1,5 Jahre erfolgreich KT und Vorbereitung, plötzlich Betablocker verschrieben bekommen

Danke erst einmal Karl-Heinz für deine prompte und wenn auch harte Antwort. Ja ich gebe zu ,die Zeit war eine wirklich unterirdische! Ich bin aber seit 2 Jahren absolut stabil. Dahingehend gibt es keine Chance für mich? Habe hier schon ganz andere Berichte gelesen. Natürlich geht es jetzt hier um mich, aber schlimmer geht immer und wurde auch geschafft. Bin jetzt völlig durcheinander, denn mein VP hat mir eine andere Prognose gestellt, ohne das ich jetzt beschönigen will…..nicht falsch verstehen
 
Bin jetzt völlig durcheinander, denn mein VP hat mir eine andere Prognose gestellt,
das darf schon sein :)

Wenn Du es hinbringst, die A2-Hypothese, die jetzt gerade hier im Raum steht, zu entkräften, dann wäre das auch ok ;)
(und es würde Dir dann auch in der MPU helfen).
Geh einfach mal davon aus, dass es viele Gutachter gibt, die mit genau den Hintergedanken, die @Karl-Heinz da so reingebracht hat, auf dich zugehen...
Es läge jetzt an Dir, dafür zu sorgen, dass der Gutachter die A2-Hypothese verwerfen kann. Mit einem "aber andere sind ja viel heftiger drauf" schaffst du das nicht - das sagt dem Gutachter nur, dass Du gerade versuchst, von Dir abzulenken. IdR bedeutet das: durchgefallen.

Cave: es geht in der MPU nur um Dich, um sonst niemanden
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein, alles gut, ich verstehe nix falsch :smiley22:

Dass du andere Berichte kennst und die Einschätzung des VP kann ich natürlich jetzt aus der Ferne nicht kommentieren.

Meine beruht auf den BK, den aktuellen Beurteilungskriterien.
Dort steht unter Anderem:

- Klient berichtet über den starken Drang zu konsumieren
Das sehe ich bei deinem Halt auf dem Nachhauseweg am Supermarkt, um Sekt zu kaufen, als erfüllt an.
Dieses Anhalten, um „ein paar Kleinigkeiten“ einzukaufen, halte ich für absolut unglaubwürdig.

- Klient berichtet, in Situationen konsumiert zu haben, die zu einer körperlichen Gefährdung führen.
Das sehe ich damit erfüllt, dass du direkt auf dem Parkplatz getrunken hast in der Absicht, deine Fahrt wiederum anzutreten.

Das sind Kriterien aus A2 ( A 2.1 N )

Das noch einmal für dich zur Erklärung, dass meine Einschätzung nicht auf Gefühl oder Meinung basiert.

Liebe Grüße :smiley138:
 
- Klient berichtet über den starken Drang zu konsumieren
Das sehe ich bei deinem Halt auf dem Nachhauseweg am Supermarkt, um Sekt zu kaufen, als erfüllt an.
Dieses Anhalten, um „ein paar Kleinigkeiten“ einzukaufen, halte ich für absolut unglaubwürdig.
mit genau sowas, @Brimi, wirst du dich gründlich befassen müssen. Was war denn da *wirklich?

Denn merke: wenn der Gutachter glaubt, dass Du ihm da Geschichtelchen auftischt, bist Du in 5 min durchgefallen. Du hättest dann die H-null geschossen ("ist der Klient glaubwürdig")
 
Mmmh, nun weiß ich gar nicht mehr wo vorn und hinten ist. Auch wenn es jetzt unglaubwürdig klingt, war es Fakt das ich dort gehalten bin wegen Lebensmitteln, die am Wochenende verbraucht wurden. Das war Montags nach Feierabend fast immer die Regel und an diesem Tag war nunmal prompt noch der Sekt im Angebot. Muss ich mir eine andere Story für den Supermarkt - Tripp ausdenken, damit es für den GA auch glaubwürdig klingt?
 
das darf schon sein :)

Wenn Du es hinbringst, die A2-Hypothese, die jetzt gerade hier im Raum steht, zu entkräften, dann wäre das auch ok ;)
(und es würde Dir dann auch in der MPU helfen).
Geh einfach mal davon aus, dass es viele Gutachter gibt, die mit genau den Hintergedanken, die @Karl-Heinz da so reingebracht hat, auf dich zugehen...
Es läge jetzt an Dir, dafür zu sorgen, dass der Gutachter die A2-Hypothese verwerfen kann. Mit einem "aber andere sind ja viel heftiger drauf" schaffst du das nicht - das sagt dem Gutachter nur, dass Du gerade versuchst, von Dir abzulenken. IdR bedeutet das: durchgefallen.

Cave: es geht in der MPU nur um Dich, um sonst niemanden
@joost ich würde das auch bei der MPU nicht argumentieren, was andere schlimmer oder falsch machen. Das ich mich damit ins Aus schiesse ist mir durchaus bewusst. Ich habe das auf das Forum bezogen, was ich hier bisher gelesen habe. Das meine Geschichte ordentlich brennt ist mir auch bewusst. Irgendwie fühle ich mich gerade völlig zurückgeworfen und habe das Gefühl zu viel Zeit bei einem verkehrten VP verplempert zu haben. Ich war bzw. bin eigentlich guter Dinge, was die Aufarbeitung angeht. Wenn ich jetzt in A2 geschoben werde, vergeht noch mehr Zeit und dabei praktiziere ich seit 2 Jahren das KT erfolgreich bzw bin ich durch die Medikamente nun abstinent was mir ehrlich gesagt überhaupt kein Problem bereitet, ganz im Gegenteil.
 
Auch wenn es jetzt unglaubwürdig klingt, war es Fakt das ich dort gehalten bin wegen Lebensmitteln, die am Wochenende verbraucht wurden. Das war Montags nach Feierabend fast immer die Regel und an diesem Tag war nunmal prompt noch der Sekt im Angebot.
Letzten Endes ändert das nix.
Du hast ihn auf dem Parkpatz direkt nach dem Einkauf geschüttet.
Dann kam dein Craving halt im Laden und nicht auf dem Weg.
Und, dass du eben so gemeldet und angetroffen wurdest, ist eh Aktenlage.

Muss ich mir eine andere Story für den Supermarkt - Tripp ausdenken, damit es für den GA auch glaubwürdig klingt?
Bei „Story“ und „glaubwürdig klingen“ bin ich eh raus…
 
@Karl-Heinz es geht nicht darum das ICH irgendeine Story bei der MPU erzählen möchte, damit sich das gut anhört. Ich hatte die Kritik zu meinem Bericht in Bezug auf den Supermarkt und wie das dort ablief, für mich so verstanden bzw gelesen, als würde ich irgendwelche Märchen schreiben und den Kauf von Lebensmitteln als Ausrede vorschieben ( sprich ich bin gezielt dorthin gefahren um gezielt Sekt zu kaufen und die Lebensmittel nebenher klingt unglaubwürdig)
 
Das war Montags nach Feierabend fast immer die Regel und an diesem Tag war nunmal prompt noch der Sekt im Angebot.
ok.. da gibts also Sekt, Du kaufst den weil im Angebot..
Mach ich auch.
Aber ich trinke den nicht gleich nach Kauf.

Das ist der Punkt, den es klären gilt.. als Du den Sekt gekauft hast, was war an dem Punkt Deine Absicht? Ihn danach zu trinken? Oder eher, ihn zuhause zu haben und er ist ja grad günstig? (Cave: das könnten gründlichere Gutachter auch so fragen)
 
Das meine Geschichte ordentlich brennt ist mir auch bewusst.
Was meinst du mit „brennen“ ?
Inwiefern ist es dir bewusst ?

Ich war bzw. bin eigentlich guter Dinge, was die Aufarbeitung angeht.
Ich sage das jetzt nur, damit du dich jetzt nicht zu sehr daran festbeißt, diese Supermarktgeschichte auszuräumen.
Deine Aufarbeitung ist noch nicht „MPU-reif“, aber durchaus in Ansätzen vorhanden.
Dein Motiv und deine Vermeidungsstrategien sind noch nicht schlüssig.
Du berichtest von schlimmen Ehen, was schlimm genug ist.
Es geht sehr viel darum, wie schlecht dein Mann dich behandelt hat, was mir von Herzen Leid tut.
Es erklärt aber weder, warum du das mit dir hast machen lassen noch, warum du deswegen gesoffen hast.

Wenn ich jetzt in A2 geschoben werde, vergeht noch mehr Zeit und dabei praktiziere ich seit 2 Jahren das KT erfolgreich bzw bin ich durch die Medikamente nun abstinent was mir ehrlich gesagt überhaupt kein Problem bereitet, ganz im Gegenteil.
Da stellt sich mir doch die Frage:
Warum hast du`s nicht gleich gelassen ?
Du hast doch einige Zeit nach der TF eine Trinkpause gemacht, dann hätte dir das auch auffallen müssen ?
Und trotzdem wieder angefangen ?
 
Am Anfang war ja die Frage, ob die Betablocker das KT gefährden. Jetzt steht aus meiner Sicht zu Recht die Frage im Vordergrund, ob ein Gutachter noch (gesichert) von A3 ausgehen wird. Wenn nicht, wird es mit KT sicherlich schwierig (er)
 
Was meinst du mit „brennen“ ?
Inwiefern ist es dir bewusst ?


Ich sage das jetzt nur, damit du dich jetzt nicht zu sehr daran festbeißt, diese Supermarktgeschichte auszuräumen.
Deine Aufarbeitung ist noch nicht „MPU-reif“, aber durchaus in Ansätzen vorhanden.
Dein Motiv und deine Vermeidungsstrategien sind noch nicht schlüssig.
Du berichtest von schlimmen Ehen, was schlimm genug ist.
Es geht sehr viel darum, wie schlecht dein Mann dich behandelt hat, was mir von Herzen Leid tut.
Es erklärt aber weder, warum du das mit dir hast machen lassen noch, warum du deswegen gesoffen hast.


Da stellt sich mir doch die Frage:
Warum hast du`s nicht gleich gelassen ?
Du hast doch einige Zeit nach der TF eine Trinkpause gemacht, dann hätte dir das auch auffallen müssen ?
Und trotzdem wieder angefangen ?
@Karl-Heinz mit brennen meine ich das ich eben Alkohol missbraucht habe und hier nicht nur eine Auffälligkeit nach einem Bier stattgefunden hat. Brennen ist falsch ausgedrückt. Ich könnte es besser als sehr sehr großen Mist gebaut betiteln .

Und in dem Fragenkatalog habe ich das womöglich nicht schlüssig genug beantwortet . Es ging um die eine letzte Ehe. Ich war dem psychischen Missbrauch der über Jahre stattfand und hinterher auch verbunden mit Handgreiflichkeiten nicht mehr gewachsen. Ich hatte tierische Angst mir Hilfe zu holen, da er mir auch bei Verlassen massive Konsequenzen androhte, das ich im Leben nicht mehr froh werde. Ich wusste nicht mehr ein noch aus und hatte niemanden im Umfeld der mir konkrete verlässliche Hilfe geleistet hätte. Er wiegelte die Kinder gegen mich an auf und ich betäubte mich mit Alkohol.

Das ich nach der Abstinenz im Mai wieder auf einem Geburtstag bewusst mit eigener gesetzter Grenze getrunken habe, empfand ich nicht als schlimm, solange es bei festgelegten Mengen bleibt. Ich schrieb ja, dass ich aus sozialen und verträglichen Genussgründen weiterhin gerne mit Anstoßen möchte und dabei soll es auch bleiben.Zu dieser Zeit habe ich mich nicht mit mpu Kriterien und Hypothesen nach A1- A6 usw. befasst, da ich erst einmal die Baustellen Trennung, Umzug, Scheidung usw abgearbeitet habe. Das war sehr viel und Nervenaufreibend . Alles gleichzeitig funktioniert nicht. Habe zuallererst ein sicheres Fundament geschaffen auf dem ich dann angefangen habe über einen Psychologen die ganze Sache aufzuarbeiten.
 
@Karl-Heinz ich habe das aus dem Internet und im meinem Kommentar erwähnt, weil ich bis zum 1. Termin beim Psychologen erst einmal andere Baustellen die akuter waren als der Führerschein, abgearbeitet habe. Alles im Leben geht nur nach und nach. Ich wusste bis dato nicht einmal was die Mpu Kriterien usw. sind, weil man ja vorher damit nie in Berührung gekommen ist
 
ok.. da gibts also Sekt, Du kaufst den weil im Angebot..
Mach ich auch.
Aber ich trinke den nicht gleich nach Kauf.

Das ist der Punkt, den es klären gilt.. als Du den Sekt gekauft hast, was war an dem Punkt Deine Absicht? Ihn danach zu trinken? Oder eher, ihn zuhause zu haben und er ist ja grad günstig? (Cave: das könnten gründlichere Gutachter auch so fragen)
@joost, wahrhaftig wollte ich ihn mit nach Hause nehmen und dort munter an dem Geburtstag zuhause anschließen und weitermachen wie zu gewohnten Tagen
Allerdings regten mich wieder einmal die ganzen WhatsApp Nachrichten meines damaligen Mannes auf, die mich eigentlich permanent auch während der Arbeitszeit erreichten und einer Belästigung gleichkamen. Ich habe immer denselben Fehler gemacht und bin darauf eingegangen, wie er es geschafft hat, dass ich mich auf Reaktionen immer verleiten liess, würde jetzt hier den Rahmen sprengen.

Lange Rede kurzer Sinn, ich habe mich nach dreimaligem hin und herschreiben so dermaßen aufgeregt und war so aufgebracht dass ich daraufhin schon eine piccolo Flasche im Auto öffnete
 
dermaßen aufgeregt und war so aufgebracht dass ich daraufhin schon eine piccolo Flasche im Auto öffnete
ok, das ist wichtig! Erkenntnis:
Bestimmte Emotionen führen bei Dir zum Kontrollverlust (der ja bereits darin besteht, sich an einen Plan, den man hatte, nicht mehr zu halten).
Kontrollverlust.

Passt schon vom Wort her nicht zu -> kontrolliert (oder risikoarm) trinken.
Das ist Dir klar?

Jetzt ginge es darum, dass Du zeigen kannst, dass Du zwischenzeitlich mit solchen Emotionen anders umgehen kannst, wenn Du eine A3 retten magst. Nicht nur für die MPU, sondern dann auch wirklich, im Leben.

Und ich nehme das jetzt mal als Beispiel dafür, in welcher Eindringtiefe man da an auch auf den ersten Blick unscheinbare Feinheiten gehen muss, um wichtige Erkenntnis zu erlangen...

An der Stelle könnte es jetzt weitergehen mit:
Du schreibst "aufgeregt und aufgebracht" - wenn wir das mal nur als Lösungsversuch würdigen, was hat den das Zeux am Phone in Dir ausgelöst, im Moment VOR dem aufgeregt sein? DAS wäre der wunde Punkt, über den Du immer wieder stolpern könntest... (und das wäre ganz mies hinsichtlich einer fehlenden Rückfallprophylaxe - und sowas will der Gutachter aber sehen, funktionierend, stabil, erfolgversprechend auf längeren Zeitraum hin)

Und dann könnte man mal gucken, wo sonst noch in Deinem Leben dieser wunde Punkt mit Alkoholkonsum vergesellschaftet war..
 
Zuletzt bearbeitet:
ok, das ist wichtig! Erkenntnis:
Bestimmte Emotionen führen bei Dir zum Kontrollverlust (der ja bereits darin besteht, sich an einen Plan, den man hatte, nicht mehr zu halten).
Kontrollverlust.

Passt schon vom Wort her nicht zu -> kontrolliert (oder risikoarm) trinken.
Das ist Dir klar?

Jetzt ginge es darum, dass Du zeigen kannst, dass Du zwischenzeitlich mit solchen Emotionen anders umgehen kannst, wenn Du eine A3 retten magst. Nicht nur für die MPU, sondern dann auch wirklich, im Leben.

Und ich nehme das jetzt mal als Beispiel dafür, in welcher Eindringtiefe man da an auch auf den ersten Blick unscheinbare Feinheiten gehen muss, um wichtige Erkenntnis zu erlangen...

An der Stelle könnte es jetzt weitergehen mit:
Du schreibst "aufgeregt und aufgebracht" - wenn wir das mal nur als Lösungsversuch würdigen, was hat den das Zeux am Phone in Dir ausgelöst, im Moment VOR dem aufgeregt sein? DAS wäre der wunde Punkt, über den Du immer wieder stolpern könntest... (und das wäre ganz mies hinsichtlich einer fehlenden Rückfallprophylaxe - und sowas will der Gutachter aber sehen, funktionierend, stabil, erfolgversprechend auf längeren Zeitraum hin)

Und dann könnte man mal gucken, wo sonst noch in Deinem Leben dieser wunde Punkt mit Alkoholkonsum vergesellschaftet war..
Ich muss gestehen das ich vorher im Leben nicht so dünnhäutig war wie über Jahre steigend in dieser Ehe. Ich habe vorher nie Alkohol genutzt um negative Situationen zu betäuben. Alkohol war in jungen Jahren für mich ein Partygetränk, allerdings im falschen Glauben dass es ohne bestimmt nicht lustig wird. Ich hielt es für normal wenn um mich herum getrunken wird, deshalb verbindete ich lange jede Party, jeden Geburtstag usw mit Alkohol trinken. Natürlich habe ich selber gemerkt, dass ich lockerer unter Einfluss von Alkohol wurde, auch war der Gang zur Tanzfläche nach Alkgenuss einfacher als ohne, aber Alkohol wurde nie in irgendeiner Form missbraucht.

Diese 13 Jahre Ehe haben mich wertvolle Lebenszeit und Nerven gekostet. Mein Selbstbewusstsein wurde mir genommen und mir wurde über Jahre auf systematische Art und Weise immer wieder gesagt, dass ich nichts bin, es zu nichts gebracht hätte, dumm und unfähig wäre. Sätze wie , ohne mich bist du nichts, fielen regelmässig. Meine Freundschaften die ich lange vor der Ehe pflegte, wurden systematisch ganz suptil von ihm vergrault, auch meine Eltern wurden eliminiert. Jetzt im Nachgang ist einiges ans Licht gekommen und nach dem Cut konnte ich einiges wieder geradebiegen und stehe im guten Kontakt. Ich wurde stückweise und unauffällig von allem was ich hatte abgeschirmt, ohne das ich es merkte und meine Konzentration lag nur auf ihn und die Kinder drumherum. Ich hatte absolut verlernt rechtzeitig nein zu sagen und Grenzen zu setzen. Der tiefgründige Umgang mit mir bagatellisierte ich über Jahre für mich, da ich 17/7 ( msn schläft ja auch mal) nur damit beschäftigt war es ihm und allen recht zu machen. Ich übernahm mich völlig während er von der Couch nur dirigierte. Ich war neben dem Beruf für den kompletten Haushalt, kochen, einkaufen, putzen verantwortlich.
Ich entwickelte einen regelrechten Putzfimmel und erledigte viele Dinge auf einmal . Heute weiß ich dass ich im Unterbewusstsein auf Lob und Anerkennung gehofft hatte, anstelle Beleidigungen, Demütigung und Beschimpfungen. Wenn ich während die Kartoffeln auf dem Herd für 20 min garen , noch gefühlt 8 Fenster putze , muss er das doch honorieren und sagen“ toll was du alles schaffst“
So lebte ich über Jahre automatisiert vor mir hin , immer in der Hoffnung das er sich ändert, oder redete mir ein „ das er nunmal so ist“. Das gung bis zu dem Tag an dem ich herausfand das er im Internet mit einer anderen Frau schon länger in Kontakt stand und diese auch traf. Ich las die freundlichsten und liebevollsten Worte an sie , die ich nicht kannte. Das riss mir den Boden unter den Füssen weg und ich begann meine einzigen Bekannten die ich noch hatte nachzueifern. Denn die tranken heden Abend Sekt und begossen den Unfalltod ihrer Tochter. Bei denen hielt ich mich in regelmäßigen Abständen auf 4-5 Wochen auf besuch und trank dort regelmäßig 1-2 gläser mit und konnte meinen Frust rauslassen, diese wiederum klagten ihr leid. Von diesem Tag mit dem Fremdgehen trank ich allein mit der Steigerung bis zum besagten Tag X
 
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