Hallo ihr lieben, als erstes würde ich gerne in kurz und knapp zeitlich darstellen wie bei mir alles ablief.
29.06.2021 – erster Vorfall 1.1ng und 27.7ng THChooH
16.02.2022 – zweiter Vorfall - 7.1ng und 116ng THCooH , Auto direkt abgemeldet was auf die Frau meines Bruders lief
30.03.2023 – erstes Rezept
21.08.2023 – Führerscheinverzicht
09.05.2024 – Pause der Therapie
21.01.2025 – Wiederaufnahme der Therapie ( Ist Ärztlich Begründet und die Therapie wurde beim selben Arzt aufgenommen, dieser hat mir auch ein schreiben gegeben.
01.10.2025 – zweite MPU Beratung
Leider habt ihr keinen Fragebogen für Cannabis- Patienten, ich schicke hier einen Verlauf eines Fiktiven MPU Ablaufs rein indem man mich und meine Geschichte Kennenlernt, dazu würde es mich freuen wenn ihr meine Situation Bewertet (Wie gut ist er Vorbereitet)
Eine Frage habe ich tatsächlich noch die bisher unegelösst ist.
Ich wurde bisher 2 mal mit Cnnabis Kontrolliert, nichts anderes.
Muss ich zuvor ein Drogenscreening machen oder bezieht sich der Satz : nachdem der Tatbestand erfüllt ist ..... vorlage eines Medizinisch-Psychologischen Gutachten nebst Drogenscreening.. auf den Tag der MPU.
Mein Arzt meinte nur am tag der MPU wird Urin/Blut genommen und dort wird das eh zusätzlich Kontrolliert ( Einnahme andere Drogen und entspricht mein Wert ungefähr den Angaben die ich tätige auch wenn man das extremst Schwer anhand von Werten sagen kann
F: Wieso sind Sie heute hier?
A: Ich bin heute hier um zu zeigen dass ich mein Verhalten von damals reflektiert habe und meine Fehler einsehe. Dazu stehe ich heute unter kontrollierter therapeutischer Einnahme von Cannabis, dort halte ich mich strikt an die Regeln und das werde ich ihnen beweisen.
F: Was waren das für Fehler – was ist damals genau passiert?
A: Am 29.06.2021 habe ich die Abbauzeiten von Cannabis unterschätzt, dazu wusste ich generell wenig über Cannabis. Das hat dazu geführt dass man in meinem Blut einen Wert von 1.1ng THC und 27.7 THC-COOH gemessen hat. Bei der zweiten Kontrolle am 16.02.2022 wollte ich unbedingt meine Ex-Freundin von der Arbeit abholen um sie nicht zu enttäuschen. Darüber hinaus wusste sie auch von dem aktuellen Konsum nichts weshalb ich damals dachte ich habe keine andere Wahl. Das ist aber nicht richtig, ich hätte Nein sagen können und ich hätte kein KFZ bewegen sollen.
F: Warum hat der erste Vorfall Sie nicht gestoppt?
A: Beim ersten Vorfall war das in meinem Kopf nichts Schlimmes, ich war ja nur knapp drüber hab ich mir gedacht. Ich habe das ganze zu locker gesehen und das war mein Fehler. Ab dort hätte ich mich informieren sollen über Cannabis im Allgemeinen.
F: Was hat sich nach dem zweiten Vorfall in Ihnen verändert?
A: Nach der zweiten Kontrolle hatte ich einen Anwalt an meiner Seite, diesem habe ich von der Selbsttherapie erzählt. Der hat mich darauf hingewiesen dass ich bei einer unkontrollierten Selbsttherapie kein Auto fahren soll und somit habe ich mein Auto abgemeldet. Dann habe ich mich auf die Suche nach einem Arzt begeben was recht schwer war aufgrund meines Alters. Im Polizeiauto habe ich gedacht das kann es nicht sein und mir ist sofort bewusst geworden dass ich jetzt einiges aufs Spiel gesetzt habe. Dazu waren es Polizisten vom selben Revier die auch gesagt haben dass es so nicht weitergeht. Das hat auf mich eingewirkt.
F: Sie sagen die Suche nach einem Arzt war schwer wegen Ihres Alters – was meinen Sie damit?
A: Viele Ärzte lehnen Cannabis im Generellen ab, dazu wollen viele einen unter 21 auch nicht behandeln da das Gehirn noch nicht richtig ausgereift ist. Unter kontrollierter Einnahme ist das Risiko aber gering genug um eine Therapie mit Cannabis im jungen Alter durchzuführen wenn man auf Faktoren wie Menge und THC-Gehalt achtet.
F: Wann haben Sie einen Arzt gefunden und wie läuft die Behandlung seitdem?
A: Ich habe am 30.03.2023 mein erstes Rezept bekommen. Seitdem habe ich einmal meinen Arzt gewechselt. Die Therapie verläuft nebenwirkungsfrei und so wie wir es wollen – sie lindert meine Schmerzen so dass ich meinem Alltag nachgehen kann. Dazu kann ich dadurch sicherstellen dass ich niemanden gefährde im Straßenverkehr durch unvorhersehbare Schmerz-Peeks
F: Was sind die Symptome die direkt nach der Einnahme auftreten und Sie vom Fahren abhalten?
A: Direkt nach der Einnahme ist die Reaktionszeit etwas schlechter als vor der Einnahme. Innerhalb von 30-40 Minuten habe ich meinen Peak überwunden. Direkt nach der Einnahme entspannt sich mein Körper wodurch die Motorik leicht beeinflusst wird, alles wirkt etwas langsamer.
F: Wann fühlen Sie sich wieder fahrtauglich und wie stellen Sie das sicher?
A: Ich warte mindestens 6 Stunden. Das ist aber nur die Mindestzeit. Wenn ich mich nach den 6 Stunden nicht bereit fühle fahre ich das auch nicht. Ich mache den Finger-Nase-Test, auf einem Bein stehen, überprüfe wie ich mich selbst fühle (Schmerzbild und Persönliches Wohlbefinden, ob ich unbedingt fahren muss oder ob es auch anders geht, ob die Wahrnehmung klar oder verschwommen ist. Anhand dessen kann ich sicherstellen ob noch Beeinträchtigungen vorliegen.
F: Woher kommt die 6-Stunden-Grenze?
A: Das habe ich so mit meinem Arzt besprochen, hinter den 6 Stunden kann er auch stehen. Die Zeitangabe basiert auf meinen Angaben in den Sprechstunden die jeden Monat stattfinden. Dort habe ich ihm beschrieben dass ich mich nach ungefähr 6 Stunden in einem kontrollierten Zustand befinde.
F: Haben Sie heute Unterlagen dabei?
A: Ja – hier der Plan für 6 Monate, Rezepte von 6 Monaten und ärztliche Schreiben meines Arztes (Alle die man braucht, mein Arzt kennt sich sehr gut mit der Gesetzeslage aus)
F: Wie sieht ein normaler Tag bei Ihnen aus?
A: Ich stehe um 7:15 auf, mache mich fertig und um 8:15 findet die erste Einnahme statt. In der Zeit von 8:15 bis 17:15 räume ich auf, koche, mache Dehnübungen die ich in der Physio erlernt habe. Um 17:15 erfolgt die zweite Einnahme. Danach esse ich meistens mit meiner Freundin die gegen 16:30 von der Arbeit kommt. Um 21:15 nehme ich nochmal eine Dosis ein und um 0:15 die letzte – diese sind niedriger von der Menge aber minimal höher im THC-Gehalt, von 22 auf 25%, damit kann ich die Abendphase gut einleiten und durchschlafen da ich aufgrund meiner Schmerzen Durchschlafprobleme entwickelt habe.
F: Ihre Freundin – wie lange sind Sie zusammen und weiß sie Bescheid?
A: Mit meiner aktuellen Freundin bin ich seit ungefähr 3 Jahren zusammen. Sie weiß über alles Bescheid.
F: Und Ihre Familie?
A: Die wissen auch Bescheid. Nach der zweiten Kontrolle habe ich alle eingeweiht und habe überraschenderweise Zuspruch bekommen was ich zuvor nicht dachte, meine Familie versteht dass Cannabis mir hilft und medizinisch notwendig ist.
F: Leben Sie bei Ihrer Familie?
A: Ja, ich habe eine eigene Wohnung im Haus meiner Eltern. Ich bin in einem stabilen Umfeld.
F: Sie sind aktuell nicht berufstätig – wie finanzieren Sie sich und wie gehen Sie damit um?
A: Momentan bin ich bei fast allem im Leben auf andere angewiesen. Mir war es wichtig dass ich hier richtig vorbereitet erscheine und einen echten Wandel hingelegt habe. Aufgrund der finanziellen Lage gab es auch eine Pause der Therapie – hier ein Schreiben meines Arztes – aber aufgrund von stärker werdenden Beschwerden wurde diese wieder begonnen was seit 2024 kein Problem mehr darstellt. (Erklärung des Arztes habe ich dabei, wieso hat die pause statt gefunden und warum wurde sie wieder begonnen)
F: Wann genau war diese Pause und wie lange hat sie gedauert?
A: Sie war zwischen dem 09.05.2024 und dem 21.01.2025.
F: Haben Sie in dieser Pause trotzdem Cannabis konsumiert?
A: Nein, komplett aufgehört. Ich habe es mit Physiotherapie und Ibuprofen 600 nochmal probiert. Mein Schmerzbild sah unter Cannabis-Medikation stabil aus, das Geld wurde knapp und seitdem die Therapie wieder begonnen wurde hilft mir meine Freundin dabei diese zu zahlen. Meine Eltern erlassen uns die Miete.
F: Das heißt Sie haben in dieser Pause auch kein Auto gefahren?
A: Nein, ich besitze seit dem Verzicht keinen Führerschein. Ich fahre seit fast 4 Jahren kein Auto mehr.
F: Sie haben am 21.08.2023 freiwillig auf den Führerschein verzichtet – warum hat es so lange gedauert?
A: Das Schreiben der MPU hat auf sich warten lassen. Ich wusste nach der zweiten Kontrolle nicht was auf mich zukommt.
F: Sind Sie zwischen dem zweiten Vorfall und dem Verzicht noch Auto gefahren?
A: Nein. Ich wurde nach dem zweiten Vorfall auch nicht mehr angehalten und bin auch nicht mehr gefahren.
F: Sie haben eine MPU Beratung gemacht – wann und was hat Sie dazu bewogen?
A: Ich hatte zwei Beratungen. Die erste verlief nicht gut und ich habe mein Geld zurückbekommen aufgrund schlechter Beratung. Die zweite hat am 01.10.2025 begonnen – hier der Nachweis mit Anzahl der Sitzungen und was Besprochen wurde.
F: Was hat die zweite Beratung gebracht?
A: Dort habe ich gelernt dass ich damals fahrlässig gehandelt habe und dass ich im Leben Nein sagen kann ohne Menschen zu enttäuschen. Das war damals mein größtes Problem weshalb es zur zweiten Kontrolle gekommen ist. Ich habe mehr über Cannabis gelernt – über die Wirkung, die Abbauzeiten und mögliche Nebenwirkungen. Damals habe ich mich unkontrolliert selbst therapiert ohne großes Wissen.
F: Wenn Ihre Freundin Sie heute Abend um 20 Uhr dringend bittet Sie irgendwo hinzufahren und Sie haben um 17:15 Ihre zweite Dosis genommen – was tun Sie?
A: Dann sage ich Nein. Meine Freundin würde mich auch nicht fragen, sie kennt das Zeit Fenster in dem ich bereit bin Auto zu fahren wenn ich mich danach fühle und keine Beeinträchtigungen habe.
F: Wie würden Sie sich selbst beschreiben – Stärken und Schwächen?
A: Ich bin bereit Veränderungen vorzunehmen und mich weiterzubilden. Meine Schwäche ist dass ich manchmal stur bin im Sinne von: ich mache es später obwohl meine Mutter es jetzt möchte. So war ich leider schon immer.
F: Hat diese Sturheit damals eine Rolle gespielt?
A: Nicht wirklich, da war es Unwissenheit und der Druck danach allen gerecht zu sein wodurch ich nicht Nein sagen konnte.
F: Was machen Sie wenn Sie in einem Jahr merken dass Sie anfangen die Regeln zu lockern – zum Beispiel die 6 Stunden auf 4 verkürzen?
A: Das werde ich nicht machen da ich so nicht mehr sicherstellen kann dass mein System ein funktionierendes System ist. Dazu würde ich gegen die Abmachungen meines Arztes verstoßen wodurch ich auch die ganze Behandlung aufs Spiel setzen würde da mein Arzt keinen Spielraum lässt und er auch möchte dass man verantwortungsbewusst damit umgeht.
„Gut. Ich danke Ihnen für das Gespräch. Wir sind fertig hier – bitte warten Sie kurz draußen, der Servicemitarbeiter begleitet Sie dann zum Ausgang und erklärt Ihnen die nächsten Schritte bezüglich des Gutachtens."
Noch kurz dazu, ein aktueller Neuantrag läuft noch nicht, diesen werde ich am Montag machen. Jedoch lief zuvor schon einer wodurch ich meine Fragestellung kenne.
29.06.2021 – erster Vorfall 1.1ng und 27.7ng THChooH
16.02.2022 – zweiter Vorfall - 7.1ng und 116ng THCooH , Auto direkt abgemeldet was auf die Frau meines Bruders lief
30.03.2023 – erstes Rezept
21.08.2023 – Führerscheinverzicht
09.05.2024 – Pause der Therapie
21.01.2025 – Wiederaufnahme der Therapie ( Ist Ärztlich Begründet und die Therapie wurde beim selben Arzt aufgenommen, dieser hat mir auch ein schreiben gegeben.
01.10.2025 – zweite MPU Beratung
Leider habt ihr keinen Fragebogen für Cannabis- Patienten, ich schicke hier einen Verlauf eines Fiktiven MPU Ablaufs rein indem man mich und meine Geschichte Kennenlernt, dazu würde es mich freuen wenn ihr meine Situation Bewertet (Wie gut ist er Vorbereitet)
Eine Frage habe ich tatsächlich noch die bisher unegelösst ist.
Ich wurde bisher 2 mal mit Cnnabis Kontrolliert, nichts anderes.
Muss ich zuvor ein Drogenscreening machen oder bezieht sich der Satz : nachdem der Tatbestand erfüllt ist ..... vorlage eines Medizinisch-Psychologischen Gutachten nebst Drogenscreening.. auf den Tag der MPU.
Mein Arzt meinte nur am tag der MPU wird Urin/Blut genommen und dort wird das eh zusätzlich Kontrolliert ( Einnahme andere Drogen und entspricht mein Wert ungefähr den Angaben die ich tätige auch wenn man das extremst Schwer anhand von Werten sagen kann
F: Wieso sind Sie heute hier?
A: Ich bin heute hier um zu zeigen dass ich mein Verhalten von damals reflektiert habe und meine Fehler einsehe. Dazu stehe ich heute unter kontrollierter therapeutischer Einnahme von Cannabis, dort halte ich mich strikt an die Regeln und das werde ich ihnen beweisen.
F: Was waren das für Fehler – was ist damals genau passiert?
A: Am 29.06.2021 habe ich die Abbauzeiten von Cannabis unterschätzt, dazu wusste ich generell wenig über Cannabis. Das hat dazu geführt dass man in meinem Blut einen Wert von 1.1ng THC und 27.7 THC-COOH gemessen hat. Bei der zweiten Kontrolle am 16.02.2022 wollte ich unbedingt meine Ex-Freundin von der Arbeit abholen um sie nicht zu enttäuschen. Darüber hinaus wusste sie auch von dem aktuellen Konsum nichts weshalb ich damals dachte ich habe keine andere Wahl. Das ist aber nicht richtig, ich hätte Nein sagen können und ich hätte kein KFZ bewegen sollen.
F: Warum hat der erste Vorfall Sie nicht gestoppt?
A: Beim ersten Vorfall war das in meinem Kopf nichts Schlimmes, ich war ja nur knapp drüber hab ich mir gedacht. Ich habe das ganze zu locker gesehen und das war mein Fehler. Ab dort hätte ich mich informieren sollen über Cannabis im Allgemeinen.
F: Was hat sich nach dem zweiten Vorfall in Ihnen verändert?
A: Nach der zweiten Kontrolle hatte ich einen Anwalt an meiner Seite, diesem habe ich von der Selbsttherapie erzählt. Der hat mich darauf hingewiesen dass ich bei einer unkontrollierten Selbsttherapie kein Auto fahren soll und somit habe ich mein Auto abgemeldet. Dann habe ich mich auf die Suche nach einem Arzt begeben was recht schwer war aufgrund meines Alters. Im Polizeiauto habe ich gedacht das kann es nicht sein und mir ist sofort bewusst geworden dass ich jetzt einiges aufs Spiel gesetzt habe. Dazu waren es Polizisten vom selben Revier die auch gesagt haben dass es so nicht weitergeht. Das hat auf mich eingewirkt.
F: Sie sagen die Suche nach einem Arzt war schwer wegen Ihres Alters – was meinen Sie damit?
A: Viele Ärzte lehnen Cannabis im Generellen ab, dazu wollen viele einen unter 21 auch nicht behandeln da das Gehirn noch nicht richtig ausgereift ist. Unter kontrollierter Einnahme ist das Risiko aber gering genug um eine Therapie mit Cannabis im jungen Alter durchzuführen wenn man auf Faktoren wie Menge und THC-Gehalt achtet.
F: Wann haben Sie einen Arzt gefunden und wie läuft die Behandlung seitdem?
A: Ich habe am 30.03.2023 mein erstes Rezept bekommen. Seitdem habe ich einmal meinen Arzt gewechselt. Die Therapie verläuft nebenwirkungsfrei und so wie wir es wollen – sie lindert meine Schmerzen so dass ich meinem Alltag nachgehen kann. Dazu kann ich dadurch sicherstellen dass ich niemanden gefährde im Straßenverkehr durch unvorhersehbare Schmerz-Peeks
F: Was sind die Symptome die direkt nach der Einnahme auftreten und Sie vom Fahren abhalten?
A: Direkt nach der Einnahme ist die Reaktionszeit etwas schlechter als vor der Einnahme. Innerhalb von 30-40 Minuten habe ich meinen Peak überwunden. Direkt nach der Einnahme entspannt sich mein Körper wodurch die Motorik leicht beeinflusst wird, alles wirkt etwas langsamer.
F: Wann fühlen Sie sich wieder fahrtauglich und wie stellen Sie das sicher?
A: Ich warte mindestens 6 Stunden. Das ist aber nur die Mindestzeit. Wenn ich mich nach den 6 Stunden nicht bereit fühle fahre ich das auch nicht. Ich mache den Finger-Nase-Test, auf einem Bein stehen, überprüfe wie ich mich selbst fühle (Schmerzbild und Persönliches Wohlbefinden, ob ich unbedingt fahren muss oder ob es auch anders geht, ob die Wahrnehmung klar oder verschwommen ist. Anhand dessen kann ich sicherstellen ob noch Beeinträchtigungen vorliegen.
F: Woher kommt die 6-Stunden-Grenze?
A: Das habe ich so mit meinem Arzt besprochen, hinter den 6 Stunden kann er auch stehen. Die Zeitangabe basiert auf meinen Angaben in den Sprechstunden die jeden Monat stattfinden. Dort habe ich ihm beschrieben dass ich mich nach ungefähr 6 Stunden in einem kontrollierten Zustand befinde.
F: Haben Sie heute Unterlagen dabei?
A: Ja – hier der Plan für 6 Monate, Rezepte von 6 Monaten und ärztliche Schreiben meines Arztes (Alle die man braucht, mein Arzt kennt sich sehr gut mit der Gesetzeslage aus)
F: Wie sieht ein normaler Tag bei Ihnen aus?
A: Ich stehe um 7:15 auf, mache mich fertig und um 8:15 findet die erste Einnahme statt. In der Zeit von 8:15 bis 17:15 räume ich auf, koche, mache Dehnübungen die ich in der Physio erlernt habe. Um 17:15 erfolgt die zweite Einnahme. Danach esse ich meistens mit meiner Freundin die gegen 16:30 von der Arbeit kommt. Um 21:15 nehme ich nochmal eine Dosis ein und um 0:15 die letzte – diese sind niedriger von der Menge aber minimal höher im THC-Gehalt, von 22 auf 25%, damit kann ich die Abendphase gut einleiten und durchschlafen da ich aufgrund meiner Schmerzen Durchschlafprobleme entwickelt habe.
F: Ihre Freundin – wie lange sind Sie zusammen und weiß sie Bescheid?
A: Mit meiner aktuellen Freundin bin ich seit ungefähr 3 Jahren zusammen. Sie weiß über alles Bescheid.
F: Und Ihre Familie?
A: Die wissen auch Bescheid. Nach der zweiten Kontrolle habe ich alle eingeweiht und habe überraschenderweise Zuspruch bekommen was ich zuvor nicht dachte, meine Familie versteht dass Cannabis mir hilft und medizinisch notwendig ist.
F: Leben Sie bei Ihrer Familie?
A: Ja, ich habe eine eigene Wohnung im Haus meiner Eltern. Ich bin in einem stabilen Umfeld.
F: Sie sind aktuell nicht berufstätig – wie finanzieren Sie sich und wie gehen Sie damit um?
A: Momentan bin ich bei fast allem im Leben auf andere angewiesen. Mir war es wichtig dass ich hier richtig vorbereitet erscheine und einen echten Wandel hingelegt habe. Aufgrund der finanziellen Lage gab es auch eine Pause der Therapie – hier ein Schreiben meines Arztes – aber aufgrund von stärker werdenden Beschwerden wurde diese wieder begonnen was seit 2024 kein Problem mehr darstellt. (Erklärung des Arztes habe ich dabei, wieso hat die pause statt gefunden und warum wurde sie wieder begonnen)
F: Wann genau war diese Pause und wie lange hat sie gedauert?
A: Sie war zwischen dem 09.05.2024 und dem 21.01.2025.
F: Haben Sie in dieser Pause trotzdem Cannabis konsumiert?
A: Nein, komplett aufgehört. Ich habe es mit Physiotherapie und Ibuprofen 600 nochmal probiert. Mein Schmerzbild sah unter Cannabis-Medikation stabil aus, das Geld wurde knapp und seitdem die Therapie wieder begonnen wurde hilft mir meine Freundin dabei diese zu zahlen. Meine Eltern erlassen uns die Miete.
F: Das heißt Sie haben in dieser Pause auch kein Auto gefahren?
A: Nein, ich besitze seit dem Verzicht keinen Führerschein. Ich fahre seit fast 4 Jahren kein Auto mehr.
F: Sie haben am 21.08.2023 freiwillig auf den Führerschein verzichtet – warum hat es so lange gedauert?
A: Das Schreiben der MPU hat auf sich warten lassen. Ich wusste nach der zweiten Kontrolle nicht was auf mich zukommt.
F: Sind Sie zwischen dem zweiten Vorfall und dem Verzicht noch Auto gefahren?
A: Nein. Ich wurde nach dem zweiten Vorfall auch nicht mehr angehalten und bin auch nicht mehr gefahren.
F: Sie haben eine MPU Beratung gemacht – wann und was hat Sie dazu bewogen?
A: Ich hatte zwei Beratungen. Die erste verlief nicht gut und ich habe mein Geld zurückbekommen aufgrund schlechter Beratung. Die zweite hat am 01.10.2025 begonnen – hier der Nachweis mit Anzahl der Sitzungen und was Besprochen wurde.
F: Was hat die zweite Beratung gebracht?
A: Dort habe ich gelernt dass ich damals fahrlässig gehandelt habe und dass ich im Leben Nein sagen kann ohne Menschen zu enttäuschen. Das war damals mein größtes Problem weshalb es zur zweiten Kontrolle gekommen ist. Ich habe mehr über Cannabis gelernt – über die Wirkung, die Abbauzeiten und mögliche Nebenwirkungen. Damals habe ich mich unkontrolliert selbst therapiert ohne großes Wissen.
F: Wenn Ihre Freundin Sie heute Abend um 20 Uhr dringend bittet Sie irgendwo hinzufahren und Sie haben um 17:15 Ihre zweite Dosis genommen – was tun Sie?
A: Dann sage ich Nein. Meine Freundin würde mich auch nicht fragen, sie kennt das Zeit Fenster in dem ich bereit bin Auto zu fahren wenn ich mich danach fühle und keine Beeinträchtigungen habe.
F: Wie würden Sie sich selbst beschreiben – Stärken und Schwächen?
A: Ich bin bereit Veränderungen vorzunehmen und mich weiterzubilden. Meine Schwäche ist dass ich manchmal stur bin im Sinne von: ich mache es später obwohl meine Mutter es jetzt möchte. So war ich leider schon immer.
F: Hat diese Sturheit damals eine Rolle gespielt?
A: Nicht wirklich, da war es Unwissenheit und der Druck danach allen gerecht zu sein wodurch ich nicht Nein sagen konnte.
F: Was machen Sie wenn Sie in einem Jahr merken dass Sie anfangen die Regeln zu lockern – zum Beispiel die 6 Stunden auf 4 verkürzen?
A: Das werde ich nicht machen da ich so nicht mehr sicherstellen kann dass mein System ein funktionierendes System ist. Dazu würde ich gegen die Abmachungen meines Arztes verstoßen wodurch ich auch die ganze Behandlung aufs Spiel setzen würde da mein Arzt keinen Spielraum lässt und er auch möchte dass man verantwortungsbewusst damit umgeht.
„Gut. Ich danke Ihnen für das Gespräch. Wir sind fertig hier – bitte warten Sie kurz draußen, der Servicemitarbeiter begleitet Sie dann zum Ausgang und erklärt Ihnen die nächsten Schritte bezüglich des Gutachtens."
Noch kurz dazu, ein aktueller Neuantrag läuft noch nicht, diesen werde ich am Montag machen. Jedoch lief zuvor schon einer wodurch ich meine Fragestellung kenne.
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