• Als Forenbetreiber sind wir nicht verpflichtet, Beiträge oder Themen auf bloßen Wunsch zu löschen. Eine Entfernung erfolgt ausschließlich bei Vorliegen einer gesetzlichen Verpflichtung (z. B. bei rechtswidrigen Inhalten oder berechtigten datenschutzrechtlichen Ansprüchen). Bitte veröffentlichen Sie daher nur Inhalte, deren dauerhafte Speicherung und öffentliche Zugänglichkeit Sie zustimmen.

Escooter 1.12 promille. Keine Ausfallerscheinungen.

Frage 3) behandelt ein anderes Thema, da ist dir eine Alternativantwort zu 2) reingerutscht^^

Die Steigerung könntest Du noch kurz beschreiben..
Ich bin insgesamt etwa zwei Kilometer gefahren. Mein Ziel war es, direkt nach Hause zu fahren. Ich war ungefähr 50 Meter von meiner Haustür entfernt, als ich von der Polizei kontrolliert wurde.
hier fehlt der gute (!) Grund, weiterzutrinken, wenn Du Dich doch bei wenig Alkohol mutiger, sicherer und wohler gefühlt hast und wusstest, dass es Dir bei weiterem Konsum schlechter gehen würde?
So etwas ist nur in Einzelfällen passiert, und zwar wenn ich auf nüchternen bzw. hungrigen Magen Alkohol getrunken habe. In solchen Situationen habe ich die Wirkung falsch eingeschätzt, weil der Alkohol deutlich schneller und stärker gewirkt hat als sonst.
Aus dieser Erfahrung habe ich gelernt und seitdem darauf geachtet, möglichst nur beim oder nach dem Essen zu trinken. Solche Situationen sind nur vereinzelt vorgekommen und liegen schon mehrere Jahre zurück, ungefähr zehn bis fünfzehn Jahre.

und was mir nach Deinem Plädoyer noch fehlt: welche Gründe gibts denn überhaupt, noch weiter zu konsumieren?
Ich meine... Du schreibst, wie toll das alles ohne Alkohol ist - wofür noch weiter konsumieren?
Der Grund dafür ist nicht mehr, einen Effekt zu erreichen, sondern eher ein sozialer bzw. symbolischer Anlass.

Und dann: was erzählst Du dem Gutachter, wenn er fragt, wie es Dir mit dem risikoarmen Niedrigkonsum so geht? Der würde gern wissen, ob Dein Zukunftsmodell perspektivisch funktionieren würde, welche guten Erfahrungen Du damit gemacht hast.. und der würde auch gern Deine Erfahrungen hören, wie es Dir gelingt, die Kontrolle zu behalten.
Das ist echt sehr wichtiger Punkt, ist es vlt besser wenn ich es umformuliere:
Ich habe mich nach dem Delikt intensiv mit meinem Trinkverhalten auseinandergesetzt und auch eine Phase gehabt, in der ich kontrollierten Konsum ausprobiert habe, um zu verstehen, wie ich damit umgehe.
Dabei habe ich festgestellt, dass mir Alkohol insgesamt keinen echten Mehrwert mehr bringt. Ich habe mich ohne Alkohol deutlich wohler gefühlt, war klarer im Kopf und auch in sozialen Situationen sicherer.
Deshalb habe ich mich entschieden, aktuell komplett auf Alkohol zu verzichten. Diese Entscheidung habe ich aus eigener Überzeugung getroffen.
Zusätzlich habe ich mich dazu entschieden, eine Haaranalyse zu machen, um meine Abstinenz auch objektiv nachweisen zu können.

oder was denkst du, wie ist es besser?
 
sondern eher ein sozialer bzw. symbolischer Anlass.
schau DA mal bitte ganz genau hin!
Was ist so wichtig am Symbol, dass Du sehenden Auges dafür eintauscht, dass es Dir übel geht?

oder was denkst du, wie ist es besser?
soll es eine Abstinenzentscheidung werden für die Zukunft? Aus welchem wichtigen Grund?
Cave! Abstinenz bedeutet: nix. null. Nada. Weil: notwendig. Die nächsten 10 Jahre. Auch nicht der Geburtstags-Sekt 2028.
Wieso sollte die also notwendig sein für Dich?
 
schau DA mal bitte ganz genau hin!
Was ist so wichtig am Symbol, dass Du sehenden Auges dafür eintauscht, dass es Dir übel geht?
danke für die Anmerkung. ich werde es noch mal besser überlegen
soll es eine Abstinenzentscheidung werden für die Zukunft? Aus welchem wichtigen Grund?
Cave! Abstinenz bedeutet: nix. null. Nada. Weil: notwendig. Die nächsten 10 Jahre. Auch nicht der Geburtstags-Sekt 2028.
Wieso sollte die also notwendig sein für Dich?
Da bin ich etwas verwirrt. Soweit ich verstanden habe, erwarten Gutachter meistens etwa 3 Monate Abstinenz, um zu sehen, dass man wirklich darauf verzichten kann, oder habe ich das falsch verstanden?
Ansonsten hätte ich eher gesagt, dass ich beim kontrollierten Trinken bleibe, da ich das bereits praktiziert habe und es bis jetzt gut funktioniert.

Wie sieht du das?
 
ah jetzt. A3 mit 3 Monaten Trinkpause und 3-4 Monate Erfahrung mit risikoarmen Konsum?.
Das mit der Trinkpause (strengenommen keine Abstinenz^^) steht auch in den Leitlinien. Du magst also für die Zukunft im risikoarmen Konsum bleiben? Du kannst auch erzählen, wie es Dir damit ging.. so richtig aus dem echten Leben? Du hast es ausgetestet, vor allem in Situationen, wo Du früher mehr konsumiert hast? Sowas will der Gutachter wissen....

Dann fragt der Gutachter, wie es Dir da ging... um zu ertasten, ob es Geschichtelchen sind oder Du es wirklich erlebt hast..
Und am Ende wird er fragen, weshalb überhaupt noch Alkohol, wenns Dir doch ohne so sehr viel besser geht?

Anmerkung: der Gutachter will zwar spüren, dass Du Deinen Konsum unter Kontrolle hast, aber "kontrolliert Trinken" ist ein Training innerhalb der A2 (Mißbrauchskategorie). Manche Gutachter werden von dem Wort womöglich angetriggert (es zieht dich in eine A2), deshalb verkneife es Dir vllt vorsichtshalber.
 
Aa ok, ich habe irgendwie falsch verstanden, ich dachte es gab nur zwei Möglichkeiten kt oder Abstinenz. Jetzt habe ich alles verstanden und ich bearbeite das Thema noch mal. Danke für deine gute Erklärung ❤️
 
Frage 3) behandelt ein anderes Thema, da ist dir eine Alternativantwort zu 2) reingerutscht^^

Die Steigerung könntest Du noch kurz beschreiben..
Ich habe mit etwa 17 Jahren, also im Jahr 2009, angefangen Alkohol zu trinken, zunächst mit einem Bier. In den darauffolgenden Jahren, von 2009 bis etwa 2019, hat sich mein Konsum langsam gesteigert. Die durchschnittliche Menge lag am Ende bei etwa bis 2,5 Litern Bier pro Anlass.
Nach meinem Umzug im Jahr 2019 hat sich mein Trinkverhalten weiter erhöht, vor allem in sozialen Situationen. In der Spitze lag meine Trinkmenge dann bei etwa 5–6 Bier zusätzlich zu 3–4 Schnäpsen.
 
ah jetzt. A3 mit 3 Monaten Trinkpause und 3-4 Monate Erfahrung mit risikoarmen Konsum?.
Das mit der Trinkpause (strengenommen keine Abstinenz^^) steht auch in den Leitlinien. Du magst also für die Zukunft im risikoarmen Konsum bleiben? Du kannst auch erzählen, wie es Dir damit ging.. so richtig aus dem echten Leben? Du hast es ausgetestet, vor allem in Situationen, wo Du früher mehr konsumiert hast? Sowas will der Gutachter wissen....
Ich habe mich mit dem Thema noch einmal intensiver auseinandergesetzt und dabei eine wichtige Erfahrung gemacht.Ich habe nach dem Delikt zunächst bis Ende September komplett auf Alkohol verzichtet. Ab Oktober habe ich dann bewusst ausprobiert, welche Rolle Alkohol noch in meinem Leben spielt. Dafür habe ich in verschiedenen Situationen und mit unterschiedlichen Mengen experimentiert.
Eine wichtige Phase war ein vierwöchiger Urlaub von Ende Oktober bis Ende November in meiner Heimatstadt. Dort habe ich viele Freunde und Familie, und früher habe ich in solchen Situationen deutlich mehr Alkohol konsumiert.
Diesmal war es aber anders: Mein Konsum war deutlich reduziert, ich würde sagen um über 80 %. Ich habe in verschiedenen Situationen ausprobiert, wie es sich anfühlt, und dabei festgestellt, dass ich Alkohol in Bars oder in der Kommunikation überhaupt nicht mehr brauche. Im Gegenteil, ich habe gemerkt, dass ich mich nüchtern besser konzentrieren kann und sicherer im Umgang mit anderen bin.
Wenn ich überhaupt Alkohol getrunken habe, dann nur in ruhigen Situationen, zum Beispiel beim gemeinsamen Abendessen. Dabei ging es nicht um eine Wirkung, sondern eher um den Genuss, etwa ein Glas Wein zum Essen. Auch hier habe ich gemerkt, dass mir ein bis maximal zwei Getränke ausreichen.
 
Die praktischen Beispiele finde ich schon gut.
Kannst du das „ausreichen“ näher ausführen ?
Beispielw: Einmal war ich im Club und habe etwa vier Bier und zwei Schnäpse getrunken, also ungefähr so viel wie früher. Das hat mir überhaupt nicht mehr gefallen. Am nächsten Tag ging es mir schlecht, ich war abgeschlagen und verkatert.
In einer Bar habe ich drei Bier getrunken und gemerkt, dass es mir auch in dieser Menge nicht mehr gefällt. Deshalb habe ich bewusst aufgehört und nicht weitergetrunken.
Bei einem Abendessentreffen mit Freunden, bei dem ich früher deutlich mehr getrunken hätte, habe ich an diesem Abend nur zwei Bier getrunken. Meine Freunde waren zunächst etwas überrascht, haben es aber akzeptiert, als ich gesagt habe, dass ich nicht mehr trinken möchte.
In einer anderen Situation habe ich mich mit einer Freundin getroffen, mit der ich früher meist fünf bis sechs Bier oder mehr getrunken habe. An diesem Abend habe ich nur ein Bier getrunken und festgestellt, dass mir selbst diese kleine Menge keinen wirklichen Mehrwert mehr bringt.
Ich habe auch einmal einen Kumpel besucht, wir haben einfach nur geredet. Dabei habe ich ein Bier getrunken und gemerkt, dass es mir gar nicht mehr gefällt.
Auch im Restaurant beim Freundentreffen habe ich zwei Gläser Wein zum Essen getrunken. Das war angenehme Dose zum Genuss.
Sonst habe ich meistens Alkohol abgelehnt, wo ich fruher immer gerne getrunken habe
 
jup, sowas kannst Du im Rahmen einer A3 berichten. Fein.
Jetzt hast Du mal risikoarmen Konsum erlebt und auch mal Trinkpause.

Du kannst Dich entscheiden, was so die Zukunft sein soll - und immer wird Dich der Gutachter nach den (guten!) Gründen fragen :)
 
jup, sowas kannst Du im Rahmen einer A3 berichten. Fein.
Jetzt hast Du mal risikoarmen Konsum erlebt und auch mal Trinkpause.

Du kannst Dich entscheiden, was so die Zukunft sein soll - und immer wird Dich der Gutachter nach den (guten!) Gründen fragen :)
Retrospektiv muss ich sagen, dass mich die Analyse meines Alkoholkonsums selbst erschreckt hat. Mir ist dabei bewusst geworden, wie viel Alkohol ich tatsächlich konsumiert habe.
Besonders geprägt hat mich dabei auch meine berufliche Erfahrung. Ich habe mehrfach gesehen, wie Patienten an alkoholbedingter Leberzirrhose gestorben sind. Diese Verläufe waren sehr belastend – die Patienten hatten schwere Komplikationen und haben zum Teil aus verschiedenen Körperstellen geblutet. Das waren für mich sehr eindrückliche und erschreckende Situationen.
Auch alkoholbedingte Leberkarzinome habe ich in meiner Arbeit erlebt, was mir nochmals deutlich gemacht hat, welche schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen Alkohol haben kann.
Diese Erfahrungen haben meine Einstellung stark verändert. Aus gesundheitlichen Gründen ist es mir heute sehr wichtig, möglichst ohne Alkohol zu leben bzw. ihn nur in sehr geringem Maße und bewusst zu konsumieren.
Aus ähnlichen Gründen habe ich auch mit dem Rauchen aufgehört. Ich habe viele Patienten mit Lungenkarzinomen gesehen, und das hat mir zusätzlich gezeigt, wie wichtig es ist, auf die eigene Gesundheit zu achten.
Heute schätze ich meine Gesundheit deutlich mehr als früher. Mir ist bewusst geworden, dass ich meinem Körper durch meinen früheren Lebensstil geschadet habe. Deshalb ist es mir wichtig, in Zukunft verantwortungsvoll mit meiner Gesundheit umzugehen und langfristig auf mich zu achten.
 
Zurück
Oben