Abstinenznachweis Vergleich

Patte

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Hallo Leute,

Ich wende mich an euch, weil hier vllt. der ein oder andere ist, der etwas mehr Ahnung von der Materie hat als ich.

Am 27.11.2025 hatte ich eine Haaranalyse betreffs Alkohol. Zu diesem Zeitpunkt war ich bereits ca. 3 Monate abstinent. Der Wert betrug 0,013 ng/mg bei einer Entscheidungsgrenze von 0,005 ng/mg. Dementsprechend konnte die Abstinenz nicht als bestätigt angesehen werden. Da gehe ich auch noch vollkommen mit, dass es ggf. etwas zu zeitig war.

Nun hatte ich jedoch am 07.01.2026 eine erneute Haaranalyse, wo ich gestern das Ergebnis erhielt:
Der festgestellte Wert betrug 0,030 ng/mg bei einer Entscheidungsgrenze von 0,030 ng/mg. (steht genau so im Brief).

Da stellte sich mir die Frage, wieso auf einmal die Entscheidungsgrenze so verändert hat und vorallem, wie es dazu kommt, dass sich mein Messwert innerhalb von etwas über einem Monat fast verdreifacht haben kann.
Bezüglich dem letzten Wert von 0,030 ng/mg habe ich mal google mit den Daten gefüttert und folgendes raus bekommen:

Ein EtG-Wert (Ethylglucuronid) in den Haaren von 0,030 ng/mg entspricht 30 pg/mg (pikogramm pro milligramm).
Dieser Wert ist im Kontext einer MPU (Medizinisch-Psychologische Untersuchung) oder eines Abstinenznachweises als positiv zu bewerten und deutet auf einen chronischen, exzessiven Alkoholkonsum hin.

Ich bin wirklich extrem verwirrt diesbezüglich, da ich nicht nur seit Mitte August auf sämtlichen Trinkalkohol verzichte, sondern auch peinlichst genau auf sämtliche Speisen, Haarpflegeprodukte und dergleichen achte.

Vllt. kann mir ja irgendjemand weiterhelfen, oder zumindest erklären, was da sein könnte. Ich bin echt mit meinem Latein am Ende.
 
kopierst Du uns die Befunde mal rein? (gut anonymisiert)

Entscheidungsgrenze von 0,005 ng/mg
Grenze zwischen Abstinenz und risikoarmem Konsum

Entscheidungsgrenze von 0,030 ng/mg.
Grenze zwischen riskoarmem Konsum und Starkkonsum

Anmerkung: irgendwie muss das Abbauprodukt in die Haare kommen, das musst Du erklären können*.
Ausnahme: das Labor baut Mist. Ab und an kommt sowas vor. Bei welchem Labor bist Du da?

__________________________________________________
*Alkoholhaltige Haarpflegemittel? Kiloweise überreife Bananen? Apfelmost mit Apfelsaft verwechselt?
 
Zuletzt bearbeitet:
Klar. Ich hoffe man kann damit was anfangen bzw ein bissl was raus interpretieren etc.
 

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naja.. da steht, dass der gemessene Wert "nicht für einen gemäßigten Alkoholkonsum spricht" - und damit erst recht nicht für eine Abstinenz. Zugegebenermaßen etwas unglücklich ausgedrückt. Auf dem Befundbericht selbst ist das nochmal detaillierter abgegrenzt.

TOXILAB Ludwigsburg
von dem ist - zumindest mir - kein auffälliger Pfusch bekannt. Was nicht heissen soll, dass es auch keinen geben kann.
Du hättest noch die Option, die Rückstellprobe woanders prüfen zu lassen. Kostet halt wieder Geld.
 
Naja das mit dem Geld ist für mich zweitrangig. Es geht mir eher darum, dass ich seit über 5 Monaten Abstinent bin und der Wert nicht runter geht, sondern sogar steigt, obwohl ich akribisch drauf achte, was ich zu mir nehme.
Getränke: 1-2 energy und 1 Flasche Wasser mit Geschmack (k classic)
Ernährung: ganz normal, kein Sauerkraut oder dergleichen
Haarpflege: Herkömmliches Shampoo (siehe Foto) aller 2-3 Tage, ansonsten garnix
Rauchen: normale Zigaretten, ab und zu mal e Zigarette
Süßwaren: ab und zu mal ne Milkaschokolade und gelegentlich nach dem Rauchen n Eukalyptus Bonbon siehe Foto (um den Rauchgeschmack weg zu kriegen)
Medikamenteneinnahme: Quetiapin 300mg

Tut mir leid, wenn ich so peinlich genau meine Gewohnheiten hier niederschreibe, aber vllt ist da ja noch irgendwas darunter, was ich nicht aufm Schirm habe, was den Wert so drastisch erhöht.
 

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Quetiapin wurde mir zeitweise gegen eine depressive Phase verschrieben. Was ja aber keinen Einfluss auf die Alkohol Problematik haben sollte, oder?
 
naja.. doch. Sobald Alkohol was mit deiner Stimmungslage zu tun hatte. Und das war mit hoher Wahrscheinlichkeit auch so.
Und: Quetiapin löst vllt ein falsch-positiv beim MPU-Drogentest aus, das solltest Du also dem Gutachter nicht verschweigen. Mit den gemessenen ETG-Befunden jedoch hats nix zu tun.
 
Aus meiner Erfahrung würde ich dir raten zeitnah in einem anderen Labor eine neue Haarprobe analysieren zu lassen. Und wenn die Abstinenz ergibt dort weiterzumachen.

Hintergrund: Du solltest dich auf dein Hauptproblem konzentrieren. Alle Versuche die bisherigen Ergebnisse anzuzweifeln kosten Kraft und Energie mit zudem ungewissem Ausgang.
 
naja.. doch. Sobald Alkohol was mit deiner Stimmungslage zu tun hatte. Und das war mit hoher Wahrscheinlichkeit auch so.
Und: Quetiapin löst vllt ein falsch-positiv beim MPU-Drogentest aus, das solltest Du also dem Gutachter nicht verschweigen. Mit den gemessenen ETG-Befunden jedoch hats nix zu tun.
Verschweigen werde ich dies nicht, auch wenn es ja mit meiner Alkoholvorgeschichte nichts zu tun hat.
Aus meiner Erfahrung würde ich dir raten zeitnah in einem anderen Labor eine neue Haarprobe analysieren zu lassen. Und wenn die Abstinenz ergibt dort weiterzumachen.

Hintergrund: Du solltest dich auf dein Hauptproblem konzentrieren. Alle Versuche die bisherigen Ergebnisse anzuzweifeln kosten Kraft und Energie mit zudem ungewissem Ausgang.
Genau da ist ja das Problem. Ich besuche regelmäßig einen Vorbereitungskurs und setze mich auch im privaten intensiv mit meiner Thematik auseinander.
Jedoch bringt mir auch das intensiveste reflektieren meines Fehlverhaltens nichts, wenn ich dies nicht mit einem erfolgreichen Abstinenznachweis untermauern kann.
Ich beabsichtige, zeitnah einen Termin bei einer anderen Begutachtungsstelle zu machen, wo hoffentlich ein besseres Ergebnis heraus kommt, da ich mir aufgrund der weiter oben aufgeführten Lebensweise (in allen Hinsichten) einen solch auffälligen etg Wert einfach nicht erklären kann.
 
Ich würde zuerst mit dem Labor über Quetiapin sprechen. Ich vermute da eher eine Kreuzreaktion mit irgend einem Lebensmittel oder Getränk (Energy Drink)
 
naja.. doch. Sobald Alkohol was mit deiner Stimmungslage zu tun hatte. Und das war mit hoher Wahrscheinlichkeit auch so.
Und: Quetiapin löst vllt ein falsch-positiv beim MPU-Drogentest aus, das solltest Du also dem Gutachter nicht verschweigen. Mit den gemessenen ETG-Befunden jedoch hats nix zu tun.
Auch wenn KI ja oft genug nicht 100% ig die Wahrheit sagt. Aber mit dem Ergebnis mal den Arzt fragen, kann ja nicht schaden
1769270377881.png
 
Also nochmal in sich gehen und die Frage korrekt beantworten, ob nicht doch irgendwas war. Zusätzlich den Arzt fragen, der das Medikament verschrieben hat und ggf. ein weitere Kontrolle /Haaranalyse machen lassen.
Bei einigen Laboren wird ja auch eine Wartezeit von bis 6 Monaten angeraten; die Unterschreitung erklärt jedoch nicht den Anstieg der Werte.
 
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