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TF 1,75 BAK Ersttäter

franzi

Neuer Benutzer
Hallo zusammen,

ich wurde mit 1,7 BAK erwischt und hatte bereits ein Beratungsgespräch beim TÜV Nord. Der Psychologe hat mich in A3 eingestuft und gesagt, dass kontrolliertes trinken für mich klappen würde.
Habe noch keinen Strafbefehl bekommen. Die Polizei hat mich vorm Haus angesprochen und gesagt, ich bin wegen auffälligem Fahren und torkeln beim Aussteigen aufgefallen.
Würde mich sehr darüber freuen, wenn ihr mir eine kurze Einschätzung geben könntet.

Vielen Dank!

FB Alkohol

Zur Person
Geschlecht: weiblich
Größe:170
Gewicht: 60
Alter: 42

Was ist passiert?
Datum der Auffälligkeit: 25.03.2025
BAK: 1,75
Trinkbeginn: 19h
Trinkende: 22h
Uhrzeit der Blutabnahme: 23h

Stand des Ermittlungsverfahrens
Gerade erst passiert: ja
Strafbefehl schon bekommen: nein
Dauer der Sperrfrist: ?

Führerschein
Hab ich noch: nein
Hab ich abgegeben: wurde entzogen
Hab ich neu beantragt: nein
Habe noch keinen gemacht:

Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut Ja/Nein: Mein Anwalt hat Akteneinsicht angefordert, aber noch nichts bekommen
Sonstige Verstöße oder Straftaten?: 1 Punkt wegen Überfahren einer roten Ampel
Genaue Fragestellung der FSSt (falls bekannt):

Bundesland: NRW

Konsum
Ich trinke noch Alkohol, wenn ja wie oft wieviel: nein
Ich lebe abstinent seit:

Abstinenznachweis
Haaranalyse ja/nein: nein
Urinscreening ja/nein: nein
PEth-Analytik ja/nein: nein
Keinen Plan?:

Leberwerte ja/nein seit wann, wieviele: nein

Aufarbeitung
Suchtberatungsstelle aufgesucht?: nein
Selbsthilfegruppe (SHG): nein
Psychologe/Verkehrspsychologe: ja, Beratungsgespräch TÜV Nord
Kurs für verkehrsauffällige Autofahrer: Avanti Kurs TÜV Nord begonnen
Ambulante/stationäre Therapie: nein
Keine Ahnung:

MPU
Datum: noch nicht bekannt
Welche Stelle (MPI): keine
Schon bezahlt?: nein
Schon eine MPU gehabt? nein
Wer hat das Gutachten gesehen?:
Was steht auf der letzten Seite (Beantwortung der Fragestellung)?:

Altlasten
Bereits durch Alkohol auffällig geworden Punkte oder sonstige Straftaten: nein, 1 Punkt wegen roter Ampel


Tathergang

1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.
(Wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille)

Am Tag der Trunkenheitsfahrt war ich den ganzen Vormittag mit meinem Vater im Krankenhaus wegen einer Voruntersuchung für eine Hüft-OP. Danach bin ich wieder zu meiner pflegebedürftigen Oma nach Hause, um mich um ihn zu kümmern. Am frühen Abend bin ich zu meinem Bruder gefahren und wir haben gegen 19h spontan angefangen zu trinken. Wir arbeiten beide im Schichtdienst und hatten unser „Wochenende“, also am nächsten Tag frei. Ich hatte mir vorgenommen nach Hause zu laufen. Gegen 23h bin ich trotzdem ins Auto gestiegen und gefahren. Vor dem Haus wurde ich dann von der Polizei angesprochen, dass ich auffällig gefahren bin und beim Aussteigen getorkelt bin. Nach einem Atemalkoholtest (1,51 ‰) wurde ich mit auf die Wache genommen und mir dort Blut abgenommen (BAK 1,75).

2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)

ca. 19-22h, 4 Bier 0,5l

3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?

2,3 Kilometer wollte und bin ich gefahren

4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?
(Ja/Nein + Begründung)

Ja, ich hab mir alkoholbedingt keine Gedanken darüber gemacht, ob ich noch in der Lage bin zu fahren.

5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?

Da mein Bruder nicht weit weg wohnt, wollte ich laufen.

6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen?

Nein, ich bin nie mit Alkohol im Straßenverkehr aufgefallen.

7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?

Bestimmt 80-100 Mal, wenn man sich die Statistiken ansieht

Exploration

8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen?
(Allererste Erinnerung und erster Konsum)

Das erste Mal Alkohol hab ich mit 15 probiert

9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?

- 16 – 18 Jahre war Discozeit, da habe ich jedes Wochenende 2-6 Getränke getrunken, meisten Mischgetränke

- 18 – 20 Jahre Führerschein gemacht und war meistens Fahrer, da hab ich selten getrunken 1-2 Getränke im Monat

- 20 – 24 Jahre Ausbildung ca. 1-2 Mal im Monat 1-2 Getränke, mal auch mehr

- 24 – 32 Jahre beruflich viel in Hotels gewesen und mit Kollegen oft getrunken 2-4 Mal im Monat 3-6 Getränke

- 32 – 40 Jahre privat bei bestimmten Anlässen 1-2 Mal im Monat 2-4 Bier, je nach Länge des Abends

- 40 – 42 Jahre schwierige Lebensphase die im letzten halben bis ¾ Jahr schlimmer wurde, 2-4 Mal im Monat, je nach Länge des Abends 2-6 Bier

10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

Seit letztem Jahr habe ich deutlich mehr als gewöhnlich getrunken. Da waren es auch mal 6 Bier 0,5l an einem Abend.

11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?

In der Regel bei bestimmten Anlässen, Geburtstage, Spieleabende oder Grillabende mit Freunden. In letzter Zeit auch mal mit meinem Bruder ohne bestimmten Anlass. So wie am Tag der Trunkenheitsfahrt.

12. Warum haben Sie getrunken?
(Innere + äußere Motive)

In der Vergangenheit ging es darum Spaß mit Freunden und Kollegen zu haben. Um lockerer, redseliger und offener zu sein. In letzter Zeit ging es auch darum, mal die Kontrolle abgeben und abschalten zu können. Nicht nur an die Verantwortung zu denken und mal die negativen Gedanken zu verdrängen. Den Erwartungsdruck und die emotionale Überforderung durch Stress mit 2 pflegebedürftigen Personen beiseite zu schieben.

13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet?
(bei wenig und bei viel Alkohol)

Bei wenig Alkohol wurde ich offener und redseliger, hatte Spaß.
Bei viel Alkohol wurde ich emotionaler und unkontrollierter.

Für die User, die als Trinkmotiv eine Steigerung des eigenen Selbstbewusstseins erkannt haben (und dies bei der MPU auch so anführen), ergibt sich eine weitere Frage:

13a. Warum hat Ihnen das Erreichen des eigentlich gewünschten Effektes bei wenig Alkohol dann nicht genügt, wieso kam es zu weiterem Alkoholkonsum?

14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?

nein

15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?

Auf mein Umfeld hatte der Alkoholkonsum keine Auswirkungen. Auf mein Leben hatte der erhöhte Alkoholkonsum darauf Auswirkungen, dass ich länger geschlafen habe und nicht mehr so motiviert war etwas zu unternehmen.

16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben?
Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür.

Ja, zwischen meinem 24. und 32. Lebensjahr habe ich bestimmt mehr Alkohol getrunken, weil ich beruflich viel unterwegs war und es damals üblich war, sich mit den Kollegen noch in der Hotelbar zu treffen.

17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?

nein

18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?

nein

19. In welcher Kategorie eines Alkohol trinkenden Menschen haben Sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein?
(mit Begründung)

Bis auf den Lebensabschnitt zwischen 24-32 Jahren, wo es mal zu viel Alkohol war, war ich immer ein Genusstrinker. Bis zu meinem 40. Lebensjahr war ich das auch. Danach hat sich durch verschiedene Umstände (Meine Oma ist chronisch krank und ihr Zustand wurde ab da immer schlimmer), mein Leben krass verändert. Im letzten Jahr kam noch dazu, dass erst mein Vater und dann auch noch meine Oma pflegebedürftig wurden. Das und noch ein paar andere Sachen in meinem Leben haben mich emotional überfordert und ich habe im letzten Jahr und bis zur Trunkenheitsfahrt zu viel getrunken. Da diese noch nicht lange her ist, kann ich nicht sagen, wie ich mich heute einstufe, weil ich gerade erst damit angefangen habe, daran zu arbeiten. Aber ich bin positiv gestimmt, dass ich mich in einigen Monaten wieder in die Kategorie Genusstrinker einordnen kann.

Heute und in Zukunft

20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

Seit der Trunkenheitsfahrt habe ich nicht mehr getrunken.

21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?

Am Tag der Trunkenheitsfahrt

22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?

nein

23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?

Im Moment bin ich noch zu geschockt, dass mir das passieren konnte. Ich möchte wieder Genusstrinker werden und nur noch geplant und kontrollierte trinken.

24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?

Ich möchte kontrolliert trinken und nicht nochmal in so eine Situation kommen.

25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?

Ich bin noch ganz am Anfang und lerne jeden Tag dazu, umso mehr ich mich mit der Thematik beschäftige. Bisher habe ich es nur positiv erlebt.

26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?

Wie gesagt, ich bin noch am Anfang und ich erlebe es nur positiv bisher.

27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?

Ich bin dabei Strategien zu entwickeln, um nicht mehr in Situationen zu kommen, in denen ich mich überfordert fühle und falls es doch so kommen sollte, wie ich mich aus solchen Situationen zurückziehen kann. Probleme zu analysieren, zu erkennen und falls nötig mein Umfeld um Hilfe zu bitten. Ich arbeite daran sehr intensiv.

28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?
(mit Begründung)

Man sollte niemals nie sagen und eine Rückfallgefahr besteht immer. Aber ich arbeite daran, dass die Wahrscheinlichkeit so gering wie möglich bleibt.

29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?

Ich werde kontrolliert trinken und wenn es zu geplanten Trinkanlässen kommt, im Vorhinein die Rückfahrt mit dem Taxi oder öffentlichen Verkehrsmitteln planen.

30. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen?

Ich bereue mein Fehlverhalten zutiefst und habe verstanden, wie gefährlich mein Verhalten war.
 
Zuletzt bearbeitet:
Willkommen :smiley138:
Ich wurde mit 1,7 BAK erwischt und hatte bereits ein Beratungsgespräch beim TÜV Nord. Der Psychologe hat mich in A3 eingestuft und gesagt, dass kontrolliertes trinken für mich klappen würde.
Ich hoffe jetzt einfach mal, dass der Fachkollege das nicht gesagt hat und von risikoarmem Konsum gesprochen hat.

Was für mich momentan eher gegen A3 spricht, ist die Tatsache, dass du dich in 3h bei Trinkende auf mindestens 1,9 Umdrehungen hochgetrunken hast.
„Gut“ für dich ist, dass du offenbar deutliche Ausfallerscheinungen hattest.

Komm´ erst einmal hier an, du bist ja noch ganz am Anfang…
Schön, dass du hier gelandet bist :smiley138:
 
Esrtmal vielen Dank für die Antwort!

Der Kollege hat nicht von risikoarmem Konsum gesprochen, aber weil es in einer schwierigen Lebensphase war, hat er gesagt, ich brauche keinen Abstinenznachweis.
Ich bin aber total verunsichert, was das angeht, weil ich nicht erst bei der MPU erfahren möchte, dass es doch nicht reicht und ich Zeit verlieren würde.

Was heißt "momentan"?
Gibt es da Erfahrung, was das kontrollierte Trinken angeht?

Vielen Dank!
 
Der Kollege hat nicht von risikoarmem Konsum gesprochen, aber weil es in einer schwierigen Lebensphase war, hat er gesagt, ich brauche keinen Abstinenznachweis.
Aua….
Mit 1,75 Umdrehungen solltest Du schon einen AB-Nachweis haben, auch wenn Du später ( unverständlicherweise) dann auf KT wechseln willst….
 
In schwierigen Lebensphasen fangen Personen, die kein Alkoholproblem haben, weder an zu trinken oder mehr als bisher zu trinken.

Bei den Ausfallerscheinungen ist eher interessant was die Polizei und / oder der Amtsarzt notiert haben, nicht einzelne Beobachtungen von Zeugen, die dich zudem nur aus der Entfernung und zeitlich kurz gesehen haben.

Ob du direkt von der Polizei oder von unbeteiligten Zeugen beim Fahren beobachtet wurdest spielt überhaupt keine Rolle.

Momentan sucht du alle möglichen Behauptungen die dein Trinken verharmlosen sollen. Das spielt bei einer MPU aber überhaupt keine Rolle. Wie @Karl-Heinz bereits schrieb machen die Gutachter die Höhe deine Alkoholproblems an anderen Informationen fest. Das sind dann sachliche Informationen. Danach entscheidet sich dann ob von dir Abstinenz gefordert werden muss oder nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich suche nicht nach Behauptungen, die mein Trinken verharmlosen, sondern nach Antworten, ob es überhaupt Sinn machen würde mit KT in die MPU zu gehen, wenn wie ihr sagt, dass ich damit vermutlich sowieso keine Chance habe.
Danke!
 
Ich bin aber total verunsichert, was das angeht, weil ich nicht erst bei der MPU erfahren möchte, dass es doch nicht reicht und ich Zeit verlieren würde.
Das ist schon das Verflixte an der Situation. Ist der Verkehrspsychologe zur Vorbereitung gut oder schlecht und was gibt Dein Geldbeutel her?
Ich persönlich würde Dir momentan anraten abstinent zu bleiben, bis Dir Deiner Sache sicher bist.
Würde außerdem das Geld in die Hand nehmen und Haaranalysen erstellen, sofern möglich (unbehandelte Haare). Da würdest die erste HA in knapp 4 Monaten erstellen können, ohne Vertragsverpflichtung, und gibt Dir die Zeit Dich um die Aufarbeitung zu kümmern.

Die HA kannst dann für jegliche Argumentation verwenden, also sowohl KT wie auch AB. Lebst KT wirklich, dann weist die HA idR abstinenten Befund aus. Unten ein paar nützliche Links.

Zur Aufarbeitung selbst bin ich kein Freund vom TÜV. Kosten viel und bringt wenig.
Such Dir besser einen unabhängigen VP. z.B. such mal in der BNV Mitgliederliste. Achte auf die Qualifikation. Diese sind erheblich günstiger.

Ich gebe dir mal ein paar interessante Links, welche ich von Max geklaut hab...

MPU ... abc Teil 1 Ablauf der MPU
MPU ... abc Teil 2 Vorbereitung auf die MPU
MPU ... abc Teil 3 Umgang mit dem MPU Gutachten

FAQ Reaktionstest/Leistungstest

Gute FB als Hilfestellung

Unterlagen für die Neuerteilung

Die Regeln des KT
Kontrolliertes Trinken - Die Erklärung

KT mit EtG-Screenings

Haaranalyse FAQ
Adressen für Haaranalysen
 
Ich suche nicht nach Behauptungen, die mein Trinken verharmlosen, sondern nach Antworten, ob es überhaupt Sinn machen würde mit KT in die MPU zu gehen, wenn wie ihr sagt, dass ich damit vermutlich sowieso keine Chance habe.
Danke!
mach Dich nicht verrückt deswegen und lass Dich nicht verunsichern. Wenn das mit der HA machbar ist, kümmere Dich um die Aufarbeitung, dann kannst ganz ruhig in 4M die HA erstellen und Du verlierst keine Zeit.

12. Warum haben Sie getrunken?
(Innere + äußere Motive)

In der Vergangenheit ging es darum Spaß mit Freunden und Kollegen zu haben. Um lockerer, redseliger und offener zu sein. In letzter Zeit ging es auch darum, mal die Kontrolle abgeben und abschalten zu können. Nicht nur an die Verantwortung zu denken und mal die negativen Gedanken zu verdrängen. Den Erwartungsdruck und die emotionale Überforderung durch Stress mit 2 pflegebedürftigen Personen beiseite zu schieben.
Dieses innere Motiv ist der Kern der MPU. Dies ist momentan nicht erkannt.
Woher kommt diese emotionale Überforderung? Warst bisher zu sehr behütet in einer perfekten Familie aufgewachsen? Eigener Perfektionismus?
 
In dem Zusammenhang scheint mir folgender Hinweis wichtig:
KT gibt es in diesem Sinne nach den neuen Beurteilungskriterien nicht mehr.

Es gibt risikoarmen Konsum in der Hypothese Alkoholgefährdung.
Nachweise darüber können gefordert werden.
Es gibt -in seltenen Ausnahmefällen- kT in der Hypothese Alkoholmissbrauch.
Dies muss über ein Jahr sowohl therapeutisch als auch forensisch begleitet und belegt werden.

Dadurch ist „kT“ de facto „tot“, wenn ich es ein wenig flapsig ausdrücken darf.
 
Es gibt -in seltenen Ausnahmefällen- kT in der Hypothese Alkoholmissbrauch.
bissi offTopic:
ich finde es schade, dass der Weg so "selten" sein muss -
immerhin zeigen die Daten, dass Menschen, die beides probieren können und dann intrinsisch aufgrund ihrer Erfahrungen motiviert sind, keine erhöhten Rückfallquoten haben, im Gegenteil. [Apodaca, T.R. & Miller, W.R. (2003), Körkel, J., (2005)]. In www.kontrolliertes-trinken.de/kontrolliertes-trinken/de/3/3/hintergrund/determinismus.aspx )

Aber das ist bei uns längst nicht angekommen, also müssen wir uns einer möglicherweise antiquierten Ansichtsweise beugen :/
 
@joost

Du solltest schon die Absichten bestimmter Quellen berücksichtigen. Bei kontrolliertes-trinken.de geht es nur darum das kontrollierte Trinken (kT) für Alkoholproblematiker als Lösung zu etablieren. Das ist auch der Wunsch vieler Betroffener, die zumindest eingeschränkt wieder "normal" Alkohol trinken wollen. Die suchen sich deshalb ganz einseitig dazu passende Quellen.

In sachlichen Untersuchungen, die grade keine bestimmte Ziele verfolgen, sehen die Ergebnisse ganz anders aus. Das berichten auch viele Betroffene, die sich am kT versucht haben. Denen vertraue ich eher.
 
Sorry, Ist auch off topic, aber ich habe einen Artikel aus dem Jahre 22 gefunden vom Ministerium für Bildung und Forschung:
 
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