TF mit 2,54%

Mit dieser Vorbereitung bin ich in die 1. MPU gegangen. Das habe ich in der Vorbereitung gemacht und erarbeitet.
Äh, du bist durchgefallen….

Kann man von dem überhaupt was nehmen?
Zusammengefasst: Nein

Von dem Kontrollierten Trinken bin ich komplett weg. Wie schon letzte gesagt habe ich keine verlangen mehr Alkohol zu trinken. Ich hab nicht mal ein verlangen danach wann auf einer Feier oder ähnliches meine Freunde und Bekannte Alkohol trinken.
Und warum zum Geier stellst du uns hier diesen FB ein ?

Zu der Trinkmenge am Tag der TF. Es war wirklich so wie ich es hier Angegeben habe. Soll man hier was anders Angeben euerer Meinung?
Ich bin der Meinung, dass du in Bezug auf deine Alkoholmengen, und zwar sowohl am Tag der TF als auch in deiner Konsumhistorie, noch viel zu euphemistisch unterwegs bist.
Die Wahrheit ist eine andere.
 
Hallo,

ich habe jetzt den FB Ausgefüllt.

Warum ich heute bei der MPU bin?

Ich möchte heute klar machen, dass ich mein Trinkverhalten grundlegend verändert habe, und ich im Straßenverkehr keine Gefahr mehr darstellen möchte.

Tathergang

1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.
(Wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille)


Es war am 13.1.24 ich habe zu Hause Feierabend gemacht und wollte danach noch das Bundesliga Abendspiel im Vereinsheim Anschauen. Ich bin um 17.00 ins Vereinsheim gegangen um die Zusammenfassung von dem Nachmittag spielen und den Vorbericht vom Abendspiel anschauen. Es

war schon eine gute und Ausgelassene Stimmung an dem Abend unter Freunden wo ich dazu gekommen bin. Ich habe in der Zeit von 17.00 – 22.24 Uhr 10 Bier (0,5l) getrunken. Gegen 22.24 wollte ich nach Hause laufen. Da es in dieser Nacht recht kalt war und ich keine Jacke dabei hatte bin ich auf die Dumme Idee gekommen ich könnte ja nach Hause fahren (da es ja schon 2 -3 mal gut ging). Nach ca. 200m wurde ich von der Polizei aufgehalten zur einer Allgemeinen Verkehrskontrolle. (Da ich rechts abbiegen wollte und nicht geblinkt hatte). Es wurde ein Alkoholtest gemacht und danach noch eine Blutkontrolle. Bei der Blutkotrolle hatte ich 2,54 Promille


2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)

10 Bier, á 0,5 Liter
Von ca. 17:00 Uhr bis 22:24 Uhr
Blutentnahme 23 Uhr
(Ich habe es mit smart-rechner und mit der Formel in dem MPU Vorbereitungskurs durchgerechnet und es passt auch.)


3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?

Ich bin 200m gefahren bis ich Angehalte wurde. Insgesamt wollte ich ca. 1000m fahren


4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?
(Ja/Nein + Begründung)


Ich habe mir zu diesem Zeitpunkt ehrlich gesagt, gar keine Gedanken gemacht, ob ich noch fahren kann oder nicht.
Ich bin eingestiegen und losgefahren.


5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?

Gar nicht. Es war ursprünglich nicht geplant nach Alkoholtrinken zu fahren. Unter Alkoholeinfluss hatte ich mir danach keinen Gedanken dazu gemacht.



6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen?

Ja 2010 mit 0,3 Promille


7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?

In der Zeit wo ich der Führerschein hatte bin ca. 50-mal mit Alkoholeinfluss Auto gefahren. Es passierten aus purer Selbstüberschätzung und Gleichgültigkeit. Es gab auch bestimmt Restalkoholfahrten die mir schlichtweg nicht bewusst waren. Mir ist bewusst geworden nach dieser fahrt, wie gefährlich es ist, alkoholisiert zu fahren. Da die Reaktionszeit ablässt und ich dadurch nicht mehr Vorausschauend fahre. Nach der Vorbereitung ist mir auch erst bewusst geworden wie lang es dauert bis so große Mengen Alkohol erst abgebaut sind.


Exploration

8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen?
(Allererste Erinnerung und erster Konsum)

Es war im Alter von 16 Jahren wo ich das erste Mal Alkohol getrunken habe, Es war ein Geburtstag von meinem Nachbar. Ich habe an dem Abend damals 2 Bier getrunken. . Ich hatte mich ich der Nacht auch mal übergeben müssen.


9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?

Es war im Alter von 16 Jahren wo ich das erste Mal Alkohol getrunken habe, Es war ein Geburtstag von meinem Nachbar. Ich habe an dem Abend damals 2 Bier getrunken. Ich hatte mich ich der Nacht auch mal übergeben müssen.
In der Zeit zwischen 16 und 18 Jahren habe ich 1-2x im Monat Alkohol getrunken ca. 1-3 Bier.
Zwischen der Zeit von 18 – 27 Jahren habe 2x Monat 3-5 Bier0,5L getrunken.
Von 27 – 35 Jahren 2-4 Monat 3-5 Bier0,5L
(Ich hatte in der Zeit auch zwei Beziehungen die eine über 4 Jahre und die andere 10 Jahre in der Zeit habe ich nicht so viel Alkohol getrunken.)
Erst in den letzten 1,5 – 2 Jahren nach Ende der damaligen Beziehung habe ich mehr Alkohol getrunken. Hier habe 1x unter der Woche 1-2 Feierabendbier getrunken. Am Wochenende 3-4 pro Monat bis zu ca. 10 Bier.


10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)


16 –18 Jahren 1-2 Monat 1-3 Bier 0,5L
18 – 27 Jahren 2x Monat 3-5 Bier 0,5L
27 – 35 Jahren 2-4 Monat 3-5 Bier 0,5L
35 – 38 Jahren 3-4 Monat Wochenende bis zu ca.10 Bier 0,5L
1x unter der Woche 1-2 Bier

11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?

In Gesellschaft mit Freunden oder Arbeitskollegen. In Disko, Kneipen, Festen oder privaten Feiern.


12. Warum haben Sie getrunken?

Äußere Motive
In dem Kreis wo ich aufgewachsen bin, war der Alkohol ein ständiger Begleiter und gehörte einfach dazu. Zu jedem Anlass wie Fest, Geburtstag, Grillen usw. wurde immer getrunken. Der Alkohol hat die Laune angehoben, die Kommunikation geöffnet. Aufgrund von meinem zurückhaltenden Charakter und Schüchternheit war mir immer schwierig ins Gespräch mit Leuten kommen, Alkohol hatte es erleichtert. Später war der Alkohol für mich auch als Belohnung nach der Arbeit und Stress, als Schalter um mich von der Arbeits-und Stressgedanken abzustellen.

Innere Motive
Da in meinem Damaligen Freundeskreis ein gewisser Alkoholkonsum normal war (so wurde z.B. zum Vorglühen vor Disco besuchen schon meist das eine oder andere Bier getrunken), habe ich mich damals versucht über das Trinken zu integrieren, da ich durch den Alkohol lockerer wurde und ich mit neuen Leuten auch besser sprechen konnten. Als ich dann 2013 zwei Unfälle hintereinander hatte und ich fast ein Jahr Krank geschrieben war (3 Monate Mittelfuß ausgekapselt und danach gleich eine schwere Handverletzung) wurde mein Konsum langsam mehr da ich mit mir nicht wusste ich machen sollte und ob ich meinen Beruf und mein Hobby weiter Ausüben kann. Als ich nach meiner Krankheitszeit, Krankengymnastik wieder meine Arbeit Ausführen konnte wurde der Konsum wieder weniger.

Als sich dann ca. ein halbes Jahr später meine damalige Freundin von mir getrennt hatte wurde der Konsum wieder langsam mehr, da ich merkte, dass ich meine Sorgen kurzfristig mit Alkohol betäuben konnte. Als ich dann ein dreiviertel Jahr Später wieder eine Freundin kennen lernte nahm diese auch wieder ab.

Ein gutes Jahr Später wurde mir auf der Arbeit die Position zum Filialleiter Angeboten. Ich war von jetzt auf nachher für die ganze Filiale zuständig und ich wollte meinen Chef, die Kollegen die Kunden nicht enttäuschen. So nahm ich die negativen Erfahrungen Woche für Woche mit nach Hause und versuchte sich selbst zu verarbeiten. Hier nahm dann der Konsum wieder zu da ich für Kurze Zeit am Wochenende den Stress von der Arbeit vergessen konnte. Ca 2 Jahre vor meiner Trinkfahrt trennte sich meine Freundin mir. Wir standen in den Planungen von einem Haus Bau und ich hatte auch schon den Bauplatz gekauft und mich in Finanzielle Schulden gebracht. Zur gleichen Zeit habe übernahm ich eine Führungsposition und war Chef von der ganzen Filiale. Für meine neuen Job gab es keine Einweisung oder Übergabe, sodass ich mir alles selber aneignen musste. Ich war der Meinung, dass ich alle Themen in der Hand haben müsste und habe die ganze Verantwortung an mich gezogen, damit ich allen Mitarbeitern und Vorgesetzten zufrieden stellen kann. Somit war ich auch ca. 50-60 Stunden die Woche auf Arbeit. So nahm ich meine negativen Erfahrungen Tag für Tag nach Hause und versuchte ich sie selbst zu verarbeiten. Meine Familie oder Freunde wollte ich auch nicht mit meinen Themen belasten, auch weil ich der Meinung war, dass sie das so oder so nicht verstehen werden. Weil sie ja gar nicht wissen wie es bei mir auf der Arbeit Aussieht. Zudem wollte ich mit meinen Problemen keinen auf die Nerven gehen. Auch war ich der Meinung, dass ich kennen Hilfe brauche um meine Probleme aufzuarbeiten. Getreu dem Motto: Da beiße ich mich alleine durch!

Somit wurden die Trinkanlässe am Wochenende mehr um von dem Ganzen Stress Abschalten zu können.


13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet?
(bei wenig und bei viel Alkohol)


Bei wenig Alkohol wurde ich ausgelassener, entspannter und hatte Spaß. Lockere Sprüche und Witze waren bei jeder Feier dabei.
Konversationen über Politik oder gesellschaftliche Themen wurden locker aber intensiv geführt, der Alkohol hat hier die Diskussionsfreudigkeit im positiven angeregt.
Allgemein herrschte in mir eine entspanntere Stimmung und ich hatte das Gefühl, dass mein Stress und Nöte nicht gegenwärtig waren. Ich habe dann gerne getanzt, gelacht und ausgelassen gefeiert.

Bei viel Alkohol wurde immer noch gescherzt, aber auf einem wesentlich niedrigeren Niveau.
Die Konversationen wurden inhaltsleerer und lauter.
Die Sprache wurde verwaschener und man hat sich nicht mehr über komplexere Themen unterhalten.
Ich wurde hemmungsloser und risikofreudiger.
Ich wurde dann irgendwann müde und träge und wollte nur noch nach Hause.


14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?

Meine Freunde waren mindestens auf dem gleichen Level mit mir und bei den Arbeitskollegen bin ich auch nicht aufgefallen. Ich war nie aggressiv oder laut. Nur Meine Familie hatte sich Gedanken gemacht um die Alkoholmenge, die ich trinken konnte. Ich hatte es aber nie wahrgenommen und ignoriert. Ich konnte es damals noch nicht reflektieren.


15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?

Auch, wenn ich am Vorabend unterwegs war und getrunken habe, bin ich meine Verpflichtung stets nachgekommen. Ich habe keine Termine, wie Umzüge von Freunden o.ä. Verpasst. In solchen Fällen habe ich am Vorabend aber auch meist keinen oder nur sehr geringe Menge Alkohol getrunken.


16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben?
Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür.


Ja. Bis zur meiner TF. Heute lebe ich abstinent.


17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?

Nein, ich wurde nach hohem Alkoholkonsum immer müde. Das war für mich immer der Punkt, ins Bett zu gehen


18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?

Nein

19. In welcher Kategorie eines Alkoholes trinkenden Menschen haben Sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein?
(mit Begründung)


Früher hatte ich mich als viel Trinker, aber nicht gefährlich eingeschätzt denn es gab immer wieder Leuten in meinem Umfeld die mehr konsumiert hatten, ich hatte nie Entzug Erscheinungen, und spürte kein körperliches Verlangen nach Alkohol. Heute weiß ich, dass mein Konsum extrem hoch war und extrem gefährlich. Ich hatte mir unbewusst eine sehr hohe Alkoholtoleranz angeschafft. Ich war wohl nicht alkoholabhängig, aber auf dem besten Weg zur Abhängigkeit.


Heute und in Zukunft

20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)


Nein


21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?
Seit der TF am 13.1.24 habe ich am 20.9.24 ein Bier 0,33l getrunken. Seither lebe ich Abstinent


22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?

Nein


23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?

Ich habe mich bewusst aus mehreren Gründen entschlossen keinen Alkohol mehr zu trinken. Mir ist klar, dass weitere Konsum definitiv zur Alkoholabhändigkeit führen wird und zu dem erheblichen Schaden in meinem Körper. Der Alkohol hat mir einen unglaublichen Schaden verursacht. Heute geht es mir ohne Alkohol viel besser. Ich habe erkannt, dass ich mit Alkohol nicht mehr umgehen kann und kein kontrolliertes Trinken möglich ist. Es ist zu gefährlich. Im Verlauf meiner Abstinenz hatte ich festgestellt, dass ich kein Alkohol mehr brauche um Spaß zu haben oder meine Probleme zu bewältigen. Ich habe jetzt endlich Zeit um die Dinge zu kümmern, die ich früher vernachlässigt hatte. Der Alkohol hatte verhindert, dass ich mich mit meinen Problemen auseinandersetze. Ich habe Alkohol als Ausgleich und Entlastung genutzt, als Hilfsmittel eingesetzt um mir die Entspannung zu gewährleisten. Jetzt habe ich viel bessere Hilfsmittel. Ich habe jetzt Hobby. Ich fahre jetzt gerne Fahrrad und gehe mit meinem Freunden wandern.


24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?

Der TF hat in mir Schalter umgelegt und ein Änderungsprozess gestartet. Ich war der Meinung, dass ich meinen Konsum unter Kontrolle habe. Ich habe mich selbst angelogen, dass mein Umgang mit Alkohol normal ist. Ich dachte, wenn ich kein körperliches verlangen nach Alkohol habe, dann ist noch alles in Ordnung. Ich habe Alkohol nur am Anfang meiner Alkoholkarriere aus Geschmacksgründen getrunken, aber die Letzen 15-2 Jahren war es definitiv aus Wirkungsgründen. Anstatt mich richtig zu entspannen, hatte ich mir so eine Art Alkoholentspannung vorgetäuscht. Durch TF bin ich aufgewacht und verstanden wie gefährlich mein Verhallten und Umgang mit Alkohol war. Ich hatte mich und anderen in große Gefahr bringen könnten. Wie würde ich jetzt leben, wenn ich jemanden tödlich verletzt hätte? Auch die Mengen von Alkohol, die ich vor dem TF getrunken hatte, haben mich fast umgehauen, nach dem ich es analysiert und begriffen hatte

25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?

Es hat fast 9 Monaten gedauert bis ich verstanden hatte, dass es komplettes Verzichten auf Alkohol sein muss. Nach dem TF war ich erstmal entsetzt, wie es passiert ist. Im ersten Monat hatte ich immer und wieder diese Situation mit TF im Kopf gehabt und darüber nachgedacht. Was mache ich jetzt? Ich habe erstmal mein Alkoholkonsum reduziert und wollte eine Trinkpause einlegen. Ich hatte immer noch alles in mir gehalten. Erst nach Gesprächen mit meinem MPU Berater war mir klar, dass das Motto „ich komme schon alleine durch „nicht funktionieren wird. Es ist sehr schwer ohne fremde Hilfe sich komplett zu ändern. Ich habe meine Scham überwunden und angefangen mit meinem Bruder und meinen besten Freunden um mich selbst, um meine Gefühle und Probleme zu reden. Es war nicht so einfach zugeben, dass ich auch meine Schwäche habe. Aber dies fuhr zu einer großen Erleichterung in mir. Anfangs motivierte mich nur mein Führerschein, aber je weiter ich durchkämpfte desto mehr wurde klar, dass es doch um mein zukünftiges Leben geht. Und ohne Umfeld Wechsel und ohne Unterstützung von Angehörigen wäre es nur sehr schwer bzw. kaum realisierbar. Die Kumpels wo meine Entscheidung auf Alkohol zu verzichten nicht verstehen und akzeptieren. Dies führten dann zum Auflösen unserer Freundschaft und Abbruch allen Kontakten von meiner Seite. Die Festlichkeiten, wo Alkohol immer dabei ist, wurden gemieden. Natürlich hatte ich dann auch die Zeiten, wo ich auf Gedanken kam, meine Probleme und Stress, die ich immer wieder kriegen werde, wieder mit Hilfe vom Alkohol auf die schnelle zu löschen. Aber ich hatte vom MPU Berater gelernt, dass wenn ich 5- 10 Minuten abwarte, und in dieser Zeit mich beschäftige- eine Runde um Haus spazieren, reicht es um den Gedanken zu entkommen. Beruflich habe ich jetzt ein ruhiger Job. Ich fange immer um 7.30 Uhr an und um halb 5 habe ich Feierabend. Ich habe jetzt viel weniger Stress bei der Arbeit. Meine Arbeitsweise ist komplett anders. Ich mache nur die Aufgaben, die ich machen muss. Ich muss nicht unbedingt alles für alle machen. Die arbeite nicht mehr als 40 Stunden in der Woche.


26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?

Durch meine zwei besten Freunde habe ich neue Freunde kennengelernt, die ohne Alkohol auch Spaß haben können. Wir machen gemeinsam Grillfeste, Gruppenspiele und Ausflüge. Ich genieße jetzt mein Leben voll, habe kein Problem über meine Gefühle zu sprechen. Ich bin viel fitter und habe ein paar Kilo abgenommen ohne Diät zu machen. Keine Probleme mehr mit Gelenken. Mein Schlaf ist viel besser geworden.

Mein Leben hat sich ins positive geändert. Ich bin voll aktiv habe mehr Zeit für meine Familie und Hobbys. Die Wirkung, die der Alkohol bei mir erzeugt hatte, erreiche ich jetzt auch ohne Alkohol. Mir werden immer die Komplimente von Verwandtschaft und Umfeld gemacht. Ich bin selbst stolz auf mich.


27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?

Mir geht sehr gut, so gut wie nie früher. Und ich will, dass es so bleibt. Seit über 1,5 Jahren lebe ich schon abstinent und habe meine Strategie immer weiterentwickelt. Ich habe meine Schwachstellen erkannt und Stoppschilder aufgestellt. Mir ist bewusst, dass ich Stress und negative Gefühle nie ausschließen kann und die werden immer wieder kommen. Die ganze Sache kann ich jetzt mit meinen Angehörigen und besten Freunden ohne Problem ansprechen. Ich will auch niemanden mehr irgendwas beweisen. Ich habe mir eine Gelassenheit antrainiert, dadurch wird die Rückfallrisiko in kritischen Situationen enorm reduziert. Ich habe heute die bessere Möglichketen, bessere Werkzeuge als Alkohol um mich zu entspannen. Stress baue ich mit meinem Hobby ab oder setze mich auf den Fahrrad und fahre paar Stunden durch den Wald. Mein Umfeld heute ist komplett anders. Sollte ich jemals in Gefahr geraten werde ich sofort handeln. Meine Angehörige wissen Bescheid und sind für mich immer da. Alkohol hat nichts mehr bei mir zu Hause zu suchen. Obwohl ich jetzt viel Leistungsfähiger bin passe ich immer auf, dass Balance zwischen Arbeit und Privatleben im Gleichgewicht bleibt.


28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?
(mit Begründung)


Die Gefahr, wieder in alte Gewohnheiten zurückzufallen, ist stets präsent und in meinem Bewusstsein fest verankert. Ich habe mir während meiner Zeit vor der TF eine hohe Alkoholtoleranz angetrunken, die für immer bestehen bleiben wird.
Durch meine nachhaltige Lebensumstellung und den Verzicht auf Alkohol, schätze ich diese Gefahr aber sehr gering ein.
Nichtsdestotrotz kann ich aber in unwahrscheinliche Situationen geraten, die eine Gefahr darstellen. So kann es zum Beispiel dazukommen, dass meine Familie oder meinen zwei besten Freunden, die meine festen Gesprächspartner sind, Teil eines Konflikts werden, den ich dann mit einem der beiden besprechen und bewältigen kann.


29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?

Da ich Abstinent lebe


30. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen?

Ich bin froh und dankbar, dass an diesem Tag an dem ich die TF hatte nichts passiert ist!
 
Mann 75kg x 0,7 = 52,5
Trinkbeginn 17:00 Uhr
Blutabnahme 23:00 Uhr
Resorptionsfaktor Bier 30%
10 Bier a 20 g Alkohol = 200 g Alkohol
200 / 52,5 =3,81 x 0,7 = 2,66
2,67 - 0,9 (6x0,15Abbau) = 1,77 Prom.

Ich hoffe ich rechne richtig, sonst lerne ich gerne dazu
 
Die Rechnung sieht nicht ganz schlecht aus.
Jetzt muß der TE nur noch die Trinkmenge anpassen, daß er zum Schluss auf 2,54 Promille kommt..

Wenn dann diese Menge steht, sollte der FB darauf richten.
 
Bei 13 Bier a 0,5 Liter kommt es hin.
Dann komm ich auf 2,56 Promille
3 Bier mehr hört sich zwar wenig an, sind aber 1,5 Liter bzw. 60 g Alkohol
Aber insgesamt 6,5 Liter Flüssigkeit???
Puhh…
 
Zuletzt bearbeitet:
Bin ich nicht stolz drauf - ist aber möglich! Ob bei einer gemütlichen Fussball-Feier, ist eine andere Frage.

Ich bin eher über
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gestolpert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei 13 Bier a 0,5 Liter kommt es hin.
Dann komm ich auf 2,56 Promille
3 Bier mehr hört sich zwar wenig an, sind aber 1,5 Liter bzw. 60 g Alkohol
Aber insgesamt 6,5 Liter Flüssigkeit???
Puhh…
Hallo Julchen,

Danke für deine Rechnung. Das ich wahrscheinlich Glaubwürdiger wie die 10 Bier. Ich habe bei der 1 MPU zwar 10 Bier gesagt. Macht das was aus? Haben sie den Rest auch durch gelesen?
 
Hallo Julchen,

Danke für deine Rechnung. Das ich wahrscheinlich Glaubwürdiger wie die 10 Bier. Ich habe bei der 1 MPU zwar 10 Bier gesagt. Macht das was aus? Haben sie den Rest auch durch gelesen?
Hallo Schwabe,
Ich bin hier leider kein Profi, stehe auch vor meiner 2. MPU, eine 2009 und jetzt 2026, ich lese aber fleißig mit, und helfe auch, wenn ich kann.
Bei den Alkoholmengen bzw. Angaben geht es ja darum einen ehrlichen Blick auf den Konsum zu werfen. Und mit 10 Bier komme ich halt nicht auf die Promille. Da sieht es schnell nach Verharmlosung aus.
 
Zuletzt bearbeitet:
ich musste beim ersten schon gleich grinsen:
und ich im Straßenverkehr keine Gefahr mehr darstellen möchte.
ach jehchen.. was ich nicht so alles möchte... :)

Nein, was du möchtest oder nicht, spielt im echten Leben keine Rolle.
Sag da lieber: ".. und ich im Straßenverkehr keine Gefahr mehr darstelle".

So. Und jetzt musst Du glaubhaft vermitteln, dass das inzwischen auch so ist.

bin ich auf die Dumme Idee gekommen
"Dumm" gilt als Begründung dann, wenn Du einen IQ unter 70 hast. Ist das so?
Falls nein, musst Du eine andere Begründung nehmen^^

Ich habe es mit smart-rechner und mit der Formel in dem MPU Vorbereitungskurs durchgerechnet und es passt auch.)
das kommt halt darauf an, welche Daten Du da reinwirfst.

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(und ja: verschiedene Rechner spucken da verschiedene Ergebnisse raus. Ich würde da aber auch eher noch ein Bierchen mehr vermuten)

(Fortsetzung später)
 
Hallo Schwabe,
man merkt an deinem FB, dass du ein solcher bist. Mehr Sparsamkeit an Vorbereitung bei deiner Komplexiität geht eigentlich kaum. Du hast jetzt schon 2 MPU´s geschossen und das ist dein aktueller Stand? Ich geh nur oberflächlich drauf ein, weil ich dir jetzt scho wirklich eine fundierte Vorbereitung mit einem VP empfehle. Beim Durchlesen könnte man die Meinung bekommen, du hattest vielleicht 2x 0,5‰, was ja auch zu einer MPU führen würde binnen 5 Jahren, aber du scheinst dir der Tragweite deiner außergewöhnlichen Alkoholproblematik noch überhaupt nicht bewusst.

Warum ich heute bei der MPU bin?

Ich möchte heute klar machen, dass ich mein Trinkverhalten grundlegend verändert habe, und ich im Straßenverkehr keine Gefahr mehr darstellen möchte.
Der Klassiker-Satz: Ich bin heute hier, um mit Ihrer Hilfe die Zweifel der FEB auszuräumen.
Tathergang

1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.
(Wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille)


Es war am 13.1.24 ich habe zu Hause Feierabend gemacht und wollte danach noch das Bundesliga Abendspiel im Vereinsheim Anschauen. Ich bin um 17.00 ins Vereinsheim gegangen um die Zusammenfassung von dem Nachmittag spielen und den Vorbericht vom Abendspiel anschauen. Es

war schon eine gute und Ausgelassene Stimmung an dem Abend unter Freunden wo ich dazu gekommen bin. Ich habe in der Zeit von 17.00 – 22.24 Uhr 10 Bier (0,5l) getrunken. Gegen 22.24 wollte ich nach Hause laufen. Da es in dieser Nacht recht kalt war und ich keine Jacke dabei hatte bin ich auf die Dumme Idee gekommen ich könnte ja nach Hause fahren (da es ja schon 2 -3 mal gut ging). Nach ca. 200m wurde ich von der Polizei aufgehalten zur einer Allgemeinen Verkehrskontrolle. (Da ich rechts abbiegen wollte und nicht geblinkt hatte). Es wurde ein Alkoholtest gemacht und danach noch eine Blutkontrolle. Bei der Blutkotrolle hatte ich 2,54 Promille
So wenig Text und so viele Fragezeichen. Du schreibst, dass du um 17 Uhr ins Vereinsheim GEGANGEN bist. Das ist für mich: zu Fuß. Wo kommt dann später das Auto her? Und warum hattest du keine Jacke dabei? Im Januar ist es immer kalt. Hattest du schon vorher dich "innerlich aufgewärmt"?
Und wie kommt es zu dieser exakten Uhrzeit 22:24? Hattest du das noch im Blick? Ebenso die Sache mit dem Blinker. Oder hast du das nachgelesen?
2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)


10 Bier, á 0,5 Liter
Von ca. 17:00 Uhr bis 22:24 Uhr
Blutentnahme 23 Uhr
(Ich habe es mit smart-rechner und mit der Formel in dem MPU Vorbereitungskurs durchgerechnet und es passt auch.)
Ich bin nicht der Rechner, denke aber auch, dass du mit 13 Bier näher an der Realität sein dürftest.
3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?

Ich bin 200m gefahren bis ich Angehalte wurde. Insgesamt wollte ich ca. 1000m fahren


4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?
(Ja/Nein + Begründung)


Ich habe mir zu diesem Zeitpunkt ehrlich gesagt, gar keine Gedanken gemacht, ob ich noch fahren kann oder nicht.
Ich bin eingestiegen und losgefahren.
Warum? Weil es für dich Routine war. Du hattest ja nicht mal mehr ein schlechtes Gewissen. Schneidet sich massiv mit Frage 7.
5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?

Gar nicht. Es war ursprünglich nicht geplant nach Alkoholtrinken zu fahren. Unter Alkoholeinfluss hatte ich mir danach keinen Gedanken dazu gemacht.
Ja wenn das blöde Auto nicht einfach dir hinterher gefahren wäre, wo du doch gegangen bist. Glaubwürdigkeit sieht in meinen Augen anders aus.
6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen?

Ja 2010 mit 0,3 Promille
Das kannst du sogar ignorieren. Nicht mehr verwertungsfähig. Zeugt allerdings von einer langen Trinkgeschichte mit Grenzen, Fahren und Trinken zu trennen.
7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?

In der Zeit wo ich der Führerschein hatte bin ca. 50-mal mit Alkoholeinfluss Auto gefahren. Es passierten aus purer Selbstüberschätzung und Gleichgültigkeit. Es gab auch bestimmt Restalkoholfahrten die mir schlichtweg nicht bewusst waren. Mir ist bewusst geworden nach dieser fahrt, wie gefährlich es ist, alkoholisiert zu fahren. Da die Reaktionszeit ablässt und ich dadurch nicht mehr Vorausschauend fahre. Nach der Vorbereitung ist mir auch erst bewusst geworden wie lang es dauert bis so große Mengen Alkohol erst abgebaut sind.
Also wenn du der Zahl 50 noch ne Null hintendran stellst und dann mal 4 machst, kommst du vielleicht auf einen Wert, der der Realität etwas näher käme. Junge, du bist nicht mit einem geringen Wert aufgefallen! Ich weiß, wovon ich rede.
Exploration

8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen?
(Allererste Erinnerung und erster Konsum)


Es war im Alter von 16 Jahren wo ich das erste Mal Alkohol getrunken habe, Es war ein Geburtstag von meinem Nachbar. Ich habe an dem Abend damals 2 Bier getrunken. . Ich hatte mich ich der Nacht auch mal übergeben müssen.
Vom ersten Kontakt hast du jetzt nichts berichtet und warum trinkst du gleich 2 Flaschen Bier beim 1. Mal?
9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?

Es war im Alter von 16 Jahren wo ich das erste Mal Alkohol getrunken habe, Es war ein Geburtstag von meinem Nachbar. Ich habe an dem Abend damals 2 Bier getrunken. Ich hatte mich ich der Nacht auch mal übergeben müssen.
In der Zeit zwischen 16 und 18 Jahren habe ich 1-2x im Monat Alkohol getrunken ca. 1-3 Bier.
Zwischen der Zeit von 18 – 27 Jahren habe 2x Monat 3-5 Bier0,5L getrunken.
Von 27 – 35 Jahren 2-4 Monat 3-5 Bier0,5L
(Ich hatte in der Zeit auch zwei Beziehungen die eine über 4 Jahre und die andere 10 Jahre in der Zeit habe ich nicht so viel Alkohol getrunken.)
Erst in den letzten 1,5 – 2 Jahren nach Ende der damaligen Beziehung habe ich mehr Alkohol getrunken. Hier habe 1x unter der Woche 1-2 Feierabendbier getrunken. Am Wochenende 3-4 pro Monat bis zu ca. 10 Bier.
Keine Ahnung, warum du den Satz aus Frage 8 noch mal reinkopierst. Schwaben sind doch beim Arbeiten nicht so sparsam, dachte ich. Und eine Logik ist halt nicht zu erkennen. Du trinkst mit 16 zum 1. Mal Bier, musst danach kotzen, aber trinkst trotzdem ab 16 1-2 Mal im Monat. Sinnig ist das nicht.
Und du hast nie etwas anderes als Bier getrunken, was den Alkohol betrifft? Keinen Sekt bei ner Feier, keinen Kurzen irgendwo? Bei deinem Promillewert ist das wenig nachvollziehbar. Und unter der Woche waren das nur 1-2 Bier, nicht mehr oder was anderes? So eine Trinkfestigkeit braucht ein Fundament. Das wirkt noch nicht so.
10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)


16 –18 Jahren 1-2 Monat 1-3 Bier 0,5L
18 – 27 Jahren 2x Monat 3-5 Bier 0,5L
27 – 35 Jahren 2-4 Monat 3-5 Bier 0,5L
35 – 38 Jahren 3-4 Monat Wochenende bis zu ca.10 Bier 0,5L
1x unter der Woche 1-2 Bier

11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?

In Gesellschaft mit Freunden oder Arbeitskollegen. In Disko, Kneipen, Festen oder privaten Feiern.
Allein daheim hast du also nicht getrunken.
12. Warum haben Sie getrunken?

Äußere Motive
In dem Kreis wo ich aufgewachsen bin, war der Alkohol ein ständiger Begleiter und gehörte einfach dazu. Zu jedem Anlass wie Fest, Geburtstag, Grillen usw. wurde immer getrunken. Der Alkohol hat die Laune angehoben, die Kommunikation geöffnet. Aufgrund von meinem zurückhaltenden Charakter und Schüchternheit war mir immer schwierig ins Gespräch mit Leuten kommen, Alkohol hatte es erleichtert. Später war der Alkohol für mich auch als Belohnung nach der Arbeit und Stress, als Schalter um mich von der Arbeits-und Stressgedanken abzustellen.
Ok. Das ist tatsächlich normal, dass man beim Grillen und so 1-2 Bier trinkt. Aber damit kommt man ja noch nicht au 2,54‰. Deine Aussagen sind bestenfalls die Eingangstür, um überhaupt Alkoholkonsum kundzutun. Und warum warst du zurückhaltend und schüchtern? Welche Defizite hast du, die du nicht aufarbeiten konntest? Du bist keine 21. Du bist 39 und Filialleiter.
Innere Motive
Da in meinem Damaligen Freundeskreis ein gewisser Alkoholkonsum normal war (so wurde z.B. zum Vorglühen vor Disco besuchen schon meist das eine oder andere Bier getrunken), habe ich mich damals versucht über das Trinken zu integrieren, da ich durch den Alkohol lockerer wurde und ich mit neuen Leuten auch besser sprechen konnten. Als ich dann 2013 zwei Unfälle hintereinander hatte und ich fast ein Jahr Krank geschrieben war (3 Monate Mittelfuß ausgekapselt und danach gleich eine schwere Handverletzung) wurde mein Konsum langsam mehr da ich mit mir nicht wusste ich machen sollte und ob ich meinen Beruf und mein Hobby weiter Ausüben kann. Als ich nach meiner Krankheitszeit, Krankengymnastik wieder meine Arbeit Ausführen konnte wurde der Konsum wieder weniger.
In meinem Freundeskreis war Alkohol auch präsent, dennoch musste niemand trinken, um integriert zu werden. Kein guter Freundeskreis, den du demnach hattest. Haben die Unfälle mit Alkohol zu tun gehabt? Insgesamt klingt das eher nach einem Spät-Pubertierenden als einem, der mitten im Leben steht. Wenn ich Alkohol brauch, um Leute anzusprechen - wie machst du es dann als Filialleiter? Oder musst du da niemanden ansprechen?
Als sich dann ca. ein halbes Jahr später meine damalige Freundin von mir getrennt hatte wurde der Konsum wieder langsam mehr, da ich merkte, dass ich meine Sorgen kurzfristig mit Alkohol betäuben konnte. Als ich dann ein dreiviertel Jahr Später wieder eine Freundin kennen lernte nahm diese auch wieder ab.

Ein gutes Jahr Später wurde mir auf der Arbeit die Position zum Filialleiter Angeboten. Ich war von jetzt auf nachher für die ganze Filiale zuständig und ich wollte meinen Chef, die Kollegen die Kunden nicht enttäuschen. So nahm ich die negativen Erfahrungen Woche für Woche mit nach Hause und versuchte sich selbst zu verarbeiten. Hier nahm dann der Konsum wieder zu da ich für Kurze Zeit am Wochenende den Stress von der Arbeit vergessen konnte. Ca 2 Jahre vor meiner Trinkfahrt trennte sich meine Freundin mir. Wir standen in den Planungen von einem Haus Bau und ich hatte auch schon den Bauplatz gekauft und mich in Finanzielle Schulden gebracht. Zur gleichen Zeit habe übernahm ich eine Führungsposition und war Chef von der ganzen Filiale. Für meine neuen Job gab es keine Einweisung oder Übergabe, sodass ich mir alles selber aneignen musste. Ich war der Meinung, dass ich alle Themen in der Hand haben müsste und habe die ganze Verantwortung an mich gezogen, damit ich allen Mitarbeitern und Vorgesetzten zufrieden stellen kann. Somit war ich auch ca. 50-60 Stunden die Woche auf Arbeit. So nahm ich meine negativen Erfahrungen Tag für Tag nach Hause und versuchte ich sie selbst zu verarbeiten. Meine Familie oder Freunde wollte ich auch nicht mit meinen Themen belasten, auch weil ich der Meinung war, dass sie das so oder so nicht verstehen werden. Weil sie ja gar nicht wissen wie es bei mir auf der Arbeit Aussieht. Zudem wollte ich mit meinen Problemen keinen auf die Nerven gehen. Auch war ich der Meinung, dass ich kennen Hilfe brauche um meine Probleme aufzuarbeiten. Getreu dem Motto: Da beiße ich mich alleine durch!

Somit wurden die Trinkanlässe am Wochenende mehr um von dem Ganzen Stress Abschalten zu können.
Ok, Entlastungstrinken, kombiniert mit Frusttrinken sind schon mal bekannte Trinkmodelle. Mir fehlt da aber noch völlig jegliche Emotion dahinter. Bring och mal zum Ausdruck, welche Gefühle in dir herrschten, als du Filialleiter wurdest und als sich die Freundin von dir getrennt hat, damit klar wird, welche Gefühle DICH am Schluss beherrscht haben, die du wegtrinken musstest.
13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet?
(bei wenig und bei viel Alkohol)


Bei wenig Alkohol wurde ich ausgelassener, entspannter und hatte Spaß. Lockere Sprüche und Witze waren bei jeder Feier dabei.
Konversationen über Politik oder gesellschaftliche Themen wurden locker aber intensiv geführt, der Alkohol hat hier die Diskussionsfreudigkeit im positiven angeregt.
Allgemein herrschte in mir eine entspanntere Stimmung und ich hatte das Gefühl, dass mein Stress und Nöte nicht gegenwärtig waren. Ich habe dann gerne getanzt, gelacht und ausgelassen gefeiert.

Bei viel Alkohol wurde immer noch gescherzt, aber auf einem wesentlich niedrigeren Niveau.
Die Konversationen wurden inhaltsleerer und lauter.
Die Sprache wurde verwaschener und man hat sich nicht mehr über komplexere Themen unterhalten.
Ich wurde hemmungsloser und risikofreudiger.
Ich wurde dann irgendwann müde und träge und wollte nur noch nach Hause.
Erst mal: bleib in der Formulierung immer bei dir. Hast du das schon während der Trinkzeit so wahr genommen? Wenn ja, warum hast du schon damals nichts daran geändert.
 
14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?

Meine Freunde waren mindestens auf dem gleichen Level mit mir und bei den Arbeitskollegen bin ich auch nicht aufgefallen. Ich war nie aggressiv oder laut. Nur Meine Familie hatte sich Gedanken gemacht um die Alkoholmenge, die ich trinken konnte. Ich hatte es aber nie wahrgenommen und ignoriert. Ich konnte es damals noch nicht reflektieren.
Die Antwort schlägt JEDEM Fass den Boden aus. Du hast2,54‰!!! Das schafft nicht jeder einfach mal so. Da bist du nebenher den kompletten nächsten Tag nicht nüchtern selbst ohne Konterbier. Also entweder hast du die absoluten Säuferfreunde oder du bist einfach blind. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das nicht auffällt. Ich hab nach der TF erfahren, dass es meinem ganzen Umfeld bekannt war. Es hat sich nur niemand getraut, etwas zu sagen.
Und zur Familie: hat sie sich nur Gedanken gemacht oder hat sie dich angesprochen?
15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?

Auch, wenn ich am Vorabend unterwegs war und getrunken habe, bin ich meine Verpflichtung stets nachgekommen. Ich habe keine Termine, wie Umzüge von Freunden o.ä. Verpasst. In solchen Fällen habe ich am Vorabend aber auch meist keinen oder nur sehr geringe Menge Alkohol getrunken.
Ich frag mich, wie du auf die Idee kommst, als Beispiel für eingehaltene Termine "Umzüge von Freunden" zu nennen. Ich weiß ja nicht, wie viele Freunde du hast, die ständig umziehen, aber mir käme als erstes sowas kurioses wie "Arbeit" in den Sinn. Die kommt bei mir häufiger vor wie Umzüge von Freunden.
Und du hast trotz deiner enormen Alkoholverträglichkeit KEINE Auswirkungen gehabt? Das glaubt dir kein Mensch. Und du wirst dich selbst weiter unten widersprechen. Also du lügst dir die Vergangenheit nach wie vor schön.
16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben?
Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür.


Ja. Bis zur meiner TF. Heute lebe ich abstinent.


17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?

Nein, ich wurde nach hohem Alkoholkonsum immer müde. Das war für mich immer der Punkt, ins Bett zu gehen
Ich weiß nicht, was ich dazu schreiben soll. Selbst wir als Sünder hier im Forum sind wahrscheinlich kaum in der Lage, mit 2,54‰ noch entspannt Auto zu fahren. Du warst also nie an einem Punkt, wo du merktest: jetzt is es zu viel?
18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?

Nein

19. In welcher Kategorie eines Alkoholes trinkenden Menschen haben Sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein?
(mit Begründung)


Früher hatte ich mich als viel Trinker, aber nicht gefährlich eingeschätzt denn es gab immer wieder Leuten in meinem Umfeld die mehr konsumiert hatten, ich hatte nie Entzug Erscheinungen, und spürte kein körperliches Verlangen nach Alkohol. Heute weiß ich, dass mein Konsum extrem hoch war und extrem gefährlich. Ich hatte mir unbewusst eine sehr hohe Alkoholtoleranz angeschafft. Ich war wohl nicht alkoholabhängig, aber auf dem besten Weg zur Abhängigkeit.
Du hast Leute in deinem Umfeld, die noch mehr konsumieren wie du? Bist du dir da sicher? Hast du gezählt, was sie trinken? Oder redest du dir das ein, um dich besser zu stellen, wem gegenüber auch immer? Du bist in der Königsklasse der Promillewerte, davon haben wir hier nicht so viele.
Heute und in Zukunft

20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)


Nein

21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?
Seit der TF am 13.1.24 habe ich am 20.9.24 ein Bier 0,33l getrunken. Seither lebe ich Abstinent
Da wird sich die Frage automatisch stellen: warum?
22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?

Nein


23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?

Ich habe mich bewusst aus mehreren Gründen entschlossen keinen Alkohol mehr zu trinken. Mir ist klar, dass weitere Konsum definitiv zur Alkoholabhändigkeit führen wird und zu dem erheblichen Schaden in meinem Körper. Der Alkohol hat mir einen unglaublichen Schaden verursacht. Heute geht es mir ohne Alkohol viel besser. Ich habe erkannt, dass ich mit Alkohol nicht mehr umgehen kann und kein kontrolliertes Trinken möglich ist. Es ist zu gefährlich. Im Verlauf meiner Abstinenz hatte ich festgestellt, dass ich kein Alkohol mehr brauche um Spaß zu haben oder meine Probleme zu bewältigen. Ich habe jetzt endlich Zeit um die Dinge zu kümmern, die ich früher vernachlässigt hatte. Der Alkohol hatte verhindert, dass ich mich mit meinen Problemen auseinandersetze. Ich habe Alkohol als Ausgleich und Entlastung genutzt, als Hilfsmittel eingesetzt um mir die Entspannung zu gewährleisten. Jetzt habe ich viel bessere Hilfsmittel. Ich habe jetzt Hobby. Ich fahre jetzt gerne Fahrrad und gehe mit meinem Freunden wandern.
AHA! Der Alkohol hat dir einen unglaublichen Schaden verursacht. Welchen denn? In Frage 15 hast du noch gesagt, dass er keine Auswirkungen hatte. Alles andere, was du sagst, sind Plattitüden, die dir KI auch so sagen könnte. Da steckt NULL Leben von dir drin. Kein Bezug, wie du es au einmal geschafft hast, dass ohne Alkohol alles besser is und warum es für dich so is.
24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?

Der TF hat in mir Schalter umgelegt und ein Änderungsprozess gestartet. Ich war der Meinung, dass ich meinen Konsum unter Kontrolle habe. Ich habe mich selbst angelogen, dass mein Umgang mit Alkohol normal ist. Ich dachte, wenn ich kein körperliches verlangen nach Alkohol habe, dann ist noch alles in Ordnung. Ich habe Alkohol nur am Anfang meiner Alkoholkarriere aus Geschmacksgründen getrunken, aber die Letzen 15-2 Jahren war es definitiv aus Wirkungsgründen. Anstatt mich richtig zu entspannen, hatte ich mir so eine Art Alkoholentspannung vorgetäuscht. Durch TF bin ich aufgewacht und verstanden wie gefährlich mein Verhallten und Umgang mit Alkohol war. Ich hatte mich und anderen in große Gefahr bringen könnten. Wie würde ich jetzt leben, wenn ich jemanden tödlich verletzt hätte? Auch die Mengen von Alkohol, die ich vor dem TF getrunken hatte, haben mich fast umgehauen, nach dem ich es analysiert und begriffen hatte
Du warst bei deinem Wert ernsthaft noch der Meinung, dass du alles unter Kontrolle hast? Ich war weng niedriger, aber mir war zumindest klar: das geht so auf Dauer nicht gut. Ich hab auch die TF gebraucht, damit mir von außen deutlich gemacht wird: SO machst du nicht weiter.
25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?

Es hat fast 9 Monaten gedauert bis ich verstanden hatte, dass es komplettes Verzichten auf Alkohol sein muss. Nach dem TF war ich erstmal entsetzt, wie es passiert ist. Im ersten Monat hatte ich immer und wieder diese Situation mit TF im Kopf gehabt und darüber nachgedacht. Was mache ich jetzt? Ich habe erstmal mein Alkoholkonsum reduziert und wollte eine Trinkpause einlegen. Ich hatte immer noch alles in mir gehalten. Erst nach Gesprächen mit meinem MPU Berater war mir klar, dass das Motto „ich komme schon alleine durch „nicht funktionieren wird. Es ist sehr schwer ohne fremde Hilfe sich komplett zu ändern. Ich habe meine Scham überwunden und angefangen mit meinem Bruder und meinen besten Freunden um mich selbst, um meine Gefühle und Probleme zu reden. Es war nicht so einfach zugeben, dass ich auch meine Schwäche habe. Aber dies fuhr zu einer großen Erleichterung in mir. Anfangs motivierte mich nur mein Führerschein, aber je weiter ich durchkämpfte desto mehr wurde klar, dass es doch um mein zukünftiges Leben geht. Und ohne Umfeld Wechsel und ohne Unterstützung von Angehörigen wäre es nur sehr schwer bzw. kaum realisierbar. Die Kumpels wo meine Entscheidung auf Alkohol zu verzichten nicht verstehen und akzeptieren. Dies führten dann zum Auflösen unserer Freundschaft und Abbruch allen Kontakten von meiner Seite. Die Festlichkeiten, wo Alkohol immer dabei ist, wurden gemieden. Natürlich hatte ich dann auch die Zeiten, wo ich auf Gedanken kam, meine Probleme und Stress, die ich immer wieder kriegen werde, wieder mit Hilfe vom Alkohol auf die schnelle zu löschen. Aber ich hatte vom MPU Berater gelernt, dass wenn ich 5- 10 Minuten abwarte, und in dieser Zeit mich beschäftige- eine Runde um Haus spazieren, reicht es um den Gedanken zu entkommen. Beruflich habe ich jetzt ein ruhiger Job. Ich fange immer um 7.30 Uhr an und um halb 5 habe ich Feierabend. Ich habe jetzt viel weniger Stress bei der Arbeit. Meine Arbeitsweise ist komplett anders. Ich mache nur die Aufgaben, die ich machen muss. Ich muss nicht unbedingt alles für alle machen. Die arbeite nicht mehr als 40 Stunden in der Woche.
Diese Antwort hinterlässt in mir viele Fragezeichen, warum du nicht als A1 eingestuft wurdest, ganz ehrlich. Du fällst mit dem Wert auf, der eigentlich ein Augenöffner sein MUSS, aber du trinkst weiter. Von mir aus reduziert, aber du hast NULL begriffen, was für ein Problem du hast. Du bist doch nicht ganz auf den Kopf gefallen. Warum musste erst ein windiger MPU-Berater, der dir letztlich nicht mal dienlich war, dich darauf hinweisen? Warum konntest du nicht zu dieser "Schwäche" stehen, die schon etwas krankhaftes auch bei dir hat? Warum schreibst du plötzlich, dass Festlichkeiten gemieden wurden? Warum redest du da nicht von dir?
26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?

Durch meine zwei besten Freunde habe ich neue Freunde kennengelernt, die ohne Alkohol auch Spaß haben können. Wir machen gemeinsam Grillfeste, Gruppenspiele und Ausflüge. Ich genieße jetzt mein Leben voll, habe kein Problem über meine Gefühle zu sprechen. Ich bin viel fitter und habe ein paar Kilo abgenommen ohne Diät zu machen. Keine Probleme mehr mit Gelenken. Mein Schlaf ist viel besser geworden.

Mein Leben hat sich ins positive geändert. Ich bin voll aktiv habe mehr Zeit für meine Familie und Hobbys. Die Wirkung, die der Alkohol bei mir erzeugt hatte, erreiche ich jetzt auch ohne Alkohol. Mir werden immer die Komplimente von Verwandtschaft und Umfeld gemacht. Ich bin selbst stolz auf mich.
Ach so. Keine Probleme mit Gelenken, besserer Schlaf. Frage 15? Schon vergessen? Der GA wird das nicht.
Insgesamt ist das aber noch viel zu wenig. Wie konkret erreichst du denn die Wirkung, die er Alkohol erzeugt hat, ohne ihn? V.a.: welche "Wirkung" meinst du?
27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?

Mir geht sehr gut, so gut wie nie früher. Und ich will, dass es so bleibt. Seit über 1,5 Jahren lebe ich schon abstinent und habe meine Strategie immer weiterentwickelt. Ich habe meine Schwachstellen erkannt und Stoppschilder aufgestellt. Mir ist bewusst, dass ich Stress und negative Gefühle nie ausschließen kann und die werden immer wieder kommen. Die ganze Sache kann ich jetzt mit meinen Angehörigen und besten Freunden ohne Problem ansprechen. Ich will auch niemanden mehr irgendwas beweisen. Ich habe mir eine Gelassenheit antrainiert, dadurch wird die Rückfallrisiko in kritischen Situationen enorm reduziert. Ich habe heute die bessere Möglichketen, bessere Werkzeuge als Alkohol um mich zu entspannen. Stress baue ich mit meinem Hobby ab oder setze mich auf den Fahrrad und fahre paar Stunden durch den Wald. Mein Umfeld heute ist komplett anders. Sollte ich jemals in Gefahr geraten werde ich sofort handeln. Meine Angehörige wissen Bescheid und sind für mich immer da. Alkohol hat nichts mehr bei mir zu Hause zu suchen. Obwohl ich jetzt viel Leistungsfähiger bin passe ich immer auf, dass Balance zwischen Arbeit und Privatleben im Gleichgewicht bleibt.
Sorry, das ist NUR Gelaber, belangloses Geblubber!
Welche Strategie hast du weiterentwickelt?
Welche Schwachstellen hast du erkannt?
Welche Stopschilder hast du aufgestellt?
Wie hast du Gelassenheit antrainiert?
Was für bessere Möglichkeiten, Werkzeuge hast du?
Da is wirklich NIX von dir drin.
28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?
(mit Begründung)


Die Gefahr, wieder in alte Gewohnheiten zurückzufallen, ist stets präsent und in meinem Bewusstsein fest verankert. Ich habe mir während meiner Zeit vor der TF eine hohe Alkoholtoleranz angetrunken, die für immer bestehen bleiben wird.
Durch meine nachhaltige Lebensumstellung und den Verzicht auf Alkohol, schätze ich diese Gefahr aber sehr gering ein.
Nichtsdestotrotz kann ich aber in unwahrscheinliche Situationen geraten, die eine Gefahr darstellen. So kann es zum Beispiel dazukommen, dass meine Familie oder meinen zwei besten Freunden, die meine festen Gesprächspartner sind, Teil eines Konflikts werden, den ich dann mit einem der beiden besprechen und bewältigen kann.
Also ich seh deine Rückfallgefahr noch ganz anders. Du bist ja nicht mal im Ansatz auf den Grund gekommen, warum du so dermaßen viel getrunken hast.
29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?

Da ich Abstinent lebe


30. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen?

Ich bin froh und dankbar, dass an diesem Tag an dem ich die TF hatte nichts passiert ist!
Mehr musst du auch nicht mehr sagen, mit dem FB bekommst du eh nicht die Chance dazu. Das war einfach noch nichts. Du hast noch überhaupt nicht realisiert, in welcher Problematik du steckst, und auch 1,5 Jahre AB sind keine Garantie für einen neuen Weg. Es muss erst mal bei dir ankommen, dass du absolut am oberen Level warst und anscheinend noch einigermaßen funktioniert hast, was auf eine ungemeine Verträglichkeit hindeutet. Das schaffen nur wenige, du gehörst dazu. Ich empfehle dir dringend eine persönliche weitere Aufarbeitung mit einem VP, damit dir überhaupt bewusst wird, wo du standest und wie der Weg wirklich geht. Da reicht es nicht, sich von ein paar Trinkfreunden zu trennen und Fahrrad zu fahren. Da muss im Kopf ganz viel passieren. Das geschieht allerdings erst dann, wenn die Ursache klar ist. Ich wünsche dir auf diesem Weg viel Erfolg!
 
Danke. @kapomick

Nach diesem beharrlich und massiv verharmlosenden FB kristallisiert sich bei mir allein aufgrund der Antwortmuster zwischenzeitlich eine schöne, satte und runde A1 raus. Mehr Verdrängung geht ja kaum noch.
Nur mal so eine knappe Einschätzung von außen. Ich schließe mich da dem Eindruck beider Gutachter an und setze zwischenzeitlich noch eins drauf.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich möchte das hier nochmal hervorheben:
Also ich seh deine Rückfallgefahr noch ganz anders. Du bist ja nicht mal im Ansatz auf den Grund gekommen, warum du so dermaßen viel getrunken hast.
Ursachen nicht erkannt bedeutet: Du hast keine Ahnung, woran Du arbeiten musst,
daher kannst Du daran nicht arbeiten
daher wird sich an wichtiger Stelle nix ändern

...
und Du wirst stehen bleiben, wo Du bist. Dann gibts keine Verbesserung und außer Hoffnung und Hohlphrasen kannst Du nichts erzählen, was irgendwie Belang hätte für die MPU, ganz zu schweigen von der Rückfallprophylaxe. Die kann nicht funktionieren, wenn du gar nicht weisst, wovor genau Du Dich schützen musst.
Und dann blubberst Du halt ganz an der Oberfläche und präsentierst Überschriften ohne Inhalte.
Nein, so wird das nix. Ganz sicher nicht.
 
Ähm… hier ähnelt es sehr stark einem Fragebogen vom User Radelm?
Zumindest wurden dort auch trotz Alkohol Verpflichtungen eingehalten und keine Umzüge von Freunden verpasst. Hmm
 
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