Guten Morgen zusammen,
habe nach 10 Tagen Messe letzte Woche Montag meinen Führerschein abgeholt. Behalte es trotzdem bei, dass ich mit dem Rad (10 km ein Weg) an den Bahnhof fahre um ins Büro zu kommen. 20 km Bewegung am Tag auch für meine Diabetes hervorragend.
Ich möchte euch noch eine kurze Rückmeldung zu meiner MPU bei der Avus geben.
Los ging es mit dem psychologischen Gespräch. Gutachterin war sehr nett und es entwickelte sich ein Gespräch, bei dem die Zeit rasend schnell verging. Der Inhalt war wie hier beim Fragebogen., beginnend mit der Frage, Sie wissen, warum Sie heute hier sind? Etwas spezieller war, dass die Gutachterin darauf eingegangen ist, dass ich mit dem Rad gefahren bin. Frage: sind Sie schon einmal mit einem solchen Promillewert mit dem Rad unterwegs gewesen. Antwort: Ja.
Ob ich auch schon mit dem Auto alkoholisiert unterwegs war: Antwort: Ja aber nicht in diesen Promillebereichen. Wenn ich nach der Trunkenheitsfahrt am nächsten Tag einkaufen gefahren wäre, hätte ich einen Restalkoholwert von knapp 1 Promille gehabt.
Wie schon gesagt, die anderen Fragen waren entsprechend den Fragen im Fragebogen. Allerdings ist eine Beantwortung in dem Umfang wie hier auf Grund der Zeitbegrenzung nicht möglich. Die Gutachterin merkt aber auch, ob man nur "irgendetwas" erzählt oder wirklich gelebtes/erlebtes. Im Gutachten stand auch, dass ich offen war.
Bei der Frage nach dem Grund für Abstinenz habe ich angegeben, dass dies bei mir in der Vergangenheit nicht funktioniert hat (meine Wellenbewegungen mit hohen Trinkmengen auch am Ende mit meiner Diabetes). Auch in den Phasen als ich weniger getrunken habe mit zwei bis vier Bier war das mit meiner Diabetes nicht gut. Folglich einzige Alternative: Abstinenz. Bei der Abstinenzentscheidung ist es meiner Meinung nach wichtig, dass man einen triftigen Grund für diese Entscheidung angibt wie z. B. dass KT für einen nicht funktioniert.
Ruckzuck war die Stunde für das Gespräch vorbei und ich habe von der Gutachterin mitgeteilt bekommen, dass von Ihrer Seite keine Bedenken bestehen, sie aber noch die ärztliche Untersuchung abwarten muss.
Danach kam der Reaktionstest. Hier besteht die Möglichkeit zu üben, bevor man den Test startet. Hat sogar etwas Spaß gemacht
Als letzte "Station" kam die ärztliche Untersuchung. Da ich von der Gutachterin schon ein positiv erhalten habe, war ich sehr aufgeregt, hier nicht noch alles zu vermasseln. Und tatsächlich hat mich die Ärztin durcheinander gebracht. Bei den Trinkmengen wollte Sie Verschiedene Trinkphasen zusammen fassen, meine Trinkangaben in Liter umrechnen. Da bin ich nervös geworden und es kam zu leichten Abweichungen zu den Angaben im psychologischen Gespräch.
Eine Frage war, ob ich immer nur Höchstmengen getrunken habe. Hier habe ich wahrheitsgemäß geantwortet, dass ich im Durchschnitt 3x im Monat 2 Bier 0,5l getrunken habe. Denke, das ist nicht unwichtig, dass man sich auch hierüber im Vorfeld Gedanken macht nicht nur über die Höchstmengen.
Blutdruck war bei 150:89 und Puls war auch erhöht. Da ich ein Attest hatte, dass ich hier in ärztlicher Behandlung und gut eingestellt bin stand im Gutachten, dass der erhöhte Blutdruck und Puls auf die Aufregung zurückgeführt werden können.
Bei den Gleichgewichtsübungen war ich unsicher, die Ärztin hat mir aber gesagt, dass dies für die MPU nicht von Bedeutung ist. Zur Verabschiedung meinte Sie, dass ich ja längere unbehandelte Haare habe, falls die Leberwerte schlecht wären, könnte ich mit einer Haarprobe belegen, dass dies nicht alkoholbedingt sei. Also Haare lang lassen bis das positive Gutachten kam (jetzt endlich wieder kurz)
. Leberwerte waren aber jungfräulich.
Fazit:
Die Anmerkungen und Nachfragen hier im Forum sind härter und gehen zum Teil tiefer als bei der MPU. Das hat aber den Vorteil, dass ich mich während des Gesprächs sehr sicher fühlte. Ich habe auch andere Beiträge im Forum gelesen und festgestellt, dass Joost und Karl-Heinz öfter mal kritisiert werden, weil sie Dinge kritisch ansprechen und tiefer "bohren".
Leute, seid froh, dass es die beiden gibt (die anderen Helfer natürlich auch!). Und die Kommentare sind ja nicht dazu da, die Leute runter zu machen, sondern sollen helfen, die MPU zu bestehen. Wenn ihr hier das ok für die Prüfung bekommt, könnt ihr echt beruhigt sein.
Nochmal vielen Dank an alle hier, speziell Joost und Karl-Heinz
.
Viele Grüße
Bruce
habe nach 10 Tagen Messe letzte Woche Montag meinen Führerschein abgeholt. Behalte es trotzdem bei, dass ich mit dem Rad (10 km ein Weg) an den Bahnhof fahre um ins Büro zu kommen. 20 km Bewegung am Tag auch für meine Diabetes hervorragend.
Ich möchte euch noch eine kurze Rückmeldung zu meiner MPU bei der Avus geben.
Los ging es mit dem psychologischen Gespräch. Gutachterin war sehr nett und es entwickelte sich ein Gespräch, bei dem die Zeit rasend schnell verging. Der Inhalt war wie hier beim Fragebogen., beginnend mit der Frage, Sie wissen, warum Sie heute hier sind? Etwas spezieller war, dass die Gutachterin darauf eingegangen ist, dass ich mit dem Rad gefahren bin. Frage: sind Sie schon einmal mit einem solchen Promillewert mit dem Rad unterwegs gewesen. Antwort: Ja.
Ob ich auch schon mit dem Auto alkoholisiert unterwegs war: Antwort: Ja aber nicht in diesen Promillebereichen. Wenn ich nach der Trunkenheitsfahrt am nächsten Tag einkaufen gefahren wäre, hätte ich einen Restalkoholwert von knapp 1 Promille gehabt.
Wie schon gesagt, die anderen Fragen waren entsprechend den Fragen im Fragebogen. Allerdings ist eine Beantwortung in dem Umfang wie hier auf Grund der Zeitbegrenzung nicht möglich. Die Gutachterin merkt aber auch, ob man nur "irgendetwas" erzählt oder wirklich gelebtes/erlebtes. Im Gutachten stand auch, dass ich offen war.
Bei der Frage nach dem Grund für Abstinenz habe ich angegeben, dass dies bei mir in der Vergangenheit nicht funktioniert hat (meine Wellenbewegungen mit hohen Trinkmengen auch am Ende mit meiner Diabetes). Auch in den Phasen als ich weniger getrunken habe mit zwei bis vier Bier war das mit meiner Diabetes nicht gut. Folglich einzige Alternative: Abstinenz. Bei der Abstinenzentscheidung ist es meiner Meinung nach wichtig, dass man einen triftigen Grund für diese Entscheidung angibt wie z. B. dass KT für einen nicht funktioniert.
Ruckzuck war die Stunde für das Gespräch vorbei und ich habe von der Gutachterin mitgeteilt bekommen, dass von Ihrer Seite keine Bedenken bestehen, sie aber noch die ärztliche Untersuchung abwarten muss.
Danach kam der Reaktionstest. Hier besteht die Möglichkeit zu üben, bevor man den Test startet. Hat sogar etwas Spaß gemacht
Als letzte "Station" kam die ärztliche Untersuchung. Da ich von der Gutachterin schon ein positiv erhalten habe, war ich sehr aufgeregt, hier nicht noch alles zu vermasseln. Und tatsächlich hat mich die Ärztin durcheinander gebracht. Bei den Trinkmengen wollte Sie Verschiedene Trinkphasen zusammen fassen, meine Trinkangaben in Liter umrechnen. Da bin ich nervös geworden und es kam zu leichten Abweichungen zu den Angaben im psychologischen Gespräch.
Eine Frage war, ob ich immer nur Höchstmengen getrunken habe. Hier habe ich wahrheitsgemäß geantwortet, dass ich im Durchschnitt 3x im Monat 2 Bier 0,5l getrunken habe. Denke, das ist nicht unwichtig, dass man sich auch hierüber im Vorfeld Gedanken macht nicht nur über die Höchstmengen.
Blutdruck war bei 150:89 und Puls war auch erhöht. Da ich ein Attest hatte, dass ich hier in ärztlicher Behandlung und gut eingestellt bin stand im Gutachten, dass der erhöhte Blutdruck und Puls auf die Aufregung zurückgeführt werden können.
Bei den Gleichgewichtsübungen war ich unsicher, die Ärztin hat mir aber gesagt, dass dies für die MPU nicht von Bedeutung ist. Zur Verabschiedung meinte Sie, dass ich ja längere unbehandelte Haare habe, falls die Leberwerte schlecht wären, könnte ich mit einer Haarprobe belegen, dass dies nicht alkoholbedingt sei. Also Haare lang lassen bis das positive Gutachten kam (jetzt endlich wieder kurz)
Fazit:
Die Anmerkungen und Nachfragen hier im Forum sind härter und gehen zum Teil tiefer als bei der MPU. Das hat aber den Vorteil, dass ich mich während des Gesprächs sehr sicher fühlte. Ich habe auch andere Beiträge im Forum gelesen und festgestellt, dass Joost und Karl-Heinz öfter mal kritisiert werden, weil sie Dinge kritisch ansprechen und tiefer "bohren".
Leute, seid froh, dass es die beiden gibt (die anderen Helfer natürlich auch!). Und die Kommentare sind ja nicht dazu da, die Leute runter zu machen, sondern sollen helfen, die MPU zu bestehen. Wenn ihr hier das ok für die Prüfung bekommt, könnt ihr echt beruhigt sein.
Nochmal vielen Dank an alle hier, speziell Joost und Karl-Heinz
.Viele Grüße
Bruce