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Negativ Gutachten verkehrs-/strafrechtliche Bestimmungen verstoßen wird

Erst einmal: Schön, dass du hier gelandet bist :smiley138:

Fangen wir mal mit dem negativen Gutachten an, das wirklich sehr gut geschrieben ist.
Zu deiner Verdeutlichung, nicht, um dich zu ärgern, okay ?

Uns geht es hier ausschließlich darum, dass ihr die MPU besteht.
Das GA ist nicht nur so geschrieben, dass du nicht bestanden hast, sondern rennend mit Pauken und Trompeten in den Abgrund gerannt.
Ich halte es im Moment für dich als aussichtslos, in naher Zukunft, eine positive Prognose zu bekommen.
Du benötigst mindestens ein Jahr, um deine persönlichen Anteile aus deiner Biographie zu erkennen, zu verinnerlichen, sinnvolle Vermeidungsstrategien zu entwickeln und danach zu erproben.

Dringend solltest du dir fachkompetente Beratung suchen, und zwar nicht, um „…einen Schein zu bekommen.“
Das setzt aber voraus, dass du wirklich erkennst, dass du dermaßen unter sehr tief verankerter, dazu sehr lange schon bestehenden Änderungsrenitenz leidest, das du dir fachliche Hilfe holen solltest.
Und zwar nicht für eine MPU, sondern dein Leben !

Diese Hürde zu überwinden, wird dich alleine schon sehr viel Kraft kosten.

Den FB lasse ich unkommentiert.
Der ist leider genauso oberflächlich, von „man“ und vielen wie die letzte negative MPU.

Warum nicht ? 2Tipps gebe ich dir:
1. An eine unbeschwerte „glückliche“ Kindheit glaube ich persönlich nicht. Da spricht die Wissenschaft, Statistik glasklar gegen. Wenn dem aber so war, gibt es sehr gute Gründe, Motive und Handlungen.
Dieses müsstest du aber sehr gut erkannt haben und benennen können
2. Die Scheidung als „Auslöser“ zu nennen, kann doch nicht sein, oder ?

1. Hat der Proband die schwere und das Ausmaß seines früheren Fehlverhaltens im Verkehr erkannt?
Leider Nein.
2. Hat sich der Proband mit den Ursachen seines früheren Fehlverhaltens auseinandergesetzt?
Leider nein.
3. Hat der Proband den glaubhaften, nachvollziehbaren Entschluss gefasst, etwas grundlegend zu ändern?
Leider nein.
4. Gibt es genügend Hinweise darauf, dass es dem Probanden auf Dauer gelingen wird?
Leider nein.

Aber nicht verzweifeln, wir begleiten dich wirklich sehr gerne durch den Prozess
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für das Kommentar. Ich hatte eine super Kindheit und als Jugendlicher war ich in falschen Kreisen drin und wollte dabei sein bzw. dazu gehören. Im Jahr 2003 war meine letzte Auffälligkeit und habe im Jahr 2014 die MPU gemacht und bestanden und im Jahr 2016 -2018 war die Trennung und deshalb nenne ich das Auslöser, weil ab da an fingen die Auffälligkeiten wieder an. Demnach liegt es doch meiner Meinung nach an der Trennung, die ich nicht bewältigen konnte (war 13 Jahre straffrei).
 
war ich in falschen Kreisen drin und wollte dabei sein bzw. dazu gehören.
lass uns doch mal dieses Bedürfnis genauer anschauen... was genau war "interessant" für dich an diesen Kreisen?
Hinter jedem "wollen" steckt ein Bedürfnis...

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Weiterhin:
war die Trennung und deshalb nenne ich das Auslöser,
was hat die Trennung mit dir gemacht? (Emotionen sind gesucht)

fingen die Auffälligkeiten wieder an.
"wieder"...
Was war damals der Auslöser? (Emotionen sind gesucht)
 
Als ich in der Clique war, waren wir cool und wurden von anderen respektiert. Wir waren die Macher, die sich nichts gefallen ließen. Ich habe dort Bestätigung und Anerkennung erhalten, von den Freunden und den Frauen, denen ich auch imponieren wollte. Ich habe mich groß und mächtig gefühlt und wurde von allen gemocht und das ist ein tolles Gefühl.

Die Trennung war der Auslöser, aber nicht die Ursache dafür, dass mein bisheriges Verhalten komplett aus dem Ruder lief. Ich hatte überhaupt nichts mehr im Griff. Es hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen. Ich wollte mich nicht damit auseinandersetzen, weil der Stress und der Druck viel zu viel für mich waren. Ich hatte kein Ventil mehr – oder vielleicht hatte ich es auch nie. Und dann habe ich mir Glück, Bestätigung und Anerkennung bei anderen Frauen oder Leuten erzwingen wollen. Ich mochte es, wenn man mich mochte, weil ich mich so gedemütigt und voller Scham gefühlt habe. Es war einfach viel leichter, kurzfristiges Glück zu erzwingen, als mich mit der Trennung zu beschäftigen.


So, jetzt habe ich mich endlich getraut, über meine Gefühle zu sprechen. Das fällt mir nämlich sehr schwer. Es hört sich total krass an, wenn man das so sagt.
 
das machst Du gut...

Lass uns mal weiterschauen: Ein Bedürfnis entsteht dann, wenn man von was zu wenig hat..
und wurden von anderen respektiert. Wir waren die Macher, die sich nichts gefallen ließen
Wie wurden denn ganz früher, Kindheit und so, Deine Bedürfnisse berücksichtigt? Gabs Anerkennung dann, wenn du besonders brav warst, Dir viel gefallen hast lassen? Hast Du Dir oft Sorgen um Deine Ma gemacht / machen müssen?
(das sind so Sachen, die jetzt in einer MPU nicht unbedingt angesprochen werden müssen.. es geht um Erkenntnisgewinn - und auf Nachfrage hättest Du dann auch Inhalte...)

Es hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen.
Für welche Gefühle genau ist das eine Umschreibung?



Glück, Bestätigung und Anerkennung (...) erzwingen wollen. Das Bedürfnis, gemocht zu werden.
Sorry, da sehe ich massive Grundbedürfnisse, die möglicherweise irgendwann mal zu kurz kamen..

gedemütigt und voller Scham
dahinter verbirgt sich oft ein "nicht gut genug sein / nicht genügen" ... und wenn solche Impulsspitzen sehr hoch schießen, liegen die Ursachen nahezu immer in Kindheitserfahrungen (angetriggertes uraltes Panikerleben). Versuch da mal, bisschen aufzumachen... vllt ist die "tolle Kindheit" ein bislang noch wichtiger Verdrängungsprozess*? Falls ja, müsste man vllt dort beginnen, wenn was wirklich Neues im Leben passieren soll. Ab jetzt, für alle Zukunft.

Ich möchte dazu einladen, "Austicken" als Lösungsversuch zu würdigen (ja, würdigen!) ...
Dann wäre aber spannend, wofür genau der bislang in Deinem Leben so wichtig war.

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* ebenfalls zu würdigen!
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kann sagen, dass ich eine tolle Kindheit hatte. Ich war mindestens dreimal im Jahr im Urlaub, habe viel von der Welt gesehen und musste mir Anerkennung zu Hause verdienen, beispielsweise durch gute Noten in der Schule oder indem ich im Haushalt half. Wir haben als Familie sehr viel unternommen und ich musste mir um meine Eltern nie Sorgen machen, außer wenn ich Mist gebaut habe, beispielsweise durch Alkohol am Steuer oder wenn ich andere körperlich verletzt habe. Da waren meine Eltern sehr enttäuscht von mir, sie haben sogar geweint und sich gefragt, warum ich so geworden bin. Natürlich war ich dann auch sehr traurig, weil meine Eltern traurig waren, aber schon nach kurzer Zeit war wieder alles in Ordnung.

Es hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen. Ich habe mich geschämt und mich überhaupt nicht mehr wie der Macher gefühlt, sondern eher wie der kleine Versager der es nicht geschafft hat.
 
und sich gefragt, warum ich so geworden bin.
oh... Du hast Deine Eltern also.. "enttäuscht"? (spür mal nach)

mindestens dreimal im Jahr im Urlaub, habe viel von der Welt gesehen
das ist definitiv nichts, was ein Kind wirklich braucht....

musste mir Anerkennung zu Hause verdienen, beispielsweise...
ein Kind braucht stattdessen bedingungsloses Angenommensein, ohne dafür irgendeine besondere Leistung zu erbringen ...


An dieser Stelle nochmal Deine späteren Bedürfnisse:
respektiert. Wir waren die Macher, die sich nichts gefallen ließen.
habe ich mir Glück, Bestätigung und Anerkennung bei anderen Frauen oder Leuten erzwingen wollen. Ich mochte es, wenn man mich mochte, weil ich mich so gedemütigt und voller Scham gefühlt habe.

Wie anerkannt warst Du denn so als Kind, wenn Du dir mal nichts hast gefallen lassen -
hast Du denn Deine Eltern vllt.. enttäuscht?
Was kam da auf? Vllt sowas wie.... Schuld? Beschämung?*

Vllt ist das alles nur Bullshit, ich lasse es trotzdem mal stehen...
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*sowas könnte sogar zuweilen hochschießen bis zu einem Gefühl, es nicht verdient zu haben, leben zu dürfen
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kann sagen, dass ich von beiden Elternteilen Liebe erfahren habe. Ich war gerne zu Hause, wurde bedingungslos angenommen und meine Bedürfnisse und Wünsche wurden berücksichtigt. Egal, wie weit ich zurückblicke, ich kann nichts Negatives über zu Hause oder die Kindheit erzählen. Ich wurde nie geschlagen oder verbal angeschrien, höchstens gab es kleinere Diskussionen.
 
ok, vllt wars nur bullshit, aber eine Frage habe ich noch:
was macht es mit Dir, wenn sich Deine Eltern fragen, "warum Du so geworden bist".
 
Hm, so jetzt noch einmal: Ja, meine Eltern haben Wert darauf gelegt, dass meine schulische Laufbahn und Ausbildung vernünftig verläuft. Ja, auch meine Eltern sind in hohen Positionen. Man hat das wohl insgeheim auch von mir verlangt. Gute Noten wurden mit Geld belohnt, schlechte wurden mir abgezogen.
 
ok, danke für Deine Geduld :)

Ich halte mich jetzt auch bisschen zurück mit sowas,
nur noch soviel dazu:
"Austicken" ist immer ein Lösungsversuch. Es gibt Energie, um aus einer Lähmung kurz davor rauszukommen. Je heftiger das Austicken, desto gravierender die Lähmung (gefühlt, innerlich) kurz davor. Da genügen Sekundenbruchteile. Das Austicken ist nicht das Problem* - aber die Lähmung davor. Dort würde es langgehen, wenn es nachhaltig was werden soll. Voraussetzung dazu wäre die Möglichkeit, mit diesen Emotionen gut in Kontakt zu kommen. Aber eine Unterstützung diesbezüglich können wir hier auf dieser Bühne nicht leisten...

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*Lösungsversuche wegzumachen ist ne blöde Idee - weil das zugrundeliegende Problem trotzdem bleibt. Dann hast Du ein Problem ohne Lösungsversuch - sowas hat einen einen hohen Preis. Arbeite an den Ursachen, nicht an den Lösungsversuchen.
 
und wie gehts jetzt weiter ?

Wenn ich merke, dass sich diese Lähmung in Form von Nervosität oder Gedanken breitmacht, halte ich bewusst inne und suche mir praktisch einen anderen Weg, um das Problem oder den Reiz zu unterdrücken. Ich weiß, dass er da ist, handele aber mittlerweile überlegt.
 
Zuletzt bearbeitet:
gute Frage..
ich persönlich halte es für unsinnig, am Symptom zu arbeiten.
Immer noch mit der Option, dass ich schlicht Bullshit erzähle:

das hier hat sich festgekrallt bei mir:
musste mir Anerkennung zu Hause verdienen, beispielsweise durch gute Noten in der Schule oder indem ich im Haushalt half.
wurde bedingungslos angenommen

eins von beidem kann nicht stimmen. Jetzt kommt bisschen meine Erfahrungswelt aus dem klinischen Kontext in die Quere: wenn in Komplextrauma-Abteilungen Menschen ihre Eltern überhöhen, sie in perfekten Farben malen (obwohl sie in der Klinik sind, also irgendwas grundlegend falsch läuft in ihrem Leben), dann hat mans in der Regel mit "täterloyalen Anteilen*" zu tun, die da so beschönigen. Dahinter steckt ein Verteidigungsmechanismus, der vor massivem Schmerz schützt. Das Stockholm-Syndrom* funktioniert ähnlich. Solange die noch im Vordergrund stehen, ist Entwicklung nicht möglich.
Ja, möglicherweise hat das alles mit Dir gar nichts zu tun - aber meine Alarmglocken haben halt angeschlagen....

Zugang zur "erlebten Wirklichkeit" bekommst Du am ehesten, wenn Du es Dir erlauben kannst, die Emotionen ganz kurz VOR dem Austicken klar und bewusst wahrzunehmen... und voller Stärke. Dort ginge es dann weiter. Ich hätte ein gutes Gefühl, wenn Du mal einen "Komplex-trauma"- erfahrenen Therapeuten kontaktierst (und NUR den).

Aber, wie gesagt: nur mein Gefühl. Kann natürlich auch Bullshit sein.

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* gerne googeln
 
Ja, ich denke, dass wir das Thema „Eltern” überspringen sollten. Ich habe damals meine Entscheidungen selbst getroffen.
 
"Austicken" ist keine Entscheidung! Entscheidungen erfolgen bewusst, vorsätzlich, geplant. Ich würde vermuten, das Austicken "ist dir eher passiert". Das war keine bewusste Entscheidung.

Mist.. ich hatte versprochen, die Klappe zu halten - Kontrollverlust! :smiley1659:
 
Ja, die Kontrolle zu verlieren, passiert schon mal. Damit mir das nicht passiert oder ich merke, dass es passieren könnte, spreche ich darüber oder denke nach, bevor ich handle. Das war damals halt nicht der Fall, da habe ich mich von meinen Gefühlen und Emotionen leiten lassen. Kurzschlussreaktion. Ich habe gelernt, das zu kontrollieren. Leider fehlten mir die richtigen Worte in der MPU bzw. ich wollte alles mit Logik erklären und habe nicht über die Zeit gesprochen, in der ich jung war. Ich bin hier, um Unterstützung und andere Sichtweisen zu erhalten, wie man Gefühle eventuell besser beschreiben kann, damit ich die MPU das nächste Mal bestehe. Ich stehe momentan sehr unter hohem Druck, weil es ohne Arbeit wirklich schwer ist und ich dadurch Existenzängste habe. Trotzdem bleibe ich am Ball, bewerbe mich und stecke den Kopf nicht in den Sand. Und ich habe mich hier angemeldet. Ich finde auch, dass du gute Ansätze hast. Ich habe z. B. gestern noch mehr über meine Jugend reflektiert und möchte das hier gerne weiterführen, wenn das ok ist.
 
Ich habe gelernt, das zu kontrollieren.
auf welche Weise genau schaffst Du es, Kurzschlussreaktionen zu "kontrollieren"? Kurzschlussreaktionen sind ja genau dadurch definiert, dass sie sich einer bewussten Kontrolle entziehen^^
Cave: der Gutachter will keine theoretischen Überschriften (Blubberblasen, Gesülze), sondern Inhalte aus dem echten Leben...

andere Sichtweisen zu erhalten, wie man Gefühle eventuell besser beschreiben kann
es würde damit beginnen, sie bewusst zu spüren, mit ihnen ganz in Kontakt zu gehen - dann weisst Du, wie Du sie beschreiben kannst. Aus eigener Erfahrung. Es gibt niemandem, der Dir das sagen kann, dem musst Du dich schon selbst öffnen. Der Gutachter merkt, ob Du ihm eine theoretische Abhandlung vorträgst (Geblubber) oder eigenes Erleben schilderst.
(Cave: nicht mit dem Ausrasten arbeiten, sondern mit dem kurz davor!)
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo @Lupsky ich kann dein Ziel die MPU zu bestehen gut verstehen (habe ich ja auch), aber ich kann nur von mir berichten, dass die Konzentration auf mein ICH (ohne den Gedanken an den FS) mich dazu geführt hat, die ersten wirklich wichtigen Schritte einzuleiten: mit meinem Therapeuten meine Kindheitserfahrungen aufzuräumen! Sie sind zumindest bei mir die eigentliche Ursache für bestimmtes Verhalten. Die Anregungen dazu habe ich auch hier bekommen, ich denke aber die diesbezügliche, eigentliche Arbeit kann weder mit einem VP noch online erfolgen.
Was nützt es mir, an den Sympthomen herumzueiern?
Ich bin davon überzeugt, dass ich nach dieser (hoffentlich erfolgreichen) Aufarbeitung ohne FS-Bezug bessere Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben habe und die MPU dann (neben den anderen Voraussetzungen usw.) quasi im vorbeigehen mitkommt (ich will damit nicht sagen, dass ich das unterschätze; bitte nicht falsch verstehen)

BTW was mir neu war oder ist: mein Therapeut sagte mir, dass Kinder sehr gut darin sind, Dinge zu verdrängen, zu überlagern, sich mit etwas anderen abzulenken, so dass das Eigentliche nicht mehr zu Tage tritt. Diese Fähigkeit verliert der Mensch aber mit dem Älter werden.

Wie gesagt: ich habe dies nur als Anregung geschrieben - ob der Weg für dich richtig und zielführend ist, kann ich als Laie nicht beurteilen
 
Ich arbeite schon länger an dem Thema Impulsivität, Kurzschlussreaktion usw. In der Arbeit, wo ich sie noch hatte, kam ein Mitarbeiter in mein Büro und sagte mir, dass er 10.000 Teile Schrott produziert hat. Früher hätte ich impulsiv gehandelt und Sachen gesagt wie: „Oh Mann, wieso den das schon wieder? Kannst du den nicht aufpassen?” oder ich wäre lauter geworden. Heute stoppe ich mich sofort, wenn ich den Drang verspüre, unüberlegt loszureden. Ich halte erstmal inne und denke dann nach, warum das passieren konnte. Wir setzen uns zusammen und reden, was den Fehler verursacht hat. Und siehe da, der Mitarbeiter war zufrieden und ich auch, weil wir darüber in einem ruhigen Ton gesprochen haben und zum Entschluss gekommen sind, dass er jetzt eine extragroße Lupe bekommt, weil er den Span in dem Bauteil einfach nicht gesehen hat.


Kurz gesagt:

Es ist eine Vorgehensweise bei Gefühlen und Emotionen, den Reiz, etwas sagen zu wollen, umzuwandeln.

Bewusst innehalten, um nicht impulsiv zu handeln.

Dann treffe ich eine klare, bewusste Entscheidung, ohne Gefühle und Emotionen.

Ergebnis: Ich habe nicht impulsiv gehandelt, sondern ruhig und überlegt.

Ein anderes Beispiel ist das Radfahren, wenn mich ein Auto schneidet, was hier bei mir öfters vorkommt, weil es hier sehr viele Landwege gibt.



Im letzten Jahr habe ich dann sofort „Du Penner” geschrien (Impuls ohne zu überlegen, Reiz nicht wahrgenommen).


Heute sage ich mir selbst, sobald ich merke, dass ich losbrüllen will, weil die Wut hochkommt, dass ich schon im Unterbewusstsein handle. Ich halte inne, akzeptiere das Gefühl oder den Reiz und denke mir: „Vielleicht hat der Autofahrer einen schlechten Tag oder keine vernünftige Strategie, um Stress abzubauen.” Dann fahre ich einfach weiter mit dem Rad und konzentriere mich wieder auf die Fahrt.
 
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