Sehr gute Frage..Welchen Unterschied siehst Du in Regeln, auch ungeschriebenen Regeln, im Elternhaus bei z.B. der Kindererziehung und den Regeln im Straßenverkehr?
Auch im Straßenverkehr gibt es häufig Regeln, die sich einem nicht unmittelbar erschließen, gerade im Bereich der Geschwindigkeitsbegrenzungen.
Wo ist der Unterschied, wo findest Du Gemeinsamkeiten
Zum einen fande ich die Regeln im Straßenverkehr manchmal auch etwas willkürlich - beispielsweise macht man bergab an einer Stelle 50, damit man direkt an der Stelle einen Blitzer hinstellen kann..
Oder an manchen Stellen finde ich die Begrenzung sogar etwas sportlich, heißt ich bin lieber eher drunter gefahren.
Auch finde oder eher fande ich es etwas willkürlich, dass die Regeln zu jeder Tages- und Nachtszeit gleich sind, egal wie bspw. die Straßen ausgelastet sind. Also man kann bspw. auf einer vollen Autobahn deutlich mehr Menschen gefährden, auch wenn man Richtgeschwindigkeit fährt, wenn die Straße voll ist.
Also die nichtverhandelbarkeit ist ein Unterschied.
Auch das Blitzer meiner Meinung nach eher an Stellen hingestellt werden, die möglichst viel Geld einbringen, und nicht die Sicherheit erhöhen, wie bspw. vor Schulen (zumindest war es hier so), finde ich etwas daneben.
Gemeinsam haben die Regeln aber, dass natürlich beide Bereiche Regeln haben, die die Schutzfunktion erfüllen. Im Elternhaus kann man außerdem bei Regeln, die sich nicht sofort erschließen, nachverhandeln bzw. nachfragen und bei Behörden hat man diese Möglichkeit nicht. Wenn bspw. die Geschwindigkeit aufgrund von "Straßenschäden" verringert ist, aber keine sichtbar sind, muss man davon ausgehen dass die Behörden Infos haben, die man selbst nicht hat.
Was es für mich auch in der Vergangenheit schwieriger gemacht hat, dass wenn man sieht, dass wirklich schwere Straftäter einfach so freikommen - aber dass Verstöße im Bereich Verkehr wirklich sehr genau geahndet werden - aber das war bei mir mehr in der Vergangenheit so, bitte nicht denken, dass ich heute noch so denke.
