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Droht mir eine MPU aufgrund von Gewalttat?

Mpuklärung

Neuer Benutzer
Moin, eine Frage Bezug auf KV

wegen Gefährliche Körperverletzung

beschließt das Amtsgericht X - Abteilung X - durch den Richter am Amtsgericht

X am X:

1. ⁠Die Fahrerlaubnis wird dem Beschuldigten vorläufig entzogen, §§ 111a StPO, 69 StGB.

2. ⁠⁠Die Entziehung wirkt zugleich als Anordnung der Beschlagnahme des Führerscheins.

Dann kommt Gründe und abschließend

Es sind daher dringende Gründe für die Annahme vorhanden, dass dem Beschuldigten die Erlaubnis zum Führen von Kraftfahrzeugen wegen Ungeeignetheit demnächst entzogen werden wird (§ 69 StGB). Die vorläufige Entziehung der Fahrerlaubnis erscheint erforderlich, um die Allgemeinheit vor weiterer Gefährdung zu schützen.

Die Entziehung ist deshalb nach § 111a StPO in Verbindung mit § 69 StGB anzuordnen.

Nun die Frage, wie lange wird mein Führerschein gesperrt sein, als Ersttäter? Mein Führungszeugnis ist sauber, Punkte habe ich vielleicht 1 oder 2. Mpu wahrscheinlich absehbar, oder? Kennt sich jemand damit aus? Mein Anwalt ist im Urlaub und chatgpt macht mich allmählich verrückt
 
und chatgpt macht mich allmählich verrückt
das ist eine wichtige Erkenntnis :hand0051:

Ok, zum Thema:
Die vorläufige Entziehung der Fahrerlaubnis erscheint erforderlich, um die Allgemeinheit vor weiterer Gefährdung zu schützen.
Jup. Das erfährt die FsSt. Menschen mit heftiger Aggressionstendenz haben im Straßenverkehr nichts zu suchen. Da wird die FsSt gaaaanz vorsichtig. Der Gutachter auch. Den musst Du überzeugen, dass Du Deine Impulse unter Kontrolle hast. Mit einem "ich machs nicht mehr" kommst du da nicht weit, das wird ein Wesenstest, für den Du mächtig bei Dir aufräumen musst. Ich empfehle eine dahingehend ausgerichtete Therapie, aus der heraus Du dann lebendig beschreiben kannst, was sich so alles im Alltag geändert hat, im Vergleich zu früher. Weil sowas dauert und der Gutachter sicher sein will, dass das stabil bleibt, solltest Du dich mal mindestens auf 12 Monate aktiven Veränderungszeitraum einrichten.
Das war jetzt eine "tendenzielle" Antwort auf die bruchstückhaften Fakten, die vorliegen.
Und: Dein Anwalt kann gegen eine MPU-Anordnung gar nix machen.

Was genau ist denn passiert? Wie war das sonstige Strafmaß?
 
Schön, dass du hier gelandet bist :smiley138:

Ich könnte mir durchaus in deinem Falle vorstellen, dass du gar keine Sperrfrist bekommst, wegen fehlenden Zusammenhangs zum öffentlichen StV.

Allerdings ist das letzten Endes egal.
Es wird eine MPU aufgrund charakterlicher Nichteignung wegen hohen Aggressionspotentials auf dich zukommen.
Das wird ein Brett, und du wirst mindestens 12 Monate brauchen, um eine psychologische Aufarbeitung zu machen, mit der du eine MPU zumindest bestehen könntest, wie du ja auch schon vom lieben @joost gehört hast.

Wir helfen dir dabei sehr gerne, Ehrlichkeit und Veränderungsbereitschaft vorausgesetzt.

Berichte also genau, was da vorgefallen ist und bitte den https://www.mpu-vorbereitung-online.com/forum/threads/profilfragebögen.263/ ausfüllen
 
Wir kennen bislang kaum Fakten, deshalb ein paar Erfahrungswerte:

Die Führerscheinsperre wird bei einer Verurteilung 12 bis 18 Monate betragen.

Eine MPU-Forderung ist sehr wahrscheinlich und bleibt 15 Jahre in deinen Akten. Innerhalb der 15 Jahre wirst du die Fahrerlaubnis (nach Ablauf der Sperre) nur mit einer bestandenen MPU zurückerhalten.

Je nachdem wie lange du bis zur Wiedererteilung ohne Fahrerlaubnis warst werden von dir eine theoretische und eine praktische Prüfung gefordert werden.

Deine bisherige Fahrerlaubnis und dein bisheriger Führerschein werden praktisch geschreddert werden. Du wirst eine neue Fahrerlaubnis und einen neuen Führerschein mit neuen Erteilungsdatum bekommen. Das kann bei bestimmten Berufen zu Problemen führen, in denen eine bestimmte Führerscheinbesitzdauer erwartet wird. Oder beim begleitenden Fahren ab 17.
 
das ist eine wichtige Erkenntnis :hand0051:

Ok, zum Thema:

Jup. Das erfährt die FsSt. Menschen mit heftiger Aggressionstendenz haben im Straßenverkehr nichts zu suchen. Da wird die FsSt gaaaanz vorsichtig. Der Gutachter auch. Den musst Du überzeugen, dass Du Deine Impulse unter Kontrolle hast. Mit einem "ich machs nicht mehr" kommst du da nicht weit, das wird ein Wesenstest, für den Du mächtig bei Dir aufräumen musst. Ich empfehle eine dahingehend ausgerichtete Therapie, aus der heraus Du dann lebendig beschreiben kannst, was sich so alles im Alltag geändert hat, im Vergleich zu früher. Weil sowas dauert und der Gutachter sicher sein will, dass das stabil bleibt, solltest Du dich mal mindestens auf 12 Monate aktiven Veränderungszeitraum einrichten.
Das war jetzt eine "tendenzielle" Antwort auf die bruchstückhaften Fakten, die vorliegen.
Und: Dein Anwalt kann gegen eine MPU-Anordnung gar nix machen.

Was genau ist denn passiert? Wie war das sonstige Strafmaß?
Passiert ist dieser Vorfall im Straßenverkehr. Ich habe jemanden mit Pfefferspray angegriffen und daher die gefährliche KV
 
Wir kennen bislang kaum Fakten, deshalb ein paar Erfahrungswerte:

Die Führerscheinsperre wird bei einer Verurteilung 12 bis 18 Monate betragen.

Eine MPU-Forderung ist sehr wahrscheinlich und bleibt 15 Jahre in deinen Akten. Innerhalb der 15 Jahre wirst du die Fahrerlaubnis (nach Ablauf der Sperre) nur mit einer bestandenen MPU zurückerhalten.

Je nachdem wie lange du bis zur Wiedererteilung ohne Fahrerlaubnis warst werden von dir eine theoretische und eine praktische Prüfung gefordert werden.

Deine bisherige Fahrerlaubnis und dein bisheriger Führerschein werden praktisch geschreddert werden. Du wirst eine neue Fahrerlaubnis und einen neuen Führerschein mit neuen Erteilungsdatum bekommen. Das kann bei bestimmten Berufen zu Problemen führen, in denen eine bestimmte Führerscheinbesitzdauer erwartet wird. Oder beim begleitenden Fahren ab 17.
Auch direkt als Ersttäter ohne Vorstrafen, so eine harte Strafe?
 
Schön, dass du hier gelandet bist :smiley138:

Ich könnte mir durchaus in deinem Falle vorstellen, dass du gar keine Sperrfrist bekommst, wegen fehlenden Zusammenhangs zum öffentlichen StV.

Allerdings ist das letzten Endes egal.
Es wird eine MPU aufgrund charakterlicher Nichteignung wegen hohen Aggressionspotentials auf dich zukommen.
Das wird ein Brett, und du wirst mindestens 12 Monate brauchen, um eine psychologische Aufarbeitung zu machen, mit der du eine MPU zumindest bestehen könntest, wie du ja auch schon vom lieben @joost gehört hast.

Wir helfen dir dabei sehr gerne, Ehrlichkeit und Veränderungsbereitschaft vorausgesetzt.

Berichte also genau, was da vorgefallen ist und bitte den https://www.mpu-vorbereitung-online.com/forum/threads/profilfragebögen.263/ ausfüllen
Also soll ich jetzt mit der MPU Vorbereitung, auch wenn ein Urteil ausbleibt, schon beginnen?
 
Auch direkt als Ersttäter ohne Vorstrafen, so eine harte Strafe?

Das war ein Teil der Strafe und weitere Folgen für Ersttäter. Von Ersttäterschaft bin ich ausgegangen. Zusätzliche Strafen (Geldstrafe, Haft, bei Jugendstrafe eventuell Arbeitsauflagen) habe ich nicht berücksichtigt, da das deine Frage nicht hergab. Bei Vorbelastungen kann sich die Strafe noch erhöhen.

Eine eventuelle MPU oder erneute Prüfungen sind keine Strafe.
 
Also soll ich jetzt mit der MPU Vorbereitung, auch wenn ein Urteil ausbleibt, schon beginnen?
Du hast ja mit der Vorbereitung schon angefangen, indem Du Dir Gedanken um den Vorgang, die Strafe und die Folgen machst.
Zurzeit ist Dein Blick wahrscheinlich in die Zukunft gerichtet und die Gedanken drehen sich um "wie kriege ich den Führerschein möglichst schnell wieder zurück" oder so ähnlich.

Im weiteren Verlauf wirst Du Dich ganz schön drehen müssen um zu verstehen, wie das passieren konnte.

@Karl-Heinz hat Dich schon auf den Profilfragebogen aufmerksam gemacht.

Und jetzt erzähl mal, wie das passieren konnte. Was war da los und was war mit Dir los? Und wieso hast Du beim Autofahren Pfefferspray dabei? Rechnest Du mit Bärenangriffen?
 
Jupp, absolut !
Das kann ich auch absolut nachvollziehen.

Aber eben, genau wie du sagst, nicht im StV.
Da kann es ja nur aus unlauteren Motiven mitgeführt werden.
Im Auto ist man ja per definitionem geschützt.
Mein Auto z.B. verschließt sich automatisch bei äh…5 km/h…?

Und dann jemanden damit zu besprühen…puh…nun ja, so einen VT kann nun wirklich niemand gebrauchen…
Da wäre die Vorgeschichte sehr interessant…

Lieber @Mpuklärung,
deine FE zurückzuerlangen, wird sehr, sehr, sehr…schwer werden.
Berichte doch mal, wie es dazu kam, damit wir dir helfen können.

Auf jeden Fall aber:
Beginne sofort mit der Vorbereitung, mit der psychologischen Aufarbeitung, umso schneller darfst du wieder fahren…
 

Ich bin ausgestiegen um mit ihm über seine Nötigungen zu reden, er hat angefangen mich zu beleidigen und mir ist eine Ohrfeige ausgerutscht. Er griff in die fahrertür und nahm ein Gegenstand, wollte aussteigen und ich meinte noch zu ihm, bleib sitzen, aus Furcht habe ich dann Pfefferspray benutzt und bin geflüchtet. Ich hatte dies aus Angst getan und das mit der Ohrfeige war natürlich nicht in Ordnung.

Unnötiges Vollzitat des Vorpostings gelöscht *Nancy*
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Geflüchtet in dem Sinne, dass ich zum Auto gerannt bin und normal weiter gefahren bin. Dies passierte alles an einer roten Ampel, kurz davor die Nötigungen seiner Seite.
 
und mir ist eine Ohrfeige ausgerutscht.
ok. Zuerst Vorsatz (Aussteigen ist ein geplanter Akt) in Kombination mit mangelnder Impulskontrolle* - das deutet auf hochaggressive Neigung.
Und der prophylaktische Einsatz von Pfefferspray, wenn der andere sich vllt gegen dich wehren will. Das war ein Angriff mit einseitiger Eskalation der Mittel. So ähnliche Verhaltensweisen kann sich nur Trump leisten, Du nicht.

Jupp... das dürfte ein Wesenstest werden. Therapieplätze sind rar, Wartezeiten lang. Du könntest Dich jetzt schon mal um einen kümmern. Ich empfehle eine psychiatrische Fachklinik für Aggressionsprobleme, von der könntest Du dann auch einen Abschlussbericht mit Prognose bekommen. Ich würde vorsichtig schätzen, dass Du ohne sowas in einer MPU keine Chance hast.

_____________________________________
* und so, wie Du das ausgedrückt hast: mit gar keiner Impulskontrolle - eine hochbrisante Kombination
 
Zuletzt bearbeitet:
Mich würde die Vorgeschichte interessieren. Um welche Nötigungen ging es denn vorher?
Also was hat der andere Fahrer gemacht, da du Mpuklärung mit ihm darüber "reden" wolltest?
 
Er hat beinahe einen Unfall mit hoher Geschwindigkeit auf der Autobahn provoziert. Hat mich dann lachend von rechts überholt und mehrmals angeleuchtet. Wir haben die selbe Ausfahrt genommen und ich wollte ihn zur Rede stellen, weil sowas absolut nicht in Ordnung ist. Die Beleidigungen, haben dann den Fass zum überlaufen gebracht. Natürlich, war das nicht in Ordnung, aber Fehler passieren - und dafür stehe ich gerade. Pfefferspray, habe ich in der heutigen Lage in dem Land IMMER am Mann, um auf Nummer sicher zu gehen. Den Einsatz von Pfeffer in der Situation habe ich auch nur gemacht, um mich selbst zu schützen und einen gefährlichen Angriff aus dem Weg zu gehen. Ich bin ja nicht umsonst geflüchtet, kurz nach der Aktion.
 
Ich bin im Außendienst tätig und habe seit 10 Jahren meinen Führerschein. Ich fahre täglich mehrere Hunderte KM und habe soetwas selbst noch nie erlebt. Natürlich hatte ich auch einen schlechten Tag gehabt, keine Frage und die Ohrfeige hätte niemals passieren dürfen, aber wie ich hingestellt werde, als höchst aggressiv, bin ich definitiv nicht.
 
Den Einsatz von Pfeffer in der Situation habe ich auch nur gemacht, um mich selbst zu schützen und einen gefährlichen Angriff aus dem Weg zu gehen.
... den DU überhaupt als Möglichkeit ins Leben gerufen hast, weil Du ausgestiegen bist.
Einem befürchteten "gefährlichen Angriff" geht man aus dem Weg, indem man im Auto sitzenbleibt.
Mit "Selbstverantwortung" siehts also auch ziemlich düster aus. Ok.

Ich bleibe bei meiner Einschätzung und bin hier erstmal raus.
 
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