Tathergang
1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.
(wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille)
Ich war am 25.11.14 auf einem Kartenabend. Nach der Arbeit hatten wir im Freundeskreis beschlossen einen Kartenabend zu machen. Dort eingetroffen bin ich ca. 19 Uhr. Anfangs der „übliche Smalltalk“ und dann gings auch schon an´s spielen. Der Abend an sich war recht locker und Fröhlich. Im Verlauf habe ich insgesamt 7 Bier á 0,5 Liter Kulmbacher getrunken. Gegen 1 Uhr bin ich Müde geworden und wollte in mein Bett. Alle die noch da waren hatten auch getrunken. Mein Kumpel mit dem ich Heimfahren wollte hatte den Abend schon früher verlassen. Um Heim zu kommen hab ich in diesem nicht viel andere Möglichkeiten gesehen als selber zu fahren. Im Nachhinein totaler Blödsinn. Aber wie schon gesagt in diesem Moment war mir das nicht bewusst. Nach ca. 1km hielt mich die Polizei an was ca. gegen 1:15 war. Sie sagten zu mir das Sie gerne eine Atemalkoholtest machen würden. In den willigte ich ein. Da der einen erhöhten Wert anzeigte wurde mein Auto noch schnell umgeparkt und dann im Krankenhaus Blut abgenommen. Das war dann ca. gegen 1:45. Die Polizisten haben mich dann noch daheim abgesetzt und ich bin in mein Bett gegangen.
2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)
7 Flaschen Bier á 0,5 Liter Kulmbacher von ca 19 Uhr bis 1 Uhr also ca 6 Sunden. Das stimmt mit dem gemessen BAK Wert der ca eine dreiviertel Stunde später gemessen wurde rechnerisch überein.
3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?
Gefahren bin ich ca 1 km bis ich angehalten wurde und hätte noch ca 2,5 km bis nach Hause gehabt. Also wäre der Komplette weg ca 3,5 km gewesen.
4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?
(Ja/Nein + Begründung)
Bedingt durch den Alkohol und die noch dazu kommende Müdigkeit hatte ich nicht das Gefühl noch sicher fahren zu können. Aber eben Fahren zu können. Der Gedanke „ die letzten Male ist auch nichts passiert“ und mein Verlangen Heim in mein Bett, und vor meinen Fernseher zu wollen ,ergaben leider die Entscheidung „ Na ja sind nur noch 10 Minuten; Katzensprung, das geht schon“.
5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?
Ursprünglicher Plan war eigentlich mit einem Kumpel mit zu fahren der in meiner Nähe wohnt. Dieser hätte mich am nächsten Morgen wieder bei meinem Auto abgesetzt und ich wäre meiner Arbeit nachgegangen. Leider hatte dieser den Abend schon früher verlassen. Ich wollte zu diesem Zeitpunkt noch nicht Heim, da der Abend recht Lustig war und dieser Kumpel mich eh schon die ganze Zeit mit seiner schlechten Laune genervt hatte. Somit war meine Mitfahrgelegenheit erledigt, und ich dachte mir dann am Ende des Abends „ komm den Katzensprung ? das geht schon, fährst schnell selber“ . Ideen wie Taxi, meine Freundin anrufen oder ganz einfach Laufen hatte ich in diesem Moment leider nicht.
6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen?
Aufgefallen nein, teilgenommen unter Alkoholeinfluss, leider ja. Ich zähle Fahrten mit Restalkohol bzw. mit einem oder mehr alkoholischen Getränken zusammen.
7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?
In der Gesamtheit gesehen werden so über die letzten Jahre ca 250-300 Fahrten zusammengekommen sein. Hier zähle ich Fahrten unter Restalkohol dazu.
Exploration
8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen?
(Allererste Erinnerung und erster Konsum)
Die erste Erinnerung an Alkohol habe ich an einen Geburtstag meines Taufpaten. Hier war ich 9 Jahre alt. Ich kann mich noch daran erinnern wie nach ein paar Bier alle sehr Lustig wurden und mein Taufpate „Werner Beinahrt“ nachspielte, was der Lacher des Abends war. Ich selber habe den ersten Alkohol auf einer Klassenfahrt in der 9. Klasse getrunken. Zu diesem Zeitpunkt war ich 16 Jahre alt.
9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?
Regelmäßig nein. Anfangs vom ersten Bier mit 16 bis zum Auszug von daheim mit 18 sehr selten. Das war in der damaligen Clique. Hier wollte ich mit „Cool“ sein und hab deswegen mal was mitgetrunken. Im Monat waren es zu dieser Zeit ca. 2 Bier á 0,5 Liter.
Nach meinem Schulabschluss und ein paar Helferjobs bin ich dann mit 19 zur Bundeswehr gekommen. Dort habe ich gelernt größere Mengen zu trinken. Parallel dazu war das die Zeit wo ich angefangen habe in Discos und auf Party´s zu gehen. Von Anfangs ca. 8 Bier im Monat habe ich mir eine Menge von ca.20 Bier im Monat über ca. 6 Jahre hinweg antrainiert.
Im Laufe dieser Zeit habe ich meine Heutige Freundin kennengelernt und wir sind 2008, also ich mit 24, Eltern geworden. Bedingt dadurch sind die Disco und Partybesuche viel weniger geworden. Meine Trinkmengen sind zu dieser Zeit auf ca. 4-8 Bier im Monat zurückgegangen.
2010, also mit 26 hatten wir dann die erste Diagnose bezüglich unserer Tochter sowie die erste große Operation. Ich habe hier auch meine ersten viel versprechenden Job angefangen. Durch die ganzen Ängste und Sorgen bezüglich unserer Tochter aber auch der Leistungsdruck bezüglich meines Jobs, habe ich den Ausgleich in Party und Discobesuchen gesucht. Dadurch ist meine Trinkmenge auch wieder stetig nach oben gegangen. Zum Zeitpunkt meiner TF hatte ich eine Menge von 25-26 Bier im Monat erreicht. Seit diesem Zeitpunkt Trinke ich keinen Alkohol .
10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)
2000-2002 Pro Monat ca 2 Bier á 0,5 Liter (Probierzeit)
2002-2008 pro Monat ca.8-20 Bier á 0,5 Liter (Sturm und Drang Zeit )
2009-20012 pro Monat ca.4-8 Bier á 0,5 Liter (Diagnose Tochter Job usw.)
2013-2014 pro Monat ca.25 Bier á 0,5 Liter (Ängste und Sorgen bezüglich Tochter, Leistungsdruck Job)
2014-Heute Abstinent
11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?
Getrunken habe ich Überwiegend in meinem Freundeskreis auf Partys in Disco´s und zu Festen wie Geburtstag Silvester oder Veranstaltungen wie Volksfesten.
12. Warum haben Sie getrunken?
(Innere + äußere Motive)
Mir ging es immer drum „gut da zu stehen“ . Probleme hab ich keine, können und wissen tu ich so gut wie alles, da wo ich bin ist vorne. Das war immer mein Denken. Das daraus resultierende starke Erscheinungsbild war mir sehr wichtig. Das Vorzuleben bzw. Vorzutäuschen über Jahre hinweg hat mir viel Kraft abgefordert. In meiner Jugendzeit war das eigentlich alles ok, ich bin damit gut klargekommen. Vor 8 Jahren hat mich dann so, mit dieser Lebenseinstellung, meine Freundin kennengelernt. So wie ich mich gern selber gesehen habe, Stark, Problemlos, Wissend, Selbständig, Eben ein Macher. Recht zeitnah hatten wir unsere Tochter bekommen. Leider hat sich in den ersten 2 Jahren nach der Geburt rausgestellt das unsere Tochter eine schwere körperliche Behinderung hat und diese über Operationen zwar zu Verbessern, aber nicht Heilbar ist. Allein dieser Kampf bis zur Diagnose, die Diagnose selber, aber auch die Zeit bis heute hat uns, somit auch mich, sehr viel Kraft gekostet. Das ich hier Schwächen zugebe, mal sage ich kann nicht mehr, war für mich ein Absolutes No-go. Ich habe mir Ablenkung gesucht. Die hab ich in meinem vermeintlichen Freundeskreis gefunden. Party machen, Weggehen Trinken. Alles machen und irgendwo sein, nur um das was jeden Tag daheim abging nicht sehen zu müssen, nicht drüber nachdenken zu müssen warum alles so ist wie es ist. Ich konnte meine Hilflosigkeit einfach nicht ertragen da ich dieses Gefühl einfach nicht kannte. Der Alkohol hat mir geholfen alles auszublenden , Spaß zu haben. Wenn ich angetrunken oder gar betrunken war, waren alle negativen Gedanken an daheim verschwunden.
Den eigentlichen Hintergrund für dieses Verhalten habe ich bei meiner Selbstkritischen Betrachtung herausgefunden. Ich bin durch meinen Vater streng erzogen worden. Leistung stand immer im Vordergrund. Schwächen oder Fehler eingestehen habe ich bei ihm nie erlebt und ich habe das auch nie wirklich gelernt. Deswegen gab es das für mich nicht Schwächen zu haben oder gar ein zu gestehen. Lob und die damit Verbundene Anerkennung habe ich nie wirklich von ihm erhalten. Dafür aber massivste Strafen wenn eben was nicht Glatt gelaufen ist. Ich musste sehr früh selbstständig sein. Das hat sich in mir so verinnerlicht das ich immer versucht habe Lob und Anerkennung zu bekommen, egal bei was oder mit was. Hilflosigkeit gab es für mich nicht. Ich bin immer irgendwie weiter gekommen und wusste immer irgendeine Lösung zu einem Problem. Ob gut oder schlecht sei mal dahingestellt.
13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet?
(bei wenig und bei viel Alkohol)
Bei wenig Alkohol wurde ich Lustig, war Kontaktfreudig und wurde redseelig.
Bei Viel bzw. zu viel Alkohol bin ich immer Müde geworden und wollte immer Recht schnell auf meine Couch.
14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?
Da es in meinen damaligen Freundeskreisen normal war zu Trinken und auch mal mehr als normal zu Trinken ist meine recht hohe Trinkmenge in der „Masse“ der anderen untergangen. Ich bin hier nicht wirklich durch das Trinken aufgefallen. Von daher habe ich nie kritische Hinweise bekommen. Wenn es dann doch mal zu viel war und ich irgendwie durch meinen Alkohol aufgefallen bin kam dann am nächsten Tag oder ein paar Tage Später mal ein „dummer Spruch“ aus dem Freundeskreis. Dass sehe ich aber nicht als kritischen Hinweis. Die Kommentare werte ich ehr als Neckerei unter Kumpels
15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?
Durch den Alkoholkonsum bin ich gesprächiger geworden, manchmal auch zu gesprächig. Es ist mir dann schon mal passiert das ich Sachen gesagt habe, die ich Diplomatisch gesehen besser für mich behalten hätte. Ebenso ging es mir nach Feiern ab und zu nicht gut wodurch ich dann schon mal einen halben Tag Verschlafen habe, oder unkonzentriert war. Aus heutiger Sicht Zeit die ich sinnvoller hätte nutzen können.
16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben?
Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür.
Ja in der Zeit von 18-24 Jahren. Ich bin mit 18 Jahren von Daheim ausgezogen und gleich 200 Km weit weg von daheim. Keine Elterlichen Auflagen oder Kontrolle . Ab hier konnte ich das machen was ich wollte, bzw. was ich nie wirklich durfte. Das habe ich in vollen Zügen ausgekostet. Hierdurch bin ich auch, aus heutiger Sicht, an den falschen Freundeskreis gekommen. Dadurch wurde es „normal“ Wochenends feiern zu gehen, zu Trinken, sein Junges Leben zu genießen. Verantwortung, Regelung so ziemlich alles in diese Richtung hat mich hier wenig interessiert. In der Woche Arbeiten und am Wochenende Feiern. Das war so meine einzigste Regel. Bis ich dann meine Freundin kennenlernte und wir unser erstes Kind bekamen. Hab hier war diese „Phase“ dann vorbei und es wurde erst mal ruhiger.
17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?
In meiner Jugendzeit gab es auch mal ein Abende wo ich mehr Alkohol getrunken habe als für meinen Körper gut war. Der Effekt war das ich mich übergeben musste und es mir am nächsten Tag nicht gut ging. In den Letzten 10 Jahren gab es sowas aber nicht.
18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?
Ja zur Geburt meines Kindes. Dadurch das unser Kind ein „Frühchen“ war, waren wir die ersten 8 Wochen nach der Geburt auf eben dieser Station. Zu dieser Zeit habe ich gar keinen Alkohol getrunken. Das erste mal Alkohol getrunken habe ich wieder 4 Monate nach der Geburt. Das weiß ich so genau weil das der erste Abend nach der Geburt war, wo ich mit meiner Freundin mal wieder unterwegs war.
19. In welcher Kategorie von Trinker haben sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein?
(mit Begründung)
Früher dachte ich dass ich völlig normal bin. Ehr noch einer der braven Sorte, wenn ich mal verglichen habe was wer um mich rum so Getrunken hat.
Aus heutiger Sicht muss ich sagen das die Mengen einfach nur viel zu viel waren. Ich dachte früher ich bin ein Gelegenheitstrinker, muss aber aus heutiger Sicht sagen das ich mich ehr als Problemtrinker sehe.
Heute und in Zukunft
20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)
Nein
21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?
26.11.2014
22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?
Nein
23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?
Ich habe mir immer eingebildet ich habe den Alkohol unter Kontrolle. Dem war aus heutiger Sicht nicht immer so. Ich habe mir mit dem Alkohol einige unnötige Probleme eingehandelt. Meine Prioritäten haben sich geändert. Heut habe ich ein Kind, somit eine Vorbildfunktion und Verantwortung. Ich habe auf meiner Arbeit durch meine Ausbildungstätigkeit eine Vorbildfunktion und auch hier eine Verantwortung. Für mich nicht unwichtig ist auch meine Gesundheit. Ich fühle mich wieder wohler habe mehr Energie. Diese und einige andere Punkte sind mir viel wichtiger als der Alkohol und deswegen ist meine Entscheidung gegen gegen den Alkohol gefallen, und deswegen Trinke ich keinen mehr.
24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?
Ich bin leider erst durch meine Alkoholfahrt aufmerksam geworden mich mit meinem Alkoholkonsum auseinander zu setzen. Vorher habe ich nie die Notwendigkeit gesehen mich damit zu beschäftigen oder gar den Konsum einzustellen. Erst durch meine Intensive Aufarbeitung ist mir bewusst geworden das hier einiges nicht so ist wie es sein muss. Und deswegen erst jetzt der Schritt zur Abstinenz und nicht schon früher.
25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?
Der Erste Schritt war den Konsum einzustellen. Dabei hatte ich keine größeren Probleme. Klar war es ungewohnt auf dem Volksfest zu stehen und eine Spezi statt eine Maß in der Hand zu haben. Und klar haben die gewohnten Kumpels komisch geschaut und Fragen gestellt. Hier hab ich mir gedacht, Brust raus, Bauch rein und mal Fragen wo geschrieben steht das ich auf einem Fest Bier trinken muss. Der Freundeskreis ist mittlerweile schmal geworden, aber die die übrig geblieben sind verstehen mich und respektieren meine Einstellung zum Alkohol.
Der zweite Schritt war für mich der Schwerste. Mich zu Fragen warum ich bezüglich dem Alkohol so bin wie ich bin. Warum ich so bin wie ich bin. Hier war mir meine Freundin eine sehr große Hilfe. In Langen Gesprächen sind wir Schritt für Schritt zu meinem heutigen Selbstbild gekommen. Ich weiß jetzt warum ich so manche Wesenszüge an mir habe die ich früher als einfach gegeben gesehen habe, und gar nicht hinterfragt habe. Heute bin ich mir über mich selber viel klarer und kann die ganzen kleinen Puzzlestückchen, die Früher keinen wirklichen Sinn ergaben, zu einem Bild zusammen setzten. Das macht mich insgesamt ruhiger und Kräftiger, da ich mit mir selber im reinen bin.
Der Dritte Schritt war mir zu Überlegen was ich tun kann wenn ich doch mal wieder in die Versuchung kommen sollte zu Trinken. Hier ist die erste Adressen meine Freundin. Durch mein Starkes Vertrauen zu Ihr ist es mir heute möglich über jegliches Problem mit Ihr zu reden und mich dadurch zu entlasten. Auch meine Freunde sind mir hier sehr wichtig. Mit ihnen ist es mir ebenso möglich, wenn ich es benötige, zu reden bzw. Hilfe zu erhalten. Des weiteren habe ich mir eine in meiner Gegend ansässige Psychologin ins Boot geholt. Durch die ersten Gespräche mit Ihr habe ich mir die Möglichkeit geschaffen, wenn nötig, Professionelle Hilfe zu holen.
Und der Vierte Schritt war dann das Resüme. Ich habe mir bei der Entscheidung zur Abstinenz ein paar Ziele gesteckt. Diese waren unter anderem ,logisch, nichts zu Trinken. Das habe ich bis heute geschafft.
Das, und meine allgemeine bzw. insgesamte Änderung machen mich stolz auf mich selber. Alle Menschen um mich rum die mir wichtig sind, wie meine Freundin, meine Schwiegereltern, mein bester Kumpel, kennen mein Problem. Auch die sind Stolz auf mich, dass ich diesen Cut gemacht habe und diesen auch weiterhin durchziehe. Und dieses Schöne Gefühl dabei gibt mir die Kraft für den fünften Schritt, das weitermachen.
26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?
Ich fühle mich fitter, Körperlich sowie Geistig. Ich habe wieder diesen Drang etwas zu schaffen am Tag. Ich gehe entspannter durch mein Leben. Dadurch habe ich wieder genug Kraft und Energie für meine Familie, die das natürlich super findet. Mein Freundeskreis ist wie schon erwähnt ziemlich schmal geworden, was ich aber sehr gut finde, da ich nun nur die Leute um mich rum habe die ich mag und die mich mögen, die ich respektiere und die mich respektieren.
27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?
Vor allem schon mal keinen Alkohol trinken. Dadurch dass ich gegenüber meinem Umfeld offener geworden bin, habe ich nun vielmehr Anlaufstationen die mir bei Bedarf zur Seite stehen.Das gibt mir Sicherheit. Dadurch dass ich mit meiner Familie mittlerweile ins Eigenheim gezogen bin und in den Genuss einer eigenen Hobbywerkstatt gekommen bin kann ich einem meiner größten Hobbys wieder nachgehen, der Schrauberei. Auch ist die Feuerwerkerei mittlerweile dazu gekommen die ich mit großem Spaß betreibe, und hoffentlich noch dieses Jahr meine Prüfung ablegen kann. So kann ich mir immer meinen Ausgleich schaffen. Ebenso habe ich mich in diese ganze Krankheitsgeschichte meiner Tochter richtig eingearbeitet. Dadurch verstehe ich jetzt vieles besser, hab keine große Scheu mehr vor dem ganzen Thema und kann dadurch auch mit meiner Tochter viel besser umgehen. Das tut insgesamt unserem Familienleben sehr gut, was mir auch wiederum sehr viel Kraft gibt.
28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?
(mit Begründung)
Ja das muss ich sogar. Nur wenn ich mir der eventuellen Gefahr bewusst bin kann ich rechtzeitig darauf reagieren und gegensteuern. Gespräche mit meinen Vertrauten Personen wie meiner Freundin werden mir hier helfen das im Notfall unter Kontrolle zu behalten. Und wenn das auch nicht helfen sollte oder vll. nicht mehr möglich ist habe ich auch keine Scheu mehr davor professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.
29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?
Durch die Strikte Einhaltung meiner Abstinenz.
30. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen?
Zusammenfassend möchte ich sagen dass ich aus heutiger Sicht froh bin dass alles so passiert ist wie es passiert ist. Es ist zum Glück niemanden was passiert außer mir. Das was mir passiert ist war Richtig und Gut. So hatte ich die Möglichkeit mein Leben um 180 Grad zu drehen. Heute Lebe ich dadurch glücklicher und zufriedener.