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MPU Vorbereitung

Rosy

Neuer Benutzer
Hallo zusammen,

ich bin schon seit einiger Zeit hier im Forum unterwegs und möchte mich zunächst bei allen bedanken, die sich hier so unermüdlich engagieren und ihre Erfahrungen teilen.

Ich habe hier viel gelesen und dadurch auch viel über mich selbst und mein früheres Trinkverhalten nachgedacht. Inzwischen habe ich auch meinen FB fertiggestellt.

Nun habe ich die Anordnung zur MPU bekommen und bin doch ziemlich unsicher, was mich erwartet.

Ich würde mich über eure Rückmeldungen und Erfahrungen sehr freuen.

Vielen Dank und liebe Grüße!
Rosy
 

Anhänge

Hallo und willkommen im Forum.

Hast du schon einen genauen Termin für deine MPU?

Dein Fragebogen ist leider noch nicht MPU-reif. Zum Beispiel werden bei der MPU auch ohne Hinweis jeweils genaue Angaben zum Alkoholtrinken erwartet. Also: Was für Alkohol, wie stark, welche Menge? Solche Angaben fehlen (fast?) vollständig.

Auch daraus (aber nicht nur) ergibt sich eine Verharmlosung. Aus deinen Angaben ist nicht erkennbar wie du auf über 1,6 Promille kommen konntest. "Das war eine Ausnahme" funktioniert nicht, egal welche Umstände du anführst.
 
Hallo und guten Morgen

Du bist vorher noch nie alkoholisiert Auto gefahren?
Kannst dann aber mit 1.6 Promille eine Strecke unauffällig fahren?
Welcher MPU Vorbereiter hat dir denn geholfen?
Wenn du bei deiner mpu das so formulierst und auf die kommende Nachfrage dabei bleibst ist deine mpu vorbei.
Um mit der Promillezahl fahren zu können muss man trainieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Schön, dass du hier gelandet bist :smiley138:

Um dir bei deinem Fragebogen konstruktiv helfen zu können, stelle ihn hier bitte direkt ein.
Dann können wir ihn kommentieren.
Hallo Karl-Heinz,

vielen Dank für deine Rückmeldung. Der Fragebogen enthält leider zu viele Zeichen. Wäre es möglich, ihn in zwei Teilen zu schicken?

Vielen Dank im Voraus!

Viele Grüße-Rosy
 
Hallo und willkommen im Forum.

Hast du schon einen genauen Termin für deine MPU?

Dein Fragebogen ist leider noch nicht MPU-reif. Zum Beispiel werden bei der MPU auch ohne Hinweis jeweils genaue Angaben zum Alkoholtrinken erwartet. Also: Was für Alkohol, wie stark, welche Menge? Solche Angaben fehlen (fast?) vollständig.

Auch daraus (aber nicht nur) ergibt sich eine Verharmlosung. Aus deinen Angaben ist nicht erkennbar wie du auf über 1,6 Promille kommen konntest. "Das war eine Ausnahme" funktioniert nicht, egal welche Umstände du anführst.
Vielen Dank für den Feedback. Ich werde das ändern. Am Tag des Vorfalls habe ich zum ersten Mal Liquör getrunken und bin direkt danach gefahren...wie es dazu kam, bin ich selbst erschrocken. Ich hatte an diesem Tag kaum gegessen.
 
Ich teile meinen Fragebogen in zwei Teile auf, da er sonst zu viele Zeichen enthält.

Ich bin für jeden Kommentar, jede Anmerkung und jedes Feedback sehr dankbar. Vielen Dank schon jetzt für deine Zeit und Unterstützung!

Hier kommt TEIL 1 (Fragen 1–15):

Hier mal mein FB:

FB Alkohol

Zur Person
Geschlecht: w
Größe: 1,74 m
Gewicht: 67 kg
Alter: 58

Was ist passiert?
Datum der Auffälligkeit: 1. März 2025
BAK: 1,67 Promille
Trinkbeginn: 19:30 Uhr
Trinkende: 23:30
Uhrzeit der Blutabnahme: 02:28

Stand des Ermittlungsverfahrens
Gerade erst passiert: nein
Strafbefehl schon bekommen: ja
Dauer der Sperrfrist: 7 Monate


Führerschein
Hab ich noch: nein
Hab ich abgegeben: ja
Hab ich neu beantragt: ja

Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut Ja
Sonstige Verstöße oder Straftaten?: nein

Genaue Fragestellung der FSSt :
Ist zu erwarten, dass die Untersuchende auch künftig ein Kraftfahrzeug unter Alkoholeinfluss führen wird? Oder liegen als Folge eines unkontrollierten Alkoholkonsums Beeinträchtigungen vor, die das sichere Führen eines Kraftfahrzeuges in Frage stellen?



Bundesland: Rheinland-Pfalz

Konsum

Ich lebe abstinent seit: 01.03.2025

Abstinenznachweis
Haaranalyse : ja (4)
Urinscreening : nein
Leberwerte : nein

Aufarbeitung
Suchtberatungsstelle aufgesucht?: nein
Selbsthilfegruppe (SHG): nein
Psychologe/Verkehrspsychologe: ja
Kurs für verkehrsauffällige Autofahrer: nein
Ambulante/stationäre Therapie: nein

MPU
Datum:---
Welche Stelle (MPI): Pima-mpu Mainz
Schon bezahlt?: nein
Schon eine MPU gehabt? nein
Wer hat das Gutachten gesehen?:---
Was steht auf der letzten Seite (Beantwortung der Fragestellung)?:---

Altlasten
Bereits durch Alkohol auffällig geworden Punkte oder sonstige Straftaten: keine




1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.
Am 28. Februar 2025 begann mein Tag ganz normal mit meiner Arbeit an der Schule, an der Karneval gefeiert wurde. Gegen 13:00 Uhr kam ich nach Hause. Ich freute mich auf die bevorstehenden freien Tage. Mein Mann arbeitete wie gewohnt im Homeoffice.

Gegen 19:30 tranken mein Mann und ich eine restliche Flasche Rotwein vom dem Wochenende davor. Später holte mein Mann eine Flasche Rotwein aus dem Keller. Wir tranken den Wein gemeinsam über den Abend verteilt. Ich trank dabei 4 Gläser à 200 ml, also insgesamt etwa 800 ml Wein. Gegen 22:00 Uhr beendeten wir das gemeinsame Trinken, und mein Mann ging anschließend wieder an seinen Schreibtisch.

Ich begann danach, die Karnevalskostüme aufzuräumen. Dabei fand ich alte Kinderkleidung meiner Töchter. Das löste starke Gefühle in mir aus. Meine ältere Tochter lebte zu dieser Zeit überwiegend bei ihrem Freund, während meine jüngere Tochter für ein Austauschjahr in den USA war. Die Situation machte mich traurig und mir wurde bewusst, wie sehr sich unser Familienalltag verändert hatte.

Anschließend setzte ich mich vor den Fernseher und schaute die Serie „How to Get Away with Murder“. Währenddessen griff ich in die Vitrine und entdeckte eine Flasche Likör, die wir zu Weihnachten geschenkt bekommen hatten. Der Likör hatte einen Alkoholgehalt von 20 % und eine Flaschengröße von 0,5 Litern.

Gegen 22:30 Uhr begann ich, den Likör zu trinken. Weil er sehr süß schmeckte, nahm ich den Alkoholgeschmack nicht als Warnsignal wahr. Ich trank innerhalb von ungefähr einer Stunde acht Gläser à 50 cl, insgesamt also etwa 500 ml Likör. Rückblickend erkenne ich, dass ich in dieser Situation nicht ausreichend auf die Menge und den Alkoholgehalt achtete und meinen Konsum nicht kontrollierte.

Gegen Mitternacht wollte ich ins Bett gehen. Zwischen meinem Mann und mir kam es jedoch zu einem Streit, während er noch am Schreibtisch arbeitete. Ich war verärgert und dachte, ich könnte stattdessen in meine eigene Wohnung fahren, um mich dort auszuruhen.

Obwohl mir bewusst war, dass ich Alkohol getrunken hatte und nicht mehr nüchtern war, entschied ich mich, selbst zu fahren. Diese Entscheidung war falsch und verantwortungslos. Ich hätte das Auto stehen lassen und eine andere Möglichkeit finden müssen, die Nacht zu verbringen.

Während der Fahrt bemerkte ich im Bereich einer Kreuzung bei xxx einen kurzen Stoß. Vermutlich war ich dabei gegen den kleinen Inselbereich gefahren. Anschließend zeigte das Fahrzeug eine Stopp-Warnung an. Ich bemerkte jedoch nicht, dass ein Reifen beschädigt beziehungsweise geplatzt war, und fuhr weiter. Das Fahrzeug fuhr auf der Felge. Ich nahm die Geräusche wahr, ordnete sie aber fälschlicherweise einem technischen Defekt zu. Ich dachte an ein ähnliches Problem mit unserem Touran, der sich zu dieser Zeit in der Werkstatt befand.

Ich setzte die Fahrt fort, anstatt anzuhalten und die Situation zu überprüfen. Auch das war falsch. Ich hätte sicher anhalten und Hilfe holen müssen.

Um 00:19 Uhr wurde ich in der Straße XXXXX von der Polizei kontrolliert und anschließend zur Polizeidienststelle gebracht. Bis dahin hatte ich ungefähr 15 Kilometer zurückgelegt.

Um 02:28 Uhr wurde mir Blut abgenommen. Die festgestellte Blutalkoholkonzentration betrug 1,67 Promille.

2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)

Am Tattag habe ich zwischen 19:30 Uhr und ca. 23:30 Uhr insgesamt Folgendes getrunken:

  • 4 Gläser Rotwein à 0,200 l mit einem Alkoholgehalt von 13,5 % Vol.
  • 5 Gläser Likör à 0,100 l mit einem Alkoholgehalt von 20 % Vol.
3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?

Ich fuhr etwa 12 Kilometer bis zu meiner Wohnung in XXXX, wo ich schließlich von der Polizei angehalten wurde. Ursprünglich hatte ich vor, dorthin zu fahren, um mich auszuruhen. Diese Wohnung nutze ich, um in Ruhe zu arbeiten und mich vom Alltag zu erholen.



4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?
(Ja/Nein + Begründung)

Nein, im Nachhinein betrachtet war ich nicht mehr fahrtüchtig. Als ich ins Auto stieg, machte ich mir jedoch keine ernsthaften Gedanken darüber, ob ich noch sicher fahren konnte. Ich kannte die Strecke gut und unterschätzte das Risiko, obwohl ich Alkohol getrunken hatte.

Auch als das Fahrzeug auffällig reagierte, hätte ich sicher anhalten und Hilfe holen müssen. Ich habe die Risiken unterschätzt und eine falsche Entscheidung getroffen.



5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?
Ehrlich gesagt habe ich an diesem Abend keine konkreten Maßnahmen getroffen, um die Fahrt zu vermeiden. Obwohl ich Alkohol getrunken hatte, habe ich nicht konsequent darüber nachgedacht, wie ich sicher nach Hause kommen könnte, ohne selbst zu fahren.

Nach dem Streit mit meinem Mann wollte ich die Situation verlassen und in meiner eigenen Wohnung zur Ruhe kommen. In diesem Moment stellte ich meinen Wunsch, wegzufahren, über die notwendige Vorsicht. Ich suchte nicht nach einer Alternative, sondern entschied mich spontan, selbst ins Auto zu steigen.

Rückblickend erkenne ich, dass ich die Fahrt hätte vermeiden müssen. Ich hätte das Auto stehen lassen, die Nacht dort verbringen, ein Taxi nehmen oder eine andere nüchterne Person um Hilfe bitten können. Nüchtern wäre es mir nicht passiert.

6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen?
Nein, das war das erste Mal, dass ich im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss aufgefallen bin. Zuvor hatte ich keine vergleichbaren Vorfälle. Rückblickend ist mir bewusst, dass auch eine einmalige Fahrt unter Alkoholeinfluss schwerwiegende Folgen haben kann.


7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?
Ich habe in der Vergangenheit zu Hause getrunken. Ich habe nun erkannt, wie verantwortungslos und gefährlich dieses Verhalten war. Daraus ziehe ich die Konsequenz, Alkohol und Autofahren konsequent zu trennen.



8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen?

Mein erster eigener Konsum war während meines Austauschjahres in Hannover, als ich auf einer Party zwei Weißbiere trank. Am nächsten Tag fühlte ich mich unwohl, weshalb Alkohol für mich lange Zeit keine Rolle spielte.

Während meines Studiums (1988–1994) habe ich nur selten Alkohol konsumiert und wenn, dann in sehr moderaten Mengen. Mein Fokus lag auf dem Studium, und ich war sehr zielstrebig. Erst ab 1995, als ich in Paris lebte und arbeitete, begann ich gelegentlich Wein am Wochenende zu trinken – meist zwei Gläser zum Abendessen, aus reinem Genuss. Sport und ein ausgeglichener Lebensstil standen für mich weiterhin im Vordergrund.

Mit meinem Umzug nach Deutschland im Jahr 2001 änderte sich mein Leben stark. Ich musste mich in einer neuen Umgebung zurechtfinden, doch auch in dieser Zeit spielte Alkohol keine bedeutende Rolle für mich.

Ab etwa 2015, als ich meine berufliche Tätigkeit wieder aufnahm, änderte sich mein Trinkverhalten leicht. Mein Mann und ich tranken gelegentlich am Wochenende ein oder zwei Gläser Wein zum Essen, was für mich eine Form des Genusses blieb.



Veränderung durch die Corona-Pandemie:

Mit Beginn der Corona-Pandemie änderte sich mein Alltag drastisch. Mein Arbeitspensum stieg durch den Online-Unterricht erheblich, während ich gleichzeitig Haushalt und Kinderbetreuung übernahm. Mein Mann arbeitete plötzlich ebenfalls von zu Hause, wodurch sich unsere familiäre Dynamik veränderte. Ich fühlte mich zunehmend ausgeschlossen und suchte Entlastung. In dieser Zeit begann ich, gelegentlich beim Kochen ein Glas Wein zu trinken, um Stress abzubauen.

Nach Corona verschärften sich familiäre Konflikte, insbesondere mit meiner älteren Tochter, die zunehmend Zeit außerhalb der Familie verbrachte. Die Situation belastete mich stark, sodass ich mir Unterstützung suchte – sowohl durch Coaching als auch durch den Rückzug in eine kleine Nebenwohnung, um in Ruhe arbeiten zu können.



Emotionale Belastung im Jahr 2024:

Das Jahr 2024 war für mich emotional besonders herausfordernd. Meine jüngere Tochter entschied sich für ein Austauschjahr in den USA, was den Abschied schwermachte. Gleichzeitig zog sich meine ältere Tochter immer mehr zurück und entschied sich schließlich, bei ihrem Freund zu wohnen. Diese Veränderungen trafen mich tief, doch ich suchte aktiv nach Unterstützung durch Coaching und Familientherapie.

Mein Alkoholkonsum blieb weiterhin kontrolliert – ich trank nur gelegentlich am Wochenende mit meinem Mann. In der Woche trank ich keinen Alkohol.



Der Abend der Trunkenheitsfahrt:

Am Abend der Trunkenheitsfahrt lösten alte Kleidungsstücke meiner Töchter starke Emotionen in mir aus. Mir wurde bewusst, wie sehr sich unser Familienleben verändert hatte, und ich wurde traurig. Anstatt mich mit diesen Gefühlen auseinanderzusetzen, griff ich später zum Likör. Nach dem Streit mit meinem Mann wollte ich der Situation entfliehen und entschied mich, in meine eigene Wohnung zu fahren.

Ich habe erkannt, dass ich in Stresssituationen immer auf der Flucht war, anstatt das Problem wirklich zu lösen. Heute gehe ich an die Ursache des Problems, damit es mir wieder gut geht

9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?
Früher spielte Alkohol in meinem Leben kaum eine Rolle. Während meines Studiums habe ich nur selten zu besonderen Anlässen Alkohol konsumiert. Auch in den Jahren danach blieb es bei gelegentlichem Genuss – vor allem am Wochenende, meistens in Form von ein bis zwei Gläsern Wein zum Essen.

Während meiner Schwangerschaften und Stillzeiten habe ich komplett auf Alkohol verzichtet. Auch als meine Kinder klein waren, habe ich nur selten und in geringen Mengen getrunken. Mein Konsum war kontrolliert und hatte keinen Einfluss auf meinen Alltag.

Eine Veränderung trat mit der Corona-Pandemie ein. Durch den plötzlichen Wechsel ins Homeoffice, die Mehrfachbelastung von Beruf, Haushalt und Kinderbetreuung sowie die familiären Spannungen fühlte ich mich zunehmend unter Druck gesetzt. In dieser Zeit begann ich, gelegentlich beim Kochen ein Glas Wein zu trinken, um mich zu entspannen. Der Alkoholkonsum blieb jedoch auf moderate Mengen beschränkt und erfolgte fast ausschließlich am Wochenende.

Nach Corona blieb mein Konsum kontrolliert. Es blieb dabei, dass mein Mann und ich gelegentlich am Wochenende eine Flasche Wein gemeinsam tranken. An Wochentagen habe ich nicht getrunken.



Der Abend meiner Trunkenheitsfahrt war ein Ausnahmefall, den ich heute sehr bereue. Es war das erste Mal, dass ich härteren Alkohol konsumiert habe, und ich habe daraus wichtige Konsequenzen für mich gezogen. Ich habe erkannt, dass ich Alkohol nie als Mittel zur Stressbewältigung einsetzen darf und dass ich meine Emotionen auf andere Weise verarbeiten muss.

10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)
Früher habe ich nur selten Alkohol konsumiert. Während meines Studiums und in den Jahren danach trank ich höchstens zu besonderen Anlässen, meist ein bis zwei Gläser Wein.

Während meiner Schwangerschaften und Stillzeiten habe ich komplett auf Alkohol verzichtet. Danach blieb mein Konsum weiterhin moderat: Mein Mann und ich tranken gelegentlich am Wochenende zum Essen gemeinsam eine Flasche Wein, was auf mich etwa 2–3 Gläser (0,125 l pro Glas) verteilte. Es gab aber auch viele Wochenenden, an denen ich gar keinen Alkohol trank. An Wochentagen habe ich keinen Alkohol getrunken.

Während der Corona-Pandemie änderte sich mein Konsum etwas. Durch die veränderten Lebensumstände, berufliche Herausforderungen und familiäre Spannungen kam es gelegentlich vor, dass ich während des Kochens oder abends ein Glas Wein trank. Dennoch blieb es meist bei einer halben bis maximal einer Flasche Wein pro Woche, verteilt auf zwei bis drei Tage. Ich habe damals gehandelt ohne nachzudenken. Es war meine Lösung mit dem Stress umzugehen.

Nach Corona war mein Konsumverhalten kontrolliert. Ich schliess sogar ein Masterstudium und ein DAZ-Fortbildung. Mein Alkoholkonsum blieb weiterhin auf das Wochenende beschränkt und belief sich auf etwa 2–3 Gläser Wein (0,125 l pro Glas). Harte Spirituosen oder stärkere alkoholische Getränke habe ich bis zum Vorfall meiner Trunkenheitsfahrt nicht konsumiert.



11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?

Ich habe überwiegend mit meinem Mann zu Hause beim Abendessen am Wochenende ein Glas Wein getrunken. Gelegentlich habe ich bei besonderen Anlässen, wie Geburtstagen oder an Silvester, mit der Familie oder Freunden angestoßen.

Selten habe ich mit meiner Nachbarin 1–2 Gläser Sekt bei einem Treffen getrunken. Mein Konsum fand fast ausschließlich in einem geselligen oder entspannten Rahmen statt.


12. Warum haben Sie getrunken?
(Innere + äußere Motive)
Grundsätzlich habe ich Alkohol aus Genuss getrunken, vor allem in Gesellschaft mit meinem Mann oder bei besonderen Anlässen. Zwei Gläser Wein zum Essen oder ein Sekt bei Feierlichkeiten war für mich ein Moment der Entspannung, ohne dass ich mir darüber bewusst Gedanken gemacht habe.

In den letzten Jahren kamen jedoch auch emotionale Faktoren hinzu. Besonders die Belastungen durch die Corona-Zeit, familiäre Herausforderungen und die Veränderungen in meinem Leben führten dazu, dass ich manchmal Alkohol genutzt habe, um Stress abzubauen oder unangenehme Gefühle zu verdrängen. Der Abschied meiner Töchter, insbesondere die schwierige Situation mit meiner älteren Tochter, hat mich emotional sehr mitgenommen. An dem Abend meiner Trunkenheitsfahrt war ich traurig und aufgewühlt, weil ich beim Aufräumen alte Erinnerungsstücke meiner Kinder gefunden habe. Ich fühlte mich einsam und suchte Ablenkung – dabei habe ich unbewusst zur Flasche Likör gegriffen, ohne mir über die Konsequenzen im Klaren zu sein.

Rückblickend erkenne ich, dass mein Umgang mit Alkohol in solchen Momenten nicht gesund war. Ich habe gelernt, besser mit meinen Emotionen umzugehen, ohne Alkohol als Bewältigungsstrategie zu nutzen.



13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet?
(bei wenig und bei viel Alkohol)
Bei geringen Mengen Alkohol, etwa ein bis zwei Gläsern Wein oder Sekt, fühlte ich mich entspannt und gelöst. Bei größeren Mengen merkte ich, dass Alkohol mich eher herunterzog und meine Stimmung verschlechterte. Diese Wirkung gefiel mir nicht. Heute verzichte ich deshalb auf Alkohol.


Für die User, die als Trinkmotiv eine Steigerung des eigenen Selbstbewusstseins erkannt haben (und dies bei der MPU auch so anführen), ergibt sich eine weitere Frage:

13a
. Warum hat Ihnen das Erreichen des eigentlich gewünschten Effektes bei wenig Alkohol dann nicht genügt, wieso kam es zu weiterem Alkoholkonsum?
(Zum Hintergrund der Frage kann hier nachgelesen werden: KLICK)

14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?
Nein, es gab keine kritischen Hinweise von anderen auf meinen Alkoholkonsum. Mein Trinkverhalten war unauffällig.

Auch in meinem Freundes- und Familienkreis hat niemand meinen Alkoholkonsum als problematisch empfunden oder mich darauf angesprochen.

15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?
Rückblickend erkenne ich, dass Alkohol negative Gefühle kurzfristig gedämpft hat. Dadurch habe ich unbewusst gelernt, in belastenden Situationen zum Alkohol zu greifen. Diese Konditionierung hat mein Verhalten geprägt, war aber der falsche Weg, mit Problemen und Gefühlen umzugehen. Heute möchte ich Belastungen ohne Alkohol bewältigen.
 
TEIL 2 (16-30):
16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben?
Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür.

Ja, es gab in der Vergangenheit Zeiten, in denen ich mehr Alkohol konsumiert habe als heute. Besonders hervorzuheben sind die folgenden Lebensabschnitte:



Zeitraum 2001–2006 (nach dem Umzug nach Deutschland):
Nach meinem Umzug nach Deutschland war ich neu in einem fremden Land, hatte keine Familie und nur wenig soziale Kontakte. Dies führte zu einem Gefühl der Isolation und Überforderung. In dieser Zeit habe ich gelegentlich mehr Alkohol konsumiert, besonders bei gesellschaftlichen Anlässen. Ich war auch mit der Anpassung an die neue Kultur und dem beruflichen Einstieg beschäftigt, was mit Stress und Unsicherheiten verbunden war.



Zeitraum 2009–2015 (nach der Geburt meiner Kinder und während der Elternzeit):
In dieser Zeit konzentrierte ich mich auf die Erziehung meiner Kinder und unser Familienleben. Ich achtete auf meine Fitness und Gesundheit, um für meine Kinder da zu sein und mich gut um sie kümmern zu können.

Zeitraum 2015–2020 (während der Jobsuche und der Corona-Pandemie):
Die Zeit ab 2015, als ich mit der Jobsuche begann und später während der Corona-Pandemie, war besonders stressig. Als der Unterricht auf Online-Unterricht umgestellt wurde, stieg mein Arbeitsaufwand deutlich. Ich arbeitete mehr Stunden und war gleichzeitig für die Betreuung der Kinder zuständig. Der zusätzliche Stress, das Gefühl von Überforderung und die Isolation durch die Pandemie führten dazu, dass ich vermehrt Alkohol trank, vor allem am Wochenende.



Zeitraum 2020–2025 (emotionale Belastung durch die Familie und die Beziehung zu meinen Töchtern):
In dieser Zeit verstärkten sich meine emotionalen Belastungen. Meine Tochter litt nach der Corona-Zeit unter Depressionen, was mich sehr mitnahm. Unsere Kommunikation war schwierig und belastend, und auch die Trennung von meiner jüngeren Tochter, die ein Austauschjahr in den USA machte, traf mich sehr. Das Gefühl, meine Kinder zu verlieren oder sie in einer schwierigen Lebensphase nicht ausreichend unterstützen zu können, führte zu emotionaler Erschöpfung. Um mit diesen Belastungen umzugehen, griff ich auch verstärkt zu Alkohol, vor allem, um abzuschalten und den emotionalen Schmerz zu lindern. Ich habe dabei nicht bemerkt, dass der Alkohol meine Probleme nicht löste, sondern nur kurzfristige Erleichterung brachte.

In diesen Lebensabschnitten habe ich festgestellt, dass Alkohol oft als ein Versuch diente, mit stressigen Situationen umzugehen. Heute bin ich mir der negativen Auswirkungen meines Alkoholkonsums bewusst und arbeite daran, gesündere Bewältigungsstrategien zu entwickeln. Die Erfahrungen haben mir geholfen, meine Haltung zum Alkohol zu überdenken und alternative Wege zur Stressbewältigung zu finden.



17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?
In der Vergangenheit habe ich meistens aufgehört zu trinken, wenn ich müde wurde. Am Abend meiner Trunkenheitsfahrt verlor ich jedoch die Kontrolle über meine Trinkmenge und trank deutlich mehr als beabsichtigt. Rückblickend erkenne ich, dass ich die Wirkung des Alkohols unterschätzt habe.



18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?


  • Fasten: Einmal jährlich für etwa 2 bis 3 Wochen.
  • Kinderwunsch: Während der Zeit, in der ich schwanger werden wollte (5 Jahre).
  • Schwangerschaft und Stillzeit: Aus Verantwortung für meine Kinder.
  • Studium: 2022 und 2023, als ich ein Studium anstrebte und mich darauf konzentrieren wollte.
19. In welcher Kategorie eines Alkohol trinkenden Menschen haben Sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein?
(mit Begründung)

Früher habe ich mich als gesellige Trinkerin gesehen. Rückblickend erkenne ich jedoch, dass mein Umgang mit Alkohol problematisch geworden war und ich ihn auch zur Bewältigung negativer Gefühle eingesetzt habe. Indem ich den Alkohol bewusst stehen lasse und lerne, anders mit meinen Gedanken und Gefühlen umzugehen, habe ich begonnen, mein Verhalten zu verändern. Heute möchte ich dauerhaft ohne Alkohol leben.

Heute und in Zukunft

20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?

(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

Seit dem 1. März 2025 trinke ich keinen Alkohol mehr.


21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?



Am 28.02.2025

22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?
Nein, ich trinke kein alkoholfreies Bier. Da es wie normales Bier aussieht, könnte es alte Gewohnheiten wieder aktivieren. Deshalb verzichte ich bewusst darauf.



23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?

Diese Entscheidung habe ich bewusst getroffen. Heute trinke ich keinen Alkohol, weil ich erkannt habe, dass er mir nicht hilft, Probleme zu lösen, sondern Probleme verursacht. Ich habe gelernt, Stress zu erkennen und bewusst mit Sport gegenzusteuern, um für mich und andere keine Gefahr mehr darzustellen

24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?
Ich habe den Alkohol vollständig aufgegeben, weil ich erkannt habe, dass ich ihn manchmal genutzt habe, um negative Gefühle und Stress zu verdrängen. Die Trunkenheitsfahrt hat mir gezeigt, wie schwerwiegend die Folgen meines Umgangs mit Alkohol sein können. Ich möchte nicht wieder in eine solche Situation geraten.

Seit meiner Abstinenz lerne ich, Traurigkeit, Konflikte und berufliche Belastungen ohne Alkohol zu bewältigen. Statt unangenehmen Gefühlen auszuweichen, setze ich mich mit ihren Ursachen auseinander und suche nach konkreten Lösungen. Ich habe erkannt, dass Alkohol mir keine echte Entlastung verschafft, sondern Probleme langfristig verstärken kann. Deshalb habe ich mich bewusst für ein dauerhaft alkoholfreies Leben entschieden.

25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?
Ich habe die Umstellungsphase genutzt, um mein Leben bewusst zu verändern. Mir wurde klar, dass ich lernen muss, besser mit Stress umzugehen und nicht alles kontrollieren zu wollen. Besonders im Umgang mit meinen Kindern habe ich gelernt, mehr loszulassen und ihnen zu vertrauen.

Gleichzeitig habe ich begonnen, meinen Fokus stärker auf mich selbst zu richten und mehr Verantwortung für mein eigenes Wohlbefinden zu übernehmen. Ich achte bewusster auf meine Ernährung und Bewegung, gehe laufen und wandern und fahre Fahrrad. Dadurch habe ich fast 15 Kilogramm abgenommen und fühle mich körperlich wohler und energiegeladener.

Außerdem habe ich neue Bekanntschaften gemacht und absolviere derzeit eine Fortbildung zur Fremdsprachenlehrerin. Diese neuen Ziele und Gewohnheiten helfen mir, meinen Alltag positiv zu gestalten. Ich lerne, mit Belastungen bewusster umzugehen, statt Alkohol zur Entspannung zu nutzen. Mein Ziel ist es, diese Veränderungen beizubehalten und dauerhaft abstinent zu leben.

26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?
Mein geändertes Verhalten hat sich äußerst positiv auf mein Leben und mein Umfeld ausgewirkt. Durch den Verzicht auf Alkohol fühle ich mich körperlich und emotional viel ausgeglichener. Ich habe mehr Energie und fühle mich fitter, was sich sowohl auf meinen Arbeitsalltag als auch auf meine Freizeitaktivitäten auswirkt. Ich kann nun meine Hobbys wie Wandern, Sport und Lesen mit mehr Freude und Engagement ausüben. Auch meine sozialen Beziehungen haben sich verbessert, da ich klarer und geduldiger in den Interaktionen mit meiner Familie und Freunden bin.

Die Veränderungen haben nicht nur meine eigene Lebensqualität gesteigert, sondern auch mein Umfeld profitiert davon. Ich habe eine stärkere Präsenz in meiner Familie, bin für meine Kinder und meinen Mann emotional zuverlässiger und habe mehr Zeit, mich auf die Bedürfnisse anderer zu konzentrieren. Auch in meiner Arbeit fühle ich mich fokussierter und ausgeglichener, was sich positiv auf meine berufliche Leistung auswirkt. Insgesamt habe ich durch die Umstellung ein größeres Gefühl der Zufriedenheit und Stabilität in meinem Leben erreicht.

27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?
Ich sichere meine Abstinenz durch feste Gewohnheiten und klare Ziele. Dazu gehören regelmäßige Bewegung, eine gesunde Lebensweise und ein konstruktiver Umgang mit Konflikten und Stress. Statt Probleme zu verdrängen, setze ich mich mit ihnen auseinander und suche nach Lösungen.

Außerdem unterstützen mich meine Familie und Freunde. Ich weiß heute, dass ich selbst für meine Entscheidungen verantwortlich bin. Deshalb möchte ich diese Veränderungen dauerhaft beibehalten und auch in schwierigen Situationen keinen Alkohol trinken.

28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?
(mit Begründung)
Nein, ich möchte nicht in meine alten Gewohnheiten zurückfallen. Ich habe erkannt, wie schädlich mein früherer Umgang mit Alkohol war, und möchte dauerhaft abstinent bleiben. Auch wenn ich weiß, dass schwierige Situationen auftreten können, habe ich heute konkrete Strategien, um mit Stress und negativen Gefühlen ohne Alkohol umzugehen. Wenn nötig, werde ich mir professionelle Unterstützung holen.

29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?
Seit dem 1. März 2025 lebe ich abstinent. Deshalb muss ich Alkohol und Autofahren nicht mehr voneinander trennen. Wenn mir Alkohol angeboten wird, lehne ich konsequent ab – bereits beim ersten Glas sage ich: „Nein, danke.“ Meine Entscheidung ist, dauerhaft alkoholfrei zu leben und damit jedes Risiko durch Alkohol im Straßenverkehr zu vermeiden.

30. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen?
Die Trunkenheitsfahrt war ein Wendepunkt für mich, der mir die Augen geöffnet hat und mir gezeigt hat, wie schnell man in gefährliche Situationen geraten kann. Seitdem ich das Trinken vollständig eingestellt habe, fühle ich mich viel besser, sowohl körperlich als auch emotional. Ich bin stolz auf die Veränderungen, die ich vorgenommen habe, und auf die Fortschritte, die ich gemacht habe. Ich bin fest entschlossen, auf diesem Weg zu bleiben, um nicht nur mich selbst zu schützen, sondern auch meine Familie und alle anderen Verkehrsteilnehmer.
 
Rosy, leider ist deine Aufarbeitung ohne Chance auf eine positive Prognose.
Du reißt spätestens bei deiner Antwort auf Frage 7 die H0 ( Unglaubwürdigkeit ).

Auch deine Konsumhistorie ist, sorry, schlicht medizinisch unmöglich.

Deine psychologische Aufarbeitung ist quasi nicht vorhanden.
Du schüttest dir zwar eimerweise Asche auf`s Haupt, aber völlig ohne Substanz, ohne Motive und darauf aufbauende Vermeidungsstrategien.

Daher ist es auch aus meiner Sicht im Moment nicht sinnvoll, den FB zu kommentieren.

Es tut mir Leid, es sind harte Worte, aber ein Pflaster reißt man am Besten ruckzuck ab…

Ein Teil dieses Postings wurde abgespalten, um die mitlesenden User nicht zu verwirren.
Erklärung dazu weiter unten *Nancy*
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Liebe Alle,

vielen Dank für eure Rückmeldungen, auch wenn sie für mich ziemlich hart klingen.

Deutsch ist nicht meine Muttersprache, und es fällt mir manchmal schwer, meine Gedanken und Gefühle so auszudrücken, wie ich es eigentlich möchte.

Aber ich gebe euch recht: Wenn ich meinen ersten Fragebogen jetzt noch einmal durchlese, merke ich selbst, dass vieles zu oberflächlich formuliert ist und meine eigentliche Auseinandersetzung mit dem Thema nicht richtig zum Ausdruck kommt.

Ich werde versuchen, meine Antworten zu überarbeiten und konkreter zu formulieren.

Ehrlich gesagt bin ich durch die deutliche Kritik im Moment etwas verunsichert und traue mich erst einmal nicht, eine neue Version zu posten.

Trotzdem danke ich euch für eure Zeit und eure ehrlichen Rückmeldungen.

LG-Rosy
 
Ehrlich gesagt bin ich durch die deutliche Kritik im Moment etwas verunsichert
gib mir / uns mal bisschen Zeit, dann gehen wir da auch ins Detail, dann wirds vllt klarer. Und besser, dass wir Dich hier erstmal auseinandernehmen, als wenn dich der Gutachter für teures Geld wegen diesen Punkten durchfallen lässt :)
Und wenn Du UNS hier überlebst, dann kriegst Du das auch beim Gutachter hin - der ist meist gnädiger als wir ;)

Was vllt noch wichtig ist: lässt Du ein Übersetzungsprogamm für Dich arbeiten? Dass Deutsch nicht Deine Muttersprache ist, hatte ich nicht bemerkt.
Falls ja: lieber nicht. Dann bekommen wir Dich "pur" mit und können viel besser einschätzen, was du sagen willst.
Und auch vor dem Gutachter wirst Du keine Übersetzungshilfe oder KI zur Verfügung haben - oder wirst Du mit einem Dolmetscher arbeiten?

Lass uns dich so erleben, wie Du auch beim Gutachter sein wirst, dann wird die Vorbereitung auch besser passen
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Beiträge von "Benz_Fahrer", sowie die dazugehörigen Antworten verschiedener User, wurden von diesem Thread abgespalten und hierhin verschoben, da sie in diesem Thema nichts zu suchen haben!

@Benz_Fahrer
Wenn du dich hier nur angemeldet hast um deinen Frust loszuwerden, bist du in diesem Forum an der falschen Stelle.
Sollten weitere Beiträge dieser Art von dir folgen, wird dein Account gesperrt.
 
gib mir / uns mal bisschen Zeit, dann gehen wir da auch ins Detail, dann wirds vllt klarer. Und besser, dass wir Dich hier erstmal auseinandernehmen, als wenn dich der Gutachter für teures Geld wegen diesen Punkten durchfallen lässt :)
Und wenn Du UNS hier überlebst, dann kriegst Du das auch beim Gutachter hin - der ist meist gnädiger als wir ;)

Was vllt noch wichtig ist: lässt Du ein Übersetzungsprogamm für Dich arbeiten? Dass Deutsch nicht Deine Muttersprache ist, hatte ich nicht bemerkt.
Falls ja: lieber nicht. Dann bekommen wir Dich "pur" mit und können viel besser einschätzen, was du sagen willst.
Und auch vor dem Gutachter wirst Du keine Übersetzungshilfe oder KI zur Verfügung haben - oder wirst Du mit einem Dolmetscher arbeiten?

Lass uns dich so erleben, wie Du auch beim Gutachter sein wirst, dann wird die Vorbereitung auch besser passen
Lieber Joost,

vielen Dank für deine aufmunternden Worte und dafür, dass Du dir Zeit nimmst, mir zu helfen. Ich schätze es sehr!

Ich habe mich heute noch einmal intensiv mit meinem Fragebogen beschäftigt und versucht, meine frühere Alkoholphase besser zu reflektieren: wie es dazu gekommen ist, warum ich damals so getrunken habe und wie ich heute mit Belastungen und schwierigen Gefühlen umgehe.

Und ja, ich habe ein Übersetzungsprogramm benutzt, weil Deutsch nicht meine Muttersprache ist und es mir manchmal schwerfällt, meine Gedanken und Gefühle richtig auszudrücken.

Ich werde mich wieder melden, sobald ich eine neue, authentischere Version meines Fragebogens geschrieben habe – mit meinen eigenen Worten, auch wenn mein Deutsch nicht perfekt ist ;). Die alte Version kann man erst mal in den Papierkorb werfen. :smiley22:
 
tapfer :)

Ich gebe Dir gleich mal mit, womit man schnell durchfällt:
Verharmlosung, die nicht zu den Fakten passen. Widersprüche, Lügen.. damit bist Du schon nach 10 Minuten durchgefallen.
Wenn der Gutachter mitbekommt, dass er Dir nicht trauen kann, kann er auch mit allem anderen nix mehr anfangen, was Du so erzählst.
Weiterhin: wenn Du keine Ursachen für Deinen Konsum findest, weisst Du auch gar nicht, woran Du arbeiten musst, damit es anders werden kann.
Durchgefallen.
Wenn Du die Ursachen erkannt hast und nicht ernsthaft an einer Änderung arbeitest: Durchgefallen.
Wenn Du keinen Notfallplan hast, falls Dein geändertes Trinkverhalten wieder kippt: Durchgefallen.*

Es geht nicht darum, dass Du den FS wieder bekommst, sondern dass Du ihn die nächsten Jahre sicher behältst. NImm Dir das mal als Ziel.

Überschriften ohne Inhalt (aus dem echten Leben) sind nix wert
Absichtserklärungen sind nix wert.
Reue und Versprechungen sind nix wert.
Der Gutachter weiss aus Erfahrung: all das wird wertlos, sobald Du Deinen FS wieder hast.
Du musst andere Sachen bringen... der Gutachter muss eine Prognose geben können, dass Du die nächsten Jahre nicht wieder auffällst. Du musst ihm zeigen, wie Du das schaffen willst, was Du Dir vornimmst. Dazu ist es nötig, dass Du bereits einen guten Unterschied beschreiben kannst zwischen früher und heute...

____________________________
* dazu musst Du auch einschätzen können, was passieren muss, damit Deine neue Entscheidung ins wackeln kommen müsste - und auch das kannst Du nur, wenn Du wirklich bis ganz an die Ursachen gekommen bist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich glaube nicht, dass es ein Problem ist, dass Deutsch nicht deine Muttersprache ist, liebe Rosy

Du wohnst seit 25 Jahren in Deutschland, hattest vorher ein Austauschjahr in Hannover, eine DaZ-Weiterbildung und arbeitest als Lehrerin an einer Schule.
Da muss dein Deutsch zumindest C1-Standard entsprechen.

Was für dich mit Sicherheit sehr viel schwieriger ist, ist, wenn es um tief sitzende Gefühle, negative Erlebnisse etc. in deiner Lebensgeschichte geht, also wenn es um die psychologische Aufarbeitung geht.
Aber soweit sind „wir“ im Grunde noch nicht….

Was ja vor Allem nicht passt, ist ja erst einmal die reine Fakten-, Aktenlage.
In der MPU müssen deine Angaben zu Erkenntnissen zu Wissenschaft und Statistik passen.
Wenn das nicht der Fall ist, ist deine MPU vorbei, egal, wie deine weitere Aufarbeitung ist.

7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?
Ich habe in der Vergangenheit zu Hause getrunken. Ich habe nun erkannt, wie verantwortungslos und gefährlich dieses Verhalten war. Daraus ziehe ich die Konsequenz, Alkohol und Autofahren konsequent zu trennen.
Du sagst, du hättest zu Hause getrunken.
Du stellst es so dar, als seiest du noch nie alkoholisiert Auto gefahren, wobei du die Frage eigentlich gar nicht beantwortest, oder ?
Am Abend der TF hast du ja auch zu Hause getrunken, oder ?

Aber, lange Rede, kurzer Sinn:
Es ist unmöglich, mit über 2 Umdrehungen 12km Auto zu fahren.
Das muss bei zumindest ähnlich hohen Werten geübt werden.

Statistisch gesehen musst du mindestens 600mal alkoholisiert gefahren sein.
Auch Restalkohol musst du dabei beachten.

Genauso hier:
10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)
Früher habe ich nur selten Alkohol konsumiert. Während meines Studiums und in den Jahren danach trank ich höchstens zu besonderen Anlässen, meist ein bis zwei Gläser Wein.

Während meiner Schwangerschaften und Stillzeiten habe ich komplett auf Alkohol verzichtet. Danach blieb mein Konsum weiterhin moderat: Mein Mann und ich tranken gelegentlich am Wochenende zum Essen gemeinsam eine Flasche Wein, was auf mich etwa 2–3 Gläser (0,125 l pro Glas) verteilte. Es gab aber auch viele Wochenenden, an denen ich gar keinen Alkohol trank. An Wochentagen habe ich keinen Alkohol getrunken.

Während der Corona-Pandemie änderte sich mein Konsum etwas. Durch die veränderten Lebensumstände, berufliche Herausforderungen und familiäre Spannungen kam es gelegentlich vor, dass ich während des Kochens oder abends ein Glas Wein trank. Dennoch blieb es meist bei einer halben bis maximal einer Flasche Wein pro Woche, verteilt auf zwei bis drei Tage. Ich habe damals gehandelt ohne nachzudenken. Es war meine Lösung mit dem Stress umzugehen.

Nach Corona war mein Konsumverhalten kontrolliert. Ich schliess sogar ein Masterstudium und ein DAZ-Fortbildung. Mein Alkoholkonsum blieb weiterhin auf das Wochenende beschränkt und belief sich auf etwa 2–3 Gläser Wein (0,125 l pro Glas). Harte Spirituosen oder stärkere alkoholische Getränke habe ich bis zum Vorfall meiner Trunkenheitsfahrt nicht konsumiert.
Ich habe das jetzt nicht gekürzt, nur deine Angaben zum Konsum fett gemacht, weil es so vielleicht für dich klarer wird.
Rechne dir doch mal aus, wieviel Promille bei diesem deinem risikoarmen Konsum herauskommt, den du hier schilderst.
Du hattest am Abend der TF bei Trinkende 2,24 ‰ !
Dass du wenig gegessen hattest, spricht eher gegen dich, weil die Wirkung des Alkohols schneller spürbar wird. Eigentlich ist man also viel früher „hinüber“ und fährt nicht durch die Gegend.

Das, was du also als Konsumhistorie schilderst, ist medizinisch unmöglich.
Es ist vergleichbar mit jemandem, der sich nie sportlich betätigt, immer den Aufzug statt die Treppe und jede Chipstüte mitnimmt, am Montag im Büro erzählt, er hätte den Ironman auf Hawaii gewonnen.

Würdest du ihm glauben ?
Genauso ist es mit diesen deinen Angaben.

Um einen Ironman nur mitmachen zu können, muss man jahrelang sehr hart trainieren.
Um 2,24 auf dem Kessel zu erreichen, musst du jahrelang dir kräftig einen über die Haare geschüttet haben, weit, sehr weit von deinem risikoarmen Konsum entfernt.

Mit jeweiligen Folgen für Gesundheit, Beruf und Familie, von denen du ja auch nichts berichtest:
14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?
Nein, es gab keine kritischen Hinweise von anderen auf meinen Alkoholkonsum. Mein Trinkverhalten war unauffällig.
Auch in meinem Freundes- und Familienkreis hat niemand meinen Alkoholkonsum als problematisch empfunden oder mich darauf angesprochen

Und schaue mal hier:
Beantwortest du die Frage ?
15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?
Rückblickend erkenne ich, dass Alkohol negative Gefühle kurzfristig gedämpft hat. Dadurch habe ich unbewusst gelernt, in belastenden Situationen zum Alkohol zu greifen. Diese Konditionierung hat mein Verhalten geprägt, war aber der falsche Weg, mit Problemen und Gefühlen umzugehen. Heute möchte ich Belastungen ohne Alkohol bewältigen.

Ich würde also neben der Beschäftigung mit dem Promillerechner mal vorschlagen, liebe Rosy, dass du mal AUDIT machst.
Beantworte schonungslos ehrlich alle Fragen und gucke, welche Punktzahl du erreichst.

Vielleicht ist dir wirklich noch nicht klar, wie tief dein Alkoholproblem ist…?

Bevor dir das aber nicht klar ist, ist eine psychologische Aufarbeitung nicht möglich.
Niemand kann ein Problem beheben, die Gründe finden, wenn er nicht weiß, dass es da ist, oder ?
Und dann kann ich doch auch nicht dafür Sorge tragen, dass es nicht mehr vorkommt, richtig ?

Ich hoffe inständig, dass dir das detaillierte „Auseinanderpflücken“ hilft, dir klarer zu machen, warum wir so harte Worte gebrauchten.

Mit diesen wichtigen Worten schließe ich:
Und besser, dass wir Dich hier erstmal auseinandernehmen, als wenn dich der Gutachter für teures Geld wegen diesen Punkten durchfallen lässt :)
Wie würdest du dich fühlen, wenn wir sagen, jupp, alles super, und du hast 1000,- zum Fenster hinausgeschmissen ?

Das ist nicht der Sinn unserer ehrenamtlichen Arbeit.
 
Das ist der Sinn und das Ziel dieses Forums.

Wir bieten dir von Herzen diese Hilfe an, liebe Rosy :smiley138:
 
Ich versuche es noch einmal, liebe Rosy, weil wir uns wirklich freuen würden, wenn du unsere Hilfe annehmen könntest….

Hier ist noch etwas, was ich bei meinem Post gestern unter den Tisch habe fallen lassen, weil es ja sowieso schon harter Tobak für dich war…
7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?
Ich habe in der Vergangenheit zu Hause getrunken. Ich habe nun erkannt, wie verantwortungslos und gefährlich dieses Verhalten war. Daraus ziehe ich die Konsequenz, Alkohol und Autofahren konsequent zu trennen.
Bei dieser Frage sagst du ja, dass du in Zukunft noch Alkohol trinken möchtest, richtig ?
Passt das dazu, dass du doch in deinem weiteren Fragebogen sehr oft äußerst, dass du nie wieder trinken möchtest…?

Unser Angebot auf Hilfe steht !
Wir können dich selbstverständlich nicht zwingen, diese sicherlich mit Glassplittern gespickte Brücke zu überqueren…
Es ist also sehr schmerzhaft zu erkennen, wie tief du schon im Sumpf steckst…

Manchen gelingt das nie.
Die verschießen viel Geld für geschossene, aussichtslose MPUs…
Und wie der liebe @joost immer sagt:
„Das gehört manchmal auch zur Therapie.“

Diese landen dann da, wo @Benz_Fahrer jetzt ist…
Die meinen dann, dass sie juristisch dagegen angehen können, obwohl das höchstrichterlich schon längst geklärt ist, dass eine MPU weder gegen das Persönlichkeitsrecht verstößt noch gegen andere Grundrechte.
Der Grund: Eine MPU ist freiwillig !
Niemand kann dazu gezwungen werden.

Nur dürfen sie halt nicht am öffentlichen StV teilnehmen.
Da greift die verwaltungsrechtliche „Gefahrenabwehr“.

Viele liebe Grüße :smiley138:
 
Hallo Zusammen,

nach eurer Kritik habe ich meinen Fragebogen noch einmal gründlich überarbeitet. Dabei war es mir besonders wichtig, mein früheres Trinkverhalten nicht mehr zu beschönigen oder zu verharmlosen.

Ich hoffe, dass meine Aufarbeitung und die Veränderungen in meinem Leben jetzt deutlicher werden.

Ich gebe zu, dass es mir etwas unangenehm ist, meinen Fragebogen erneut einzustellen, nachdem die erste Version so viel Kritik bekommen hat. Trotzdem möchte ich mich der Kritik stellen und bin für ehrliche und konstruktive Rückmeldungen dankbar.

Vielen Dank an alle, die sich noch einmal die Zeit nehmen, meinen Fragebogen zu lesen.

LG-ROSY

FB Alkohol

Zur Person
Geschlecht: w
Größe: 1,74 m
Gewicht: 67 kg
Alter: 58

Was ist passiert?
Datum der Auffälligkeit: 1. März 2025
BAK: 1,67 Promille
Trinkbeginn: 19:30 Uhr
Trinkende: 23:30
Uhrzeit der Blutabnahme: 02:28

Stand des Ermittlungsverfahrens
Gerade erst passiert: nein
Strafbefehl schon bekommen: ja
Dauer der Sperrfrist: 7 Monate


Führerschein
Hab ich noch: nein
Hab ich abgegeben: ja
Hab ich neu beantragt: ja

Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut Ja
Sonstige Verstöße oder Straftaten?: nein

Genaue Fragestellung der FSSt :
Ist zu erwarten, dass die Untersuchende auch künftig ein Kraftfahrzeug unter Alkoholeinfluss führen wird? Oder liegen als Folge eines unkontrollierten Alkoholkonsums Beeinträchtigungen vor, die das sichere Führen eines Kraftfahrzeuges in Frage stellen?



Bundesland: Rheinland-Pfalz

Konsum

Ich lebe abstinent seit: 01.03.2025

Abstinenznachweis
Haaranalyse : ja (4)
Urinscreening : nein
Leberwerte : nein

Aufarbeitung
Suchtberatungsstelle aufgesucht?: nein
Selbsthilfegruppe (SHG): nein
Psychologe/Verkehrspsychologe: ja psychologische Unterstützung
Kurs für verkehrsauffällige Autofahrer: nein
Ambulante/stationäre Therapie: Ja – ambulante Kurzzeitpsychotherapie mit insgesamt 24 Sitzungen

MPU
Datum:---
Welche Stelle (MPI): Pima-mpu Mainz
Schon bezahlt?: nein
Schon eine MPU gehabt? nein
Wer hat das Gutachten gesehen?:---
Was steht auf der letzten Seite (Beantwortung der Fragestellung)?:---

Altlasten
Bereits durch Alkohol auffällig geworden Punkte oder sonstige Straftaten: keine


1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.
Am 28. Februar 2025 begann mein Tag ganz normal mit meiner Arbeit an der Schule, an der Karneval gefeiert wurde. Gegen 13:00 Uhr kam ich nach Hause. Ich freute mich auf die bevorstehenden freien Tage. Mein Mann arbeitete wie gewohnt im Homeoffice. Da ich von der Woche erschöpft war, habe ich nachmittags geschlafen.

Gegen 19:30 Uhr begannen mein Mann und ich, den restlichen Rotwein vom vorherigen Wochenende zu trinken. Später holte mein Mann eine weitere Flasche Rotwein aus dem Keller. Über den Abend verteilt trank ich aus beiden Flaschen zusammen ungefähr 700 ml Rotwein. Gegen 22:00 Uhr beendeten wir das gemeinsame Trinken, und mein Mann ging wieder an seinen Schreibtisch.

Danach begann ich, die Karnevalskostüme aufzuräumen. Dabei fand ich alte Kinderkleidung meiner Töchter. Das löste starke Gefühle in mir aus. Meine ältere Tochter lebte zu dieser Zeit überwiegend bei ihrem Freund, während meine jüngere Tochter für ein Austauschjahr in den USA war. Die Situation machte mich traurig, und ich griff zu einer Flasche Likör, um diese negativen Gefühle zu dämpfen.

Der Likör hatte einen Alkoholgehalt von 20 % und die Flasche enthielt 400 ml. Gegen 22:30 Uhr begann ich, den Likör zu trinken. An die genaue Menge, die ich zunächst trank, kann ich mich heute nicht mehr erinnern.

Gegen 23:00 Uhr wollte ich ins Bett gehen, konnte jedoch nicht einschlafen. Ich ärgerte mich darüber, dass mein Mann immer noch an seinem Schreibtisch saß. Zwischen uns kam es zu einem Streit. Ich war verärgert und trank gegen 23:30 Uhr den restlichen Likör. Insgesamt hatte ich die gesamte Flasche mit 400 ml Likör getrunken.

Ich war emotional so aufgewühlt, dass ich nur noch wegwollte. Deshalb stieg ich ins Auto, um in meine eigene Wohnung zu fahren und dort zur Ruhe zu kommen. In diesem Moment machte ich mir überhaupt keine Gedanken darüber, wie viel Alkohol ich getrunken hatte und dass ich nicht mehr fahrtüchtig war.

Während der Fahrt bemerkte ich im Bereich einer Kreuzung bei XXX einen kurzen Stoß. Vermutlich war ich dabei gegen eine Verkehrsinsel gefahren. Anschließend zeigte mein Auto eine Stopp-Warnung an. Ich bemerkte, dass sich das Auto schwerer lenken ließ, erkannte aber nicht, dass ein Reifen beschädigt beziehungsweise geplatzt war.

Ich hörte auch ungewöhnliche Geräusche, die ich fälschlicherweise einem technischen Defekt zuordnete. Tatsächlich fuhr das Auto auf der Felge weiter. Trotzdem hielt ich nicht an, um nachzusehen, was passiert war. Das war falsch. Ich hätte anhalten und Hilfe holen müssen.

Um 00:19 Uhr erreichte ich meine Wohnung in XXXX und parkte mein Auto. Als ich ausstieg, bemerkte ich, dass ein Polizeiauto hinter mir stand. Ich holte meine Tasche aus dem Auto und brachte sie in meine Wohnung. Dabei wurde ich von der Polizei begleitet. Anschließend fuhren wir zur Polizeidienststelle in XXX. Bis zu meiner Wohnung war ich ungefähr 15 Kilometer gefahren.

Um 02:28 Uhr wurde mir Blut abgenommen. Die festgestellte Blutalkoholkonzentration betrug 1,67 Promille.

2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)

Am Abend des 28. Februar 2025 trank ich zwischen etwa 19:30 Uhr und 23:30 Uhr insgesamt ungefähr 700 ml Rotwein mit 13,5 % Alkohol sowie 400 ml Likör mit 20 % Alkohol.

Den Rotwein trank ich zunächst gemeinsam mit meinem Mann. Die ungefähr 700 ml stammten aus zwei verschiedenen Flaschen: einer bereits geöffneten Flasche vom vorherigen Wochenende und einer weiteren Flasche, die mein Mann später aus dem Keller holte.

Gegen 22:30 Uhr begann ich, den Likör zu trinken. Nach dem Streit mit meinem Mann trank ich gegen 23:30 Uhr den Rest der Flasche. Insgesamt waren es 400 ml Likör. Mein letzter Alkoholkonsum war gegen 23:30 Uhr.

An die ungefähren Gesamtmengen erinnere ich mich. Die genaue Anzahl und Größe der einzelnen Weingläser kann ich heute jedoch nicht mehr zuverlässig angeben.

3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?
Ich wollte zu meiner Wohnung in XXXX fahren. Die Strecke beträgt etwa 15 Kilometer. Ich erreichte meine Wohnung und parkte dort mein Auto. Als ich ausstieg, bemerkte ich, dass ein Polizeiauto hinter mir stand. In Begleitung der Polizei holte ich noch meine Tasche aus dem Auto und brachte sie in die Wohnung. Anschließend fuhren wir zur Polizeidienststelle.

4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?
Ich habe in diesem Moment nicht ernsthaft darüber nachgedacht, ob ich noch sicher fahren konnte. Nach dem Streit mit meinem Mann war ich emotional sehr aufgewühlt und wollte einfach nur weg. Mein Wunsch, die Situation zu verlassen, stand für mich im Vordergrund.

Ich stieg ins Auto und fuhr los. Da ich die Strecke gut kannte, machte ich mir zunächst keine Gedanken darüber, dass ich nicht mehr fahrtüchtig war.

Nach dem Aufprall auf die Verkehrsinsel bemerkte ich, dass sich mein Auto schwerer lenken ließ, dass sich mein Auto schwerer lenken ließ. Auch die ungewöhnlichen Geräusche und die Stopp-Warnung nahm ich wahr. Ich erkannte jedoch nicht, dass ein Reifen geplatzt war, und hielt nicht an, sondern fuhr weiter.

5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?
Ich habe die Trunkenheitsfahrt nicht vermeiden wollen. Obwohl ich Alkohol getrunken hatte, habe ich mir keine Gedanken über meinen Zustand und meine Fahruntüchtigkeit gemacht.

Nach dem Streit mit meinem Mann wollte ich die Situation verlassen und in meiner eigenen Wohnung zur Ruhe kommen. Dass mein Verhalten falsch und gefährlich war, habe ich zu dem Zeitpunkt nicht bewusstgemacht.

6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen?
Nein, das war das erste Mal, dass ich im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss aufgefallen bin.


7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?
In der Vergangenheit habe ich überwiegend zu Hause getrunken und bin danach nicht mehr Auto gefahren. Ich kann aber nicht ausschließen, dass ich am nächsten Morgen schon einmal mit Restalkohol gefahren bin. Wie oft das vorgekommen sein könnte, kann ich nicht zuverlässig sagen.

Damals habe ich mir über Restalkohol nicht genügend Gedanken gemacht. Heute weiß ich, dass man auch am nächsten Morgen noch Alkohol im Blut haben kann und dadurch eine Gefahr für sich und andere darstellt.

8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen?

Ich habe mit 23 bei einer Studentenparty in Hannover getrunken. Das waren zwei Weißbiere.

Das war das erste Mal, dass ich auf einer solchen Party war.

9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?
Während meines Austauschjahrs in Deutschland habe ich mit 23 zwei Hefe Weißenbier getrunken. Es war eine große Party, wo Bier umsonst fließ. Während des restlichen Studiums, trank ich kein Alkohol, es war für mich zu teuer und hatte auch kein Bedürfnis, Alkohol zu trinken, Meist habe ich Cola in der Disco getrunken.

Bei Feierlichkeiten wie Weihnachten und Sylvester bei meiner Familie in Frankreich gab es zum Anstoßen einen Glas Sekt, am Abendessen manchmal ein Glas Rotwein zu dem Essen.

Nach Beruf Einstieg baute ich mich einen neuen Freundeskreis in eine andere Stadt, es wurden Geburtstag gefeiert und Abendessen organisiert. Mein Trinkverhalten änderte sich nicht grundlegend. Es war so, dass ich ihn und wieder 1-2 Gläser Wein trank. Auch in den folgenden Jahren waren es meist nur besondere Tage, und selten mehr als 2 Gläser Wein.

2001 zog ich nach Deutschland, Ich musste mich komplett neu orientieren. Zu dieser Zeit hatte ich kein Bedürfnisse zu trinken. Ich hab dann nur auf bestimmte Anlässe getrunken und im Maßen (1-2 Gläser Wein).

2002 lernte ich meinen Mann kennengelernt und ich fang ein guter Job an, so dass ich darauf fokussiert war. Und da wir Familien planten, habe ich kaum getrunken. Während meiner Schwangerschaft und Stillzeit trank ich ebenfalls keinen Alkohol.

In 2016 fing ich wieder zu arbeiten. Auch in dieser Zeit trank ich meist nur besondere Tage und dann immer nur Wein, selten mehr als 2 Gläser.

2020 kam Corona. Zu dieser Zeit habe ich aus Ausgleich öfters und mehr mit meinem Mann getrunken, teilweise auch innerhalb der Woche und am Wochenende schwankend 1 bis 2 Flasche Wein pro Woche zur Zweit.

2021 verlor ich Corona bedingt meine volle Stelle und wurde auf halbzeit reduziert und es kam schon vor, dass ich mit meinem Mann 2 Flasche Wein an einem Abend getrunken habe.

2022-2023 machte ich ein Fernstudium in Frankreich und zeitgleich eine Fortbildung in Deutschland. Zu dieser Zeit trank ich wieder weniger und konnte meine Trinkmenge begrenzen. Wenn ich Alkohol trank, waren es beispielsweise zwei Gläser Wein.

Ab September 2024 verstärkten sich meine familiären und emotionalen Belastungen. Mein junge Tochter war für ein Auslandsjahr in den USA und die große Schwester verbrachte immer mehr Zeit bei Ihrem Freund. Sie litt unter Depression nach einem Vorfall auf einem Feriencamp in Spanien im Sommer 2024 und ich fühle mich hilflos. Ihre Fehltage in der Schule wurden immer mehr und es kam deswegen öfters zur Streit. Irgendwann ist sie zu Ihrem Freund geblieben und brach für eine Zeit den Kontakt zu uns. Ich war erstmal wütend, später auch traurig und verzweifelt. Wir machten eine Familientherapie aber sie schwänzte die Termine-sie war unnahbar.

In dieser Zeit fing ich an, am Wochenende größere Mengen Alkohol zu trinken. Da ich volltätig arbeite, habe ich in der Woche nicht getrunken, dafür um so mehr am Wochenende. Häufig trank ich freitagabends eine ganze Flasche Sekt und anschließend eine Flasche Wein. Manchmal verteilte sich der Konsum auf Freitag und Samstag. Es kam auch vor, dass ich am Samstag noch eine weitere Flasche Wein trank.

Die Steigerung erfolgte schleichend, es wurde stetig mehr, ohne dass ich mir darüber Gedanken mache.

10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

In den letzten sechs Monaten vor meiner Trunkenheitsfahrt trank ich fast jedes Wochenende Alkohol, hauptsächlich freitags und samstags.

Häufig trank ich am Freitagabend eine Flasche Sekt und anschließend eine Flasche Wein. Am nächsten Tag hatte ich teilweise starke Kopfschmerzen und Übelkeit, sodass ich samstags keinen Alkohol mehr trank.

An anderen Wochenenden verteilte ich den Alkohol auf beide Tage. Manchmal trank ich freitags eine Flasche Sekt und eine halbe Flasche Wein und samstags den Rest der Weinflasche. Es kam auch vor, dass ich samstags noch eine weitere Flasche Wein öffnete und vollständig austrank.

Die Mengen schwankten, waren aber insgesamt deutlich zu hoch. Rückblickend erkenne ich, dass ich die Kontrolle über meine Trinkmenge zunehmend verlor und meinen Konsum lange verharmloste.

11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?
Bis 2020 trank ich fast nur bei Feierlichkeiten, meist mit Freunden und Familie.

2020-2021 trank ich mit meinem Mann zusammen zu Hause.

2024 trank ich überwiegend alleine. Ich habe überwiegend zu Hause getrunken, vor allem am Wochenende. Häufig habe ich gemeinsam mit meinem Mann getrunken und dann weiter alleine vor dem Fernseher. Manchmal habe ich auch alleine in meiner Zweitwohnung getrunken. Mit meiner Nachbarin habe ich auch gelegentlich eine Flasche Sekt geteilt. Bei besonderen Anlässen wie Silvester oder Karneval trank ich auch gerne Wein.

12. Warum haben Sie getrunken? (Innere und äußere Motive)
Meine ältere Tochter litt nach einem Vorfall in den Sommerferien 2024 unter Depressionen. Unser Verhältnis war damals angespannt. Sie zog sich zunehmend zurück und verbrachte immer mehr Zeit bei ihrem Freund. Das belastete mich sehr. Ich machte mir Vorwürfe und hatte das Gefühl, als Mutter versagt zu haben. Gleichzeitig fiel es mir schwer, meine Tochter loszulassen und zu akzeptieren, dass ich ihre Entscheidungen nicht kontrollieren konnte.

Auch mit meinem Mann konnte ich damals nicht gut über meine Sorgen sprechen. Er geht eher rational mit Problemen um, während ich emotional reagiere und das Bedürfnis habe, über meine Gefühle zu sprechen. Ich hatte oft den Eindruck, dass er Gespräche abblockte und mich nicht verstand. Dadurch fühlte ich mich mit meinen Sorgen allein.

Da ich keine Familie vor Ort hatte und mich aus Scham auch meinen Freundinnen nicht anvertraute, zog ich mich zunehmend zurück.

Ab September 2024 begann ich, vor allem am Wochenende immer mehr Alkohol zu trinken, um meine Traurigkeit, Schuldgefühle und Hilflosigkeit zu verdrängen. Der Alkohol verschaffte mir kurzfristig Erleichterung, löste aber keines meiner Probleme. Im Gegenteil: Bei größeren Mengen wurde ich emotionaler und impulsiver, und Konflikte mit meinem Mann verschärften sich.

Durch meine Psychotherapie habe ich inzwischen erkannt, dass mein Mann mich durchaus unterstützt, auch wenn er seine Unterstützung eher rational und praktisch zeigt. Heute kann ich das besser annehmen.

Außerdem habe ich gelernt, meine Kinder mehr loszulassen, ihnen zu vertrauen und zu akzeptieren, dass sie ihren eigenen Weg gehen müssen. Meine ältere Tochter studiert inzwischen, und wir haben wieder regelmäßigen Kontakt.

Heute weiß ich, dass ich selbst für den Umgang mit meinen Gefühlen verantwortlich bin. Ich möchte Sorgen und Konflikte bewusst angehen, statt sie mit Alkohol zu verdrängen.

13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet?
(bei wenig und bei viel Alkohol)
Bei geringen Mengen Alkohol, etwa zwei Gläsern Wein oder Sekt, fühlte ich mich entspannt und gelöst. Bei größeren Mengen wurde ich emotionaler, meine Stimmung verschlechterte sich und ich fühlte mich eher niedergeschlagen. Rückblickend erkenne ich, dass Alkohol meine negativen Gefühle nicht gelindert, sondern letztlich verstärkt hat.

14. Gab es Kritik an Ihrem Trinkverhalten und wie haben Sie darauf reagiert?
Damals habe ich diese Hinweise nicht ernst genug genommen und mein Trinkverhalten nicht ausreichend hinterfragt. Von anderen Personen kann ich mich an keine ausdrückliche Kritik erinnern, da ich überwiegend zu Hause oder in meiner Zweitwohnung getrunken habe.

Heute erkenne ich, dass diese Hinweise Warnsignale waren. Ich habe meinen Alkoholkonsum damals verharmlost und die Kritik nicht zum Anlass genommen, mein Verhalten zu ändern. Rückblickend hätte ich mich schon früher kritisch mit meinem Trinkverhalten auseinandersetzen müssen.
Damals habe ich diese Hinweise nicht ernst genug genommen und mein Trinkverhalten nicht ausreichend hinterfragt. Von anderen Personen kann ich mich an keine ausdrückliche Kritik erinnern, da ich überwiegend zu Hause oder in meiner Zweitwohnung getrunken habe.

Heute erkenne ich, dass diese Hinweise Warnsignale waren. Ich habe meinen Alkoholkonsum damals verharmlost und die Kritik nicht zum Anlass genommen, mein Verhalten zu ändern. Rückblickend hätte ich mich schon früher kritisch mit meinem Trinkverhalten auseinandersetzen müssen.
 
15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?
Rückblickend erkenne ich, dass Alkohol meine negativen Gefühle nur kurzfristig gedämpft hat. Er hat meine Probleme nicht gelöst, sondern teilweise sogar verstärkt.

In dieser Zeit war ich häufiger erkältet, hatte wenig Energie und nahm an Gewicht zu. Ich achtete weniger auf meine Gesundheit und war insgesamt mit mir selbst unzufrieden. Da ich mich nicht wohlfühlte, zog ich mich zunehmend zurück und hatte nur noch wenige soziale Kontakte.

Wenn ich getrunken hatte, war ich manchmal unausgeglichener, emotionaler und impulsiver. Dadurch kam es auch zu Streitigkeiten mit meinem Mann, was unsere Beziehung zusätzlich belastete. Nach Abenden mit besonders hohem Alkoholkonsum hatte ich am nächsten Tag teilweise starke Kopfschmerzen und Übelkeit. Manchmal ging es mir so schlecht, dass ich keinen Alkohol mehr trinken wollte.

Die schwerwiegendste Folge war meine Trunkenheitsfahrt. Ich habe dadurch mich selbst und andere Menschen gefährdet und meinen Führerschein verloren. Das schränkte meinen Alltag erheblich ein. Anfangs musste ich für manche Wege etwa eine Stunde mit dem Bus fahren. Später kaufte ich mir ein Fahrrad, um wieder mobiler zu sein.

Heute erkenne ich, dass mein Alkoholkonsum nicht nur meine Gesundheit und mein Wohlbefinden beeinträchtigt, sondern auch meine Beziehungen und mein soziales Leben belastet hat. Ich übernehme die Verantwortung für mein damaliges Verhalten und seine Folgen.

16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben?
Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür.

Ja, es gab in der Vergangenheit Zeiten, in denen ich mehr Alkohol konsumiert habe als heute. Besonders hervorzuheben sind die folgenden Lebensabschnitte:

Zeitraum 2020–2021 (Corona-Pandemie):
Die Corona-Pandemie, war besonders stressig. Als der Unterricht auf Online-Unterricht in der Lockdown-Phase umgestellt wurde, stieg mein Arbeitsaufwand deutlich. Ich arbeitete mehr Stunden und war gleichzeitig für die Betreuung der Kinder zuständig. Der zusätzliche Stress, das Gefühl von Überforderung und die Isolation durch die Pandemie führten dazu, dass ich vermehrt Alkohol trank, innerhalb der Woche und verstärkt am Wochenende.

Zeitraum 2024–2025 (emotionale Belastung durch die Familie)
In dieser Zeit verstärkten sich meine emotionalen Belastungen. Meine ältere Tochter litt unter Depressionen, was mich sehr mitnahm. Unsere Kommunikation war schwierig, und ihr zunehmender Rückzug belastete mich sehr. Auch die Trennung von meiner jüngeren Tochter, die ein Austauschjahr in den USA verbrachte, fiel mir schwer.

Ich fühlte mich zunehmend hilflos, erschöpft und mit meinen Sorgen allein. Auch von meinem Mann fühlte ich mich damals emotional nicht ausreichend unterstützt. Er geht eher rational mit Problemen um, während ich emotional reagiere und das Bedürfnis habe, über meine Gefühle zu sprechen. Dadurch hatte ich oft das Gefühl, von ihm nicht verstanden zu werden.

Um mit diesen Belastungen umzugehen, griff ich zunehmend zu Alkohol. Ich wollte abschalten, meine Sorgen verdrängen und den emotionalen Schmerz kurzfristig lindern. Dabei erkannte ich nicht, dass Alkohol meine Probleme nicht löste, sondern sie teilweise sogar verstärkte. Unter Alkoholeinfluss reagierte ich impulsiver, und Konflikte mit meinem Mann eskalierten häufiger.

Am stärksten war mein Alkoholkonsum zwischen September 2024 und Februar 2025, nachdem sich meine ältere Tochter zunehmend zurückgezogen hatte.

Rückblickend erkenne ich, dass ich Alkohol in dieser Zeit als falsche Strategie zur Bewältigung meiner emotionalen Belastungen eingesetzt habe. Statt mich mit meinen Gefühlen auseinanderzusetzen und Unterstützung zu suchen, habe ich versucht, sie durch Alkohol zu verdrängen.

17. Haben Sie jemals die Kontrolle über Ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?
Ja. Besonders ab September 2024 kam es wiederholt vor, dass ich die Kontrolle über meine Trinkmenge verlor. Ich nahm mir beispielsweise vor, nach zwei Gläsern Sekt aufzuhören, trank dann aber die ganze Flasche und anschließend manchmal noch Wein.

An manchen Freitagabenden trank ich eine ganze Flasche Sekt und eine Flasche Wein. Am nächsten Tag hatte ich teilweise starke Kopfschmerzen und Übelkeit. Manchmal ging es mir so schlecht, dass ich samstags keinen Alkohol mehr trank.

Auch meine Geschwister bemerkten bei Telefongesprächen, dass ich nach größeren Alkoholmengen undeutlich sprach, und rieten mir, ins Bett zu gehen.

Ich konnte mich an diese Abende erinnern, nahm die Warnsignale damals aber nicht ernst genug. Rückblickend erkenne ich, dass ich meine selbst gesetzten Grenzen beim Trinken wiederholt überschritten und meinen Alkoholkonsum verharmlost habe.

18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?
Ja, es gab mehrere Lebensphasen, in denen ich bewusst vollständig auf Alkohol verzichtet habe.

Während meines Kinderwunsches sowie während meiner Schwangerschaften und Stillzeiten trank ich keinen Alkohol. Mein erstes Kind stillte ich zwei Jahre lang und mein zweites Kind fast zwei Jahre. Während dieser Zeit verzichtete ich vollständig auf Alkohol.

Außerdem verzichtete ich während der Fastenzeit regelmäßig für etwa zwei bis drei Wochen bewusst auf Alkohol.

19. In welcher Kategorie eines Alkohol trinkenden Menschen haben Sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein?
(mit Begründung)

Früher habe ich mich in keine bestimmten Kategorie gesehen. Ich habe nicht erkannt, dass mein Trinkverhalten ein Problem war. Da ich in den letzten Monaten vor meiner Trunkenheitsfahrt überwiegend am Wochenende trank, redete ich mir ein, dass mein Alkoholkonsum kein ernsthaftes Problem sei.

Heute sehe ich das anders. Ich trank zunehmend auch, um Stress abzubauen und belastende Gefühle zu verdrängen. Besonders ab September 2024 wurde mein Trinkverhalten problematischer. Ich konnte meine selbst gesetzten Grenzen beim Trinken nicht immer einhalten und trank trotz des Vorsatzes, weniger zu trinken, die ganze Flasche leer.

Rückblickend ordne ich mein damaliges Trinkverhalten als problematischen und zunehmend riskanten Alkoholkonsum ein, bei dem ich Alkohol als Bewältigungsstrategie eingesetzt habe.

Die Trunkenheitsfahrt und mein Kontrollverlust haben mir gezeigt, dass meine frühere Einschätzung falsch war.

Heute und in Zukunft

20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?

(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)
Seit dem 1. März 2025 trinke ich keinen Alkohol mehr.

21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?
Am 28.02.2025.

22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?
Nein, ich trinke kein alkoholfreies Bier. Da es wie normales Bier aussieht, könnte es alte Gewohnheiten wieder aktivieren. Deshalb verzichte ich bewusst darauf.

23. Warum trinken Sie heute keinen Alkohol?
Ich habe mich bewusst dafür entschieden, dauerhaft auf Alkohol zu verzichten. Ich habe erkannt, dass Alkohol meine Probleme nicht löst, sondern zusätzliche Probleme verursacht.

Heute weiß ich, dass ich selbst die Verantwortung für mein Wohlbefinden, meine Gefühle und meine Handlungen trage. Für das Verhalten und die Entscheidungen anderer Menschen bin ich dagegen nicht verantwortlich.

Ich habe gelernt, meinen Mann besser zu verstehen und seine Unterstützung anzunehmen, auch wenn er eher rational mit Problemen umgeht. Auch bei meinen Kindern habe ich gelernt, loszulassen, ihnen zu vertrauen und ihre eigenen Entscheidungen zu akzeptieren.

Statt meine Gefühle mit Alkohol zu verdrängen, spreche ich heute darüber und gehe bewusster mit Stress um. Ich mache regelmäßig Sport, verbringe viel Zeit in der Natur und drücke meine Gefühle auch durch Aquarellmalerei aus.

Dadurch fühle ich mich ausgeglichener und zufriedener. Ich achte mehr auf mich selbst und möchte dauerhaft ohne Alkohol leben.

24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?
Meine Trunkenheitsfahrt war für mich ein Wendepunkt. Mir wurde bewusst, dass ich durch mein Verhalten nicht nur mich selbst, sondern auch andere Menschen gefährdet hatte.

Ich begann, mich intensiv mit meinem früheren Trinkverhalten auseinanderzusetzen. Dabei erkannte ich, dass ich Alkohol benutzt hatte, um unangenehme Gefühle, Sorgen und Konflikte zu verdrängen. Der Alkohol löste meine Probleme jedoch nicht, sondern verstärkte sie teilweise sogar. Ich wurde impulsiver und unausgeglichener, wodurch es häufiger zu Streit mit meinem Mann kam.

Ich wollte mein Leben verändern und habe mich deshalb bewusst entschieden, psychologische Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Durch die Gespräche mit einer Psychologin habe ich gelernt, meine familiären Konflikte anders zu betrachten und neue Strategien für den Umgang mit Stress und belastenden Gefühlen zu entwickeln.

Ich habe nicht früher aufgehört, weil ich meinen Alkoholkonsum lange verharmlost und die eigentlichen Ursachen meines Trinkverhaltens nicht hinterfragt habe. Ich hatte damals keine geeigneten Strategien entwickelt, um mit meinen Gefühlen und Konflikten umzugehen. Außerdem erkannte ich nicht, wie sehr mein Alkoholkonsum mein Wohlbefinden und meine Beziehung zu meinem Mann belastete.

Heute weiß ich, dass ich selbst die Verantwortung für mein Wohlbefinden und meine Handlungen trage, nicht aber für das Verhalten anderer Menschen. Ich habe gelernt, Probleme bewusster anzugehen, meine Gefühle auszudrücken und auch Dinge zu akzeptieren, die ich nicht beeinflussen kann.

Deshalb habe ich mich für eine dauerhafte Abstinenz entschieden. Ich möchte nicht mehr, dass Alkohol meine Gefühle, meine Entscheidungen oder mein Verhalten beeinflusst.

25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?
Am Anfang empfand ich sehr viel Scham. Ich musste das Geschehene erst einmal verarbeiten und war traurig darüber, dass ich nicht schon früher die Notbremse gezogen hatte. In dieser Zeit weinte ich oft. Es fühlte sich an, als würde der Schmerz, den ich lange verdrängt hatte, endlich herauskommen.

Die Umstellungsphase war für mich nicht einfach. Zunächst zog ich mich zurück, weil es mir schwerfiel, über meine Trunkenheitsfahrt und meine Gefühle zu sprechen. Erst nach einiger Zeit gelang es mir, mich vertrauten Menschen anzuvertrauen.

Ich begann, mich intensiv mit meinem früheren Alkoholkonsum auseinanderzusetzen. Ich las Bücher, informierte mich im Internet und tauschte mich mit Menschen aus, die ähnliche Erfahrungen gemacht hatten. Dabei erkannte ich, dass ich eine hohe Alkoholtoleranz entwickelt und meinen Konsum lange unterschätzt hatte. Anfangs vermied ich bewusst Situationen, in denen Alkohol getrunken wurde.

Besonders wichtig war für mich, die Ursachen meines Trinkverhaltens zu verstehen. Mir wurde klar, dass ich bei Stress und familiären Konflikten versucht hatte, unangenehme Gefühle mit Alkohol zu verdrängen, statt mich mit ihnen auseinanderzusetzen.

Ich machte eine ambulante Kurzzeitpsychotherapie mit insgesamt 24 Sitzungen. Dort beschäftigte ich mich intensiv mit meinen familiären Konflikten und meinem Umgang mit belastenden Gefühlen. Ich lernte, die Unterstützung meines Mannes besser wahrzunehmen, meinen Kindern mehr zu vertrauen und zu akzeptieren, dass ich nicht für die Entscheidungen anderer Menschen verantwortlich bin.

Nach und nach entwickelte ich neue Gewohnheiten und setzte mir persönliche Ziele. Ich begann, bewusster auf meine Ernährung und Gesundheit zu achten und regelmäßig Sport zu treiben. Zeitweise fuhr ich täglich etwa 30 Kilometer mit dem Fahrrad zur Arbeit. Die Bewegung an der frischen Luft half mir, Stress abzubauen und besser zu schlafen.

Außerdem begann ich, mehr Dinge für mich selbst zu unternehmen, beispielsweise allein ins Kino zu gehen oder eine Stadt zu besichtigen. Ich entdeckte, dass ich auch unabhängig von meiner Familie schöne Erfahrungen machen und zufrieden sein kann.

Heute nehme ich meine Gefühle und persönlichen Warnsignale bewusster wahr. Wenn mich etwas belastet, gehe ich joggen, schreibe meine Gedanken auf oder spreche darüber. Ich habe gelernt, meine Grenzen zu setzen und auch Nein zu sagen.

Insgesamt fühle ich mich heute ausgeglichener und mehr mit mir selbst im Reinen. Auch das Verhältnis zu meinem Mann und meiner älteren Tochter ist inzwischen deutlich entspannter. Diese Veränderungen bestärken mich in meiner Entscheidung, dauerhaft ohne Alkohol zu leben.

26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?
Seit ich keinen Alkohol mehr trinke, hat sich mein Leben in vielerlei Hinsicht positiv verändert. Ich fühle mich körperlich und emotional ausgeglichener, habe mehr Energie und bin insgesamt zufriedener mit mir selbst.

Auch gesundheitlich geht es mir deutlich besser. Ich bin seltener erkältet, schlafe besser und habe fast 15 Kilogramm abgenommen. Ich achte bewusster auf meine Ernährung und habe wieder Freude an Bewegung, am Wandern, Radfahren und Joggen. Auch für andere Hobbys wie Lesen, Kochen, Malen und Stricken nehme ich mir mehr Zeit.

Mein soziales Leben hat sich ebenfalls verändert. Ich habe inzwischen wieder an Geburtstagsfeiern teilgenommen und festgestellt, dass es niemanden stört, wenn ich nur Wasser oder Zitronenlimonade trinke. Ich brauche keinen Alkohol, um mich in Gesellschaft wohlzufühlen. Im Gegenteil: Ich bin bei Gesprächen aufmerksamer und präsenter und habe dadurch auch neue Bekanntschaften gemacht.

Mein Mann trinkt inzwischen ebenfalls wesentlich weniger Alkohol. Wenn er gelegentlich in meiner Gegenwart Wein trinkt, stört mich das nicht. Der Anblick eines Glases Rotwein erinnert mich vielmehr an meine Trunkenheitsfahrt und daran, warum ich mich für die Abstinenz entschieden habe.

Ich habe außerdem gelernt, offener über meine Gefühle zu sprechen, meine Grenzen zu erkennen und auch Nein zu sagen. Dadurch bin ich im Umgang mit meiner Familie ruhiger und geduldiger geworden. Besonders das Verhältnis zu meinem Mann und meiner älteren Tochter hat sich verbessert.

Mein Alltag ist heute strukturierter, und ich nehme mir bewusster Zeit für mich selbst. Insgesamt fühle ich mich unabhängiger, zufriedener und mehr mit mir selbst im Reinen.

27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?
Ich habe meinen Alltag und meinen Umgang mit Belastungen grundlegend verändert. Ich achte heute bewusster auf meine Gefühle, meine Gesundheit und meine persönlichen Grenzen.

Ich habe erkannt, dass ich für mein eigenes Wohlbefinden und meine Handlungen verantwortlich bin, aber nicht für das Verhalten und die Entscheidungen meiner Tochter. Ich kann sie unterstützen, muss aber akzeptieren, dass sie ihren eigenen Weg geht.

Wenn mich etwas emotional belastet, gehe ich joggen oder schreibe meine Gedanken und Gefühle auf. Das hilft mir, Abstand zu gewinnen und meine Gefühle zu ordnen. Außerdem spreche ich heute offener über meine Sorgen, statt sie zu verdrängen.

Ich halte mir auch meine Trunkenheitsfahrt und ihre Folgen bewusst vor Augen. Diese Erinnerung hilft mir, achtsam zu bleiben und meine Entscheidungen verantwortungsvoll zu treffen.

Seit meiner Abstinenz fühle ich mich gesundheitlich wesentlich besser, ausgeglichener und zufriedener. Ich möchte diese positiven Veränderungen dauerhaft beibehalten.

28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?
(mit Begründung)
Ja, ich kann mir vorstellen, dass es in schwierigen Lebenssituationen ein Rückfallrisiko geben könnte. Mir ist bewusst, dass ich wieder der Illusion verfallen könnte, dass Alkohol mir guttun oder meine Probleme leichter machen würde.

Wenn ich solche Gedanken bei mir bemerken würde, wäre das für mich ein ernstes Warnsignal. Ich würde bewusst innehalten, mich aus der belastenden Situation zurückziehen und mir klarmachen, dass Alkohol meine Probleme nicht löst, sondern neue Probleme verursachen würde. Ich weiß auch, dass ich mich nicht darauf verlassen könnte, dass es bei einem einmaligen Rückfall bleibt.

Deshalb würde ich frühzeitig mit vertrauten Menschen darüber sprechen und mir bei Bedarf erneut professionelle Unterstützung holen, bevor ich wieder zu Alkohol greife.

29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?
Seit dem 1. März 2025 lebe ich abstinent. Deshalb muss ich Alkohol und Autofahren nicht mehr voneinander trennen. Wenn mir Alkohol angeboten wird, lehne ich konsequent ab – bereits beim ersten Glas sage ich: „Nein, danke.“ Meine Entscheidung ist, dauerhaft alkoholfrei zu leben und damit jedes Risiko durch Alkohol im Straßenverkehr zu vermeiden.

30. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen?
Die Trunkenheitsfahrt war für mich ein Wendepunkt. Sie hat mir die Augen geöffnet und mir bewusst gemacht, welche Gefahr ich durch mein Verhalten für mich selbst und andere Menschen dargestellt habe. Ich bin fest entschlossen, meinen neuen Weg beizubehalten, dauerhaft abstinent zu leben und mich und andere Verkehrsteilnehmer zu schützen.
 
7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?
In der Vergangenheit habe ich überwiegend zu Hause getrunken und bin danach nicht mehr Auto gefahren. Ich kann aber nicht ausschließen, dass ich am nächsten Morgen schon einmal mit Restalkohol gefahren bin. Wie oft das vorgekommen sein könnte, kann ich nicht zuverlässig sagen.

Damals habe ich mir über Restalkohol nicht genügend Gedanken gemacht. Heute weiß ich, dass man auch am nächsten Morgen noch Alkohol im Blut haben kann und dadurch eine Gefahr für sich und andere darstellt.
Also nie, nur mit Restalkohol.

Hier wird der GA fragen, „Frau XY, sind Sie sicher ?“ oder, „Kann es nicht sein, dass Sie schon einmal mit einer ähnlich hohen Alkoholisierung
( 2,24 ‰ ! ) Auto gefahren sind ?“

Im GA wird dann stehen, dass Frau XY trotz mehrmaliger Nachfrage dabei blieb, noch nie so hoch alkoholisiert ein Kfz bewegt zu haben. Das widerspricht der gängigen Forschungslage ( Quelle ).
Insofern können die Angaben von Frau XY insgesamt als nicht glaubwürdig betrachtet werden ( s. Hypothese 0 ).

Daher ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht davon auszugehen, dass Frau XY schon erkannt hat, dass etc.
( verkürzt und vereinfacht ).
 
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