Wie gehe ich mit der Alkohol MPU vor…? Was ist der richtige Weg?

mikahasel

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Guten Tag!

es geht um den September 2024. Ich bin 24 Jahre alt und habe an diesem Abend mich mit Freunden verabredet, um 2-3 Bier zu trinken. An dem Abend kam es dazu, dass ich erfahren habe, dass meine Freundin mich betrogen hat. Ich war ein Mensch, der nie gut über Probleme und Emotionen reden konnte, wodurch es dadurch zu den erhöhten und stark erhöhten Alkoholkonsum kam.

Es war so, dass es geplant war, dass mein Auto von meiner Freundin, die mit einer Freundin im selben Ort unterwegs war zurückgefahren wird. Ich habe sie mit dem Gerücht konfrontiert und habe bis heute nie eine Antwort bekommen. Ich wurde ohne eine Antwort blockiert und konnte sie seitdem nicht mehr erreichen. Daraufhin bin ich gegen 5:00 Uhr nachts mit dem Auto nach Hause gefahren und habe einen Unfall gebaut. Dieser Unfall beinhaltet einen Sachschaden von 10.000 €.

Der Unfall kam so zu Stande, dass ich etwas von rechts habe kommen sehen, somit ruckartig nach links gelenkt habe und dadurch durch einen Baum in eine Mauer gerutscht bin. In der Nacht wurde ich von der Polizei mitgenommen und es hat sich am Blutalkoholwert von 2,10 Promille ergeben und dadurch habe ich meinen Führerschein an diesem Abend direkt verloren. Ich habe mich daraufhin für ein Jahr Abstinenz entschieden.

Ich habe viel im Internet gegoogelt und habe dies daraufhin auch durch ein Labor nachweislich festhalten lassen. In dieser Zeit habe ich auch gesehen, was ich für Freunde hatte da 90 % meiner Freunde nicht mehr für mich da waren und nichts mehr mit mir gemacht haben. Dies lag bestimmt daran, dass ich auf einmal keinen Führerschein und kein Auto mehr hatte und sie somit hätten fahren müssen. Ich habe dadurch ebenso gelernt, dass ich alleine sein kann und nicht mehr jeden Abend unterwegs sein muss. Ebenso habe ich meinen beruflichen Werdegang geändert.

Zu dem Zeitpunkt war ich Student und habe mich nach kurzem überlegen für meinen alten Job als KFZ Meister entschieden. In der genannten Nacht kam es zu diesem Alkoholkonsum dadurch, dass ich meine Emotionen unterdrücken wollte. Kurz nach dem Vorfall hab ich mich direkt einen MPU Vorbereiter gewidmet und hatte sechs Doppelstunden Sitzung mit ihm zusammen. Wir haben gemeinsamen Strategien entwickelt. Ich habe als Ausgleich zu meinem Leben regelmäßig Sport seitdem gemacht und habe mir eine feste Bezugsperson in meinen Freundeskreis gesucht, über die ich mit alles reden kann und meine Probleme und Emotionen äußern kann.

Damals war dies ganz klar das Problem, da ich durch Alkohol meine Gefühle unterdrücken wollte. Somit habe ich eine nachgewiesene Abstinenz von Oktober 2024 bis Oktober 2025. Daraufhin habe ich mich mit meinem MPU Vorbereiter für das kontrollierte Trinken entschieden. Es gibt strikte Strategien und Regeln. Diese beinhalten maximal einmal pro Monat ein bis zwei Bier, dies ebenso nur zu außergewöhnlichen Anlässen wie Firmen, Erfolge, Hochzeiten oder Weihnachten ebenso wird das hin und zurückkommen vor trinkbeginn geregelt und abgesprochen.

ich bin 24 Jahre alt und habe trotz der ganzen Situation das Beste daraus gezogen. Weißt nun wer meine wahren Freunde sind und habe meinen beruflichen Werdegang geändert, was mich sehr glücklich macht.
Im Juli diesen Jahres endet meine Sperrfrist.

Was wäre der richtige Weg für die MPU? Funktioniert eine Einjährige Abstinenz mit 6 Monaten drauffolgenden Kontrollierten Trinken?

Zur besseren Lesbarkeit, Absätze eingefügt *Nancy*
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hallo und willkommen im Forum.

Was wäre der richtige Weg für die MPU?

Die Frage ist sehr individuell und hängt von dir ab.

Funktioniert eine Einjährige Abstinenz mit 6 Monaten drauffolgenden Kontrollierten Trinken?

Das kann funktionieren. Bei der bislang bekannten Vorgeschichte halte ich das aber für sehr unwahrscheinlich. Ich sehe eher 15 Monate Abstinenznachweise mit den natürlich folgender lebenslanger abstinenter Lebensweise.

Zudem sind deine bislang bekannten Angaben unrealistisch. Der Gutachter bei der MPU wird sie deshalb als Lüge bewerten. Zum Beispiel kann sich niemand, der normalerweise 2 bis 3 Bier trinkt, aus Gefühlschaos einmalig auf 2,1 Promille hochtrinken.

Wie das kontrollierte Trinken funktioniert hast du auch noch nicht verstanden.

Aktuell sehe ich deshalb keine Chancen für dich eine MPU zu bestehen. Deine Vorbereitung hat dir offensichtlich noch nichts gebracht.

Das ist aber nur eine erste Einschätzung aus deinen bisherigen Angaben.

Es wäre schön wenn du zuächst den Profilfragebogen für Alkohol ausfüllen würdest:

https://www.mpu-vorbereitung-online.com/forum/threads/profilfragebögen.263/
 
FB Alkohol

Zur Person
Geschlecht: männlich
Größe: 185cm
Gewicht: 80kg
Alter: 24

Was ist passiert?
Datum der Auffälligkeit: September 2024
BAK: 2,10
Trinkbeginn: 20:00 Uhr (Samstag)
Trinkende: 01:30 Uhr ( Sonntag)
Uhrzeit der Blutabnahme: 2:30

Stand des Ermittlungsverfahrens
Gerade erst passiert: September 2024!
Strafbefehl schon bekommen: Ja
Dauer der Sperrfrist: 15

Führerschein
Hab ich noch: Nein
Hab ich abgegeben: Ja
Hab ich neu beantragt: Im März
Habe noch keinen gemacht:

Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut Ja/Nein: Ja
Sonstige Verstöße oder Straftaten?: 1 Punkt ( Handy am Steuer)
Genaue Fragestellung der FSSt (falls bekannt):

Bundesland: NRW


Konsum
Ich trinke noch Alkohol, wenn ja wie oft wieviel: maximal 1mal im Monat 1-2 0,33 Bier
Ich lebe abstinent seit: 10.2024-10.2025

Abstinenznachweis
Haaranalyse ja/nein: Ja 10.2024-10.2025
Urinscreening ja/nein: nein
PEth-Analytik ja/nein: nein
Keinen Plan?:

Leberwerte ja/nein seit wann, wieviele: Normbereich, alles gut

Aufarbeitung
Suchtberatungsstelle aufgesucht?: Nein
Selbsthilfegruppe (SHG): Nein
Psychologe/Verkehrspsychologe: Ja
Kurs für verkehrsauffällige Autofahrer: Nein
Ambulante/stationäre Therapie: Nein
Keine Ahnung:

MPU
Datum: Nach Besuch Führerscheinstelle vermutlich im Mai
Welche Stelle (MPI): Beim Labor Haarproben machen lassen
Schon bezahlt?: Nein
Schon eine MPU gehabt? Nein
Wer hat das Gutachten gesehen?: Nein
Was steht auf der letzten Seite (Beantwortung der Fragestellung)?:

Altlasten
Bereits durch Alkohol auffällig geworden Punkte oder sonstige Straftaten: 1 Punkt ( Handy am Steuer)
 
Zudem sind deine bislang bekannten Angaben unrealistisch. Der Gutachter bei der MPU wird sie deshalb als Lüge bewerten. Zum Beispiel kann sich niemand, der normalerweise 2 bis 3 Bier trinkt, aus Gefühlschaos einmalig auf 2,1 Promille hochtrinken.

Habe mit 18 angefangen zu Trinken, am Anfang 2-3 Bier, dann hat sich dies mit der Zeit bis 20 Jahre erhöht auf 7-8 Bier bis zu 9-10 Bier und 1/2 Gläser Mischgetränk. (1-2 Mal am Wochenende in einem Monat (2 Trinkereignisse pro Monat))

Selber gemerkt dass ich Mischgetränke nicht vertrage -> 1/2 Filmrisse gehabt -> eigenständig die Mischgetränke bzw. Hochprozentigen Gemischt nicht mehr getrunken -> 20-22 in eine Beziehung gekommen ( in dieser Zeit selten, z.B. an Geburtstagen, Weihnachten, Hochzeiten 2-3 Bier getrunken )

So war es an dem genannten Abend auch geplant, bis es zu dem Vorfall kam. Daraufhin Emotionen unterdrücken wollen, über den Zeitraum 8-9 Bier getrunken.
 
Schön, dass du hier gelandet bist :smiley138:

Die Strategie kann funktionieren, wenn du in A3 eingeordnet werden kannst.
Lupenreine psychologische Aufarbeitung eh vorausgesetzt.

Um das zu beurteilen, fülle doch bitte den ausführlichen Fragebogen aus.
 
1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.
(Wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille)

Wie schreibe ich mal nur eine Kurzfassung an dem entsprechenden Tag im September 2024 war geplant, dass ich mit meinen Freunden 2-3 Bier trinke. An der Location. Wo wir dies vorhatten, wurde ich von einer Außenstehenden Person angesprochen und damit konfrontiert, dass meine Freundin mich betrogen hätte. Daraufhin habe ich sie dort direkt drauf angeschrieben und versucht sie telefonisch zu erreichen jedoch ohne Erfolg. Ich wurde blockiert und hatte keine Chance sie noch zu erreichen. Geplant war, dass sie mein Auto nach Hause fährt, da sie in der selben Stadt mit einer Freundin ohne Auto unterwegs war. Da ich in dem Moment mit meinen Emotionen nicht umgehen konnte und ich ein Mensch war, der sich nicht öffnen konnte, wollte ich am Ende des Abends das Auto gegen 2:00 Uhr selber nach Hause gefahren. Dabei kam es zu einem Verkehrsunfall mit mir selber. Ich bin durch einen Baum in eine Gartenmauer gerutscht.


2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)

3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?

2-2,5 Kilometer

4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?
(Ja/Nein + Begründung)

Nein, aber mein Gehirn und Verstand war von dem Alkohol so eingeschränkt, dass ich den Fehler begangen habe.

5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?

Ich hab meine Emotionen durch den Alkohol verdrängen wollen. Heute weiß ich, dass Alkohol die Probleme nur schlimmer macht und es die Situation nicht verbessert.

6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen?

Ich bin 5-6 Mal mit 2-3 Bier nach Hause gefahren, unter einen Wert wie diesen, bin ich vorher kein Auto gefahren.

7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?

Die 5-6 Mal bin ich mit 2-3 Bier nach Hause gefahren. Ich habe die Risiken somit absolut nicht einschätzen können. Daraus sehe ich, dass absolut nicht jede Trunkenheitsfahrt aufgedeckt wird und die Risiken im Verkehr umso größer sind.

Exploration

8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen?
(Allererste Erinnerung und erster Konsum)

Habe mit 17 angefangen zu Trinken. Das erste Bier zuhause mit meine Vater. Mit der Zeit 2-3 Bier im Kreisen von Freunden, dann hat sich dies mit der Zeit bis 20 Jahre erhöht auf 7-8 Bier bis zu 9-10 Bier und 1/2 Gläser Mischgetränk. (1-2 Mal am Wochenende in einem Monat (2 Trinkereignisse pro Monat))

Selber gemerkt dass ich Mischgetränke nicht vertrage -> 1/2 Filmrisse gehabt -> eigenständig die Mischgetränke bzw. Hochprozentigen Gemischt nicht mehr getrunken -> 20-22 in eine Beziehung gekommen ( in dieser Zeit selten, z.B. an Geburtstagen, Weihnachten, Hochzeiten 2-3 Bier getrunken )

9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?

Maximal in Monat an 2 von 4 Wochenenden.

Seit der Beziehung nur an Feierlichkeiten

Mit der Zeit 2-3 Bier im Kreisen von Freunden, dann hat sich dies mit der Zeit bis 20 Jahre erhöht auf 7-8 Bier bis zu 9-10 Bier und 1/2 Gläser Mischgetränk. (1-2 Mal am Wochenende in einem Monat (2 Trinkereignisse pro Monat))

Selber gemerkt dass ich Mischgetränke nicht vertrage -> 1/2 Filmrisse gehabt -> eigenständig die Mischgetränke bzw. Hochprozentigen Gemischt nicht mehr getrunken -> 20-22 in eine Beziehung gekommen ( in dieser Zeit selten, z.B. an Geburtstagen, Weihnachten, Hochzeiten 2-3 Bier getrunken )

10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

Mit der Zeit 2-3 Bier im Kreisen von Freunden, dann hat sich dies mit der Zeit bis 20 Jahre erhöht auf 7-8 Bier bis zu 9-10 Bier und 1/2 Gläser Mischgetränk. (1-2 Mal am Wochenende in einem Monat (2 Trinkereignisse pro Monat))

Selber gemerkt dass ich Mischgetränke nicht vertrage -> 1/2 Filmrisse gehabt -> eigenständig die Mischgetränke bzw. Hochprozentigen Gemischt nicht mehr getrunken -> 20-22 in eine Beziehung gekommen ( in dieser Zeit selten, z.B. an Geburtstagen, Weihnachten, Hochzeiten 2-3 Bier getrunken )

11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?

überwiegend Freunden, seit dem Alter von 20 mit meiner Freundin und ihrer oder meiner Familie

12. Warum haben Sie getrunken?
(Innere + äußere Motive)

Zu Beginn im Kreise meines Freundeskreis
Erhöhter Konsum war bei negativen Emotionen/Gefühlen bemerkbar

13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet?
(bei wenig und bei viel Alkohol)

Bei wenig ganz klar der Genuss, das Zusammensitzen mit der Familie.

Bei zu viel Alkohol Unterdrückung meiner Gefühle.


Für die User, die als Trinkmotiv eine Steigerung des eigenen Selbstbewusstseins erkannt haben (und dies bei der MPU auch so anführen), ergibt sich eine weitere Frage:

13a. Warum hat Ihnen das Erreichen des eigentlich gewünschten Effektes bei wenig Alkohol dann nicht genügt, wieso kam es zu weiterem Alkoholkonsum?
(Zum Hintergrund der Frage kann hier nachgelesen werden: KLICK)

14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?

Nein, die gab es nicht.

15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?

Es hat keine negativen Auswirkungen auf mein Leben/Umfeld/Job genommen.

16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben?
Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür.

Ja, an vereinzelnen Abenden zum Unterdrücken meiner Gefühle. (Verluste, Emotionen)

17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?

Ja, an vereinzelnen Abenden zum Unterdrücken meiner Gefühle. (Verluste, Emotionen)

Jedoch nicht bis zum Blackout, dies habe ich frühzeitig nach 1-2 Filmriss-Vorfällen gemerkt, dass ich keinen Hochprozentigen vertrage.


18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?

Nein, jedoch von 20 bis zum Vorfall sehr selte in kleinen Mengen in Kreisen der Familie.

19. In welcher Kategorie eines Alkohol trinkenden Menschen haben Sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein?
(mit Begründung)



Heute und in Zukunft

20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

Ja seit meiner 1Jährigen Abstinenz wende ich das kontrollierte Trinken an. Maximal 1 Trinkereignis im Monat mit maximal 2 0,33Bier (oder weniger).

21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?

Am 24.01.2026 auf einer Silberhochzeit, 1 Bier zum Essen.

22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?

Nein

23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?

Für den Genuss, eine Belohnung, für das Gefühl mit der Familie zusammen zu sitzen und anzustoßen.

24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?

Weil ich durch meinen begangen Fehler gemerkt habe, was Alkohol in so großen Maßen ausmacht. Ich möchte dass ich kontrolliert trinke, und nicht der zu hohe Einfluss und Wirkung von Alkohol meinen Verstand beeinträchtigt und mich komtrolliert.

25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?

Das eine Jahr Abstinenz war kein Problem. Ich habe die Zeit genutzt um die Tat aufzuarbeiten und analysieren. Der Wechsel zum kontrollierten Trinken in Absprache meines MPU Vorbereiters habe ich vorgenommen, da ich mich sicher fühle und nicht mein Leben lang abstonez leben möchte. Fühle mich mit dem kontrollierten Umgang mit Alkohol sehr wohl.

26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?

Es wird absolut toleriert, Freunde die es nicht toleriert haben habe ich ohne Probleme verlassen, da sich mein Kreis sowieso verkleinert hat und ich nur Menschen um mich haben möchte die es akzeptieren und hinter mir stehen.

27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?

Ich habe durch die Tat gelernt, was für ein Risiko und Gefahren ich dargestellt habe. Das hat mich so erschrocken. Heute gehe ich anders mit meinen Gefühlen und Emotionen um, sodass ich im Alkohol keine Wirkung mehr suche, sondern es als Genuss und Belohnung mit der Familie ansehe. Mir geht es besser damit.

28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?
(mit Begründung)

Auszuschließen kann man sowas denke ich nie, jedoch habe ich klare und gefestigt erlernte Strategien die das Risiko absolut minimieren. Heute weiß ich, wie ich in solch einer Situation handeln muss.

29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?

Autofahren und Trinken werden ganz Klar getrennt. Beim Trinken steht das Auto zuhause und man hat eine vorige Hin und Rückfahrt organisiert oder nimmt ein Taxi. Beim Auto fahren gilt absolut 0,0 Promille, da ich mich und andere Verkehrsteilnehmer nicht mehr in Gefahr bringen werde.



30. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen?
 
Zu einer guten Aufarbeitung gehört unabdingbar, dass du die Tatsachen offen und ehrlich benennst. in #1 schreibst du, dass der Unfall um 5 Uhr war, die Blutabnahme allerdings um 2:30 Uhr. Eines von beiden kann wohl nicht richtig sein.
Und nochwas, das lese ich bei vielen, die eine TF mit Unfall haben. Das Unfallgeschehen wird gern verniedlicht. Du bist mit 2,1‰ in eine Mauer "gerutscht". Naja, so glatt ist es im September bei uns meist nicht. kann es auch "gefahren" gewesen sein? Mich erstaunt es immer, dass zumindest anfanghaft geschildert wird, "man habe sich berührt", "leicht draufgerollt", "kleiner Kratzer"... Bei der MPU solltest du frei raussprchen, auch wenn es natürlich unangenehm ist. Aber diese Nacht wird Teil deines Lebens bleiben.
Und übrigens: dein 1. Satz in #1 zeugt von einem klaren Kontrollverlust. Du wolltest ja nur 2-3 Bier trinken. Das muss in der Aufarbeitung Erwähnung , wie das sonst war.
 
In die MPU-Vorbereitung begebe ich mich natürlich noch. Jedoch ist meine Frage, welcher Weg der richtige ist.
Reine Abstinenz oder 1Jahr Abstinenz mit kontrolliertem Trinken?
 
mein erster kurzer Eindruck:
Es erscheint mir rätselhaft, wie Du Dir wegen "Verluste, Emotionen" eine derartige Trinkfestigkeit erarbeitet haben solltest.
Mit 24.

Machs mir mal klar.

Falls Dich Dein Vorbereiter in eine A2 schicken will (Mißbrauch mit Notwendigkeit von zukünftiger Abstinenz, ggf aber auch kT bei absehbarer Kontrollfähigkeit), hättest Du jetzt den Entscheidungsmoment verpasst - Du hättest eine Lücke im Nachweisprogramm bei Abstinenzentscheidung.

Wofür Du Dich entscheidest, hängt immer noch von deiner Alkohol-Problemtiefe ab. Solange du die nicht erkennt, kannst Du keine nachhaltige Entscheidung treffen. Du fragst hier bissi spät an.
Rein formell wärst Du jetzt festgenagelt auf kontrolliert Trinken (begleitet und überwacht vom Fachmann), mit einem Peth-Wert zum Ende der undokumentierten kT- Phase (über 3-4 Monate nach Ende der Trinkpause, also beeilen), gefolgt von einem 6-monatigen dokumentierten kT- Zeitraum via peth.
Eine A3 wäre imho eine high-Risk-Variante bei 2,xx Promille. Ist aber nicht unmöglich - sofern es zu Deiner wirklichen Alkohol-Problemtiefe passt.

Um das einschätzen zu können, bräuchte ich etwas mehr Futter (siehe Frage oben).
 
wer bei über 2 Promille noch Auto fahren kann hat sicher mehr als 2 mal im Monat getrunken
Stichwort trinkfestigkeit

Abstinenz bedeutet keinen Alkohol du hast jedoch im Januar Alkohol konsumiert - der Anlass spielt erst mal keine Rolle.

Deine Ausführungen Alkohol als Belohnung trinken zu wollen : Ganz dünnes Eis !

Und überhaupt muss an die Motive innere und äußere sehr viel mehr „Fleisch“ aber du sagtest ja das du „dran“ bist
Wegen Emotionen ist zu w
 
Es erscheint mir rätselhaft, wie Du Dir wegen "Verluste, Emotionen" eine derartige Trinkfestigkeit erarbeitet haben solltest.
Auf einer Sprachebene erklärt, die ich selbstverständlich nicht in der MPU anwende.

Von 17/18-20 (heisst 2/3 Jahre) haben wir mit Freunden 1-2Mal im Monat am Wochenende einfach getrunken. Da gabs auch keinen Grund zu. Auch über ein gesundes Maß hinaus.

Gefühle unterdrücken ist der „Grund“ hinter noch einen erhöhteren Alkohol trinken gewesen. Ich konnte nie über Probleme reden, habe alles mit mir selbst ausgemacht. Zum Beispiel beim Todesfall innerhalb der Familie. Ich war stark für alle, war für alle da, als alles „erledigt wurde“ habe ich mich mit Freunden getroffen und habe einfach vie zu viel getrunken, um diese Probleme zu vergessen (ganz Falsche Idee das weiß ich). Dadurch die Alkoholgewöhnung…

Durch meine Beziehung sehr selten nur noch getrunken, und wenn dann mit meiner Freundin und Familie. Sehr selten mit meinen Freunden und wenn dann habe ich dort nicht mehr getrunken, als im Kreise der Familie.

An dem Abend habe ich erfahren dass meine Freundin mich betrogen hat. Ich wollte diesen Schmerz nicht fühlen und habe zu viel getrunken.

(Ich habe kontrolliert getrunken ja, 3 bier in 3 monaten (war trotzdem bei der Haarentnahme im Januar und die fiel negativ aus) Heißt theoretisch hätte ich eine volle 15 Monatige Abstinenz gerade.

Meine Frage ist einfach ob ich ehrlich bin und sage 12 Monate Abstinenz mit folgenden (wenn so weit ist für die MPU) 6 monate festgehaltenen kontrollierten trinken, oder ob ich reine abstinenz mache (was aber gelogen wäre weil ich nicht die nächsten 50 Jahre komplett abstinenz leben will, genauso wenig aber auch wieder unter so einen promillewert zu stehen) (möglichkeit besteht aber da haaranalyse negativ war, und ja zerifiziertes labor, nach ctu kriterien alles offiziell)
 
Da gabs auch keinen Grund zu.
spätestens bei DER Aussage wird der Gutachter einen Merker bei sich setzen: "hat sich möglicherweise nicht ausreichend mit seinem Alkoholkonsum auseinandergesetzt" und sehr skeptisch ggü deinen weiteren "Begründungen" sein.

Ist komplett dumm
zählt für den Gutachter nur, wenn du einen diagnostizierten IQ unter 79 hast.

Meine Frage von oben hast Du übrigens immer noch nicht beantwortet. Deine "Eindringtiefe" hinsichtlich der Alkoholproblematik ist noch nahe null.
 
Ich frage mich, was du 12h mit deinem „Vorbereiter“ gemacht hast.
Es tut mir Leid, aber deine Aufarbeitung ist nicht vorhanden.

Und auch ich würde so keine Hypotheseneinordnung wagen wollen.
 
Ich frage mich, was du 12h mit deinem „Vorbereiter“ gemacht hast.
Es tut mir Leid, aber deine Aufarbeitung ist nicht vorhanden.

Und auch ich würde so keine Hypotheseneinordnung wagen wollen.
Ich weiß doch ganz genau dass ich meine Probleme im Alkohol vergessen wollte und verdrängen wollte. Das ist doch das Motiv für den hohen Alkoholkonsum?
 
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