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Bevorstehende MPU

schadschu

Neuer Benutzer
Hallo liebe Diskussionsteilnehmer,

mein Name ist Bernhard und es steht mir eine MPU wegen eine widerholten Alkoholfahrt bevor. Unten habe ich mal den Fragebogen ausgefüllt. Ich freue mich auf Eure Kommentare und bin schon sehr gespannt darauf.

Danke, Bernhard


1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.

Am 4. Februar 2017 traf ich mich mit meinem Neffen Sebastian und dessen Lebensgefährtin Simone in der Wohnung meiner Mutter in deren Wohnung in Fürth um ca. 12.00 h zum Mittagessen. Es gab einen Cocktail zum Aperitif und Bier zum Essen. Das Essen dauerte bis etwa 13.30 h. Danach beschlossen wir, in meine Wohnung zu fahren, um dann mit meinem Hund in den Pegnitzauen spazieren zu gehen.

2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?

1 Cocktail, 1 Bier und vermutlich Restalkohol vom Vorabend.

3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?

Ich fuhr ca. 2 km bei einer Gesamtstrecke von 7 bis 8 km.

4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?

Ja, ich fühlte mich nicht betrunken.

5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?

Gar nicht. S. Pkt. 4

6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen?

Ja

7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?

Mehrere Male. Aus heutiger Sicht beurteile ich mein Verhalten als verantwortungslos. Ich habe sehr viel Glück gehabt, dass ich nie jemanden verletzt habe.

Exploration

8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen?

Den ersten Kontakt mit Alkohol hatte ich als Kind, meinen ersten Konsum mit 11 Jahren.

9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?

Nein, ich habe unregelmäßig in hohen Mengen Alkohol getrunken. In den letzten Jahren seit meiner Alkoholfahrt lebe ich Abstinenz.

10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

2,5 bis 3 Liter Bier oder Wein in entsprechender Menge an 2 bis 3 Tagen pro Woche.

11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?

Zuhause alleine und mit einem Freund in Lokalen.

12. Warum haben Sie getrunken?
(Innere + äußere Motive)

Berufliche Überlastung und Frust, Einsamkeit nach dem Zerbrechen mehrerer Beziehungen, Schlafstörungen.

13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet?

Bei wenig Alkohol habe ich einen Kontrollverlust bezüglich der Trinkmenge, bei weiterem Alkoholkonsum verspürte ich ein starkes Schlafbedürfnis.

Für die User, die als Trinkmotiv eine Steigerung des eigenen Selbstbewusstseins erkannt haben (und dies bei der MPU auch so anführen), ergibt sich eine weitere Frage:

13a. Warum hat Ihnen das Erreichen des eigentlich gewünschten Effektes bei wenig Alkohol dann nicht genügt, wieso kam es zu weiterem Alkoholkonsum?
(Zum Hintergrund der Frage kann hier nachgelesen werden: KLICK)

14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?

Ja, von Arbeitskollegen. Meine Reaktion war abwiegelnd, für mich persönlich habe ich keine Konsequenzen gezogen.

15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?

Ich war konflikt- und beziehunsunfähig. Jede Kritik betrachtete ich als persönlichen Angriff. Noch mehr Einsamkeit. Ein persönliches Umfeld war kaum vorhanden außerhalb der Familie.

16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben?
Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür.

Ja, während der Endphase meiner Schulzeit, Bundeswehr und danach bis 1992. Die Ursachen waren Leistungsdruck, Versagensangst in der Schule, Frustration bei der BW, Schlafstörungen. Ich habe mich täglich müde getrunken.

17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?

Ja.

18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?

Ja, von 1992 bis 2009.

19. In welcher Kategorie eines Alkohol trinkenden Menschen haben Sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein?
(mit Begründung)

Ich betrachtete mich als alkoholabhängig. Rückblickend sehe ich mich als alkoholgefährdet. Der Verzicht auf Alkohol bereitet mir keine körperlichen oder psychischen Entzugserscheinungen. Seit dem Entzug meiner Fahrerlaubnis 2017 konsumiere ich keinen Alkohol mehr.

Heute und in Zukunft

20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?

Nein.

21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?

4. Februar 2017

22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?

Nein

23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?

Ich trinke keinen Alkohol, weil ich erkannt habe, dass ich keine Kontrolle über meinen Konsum hätte. Zudem geht es mir psychisch und physisch ohne Konsum besser. Meine Problem- und Konfliktbewältigung hat sich gesteigert, ich gehe aufgeschlossener auf meine Umwelt zu, mein soziales Leben hat sich verbessert.

24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?

Ich habe mich im Konsum eingerichtet und wollte mich unterbewusst umbringen. Ausserdem war ich asozial und es war mir gleichgültig, was meine Umwelt über mich dachte. Das war sehr bequem und machte mich vermeintlich unangreifbar.

25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?

Anfangs war es in erster Linie die Wiedererlangung meines Führerscheins. Bald bemerkte (und erinnerte) ich die positiven Folgen meines Alkoholverzichts. Z.B. interessierte mich plötzlich wieder, dass meine Wohnung ordentlich ist. Meinem Äußeren widmete ich erhöht Aufmerksamkeit, ich habe alte Kontakte wiederbelebt.

26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?

Das Verhältnis zu Familie, Umfeld und für mich hat sich sehr positiv entwickelt. Insgesamt empfinde ich wieder Lebensfreude. S. a. Pkt. 23 bis 25.

27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?

Indem ich mir die positiven Aspekte meiner Verhaltensänderung immer wieder bewusst mache. Indem ich meinen "inneren Schweinehund" immer wieder überwinde und z. B. unangenehme oder ungeliebte Aufgaben und Anforderungen zeitnah erledigen bzw. erfüllen. In gefährdenden Situationen wende ich nützliche Übungen, z. B. Entspannungsübungen, körperlich bewegen oder mit dem Hund spazieren gehen und spielen.

28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?
(mit Begründung)

Gegenwärtig nicht da ich mit meiner derzeitigen Situation ausgesprochen zufrieden bin. Dennoch können Umstände eintreten, die als Trinkmotiv erscheinen könnten. Dem versuche ich mit wirksamen, regelmäßigen Maßnahmen vorzubeugen. Tägliche Entspannungsübungen, Spaziergänge, Sport, Weiterbildung in der VH.

29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?

Totale Abstinenz.

30. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen?

Ich habe gelernt, dass ich selbst nach jahrelanger Abstinenz anfällig für einen Rückfall war (und bin). In den vergangenen Jahren habe ich bei ersten Anzeichen mehrfach eine stationäre psychosomatische Therapie absolviert. Das hat mich immer für lange Zeit stabilisiert.
 
FB Alkohol

Zur Person
Geschlecht: m
Größe: 162 cm
Gewicht: 49 kg
Alter: 66

Was ist passiert?
Datum der Auffälligkeit: 04.02.2017
BAK: 1,25‰
Trinkbeginn: mittags ca. 12.00 h
Trinkende: ca. 13.30 h
Uhrzeit der Blutabnahme: ca. 15.00 h

Stand des Ermittlungsverfahrens
Gerade erst passiert:
Strafbefehl schon bekommen: ja
Dauer der Sperrfrist: 2 Jahre

Führerschein
Hab ich noch: nein
Hab ich abgegeben: ja
Hab ich neu beantragt: ja
Habe noch keinen gemacht:

Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut Ja/Nein: nein
Sonstige Verstöße oder Straftaten?:
Genaue Fragestellung der FSSt (falls bekannt):

Bundesland: Bayern


Konsum
Ich trinke noch Alkohol, wenn ja wie oft wieviel:
Ich lebe abstinent seit: 04.02.2017

Abstinenznachweis
Haaranalyse ja/nein: nein
Urinscreening ja/nein: nein
PEth-Analytik ja/nein: nein
Keinen Plan?:

Leberwerte ja/nein seit wann, wieviele: Ja, diverse Ärzte, 4

Aufarbeitung
Suchtberatungsstelle aufgesucht?: nein
Selbsthilfegruppe (SHG): nein
Psychologe/Verkehrspsychologe:
Kurs für verkehrsauffällige Autofahrer: nein
Ambulante/stationäre Therapie: Psycholsomatik, Psychiatrie
Keine Ahnung:

MPU
Datum:
Welche Stelle (MPI): IBBK
Schon bezahlt?: nein
Schon eine MPU gehabt? Nein
Wer hat das Gutachten gesehen?:
Was steht auf der letzten Seite (Beantwortung der Fragestellung)?:

Altlasten
Bereits durch Alkohol auffällig geworden Punkte oder sonstige Straftaten: Ja
 
Du nennst keine MPU-Fragestellung und nur eine konkrete Alkoholfahrt mit 1,25 Promille, offensichtlich mit einem PKW.

Zudem schreibst du in Frage 6 von mehreren nachgewiesenen Alkoholfahrten. Wann waren die und wie hoch war die Promillehöhe jeweils?

Bist du sicher überhaupt eine MPU machen zu müssen?
 
Du bist doch hier, weil du Hilfe suchst, richtig?
Dann reiß dich bitte mal zusammen und arbeite mit, und lass dir nicht alles aus der Nase ziehen.

Wenn du keine Lust dazu hast, haben wir auch keine
 
Aber zu ungenau.
Wie hoch war denn deine BAK in 2015?
Was genau ist damals vorgefallen?
Da auch diese TF Bestandteil deiner MPU sein wird, musst du auch auf diese im Fragebogen eingehen.
 
Das ist eine gute Idee !
Weißt du, dass ein Labor zertifiziert sein muss ?

Und wenn du Hilfe bei der Aufarbeitung möchtest, helfen wir dir sehr gerne.
Dann können wir auch genau klären, warum deine Aufarbeitung noch „hakt“, also ehrlicherweise noch nicht vorhanden ist.
 
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