Was ist nun die richtige Promillewertberechnung?

Locolo

Benutzer
Hallo,

ich habe mal in einer renommierten Beratungspraxis gelernt, dass man der Einfachheit halber 1 Liter Bier durch 2 rechnet und 1 Liter Wein 1 Promille entspricht.
Dazu 0,1 Abbau pro Stunde und je nachdem Gewichts- und Frauenbonus.
Also als Beispiel: 3 Liter Bier über 5 Stunden hinweg. 1,5 Promille und - 0,5 -> 1 Promille.

Die rechnen das schon über Jahre so und das scheint sich so zu bewähren.

Was mich jetzt nur verwirrt, ist, dass ich erst vor kurzem von dieser bekannten Widmark-Formel gelesen habe...
Ich finde diese Formel ausgesprochen kompliziert und oft machen die Ergebnisse keinen Sinn...

Was ist nun zu 100 % richtig?
 

Andi18

Erfahrener Benutzer
Scheint mir jedenfalls keine Beratungspraxis für MPU-Vorbereitung zu sein.
Oder die bereitet vor, wie man durchfällt um Kunden zu erhalten.
 

Sonne

Erfahrener Benutzer
Mirniqtngesagt worden mit Widmark rwchnet der Gutachter nicht. Ich habe mir sogar die Mühe gemacht und aus allen Infos Grundlagen eine ziemlich genaubberechnung in Excel zu basteln. Da wurde mir nur gesagt so würde der GA nicht rechnen
 

Locolo

Benutzer
Joa...wie gesagt, meistens kommt mir das ziemlich schwachsinnig vor, was bei der Widmark Formel rauskommt...
 

Andi18

Erfahrener Benutzer
ich benutz gerne die kleine Alkohollehre hier in den FAQs, aber für die genaue Berechnung auch Widmark. Widmark hat mir der VP auch empfohlen. Hab mir das auch in Excel zusammen gebastelt. Eigentlich recht einfach.

Alkohol in g
- 20 % Resorptionsverlust.
= Alkohol
: 56 kg Körperflüssigkeit (70% des Körpergewichts)
= Promille ‰
- Alkoholabbau (0,1‰ p.h.)

= Alkohol ‰

Rechnet ihr anders?
 

Locolo

Benutzer
ich benutz gerne die kleine Alkohollehre hier in den FAQs, aber für die genaue Berechnung auch Widmark. Widmark hat mir der VP auch empfohlen. Hab mir das auch in Excel zusammen gebastelt. Eigentlich recht einfach.

Alkohol in g
- 20 % Resorptionsverlust.
= Alkohol
: 56 kg Körperflüssigkeit (70% des Körpergewichts)
= Promille ‰
- Alkoholabbau (0,1‰ p.h.)

= Alkohol ‰

Rechnet ihr anders?

Kannst du mir das grad mal anhand 2 Liter Bier (5 % Alk.) vorrechnen?

Dann sage ich dir, was bei mir rauskommt.
 

Andi18

Erfahrener Benutzer
hab mal 5 Stunden Trinkzeit hinterlegt:

Alkohol in g 80,00
- 20 % Resorptionsverlust. 16,00
= Alkohol 64,00
: 56 kg Körperflüssigkeit
= Promille ‰ 1,14
- Alkoholabbau (0,1‰ p.h.) 0,50

= Alkohol ‰ 0,64
 

Locolo

Benutzer
Jo haha, bei mir kommt doch nahezu das selbe dann raus :)

2 Liter Bier durch 2: 1 Promille.
5 Stunden Abbau -> 0,5.

Ist halt ungefähr und sollte auch reichen, denn es ist realistischer.
Denn keiner geht an einem Abend weg und rechnet eine komplizierte Formel aus....
 

Locolo

Benutzer
Auch quasi immer durch 2. Ist einfach für den Kopf.

Beispielsweise 2 CL durch 2, macht 0,1 Promille.
20 CL -> 1 Promille.
 

Sonne

Erfahrener Benutzer
Mir ist gesagt worden, dass der Gutachter keinesfalls mit Widmark oder anders rechnet und defintiv so gerechnet werden sollte wie der GA
 

Andi18

Erfahrener Benutzer
ist gut für den Hinterkopf. Hab vom VP eine Präsi bekommen, sagt 8 Bier ergibt 1,6‰.
Nach Deiner Rechnung: 4L:2= 2‰./.0,5=1,5
Widmark: 160g./.RD32g=128g:56=2,29./.0,5=1,79

Also ich würde für die Berechnung und Angabe Deiner Trinkmenge eher Widmark favorisieren,
für die Berechnung am Abend ist Deine Rechnung ganz gut.
TÜV lehrt im übrigen pro TE á 8g=0,1‰ abzgl. Abbau - entspricht Deinem Ergebnis.
 

Sonne

Erfahrener Benutzer
So und da kommt es. Mir ist auch gesagt worden auf keinen Fall widmark. Denke bei Locolo ebenso richtig?
 

Arteko

Neuer Benutzer
Also mir wurde von der Vorbereitungsstelle auch die einfache Formel geraten...
Wobei geraten der falsche Ausdruck ist...
Sie meinten das ist die Gutachterformel und ich soll in der MPU keinesfalls eine andere zur Berechnung nutzen. Man könne erwähnen, dass man sich andere angesehen hat und weiß, dass es sie gibt, aber nicht für die Rückrechnung des Tattags nutzen.

Also genau so wie Locolo es schreibt.

Dazu gesagt, vielleicht noch, dass es sich um eine große Vorbereitungsstelle handelt, mit diversen Zweigstellen in ganz Deutschland und sehr guten Bewertungen... (auch wenn ich weiß, dass man denen nicht immer vertrauen sollte)
 

Andi18

Erfahrener Benutzer
Seid ihr denn der Meinung, daß man an der MPU etwas vorrechnen soll?
kann ich mir i.-wie nicht vorstellen.
Deine Menge am Tattag muß halt realistisch sein.
 

Arteko

Neuer Benutzer
Bin mir auch nicht sicher was dann tatsächlich bei der MPU gerechnet werden soll, aber meine Vorbereitung sagte ich muss es auf jeden Fall können, käme auf den GA an ob es dann auch gefragt wird...

Aber meine Vorbereitung kommt mir ohnehin sehr genau und unflexibel vor. Soll auch eine Situationsanalyse können, die ich dann im Fall der Fälle während der MPU dem GA vortrage...
 
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