Wie gehe ich mit der Alkohol MPU vor…? Was ist der richtige Weg?

also ich erzähl einfach mal allgemein was zu. Ich denke, dass das jetzt nicht in der sinnvollsten Reihenfolge passieren wird. Aber das sind all die Sachen, die mir dazu einfallen letztendlich die allgemein Konsumsprünge ziehe ich darauf zurück, dass sich der Konsum stetig gesteigert hat, da sich die Alkohol Toleranz stetig weiter aufgebaut hat und ich sozusagen immer mehr Alkohol brauchte, um das Level zu erreichen wie es sonst immer der Fall war. Ich hatte in der Schulzeit im Alter von 16-18 Jahren zwar Freunde jedoch muss ich dazu sagen, dass das reine Schulfreunde waren und ich in meiner Freizeit sehr viel zu Hause war und die nie was mit mir unternehmen wollten. Meine Schulfreunde sind angefangen Alkohol zu trinken und haben sich auch mehr mit älteren Leuten, die jeder natürlich cool fand, auseinandergesetzt und haben viel gemeinsam gemacht. Ich hatte letztendlich nie großes Interesse an Alkohol aber habe dann, wie ich schon beschrieben hatte mit 16 auch angefangen ein bis zweimal im Monat mit meiner Familie beziehungsweise mein Vater zu Hause Alkohol zu trinken. Ich hatte nicht das größte Selbstbewusstsein und den größten Selbstwert und war eher introvertiert. Mit der Zeit wollte ich dann auch mit meinen Schulfreunden und den älteren Kollegen von denen mehr unternehmen. Letztendlich war ich dann auch dabei und habe gemerkt, dass es in diesem Freundeskreis viel um Alkohol trinken geht. Ich hatte das Gefühl, dass man Alkohol trinken musste, um dazuzugehören. Ich war in einer ruhige Person, aber wollte trotz alledem dazugehören, so dass ich auch angefangen habe, regelmäßig zwei bis dreimal im Monat mit den neuen Leuten Alkohol zu konsumieren. ich hatte das Gefühl durch das Alkohol trinken, auch dazu zu gehören und dass sie auch gefreut hatten, mich dabei zu haben. Mit 19 kam es dann dazu, dass wir auch häufiger auf Partys gegangen sind. Die Häufigkeit blieb bei zwei bis dreimal im Monat jedoch kam es da dann noch mal zum deutlichen Sprung, da dann neue Leute dabei waren, den ich mich natürlich auch öffnen wollte. Mein Alkoholkonsum hat sich stetig gesteigert an meine Alkohol Toleranz immer gestiegen ist. Durch den Alkohol hatte ich ein größeres Selbstbewusstsein und ein größeren Selbstwert, weil ich das Gefühl hatte, dass ich bei den coolen Leuten dabei bin und andere Leute auf uns auf gucken. Das war ein ganz falscher Ansatz, als ich dann in einer Beziehung gekommen bin, war ich nicht mehr so oft trinken. Es war zweimal im Monat mit einer Menge von dreieinhalb bis vier l Bier. Mit 22 ist es angefangen, dass ich mit meiner Freundin häufiger Streit hatte. Ich war ein bis zweimal im Monat mit meinen alten Freunden unterwegs und habe auch mehr Alkohol getrunken. Ich habe mich ebenso wieder von dem Freundeskreis mitreißen lassen und dazuzugehören. Diese Alkoholkonsum hat sich gesteigert, bis an dem Abend, wo ich den Unfall gebaut habe.

Allgemein kann ich auch noch sagen, dass ich unter negativen Gefühlen, die man nicht oft hatte, jedoch die auf jeden Fall mal vorkommen, neben den Bier auch noch Shots getrunken habe. Ich habe nie in der Woche getrunken jedoch hab ich meine negativen Gefühle und Emotionen beziehungsweise Probleme in mich hinein gefressen und am Wochenende durch den Alkohol rausgelassen. In Situationen, wo ich diese negativen Gefühle und Emotionen hatte, habe ich auch Shots getrunken. diese Shots haben Filmriss und Blackouts zugerufen, was mir aber in der Situation teilweise egal war, da ich meine negativen Gefühle und Problemen vergessen konnte. in Situation, wo es mir gut ging und ich glücklich war, habe ich Bier getrunken und diese Shots weggelassen. Ich habe ganz klar ein erhöhten Alkoholkonsum im Sinne von den Shots gehabt, wenn es mir innerlich nicht gut ging. Ich habe in dem Alkohol eine Wirkung gesucht, dass ich meine negativen Probleme und Gefühle beiseite schieben konnte und sie vergessen konnte. An dem besagten Abend, wo ich den Unfall gebaut habe, hat sich meine Freundin von mir getrennt. Daraufhin habe ich neben den 6-8 0,5 l Bier auch noch fünf Shots getrunken.

Ich weiß nicht, ob das jetzt zu viel Information waren oder es zu oberflächlich war. letztendlich denke ich, dass ich getrunken habe, damals um ein höheres Selbstbewusstsein und ein höheren Selbstwert zu haben und das Gefühl zu haben, dass ich zu dieser Freundesgruppe zu die ich immer auf geschaut habe, dazuzugehören. Ebenso war ich dadurch weniger introvertiert, wie ich es damals auf jeden fall war.
Ebenso lässt sich deutlich aufzeigen, dass ich einen noch stärkeren Alkoholkonsum hatte und auch Shots getrunken habe obwohl ich weiß, dass ich dadurch Black-out bekommen habe. Das war in dem Moment egal, weil es sich richtig angefühlt hat und ich dadurch meine negativen Gefühle und Emotionen beziehungsweise Probleme vergessen und verdrängen konnte. Die Hauptprobleme waren also, dass ich dachte, dass ich Alkohol brauche, um selbstbewusst und einen größeren Selbstwert zu haben. Ebenso eine große schwäche von mir, dass ich mich nicht öffnen konnte und meine Probleme im Alkohol ertrinken wollte.

Das ist die Geschichte was die Wahrheit entspricht.
Die Probleme sind sehr wohl aufgearbeitet, ebenso habe ich Strategien und Wege für die Zukunft, wie ich hier auch beschrieben habe.

Ich höre von dem ganzen Text von euch kein Positives Wort heraus?
 
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Ich denke dass das gleichzeitig eine Trennung mit sich bringt?!?!?! ;)
Nein, nicht zwingend.

Es bedeutet erst einmal eine größere Krise, die aber nicht zwingend auf eine Trennung herausläuft.

Und die erste Aussage von Dir „Ich hab erfahren dass meine Freundin mich betrogen hat“ beinhaltet, dass man sich mit der Freundin auseinandersetzt, warum, wieso sie mich betrogen hat.
Heißt also Kommunikation und Überlegungen wie es mit der Beziehung (?) weitergehen könnte.

Die zweite Aussage von Dir „meine Freundin hat sich von mir getrennt“ ist eine völlig andere Aussage.

Beides mag zum gleichen Ergebnis geführt haben, zeigt aber, dass Du Deine Aussagen hier den Posts der „Helfenden“ versuchst „positiv anzupassen“.
 
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Nein, nicht zwingend.

Es bedeutet erst einmal eine größere Krise, die aber nicht zwingend auf eine Trennung herausläuft.

Und die erste Aussage von Dir „Ich hab erfahren dass meine Freundin mich betrogen hat“ beinhaltet, dass man sich mit der Freundin auseinandersetzt, warum, wieso sie mich betrogen hat.
Heißt also Kommunikation und Überlegungen wie es mit der Beziehung (?) weitergehen könnte.

Die zweite Aussage von Dir „meine Freundin hat sich von mir getrennt“ ist eine völlig andere Aussage.

Beides mag zum gleichen Ergebnis geführt haben, zeigt aber, dass Du Deine Aussagen hier den Posts der „Helfenden“ versuchst „positiv anzupassen“.
Tatsächlich ist Fremdgehen für mich ein klares BeziehungsAUS. Das kann aber auch jeder sehen und damit umgehen wie er möchte.
Fremdgehen=Trennung
Das hätte ich dann wohl sagen müssen, da es für mich selbstverständlich ist, dann habe ich mich nicht deutlich genug ausgedrückt. Danke für den guten Tipp :)

Desweiteren wollte ich danach ein klärendes Gespräch, um im „Normalen“ auseinanderzugehen, das wurde aber deutlichst abgelehnt. Fehlende Kommunikation gabs von meiner Seite aus nicht. Aber das im Detail alles zu erzählen ist etwas zu öffentlich hier, in der MPU kein Problem, aber nicht hier.
 
Tatsächlich ist Fremdgehen für mich ein klares BeziehungsAUS. Das kann aber auch jeder sehen und damit umgehen wie er möchte.
Fremdgehen=Trennung
Das hätte ich dann wohl sagen müssen, da es für mich selbstverständlich ist, dann habe ich mich nicht deutlich genug ausgedrückt. Danke für den guten Tipp :)

Desweiteren wollte ich danach ein klärendes Gespräch, um im „Normalen“ auseinanderzugehen, das wurde aber deutlichst abgelehnt. Fehlende Kommunikation gabs von meiner Seite aus nicht. Aber das im Detail alles zu erzählen ist etwas zu öffentlich hier, in der MPU kein Problem, aber nicht hier.
Hi, ich möchte dir mal von meiner Erfahrung : Leben berichten. Vorab gesagt, die Anfänge sind bei mir ähnlich. Meine Konsummotive:
Mit etwa 15 Jahren hatte ich meinen ersten Kontakt mit Alkohol. In dieser Phase stand für mich vor allem Neugier und das Bedürfnis nach Zugehörigkeit im Vordergrund. Alkohol war kein Mittel zur Problemlösung, sondern Teil von Gemeinschaft, Ausprobieren und dem Wunsch, erwachsener zu wirken.
Zwischen 15 und 20 Jahren – während der Schulzeit – blieb der Konsum überwiegend an Wochenenden und in Gruppensituationen. Alkohol hatte für mich eine soziale Funktion. Er half mir, lockerer zu sein, Hemmungen abzubauen und mich sicherer im Umgang mit anderen zu fühlen. Ich habe ihn als Verstärker von Spaß erlebt.
Mit Beginn meiner Ausbildung (ca. 20–23 Jahre) bekam Alkohol eine zusätzliche Funktion. Neben dem sozialen Aspekt wurde er zunehmend ein Mittel zur Spannungsregulation. Leistungsdruck, Verantwortung und der Wunsch, alles gut zu machen, erzeugten innere Anspannung. Am Wochenende zu trinken fühlte sich wie eine Belohnung und gleichzeitig wie ein Ventil an.
Zwischen 23 und 24 Jahren – in einer Phase beruflicher Unsicherheit und Unzufriedenheit – veränderte sich meine innere Haltung weiter. Alkohol war nicht mehr nur Teil von Geselligkeit, sondern begann, Frust, Selbstzweifel und Leere zu überdecken. In dieser Zeit entwickelte sich schleichend eine emotionale Funktion: Ich nutzte Alkohol, um unangenehme Gefühle kurzfristig nicht spüren zu müssen. Stoppe hier, da du ja erst 24 bist. Bei mir ging es noch weiter.
Wo ich mich hier angemeldet habe und angefangen habe, dachte ich durch Vorbereitung gut aufgestellt zu sein. Bin auch auf für mich negative Kritik gestoßen. Aber genau das hat meinen Ehrgeiz und Umdenken geweckt. Warum nicht vollkommen ehrlich sein und alles was ein Problem sein kann schonungslos ehrlich zu schreiben. Nur so kann dir hier geholfen werden. Mit der Zeit meiner Aufarbeitung hier, habe ich ganz andere Zusammenhänge gefunden für meinen Alkoholkonsum. Es waren nicht hauptsächlich die schlimmsten Ereignisse wie Todesfälle. Ich habe dann das Feld von hinten aufgeräumt. Wie komme ich auf über 2 Promille Giftfestigkeit, wie muss sich das entwickelt haben. Weißt du wirklich immer was du wann genau getrunken hast? In der Kneipe hatte ich damals meinen Deckel, wo der Verzehr drauf stand, aber da kamen ja noch die ausgegeben Getränke hinzu.
Auch im Hinblick auf Gefühle und Emotionen, was hat es bei dir ausgelöst, dass deine Ex kein klärendes Gespräch wollte? Wieso hat sie sich dann getrennt (so hatte ich es verstanden), obwohl für dich fremdgehen ein Trennungsgrund ist.
Klar kostet es eine enorme Überwindung hier „öffentlich“ alles rein zu schreiben, aber es wird dir helfen. Ich merke, du bist fleißig und bereit Hilfe anzunehmen, hast bereits gute Alternativen (Wie wird es in Zukunft sein) gefunden, wie z.B. den Sport. Ich hoffe du schaffst es deine persönliche Maske abzulegen. Es wird für dich ein Mehrwert sein, nicht nur für die MPU, sondern fürs Leben.
 
Aber das im Detail alles zu erzählen ist etwas zu öffentlich hier, in der MPU kein Problem, aber nicht hier.
Das ist die Geschichte was die Wahrheit entspricht.
Ich höre von dem ganzen Text von euch kein Positives Wort heraus?
Hm, ich tue mich ein wenig schwer zu verstehen, was wirklich "des Pudels Kern" ist.
Auf der einen Seite kam ich mir bei der Ergründung der Trinkhistorie wie auf einem arabischen Basar vor, dann kam die Wahrheit und nun wird gesagt, dass es hier zu öffentlich ist um die Details zu nennen.:confused:
 
Also, lieber @mikahasel, das geht grundsätzlich schon in die richtige Richtung, aber auch ich habe, wie @Monster, den Eindruck, dass du immer noch zu viel in`s Außen schaust, ob deine Aussagen für uns/ für den GA schlüssig sind.
Das hindert dich aber, meiner Einschätzung nach, genau dahin zu schauen, wo der Kern deines Problem liegt, im Inneren !
Nur wenn du dort hinblickst, wirst du weiterkommen.

Und kümmere dich nicht um Außenwirkung !
Uns ist hier nichts Menschliches fremd.
Und ja, im Laufe einer ehrlichen Aufarbeitung kommen Scham- und Schuldgefühle auf.
Aber auch das gehört zum Prozess, bei dem am Ende die Selbstverzeihung steht.

Dazu einige Fragen:
Kann es sein, dass die Probleme mit deiner Freundin ( auch ) was mit deinem Alkoholkonsum zu tun hatten ?
Woher kam dieses geringe Selbstwertgefühl ? Dezidierte Herleitung…
Warum hast du „gelernt“, dass deine Probleme für deine Familie/ Freunde so uninteressant sind wie du selbst dich gesehen hast ?
etc.

LG :smiley138:
 
Hm, ich tue mich ein wenig schwer zu verstehen, was wirklich "des Pudels Kern" ist.
Auf der einen Seite kam ich mir bei der Ergründung der Trinkhistorie wie auf einem arabischen Basar vor, dann kam die Wahrheit und nun wird gesagt, dass es hier zu öffentlich ist um die Details zu nennen.:confused:
Ich habe eher den Eindruck, dass Mikahasel sich selber noch gar nicht darüber bewusst ist, wieviel er über die Jahre getrunken haben muss, um diese Gewöhnung zu erzielen.
 
Aber das im Detail alles zu erzählen ist etwas zu öffentlich hier, in der MPU kein Problem, aber nicht hier.
wenn Du hier nicht in die Tiefe gehen kannst, können wir nichts für Dich tun. Dann muss das der Gutachter erledigen.
Weisst schon: "Wasch mich aber mach mich nicht nass" ist ein Auftrag, der nicht erfüllbar ist. Wieso sollten wir dann unsere Zeit dafür hergeben? Da konzentrieren wir uns lieber auf Anfragende, die bereit sind, aufzumachen.
 
Ich persönlich finde, du hast hier eine riesige Unterstützung von Profis, die ihre Freizeit opfern, um dir zu helfen. Ich habe auch erst so reagiert, nee nicht alles erzählen. Aber wozu die Scham? Wenn es bei dir denn Scham ist. Es gibt (fast) nichts, was die Profis nicht schon mal gehört haben. Ich selber hatte letzten November die Möglichkeit über meinen Vorbereitungskurs bei der Drob, einem Gutachter für die MPU Fragen zu stellen. Der gute Herr Doktor leitet eine MPU Stelle. Er sagte immer wieder es würde nichts geben, was er noch nicht gehört hätte und wir sind mit unseren Lebensgeschichten nichts „besonderes“. Er würde in erster Linie Wert drauf legen, welche Mengen wann (Lebensabschnitte) getrunken wurden und warum.
Erst wenn ich das verstanden habe, weiß ich auch im Hinblick Zukunftsprognose wie ich mit meinen Schwächen / Problemen umgehen kann.
 
wenn Du hier nicht in die Tiefe gehen kannst, können wir nichts für Dich tun. Dann muss das der Gutachter erledigen.
Weisst schon: "Wasch mich aber mach mich nicht nass" ist ein Auftrag, der nicht erfüllbar ist. Wieso sollten wir dann unsere Zeit dafür hergeben? Da konzentrieren wir uns lieber auf Anfragende, die bereit sind, aufzumachen.
Das was ich meinte, ich hier nicht erzählen zu wollen, ist das Gespräch 1 Monat nachdem die TF war. Das ändert gar nichts in Bezug auf den Motiven.
 
Ich persönlich finde, du hast hier eine riesige Unterstützung von Profis, die ihre Freizeit opfern, um dir zu helfen.
Ja das stimmt 100%.
Nur dann erzählt man genaustens warum man begonnen hat Alkohol zu trinken, auch viel… Und dann sagt einer „ne das alles erlogen“ NEIN ISSES NICHT?
Ich habe gesoffen weil ich dazugehören wollte, ich wollte mit den Leuten die ich oben ausführlich beschrieben habe abhängen. Alkohol war da einfach Gang und Gebe. Ich habe mich da mitreißen lassen (Selbstwertgefühlt konnte nicht einfach Nein sagen damals), ebenso war ich eher ein ruhiger Mensch, durch Alkohol war ich deutlich offener und konnte mich mehr in die Runde einbringen. Alkohol hat dadurch offensichtlich mein Selbstwert und Selbstbewusstsein verstärkt.

Das sind nun mal MEINE Motive.

Was ich noch gesagt habe ist ein noch erhöhter Konsum durch negative Gefühle, Emotionen, Stress und Probleme.

Motiv: Emotionen verdrängen wollen durch Alkohol -> Wirkungssaufen damit man einfach alles vergisst
 
jetzt wirds langsam produktiv :)

also.. der Start war unglücklich mit gefakten Mengenangaben. Das hat ein paar Seiten gebraucht, bis Du aufgemacht hattest. Ja, "Basar" triffts ganz gut. Wir wollen einfach das Gefühl haben, dass da gleich die Wahrheit kommt und wir nicht wieder seitenlang rumstochern müssen. Das ist mühsam und energieraubend. Und dann machen halt Sätze wie aber das im Detail alles zu erzählen ist etwas zu öffentlich hier, in der MPU kein Problem, aber nicht hier wieder sehr skeptisch und ich überlege mir, ob ich da wirklich Zeit investiere.
 
So - jetzt schauen wir mal. Ich bin bewusst etwas provokativ, weil dann am meisten von Dir kommt.

Ich habe gesoffen weil ich dazugehören wollte, ich wollte mit den Leuten die ich oben ausführlich beschrieben habe abhängen. Alkohol war da einfach Gang und Gebe. Ich habe mich da mitreißen lassen
lass uns da mal genau hinschauen:
Wie waren denn sonst so Deine sozialen Kontakte damals? So ab 15?
Weisst du - Seine Trinkkreise sucht man sich aus, die sind nicht gottgegeben. Kiffer kiffen in ihren Kifferrunden, Säufer saufen in ihren Säuferrunden, Fixer fixen in ihren Fixerrunden. Kein Fixer setzt sich nen Schuss in Kifferrunden. Was waren die (guten und wichtigen) Gründe, dass Du Dir ausgerechnet diesen Kreis ausgesucht hast?
 
jetzt wirds langsam produktiv :)

also.. der Start war unglücklich mit gefakten Mengenangaben. Das hat ein paar Seiten gebraucht, bis Du aufgemacht hattest. Ja, "Basar" triffts ganz gut. Wir wollen einfach das Gefühl haben, dass da gleich die Wahrheit kommt und wir nicht wieder seitenlang rumstochern müssen. Das ist mühsam und energieraubend. Und dann machen halt Sätze wie aber das im Detail alles zu erzählen ist etwas zu öffentlich hier, in der MPU kein Problem, aber nicht hier wieder sehr skeptisch und ich überlege mir, ob ich da wirklich Zeit investiere.
Ja kann ich verstehen, war nicht richtig von mir.
Ich habe gesoffen weil ich dazugehören wollte, ich wollte mit den Leuten die ich oben ausführlich beschrieben habe abhängen. Alkohol war da einfach Gang und Gebe. Ich habe mich da mitreißen lassen (Selbstwertgefühlt konnte nicht einfach Nein sagen damals), ebenso war ich eher ein ruhiger Mensch, durch Alkohol war ich deutlich offener und konnte mich mehr in die Runde einbringen. Alkohol hat dadurch offensichtlich mein Selbstwert und Selbstbewusstsein verstärkt.

Das sind nun mal MEINE Motive.

Was ich noch gesagt habe ist ein noch erhöhter Konsum durch negative Gefühle, Emotionen, Stress und Probleme.

Motiv: Emotionen verdrängen wollen durch Alkohol -> Wirkungssaufen damit man einfach alles vergisst
Das ist das was ich schon mit meinem MPU „Vorbereiter“ erarbeitet habe. (Ja der Vorbereiter ist glaube ich nicht die Beste Wahl, werde ich vermutlich auch noch ändern)
Die Motive und Gründe haben wir jedoch so ausgearbeitet.
 
lass uns da mal genau hinschauen:
Wie waren denn sonst so Deine sozialen Kontakte damals? So ab 15?
Weisst du - Seine Trinkkreise sucht man sich aus, die sind nicht gottgegeben. Kiffer kiffen in ihren Kifferrunden, Säufer saufen in ihren Säuferrunden, Fixer fixen in ihren Fixerrunden. Kein Fixer setzt sich nen Schuss in Kifferrunden. Was waren die (guten und wichtigen) Gründe, dass Du Dir ausgerechnet diesen Kreis ausgesucht hast?
Mit 15 waren meine sozialen Kontakte gerade Freunde aus der Schule (3/4Jungs). Man hat viel miteinander nach der Schule gemacht, typische Sachen wie Fußball spielen, usw…
Mit der Zeit Richtung 16/16,5 Jahre habe ich gemerkt dass die mit 3/4 Jungs unterwegs waren, die auch etwas älter waren. Dadurch war ich die Zeit häufiger zuhause, gerade am Wochenende haben sie nichts mehr mit mir gemacht.
Ich hab ein wenig nach den aufgeschauen…Wollte auch dabei sein und mit den Älteren unterwegs sein. Deshalb wollte ich dazugehören und habe Alkohol zunächst ein paar Mal zuhause mit Papa „ausprobieren“. Mit der Zeit war mein Wunsch dazuzugehören so groß, dass ich ein Teil dieses Freundeskreis sein wollte und somit auch aus diesem sozialen Grund dort mitgetrunken habe. Ich war allgemein (gerade mit Älteren) ein eher zurückhaltender Typ. Der Alkohol hat mein Selbstbewusstsein und Selbstwert verstärkt, sodass ich mich voll zugehörig gefühlt habe. Ich konnte mich mehr öffnen und war redefreudiger.
Man wollte auch zu den „Der macht was mit Älteren gehören“. Es war dann ein regelmäßiges Trinken am Wochenende, man hat sich auch keine Gedanken mehr drüber gemacht, was man am Wochenende macht, denn 2-3mal im Monat wusste man, man sitzt zusammen und trinkt gemeinsam.
Dass ich mich somit für den „Saufkreis“ entschieden habe war vermutlich der sozialen Nahheit geschuldet, ich hatte meine 3/4 Jungs aus der Schule und diese sind mit dem Trinken angefangen mit der Gruppe der Älteren, da wollte ich ein Teil von sein.
 
sehr gut :)
Auf diesem Niveau können wir gerne weitermachen (und idR gehen wir hier bisschen weiter als der Gutachter, damit man auch für überraschende Nachfragen gewappnet ist).
Wir haben da also ein zentrales Selbstwertproblem (das in diesem Alter durchaus üblich ist).

Was hat - bereits zu der Zeit - der Alkohol für eine (vermutlich als hilfreich empfundene) Wirkung ausgeübt?
Von wo nach wo hast du dich da getrunken?
* innerer Zustand / Emotionen
* äußeres sichtbares Verhalten

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Zusatzfrage:
denn 2-3mal im Monat wusste man, man sitzt zusammen und trinkt gemeinsam.
ich würde vermuten, dass man dich da schon auf die eine oder andere Weise zum Mittrinken aufgefordert hat ("Nur wer mithalten kann, bekommt Anerkennung"?) - wie hat sich in dieser Zeit bereits Dein Alkoholkonsum geändert?
 
Zuletzt bearbeitet:
Was hat - bereits zu der Zeit - der Alkohol für eine (vermutlich als hilfreich empfundene) Wirkung ausgeübt?
Von wo nach wo hast du dich da getrunken?
* innerer Zustand / Emotionen
* äußeres sichtbares Verhalten
Ich muss ganz klar sagen dass der Alkohol für mich hilfreich war ja, wie du schon sagst. Mein eher schwaches Selbstwertgefühl wurde dadurch sehr gepusht und das hat mich auch selbstbewusster auftreten lassen. Es kam zu einer Minderung meiner innerlichen Unsicherheit. Ich konnte mich dadurch öffnen und mehr integrieren, die Rückmeldung in Form von Gesprächen usw haben dies bestätigt. Ich hatte einfach das Gefühl dazuzugehören und akzeptiert zu werden. Weiß nicht genau was du mit äußerlich meinst, verstehe es so, dass ich durch die Wirkung von Alkohol offener war, mehr geredet habe, eine geringere Hemmschwelle hatte und die Situation einfach deutlich lockerer war.

Na klar, solche Sprüche waren Gang und Gebe, teils habe ich es sogar als Duell aufgenommen. Wer mehr getrunken hat hat auch mehr dazu gehört… Um keine Schwäche zu zeigen, hat man damals natürlich mitgemacht und mitgetrunken, man wollte nicht als „Außenseiter“ der kaum was trinkt oder nicht mithalten darstehen. Teilweise habe ichs als Duellieren aufgenommen, wer nun mehr vertragen und trinken kann. Der Alkoholkonsum ist dadurch auf jeden Fall angestiegen. Es war sozusagen ein kontinuierliches Steigerne des Alkoholkonsums über die ganze Zeit der Trinkhistorie.
 
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