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TF Fahrrad +Unfall 2,07 Promille

jan945

Neuer Benutzer
Zur Person
Geschlecht: m
Größe: 186
Gewicht: 70
Alter: 27

Was ist passiert?


Datum der Auffälligkeit: 17.10.25

BAK: 2,07

Trinkbeginn: c.a 10:30

Trinkende: c.a 20:30

Uhrzeit der Blutabnahme: 22:10


Stand des Ermittlungsverfahrens
Gerade erst passiert: nein
Strafbefehl schon bekommen: ja
Dauer der Sperrfrist: keine

Führerschein
Hab ich noch: ja
Hab ich abgegeben: nein
Hab ich neu beantragt: nein


Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut Ja/Nein: ja
Sonstige Verstöße oder Straftaten?: nein
Genaue Fragestellung der FSSt (falls bekannt): was ist damit gemeint?


Bundesland: Bayern


Abstinenznachweis
Haaranalyse ja/nein: nein
Urinscreening ja/nein: nein
PEth-Analytik ja/nein: nein


Leberwerte ja/nein seit wann, wieviele: nein
Aufarbeitung
Suchtberatungsstelle aufgesucht?: nein
Selbsthilfegruppe (SHG): nein
Psychologe/Verkehrspsychologe: nein
Kurs für verkehrsauffällige Autofahrer: nein
Ambulante/stationäre Therapie: nein


Bereits durch Alkohol auffällig geworden Punkte oder sonstige Straftaten: nein


Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.
(wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille)


Bei uns im Dorf war Kirchweih. Wir haben bereits gegen 10:30 Uhr morgens angefangen zu trinken und über den gesamten Tag Alkohol konsumiert. Abends ging es mir offenbar nicht mehr gut, wobei ich mich daran selbst kaum erinnern kann. Das weiß ich nur aus den Erzählungen der anderen. Sie haben mir geraten, nach Hause zu gehen und mich auszuruhen, damit ich am nächsten Tag wieder fit bin.

Trotzdem bin ich auf mein Fahrrad gestiegen. Nach nicht einmal 200 Metern Fahrt kam ich an eine Kreuzung mit Stoppschild. Ohne anzuhalten oder nach rechts zu schauen, fuhr ich in die Kreuzung ein. Von rechts kam ein Auto, das mich mit etwa 50 km/h erfasste. Ab diesem Moment setzt meine Erinnerung wieder ein – ich weiß nur noch, dass ich auf der Straße lag. Einen Helm hatte ich nicht getragen.

Die Insassen des Autos riefen sofort den Rettungsdienst, und auch die Polizei war schnell vor Ort. Erst am nächsten Tag wurde mir das Ausmaß des Geschehens wirklich bewusst. Als der Arzt in mein Krankenzimmer kam und mir erklärte, wie viel Glück ich gehabt hatte und dass Unfälle dieser Art häufig tödlich enden, wurde mir klar, was für einen schwerwiegenden Fehler ich gemacht hatte und wie knapp ich dem Tod entgangen war.

Trotz des heftigen Aufpralls erlitt ich lediglich mehrere Prellungen sowie eine kleine Platzwunde am Kopf. Körperlich kam ich also mit vergleichsweise leichten Verletzungen davon. Der Vorfall hat mich jedoch nachhaltig beschäftigt. Aus diesem Grund habe ich anschließend bis Heiligabend keinen Alkohol mehr getrunken.

Unmittelbar nach dem Unfall nahm ich Kontakt zu einem Anwalt auf. Als ich ihn auf eine mögliche MPU ansprach, erklärte er mir, dass diese sehr wahrscheinlich angeordnet werde. Einen Abstinenznachweis hielt er jedoch eher für unwahrscheinlich. Auf meine Frage, ob ich bereits vorsorglich mit einer MPU-Vorbereitung beginnen sollte, riet er mir, zunächst abzuwarten. Rückblickend betrachte ich das als Fehler.

Vor etwa vier Wochen wurde schließlich das Urteil gesprochen: 4.200 Euro Geldstrafe, jedoch kein Fahrverbot. Darüber war ich zunächst erleichtert, da ich beruflich als Handwerker tätig bin und in einem Zwei-Mann-Betrieb arbeite. Für die Ausübung meines Berufs bin ich auf meinen Führerschein angewiesen.

Vor einer Woche erhielt ich dann ein Schreiben der Führerscheinstelle. Darin wurde ich aufgefordert, bis zum 12.06.2026 eine MPU-Begutachtungsstelle zu benennen, an die die Akte übersandt werden soll. Bis zum 22.07.2026 soll ich ein positives MPU-Gutachten vorlegen.

Nun zu meinen Fragen:

An dem besagten Tag wurde offenbar nicht nur Alkohol festgestellt. Laut toxikologischem Bericht wurden auch sehr geringe Rückstände von Cannabis und Kokain gefunden. Davon ist weder im Gerichtsurteil noch im Schreiben der Führerscheinstelle etwas erwähnt. Allerdings befindet sich der toxikologische Bericht in meiner Akte. Ich war persönlich bei der Führerscheinstelle und habe die Akte eingesehen. Dort waren zahlreiche Unterlagen enthalten, darunter auch Fotos vom Unfall und verschiedene Berichte.

Was sollte ich jetzt eurer Meinung nach als Nächstes tun?

Ich denke darüber nach, so schnell wie möglich mit einem Abstinenznachweis zu beginnen. Momentan trinke ich gelegentlich noch am Wochenende ein oder zwei Bier, allerdings längst nicht mehr in dem Ausmaß wie vor dem Unfall und selbstverständlich nicht mehr beim Fahrradfahren. Kokain habe ich seitdem nicht mehr konsumiert. Allerdings habe ich vor etwa drei Wochen im Urlaub einen Joint geraucht.

Daher frage ich mich, ob die Abstinenzkontrollen nur auf Alkohol oder auch auf Drogen durchgeführt werden. Im Schreiben der Führerscheinstelle wird lediglich Alkohol erwähnt. Andererseits gehe ich davon aus, dass die Funde aus dem toxikologischen Bericht in der MPU thematisiert werden könnten.

Wie schätzt ihr die Situation ein? Würden in meinem Fall sechs Monate Abstinenznachweise ausreichen oder sollte ich eher mit zwölf Monaten rechnen? Sechs Monate könnte ich vermutlich noch mit meinem Arbeitgeber organisieren, bei zwölf Monaten würde es beruflich deutlich schwieriger werden.

Außerdem interessiert mich, ob ich sofort mit einer MPU-Vorbereitung beginnen sollte oder ob es dafür noch zu früh ist.

Vielen Dank schon einmal für eure Einschätzungen und Erfahrungen.




Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?


c.a 200 Meter gesamte strecke 3 km


Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?

Davon gehe ich aus, kann mich daran aber nicht mehr erinnern. Ich gehe davon aus, dass das Gefühl der Sicherheit bei mir aber dafür gesorgt hat, die Fahrt letztlich auch anzutreten.

Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?

Ich wollte die Trunkenheitsfahrt nicht vermeiden, sondern schnellstmöglich nachhause.

Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen?

Nein.
 

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Hallo und willkommen im Forum

Bei der MPU werden Cannabis und Kokain keine Rolle spielen. Die werden zwar im Laborbericht erwähnt, gleichzeitig wird aber (soweit ich es herauslese) keine akute Beeinflußung (am Tattag) und eine länger zurückliegende Einnahme beschrieben.

Bei der MPU darf der Gutachter sich nur an die Fragestellung halten. Der kann danach Fragen, wird aber nicht weiter in die Tiefe gehen. Außer du reitest dich durch deine Antwort selbst tiefer rein als der Laborbericht hergibt.

Beim Alkohol bist du dir und auch uns gegenüber (noch) nicht ganz ehrlich. Das ist aber vollkommen normal.

Aus deinen bisherigen Angaben sehe ich zwölf Monate Abstinenznachweise als geboten an. Wobei auch 15 Monate erforderlich sein können. Mit 6 Monaten sehe ich keine Chance.

Wobei du dich offensichtlich überhaupt noch nicht mit der Abstinenz als Ganzes beschäftigt hast.

Daher frage ich mich, ob die Abstinenzkontrollen nur auf Alkohol oder auch auf Drogen durchgeführt werden.

Das ist deine Entscheidung und das wird dir niemand vorschreiben. Um Probleme zu vermeiden würde ich beides testen lassen.

Außerdem interessiert mich, ob ich sofort mit einer MPU-Vorbereitung beginnen sollte

Mal direkt: Du hättest direkt nach der Fahrt damit beginnen sollen. Im Sinn der MPU sehe ich überhaupt noch keine Vorbereitung, du lässt ja noch nicht mal die Finger vom Alkohol. Und daran ist nicht der Anwalt Schuld sondern alleine du. Den kannst du also komplett aus der Vorbereitung streichen.

Was sollte ich jetzt eurer Meinung nach als Nächstes tun?

Einen Vertrag mit einem Labor abschließen. Wenn du schnell mit den Abstinenzbelegen beginnen willst bleiben eigentlich nur Urin- oder Blutproben. Bei Haarproben müssen die aktuellen Ablagerungen erst mal aus den Haaren herauswachsen, das dauert erfahrungsgemäß 4 bis 8 Wochen.

Und dir überlegen ob du fachliche Hilfe in Anspruch nehmen willst. Gegebenenfalls auch in der Hinsicht aktiv werden.

Da du deinen Führerschein noch hast wird die Frist kaum verlängert werden. Um die Abgabe so weit wie möglich zu verzögern kannst du so tun, als würdest du die MPU angehen wollen. Ende Juli / Anfang August wirst du deinen Führerschein aber bis zu einer erfolgreichen MPU abgeben müssen.
 
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Ähm, hast du keine eigenen Antworten auf die Frage oder warum kopierst du sie 1:1 von mir?

Abstinenz kannst du jetzt sofort für 3 Monate rückwirkend nachweisen, das sollte aber nicht reichen, zudem hast du ja weiterhin getrunken, also geht das wohl nur für die Zukunft. Und bis 22.07. wirst du nicht mehr dazu bekommen an Belegen. Vermutlich musst du dich darauf einstellen, dass du den FS abgeben musst. Zieh es mit den Nachweisen ab jetzt durch und beginne mit der Vorbereitung. Ob eine MPU in den nächsten Wochen ohne AN Sinn macht weiß ich nicht, du kannst es ja versuchen wenn das finanziell passt. Ansonsten alles angehen und dann den FS zu gegebener Zeit neu beantragen. Ich wünsche dir alles Gute.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mit über 2pm in eine A3- MPU zu gehen ist möglich, aber höchst riskant. Da müsste "außenraum" schon alles passen. Auch das Alter (jugendliche Unreife kann da ein unterstützendes Argument sein - da bist Du aber mit 27 schon bissi raus). Den Drogenkonsum würde ich nicht auf den Tisch legen, aber wenn Du gefragt wirst, wirst Du ihn zugeben müssen. Denn wenn der Gutachter sieht, dass er angelogen wird, ist die MPU sofort gestorben. Das bezieht sich auch auf die Trinkmengen und die Vorgeschichte, die gut erklären muss, wie Du es geschafft hast, derart giftfest zu werden. Da jetzt irgendwas zu beschönigen wäre ein MPU-Killer. Spürbar erschrocken über den Konsum auf Alkoholiker-Niveau hingegen darfst Du gerne sein.
Für eine high-risk-MPU kannst Du zur argumentativen Untermauerung freiwillig eine Haarprobe über die letzten 3 Monate mitbringen, wenn Dein Konsum wirklich nur so gering wie angegeben war (Nachweis risikoarmer Konsum). Sonst nicht. Gefordert ist sowas allerdings in einer A3 nicht. Und Du brauchst eine absolut solide echte und ehrliche Aufarbeitung Deines bisherigen Konsums mitsamt einer neuen Entscheidung, die auch durch und durch glaubwürdig ist.

Die Frage ist nun: bist Du bereit, mal 900€ für eine high-risk-Zockerei in den Sand zu setzen?

Vllt beginnst du jetzt, Dich auf eine A2 vorzubereiten - mit zumindest einer Trinkpause*, so dass Du nicht nochmal Zeit verlierst, sofern die MPU (wahrscheinlichst) neg. ausfällt. Dazu gehört dann auch vollständiger Verzicht auf THC und Kokain.

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* mit Haarnachweis 9/26, also Haare wachsen lassen^^
 
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