TF mit Fahrrad 2,24 Promille

Luka

Neuer Benutzer
Hallo zusammen,
ich bin neu hier, habe aber in der letzten Zeit schon fleißig mitgelesen, mich aber nicht getraut meinen Fall hier zu Schildern.

Ich hoffe ihr könnt mir einige Fragen beantworten und mir Tipps dazu geben.

Am 07.05.22 hatte ich eine Trunkenheitsfahrt mit dem Fahrrad mit einer BAK 2,24 Promille. Letzte Woche flatterte mir der Strafbefehl ins Haus, Einstellung des Verfahrens nach Paragraph 153a gegen Zahlung von 1000€ an einen gemeinnützigen Verein bis zum 20.10.22. Jetzt bin ich mir nicht sicher ob ich Wiederspruch oder ähnlich einlegen soll?

Beratung bei einem VP habe ich seit Juni schon und auch die erste Haarentnahme für den Abstinenznachweis steht für diese Woche an. Bis wann wird sich die Fsst melden und könnte es sich ausgehen das ich meinen Schein nicht abgeben muss, oder sollte ich Wiederspruch einlegen?

Vielen Dank schon im vorab für eure Hilfe.

FB Alkohol

Zur Person
Geschlecht: Männlich
Größe: 177cm
Gewicht: 95 kg
Alter: 45

Was ist passiert?
Datum der Auffälligkeit: 07.05.2022
BAK: 2,24 Promille
Trinkbeginn: 15.00 Uhr
Trinkende: 21.00 Uhr
Uhrzeit der Blutabnahme: 21.25 Uhr

Stand des Ermittlungsverfahrens
Gerade erst passiert:
Strafbefehl schon bekommen: letzte Woche
Dauer der Sperrfrist:----

Führerschein
Hab ich noch: Ja
Hab ich abgegeben:
Hab ich neu beantragt:
Habe noch keinen gemacht:

Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut Ja/Nein: Nein
Sonstige Verstöße oder Straftaten?:
Genaue Fragestellung der FSSt (falls bekannt):

Bundesland: Bayern


Konsum
Ich trinke noch Alkohol, wenn ja wie oft wieviel:
Ich lebe abstinent seit: 08.05.2022

Abstinenznachweis
Haaranalyse ja/nein: ja
Urinscreening ja/nein:
Keinen Plan?:

Leberwerte ja/nein seit wann, wieviele: ja 2x bis jetzt

Aufarbeitung
Suchtberatungsstelle aufgesucht?:
Selbsthilfegruppe (SHG):
Psychologe/Verkehrspsychologe: ja seit Juni
Kurs für verkehrsauffällige Autofahrer:
Ambulante/stationäre Therapie:
Keine Ahnung:

MPU
Datum:
Welche Stelle (MPI):
Schon bezahlt?:
Schon eine MPU gehabt?
Wer hat das Gutachten gesehen?:
Was steht auf der letzten Seite (Beantwortung der Fragestellung)?:

Altlasten
Bereits durch Alkohol auffällig geworden Punkte oder sonstige Straftaten:
Führerscheinentzug 1996 1,2 Promille ohne MPU
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Zuletzt bearbeitet:

rüdscher

Erfahrener Benutzer
Willkommen.

Es läuft jetzt so, dass das Urteil, sobald rechtskräftig und die üblichen behördlichen Verzögerungen rum sind, an deine FST geleitet wird, die wird dann ihrerseits, nach den üblichen behördlichen Verzögerungen, dir eine Frist setzen, i.d.R. sind das ca. 3-6 Monate, um eine positive MPU vorzulegen.

Dein Problem: du hattest über 2 Promille - da wird es schwer mit weniger als 12 Monaten Abstinenznachweisen einen Blumentopf zu gewinnen.

Was du machen kannst ist, dass du Widerspruch gegen das Urteil einlegst, dann mahlen die Mühlen ein Weilchen, dann wird ein Gerichtstermin anberaumt, mit etwas Glück holst du da schon mal 4 Monate raus.

Jetzt hast du seit der TF schon 5 Monate verloren und mit Leberwerten "vergeudet", von daher informiere dich jetzt unbedingt gründlich und lege dir eine Strategie zurecht.

Deine Altlast wird nicht mehr in den Akten auftauchen, da gibt es kein Problem, aber in aller Direktheit muss ich dich auch darauf ansprechen, dass du die lebenslange Abstinenz in Erwägung ziehen solltest, du bist wiederholt auffällig geworden, zuletzt mit einem strammen Pegel.
 

Luka

Neuer Benutzer
Danke Rüdscher für die schnelle Antwort, Aufarbeitung beim VP mache ich seit Juni schon mit monatlicher Std. und auch die Haaranalyse steht diese Woche an. Aber ohne Wiederspruch wird es zu nicht recht viel mehr wie 6 Monaten reichen.
 

rüdscher

Erfahrener Benutzer
Auch mit Widerspruch ist noch nicht gesagt, dass du deine FE behalten kannst, je nach dem wie schnell das alles geht.
Zudem besteht das mehr als realistische Risiko, dass dein Fall dann vor Gericht nicht mehr pauschal abgehandelt wird, dann wollen die vielleicht Einkommensnachweise sehen, du bekommst eine höhere Strafe, ...
D.h. den Einspruch müsstest du rechtzeitig zurückziehen, wenn du diesen Weg gehst, deine Strafe finde ich insgesamt recht moderat und akzeptabel.

Was ist dein Plan in Bezug auf die Strategie - willst du auf AB gehen?
 

Luka

Neuer Benutzer
Ja mein Plan wäre mit AB + 12 Monate anzutreten, zur Not, wenn es zeitlich nicht reicht, nach 6 Monaten eventuell schon einen Versuch wagen. Ja die Strafe an und für sich finde ich auch akzeptabel, nur eben wegen dem Zeitfaktor hätte ich gemeint einen Wiederspruch einzulegen, ode ist das nicht ratsam?
 

rüdscher

Erfahrener Benutzer
Du kannst Widersprechen und entweder eine Verhandlung riskieren oder knapp davor zurücknehmen.
Ob es damit zeitlich ausreicht ist die Frage

6 Monate sind bei über 2‰ meistens zu wenig, 12 und Abstinenz würde ich empfehlen.
 

Luka

Neuer Benutzer
Danke für deine Empfehlung, wie schon geschrieben wäre das auch mein Plan gewesen. Ich werde bezüglich dem Wiederspruch Kontakt mit meinem Anwalt aufnehmen, dessen erste Einschätzung war allerdings nichts dagegen zu unternehmen. Ich habe auch schon von Ratenzahlung gelesen, wäre das eine andere Möglichkeit?
 

rüdscher

Erfahrener Benutzer
Der Haken an einer Verhandlung ist dass oftmals die Einkommensverhältnisse offengelegt werden da ja nach Tagessätzen geurteilt wird.
Du hast statt TS eine „Spende“ zu leisten.
Besser kommst du wahrscheinlich nicht davon. Ratenzahlung wird oft eingeräumt aber nicht immer. Ich würde vielleicht den Widerspruch machen und dann zurück nehmen. Das wäre zeitlich sicher hilfreich, dabei so stark wie möglich auf Zeit spielen.
Eine Verhandlung würde ich aber definitiv vermeiden
 
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