgrund der Hinweise auf Alkoholmissbrauch zu erwarten, dass Frau zukünftig ein Kraftfahrzeug unter Alkoholeinfluss führen wird.
Es ist insbesondere nicht gewährleistet, dass das Führen eines Kraftfahrzeugs und ein die Fahrsicherheit beeinträchtigender Alkoholkonsum zuverlässig getrennt werden kann.
Allerdings besteht bei der Art der Eignungsmängel die begründete Aussicht, diese Mängel durch Teilnahme an einem Kurs zur Wiederherstellung der Kraftfahreignung für alkoholauffällige Kraftfahrer nach § 70 FeV zu beheben.
Es leigen im Zusammenhang mit dem früheren Alkoholkonsum keine psycho-physischen Beeinträchtigungen vor, die das sichere Führen eines Kraftfahrzeugs der Gruppe 1 in Frage stellen.

Sehe ich das richtig, dass ich die Empfehlung zum Kurs habe und dann noch einmal zur MPU "kann".
Am Dienstag sollte ich theoretisch das Gutachten abgeben, aber man lernt ja (zumindest schrittweise) aus seinen Fehlern.

Danke für eure Hilfe!
 

Nancy

Super-Moderator und MPU Profi
Teammitglied
Administrator
Hallo LouyaOia,

dein Gutachten ist negativ, allerdings machst du mit der Teilnahme am Kurs nach §70 ein positives Gutachten daraus, d.h., dass du nicht noch einmal zur MPU musst. Insofern einen kleinen Glückwunsch von mir.

Ein paar Infos.... Die MPU Kursempfehlung nach §70
 
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