• Als Forenbetreiber sind wir nicht verpflichtet, Beiträge oder Themen auf bloßen Wunsch zu löschen. Eine Entfernung erfolgt ausschließlich bei Vorliegen einer gesetzlichen Verpflichtung (z. B. bei rechtswidrigen Inhalten oder berechtigten datenschutzrechtlichen Ansprüchen). Bitte veröffentlichen Sie daher nur Inhalte, deren dauerhafte Speicherung und öffentliche Zugänglichkeit Sie zustimmen.

Zweite Trunkenheitsfahrt nach 10 Jahren

Ich danke dir,
genauso werde ich die Belege als Eintrittskarte nächstes Jahr mitbringen .
Momentan bin ich auf der Suche nach einer passenden SHG.Gar nicht so einfach. Die Gruppen treffen sich meist Abends.Wohne recht ländlich und momentan mit Bus und Bahn um die Uhrzeiten geht nichts. Überlege online einer Gruppe beizutreten. Mag Präsents zwar viel lieber, sehe z.Z. aber keine andere Möglichkeit. Bespreche ich beim nächsten Einzelgespräch mit meiner Therapeutin. Das Blaue Kreuz bietet das recht neu an.
Hat evtl. jemand von euch Erfahrung mit Online Gruppen sammeln können?
Für eure Meinungen, Denkanstöße ect. bin ich wie immer dankbar.
 
Guten Morgen Olli66,
Die Online-Selbsthilfegruppe ‚Alkoholiker gemeinsam gegen die Sucht‘ bietet mir die Möglichkeit, mich mit vielen Betroffenen auszutauschen und von deren Erfahrungen zu lernen. Gleichzeitig nutze ich die Gruppe bewusst als Ergänzung zu meiner Therapie, DROB, SIA und der Präsenz-Selbsthilfe.
Anbei der Link

 
Willst du eine Gruppe per Chat - Forum - FB-like oder eine Gruppe die sich remote per skype , teams oder so in einer Vid-Konferenz zu bestimmten Zeiten trifft?
 
Hallo Olli66,
 
Nabend zusammen,
da ich mich schon etwas länger mit dem Thema " In welchem Maße bin ich Schuld an meiner Krankheit " auseinandersetze, bin ich sehr interessiert an eurer Einschätzung und Haltung zu dem Thema . Habe das Thema auf der Arbeit und in der Gruppentherapie angeschnitten. Entfacht doch viele Emotionen im sozialen Umfeld. Ich jedenfalls habe meine "selbst Schuld "Gefühle kpl. abgelegt. Fühle mich aber definitiv verantwortlich, vor allem dafür, wie ich nun weiter mit der Krankheit umgehen muss.
Liebe Grüße und sonniges WE allen.
 
Puh das ist eine schwierige Frage …. Ich rede hier nur von mir: ich hatte keine Schuld Gefühle in dem Sinne das ich nicht Alkohol trinken kann wie andere. Die Ursachen warum der eine abhängig wird und der anderen nicht sind ja vielschichtige.
Meine Schuldgefühle bezogen sich eher darauf das ich mich am Ende meine saufzeit psychisch verändert habe, meinen Mann oft blamiert habe, im Suff einen Streit vom Zeit gebrochen habe, grundsätzlich nicht mehr so emphatisch war.
Das waren große Schuldgefühle.
Ich bin ja zu den AA S gegangen und habe mir einige Schritte aus dem 12 Schritte Programm rausgesucht die zu mir gepasst haben:
Schritt 4–6: Inventur machen, Fehler eingestehen, Bereitsein zur Wandlung.
Das wichtigste war mir selbst zu verzeihen und ich habe ungefähr ein Jahr der Abstinenz gebraucht um mich bei anderen zu entschuldigen und um Verzeihung zu bitten. Es war ganz schlimm für mich als mein Mann mir erzählt hat wie er sich gefühlt hat- das auszuhalten und anzunehmen war für ihn und für mich auch wichtig
Grundsätzlich rede ich über das Thema nicht mit „nicht abhängigen“ im Bekannten oder Freundes Kreis. Niemand der nicht selbst Abhängig ist versteht nicht warum man nicht nur ein Glas trinken kann oder einfach aufhören
 
In welchem Maße bin ich Schuld an meiner Krankheit "
ich würde vielleicht mal die Frage anders stellen. Schuld hat man nur vor Gott und dem Gericht, Schuld macht klein, macht hilflos...

Bereits Heranwachsenden kann gut Verantwortung beigebracht werden. Selbstverantwortung übernehmen macht stark, macht groß - selbst, wenn man Scheixx gebaut hat. Und: Verantwortung ist gut aufteilbar.

Und so fühlt sich vllt die Frage
"was genau ist mein Anteil an der Verantwortung für meine Krankheit "
gleich mal bisschen anders an...
 
Zurück
Oben