Bevorstehende Cannabis Mpu - Auffälligkeit 2016

Chingy

Neuer Benutzer
Hallo zusammen,
Anbei eine Menge Text und wie das Delikt bei mir ablief. Ich hoffe ihr habt ein paar Anregungen oder vll auch keine und findet die Sache plausibel beschrieben haha. Danke euch! Auch den den admins, lese schon eine Weile hier mit und find das super dass es sowas gibt.

FB Drogen

Zur Person

Geschlecht: M
Alter: 31

Was ist passiert?
Drogensorte: Cannabis
Konsumform (Dauer und Häufigkeit je Substanz): ca. 5 Monate, Wochenende meist Samstag, manchmal Freitags 5-6 mal im Monat
Datum der Auffälligkeit: 04/2016

Drogenbefund
Blutwerte: 65ng
6,2
1,8

(Kriege die genaue Bezeichnung nicht zusammen)
Schnelltest: Ja, Urin Abgabe, Positiv
Beim Kauf erwischt: Nein
Nur daneben gestanden: Nein

Stand des Ermittlungsverfahrens
Gerade erst passiert: Nein, 2016
Polizei hat sich mit den Blutwerten gemeldet: Ja
Verfahren gegen Bußgeld eingestellt: Ja
Verurteilt: Nein
Strafe abgebüßt: -

Führerschein
Hab ich noch: Nein
Hab ich abgegeben: Ja, 2016, ca 3. Monate nach Auffälligkeit
Hab ich neu beantragt: Ja, 05/22
Habe noch keinen gemacht: -

Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut Ja/Nein: Nein
Sonstige Verstöße oder Straftaten?: Nein
Genaue Fragestellung der FSSt (falls bekannt): ?

Bundesland: NRW

Konsum
Ich konsumiere noch: Nein
letzter Konsum: Tag der Auffälligkeit 2016

Abstinenznachweis
Haaranalyse: 6 Monate, negativ
Urinscreen: -
Keinen Plan: -

Aufarbeitung
Drogenberatung: Nein
Selbsthilfegruppe (SHG): Nein
Psychologe: MPU Vorbereitung, 6 Monate 20 Gruppenstd., 6 Einzelstunden
Ambulante/stationäre Therapie: Nein
Keine Ahnung: -

MPU
Datum: Ende Juni
Welche Stelle (MPI): TÜV
Schon bezahlt?: Ja
Schon gehabt?: Nein
Wer hat das Gutachten gesehen?: -
Was steht auf der letzten Seite (Beantwortung der Fragestellung)?: -

Altlasten
Bist du Rückfalltäter?: Nein

Hallo Zusammen,
Ich hab in ein paar Wochen meine Begutachtung beim TÜV und wollte meine Situation schildern um mir zusätzliche Meinungen von Leuten holen, die sich damit auskennen, also Ihr. Ich danf einfach mal an.

Ich wurde 2016 von der Polizei angehalten die sah wie ich mich anschnallte bei der Fahrt und hielt mich darauf hin an.
Das ganze ereignete sich gegen 15 Uhr. An dem Tag habe ich das Ergebnis meiner bestandenen Handerks Ausbildung bekommen Mittags, woraufhin ich mit meinen damaligen Freunden und Schulkameraden ins Parkhaus ging um dort zu "feiern". Es wurde Bier getrunken, Joints geraucht und andere diverse Substanzen konsumiert.

Ich für meinen Teil habe mich aufs Kiffen beschränkt, kein Alkohol oder sonst was. Auch zuvor nicht. Ich habe zu dem Zeitpunkt ca. seit 5 Monaten gekifft. Lediglich am Wochenende, meistens Samstags Abends mit Freunden, aber auch mal Freitags wenn ich frei hatte am nächsten Tag. Das dann an 2-3 Wochenenden wenn wir von 4 im Monat ausgehen. Gekauft habe ich mir selbst nie was, aber habe immer mitgeraucht und manchmal mich an den Kosten beteiligt oder Snacks mitgebracht. An so einem Abend habe ich an 2-3 Joints mitgeraucht die wir uns mit 3 oder 4 Leuten geteilt haben. Mein damaliger Freundeskreis hat vor mir angefangen und ich war quasi der letzte der anfing.

Zu dem Zeitpunkt war ich emotional sehr angeschlagen, weil ich in einer Akademikerfamilie lediglich nur eine handwerkliche Ausbildung gemacht habe. In meinem Ausbildungsbetrieb fühlte ich mich sehr unwohl und bin oft wütend und traurig nach Hause gekommen um mit dann noch anzuhören das so ein "Werdegang" eh keinen Mehrwert hat, was die Gefühle definitiv nochmal bestärkt hat mit einem Schamgefühl. Ich fühlte mich schlichtweg nicht gut genug.

Zum Zeitpunkt als das mit dem kiffen anfing war ich 24, im Dezember 2015. Mein Freundeskreis hatte ein paar Monate früher angefangen und schloss mich immer ein bisschen mehr aus, weil ich halt nicht kiffte. Das war zu dem Zeitpunkt, mit der Trauer die ich eh schon zuhause hatte echt eine Krise für mich. Ich sah wie meine Freunde gute Laune hatten, lachten und sich gut fühlten. Als meine Schwester dann ihren Uniplatz bekam und meine Mutter und mein Stiefvater sich es nicht nehmen konnten mich gefpglt im Sekundentakt daran zu errinern wie wenig meine Leistung wert ist, fing ich an mit meinen Freunden zu kiffen. Die waren natürlich hellauf begeistert und banden mich wieder öfters in ihre Wochenenden mit ein. So vergingen die Wochen bis zum Tag der Auffälligkeit. Selbstverständlich hatte sich das Gefühl von Trauer und Wut in meinem Alltag nicht in Luft aufgelöst, aber kiffen betäubte es.

Am Tag der Auffälligkeit bekam ich mein Ergebnis wie zuvor genannt und wurde Jahrgangsbester. Ich habe mich sehr gefreut darüber aber wusste dass es zuhause kein Anklang finden würde, weshalb ich mich entschied an dem Tag unter der Woche, sehr früh gegen 11:30/12:00 Uhr zu rauchen und das Ergebnis zu "feiern". Wie erwartet kam ich gegen 1 mach Hause und meine Eltern hat es nicht interessiert. "Glückwunsch, aber du hättest auch was aus deinem Leben machen können". Gefrustet habe ich gegessen, ein bisschen entspannt und bin gegen 14:30 Uhr dann los mit dem Auto einen meiner Freunde abholen mit dem Ziel Angeln zu fahren.

T. hatte, wie immer Gras, dabei obwohl ich wenn ich fuhr nicht rauchte. Hätte ich aber in dem Zustand aber sicherlich gemacht wenn wir angekommen wären, aber glücklicherweise wurde ich angehalten. Glücklicherweise weil es mich einfach auf den Boden der Tatsachen geholt hat. Die Polizisten vernehmen den Geruch vom Cannabis und boten mir einen freiwilligen Drogenschnelltest an, nachdem ich eine Reihe von Reaktionstest mit dem Beamten durchgeführt habe. Dieser war natürlich positiv und ich musste mit zur Wache zur Blutentnahme, wo ich auch den Konsum am Tag zugab.

Das war auch das letzte mal dass ich gekifft habe. Und von da aus an ging dass auch mit meinem Freundeskreis zuende nach und nach. Dadurch dass ich nüchtern war und die anderen high schwand unserer beiderseitiges Interesse. Während dieser Zeit lerne ich meine jetzige Frau kennen, die absolut gegen Drogenkonsum ist und mir wirklich halt in der Zeit gab, weil die Wut, Trauer und der Scham mach wie vor existent war. Ich habe in den letzten Jahren gelernt anders damit umzugehen, also ohne Drogen oder Alkohol (Alkohol hat nie in meinem Leben eine Rolle gespielt) durch Akzeptanz dieser "negativen" Gefühle und dem Selbstbewusstsein dass ich gut genug bin. Für eine tolle Frau und vorallem für mich selbst.

Wir sind Ende 2016 zusammen gezogen in eine andere Stadt und mit den Jungs von damals hab ich gar nichts mehr zu tun. Wir haben geheiratet und ich habe den Meister 2021 gemacht und führe mittlerweile Millionenprojekte aus in einem renommierten Unternehmen.
Die mpu habe ich nicht früher begonnen weil mein verdienst einfach zu niedrig war und ich jetzt in einer Großstadt wohne wo man einfach kein Auto braucht.

Das Verhältnis mit meiner Mutter und meine Stiefvater ist viel besser geworden. Natürlich war in den letzten 6 Jahren nicht jeden Tag Sonnenschein und dass perfekte Leben wie man sich es wünscht, aber ich hatte keinen Moment in dem ich Kiffen wollte oder gar dran gedacht habe um meine Gefühle zu betäuben. Trotz extremer Trauer durch den Tod von Familienmitgliedern oder geringer Wertschätzung im Betrieb. Meine innere Haltung zu dem ganzen Geschehen hat sich geändert, ich habe geheiratet und werde wenn alles glatt läuft ein paar Tage nach der mpu das erste Mal Vater. Alles Gründe warum ich nicht mehr rauchen möchte und werde. Natürlich können Glatteis Situationen auftreten, wie zb eine Scheidung ö.ä., in der ich das Gefühl hätte nicht mehr gut genug zu sein. Aber ich würde mir direkt professionelle Hilfe holen um eben nicht rückfällig zu werden und die Situation zu verschlimmern.

Die MPU-Vorbereitung hat mir auch nochmal sehr geholfen alles aufzuarbeiten und nochmal professionell zu besprechen.

-

Ne Menge Text, ich hoffe das war nicht zu viel des Guten aber das ist wie es so gelaufen ist. Anmerkungen, Kritiken, Ideen etc. sind gerne Willkommen.
Wenn du bis hier hin durchgehalten hast danke ich dir sehr hahah
Gruß
Chingy
 

Nancy

Super-Moderator und MPU Profi
Teammitglied
Administrator
Hallo Chingy,

willkommen im Forum.

Leider bist du hier sehr spät aufgeschlagen. Mein Kollege Max kommentiert keine kurzfristig eingestellten FB mehr. Dennoch könntest du diesen einmal ausfüllen, und darauf hoffen, dass er oder ein anderer User dir Rückmeldung gibt... :smiley138:

Fragebogen für eine Drogen-MPU
 

Chingy

Neuer Benutzer
Hey @Nancy, Hey @Maxii, Hey Leute,

ja bin so lange in dem Forum und habe den Post von Max nie gelesen wenn ich ehrlich bin hahah.
Aber dennoch hab ich die Fragen mal beantwortet. Fühl mich an für sich auch gut Vorbereitet aber ne andere Meinung oder nen anderen Blickwinkel kann ja nicht schaden.
Gruß :)

1. Wann haben Sie das allererste Mal von illegalen Drogen gehört?
Als ich 14 war im Rahmen der "Keine Macht den Drogen"- Kampagne in der Schule

2. Wann haben Sie das erste Mal konsumiert? (Datum)
Dezember 2015

3. Wie sah der Konsum aus? (Konsumbiografie-Was, Wie, Welche Gelegenheit?)
Samstags mit meinen damaligen Freundeskreis, manchmal Freitags wenn ich Samstags frei hatte. 2-3 Wochenende wenn man von 4 im Monat ausgeht.
Wir haben Joints geraucht die wir uns mit 3-4 Leuten geteilt haben, gekauft im Shop in Holland. Habe die Züge nicht gezählt, hab einfach mitgeraucht.
Ich habe mir auch nie was selbst gekauft. Habe mich Gelegentlich mit Snacks und Getränken beteiligt an den Abenden.

4. Haben Sie Drogen zusammen mit Alkohol konsumiert?
Nein, nie.

5. Wie ist der Umgang mit Alkohol gewesen?
Habe so gut wie nie Alkohol getrunken, manchmal ein Radler auf einer Feier aber das wars.

6. Sonstige Suchtmitteleinnahme?
Nein.

7. Haben Sie bei sich negative Folgen festgestellt?
Im nachhinein schon, während des Konsums nicht.

8. Haben Sie trotz negativer Folgen weiter konsumiert?
Ja, weil ich diese während der Zeit nicht so als Negativ wahrgenommen habe.

9. Was für Werte wurden bei Ihrer Auffälligkeit festgestellt?
Blutwerte: 65ng
6,2
1,8
(Weiß die genau Bezeichnung nicht mehr)

10. Wann und wieviel haben Sie in der Woche vor der Auffälligkeit konsumiert?
Samstags Abend, 3 Joints mit 4 Leuten auf 7 Stunden verteilt.

11. Wieviel und was haben Sie am Tag der Auffälligkeit Konsumiert?
Die Aufälligkeit war Mittwochs Nachmittags gegen 15 Uhr, zuvor im Rahmen der bestandenen Ausbildungsprüfung gegen 12 Uhr einen Joint mitgeraucht den wir uns mit 6 Schulkameraden geteilt haben.

12. Gab es einen besonderen Grund für diesen Konsum?
Ja, wir haben die Ergebnisse der Ausbildungsprüfung erhalten und wollten dass dann "feiern" mit ca 40 Leuten. Da ich Zuhause nicht wirklich dafür belobigt werden würde wollte ich mir die Trauer ersparen und gute Laune haben.

13. Wie sind Sie auffällig geworden?
Nachdem ich Zuhause war und es wie erwartet keinen Interessiert hat dass ich die Ausbildung bestanden habe, habe ich gegessen, ein bisschen TV geschaut und mich dann mit einem Freund verabredet zum Angeln.
Auf dem Weg zum See wollte ich noch zur Bank und schnallte mich während der Fahrt ab. Dies sahen zwei Beamte und hielten mich an.
Da mein Freund Gras dabei hatte, roch es entsprechend in meinem Auto nach Cannabis, was die Beamten veranlasste mir einen "freiwilligen Schnelltest" anzubieten, dem ich zustimmte.
Der Urintest war Positiv und ich wurde zur Wache geführt zu Blutentnahme.

Nur für die, die im Straßenverkehr ermittelt wurden(auch Parkplatz):
14. Was war der Zweck der Fahrt?
Wollten zum Angeln fahren.
15. Wie weit wollten/sind Sie (ge)fahren?
Ca. 10 km

16. Wie oft waren sie bereits unter Drogeneinfluss im Straßenverkehr unterwegs?
Dadurch dass Cannabis lange braucht um restlos aus dem Körper zu verschwinden eigentlich immer in den 5 Monaten.

17. Wie haben Sie den Konflikt zwischen dem Drogenkonsum und dem Führen eines Kraftfahrzeuges gelöst?
In dem ich den Konsum dauerhaft sein lasse.

18. Wieso ist es verboten unter Drogeneinfluss ein KFZ zu führen?
(Beschreibung bitte für die zutreffende Substanz)
Abgesehen von der Gesetzeslage, ist es gefährlich Wahrnehmungsberübt ein KFZ zu fahren. Die Reaktionszeit schwindet durch Cannabis, man wird schnell abgelenkt und ist unkonzentriert.

19. Wie lange stehen Sie nach dem Konsum von Drogen unter deren Einfluss?
Bei Cannabis ca. 4-6 Std

20. Sind sie sich darüber im Klaren, welche Folgen es bei einem täglichen Konsum gibt?
Ja, der tägliche Konsum von Cannabis kann eine ennorme Sucht zur Folge habe. Das soziale und berufliche Umfeld leidet darunter ebenso wie die mentale und körperliche Verfassung.
Eine langfristige Psychische Störung tritt ein.

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Warum ist es passiert?

21. Welche persönlichen Hintergründe gab es für den Cannabis- Drogenkonsum?
Ich war sehr traurig und wütend zu dem Zeitpunkt und fühlte mich allein gelassen.
Für meine Eltern war eine Ausbildung im Handwerk nichts wert und mussten mir das immer unter die Nase reiben, dass ich hätte was aus meinem Leben machen können, wie meine Schwester (die Studieren wird).
Meine Ausbildung war sehr unbefridiegend, da ich mehr eine günstige Arbeitskraft war als Auszubildender.
Mein Freundeskreis hatte früher angefangen zu Kiffen und sich mehr und mehr von mir distanziert weil ich nicht konsumiet habe.
Ich hab gesehen wie die anderen gute Laune hatte wenn sie geraucht haben und "Spaß" und dass wollte ich auch. Das war auch gleichzeitig Anlass für die, mich wieder öfters einzuladen.

22. Wie hat sich Ihr Umfeld über Ihren Drogenkonsum geäußert?
Für meine Familie war es ein weiterer Grund mir sagen zu können das ich versagt habe. Eine Freundin gab es zu dem Zeitpunkt nicht. Und mein damaliger Freundeskreis fand es super.

23. Gab es Ereignisse in Ihrem Leben, die zu verstärktem Konsum geführt haben?
Nein, ich hab gleich viel konsumiert.

24. Haben Sie sich an Jemand um Hilfe gewandt, um den Drogenkonsum zu beenden?
(Warum, wann, wer?)
Nein, ich sah bis zu dem Zeitpunkt der Aufälligkeit kein problem darin.

25. Gibt es in Ihrer Familie aktenkundige Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz oder Suchtkrankheiten?
Nein.

26. Hatten sie Konsumpausen/spitzen?
Warum? Wann?
Ich hab nicht jedes Wochenende geraucht. Um mal "ruhig" zu machen oder wenn die Freunde keine Zeit hatten.

27. Was hat Sie daran gehindert, ohne Droge abzuschalten?
Das ständige Gefühl nicht gut genug zu sein. Weder in der Ausbildung war jemand mit meiner Leistung zufrieden, noch Zuhause. Obwohl ich sehr gut in meinem Job bin, Klassenbester geworden bin wie ich am Tag der Aufälligkeit erfahren habe.
Ich war durchgehend Traurig und Wütend und habe mich geschämt nicht gut genug zu sein.

28. Waren Sie gefährdet in eine Drogenabhängigkeit zu geraten?
Ich denke, dass wenn ich nicht Aufällig geworden wäre, hätte ich früher oder später angefangen mein eigenes Cannabis zu kaufen was dem schon sehr nahe kommt.

29. Waren sie drogenabhängig?
Nein.

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Wieso passiert das nicht wieder?

30. Hätten sie, rückblickend, eine Drogenkarriere verhindern können?
Ja, definitiv. Ich hätte meine Eltern konfrontieren können und meine Gefühle vermitteln können. Meinen Freundeskreis ändern, statt mit mitzulaufen können.
Ich hätte meine "negativen" Gefühle akzeptieren können statt sie zu betäuben.

31. Wieso haben Sie sich für eine Abstinenz entschieden?
Weil ich mich nicht betäuben muss um mein Leben zu leben. Gefühle gehören dazu, ob sie sich gut oder schlecht anfühlen. Und die will ich nicht betäuben oder bestärken durch Konsum von Suchtmitteln.

32. Beschreiben Sie den Punkt, an dem Sie sich für ein abstinentes Leben entschieden haben (Knackpunkt)
Als ich im Polizeiauto saß auf dem Weg zur Wache am tag der Auffälligkeit.

33. Wieso kommt für Sie nur Abstinenz und nicht für gelegentlicher Konsum in Betracht?
Weil ich meien Ehe nicht aufs Spiel setzen möchte, da meine Frau das niemals akzeptieren würde. Ich mittlerweile Millionen Projekte leite und sehr viel Führungsverantwortung habe und geistig immer Fit sein muss.
Und generell der Konsum nicht in mein Denken oder Gefühlswelt passt. Selbst wenn eine legalisierung in Deutschland stattfindet.

34. Wie haben Sie die Umstellung zur Abstinenz erlebt?
Ich bin fitter seitdem, geistig und körperlich. Hab Spaß und Freude durch Eigenantrieb. Konnte eine Freundin finden die ich geheiratet habe und werde Vater.
Alles undenkbar für mich wenn ich konsumiert hätte.

35. Wer hat Ihnen dabei wie geholfen?
Ich. Meine Frau, meine Familie und zu guter letzte die MPU Vorbereitung.

36. Wie reagiert Ihr Umfeld auf diese Umstellung?
Sehr gut, das Verhältnis zu meinen Eltern ist viel besser geworden und ein neuer Freundeskreis ist auch da.

37. Haben Sie nach der Auffälligkeit weiterhin Kontakt zu Ihren Drogenbekannten gehabt?
Nein, man trifft sich ab und zu mal und macht unangenhmen Smalltalk.

38. Haben Sie nach Ihrer Auffälligkeit miterlebt, wie Ihre Bekannten Drogen konsumiert haben?
Ja, nicht persönlich aber durch soziale Medien. Manche sitzen mit 30 immer noch in Ihrem Kinderzimmer und Kiffen.

39. Wie haben Sie in Zukunft vor mit Cannabis/dem Konsum umzugehen?
In dem ich gar nicht mehr Konsumiere.

40. Haben Sie zu Hause Cannabis?
Nein.

41. Wie wollen Sie es gegebenen Falls in Zukunft verhindern, nochmals unter Drogeneinfluss ein KFZ zu führen?
In dem ich nach wie vor Abstinent bleibe und an dem Festhalte was ich mir aufgebaut habe.

42. Wie wollen Sie einen beginnenden Rückfall erkennen?
Bei langanhaltenden "negativen" Gefühlen würde ich diesmal drüber reden und dran Arbeiten.
bei extrem Fällen wie wenn meine Frau zb. fremdgehen würde hätte ich sicherlich das Gefühl vom "nicht genug sein" und würde mir defintiv professionelle Hilfe suchen.

43. Wie ist derzeit der Konsum von Alkohol bei Ihnen?
Gar keiner.

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Mistgebaut11

Benutzer
So ich habe mich dem FB mal angenommen. Disclaimer, ich bin kein Profi, habe mich aber dutzende Stunden eingelesen und habe auch gerade eine MPU hinter mir, nach Aussage der Gutachterin positiv ist.
Manche Kommentare sind vielleicht overkill, aber man kann sich auf jeden Fall Gedanken drüber machen.
Wenn @Max sich erbarmt kann er ja mal schauen ob ich grobe Fehler gemacht habe, ich meine aber dass meine Kommentare zur Schlüssigkeit beitragen können.
3. Wie sah der Konsum aus? (Konsumbiografie-Was, Wie, Welche Gelegenheit?)
Samstags mit meinen damaligen Freundeskreis, manchmal Freitags wenn ich Samstags frei hatte. 2-3 Wochenende wenn man von 4 im Monat ausgeht.
Wir haben Joints geraucht die wir uns mit 3-4 Leuten geteilt haben, gekauft im Shop in Holland. Habe die Züge nicht gezählt, hab einfach mitgeraucht.
Ich habe mir auch nie was selbst gekauft. Habe mich Gelegentlich mit Snacks und Getränken beteiligt an den Abenden.

Ich würde hier vielleicht hinzufügen, wie lange der Konsum andauerte (z.B. das ganze ging über 5 Monate)
Eventuell wer den Konsum initiiert hatte, Stichwort Welche Gelegenheit.
5. Wie ist der Umgang mit Alkohol gewesen?
Habe so gut wie nie Alkohol getrunken, manchmal ein Radler auf einer Feier aber das wars.
Wenn du hier noch etwas konkretes nennen kannst glaube ich kommt das sehr gut, sprich die Frequenz benennen.
7. Haben Sie bei sich negative Folgen festgestellt?
Im nachhinein schon, während des Konsums nicht.
Welche Folgen waren das denn?
8. Haben Sie trotz negativer Folgen weiter konsumiert?
Ja, weil ich diese während der Zeit nicht so als Negativ wahrgenommen habe.
9. Was für Werte wurden bei Ihrer Auffälligkeit festgestellt?
Blutwerte: 65ng
6,2
1,8
(Weiß die genau Bezeichnung nicht mehr)
6,2ng aktives THC, 1,8 Hydroxy-THC, 65ng THC Carbonsäure
11. Wieviel und was haben Sie am Tag der Auffälligkeit Konsumiert?
Die Aufälligkeit war Mittwochs Nachmittags gegen 15 Uhr, zuvor im Rahmen der bestandenen Ausbildungsprüfung gegen 12 Uhr einen Joint mitgeraucht den wir uns mit 6 Schulkameraden geteilt haben.
Zu sechst einen Joint und dann nach 3h noch 6,2ng? Ich würde mir mal die Wertetabellen anschauen und das so plausible ist, kommt auch auf den individuellen Körperbau an aber muss schon ein starker Joint gewesen sein.
12. Gab es einen besonderen Grund für diesen Konsum?
Ja, wir haben die Ergebnisse der Ausbildungsprüfung erhalten und wollten dass dann "feiern" mit ca 40 Leuten. Da ich Zuhause nicht wirklich dafür belobigt werden würde wollte ich mir die Trauer ersparen und gute Laune haben.
Das mit der guten Laune kann man eventuell weglassen, das kann sonst so rüberkommen als bräuchtest du die Droge um Spaß zu haben , obwohl die Zeugnisübergabe/ Ergebnisse ja schon Grund genug für gute Laune sein sollten.
Das würde ich aber sagen ist nicht in Stein gemeißelt.
15. Wie weit wollten/sind Sie (ge)fahren?
Ca. 10 km
Bist du 10km gefahren ? Wäre die gesamte Strecke 10km?
16. Wie oft waren sie bereits unter Drogeneinfluss im Straßenverkehr unterwegs?
Dadurch dass Cannabis lange braucht um restlos aus dem Körper zu verschwinden eigentlich immer in den 5 Monaten.
Man geht von 72 h aus wenn man nicht chronisch kifft. Wenn du wue beschrieben nur am Wochenende rauchst kann dir das negativ ausgelegt werden. Konkrete Zahlen kommen hier gut an.
17. Wie haben Sie den Konflikt zwischen dem Drogenkonsum und dem Führen eines Kraftfahrzeuges gelöst?
In dem ich den Konsum dauerhaft sein lasse.
Die Frage zielt darauf ab wie du während deiner Konsumzeit den Konflikt zwischen Fahren und Kiffen gelöst hast(z.B Ich habe gewartet und dachte ich wäre nüchtern)
18. Wieso ist es verboten unter Drogeneinfluss ein KFZ zu führen?
(Beschreibung bitte für die zutreffende Substanz)
Abgesehen von der Gesetzeslage, ist es gefährlich Wahrnehmungsberübt ein KFZ zu fahren. Die Reaktionszeit schwindet durch Cannabis, man wird schnell abgelenkt und ist unkonzentriert.
Das mit der Gesetzeslage ist redundant. Ich würde mich hier auf die Folgen des Konsums auf die Fahrtüchtigkeit konzentrieren, sowie die Gefahr für dich und andere.
19. Wie lange stehen Sie nach dem Konsum von Drogen unter deren Einfluss?
Bei Cannabis ca. 4-6 Std
Auch hier würde ich mich nochmal informieren, vor allem wenn du sagst du hast nur am Wochenende geraucht, bist aber durchgehend (F.16) unter Einfluss gefahren obwohl Cannabis nur 4-6 h wirkt.
20. Sind sie sich darüber im Klaren, welche Folgen es bei einem täglichen Konsum gibt?
Ja, der tägliche Konsum von Cannabis kann eine ennorme Sucht zur Folge habe. Das soziale und berufliche Umfeld leidet darunter ebenso wie die mentale und körperliche Verfassung.
Eine langfristige Psychische Störung tritt ein.
Auch hier würde ich mich nochmal ein bisschen einlesen und konkretisieren.
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Warum ist es passiert?

21. Welche persönlichen Hintergründe gab es für den Cannabis- Drogenkonsum?
Ich war sehr traurig und wütend zu dem Zeitpunkt und fühlte mich allein gelassen.
Für meine Eltern war eine Ausbildung im Handwerk nichts wert und mussten mir das immer unter die Nase reiben, dass ich hätte was aus meinem Leben machen können, wie meine Schwester (die Studieren wird).
Meine Ausbildung war sehr unbefridiegend, da ich mehr eine günstige Arbeitskraft war als Auszubildender.
Mein Freundeskreis hatte früher angefangen zu Kiffen und sich mehr und mehr von mir distanziert weil ich nicht konsumiet habe.
Ich hab gesehen wie die anderen gute Laune hatte wenn sie geraucht haben und "Spaß" und dass wollte ich auch. Das war auch gleichzeitig Anlass für die, mich wieder öfters einzuladen.
Hier würde ich vielleicht nochmal tiefer gehen. Warum hast du so schnell bei deinen Freunden eingeknickt?
Warum hast du nicht das Gespräch mit deinen Eltern gesucht? Versuche deine Defizite die zum Konsum geführt haben zu identifizieren, nicht nur von außen sondern vor allem von Innen.
22. Wie hat sich Ihr Umfeld über Ihren Drogenkonsum geäußert?
Für meine Familie war es ein weiterer Grund mir sagen zu können das ich versagt habe. Eine Freundin gab es zu dem Zeitpunkt nicht. Und mein damaliger Freundeskreis fand es super.
War das für dich nicht eine negative Folge, dass deine Eltern dich noch mehr verachten? F.7?
23. Gab es Ereignisse in Ihrem Leben, die zu verstärktem Konsum geführt haben?
Nein, ich hab gleich viel konsumiert.
Also war es normal dass man mal um 12 einen raucht?
26. Hatten sie Konsumpausen/spitzen?
Warum? Wann?
Ich hab nicht jedes Wochenende geraucht. Um mal "ruhig" zu machen oder wenn die Freunde keine Zeit hatten.
Eventuell genauer ausführen. Warum und wann vor allem.
27. Was hat Sie daran gehindert, ohne Droge abzuschalten?
Das ständige Gefühl nicht gut genug zu sein. Weder in der Ausbildung war jemand mit meiner Leistung zufrieden, noch Zuhause. Obwohl ich sehr gut in meinem Job bin, Klassenbester geworden bin wie ich am Tag der Aufälligkeit erfahren habe.
Ich war durchgehend Traurig und Wütend und habe mich geschämt nicht gut genug zu sein.
Das gehört meiner Meinung nach eher in F 21, finde ich ehrlich gesagt ein guter Ansatz, vor allem wenn du das noch ausformulierst und dich damit beschäftigst.
Hier ist eher gemeint warum du nicht z.B. Yoga oder Sport gemacht hast um abzuschalten.
Wieso passiert das nicht wieder?

30. Hätten sie, rückblickend, eine Drogenkarriere verhindern können?
Ja, definitiv. Ich hätte meine Eltern konfrontieren können und meine Gefühle vermitteln können. Meinen Freundeskreis ändern, statt mit mitzulaufen können.
Ich hätte meine "negativen" Gefühle akzeptieren können statt sie zu betäuben.
Warum konntest du das nicht?
31. Wieso haben Sie sich für eine Abstinenz entschieden?
Weil ich mich nicht betäuben muss um mein Leben zu leben. Gefühle gehören dazu, ob sie sich gut oder schlecht anfühlen. Und die will ich nicht betäuben oder bestärken durch Konsum von Suchtmitteln.
Hast du nun geraucht um dich zu betäuben oder um Gute Laune zu haben ? Das sollte dir am besten klar sein.
32. Beschreiben Sie den Punkt, an dem Sie sich für ein abstinentes Leben entschieden haben (Knackpunkt)
Als ich im Polizeiauto saß auf dem Weg zur Wache am tag der Auffälligkeit.
Hier fände ich es gut wenn du beschreibst wie es dir in dem Moment ging um die Kredibilität deiner Aussage zu unterstreichen.
33. Wieso kommt für Sie nur Abstinenz und nicht für gelegentlicher Konsum in Betracht?
Weil ich meien Ehe nicht aufs Spiel setzen möchte, da meine Frau das niemals akzeptieren würde. Ich mittlerweile Millionen Projekte leite und sehr viel Führungsverantwortung habe und geistig immer Fit sein muss.
Und generell der Konsum nicht in mein Denken oder Gefühlswelt passt. Selbst wenn eine legalisierung in Deutschland stattfindet.
Hier sind intrinsische Motive immer super. Aber ich finde dass du inzwischen verheiratet bist und eventuell eine Familie gründen willst spricht deutlich für dich.
34. Wie haben Sie die Umstellung zur Abstinenz erlebt?
Ich bin fitter seitdem, geistig und körperlich. Hab Spaß und Freude durch Eigenantrieb. Konnte eine Freundin finden die ich geheiratet habe und werde Vater.
Alles undenkbar für mich wenn ich konsumiert hätte.
Wäre gut wenn sich das mit den negativen Folgen decken würdest, ansonsten würde ich vielleicht erwähnen dass das erst gemerkt hast aks u aufgehört hast zu konsumieren.
35. Wer hat Ihnen dabei wie geholfen?
Ich. Meine Frau, meine Familie und zu guter letzte die MPU Vorbereitung.
Wie?
36. Wie reagiert Ihr Umfeld auf diese Umstellung?
Sehr gut, das Verhältnis zu meinen Eltern ist viel besser geworden und ein neuer Freundeskreis ist auch da.

37. Haben Sie nach der Auffälligkeit weiterhin Kontakt zu Ihren Drogenbekannten gehabt?
Nein, man trifft sich ab und zu mal und macht unangenhmen Smalltalk.
Das würde ich unbedingt weglassen. Kontakt zu Drogenbekannten hat schon mehr als einmal zum Durchfallen geführt. Vor allem wenn der Smalltalk unangenehm ist, hast du ja keinen Grund was mit denen zu machen.
38. Haben Sie nach Ihrer Auffälligkeit miterlebt, wie Ihre Bekannten Drogen konsumiert haben?
Ja, nicht persönlich aber durch soziale Medien. Manche sitzen mit 30 immer noch in Ihrem Kinderzimmer und Kiffen.
Den letzten Satz kannst du streichen, das hättest auch du werden können wärest du nicht erwischt worden. Siehe Frage 28.
42. Wie wollen Sie einen beginnenden Rückfall erkennen?
Bei langanhaltenden "negativen" Gefühlen würde ich diesmal drüber reden und dran Arbeiten.
bei extrem Fällen wie wenn meine Frau zb. fremdgehen würde hätte ich sicherlich das Gefühl vom "nicht genug sein" und würde mir defintiv professionelle Hilfe suchen.
Das würde ich eventuell auch nochmal etwas ausführen. Mit wem redest du ? Was wenn zu viel Stress auf der Arbeit ist? Was wenn du mit Leuten die konsumieren in Kontakt kommst? Was ist wenn du Probleme mit dem Selbstbewusstsein/Selbstwertgefühl hast? Was wenn alles zusammen kommt?
43. Wie ist derzeit der Konsum von Alkohol bei Ihnen?
Gar keiner.
Wann war das letzte mal?
 

Mistgebaut11

Benutzer
Ich habe hier nochmal Ressourcen rausgesucht, die sich am besten mit deinen Konsumangaben decken sollten. Bei Cannabis ist das nicht so klar wie bei Alkohol, aber wenn du dir die Tabellen mal anschaust erkennst du vielleicht, dass deine Angaben zu Problemen führen könnten.

Hier einmal ein Beispiel für den Abbau vom Aktiven THC, bei dir 6,2
Click me pls

Und einmal hier eine Tabelle vom Verkehrsportal, die die Realität widerspiegelt. Ist nicht von Gutachtern genutzt aber es kann einem helfen seinen Konsum einzustufen und zu vergleichen.
Nooo click me first

Sollten deine Angaben nicht nachvollziehbar sein kann es sein dass du durchfällst. Ich will dir aber keine Angst machen, es geht darum mögliche Fehlerquellen zu minimieren und glaub mir, wenn du das ernst nimmst schaffst du das auch.
Falls du noch Fragen hast versuche ich diese so gut es geht zu beantworten.
 

Chingy

Neuer Benutzer
Hey @Mistgebaut11,
Vielen dank für deine Zeit schonmal. Ich werde mir das sehr zu herzen nehmen und bei Feierabend mich umgehend damit auseinandersetzen. Hab es grad mal grob überflogen und es gibt mir schon ne anderen Blick auf die Dinge und Fragen. Soll ich den FB nochmal ausfüllen überarbeitet? Also ob das sinn macht? Ich mein es ist keine Geschichte die ich mir ausgedacht habe, aber ich hab Angast dass ich etwas vergesse zu sagen oder nicht genau genug drauf eingehe was mal passieren kann wenn ich sehr nervös bin, was ich auch bin hahah. Hakt der Gutachter mal nach oder lässt der mich so "vor die Wand rennen"? Hast du nen Tipp wie ich mich vorbereite am besten? Blöde Fragen, ich weiß. Die Links hab ich mir auch angeguckt, ich vergleich mich mal. War ein sehr starker Joint, ich hab an der Grenze gewohnt und zur "Feier des Tages" hat mein damaliger Kamerad einen "richtig dicken" gedreht um ihn zu zitieren.
Nochmals danke danke bis hier hin, hast mir echt geholfen.
 

Mistgebaut11

Benutzer
@Chingy
Ob du das ganze nochmal hochladen willst liegt an dir, ob dir das die mühe wert ist. Ist aber eventuell empfehlenswert damit man die Widersprüche leichter erkennt.

Klar ich glaub dir dass das die Wahrheit ist, das liegt ja aber schon 6 Jahre zurück und da kann es bei einigen Details schwammig werden. Ich würde dir empfehlen den fertigen Fragebogen mit vertrauten Personen durchzusprechen damit du auch mal alles verbalisiert hast. Und nervös sein ist ganz normal, das kannst du auch erwähnen wenn der Gutachter dich fragt wies dir geht.

Mit dem Nachhaken kommt auf den Gutachter an, ich würde aber auf jeden Fall den Fragebogen verinnerlichen und nah an der Wahrheit bleiben, dann sind auch Rückfragen kein Problem. Solange du alles logisch schilderst wird der Gutachter dich aber eigentlich nicht groß unterbrechen, es sollte sich halt nichts widersprechen, was es bei dir ab und zu tut.

Wichtig ist halt dass du klar machst dass du erkannt hast warum du so gehandelt hast und darauf aufbauend warum es nicht wieder passiert.
Ich denke auch nicht, dass alle Fragen drankommen werden aber das weiß man halt erst danach.

Und mit den Werten, das kann eventuell sein wenn du korpulent bist, es ist aber bei Gras eben so ne Sache dass man das nie genau sagen kann was Abbau und so angeht.
Und die Fragen sind nicht blöd. Du bist nervös und das ist ein gutes Zeichen weil es zeigt dass du das ernst nimmst, glaub mir ich war extrem nervös und das ist ganz normal. Du bist jetzt verheiratet und beruflich erfolgreich, das spricht alles für dich aber du musst halt eben auch überzeugen. Schau dir das ganze nochmal an, überleg dir was du verändern/hinzufügen kannst und ich werd mir das heute abend nochmal anschauen. Im Endeffekt musst du dich wohl mit dem Fragebogen fühlen, und das kannst nur du entscheiden.
 

Max

Super-Moderator und MPU Profi
Teammitglied
Administrator
Überarbeite die angemerkten Fragen und stell den FB dann komplett wieder ein.
 

Chingy

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Perfekt, danke. Schenkt mir wirklich Mut ein. Ich mach gleich Feierabend, erledige 2-3 Sachen und setz mich dann direkt dran. Danke nochmal
 

Chingy

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Hey,
Runde 2 wenn ich dass so nennen darf. Ich hab die letzten 2 Stunden dran gearbeitet und mir Gedanken zu deinem Feedback gemacht @Mistgebaut11 und ein paar Dinge gelesen bezüglich Nach- und Nebenwirkungen dies das.
Danke nochmals.

1. Wann haben Sie das allererste Mal von illegalen Drogen gehört?
Als ich 14 war im Rahmen der "Keine Macht den Drogen"- Kampagne in der Schule

2. Wann haben Sie das erste Mal konsumiert? (Datum)
Dezember 2015

3. Wie sah der Konsum aus? (Konsumbiografie-Was, Wie, Welche Gelegenheit?)
In Kontakt bin ich mit meinem damaligen Freundeskreis damit gekommen. Ich wurde öfters gefragt ob ich mitrauchen will und um die Weihnachtszeit rum hab ich dann auch mit geraucht.
Über ca. 5 Monate, Samstags mit meinen damaligen Freundeskreis, manchmal Freitags wenn ich Samstags frei hatte. 2-3 Wochenenden wenn man von 4 im Monat ausgeht.
Wir haben Joints geraucht die wir uns mit 3-4 Leuten geteilt haben. Habe die Züge nicht gezählt, hab einfach mitgeraucht.
Ich habe mir aber selbst nie was selbst gekauft. Habe mich Gelegentlich mit Snacks und Getränken beteiligt an den Abenden.

4. Haben Sie Drogen zusammen mit Alkohol konsumiert?
Nein, nie.

5. Wie ist der Umgang mit Alkohol gewesen?
Ich habe so gut wie nie Alkohol getrunken. Mal ein Radler an einem Geburtstag oder einer Hochzeit zum anstoßen oder zum Jahreswechsel um Beispiele zu nennen.

6. Sonstige Suchtmitteleinnahme?
Ja, ich rauche Zigaretten. Ca. 8 Stück pro Tag.

7. Haben Sie bei sich negative Folgen festgestellt?
Im nachhinein schon, während des Konsums bedingt. Ich war sehr unzuverlässig und oft unkonzentriert oder unmotiviert, habe Dinge vergessen weil ich sie aufgeschoben habe, zb. Abgabefristen für Hausarbeiten.
Ich war körperlich und geistig nicht fit wenn man dass so sagen kann. Gleichzeitig hat es das Verhältnis zu meinen Eltern noch weiter belastet als ohnehin schon.

8. Haben Sie trotz negativer Folgen weiter konsumiert?
Ja, weil ich diese während der Zeit nicht so als Negativ wahrgenommen habe.
Ich dachte ich sei ein "Morgenmuffel" und komme deswegen nicht aus dem Bett. Ich fand es nicht schlimm wenn ich zu spät zur Arbeit kam oder zu anderen Verabredungen.
Meine Einstellung generell war ziemlich lasch zu der Zeit und ich hab mir keine Gedanken darüber gemacht. Dadurch dass meine Eltern sowieso schon nichts gewertschätzt haben,
dachte ich es würde keinen Unterschied machen.

9. Was für Werte wurden bei Ihrer Auffälligkeit festgestellt?
Blutwerte:
65ng THC Carbonsäure
6,2 aktives THC
1,8 THC-OH

10. Wann und wieviel haben Sie in der Woche vor der Auffälligkeit konsumiert?
Freitags und Samstags Abends, 3 Joints mit 4 Leuten auf 7 Stunden verteilt.

11. Wieviel und was haben Sie am Tag der Auffälligkeit Konsumiert?
Die Aufälligkeit war Mittwochs Nachmittags gegen 15 Uhr, zuvor im Rahmen der bestandenen Ausbildungsprüfung gegen 12 Uhr einen Joint mitgeraucht den wir uns mit 6 Schulkameraden geteilt haben.
Ich erinner mich dass der Joint sehr stark war und mein Klassenkamerad damit geprahlt hat, keinen Tabak reingetan zu haben und extra zum Shop gefahren sei um hochwertiges Cannabis zu kaufen.
Wieviel Gramm genau kann ich nicht sagen.

12. Gab es einen besonderen Grund für diesen Konsum?
Ja, wir haben die Ergebnisse der Ausbildungsprüfung erhalten und wollten dass dann "feiern" mit ca 40 Leuten.
Da ich Zuhause nicht wirklich dafür Anerkennung erwarten konnte, was mich sehr traurig gemacht hat, wollte ich mir die herannahende Trauer ersparen.

13. Wie sind Sie auffällig geworden?
Nachdem ich Zuhause war und es wie erwartet keinen Interessiert hat dass ich die Ausbildung bestanden habe, habe ich gegessen, ein bisschen TV geschaut und mich dann mit einem Freund verabredet zum Angeln.
Auf dem Weg zum See wollte ich noch zur Bank und schnallte mich während der Fahrt ab. Dies sahen zwei Beamte und hielten mich an.
Da mein Freund Gras dabei hatte, roch es entsprechend in meinem Auto nach Cannabis, was die Beamten veranlasste mir einen "freiwilligen Schnelltest" anzubieten, dem ich zustimmte.
Der Urintest war Positiv und ich wurde zur Wache geführt zu Blutentnahme.

Nur für die, die im Straßenverkehr ermittelt wurden(auch Parkplatz):
14. Was war der Zweck der Fahrt?
Wollten zum Angeln fahren.
15. Wie weit wollten/sind Sie (ge)fahren?
Ich bin ca. 10 km gefahren bis ich von der Polizei angehalten wurde.

16. Wie oft waren sie bereits unter Drogeneinfluss im Straßenverkehr unterwegs?
Dadurch dass ca. 72h nach dem Konsum noch aktives Cannabis im Blut zu finden ist bin ich durchaus am nächsten oder übernächsten Tag unter Einfluss gefahren.


17. Wie haben Sie den Konflikt zwischen dem Drogenkonsum und dem Führen eines Kraftfahrzeuges gelöst?
Ich hab immer gewartet bis ich mich nüchtern gefühlt habe. An Wochenenden habe ich bei meinem Freund übernachtet und bin am nächsten Tag erst gefahren.
Dass es wie bereits zuvor beschrieben so lange Aktiv noch im Blut ist war mir nicht bewusst. Dachte das Gefühl von Nüchtern sein ein paar Stunden später oder am nächsten Tag würde reichen.

18. Wieso ist es verboten unter Drogeneinfluss ein KFZ zu führen?
(Beschreibung bitte für die zutreffende Substanz)
Weil man durch den Konsum unkonzentriert ist und es die Wahrnehmung trübt, Schwindel und/oder Blutdruckabfall eintreten kann.
Man ist schlichtweg eine Gefahr für alle beteiligten im Straßenverkehr, einschließlich einem selbst, was im schlimmsten Fall Personenschaden nach sich zieht.


19. Wie lange stehen Sie nach dem Konsum von Drogen unter deren Einfluss?
Ca. 72h. Selbst wenn man sich nüchtern fühlt befindet sich THC in der Blutlaufbahn.

20. Sind sie sich darüber im Klaren, welche Folgen es bei einem täglichen Konsum gibt?
Ja, mittlerweile schon. Der tägliche Konsum von Cannabis kann eine ennorme Sucht zur Folge habe. Neben körperlichen Schäden an der Lunge, wie zb. Lungenkrebs,
beeinträchtigt der dauerhafte Konsum die Konzentration, die Lernfähigkeit und hat psychische Folgen wie Depressionen oder Psyschosen wie viele Langzeitstudien zeigen.

----------------------------------------------------------

Warum ist es passiert?

21. Welche persönlichen Hintergründe gab es für den Cannabis- Drogenkonsum?
Ich war sehr traurig und wütend zu dem Zeitpunkt und fühlte mich allein gelassen.
Für meine Eltern war eine Ausbildung im Handwerk nichts wert und mussten mir das immer unter die Nase reiben, dass ich hätte was aus meinem Leben machen können, wie meine Schwester (die Studieren wird).
Ich habe versucht meine Eltern öfters drauf anzusprechen beim Abendessen, aber das Gespräch driftete immer in die gleiche Richtung ab, dass ich nicht gut genug bin "Weil ich nichts aus meinem Leben mache".

Hinzu kommt das in der Ausbildung niemand mit meiner Leistung zufrieden. Obwohl ich sehr gut in meinem Job bin, Klassenbester geworden bin wie ich am Tag der Aufälligkeit erfahren habe.
Ich wurde mehr als billige Arbeitskraft ausgenutzt als zum Fachmann ausgebildet zu werden. Ein grober Ton und keine wertschätzung war an der Tagesordnung, was mich 3 Jahre lang frustriert hat,
obwohl ich in dem Job meine berufung gefunden habe.

Meine Ausbildung war sehr unbefridiegend, da ich mehr eine günstige Arbeitskraft war als Auszubildender.
Mein Freundeskreis hatte früher angefangen zu Kiffen und sich mehr und mehr von mir distanziert weil ich nicht konsumiet habe.
Ich hab gesehen wie die anderen, trotz Ihrer Probleme die sie so hatten, sich gut gefühlt haben wenn sie geraucht haben und "Spaß" und dass wollte ich auch.
Das war auch gleichzeitig Anlass für die, mich wieder öfters einzuladen.

Ich war sehr willenschwach zu der Zeit, überfordert mit negativen Gefühlen wie Wut, Trauer und vorallem Scham.
Im Endeffekt wollte ich nicht alleine sein und hab gemerkt, dass ich durch den Konsum nicht nur die negativen Gefühle unterdrücke sondern auch mein Freundeskreis Interesse wieder an mir hat.


22. Wie hat sich Ihr Umfeld über Ihren Drogenkonsum geäußert?
Für meine Familie war es ein weiterer Grund mir sagen zu können das ich versagt habe. Eine Freundin gab es zu dem Zeitpunkt nicht. Und mein damaliger Freundeskreis fand es super.

23. Gab es Ereignisse in Ihrem Leben, die zu verstärktem Konsum geführt haben?
Ja, ein heftiger Streit mit meinen Eltern am Samstag vor meiner Auffälligkeit, in der es um meine Ausbildung ging und die bestandene Ausbildung an dem Tag der Auffälligkeit.
nach dem Streit bin ich zu meinem Freund gegangen und habe dort angefangen, verhältnismäßig viel zu Kiffen mit ihm und habe bei ihm übernachtet bis Montags.
Ich habe auch an dem Sonntag auch gekifft und bin erst Montags nach der Schule nach Hause.
Dort hatte sich die Stimmung nicht gelegt aber habe bis zum Tag meiner Auffälligkeit zwar nicht mehr geraucht, aber halt nach der Ergebnisbekanntgabe wie zuvor beschrieben.
Unter der Woche, um die Uhrzeit war ungewöhnlich ist und vorher nie vorgekommen.


24. Haben Sie sich an Jemand um Hilfe gewandt, um den Drogenkonsum zu beenden?
(Warum, wann, wer?)
Nein, ich sah bis zu dem Zeitpunkt der Aufälligkeit kein Problem darin um ehrlich zu sein.

25. Gibt es in Ihrer Familie aktenkundige Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz oder Suchtkrankheiten?
Nein.

26. Hatten sie Konsumpausen/spitzen?
Warum? Wann?
Ich hab nicht jedes Wochenende geraucht. Mein Job war körperlich sehr anstrengend und ich war an manchen Wochenende so platt dass ich dass Haus nicht verlassen habe und den Tag mit filme gucken,
computer spielen oder schlafen ausklingen lassen habe.


27. Was hat Sie daran gehindert, ohne Droge abzuschalten?
Durch meine langen, unregelmäßigen Arbeitszeiten und einem Verbot von meinem Ausbilder Fußball zu spielen (wegen der Verletzungsgefahr) musste ich während der Ausbildung mit dem Fußball aufhören, was eigentlich imemr mein "Ventil"
war. Ich habe andere sportliche Hobbys versucht, wie zb. Schwimmen, die mir aber im Endeffekt keinen Spaß gemacht haben.

28. Waren Sie gefährdet in eine Drogenabhängigkeit zu geraten?
Ich denke, dass wenn ich nicht Aufällig geworden wäre, hätte ich früher oder später angefangen mein eigenes Cannabis zu kaufen was dem schon sehr nahe kommt.

29. Waren sie drogenabhängig?
Nein. Ich hatte keine Entzugserscheinungen oder ähnliches.

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Wieso passiert das nicht wieder?

30. Hätten sie, rückblickend, eine Drogenkarriere verhindern können?
Ja, definitiv. Ich hätte meine Eltern konfrontieren können und meine Gefühle vermitteln können. Meinen Freundeskreis ändern, statt mit mitzulaufen können.
Ich hätte meine "negativen" Gefühle akzeptieren können statt sie zu betäuben.

31. Wieso haben Sie sich für eine Abstinenz entschieden?
Weil ich mir selbst beweisen wollte dass ich auch ohne Drogenkonsum klarkomme und mehr in meinem Leben erreichen wollte und möchte.
Ich möchte meine Beziehung nicht gefährden und ein guter Vater sein. In meinem Job möchte nach wie vor gut sein. Insgesamt hab ich deutlich mehr Lebensqualität seitdem ich Absitent bin.

32. Beschreiben Sie den Punkt, an dem Sie sich für ein abstinentes Leben entschieden haben (Knackpunkt)
Als ich im Polizeiauto saß auf dem Weg zur Wache am Tag der Auffälligkeit. Ich war sehr wütend auf mich und traurig und hätte losheulen können.
Ich wusste dass ich meine Fahrerlaubnis verwirkt habe und der Tag auf den ich 3 Jahre hingearbeitet habe wurde noch sehr viel schlechter.
Ich saß auf der Rückbank eines Polizeiautos und wurde von dem Beamten mit der Hand an der Hüfte gemustert als wäre ich ein Hochkrimmineller. Ein absoluter Tiefpunkt, an dem ich mir gesagt habe, dass ich mich ändern muss.

33. Wieso kommt für Sie nur Abstinenz und nicht für gelegentlicher Konsum in Betracht?
Weil ich meien Ehe nicht aufs Spiel setzen möchte, da meine Frau das niemals akzeptieren würde. Ich mittlerweile Millionen Projekte leite und sehr viel Führungsverantwortung habe und geistig immer Fit sein muss.
Und generell der Konsum nicht in mein Denken oder Gefühlswelt passt. Selbst wenn eine legalisierung in Deutschland stattfindet.
Ich hab mir selbst bewiesen, dass ich es ohne Drogenmissbrauch weiter schaffe als ich damals Gedacht habe und das möchte nicht verlieren.
Und für meine Kinder möchte ich ein guter Vater sein, ein richtiges Vorbild.

34. Wie haben Sie die Umstellung zur Abstinenz erlebt?
Ich bin fitter seitdem, geistig und körperlich. Hab Spaß und Freude durch Eigenantrieb.
Konnte eine Freundin finden die ich geheiratet habe und werde Vater nächste Woche. Ich stehe Früh auf um mehr vom Tag zu haben und mit meinen Eltern verstehe ich mich gefühlt jeden Tag besser.

35. Wer hat Ihnen dabei wie geholfen?
Ich würde sagen dass ich mir am meisten dabei geholfen habe. Ich war motivierter denn je mein Leben umzustellen.
Dann habe ich einige Wochen später eine tolle, erfolgreiche Frau kennengelernt die mich dabei unterstützt hat zusätzlich.
Und vor kurzem die MPU-Vorbereitung hat mir auch nochmal geholfen alles Revue passieren zu lassen und das geschehene aufzuarbeiten.


36. Wie reagiert Ihr Umfeld auf diese Umstellung?
Sehr gut, das Verhältnis zu meinen Eltern ist sehr viel besser geworden und ein neuer Freundeskreis, ohne Drogen, hab ich auch.
Meine Frau findet dass auch sehr gut

37. Haben Sie nach der Auffälligkeit weiterhin Kontakt zu Ihren Drogenbekannten gehabt?
Nein, mit gar keinem. Da war auch nicht viel Interesse nachdem ich aufgehört habe zu konsumieren. Weder von Ihrer Seite und noch viel weniger von meiner.

38. Haben Sie nach Ihrer Auffälligkeit miterlebt, wie Ihre Bekannten Drogen konsumiert haben?
Ja, aber nicht persönlich, nur durch soziale Medien.

39. Wie haben Sie in Zukunft vor mit Cannabis/dem Konsum umzugehen?
Ich werde weiterhin und dauerhaft auf den Konsum verzichten.

40. Haben Sie zu Hause Cannabis?
Nein.

41. Wie wollen Sie es gegebenen Falls in Zukunft verhindern, nochmals unter Drogeneinfluss ein KFZ zu führen?
In dem ich nach wie vor Abstinent bleibe und an dem Festhalte was ich mir aufgebaut habe.

42. Wie wollen Sie einen beginnenden Rückfall erkennen?
Bei langanhaltenden "negativen" Gefühlen rede ich diesmal mit meiner Frau darüber und mit Freunden.
Auch hoher Stress und psychische Belastung, der durchaus öfter vorkommt bei der Arbeit, stecke ich gut weg und habe nie den Gedanken daran verloren den durch Drogenkonsum zu bewältigen.
Wenn ich jemanden Treffe der konsumiert nehme ich Abstand. Nicht wegen der Gefahr wieder anzufangen, aber einfaach weil ich gemerkt habe dass solche Menschen einen ausbremsen.
Bei Extrem Fällen wie wenn meine Frau zb. fremdgehen würde hätte ich sicherlich das Gefühl vom "nicht genug sein" und würde mir defintiv professionelle Hilfe suchen bei einem Therapeuten.

43. Wie ist derzeit der Konsum von Alkohol bei Ihnen?
Nach wie vor mal ein Radler, wobei das letzte Radler trank ich Ende 2020 auf einer Hochzeit.
 

Pbuddy

Benutzer
Also ich bin bei weitem kein Experte wie die anderen hier, aber vielleicht darf ich mich dennoch einmischen:

hab einfach mitgeraucht.
Ich habe gelernt, dass man Worte wie "einfach" oder "nur" meiden sollte. Ist vielleicht kleinlich, aber wirkt eventuell verharmlosend. Ich habe mitgeraucht Punkt.
Ich war körperlich und geistig nicht fit wenn man dass so sagen kann.
Hier das gleiche: ich war blabla Punkt. Nicht "man" sagt das, sondern DU.
Kann das hier nicht gut in Worte fassen, aber wolltest du jetzt feiern, oder Trauer erdrücken... vllt ist das hier noch zu schwammig?
Und wie oft?
Sprich nicht von "man" sondern von "dir".
Ich hätte meine "negativen" Gefühle akzeptieren können statt sie zu betäuben.
Akzeptieren klingt nicht nach aufarbeiten.
 

Mistgebaut11

Benutzer
Also ich muss sagen man merkt echt dass du nochmal Arbeit herein gesteckt hast. Finde das eigentlich alles gut ausformuliert und auch sehr schlüssig.
Ich habe jetzt nicht viel gefunden das ich persönlich noch ändern würde, ich hake jetzt einfach nochmal nach so viel es geht dass es Am Tag der MPU keine Überraschungen gibt.
3. Wie sah der Konsum aus? (Konsumbiografie-Was, Wie, Welche Gelegenheit?)
In Kontakt bin ich mit meinem damaligen Freundeskreis damit gekommen. Ich wurde öfters gefragt ob ich mitrauchen will und um die Weihnachtszeit rum hab ich dann auch mit geraucht.
Über ca. 5 Monate, Samstags mit meinen damaligen Freundeskreis, manchmal Freitags wenn ich Samstags frei hatte. 2-3 Wochenenden wenn man von 4 im Monat ausgeht.
Wir haben Joints geraucht die wir uns mit 3-4 Leuten geteilt haben. Habe die Züge nicht gezählt, hab einfach mitgeraucht.
Ich habe mir aber selbst nie was selbst gekauft. Habe mich Gelegentlich mit Snacks und Getränken beteiligt an den Abenden.
Hier würde ich noch die Jahreszahl und eventuell Monate hinzufügen, dass es keine Rückfragen gibt die dich aus dem Konzept bringen. Und eventuell auch den Ort nennen, an dem normalerweise konsumiert wurde, z.B. bei dem und dem Kumpel.
7. Haben Sie bei sich negative Folgen festgestellt?
Im nachhinein schon, während des Konsums bedingt. Ich war sehr unzuverlässig und oft unkonzentriert oder unmotiviert, habe Dinge vergessen weil ich sie aufgeschoben habe, zb. Abgabefristen für Hausarbeiten.
Ich war körperlich und geistig nicht fit wenn man dass so sagen kann. Gleichzeitig hat es das Verhältnis zu meinen Eltern noch weiter belastet als ohnehin schon.
Ich würde das vieleicht etwas anders formulieren, nicht dass die Gutachterin denkt du hast Langzeitschäden als Folge des Konsums, eher sowas wie 'Rückblickend merke ich dass ich als ich konsumiert habe...'
12. Gab es einen besonderen Grund für diesen Konsum?
Ja, wir haben die Ergebnisse der Ausbildungsprüfung erhalten und wollten dass dann "feiern" mit ca 40 Leuten.
Da ich Zuhause nicht wirklich dafür Anerkennung erwarten konnte, was mich sehr traurig gemacht hat, wollte ich mir die herannahende Trauer ersparen.
Hier hätte ich vielleicht noch die Frage ob es eher war um die Euphorie zu verstärken oder um dich für die kommende Schlechte Stimmung zu 'betäuben'. Oder du meinst dass es beides war, das weiss ich natürlich nicht.
13. Wie sind Sie auffällig geworden?
Nachdem ich Zuhause war und es wie erwartet keinen Interessiert hat dass ich die Ausbildung bestanden habe, habe ich gegessen, ein bisschen TV geschaut und mich dann mit einem Freund verabredet zum Angeln.
Auf dem Weg zum See wollte ich noch zur Bank und schnallte mich während der Fahrt ab. Dies sahen zwei Beamte und hielten mich an.
Da mein Freund Gras dabei hatte, roch es entsprechend in meinem Auto nach Cannabis, was die Beamten veranlasste mir einen "freiwilligen Schnelltest" anzubieten, dem ich zustimmte.
Der Urintest war Positiv und ich wurde zur Wache geführt zu Blutentnahme.
Hier habe ich nur zum Verständnis eine Frage, du hast also um 12 einen geraucht und bist du dann mit dem Auto nach hause gefahren? Wenn du gegessen, Fernsehen geschaut hast und dich fertig gemacht hast mit deinem Freund zu treffen musst du ja relativ zeitig nach dem Joint gegangen sein? Mit dem Auto oder zu Fuß/Bus?
15. Wie weit wollten/sind Sie (ge)fahren?
Ich bin ca. 10 km gefahren bis ich von der Polizei angehalten wurde.
Und wie lang wäre die Gesamtstrecke?
16. Wie oft waren sie bereits unter Drogeneinfluss im Straßenverkehr unterwegs?
Dadurch dass ca. 72h nach dem Konsum noch aktives Cannabis im Blut zu finden ist bin ich durchaus am nächsten oder übernächsten Tag unter Einfluss gefahren.
Hier würde ich echt eine Schätzung nennen. Z.B. 5 monate mal 4 mal im Monat -> 20 mal Konsumiert, dann die nächsten 3 Tage immer Auto gefahren wäre ca. 60 Fahrten, musst du aber schätzen das war nur ein Beispiel.
17. Wie haben Sie den Konflikt zwischen dem Drogenkonsum und dem Führen eines Kraftfahrzeuges gelöst?
Ich hab immer gewartet bis ich mich nüchtern gefühlt habe. An Wochenenden habe ich bei meinem Freund übernachtet und bin am nächsten Tag erst gefahren.
Dass es wie bereits zuvor beschrieben so lange Aktiv noch im Blut ist war mir nicht bewusst. Dachte das Gefühl von Nüchtern sein ein paar Stunden später oder am nächsten Tag würde reichen.
Hier könnte die Frage kommen warum du dann nach einem starken Joint am Tattag nach knapp 3h über 10km gefahren bist.
20. Sind sie sich darüber im Klaren, welche Folgen es bei einem täglichen Konsum gibt?
Ja, mittlerweile schon. Der tägliche Konsum von Cannabis kann eine ennorme Sucht zur Folge habe. Neben körperlichen Schäden an der Lunge, wie zb. Lungenkrebs,
beeinträchtigt der dauerhafte Konsum die Konzentration, die Lernfähigkeit und hat psychische Folgen wie Depressionen oder Psyschosen wie viele Langzeitstudien zeigen.
Hier würde ich vielleicht enorm streichen, im Vergleich zu anderen Drogen ist Cannabis was vor allem Physische Abhängigkeit angeht noch recht milde, ist aber dir überlassen.
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Warum ist es passiert?

21. Welche persönlichen Hintergründe gab es für den Cannabis- Drogenkonsum?
Ich war sehr traurig und wütend zu dem Zeitpunkt und fühlte mich allein gelassen.
Für meine Eltern war eine Ausbildung im Handwerk nichts wert und mussten mir das immer unter die Nase reiben, dass ich hätte was aus meinem Leben machen können, wie meine Schwester (die Studieren wird).
Ich habe versucht meine Eltern öfters drauf anzusprechen beim Abendessen, aber das Gespräch driftete immer in die gleiche Richtung ab, dass ich nicht gut genug bin "Weil ich nichts aus meinem Leben mache".

Hinzu kommt das in der Ausbildung niemand mit meiner Leistung zufrieden. Obwohl ich sehr gut in meinem Job bin, Klassenbester geworden bin wie ich am Tag der Aufälligkeit erfahren habe.
Ich wurde mehr als billige Arbeitskraft ausgenutzt als zum Fachmann ausgebildet zu werden. Ein grober Ton und keine wertschätzung war an der Tagesordnung, was mich 3 Jahre lang frustriert hat,
obwohl ich in dem Job meine berufung gefunden habe.

Meine Ausbildung war sehr unbefridiegend, da ich mehr eine günstige Arbeitskraft war als Auszubildender.
Mein Freundeskreis hatte früher angefangen zu Kiffen und sich mehr und mehr von mir distanziert weil ich nicht konsumiet habe.
Ich hab gesehen wie die anderen, trotz Ihrer Probleme die sie so hatten, sich gut gefühlt haben wenn sie geraucht haben und "Spaß" und dass wollte ich auch.
Das war auch gleichzeitig Anlass für die, mich wieder öfters einzuladen.

Ich war sehr willenschwach zu der Zeit, überfordert mit negativen Gefühlen wie Wut, Trauer und vorallem Scham.
Im Endeffekt wollte ich nicht alleine sein und hab gemerkt, dass ich durch den Konsum nicht nur die negativen Gefühle unterdrücke sondern auch mein Freundeskreis Interesse wieder an mir hat.
Erstmal Respekt dass du das so schildern kannst, scheint so als wärst du wirklich nochmal in dich gegangen. Wenn man pedantisch sein will kann man etwas an der Gliederung ändern, aber du lernst das ja eh nicht Wort für Wort auswendig sondern verinnerlichst die Kernaussagen.
22. Wie hat sich Ihr Umfeld über Ihren Drogenkonsum geäußert?
Für meine Familie war es ein weiterer Grund mir sagen zu können das ich versagt habe. Eine Freundin gab es zu dem Zeitpunkt nicht. Und mein damaliger Freundeskreis fand es super.
Hat die Arbeit was gemerkt wegen dem Zuspätkommen?
23. Gab es Ereignisse in Ihrem Leben, die zu verstärktem Konsum geführt haben?
Ja, ein heftiger Streit mit meinen Eltern am Samstag vor meiner Auffälligkeit, in der es um meine Ausbildung ging und die bestandene Ausbildung an dem Tag der Auffälligkeit.
nach dem Streit bin ich zu meinem Freund gegangen und habe dort angefangen, verhältnismäßig viel zu Kiffen mit ihm und habe bei ihm übernachtet bis Montags.
Ich habe auch an dem Sonntag auch gekifft und bin erst Montags nach der Schule nach Hause.
Dort hatte sich die Stimmung nicht gelegt aber habe bis zum Tag meiner Auffälligkeit zwar nicht mehr geraucht, aber halt nach der Ergebnisbekanntgabe wie zuvor beschrieben.
Unter der Woche, um die Uhrzeit war ungewöhnlich ist und vorher nie vorgekommen.
Das mit unter der Woche als einziges mal finde ich ist glaubhaft, da du ja die Prüfung feiern wolltest/bzw. den kommenden negativen Gefühlen aus dem Weg gehen wolltest.
28. Waren Sie gefährdet in eine Drogenabhängigkeit zu geraten?
Ich denke, dass wenn ich nicht Aufällig geworden wäre, hätte ich früher oder später angefangen mein eigenes Cannabis zu kaufen was dem schon sehr nahe kommt.
Hier würde ich eventuell eher hypothetisch darstellen, so wie du das formulierst kann es so klingen als hättest du das vor und könntest in die Kategorie suchtgefährdet D3 oder D2 ist das glaube ich eingeordnet werden. Aber auch da liegt es an dir ob du mit der Formulierung zufrieden bist.
29. Waren sie drogenabhängig?
Nein. Ich hatte keine Entzugserscheinungen oder ähnliches.
Eigentlich müsste ein Nein reichen, wenn du dich aber wohler fühlst kannst du das andere noch hinzufügen aber m.E. nach braucht es das nicht.
32. Beschreiben Sie den Punkt, an dem Sie sich für ein abstinentes Leben entschieden haben (Knackpunkt)
Als ich im Polizeiauto saß auf dem Weg zur Wache am Tag der Auffälligkeit. Ich war sehr wütend auf mich und traurig und hätte losheulen können.
Ich wusste dass ich meine Fahrerlaubnis verwirkt habe und der Tag auf den ich 3 Jahre hingearbeitet habe wurde noch sehr viel schlechter.
Ich saß auf der Rückbank eines Polizeiautos und wurde von dem Beamten mit der Hand an der Hüfte gemustert als wäre ich ein Hochkrimmineller. Ein absoluter Tiefpunkt, an dem ich mir gesagt habe, dass ich mich ändern muss.
Finde ich glaubhaft geschildert, nur eine Frage: Du meintest ja dass der *noch* schlechter wurde. War die Zeugnisübergabe und ei Auszeichnung zum Jahrgangsbesten nicht erfreulich?
33. Wieso kommt für Sie nur Abstinenz und nicht für gelegentlicher Konsum in Betracht?
Weil ich meien Ehe nicht aufs Spiel setzen möchte, da meine Frau das niemals akzeptieren würde. Ich mittlerweile Millionen Projekte leite und sehr viel Führungsverantwortung habe und geistig immer Fit sein muss.
Und generell der Konsum nicht in mein Denken oder Gefühlswelt passt. Selbst wenn eine legalisierung in Deutschland stattfindet.
Ich hab mir selbst bewiesen, dass ich es ohne Drogenmissbrauch weiter schaffe als ich damals Gedacht habe und das möchte nicht verlieren.
Und für meine Kinder möchte ich ein guter Vater sein, ein richtiges Vorbild.
Finde ich auch alles gut, bloss ich würde vielleicht mit den inneren Motiven anfangen, anstatt 'meine Frau würde mich hassen'. Aber auch das ist nicht in Stein gemeißelt, ich finde deine Gründe nachvollziehbar und auch glaubhaft.
34. Wie haben Sie die Umstellung zur Abstinenz erlebt?
Ich bin fitter seitdem, geistig und körperlich. Hab Spaß und Freude durch Eigenantrieb.
Konnte eine Freundin finden die ich geheiratet habe und werde Vater nächste Woche. Ich stehe Früh auf um mehr vom Tag zu haben und mit meinen Eltern verstehe ich mich gefühlt jeden Tag besser.
Schwitzen? Probleme beim Schlafen?
35. Wer hat Ihnen dabei wie geholfen?
Ich würde sagen dass ich mir am meisten dabei geholfen habe. Ich war motivierter denn je mein Leben umzustellen.
Dann habe ich einige Wochen später eine tolle, erfolgreiche Frau kennengelernt die mich dabei unterstützt hat zusätzlich.
Und vor kurzem die MPU-Vorbereitung hat mir auch nochmal geholfen alles Revue passieren zu lassen und das geschehene aufzuarbeiten.
Ich nehme an die Frau die du kennengelernt hast war deine Frau? Ich fände es gut wenn du quasi die Zeit der Umstellung zur Abstinenz vorhebst, ich nehme mal an die MPU Vorbereitung ist noch nicht so lange her und da warst du ja vermutlich schon Jahre abstinent. Am besten gibst du da auch Leute wie deine Frau an, Selbstmotivation ist super und das glaube ich dir auch aber Einzelkämpfer kommen bei manchen Gutachtern nicht so gut an. Würde ich aber nicht streichen.
36. Wie reagiert Ihr Umfeld auf diese Umstellung?
Sehr gut, das Verhältnis zu meinen Eltern ist sehr viel besser geworden und ein neuer Freundeskreis, ohne Drogen, hab ich auch.
Meine Frau findet dass auch sehr gut
Wodurch hat sich das Verhältnis zu deinen Eltern verbessert? Das solltest du zumindest für dich persönlich beantworten können.
42. Wie wollen Sie einen beginnenden Rückfall erkennen?
Bei langanhaltenden "negativen" Gefühlen rede ich diesmal mit meiner Frau darüber und mit Freunden.
Auch hoher Stress und psychische Belastung, der durchaus öfter vorkommt bei der Arbeit, stecke ich gut weg und habe nie den Gedanken daran verloren den durch Drogenkonsum zu bewältigen.
Wie steckst du den Stress bei der Arbeit weg?
Wenn ich jemanden Treffe der konsumiert nehme ich Abstand. Nicht wegen der Gefahr wieder anzufangen, aber einfaach weil ich gemerkt habe dass solche Menschen einen ausbremsen.
Bei Extrem Fällen wie wenn meine Frau zb. fremdgehen würde hätte ich sicherlich das Gefühl vom "nicht genug sein" und würde mir defintiv professionelle Hilfe suchen bei einem Therapeuten.
Eventuell kannst du hier noch Hobbies hinzufügen, wenn du welchen nachgehst. Am besten aktive wie Sport anstatt passive wie fernsehschauen.

Was auch immer gut kommt ist wenn du Beispiele seit der Abstinenz nennst, bei denen du früher einen geraucht hättest (aus Frust z.B.)und es eben nach der Abstinenz auf gesunde Weise überwunden hast.
43. Wie ist derzeit der Konsum von Alkohol bei Ihnen?
Nach wie vor mal ein Radler, wobei das letzte Radler trank ich Ende 2020 auf einer Hochzeit.
Hier bloss aufpassen dass du deinen Alkoholkonsum nicht bagatellisierst (mal ein Radler), aber da du ja schon länger nichts trinkst sollte es passen.

Ein paar Fragen von mir sind overkill, aber lieber hast du dir mal Gedanken drüber gemacht anstatt kalt erwischt zu werden.
Also meiner Meinung nach sollte das keine Probleme geben, du scheinst echt reifer geworden zu sein und deine aktuelle Lebenssituation spricht auf jeden Fall für dich. Vielleicht nochmal raussuchen welches Datum die Kontrolle wirklich war, sollte ja nicht so schwer sein da du da Die Zeugnisse bekommen hast.
Keine Panik, sprich das mit deiner Frau oder vertrauten Personen durch und mach dich nicht verrückt, sind schon größere Chaoten als du durchgekommen. ;)
 

Mistgebaut11

Benutzer
Also ich bin bei weitem kein Experte wie die anderen hier, aber vielleicht darf ich mich dennoch einmischen:


Ich habe gelernt, dass man Worte wie "einfach" oder "nur" meiden sollte. Ist vielleicht kleinlich, aber wirkt eventuell verharmlosend. Ich habe mitgeraucht Punkt.

Hier das gleiche: ich war blabla Punkt. Nicht "man" sagt das, sondern DU.

Kann das hier nicht gut in Worte fassen, aber wolltest du jetzt feiern, oder Trauer erdrücken... vllt ist das hier noch zu schwammig?

Und wie oft?

Sprich nicht von "man" sondern von "dir".

Akzeptieren klingt nicht nach aufarbeiten.
Kann mich anschließen, vor allem der letzte Punkt ist noch guter Input. Jetzt geht es wirklich ins Detail, wie gesagt du sollst es ja nicht auswendig lernen sondern verinnerlichen.
 

Chingy

Neuer Benutzer
Hey, ich habe versucht die Fragen die du hattest @Mistgebaut11 direkt in der Formulierung entgegen zu wirken, aber manche habe ich so beantwortet^^
@Pbuddy Ich hab mir deine Anmerkungen zu Herzen genommen und die Sachen umformuliert.
Danke euch beiden, und auch dir danke @Max als "stiller Mitleser". Ich denke dadurch dass du dich bedeckt hälst und ich mich ziemlich gut beraten fühle beiden hast du bisher nichts auszusetzen :D


1. Wann haben Sie das allererste Mal von illegalen Drogen gehört?
Als ich 14 war im Rahmen der "Keine Macht den Drogen"- Kampagne in der Schule

2. Wann haben Sie das erste Mal konsumiert? (Datum)
Dezember 2015

3. Wie sah der Konsum aus? (Konsumbiografie-Was, Wie, Welche Gelegenheit?)
In Kontakt bin ich mit meinem damaligen Freundeskreis damit gekommen. Ich wurde öfters gefragt ob ich mitrauchen will und um die Weihnachtszeit 12/2015 rum hab ich dann auch mit geraucht, bis zur Auffäligkeit 04/2016.
Über ca. 5 Monate, Samstags mit meinen damaligen Freundeskreis, manchmal Freitags wenn ich Samstags frei hatte. 2-3 Wochenenden wenn man von 4 im Monat ausgeht.
Wir haben Joints geraucht die wir uns mit 3-4 Leuten geteilt haben. Ich habe die Züge nicht gezählt.
Ich habe mir aber selbst nie was selbst gekauft. Habe mich Gelegentlich mit Snacks und Getränken beteiligt an den Abenden.

4. Haben Sie Drogen zusammen mit Alkohol konsumiert?
Nein, nie.

5. Wie ist der Umgang mit Alkohol gewesen?
Ich habe so gut wie nie Alkohol getrunken.Ein Radler an einem Geburtstag oder einer Hochzeit zum anstoßen oder zum Jahreswechsel um Beispiele zu nennen.

6. Sonstige Suchtmitteleinnahme?
Ja, ich rauche Zigaretten. Ca. 8 Stück pro Tag.

7. Haben Sie bei sich negative Folgen festgestellt?
Im Nachhinein hab ich gemerkt, dass ich in der Zeit in der ich konsumiert habe habe, körperlich und geistig nicht fit war. Ich habe oft Dinge vergessen oder vor mir hergeschoben und war sehr unpünktlich.
Das Aufstehen ist mir sehr schwer gefallen. Gleichzeitig hat der Konsum mein Verhältnis zu meinen Eltern noch weiter belastet.


8. Haben Sie trotz negativer Folgen weiter konsumiert?
Ja, weil ich diese während der Zeit nicht so als Negativ wahrgenommen habe.
Ich dachte ich sei ein "Morgenmuffel" und komme deswegen nicht aus dem Bett. Ich fand es nicht schlimm wenn ich zu spät zur Arbeit kam oder zu anderen Verabredungen.
Meine Einstellung generell war ziemlich lasch zu der Zeit und ich hab mir keine Gedanken darüber gemacht. Dadurch dass meine Eltern sowieso schon nichts gewertschätzt haben,
dachte ich es würde keinen Unterschied machen.

9. Was für Werte wurden bei Ihrer Auffälligkeit festgestellt?
Blutwerte:
65ng THC Carbonsäure
6,2 aktives THC
1,8 THC-OH

10. Wann und wieviel haben Sie in der Woche vor der Auffälligkeit konsumiert?
Freitags und Samstags Abends, 3 Joints mit 4 Leuten auf 7 Stunden verteilt.

11. Wieviel und was haben Sie am Tag der Auffälligkeit Konsumiert?
Die Aufälligkeit war Mittwochs Nachmittags gegen 15 Uhr, zuvor im Rahmen der bestandenen Ausbildungsprüfung gegen 12 Uhr einen Joint mitgeraucht den wir uns mit 6 Schulkameraden geteilt haben.
Ich erinner mich dass der Joint sehr stark war und mein Klassenkamerad damit geprahlt hat, keinen Tabak reingetan zu haben und extra zum Shop gefahren sei um hochwertiges Cannabis zu kaufen.
Wieviel Gramm genau kann ich nicht sagen.

12. Gab es einen besonderen Grund für diesen Konsum?
Ja, wir haben die Ergebnisse der Ausbildungsprüfung erhalten und wollten dass dann "feiern" mit ca 40 Leuten.
Da ich Zuhause nicht wirklich dafür Anerkennung erwarten konnte, wollte ich die Euphorie die ich
über das super Zeugnis verspürte verstärken und die Trauer und den Scham der mich trifft, wenn ich Zuhause ankomme, betäuben.


13. Wie sind Sie auffällig geworden?
Als ich nach 5 Minuten Fußweg nach Hause kam von der Schule, um ca. 12:45 Uhr, und es wie erwartet keinen meiner Eltern Interessiert hat dass ich die Ausbildung bestanden habe und wir quasi den Streit vom Wochenende fortsetzten,
habe ich im Anschluss ein Butterbrot gegessen, dabei TV geschaut und mich dann mit einem damaligen Freund verabredet zum Angeln weil die Stimmung zuhause mehr als unerträglich war.
Ich Stieg in mein Auto und und sammelte Ihn ein und wir machten uns auf den Weg nach S. zum Angelsee.

Auf dem Weg zum See wollte ich noch zur Bank und schnallte mich während der Fahrt ab. Dies sahen zwei Beamte und hielten mich an.
Da mein Freund Cannabis dabei hatte, roch es dementsprechend in meinem Auto nach Cannabis, was die Beamten veranlasste mir einen "freiwilligen Schnelltest" anzubieten, dem ich zustimmte.
Der Urintest war Positiv und ich wurde zur Wache geführt zu Blutentnahme.

Nur für die, die im Straßenverkehr ermittelt wurden(auch Parkplatz):
14. Was war der Zweck der Fahrt?
Wollten zum Angeln fahren in S.. Dort kann man ohne Angelschein angeln und ich wollte zuhause raus, mich Ablenken.

15. Wie weit wollten/sind Sie (ge)fahren?
Der Angel ist ca. 18 km von meinem Elternhaus entfernt. Ich bin ca. 10 km gefahren bis ich von der Polizei angehalten wurde.

16. Wie oft waren sie bereits unter Drogeneinfluss im Straßenverkehr unterwegs?
Dadurch dass ca. 72h nach dem Konsum noch aktives Cannabis im Blut zu finden ist bin ich durchaus an den nächsten Tagen unter Einfluss gefahren.
Ich schätze ca. 50 Fahrten +-.

17. Wie haben Sie den Konflikt zwischen dem Drogenkonsum und dem Führen eines Kraftfahrzeuges gelöst?
Ich hab immer gewartet bis ich mich nüchtern gefühlt habe. An Wochenenden habe ich bei meinem Freund übernachtet und bin am nächsten Tag erst gefahren.
Dass es wie bereits zuvor beschrieben so lange Aktiv noch im Blut ist war mir nicht bewusst. Dachte das Gefühl von Nüchtern sein ein paar Stunden später oder am nächsten Tag würde reichen.


(Antwort auf deine Frage @Mistgebaut11 : Dadurch dass ich ziemlich aufgebracht war wegen dem Streit mit meinem Eltern und gegessen habe hatte ich das Gefühl schon wieder nüchtern zu sein.
Ich hab mir auch ehrlich gesagt keine Gedanken darüber gemacht dass ich knapp 2 Stunden vorher einen starken Joint geraucht habe in der Wut und Trauer.
Rücklblickend betrachtet hat mein benebelter Kopf sicherlich seinen Teil dazu beigetragen dass ich mich hinters Steuer gesetezt habe.)

18. Wieso ist es verboten unter Drogeneinfluss ein KFZ zu führen?
(Beschreibung bitte für die zutreffende Substanz)
Weil ich durch den Konsum unkonzentriert bin und es die Wahrnehmung trübt, Schwindel und/oder Blutdruckabfall eintreten kann.
Dadurch war ich schlichtweg eine Gefahr für alle beteiligten im Straßenverkehr, einschließlich mir selbst, was im schlimmsten Fall externen Personenschaden nach sich zieht.


19. Wie lange stehen Sie nach dem Konsum von Drogen unter deren Einfluss?
Ca. 72h. Selbst wenn man sich nüchtern fühlt befindet sich THC in der Blutlaufbahn.

20. Sind sie sich darüber im Klaren, welche Folgen es bei einem täglichen Konsum gibt?
Ja, mittlerweile schon. Der tägliche Konsum von Cannabis kann eine psychische Sucht zur Folge habe. Neben körperlichen Schäden an der Lunge, wie zb. Lungenkrebs,
beeinträchtigt der dauerhafte Konsum die Konzentration, die Lernfähigkeit und hat psychische Folgen wie Depressionen oder Psyschosen wie viele unterschiedliche Langzeitstudien zeigen.

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Warum ist es passiert?

21. Welche persönlichen Hintergründe gab es für den Cannabis- Drogenkonsum?
Ich war sehr traurig und wütend zu dem Zeitpunkt und fühlte mich allein gelassen.
Für meine Eltern war eine Ausbildung im Handwerk nichts wert und mussten mir das immer unter die Nase reiben, dass ich hätte was aus meinem Leben machen können, wie meine Schwester (die Studieren wird).
Ich habe versucht meine Eltern öfters drauf anzusprechen beim Abendessen, aber das Gespräch driftete immer in die gleiche Richtung ab, dass ich nicht gut genug bin "Weil ich nichts aus meinem Leben mache".

Meine Ausbildung war sehr unbefridiegend, da ich mehr eine günstige Arbeitskraft war als Auszubildender.
Niemand war mit meiner Leistung zufrieden. Obwohl ich sehr gut in meinem Job bin, selbst Klassenbester geworden bin wie ich am Tag der Aufälligkeit erfahren habe.
Ich wurde mehr als billige Arbeitskraft ausgenutzt als zum Fachmann ausgebildet zu werden. Ein grober Ton und keine wertschätzung war an der Tagesordnung, was mich 3 Jahre lang frustriert hat,
obwohl ich in dem Job meine berufung gefunden habe.


Mein Freundeskreis hatte früher angefangen zu Kiffen und sich mehr und mehr von mir distanziert weil ich nicht konsumiet habe.
Ich hab gesehen wie die anderen, trotz Ihrer Probleme die sie so hatten, sich gut gefühlt haben wenn sie geraucht haben und "Spaß" und dass wollte ich auch.
Das war auch gleichzeitig Anlass für die, mich wieder öfters einzuladen.

Ich war sehr willenschwach zu der Zeit, überfordert mit negativen Gefühlen wie Wut, Trauer und vorallem Scham.
Im Endeffekt wollte ich nicht alleine sein und hab gemerkt, dass ich durch den Konsum nicht nur die negativen Gefühle unterdrücke sondern auch mein Freundeskreis Interesse wieder an mir hat und mich "anerkennt".


22. Wie hat sich Ihr Umfeld über Ihren Drogenkonsum geäußert?
Für meine Familie war es ein weiterer Grund mir sagen zu können das ich versagt habe. Eine Freundin gab es zu dem Zeitpunkt nicht. Und mein damaliger Freundeskreis fand es super.
Mein Ausbilder beschwerte sich weil ich öfters zu spät kam, was in den 2 Jahren zuvor genau 1 mal vorgekommen ist. Er wusste zwar nicht dass ich konsumiere, aber musterte mich öfters.


23. Gab es Ereignisse in Ihrem Leben, die zu verstärktem Konsum geführt haben?
Ja, ein heftiger Streit mit meinen Eltern am Samstag vor meiner Auffälligkeit, in der es um meine Ausbildung ging und die bestandene Ausbildung an dem Tag der Auffälligkeit.
nach dem Streit bin ich zu meinem Freund gegangen und habe dort angefangen, verhältnismäßig viel zu Kiffen mit ihm und habe bei ihm übernachtet bis Montags.
Ich habe auch an dem Sonntag auch gekifft und bin erst Montags nach der Schule nach Hause.
Dort hatte sich die Stimmung nicht gelegt aber habe bis zum Tag meiner Auffälligkeit zwar nicht mehr geraucht, aber halt nach der Ergebnisbekanntgabe wie zuvor beschrieben.
Unter der Woche, um die Uhrzeit war ungewöhnlich ist und vorher nie vorgekommen.


24. Haben Sie sich an Jemand um Hilfe gewandt, um den Drogenkonsum zu beenden?
(Warum, wann, wer?)
Nein, ich sah bis zu dem Zeitpunkt der Aufälligkeit kein Problem darin um ehrlich zu sein.

25. Gibt es in Ihrer Familie aktenkundige Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz oder Suchtkrankheiten?
Nein.

26. Hatten sie Konsumpausen/spitzen?
Warum? Wann?
Ich hab nicht jedes Wochenende geraucht. Mein Job war körperlich sehr anstrengend und ich war an manchen Wochenende so platt dass ich dass Haus nicht verlassen habe und den Tag mit filme gucken,
computer spielen oder schlafen ausklingen lassen habe.


27. Was hat Sie daran gehindert, ohne Droge abzuschalten?
Durch meine langen, unregelmäßigen Arbeitszeiten und einem Verbot von meinem Ausbilder Fußball zu spielen (wegen der Verletzungsgefahr) musste ich während der Ausbildung mit dem Fußball aufhören, was eigentlich imemr mein "Ventil"
war. Ich habe andere sportliche Hobbys versucht, wie zb. Schwimmen, die mir aber im Endeffekt keinen Spaß gemacht haben.

28. Waren Sie gefährdet in eine Drogenabhängigkeit zu geraten?
Ich denke jeder Drogen konsumiert ist auf kurz oder lang gefährdet Abhängig zu werden und wenn ich, theoretisch, weiter konsumiert hätte wäre der Fall sicherlich auch irgendwann eingetreten.

29. Waren sie drogenabhängig?
Nein.

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Wieso passiert das nicht wieder?

30. Hätten sie, rückblickend, eine Drogenkarriere verhindern können?
Ja, definitiv. Ich hätte meine Eltern konfrontieren können und meine Gefühle vermitteln können. Meinen Freundeskreis ändern können, wenn sie schon kein Interesse an mir haben wenn ich nicht konsumiere.
Ich hätte mich meinen "negativen" Gefühle stellen können statt sie zu betäuben.

31. Wieso haben Sie sich für eine Abstinenz entschieden?
Weil ich mir selbst beweisen wollte dass ich auch ohne Drogenkonsum klarkomme und mehr in meinem Leben erreichen wollte und möchte.
Ich möchte meine Beziehung nicht gefährden und ein guter Vater sein. In meinem Job möchte nach wie vor gut sein.
Insgesamt hab ich deutlich mehr Lebensqualität seitdem ich Abstient bin.

32. Beschreiben Sie den Punkt, an dem Sie sich für ein abstinentes Leben entschieden haben (Knackpunkt)
Als ich im Polizeiauto saß auf dem Weg zur Wache am Tag der Auffälligkeit. Ich war sehr wütend auf mich und traurig und hätte losheulen können.
Ich wusste dass ich meine Fahrerlaubnis verwirkt habe und der Tag auf den ich 3 Jahre hingearbeitet habe wurde noch sehr viel schlechter.
Ich saß auf der Rückbank eines Polizeiautos und wurde von dem Beamten mit der Hand an der Hüfte gemustert als wäre ich ein Hochkrimmineller. Ein absoluter Tiefpunkt, an dem ich mir gesagt habe, dass ich mich ändern muss.

33. Wieso kommt für Sie nur Abstinenz und nicht für gelegentlicher Konsum in Betracht?
Ich hab mir selbst bewiesen, dass ich es ohne Drogenmissbrauch weiter schaffe als ich damals Gedacht habe und ich bin motiviert das nicht zu verlieren.
Ich brauche keinen "Problemlöser" in Form von Drogen mehr sondern übernehme selbst verantwortung und löse Probleme selbst. Meine Komplette Lebensphilosophie hat sich geändert.
Und für meine Kinder möchte ich ein guter Vater sein, ein richtiges Vorbild.
Ich möchte meine Ehe nicht aufs Spiel setzen, da meine Frau das niemals akzeptieren würde. Dadurch dass mittlerweile Millionen Projekte leite und sehr viel Führungsverantwortung habe und geistig immer Fit sein muss.
Und generell der Konsum nicht in mein Denken oder Gefühlswelt passt. Selbst wenn eine legalisierung in Deutschland stattfindet.

34. Wie haben Sie die Umstellung zur Abstinenz erlebt?
Ich bin fitter seitdem, geistig und körperlich. Hab Spaß und Freude durch Eigenantrieb.
Konnte damals eine Freundin finden, die ich geheiratet habe und werde Vater nächste Woche. Ich stehe Früh auf um mehr vom Tag zu haben und mit meinen Eltern verstehe ich mich gefühlt jeden Tag besser.
Ich hatte keine Probleme mit dem Schlaf oder Schwitzen.

35. Wer hat Ihnen dabei wie geholfen?
Ich war motivierter denn je mein Leben umzustellen. Ich hab mich mit meinen Eltern ausgesprochen, die mich von da aus an in jeder Hinsicht unterstützt haben.
Dann habe ich einige Wochen später eine tolle, erfolgreiche Frau kennengelernt, die ich ein paar Jahre später geheiratet habe, die mich dabei unterstützt hat zusätzlich.
Wir sind zusammen gezogen einige Monate danach in eine andere Stadt, so dass ich mir dort einen neuen Freundeskreis aufbauen konnte und gleichzeitig mit meiner Leidenschaft, dem Fußball wieder anfangen konnte.
Und vor kurzem die MPU-Vorbereitung hat mir auch nochmal geholfen alles Revue passieren zu lassen und das geschehene aufzuarbeiten.


36. Wie reagiert Ihr Umfeld auf diese Umstellung?
Sehr gut, das Verhältnis zu meinen Eltern nach der aussprache ist sehr viel besser geworden und einen neuen Freundeskreis, ohne Drogen, hab ich auch.
Meine Frau findet dass auch sehr gut.

37. Haben Sie nach der Auffälligkeit weiterhin Kontakt zu Ihren Drogenbekannten gehabt?
Nein, mit gar keinem. Da war auch nicht viel Interesse nachdem ich aufgehört habe zu konsumieren. Weder von Ihrer Seite und noch viel weniger von meiner.

38. Haben Sie nach Ihrer Auffälligkeit miterlebt, wie Ihre Bekannten Drogen konsumiert haben?
Ja, aber nicht persönlich, nur durch soziale Medien.

39. Wie haben Sie in Zukunft vor mit Cannabis/dem Konsum umzugehen?
Ich werde weiterhin und dauerhaft auf den Konsum verzichten.

40. Haben Sie zu Hause Cannabis?
Nein.

41. Wie wollen Sie es gegebenen Falls in Zukunft verhindern, nochmals unter Drogeneinfluss ein KFZ zu führen?
In dem ich nach wie vor Abstinent bleibe und an dem Festhalte was ich mir aufgebaut habe.

42. Wie wollen Sie einen beginnenden Rückfall erkennen?
Bei langanhaltenden "negativen" Gefühlen rede ich diesmal mit meiner Frau darüber und mit Freunden.
Auch hoher Stress und psychische Belastung, der durchaus öfter vorkommt bei der Arbeit, stecke ich gut weg und habe nie den Gedanken daran verloren den durch Drogenkonsum zu bewältigen.
Wenn ich jemanden Treffe der konsumiert nehme ich Abstand. Nicht wegen der Gefahr wieder anzufangen, aber einfaach weil ich gemerkt habe dass solche Menschen einen ausbremsen.
Bei Extrem Fällen wie wenn meine Frau zb. fremdgehen würde hätte ich sicherlich das Gefühl vom "nicht genug sein" und würde mir defintiv professionelle Hilfe suchen bei einem Therapeuten.

(Antwort @Mistgebaut11 : Ich habe gemerkt, dass Sport oder einem ausgiebigen Spaziergang mit meiner Frau und dem Hund ein sehr guter ausgleich für mich dazu ist.)

43. Wie ist derzeit der Konsum von Alkohol bei Ihnen?
Ein Radler auf einer Hochzeit Ende 2020, seitdem nichts.
 

Mistgebaut11

Benutzer
Hallo Chingy, also ich muss sagen im Vergleich zu deinem ersten Fragebogen ist dieser sehr gut. Es erscheint mir alles schlüssig und die Punkte die ich angemerkt habe, haben sich für mich geklärt. Eine Anmerkung hätte ich vielleicht noch:
28. Waren Sie gefährdet in eine Drogenabhängigkeit zu geraten?
Ich denke jeder Drogen konsumiert ist auf kurz oder lang gefährdet Abhängig zu werden und wenn ich, theoretisch, weiter konsumiert hätte wäre der Fall sicherlich auch irgendwann eingetreten.
Hier würde ich vielleicht das sicherlich weglassen. Das klingt schon fast so als wärst du extrem anfällig wärst abhängig zu werden, was eventuell dazu führen kann dass du bei D2 eingeordnet wirst und 6 Monate Abstinenz nicht reichen.

Ansonsten finde ich das alles wie gesagt sehr gut. Und, ich erwähne es nochmal, du bist jetzt deutlich älter, hast dein Leben geändert und bist sogar weggezogen. Vor allem bei jüngeren Tätern ist es wichtig dass sie eine Zukunftsperspektive haben und die hast du ja/bist schon angekommen.
M.E. nach ist der Fragebogen jetzt sehr gut und wenn du das alles souverän rüberbringst sehe ich da keine Gefahr. Sprich auf jeden Fall mehrmals alles aus, damit du alles im Gespräch mal über die Lippen gebracht hast und mach dich nicht verrückt.
Wenn Max sich erbarmt und sein ok gibt bist du top vorbereitet, aber wie gesagt, ich persönlich finde dort jetzt keine wirklichen Makel.
Wann hast du denn deinen Termin?
 

Max

Super-Moderator und MPU Profi
Teammitglied
Administrator
Ich denke dadurch dass du dich bedeckt hälst und ich mich ziemlich gut beraten fühle beiden hast du bisher nichts auszusetzen :D
Erstmal nicht, die Beiden nehmen mir erstmal viel Arbeit und Zeit ab. Ich warte einfach mal auf das Endergebnis, dann kann ich immer noch meinen Senf dazu abgeben.
Du hast bei mir einen Pluspunkt gewonnen, da du fleißig mitarbeitest. ;)
 
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