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Alk.Fahrt 1,21 und Negatives Gutachten und Nu

Mcron

Benutzer
Hallo zusammen,

wie der Titel schon sagt hab ich auch den Blödsinn begangen mit Alk. zu fahren. Bin angehalten worden ( angeblich all. Verkehrskontrolle komisch ist nur das die Polizei mir entgegen kam und hinter mir umdrehte und mich dann anhielt. Ich kann mir kaum vorstellen dass die das "mal eben so" machen ) und eine Blutentnahme wurde gemacht. 1,21 BAK.
Da ich angeblich einen völlig nüchternen Eindruck auf die Beamten gemacht habe, keine Unfall gebaut habe,und ich in einer "normalen" Verkehrskontrolle erwischt wurde ist es durch die neuen Richtlinien so dass ich auch mit dem Verhältnismäßig "niedrigen" Wert zur MPU muss. Dies war mir dann durch Telefonate mit der Fsst im Januar bekannt. Schriftlich hatte ich es im Februar.
Darauf hin habe ich ein Beratungsgespräch für 100 Euro !!! beim Tüv Süd gehabt wo ich mir dachte dass ich da erfahre wie und wo die Reise hingehen soll.
Pustekuchen. Zusammengefasst habe ich dort gehört; KT ist für mich möglich und ein MPU Vorbereitungskurs ist dringend zu empfehlen da ich anders nicht bestehen würde. Durch das KT würde ich keinerlei Nachweiße, also Haar oder Urin brauchen. Ein Trinkkalender würde hier ausreichen.

Nun Gut. Ich also zum Gruppenkurs MPU Vorbereitung für weitere ich glaub 590 Euro. Meine Meinung und Nutzen Hierzu spar ich mir jetzt mal ...
Auf die Aussage hin beim MPU Checkup " ich sehe bei Ihnen keinerlei Probleme. Mit Ihrer Darlegung und dem KT bestehen Sie die MPU" hab ich mich angemeldet und bin hingegangen.
Auf nochmalige Nachfrage ohne!!! jeglichen Nachweiß also Urin oder Haar, lediglich mit meinem Trinkkalender und der Bescheinigung vom Kurs.
Ach so, und die aus heutigem Blick absolut Schwache Argumentation im Gepäck.
Hin gegangen mit einem absoluten Scheißgefühl. Ist aber wohl ehr dem geschuldet dass man so eine MPU nicht jeden Tag macht. Mit einem noch viel beschissenerem Gefühl wieder raus. Und nun Post erhalten.
Negativ, und Abstinenz wird gefordert bzw. empfohlen. Jackpot abgeräumt.

Ich stehe nun in einem Keller wo ich kein Licht mehr sehe.
Zum einen geht mir langsam das Geld sowie die Zeit aus. Ich dachte ich kann die 7 Monate Sperrfrist Nutzen ( 19.8.15 vorbei ).
Ich fühl mich auch ein bisschen "verarscht" bzw"verkauft". Dieser Vorbereitungskurs hat mich eigentlich auf gar nichts Vorbereitet.
Deswegen möchte und muss ich auch den Spaß nochmal von vorn Anfangen.
Ich lese mich nun seit ca einer Woche ein bisschen im Netz durch. Bin dadurch auf euer Forum gestoßen.
Aufgeräumt, Logisch und frei von gefährlichem Halbwissen. Großes Lob von mir an dieser Stelle.
Deswegen auch meine Anmeldung.

Nun zu meinem "Fragenkatalog"
Wie macht es nun am besten Sinn weiter zu machen ?
KT betreibe ich aktiv und führe auch einen Kalender. Dieses Jahr bisher 6 Anlässe mit 4x2 Bier (0,5L ) und einmal ein Bier und ein Glas Sekt.
Machen Haaranalysen sinn ? Ich muss dazu sagen das ich bisher ehr ein Kurzhaarträger war. Aktuell vll. 1cm Haar.
Bringen Leberwerte was ?
Benötige ich nun unbedingt noch ein weiteres halbes Jahr für Nachweiße oder kann ich das irgendwie "umgehen" bzw beschleunigen?
Wie wäre der Theoretische Ablauf für eine Neue MPU ?Beide Gutachten habe ich.
Ich hab nur keine Ahnung was ich der Fsst sagen soll wenn ich den Antrag zurück ziehe und dann 3 Tage später neu stelle. Die denken doch ich will die auf den Arm nehmen. Ich möchte es mir mit denen nicht wirklich versauen.
Ihr merkt , Unsicherheit ohne Ende, und ein Haufen Fragen die im Kopf rumschwirren.

Ich hoffe auf eure Unterstützung.

Grüße

Mcron
 
Zuletzt bearbeitet:
Und hie noch mein FB. Weiß nicht, macht es Sinn den zweiten FB noch aus zu füllen?

FB Alkohol

Zur Person
Geschlecht: Männlich
Größe: 175cm
Gewicht: 69 Kg
Alter: 31

Was ist passiert?
Datum der Auffälligkeit: 26.11.2014
BAK: 1,21
Trinkbeginn: 18:30
Trinkende: 1:00
Uhrzeit der Blutabnahme: 1:43

Stand des Ermittlungsverfahrens
Gerade erst passiert: Nein
Strafbefehl schon bekommen: Ja
Dauer der Sperrfrist: 7 Monate

Führerschein
Hab ich noch: Nein
Hab ich abgegeben: Ja
Hab ich neu beantragt: Ja
Habe noch keinen gemacht: Nein

Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut Ja/Nein: Ja
Sonstige Verstöße oder Straftaten?: Nein
Genaue Fragestellung der FSSt (falls bekannt): § 13 Satz 1nr 2d FeV

Bundesland:
Bayern
Konsum
Ich trinke noch Alkohol, wenn ja wie oft wieviel: Ja in 2015 6 mal 2 Bier á 0,5 L und einen Sekt á 0,2 l
Ich lebe abstinent seit:
Nein
Abstinenznachweis
Haaranalyse ja/nein: nein
Urinscreening ja/nein: nein
Keinen Plan?:

Leberwerte ja/nein seit wann, wieviele: nein

Aufarbeitung
Suchtberatungsstelle aufgesucht?: nein
Selbsthilfegruppe (SHG): nein
Psychologe/Verkehrspsychologe: Gruppenkurs MPU Vorbereitung TÜV-Sued
Kurs für verkehrsauffällige Autofahrer: nein
Ambulante/stationäre Therapie: nein
Keine Ahnung:

MPU
Datum: 12.8.15
Welche Stelle (MPI): TÜV Thüringen
Schon bezahlt?: ja
Schon eine MPU gehabt? Ja
Wer hat das Gutachten gesehen?: ich
Was steht auf der letzten Seite (Beantwortung der Fragestellung)?:
Zwar liegen keine körperlichen und/oder geistigen Beeinträchtigungen vor, die mit einem missbräuchlichen Konsum von Alkohol in Zusammenhang gebracht werden können. Es ist jedoch zu erwarten, dass das Führen von Kraftfahrzeugen der Klassen … … und die Fahrsicherheit beeinträchtigender Alkoholkonsum nicht hinreichend sicher getrennt werden kann
Altlasten
Bereits durch Alkohol auffällig geworden Punkte oder sonstige Straftaten: Ja in 2004 allerdings ist hiervon weder in Flensburg noch in der FS-Akte was vermerkt ( wahrscheinlich weil die 10 Jahre voll sind).
 
Hallo Mcron,

begrüße dich im Forum :smiley138:

Ja, das ist das Kreuz mit dem TÜV. Völlig unnötige Kurse verkaufen die einen dann doch nicht ans Ziel bringen...:smiley200:

Nun zu meinem "Fragenkatalog"
Wie macht es nun am besten Sinn weiter zu machen ?
KT betreibe ich aktiv und führe auch einen Kalender. Dieses Jahr bisher 6 Anlässe mit 4x2 Bier (0,5L ) und einmal ein Bier und ein Glas Sekt.
Machen Haaranalysen sinn ? Ich muss dazu sagen das ich bisher ehr ein Kurzhaarträger war. Aktuell vll. 1cm Haar.
Bringen Leberwerte was ?

Nicht alle MPI "arbeiten" bei KT mit Haaranalysen und in Bayern selbst ist mir bisher noch kein Fall bekannt. Zur Zeit wird immer noch eher nach den LW geguckt (wobei diese ja freiwillig sind und nichts "belegen"). Haaranalysen machen Sinn bei 3 cm Haarlänge, da somit der Nachweis von 3 Monaten erbracht werden kann.

Benötige ich nun unbedingt noch ein weiteres halbes Jahr für Nachweiße oder kann ich das irgendwie "umgehen" bzw beschleunigen?
Wie wäre der Theoretische Ablauf für eine Neue MPU ?Beide Gutachten habe ich.
Ich hab nur keine Ahnung was ich der Fsst sagen soll wenn ich den Antrag zurück ziehe und dann 3 Tage später neu stelle. Die denken doch ich will die auf den Arm nehmen. Ich möchte es mir mit denen nicht wirklich versauen.
Ihr merkt , Unsicherheit ohne Ende, und ein Haufen Fragen die im Kopf rumschwirren.

Ich muss mir erstmal ein genaueres Bild vom Sachverhalt machen, bevor ich dir eine definitive Auskunft geben kann. Was hier sehr helfen würde wäre, wenn du dein neg. Ga einmal anonymisiert einstellen könntest (das kann nach dem Lesen dann auch wieder gelöscht werden).

Einstellen des MPU-Gutachtens


Wegen der FSSt. brauchst du dir keine soo großen Gedanken zu machen. Theoretisch könntest du sogar sagen das deine MPU negativ verlaufen ist. Solange du dein neg. Ga nicht abgibst, hat dein SB keine Handhabe gegen dich. Wenn dir das allerdings unangenehm ist, musst du so etwas "erzählen" wie, du hast dich beim MPI nicht wohlgefühlt und darum deine MPU abgebrochen. Zu sagen du hast den Termin nicht wahrgenommen birgt hingegen ein Risiko, da oftmals ein Vermerk vom MPI in der Akte steht, dass der Klient am Untersuchungstag da war (mW ohne weitere Angaben).

Weiß nicht, macht es Sinn den zweiten FB noch aus zu füllen?

Das kannst du gerne machen. So können wir sehen an welcher Stelle deiner Vorbereitung du jetzt stehst. :smiley22:
 
Hallo Nancy,

danke dir erstmal für deine aufklärenden Antworten. Ich werde das Gutachten mal hochladen und auch den 2.Bogen einstellen. Die Fsst werde ich nächste Woche mal Kontaktieren. Auch hier danke für den kleinen Wink :-)

Zu dem Thema Nachweiße nur noch mal Kurz:

Ich möchte ja gern mit der "Strategie" KT zur MPU erscheinen. Jetzt stell ich mir vor ich würde an der Stelle des GA sitzen. Ich würde auch einem mehr glauben wenn er mir Belege für das was er erzählt liefern kann. Nur wie schon gesagt habe ich außer der Teilnahmebescheinigung und einem Trinkkalender sowie Trinkkurven aus meiner kompletten FS-Laufbahn ( 2004-2014 ) nichts weiter.
Das LW nicht viel aussagen war mir auch bekannt also kann ich mir nicht vorstellen das diese Sinnvoll wären.
Ich hab dann hier im Forum das erste mal von den Haaranalysen bei KT gelesen und finde dass eigentlich von der Logik her nicht schlecht.
Nur möchte ich es verständlicher weise nicht umsonst machen.
Und noch eine Frage zu den Analysen: Müssen die Haare 3 cm sein oder wird das zwecks der 3 Monate empfohlen?

Schonmal vielen Dank und viele Grüße

Mcron
 
Hallo Mcron,

Zu dem Thema Nachweiße nur noch mal Kurz:

Ich möchte ja gern mit der "Strategie" KT zur MPU erscheinen. Jetzt stell ich mir vor ich würde an der Stelle des GA sitzen. Ich würde auch einem mehr glauben wenn er mir Belege für das was er erzählt liefern kann. Nur wie schon gesagt habe ich außer der Teilnahmebescheinigung und einem Trinkkalender sowie Trinkkurven aus meiner kompletten FS-Laufbahn ( 2004-2014 ) nichts weiter.
Das LW nicht viel aussagen war mir auch bekannt also kann ich mir nicht vorstellen das diese Sinnvoll wären.
Ich hab dann hier im Forum das erste mal von den Haaranalysen bei KT gelesen und finde dass eigentlich von der Logik her nicht schlecht.
Nur möchte ich es verständlicher weise nicht umsonst machen.
Und noch eine Frage zu den Analysen: Müssen die Haare 3 cm sein oder wird das zwecks der 3 Monate empfohlen?

um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erzielen, wird es nur mit 3 cm gehen um den Mindestzeitraum abzudecken. Mit einem einzigen cm (wie bei dir) würde ja gerade mal ein Monat "belegt" werden können...:smiley2204:. Das dürfte zu kurz sein.

Aus bisheriger Sicht sind Haaranalysen "lediglich" in den Fällen angewendet worden, in denen dem GA das KT des Klienten nicht plausibel vorgekommen ist, oder sonstige Unstimmigkeiten vorlagen. Dann wurde der Klient während der MPU zur "Haaranalyse gebeten" (ist auch mW in den neuesten Beurteilungskriterien so verankert. Dort heißt es in etwa "...kann ggf. eine Haaranalyse hinzugezogen werden...").

Leider hatten wir hier im Forum auch so einen Fall und die MPU verlief im Endeffekt negativ, da die Aussagen zum heutigen Trinkverhalten nicht mit den Werten der Analyse übereinstimmten...Klick

Wenn du im Vorfeld Analysen machen willst ist das sicher nicht von Nachteil. Jedoch musst du dir darüber bewusst sein, dass sich dadurch die ganze Sache in die Länge ziehen wird und deine Trinkmengen von heute "Ja in 2015 6 mal 2 Bier á 0,5 L" solltest du auch noch ein wenig zurückschrauben, da diese Menge zu einem Anlass (1l Bier) dem einen oder anderen GA schon wieder zuviel sein könnte und sich dies ja in der Haaranalyse wiederspiegeln würde....

Wie schon geschrieben wäre es aber zunächst sinnvoll, herauszufinden, woran es denn genau lag, dass dein Ga negativ ausgefallen ist.
 
Nach längerer Abwesenheit bzw, Abstinenz erstmal ein

Hallo in das Forum,:smiley138:

zu aller erst möchte ich mich bei Nancy für die damalige "Nothilfe" bedanken:hand0025:. Nachdem sich der Schock gesetzt hatte und ich ein paar Tage und Nächte in mich gegangen bin, ist mir einiges bezüglich des Negativen Gutachtens klar geworden.

Dieses habe ich mittlerweile insoweit Anonymisiert, dass ich es die nächsten Tage hochladen werde. Weniger der Analyse im meinem Fall, sondern mehr für alle die mal sehen möchten wie man es nicht machen sollte:smiley2204:

Widersprüche, Eigentore, Halbherzige Aussagen ... das ist mal so die Grobe Zusammenfassung.

Deswegen habe ich mich letztes Jahr entschlossen diesen "Blödsinn" zu vergessen der bis dahin war und/oder mir erzählt worden ist und mich selber über meine Vorbereitung zu machen.

Tja und nun ist es soweit, Führerschein habe ich vorletzte Woche neu beantragt. Nächste Haaranalyse ist Ende Januar und Anfang Februar kommt noch einmal Blut abnehmen.

Fehlt ja nur noch der Komplizierteste Teil:smiley200:
( Wobei bisher noch keine Aufforderung kam zur MPU aber die wird noch folgen )
Stand zur ersten MPU:

-Trinkalender sowie Trinkkurven
-Teilnahmebescheinigung TÜV SÜD MPU Vorbereitungskurs
-Viel Gefährliches Halbwissen und keinerlei Roten Faden bzw Strategie zur MPU:smiley2204:

Stand Heute :

- Seit August 2015 alle 5 Wochen Leberwerte durch den Hausarzt
- Seit August 2015 Haaranalyse erster Wert 7 pg/mg
- Die Strategie ist in Arbeit und wird mit eurer hoffentlichen Hilfe Tip Top
- Trinkalender seit Januar 2014
- Trinkurven von 2004-2015

Ich denke somit ist die Grundlage schonmal besser wie letztes Jahr.
Plan ist immernoch mit KT zur MPU zu gehen nur eben diesmal mit Leberwerten und Haaranalyse.

Ich habe auch Nancy´s Anmerkung mit den Trinkmengen beherzigt und die dahingehend angepasst. Ganz dem Motto FDH ( Friss die Hälfte ) hab ich SDH gemacht.
Trinkanlässe waren es seit August bis heute 4 wo ich insgesamt 3 Bier á 0,5L und ein Glas Sekt á 0,2L getrunken habe.

Den ersten Teil des Fragebogens hatte ich ja schon hochgeladen und da hat sich bis heute nichts geändert.

Der Zweite Teil ist so gut wie fertig und wird dann mit dem Gutachten hochgeladen.

Ich denke und hoffe bis hierhin erstmal alles richtig gemacht zu haben.

Falls nicht lasst es mich bitte wissen.

Und eine allgemeine Frage hätte ich noch.

Nachdem ich meinen Antrag im letzten Jahr zurückgezogen habe und nun wieder beantragt habe, wird der "Fall" ja neu geprüft.
Kann es den da passieren ( vll. ist es auch schon jemanden passiert ) dass keine Aufforderung zur MPU mehr kommt ?

Ich mach mir da keine Hoffnung drauf. Mir geht es nur darum, dass wenn ich dieses ganze Prozedere richtig verstanden habe besteht diese Möglichkeit zwischen 1,1 und 1,6 doch oder ?

Besteht eigentlich Interesse an so einem Kriterienblatt der Führerscheinstelle?

Grüße


Mcron
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Mcron,

schön, von dir zu hören :smiley138:

Ich gehe jetzt gleich mal auf deinen letzten Absatz ein:

Nachdem ich meinen Antrag im letzten Jahr zurückgezogen habe und nun wieder beantragt habe, wird der "Fall" ja neu geprüft.
Kann es den da passieren ( vll. ist es auch schon jemanden passiert ) dass keine Aufforderung zur MPU mehr kommt ?

Ich mach mir da keine Hoffnung drauf. Mir geht es nur darum, dass wenn ich dieses ganze Prozedere richtig verstanden habe besteht diese Möglichkeit zwischen 1,1 und 1,6 doch oder ?

Stand der Dinge ist derzeit:

http://mpu-vorbereitung-online.com/...1189-MPU-ab-1-1‰&p=28131&viewfull=1#post28131

Da ich davon ausgehe das bei dir keine "weiteren Anhaltspunkte der Alk.problematik" hinzugetreten sind, könnte es tatsächlich sein, dass von dir keine MPU gefordert wird.:smiley2204:

Erfahrungen haben wir bisher noch nicht damit. Wäre natürlich super, wenn auch wir entsprechend dazulernen könnten...

Besteht eigentlich Interesse an so einem Kriterienblatt der Führerscheinstelle?

Wir haben an allem Interesse, wenn es mit der MPU zusammenhängt...:zwinker0004:
 
Hallo Mcron,

das Forum hat eine Nachricht verschickt in der auf den Ausfall der letzten 10 Tage Bezug genommen wird. Ich weiß nun nicht ob noch weitere Korrespondenz offen war. Bitte melde dich kurz, wenn noch Interesse deinerseits besteht.
 
Ja Hallo Nancy :smiley138:

ich war schon kurz davor meinen Führerscheinantrag zurückzuziehen :smiley894:

Windows geprüft, gegoogelt, Rechner neu aufgesetzt ( dachte ich hab mir vll was eingefangen ):pc0018: ... und trotzdem kein Forum mehr erreichbar.

Aber nun ist ja alles wieder gut :smiley200:

Geschrieben hatte ich nichts weiter, bin mit dem "alten Gutachten" soweit durch mit dem Anonymisieren. Kann ich das hier ins Forum hängen oder muss ich das irgendwo extern hochladen und dann verlinken ?

Und ein kleines Update noch ...

Ich war letzte Woche bei meiner vermeintlich letzten Haaranalyse. Anscheinend habe ich den ersten Bericht etwas falsch interpretiert.

Drin steht das die festgestellte Menge <7 pg/mg ist . Dahinter steht das dies bedeutet das ich keinen oder wenig Alkohol getrunken habe.
Das habe ich so verstanden das dies als nicht Abstinenz gilt. Dem ist aber nicht so, wenn ich das richtig verstanden habe was mir die Mitarbeiterin da erklärt hat.

Somit warte ich nun aktuell auf die nächste Haaranalyse. Sollte diese auch negativ sein bin ich ehrlich gesagt am Überlegen mit der Abstinenzstrategie zur MPU zu erscheinen.

Hier ist die Beurteilung irgendwie für mich klarer nachvollziehbar bezüglich der Trinkgeschichte. Bei dem Kontrollierten Trinken habe ich ehrlich gesagt ein bisschen Probleme zu erkennen welches vergangene Verhalten dies noch zulässt und welches nicht.

Also bitte nicht falsch verstehen. Ich möchte mir nicht die letzten Jahre aus den Fingern saugen und auf meine Strategie anpassen. Ich will schon erzählen was wie war ( Stichwort Roter Faden bei der MPU ) aber eben Aussagen die mir schaden logischerweise anders erzählen oder eben ganz weglassen.
Vorallem stell ich mir die Frage in wie weit die KT Strategie mit solchen Haaranalysen "glaubhafft" ist ???

Ich bin mir da nicht so wirklich sicher was da die schlaueste Idee ist.

War heut auf der Fsst und hab den restlichen Papierkram mit Bennenung der Begutachtungsstelle erledigt. Wird die Avus in Nürnberg werden. Die Akte hab ich mir auch nochmal angeschaut. Ich hab dabei festgestellt das der ganze Anmeldevorgang inkl. dem Rückzug des Antrags von der ersten MPU auch drin ist.

Jetzt stell ich mir vor ich wäre der GA. Die sehen sowas ja nicht nur einmal am Tag. Die wissen doch sofort was los ist oder ?
Erkennbar ist ganz klar das die Akte verschickt worden ist, wohin sie Verschickt worden ist und dass die Akte wieder zurückgeschickt worden ist.
Sogar die Gutachterin ist Namentlich genannt. Die Gutachten habe ich aber beide.

Weiß nicht genau was ich darüber denken soll bzw ob ich mir da einfach zuviel Gedanken mache ?

Vielleicht weiß hier im Forum jemand Rat

Danke und Grüße


Mcron
 
Zuletzt bearbeitet:
Vorallem stell ich mir die Frage in wie weit die KT Strategie mit solchen Haaranalysen "glaubhafft" ist ???
Wo siehst du da ein Problem, kann deinem Zweifel nicht wirklich nachvollziehen ?!

Jetzt stell ich mir vor ich wäre der GA. Die sehen sowas ja nicht nur einmal am Tag. Die wissen doch sofort was los ist oder ?
Erkennbar ist ganz klar das die Akte verschickt worden ist, wohin sie Verschickt worden ist und dass die Akte wieder zurückgeschickt worden ist.
Na und, du hast der FSST doch sicherlich auch eine Begründung serviert :smiley2204:
Da du kein Gutachten bei der FSST abgegeben hast, darf anderweitig kein Datenaustausch erfolgen.
 
Hallo Max,

Wo siehst du da ein Problem, kann deinem Zweifel nicht wirklich nachvollziehen ?!

Das "Problem" sehe ich dahingehend das ich vll in Bedrängnis kommen könnte schlüssig zu erklären wie ich auf solch einen geringen Wert komme bei den Trinkmengen die in meinem Kalender stehen bzw wie ich unter die Abstinenzgrenze fallen kann trotz Alkohol getrunken zu haben.
Die sollten ja einigermaßen zusammenpassen denke ich. Nur wird mir keiner sagen können welche Trinkmengen welche Werte bei der Analyse ergeben. Ich weiß leider nicht was so ein GA unter "keinen" bis "wenig" Alkohol versteht. Deswegen eben meine Überlegung die Strategie zu wechseln, weil "kein" Alkohol ist "gar nichts Trinken", "wenig" ist dagegen ein schwammiger Begriff.


Na und, du hast der FSST doch sicherlich auch eine Begründung serviert :smiley2204:
Da du kein Gutachten bei der FSST abgegeben hast, darf anderweitig kein Datenaustausch erfolgen.

Den Antrag habe ich Begründungslos ( komisches Wort :smiley894: ) bei der Fsst eingereicht. Ich weiß leider nur nicht in wie weit ich da vll in ein offenes Messer renne wenn der GA eine Frage in der Art " Haben Sie schonmal eine MPU absolviert ? Ihre Akte macht den Anschein ? " bringt. In der heutigen Zeit ist ein Telefonat oder ne E-Mail schnell getätigt. Und schon bin ich ein Lügner:smiley2204: Ausreden in der Art " Schlechte Vorbereitung deswegen zurückgezogen" oder so kann ich mir im Vorfeld schon zurechtlegen.
Und für Datenaustausch der nicht erfolgen darf ,und trotzdem passiert, gibt es ja genügend Beispiele :smiley22:
Ich dachte nur es gibt vll. jemanden hier im Forum der dahingehend schon Erfahrungen hat und mir hier unangeneme Überraschungen ersparen kann:zwinker0004:

Vll. mach ich mir hier auch einfach zu viel Gedanken, aber wenn ich sowas sehe sind das so die ersten Fragen die im Kopf rumschwirren.

Grüße

Mcron
 
Zuletzt bearbeitet:
Das "Problem" sehe ich dahingehend das ich vll in Bedrängnis kommen könnte schlüssig zu erklären wie ich auf solch einen geringen Wert komme bei den Trinkmengen die in meinem Kalender stehen bzw wie ich unter die Abstinenzgrenze fallen kann trotz Alkohol getrunken zu haben.
Wenn deine Angaben im TK passen, dann sollte sich das doch auch in deinen Werten wiederspiegeln.
Der Wert <7 pg/mg, sagt ja nicht aus, dass du gar nichts getrunken hast ... das ist lediglich ein Toleranzwert und kein 0-Wert.
Hast du denn die Bedeutung von KT durchgelesen ?

Den Antrag habe ich Begründungslos ( komisches Wort ) bei der Fsst eingereicht. Ich weiß leider nur nicht in wie weit ich da vll in ein offenes Messer renne wenn der GA eine Frage in der Art " Haben Sie schonmal eine MPU absolviert ? Ihre Akte macht den Anschein ? " bringt. In der heutigen Zeit ist ein Telefonat oder ne E-Mail schnell getätigt.
Du bist mit großer Sicherheit nicht der Einzige, wo die Akte ohne absolvierte MPU wieder zurück geschickt wurde.
Eine MPU ist grundsätzlich eine Privatangelegenheit und unterliegt dem Datenschutz. Kein GA setzt hier seinen Berufsstand aufs Spiel, nur um zu wissen ob du schon eine MPU absolviert hast.

Ausreden in der Art " Schlechte Vorbereitung deswegen zurückgezogen" oder so kann ich mir im Vorfeld schon zurechtlegen.
Das ist nicht nur eine Ausrede, dass ist sogar eine Tatsache.
Es gibt nicht wenige Anwärter, denen erst kurz vor der MPU klar wird, wie wenig sie sich eigentlich auf eine MPU vorbereitet haben und gehen nicht zur MPU. Es kann auch vorkommen, dass man kurz vor der MPU von einer Krankheit befallen wird. :zwinker0004:

Ich dachte nur es gibt vll. jemanden hier im Forum der dahingehend schon Erfahrungen hat und mir hier unangeneme Überraschungen ersparen kann
Erfahrungen zu diesem Thema hab ich schon genug gemacht, aber kein einziger User hat von irgend welchen "Entlarvungen" durch den GA berichtet.
 
Hallo Max,

ja die Regeln beim TK oder besser gesagt die 10 Gebote kenne ich :smiley711:

Ich lebe nun mittlerweile schon ein Jahr erfolgreich danach. Ich bekomm das eben nur noch nicht so richtig im Kopf zusammen mit diesem "wenig" und "Abstinent".
Ist für mich irgendwie noch so ein Ding wie Halbschwanger :smiley894: Ich hab da so ein Schwarz/Weiß-denken.

Aber deine Aussagen relativieren meine Ängste schon ein ganzes Stück. Ich denk ich mach mir da über solche "Kleinigkeiten" einfach zu viel Gedanken.

Legt sich hoffentlich alles noch ein bisschen :smiley2204:


Ich beschäftige mich lieber mal mit meinem FB weiter, bringt dann am Ende wahrscheinlich mehr, wie mich mit evtl. Gedanken des GA zu beschäftigen:zwinker0004:

Also danke dir nochmal

Grüße

Mcron
 
Aber deine Aussagen relativieren meine Ängste schon ein ganzes Stück. Ich denk ich mach mir da über solche "Kleinigkeiten" einfach zu viel Gedanken.
Es ist gut, dass du dir auch darüber Gedanken machst ... aber diese sind unbegründet.

Ich meine auch nicht die 10 Gebote des KT, sondern dessen Erklärung.
Unter "KT mit EtG-Screenings" findest du auch eine Beschreibung der Richtwerte.

Vieleicht kannst du deinen TK einmal einstellen, dass ließe sich dann etwas besser bewerten.
 
So Hallo :smiley138:

nun hab ich mal die erste Gewissheit. Die zweite Haaranalyse ist inkl. Abschlussbericht da. Abstinenz wird mir bestätigt. :smiley894:
Somit wäre der Teil ja schon mal geschafft. Ich bekomm das zwar immernoch nicht in meinen Kopf wie jemand der mal was Trinkt als Abstinent gilt aber gut. Ich muss ja nicht jede Regelung verstehen :smiley2204:

Antrag auf der Fsst ist auch schon gestellt und Akteneinsicht ,hatte ich ja schon erwähnt, ist schon erledigt.

Jetzt warte ich nur noch auf die Zahlungsaufforderung und den Termin.

Ich hab mir mein ganzes Vorhaben die letzten paar Tage noch mal durch den Kopf gehen lassen. So richtig sicher oder überzeugt bin ich nicht wirklich dass das alles so passt wie ich mir das denke.

Das KT ist denk ich zur MPU nicht der richtige Weg für mich da ich mir da in einigen Punkten nicht sicher genug bin das alles richtig "verkaufen" zu können. Bin ja schon mal auf die nase gefallen
Bedingt durch die "passende" Haaranalyse könnte ich Abstinent zur MPU gehen.

Ich habe meine FB deswegen nun auf Abstinent ausgelegt. Hier ist das wie schon beschrieben irgendwie klarer für mich. Nicht Trinken ist halt nicht Trinken.

Deswegen stelle ich nun beide FB nochmal neu mit der Abstinenzangabe ein.


Grüße

Mcron
 
Zuletzt bearbeitet:
FB Alkohol

Zur Person
Geschlecht: Männlich
Größe: 175cm
Gewicht: 69 Kg
Alter: 31

Was ist passiert?
Datum der Auffälligkeit: 26.11.2014
BAK: 1,21
Trinkbeginn: 19:00
Trinkende: 1:00
Uhrzeit der Blutabnahme: 1:43

Stand des Ermittlungsverfahrens
Gerade erst passiert: Nein
Strafbefehl schon bekommen: Ja
Dauer der Sperrfrist: 7 Monate

Führerschein
Hab ich noch: Nein
Hab ich abgegeben: Ja
Hab ich neu beantragt: Ja
Habe noch keinen gemacht: Nein

Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut Ja/Nein: Ja
Sonstige Verstöße oder Straftaten?: Nein
Genaue Fragestellung der FSSt (falls bekannt): § 13 Satz 1nr 2d FeV

Bundesland:
Bayern
Konsum
Ich trinke noch Alkohol, wenn ja wie oft wieviel: nein
Ich lebe abstinent seit:
ja seit Februar 2015
Abstinenznachweis
Haaranalyse ja/nein: ja
Urinscreening ja/nein: nein
Keinen Plan?:

Leberwerte ja/nein seit wann, wieviele: ja, seit August 2015

Aufarbeitung
Suchtberatungsstelle aufgesucht?: nein
Selbsthilfegruppe (SHG): nein
Psychologe/Verkehrspsychologe: Gruppenkurs MPU Vorbereitung TÜV-Sued
Kurs für verkehrsauffällige Autofahrer: nein
Ambulante/stationäre Therapie: nein
Keine Ahnung:
 
Zuletzt bearbeitet:
MPU
Datum: 12.8.15
Welche Stelle (MPI): TÜV Thüringen
Schon bezahlt?: ja
Schon eine MPU gehabt? Ja
Wer hat das Gutachten gesehen?: ich
Was steht auf der letzten Seite (Beantwortung der Fragestellung)?:
Zwar liegen keine körperlichen und/oder geistigen Beeinträchtigungen vor, die mit einem missbräuchlichen Konsum von Alkohol in Zusammenhang gebracht werden können. Es ist jedoch zu erwarten, dass das Führen von Kraftfahrzeugen der Klassen … … und die Fahrsicherheit beeinträchtigender Alkoholkonsum nicht hinreichend sicher getrennt werden kann
Altlasten
Bereits durch Alkohol auffällig geworden Punkte oder sonstige Straftaten: Ja in 2004 allerdings ist hiervon weder in Flensburg noch in der FS-Akte was vermerkt ( wahrscheinlich weil die 10 Jahre voll sind). Somit nicht Aktenkundig und ich denke deswegen nicht wichtig zur MPU
 
Tathergang

1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.
(wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille)
Ich war am 25.11.14 auf einem Kartenabend. Nach einem, wie so oft stressigen, Arbeitstag hatten wir im Freundeskreis beschlossen einen Kartenabend zu machen. Dort eingetroffen bin ich ca. 19 Uhr. Anfangs der „übliche Smalltalk“ und dann gings auch schon an´s spielen. Der Abend an sich war recht locker und Fröhlich. Im Verlauf habe ich insgesamt 7 Bier á 0,5 Liter Kulmbacher getrunken, bis ich dann gegen 1 Uhr die Heimreise antreten wollte. 4 Meiner Kumpels wollten noch in die Bar in der Stadt. Ich hatte keine Lust mehr dazu da ich zu müde war. Da ich aus dieser Runde der einzigste war der etwas weiter weg wohnte, war ich auch der einzigste der sein Auto dabei hatte. Deswegen kam dann die Frage auf ob ich nicht den „Umweg“ über die besagte Bar machen würde, und den Rest dort absetzten könnte. Dem Stimmte ich leider zu.

2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)
7 Flaschen Bier á 0,5 Liter Kulmbacher von ca 19 Uhr bis 1 Uhr also ca 6 Sunden. Das stimmt mit dem gemessen BAK Wert der ca eine dreiviertel Stunde später gemessen wurde überein.

3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?
Gefahren bin ich ca 1 km bis ich angehalten wurde und hätte noch ca 2,5 km bis nach Hause gehabt. Also wäre der Komplette weg ca 3,5 km gewesen.

4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?
(Ja/Nein + Begründung)

Bedingt durch den Alkohol und die noch dazu kommende Müdigkeit hatte ich nicht das Gefühl noch sicher fahren zu können. Aber eben Fahren zu können. Der Gedanke „ die letzten Male ist auch nichts passiert“ und mein Verlangen Heim in mein Bett, und vor meinen Fernseher zu wollen ,ergaben leider die Entscheidung „ Na ja sind nur noch 10 Minuten; Katzensprung, das geht schon“.

5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?
Ursprünglicher Plan war eigentlich mit einem Kumpel mit zu fahren der in meiner Nähe wohnt. Dieser hätte mich am nächsten Morgen wieder bei meinem Auto abgesetzt und ich wäre meiner Arbeit nachgegangen. Leider hatte dieser den Abend schon früher verlassen. Ich wollte zu diesem Zeitpunkt noch nicht Heim, da der Abend recht Lustig war und ich an diesem Abend auch ganz gute Karten hatte . Somit war meine Mitfahrgelegenheit erledigt, und ich dachte mir dann am Ende des Abends „ komm den Katzensprung ? das geht schon, fährst schnell selber“

6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen?
Aufgefallen nein, teilgenommen unter Alkoholeinfluss, leider ja. Ich zähle ich Fahrten mit Restalkohol bzw. mit einem oder mehr alkoholischen Getränken zusammen.
7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?
In der Gesamtheit gesehen werden so über die letzten Jahre ca 150-200 Fahrten zusammengekommen sein. Hier zähle ich Fahrten unter Restalkohol dazu.
 
Exploration

8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen?
(Allererste Erinnerung und erster Konsum)
Die erste Erinnerung an Alkohol habe ich an einen Geburtstag meines Taufpaten. Hier war ich 9 Jahre alt. Ich kann mich noch daran erinnern wie nach ein paar Bier alle sehr Lustig wurden und mein Taufpate „Werner Beinahrt“ nachspielte, was der Lacher des Abends war. Ich selber habe den ersten Alkohol auf einer Klassenfahrt in der 9. Klasse getrunken. Zu diesem Zeitpunkt war ich 16 Jahre alt.

9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?
Regelmäßig nein. Anfangs von den ersten paar Malen an, bis zu meinem Auszug daheim, sehr selten.
Dann kam meine „Sturm und Drang Zeit“. Hier ist die Häufigkeit sowie die Menge mehr geworden. Meistens am Wochenende auf Party´s mit Kumpels
Dies dauerte dann bis vor ca 8 Jahren an. Hier lernte ich meine heutige Freundin kennen und wir bekamen unser erstes Kind. Anfangs bin ich dadurch ruhiger geworden. Weniger Party´s weniger Alkohol. In den letzten Jahren mit ca 27 ist der Konsum dann wieder nach und nach angestiegen. Da mal ein Fest, dort eine Party, da ein Geburtstag. Das hat dann bis zu meiner Auffälligkeit angehalten.
Seitdem Lebe ich bis heute Abstinent.

10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

16-18 Jahre Pro Monat ca 2 Bier á 0,5 Liter
18-24 Jahre pro Monat ca.30 Bier á 0,5 Liter
24-27 Jahre pro Monat ca.15 Bier á 0,5 Liter
27-30 Jahre pro Monat ca.30 Bier á 0,5 Liter
11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?
Getrunken habe ich Überwiegend in meinem Freundeskreis auf Partys in Disco´s und zu Festen wie Geburtstag Silvester oder Veranstaltungen wie Volksfesten.
12. Warum haben Sie getrunken?
(Innere + äußere Motive)

Mir ging es immer drum „gut da zu stehen“ . Probleme hab ich keine, können und wissen tu ich so gut wie alles, da wo ich bin ist vorne. Das war immer mein Denken. Das daraus resultierende starke Erscheinungsbild war mir sehr wichtig. Das Vorzuleben bzw. Vorzutäuschen über Jahre hinweg hat mir viel Kraft abgefordert. In meiner Jugendzeit war das eigentlich alles ok, ich bin damit gut klargekommen. Vor 8 Jahren hat mich dann so, mit dieser Lebenseinstellung, meine Freundin kennengelernt. So wie ich mich gern selber gesehen habe, Stark, Problemlos, Wissend, Selbständig, Eben ein Macher. Recht zeitnah hatten wir unsere Tochter bekommen. Leider hat sich in den ersten 2 Jahren nach der Geburt rausgestellt das unsere Tochter eine schwere körperliche Behinderung hat und diese über Operationen zwar zu Verbessern, aber nicht Heilbar ist. Allein dieser Kampf bis zur Diagnose, die Diagnose selber, aber auch die Zeit bis heute hat uns, somit auch mich, sehr viel Kraft gekostet. Das ich hier Schwächen zugebe, mal sage ich kann nicht mehr, war für mich ein Absolutes No-go. Ich habe mir Ablenkung gesucht. Die hab ich in meinem vermeintlichen Freundeskreis gefunden. Party machen, Weggehen Trinken. Alles machen und irgendwo sein, nur um das was jeden Tag daheim abging nicht sehen zu müssen, nicht drüber nachdenken zu müssen warum alles so ist wie es ist. Ich konnte meine Hilflosigkeit einfach nicht ertragen da ich dieses Gefühl einfach nicht kannte. Der Alkohol hat mir geholfen alles auszublenden , Spaß zu haben. Wenn ich angetrunken oder gar betrunken war, waren alle negativen Gedanken an daheim verschwunden.
Den eigentlichen Hintergrund für dieses Verhalten habe ich bei meiner Selbstkritischen Betrachtung herausgefunden. Ich bin durch meinen Vater streng erzogen worden. Leistung stand immer im Vordergrund. Schwächen oder Fehler eingestehen habe ich bei ihm nie erlebt und ich habe das auch nie wirklich gelernt. Deswegen gab es das für mich nicht Schwächen zu haben oder gar ein zu gestehen. Lob und die damit Verbundene Anerkennung habe ich nie wirklich von ihm erhalten. Dafür aber massivste Strafen wenn eben was nicht Glatt gelaufen ist. Ich musste sehr früh selbstständig sein. Das hat sich in mir so verinnerlicht das ich immer versucht habe Lob und Anerkennung zu bekommen, egal bei was oder mit was. Hilflosigkeit gab es für mich nicht. Ich bin immer irgendwie weiter gekommen und wusste immer irgendeine Lösung zu einem Problem. Ob gut oder schlecht sei mal dahingestellt.
13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet?
(bei wenig und bei viel Alkohol)

Bei wenig Alkohol wurde ich Lustig, war Kontaktfreudig und wurde redseelig.
Bei Viel bzw. zu viel Alkohol bin ich immer Müde geworden und wollte immer Recht schnell auf meine Couch.

14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?
Da es in meinen damaligen Freundeskreisen normal war zu Trinken und auch mal mehr als normal zu Trinken ist meine recht hohe Trinkmenge in der „Masse“ der anderen untergangen. Ich bin hier nicht wirklich durch das Trinken aufgefallen. Von daher habe ich nie kritische Hinweise bekommen. Wenn es dann doch mal zu viel war und ich irgendwie durch meinen Alkohol aufgefallen bin kam dann am nächsten Tag oder ein paar Tage Später mal ein „dummer Spruch“ aus dem Freundeskreis. Dass sehe ich aber nicht als kritischen Hinweis. Die Kommentare werte ich ehr als Neckerei unter Kumpels
15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?
Durch den Alkoholkonsum bin ich gesprächiger geworden, manchmal auch zu gesprächig. Es ist mir dann schon mal passiert das ich Sachen gesagt habe, die ich Diplomatisch gesehen besser für mich behalten hätte. Ebenso ging es mir nach Feiern ab und zu nicht gut wodurch ich dann schon mal einen halben Tag Verschlafen habe, oder unkonzentriert war. Aus heutiger Sicht Zeit die ich sinnvoller hätte nutzen können.
16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben?
Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür.
Ja in der Zeit von 18-24 Jahren. Ich bin mit 18 Jahren von Daheim ausgezogen und gleich 200 Km weit weg von daheim. Keine Elterlichen Auflagen oder Kontrolle . Ab hier konnte ich das machen was ich wollte, bzw. was ich nie wirklich durfte. Das habe ich in vollen Zügen ausgekostet. Hierdurch bin ich auch, aus heutiger Sicht, an den falschen Freundeskreis gekommen. Dadurch wurde es „normal“ Wochenends feiern zu gehen, zu Trinken, sein Junges Leben zu genießen. Verantwortung, Regelung so ziemlich alles in diese Richtung hat mich hier wenig interessiert. In der Woche Arbeiten und am Wochenende Feiern. Das war so meine einzigste Regel. Bis ich dann meine Freundin kennenlernte und wir unser erstes Kind bekamen. Hab hier war diese „Phase“ dann vorbei und es wurde erst mal ruhiger.

17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?
In meiner Jugendzeit gab es auch mal ein Abende wo ich mehr Alkohol getrunken habe als für meinen Körper gut war. Der Effekt war das ich mich übergeben musste und es mir am nächsten Tag nicht gut ging. In den Letzten 10 Jahren gab es sowas aber nicht.
18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?
Ja zur Geburt meines Kindes. Dadurch das unser Kind ein „Frühchen“ war, waren wir die ersten 8 Wochen nach der Geburt auf eben dieser Station. Zu dieser Zeit habe ich gar keinen Alkohol getrunken. Das erste mal Alkohol getrunken habe ich wieder 4 Monate nach der Geburt. Das weiß ich so genau weil das der erste Abend nach der Geburt war, wo ich mit meiner Freundin mal wieder unterwegs war.

19. In welcher Kategorie von Trinker haben sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein?
(mit Begründung)

Früher dachte ich dass ich völlig normal bin. Ehr noch einer der braven Sorte, wenn ich mal verglichen habe was wer um mich rum so Getrunken hat.
Aus heutiger Sicht muss ich sagen das die Mengen einfach nur viel zu viel waren. Im Zuge meiner Vorbereitung bin ich auf die Typologie nach Jellinek gestoßen. Wenn ich diese zur Hand nehme, dachte ich früher ich bin ein beta-Typ( Gelegenheitstrinker) muss aber aus heutiger Sicht sagen das ich mich zum alpha-Trinker ( Erleichterungs und Konflikttrinker ) habe.

Heute und in Zukunft

20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

Nein
21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?
07.02.2015
22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?
Nein
23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?
Ich habe mir immer eingebildet ich habe den Alkohol unter Kontrolle. Dem war aus heutiger Sicht nicht so. Ich habe mir mit dem Alkohol einige unnötige Probleme eingehandelt. Meine Prioritäten haben sich geändert. Heut habe ich ein Kind, somit eine Vorbildfunktion und Verantwortung. Ich habe auf meiner Arbeit durch meine Ausbildungstätigkeit eine Vorbildfunktion und auch hier eine Verantwortung. Da mir diese und einige andere Punkte viel wichtiger sind als der Alkohol ist meine Entscheidung gegen den Alkohol gefallen, und deswegen Trinke ich keinen mehr.

24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?
Ich bin leider erst durch meine Alkoholfahrt aufmerksam geworden mich mit meinem Alkoholkonsum auseinander zu setzen. Vorher habe ich nie die Notwendigkeit gesehen mich damit zu beschäftigen oder gar den Konsum einzustellen. Erst durch meine Intensive Aufarbeitung ist mir bewusst geworden das hier einiges nicht so ist wie es sein muss. Und deswegen erst jetzt der Schritt zur Abstinenz und nicht schon früher.

25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?
Der Erste Schritt war den Konsum einzustellen. Dabei hatte ich keine größeren Probleme. Klar war es ungewohnt auf dem Volksfest zu stehen und eine Spezi statt eine Maß in der Hand zu haben. Und klar haben die gewohnten Kumpels komisch geschaut und Fragen gestellt. Hier hab ich mir gedacht, Brust raus, Bauch rein und mal Fragen wo geschrieben steht das ich auf einem Fest Bier trinken muss. Der Freundeskreis ist mittlerweile schmal geworden, aber die die übrig geblieben sind verstehen mich und respektieren meine Einstellung zum Alkohol.
Der zweite Schritt war für mich der Schwerste. Mich zu Fragen warum ich bezüglich dem Alkohol so bin wie ich bin. Warum ich so bin wie ich bin. Hier war mir meine Freundin eine sehr große Hilfe. In Langen Gesprächen sind wir Schritt für Schritt zu meinem heutigen Selbstbild gekommen. Ich weiß jetzt warum ich so manche Wesenszüge an mir habe die ich früher als einfach gegeben gesehen habe, und gar nicht hinterfragt habe. Heute bin ich mir über mich selber viel klarer und kann die ganzen kleinen Puzzlestückchen, die Früher keinen wirklichen Sinn ergaben, zu einem Bild zusammen setzten. Das macht mich insgesamt ruhiger und Kräftiger, da ich mit mir selber im reinen bin.
Der Dritte Schritt war mir zu Überlegen was ich tun kann wenn ich doch mal wieder in die Versuchung kommen sollte zu Trinken. Hier ist die erste Adresse meine Freundin. Durch mein Starkes Vertrauen zu Ihr ist es mir heute möglich über jegliches Problem mit Ihr zu reden und mich dadurch zu entlasten. Des weiteren habe ich mir eine in meiner Gegend ansässige Psychologin ins Boot geholt. Durch die ersten Gespräche mit Ihr habe ich mir die Möglichkeit geschaffen, wenn nötig, Professionelle Hilfe zu holen.
Und der Vierte Schritt war dann das Resüme. Ich habe mir bei der Entscheidung zur Abstinenz ein paar Ziele gesteckt. Diese waren unter anderem ,logisch, nichts zu Trinken. Das habe ich bis heute geschafft.
Das, und meine allgemeine bzw. insgesamte Änderung machen mich stolz auf mich selber. Alle Menschen um mich rum die mir wichtig sind, wie meine Freundin, meine Schwiegereltern, mein bester Kumpel, kennen mein Problem. Auch die sind Stolz auf mich, dass ich diesen Cut gemacht habe und diesen auch weiterhin durchziehe. Und dieses Schöne Gefühl dabei gibt mir die Kraft für den fünften Schritt, das weitermachen.
26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?
Ich fühle mich fitter, Körperlich sowie Geistig. Ich habe wieder diesen Drang etwas zu schaffen am Tag. Ich gehe entspannter durch mein Leben. Dadurch habe ich wieder genug Kraft und Energie für meine Familie, die das natürlich super findet. Mein Freundeskreis ist wie schon erwähnt ziemlich schmal geworden, was ich aber sehr gut finde, da ich nun nur die Leute um mich rum habe die ich mag und die mich mögen, die ich respektiere und die mich respektieren.

27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?
Vor allem schon mal nichts trinken. Weiter habe ich gelernt das Gespräche mit mir Vertrauten Personen helfen stabil zu bleiben. Durch meine Einsicht nicht Perfekt und Fehlerlos sein zu können da es das nicht gibt, kann ich Fehler zu geben. Eine Gewisse Hilflosigkeit bei bestimmten Problemen mir selber ein zu gestehen, und mir helfen zu lassen.
28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?
(mit Begründung)

Ja das muss ich sogar. Nur wenn ich mir der eventuellen Gefahr bewusst bin kann ich rechtzeitig darauf reagieren und gegensteuern. Gespräche mit meinen Vertrauten Personen wie meiner Freundin werden mir hier helfen das im Notfall unter Kontrolle zu behalten. Und wenn das auch nicht helfen sollte oder vll. nicht mehr möglich ist habe ich auch keine Scheu mehr davor professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.
29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?
Da ich keinen Alkohol mehr Trinke brauch ich dieses nicht zu trennen
30. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen?
Zusammenfassend möchte ich sagen dass ich aus heutiger Sicht froh bin dass alles so passiert ist wie es passiert ist. Es ist zum Glück niemanden was passiert außer mir. Das was mir passiert ist war Richtig und Gut. So hatte ich die Möglichkeit mein Leben um 180 Grad zu drehen. Heute Lebe ich dadurch glücklicher und zufriedener.
 
Hallo Mcron,

im Moment häufen sich die unkommentierten FB im Forum etwas...ich bitte dich daher noch um etwas Geduld, bis mein Kollege oder ich danach schauen können.

In deiner Fragestellung geht es darum ob du künftig das Trinken vom Fahren trennen kannst (was bei einer Abstinenz nicht allzu schwierig werden dürfte:zwinker0004:), ich denke, du hast deinen FB darauf ausgerichtet....

Noch eine Frage: wolltest du nicht dein neg. Ga hier mal einstellen (oder ist das beim Datenverlust des Forums mit verschwunden?:smiley2204:)
 
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