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Ersttäter mit 1,98 Promille BAK

ValS

Neuer Benutzer
FB Alkohol

Zur Person
Geschlecht: M
Größe: 171
Gewicht: 85
Alter: 43

Was ist passiert?
Datum der Auffälligkeit: 27.07.2025
BAK: 1,98
Trinkbeginn: ca. 17:00
Trinkende: ca. 22:00
Uhrzeit der Blutabnahme: 23:10

Stand des Ermittlungsverfahrens
Gerade erst passiert:
Strafbefehl schon bekommen: ja
Dauer der Sperrfrist: 9 Monate

Führerschein
Hab ich noch: nein
Hab ich abgegeben: ja
Hab ich neu beantragt: ja, am 27.04.2026
Habe noch keinen gemacht:

Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut Ja/Nein: ja
Sonstige Verstöße oder Straftaten?: nein
Genaue Fragestellung der FSSt (falls bekannt):?

Bundesland: Sachsen


Konsum
Ich trinke noch Alkohol, wenn ja wie oft wieviel: nein
Ich lebe abstinent seit: 28.07.2025

Abstinenznachweis
Haaranalyse ja/nein: ja, im März 2026 war 6 Monaten AN, wird fortgeführt
Urinscreening ja/nein: nein
PEth-Analytik ja/nein: nein
Keinen Plan?:

Leberwerte ja/nein seit wann, wieviele: ja, o.B.

Aufarbeitung
Suchtberatungsstelle aufgesucht?: ja
Selbsthilfegruppe (SHG): nein
Psychologe/Verkehrspsychologe: nein
Kurs für verkehrsauffällige Autofahrer: nein
Ambulante/stationäre Therapie: nein
Keine Ahnung:

MPU
Datum: noch nicht
Welche Stelle (MPI):-
Schon bezahlt?:-
Schon eine MPU gehabt? Nein
Wer hat das Gutachten gesehen?:
Was steht auf der letzten Seite (Beantwortung der Fragestellung)?:?

Altlasten
Bereits durch Alkohol auffällig geworden Punkte oder sonstige Straftaten: nein

Hallo zusammen,
ich war bis jetzt nur stiller Leser, aber jetzt zeichnet sich langsam eine MPU am Horizont ab. Für dieses Forum bin ich sehr dankbar – hier findet man wirklich viele wichtige Informationen.

Ich wurde als Ersttäter mit 1,98 Promille BAK am Steuer erwischt. Seitdem lebe ich abstinent. Aktuell habe ich sechs Monate Abstinenznachweis. Ursprünglich hatte ich geplant, zwölf Monate Abstinenznachweise zu sammeln und damit zur MPU zu gehen.

Zur Vorbereitung habe ich eine Suchtberaterin beim ASB in Anspruch genommen und bereite mich langsam vor.

Allerdings gibt es manchmal große Unterschiede zwischen den Informationen, die ich dort bekomme, und denen, die man hier im Forum findet. Aus diesem Grund habe ich auch Zweifel, ob es insgesamt die richtigen Schritte waren, mit einer solchen Vorbereitung anzufangen. Bei mir sind noch viele Fragen offen, die ich hier gerne stellen würde:

  1. Laut meiner Beraterin braucht man bei diesem Promillewert grundsätzlich mindestens 15 Monate Abstinenznachweis und in der Regel auch eine Therapie (nicht speziell auf mich bezogen, sondern allgemein). Ohne das habe man kaum eine Chance, die MPU zu bestehen.
  2. Wenn ich mit abgeschlossenem Abstinenznachweis zur MPU gehe: Sollte ich grundsätzlich lebenslange Abstinenz angeben, oder ist nach einer erfolgreichen MPU auch kontrolliertes Trinken möglich? Laut meiner Beraterin spiele das keine Rolle – entscheidend sei, dass ich künftig nicht unter Alkoholeinfluss am Straßenverkehr teilnehme. Hier habe ich große Zweifel.
  3. Kann jemand gute Berater empfehlen, bei denen man auch privat eigene Fragen stellen kann?
Ich habe noch weitere Fragen, aber ich fange erst einmal mit diesen an.

Für eure Hilfe wäre ich sehr dankbar!!!


Liebe Grüße und vielen Dank!
 
Willkommen im Forum.

Laut meiner Beraterin braucht man bei diesem Promillewert grundsätzlich mindestens 15 Monate Abstinenznachweis und in der Regel auch eine Therapie (nicht speziell auf mich bezogen, sondern allgemein). Ohne das habe man kaum eine Chance, die MPU zu bestehen.

Die Promillehöhe ist zwar ein wichtiger Hinweis auf die Problemtiefe, aber nicht der einzige. Entscheidend sind auch die Gesamtumstände der Alkoholfahrt und die Alkoholvorgeschichte. 12 Monate können deshalb ausreichen, mit 15 Monaten sind die Erfolgsaussichten höher. Eine eindeutige Antwort ist also nicht möglich. Auch wenn du den großen Fragebogen ausfüllst und unsere Rückfragen beantwortest können wir dir nur unsere Erfahrungswerte mitteilen, die liegen aber meist nahe der Realität.

Wenn ich mit abgeschlossenem Abstinenznachweis zur MPU gehe: Sollte ich grundsätzlich lebenslange Abstinenz angeben, oder ist nach einer erfolgreichen MPU auch kontrolliertes Trinken möglich? Laut meiner Beraterin spiele das keine Rolle – entscheidend sei, dass ich künftig nicht unter Alkoholeinfluss am Straßenverkehr teilnehme. Hier habe ich große Zweifel.

Da mag ich deiner Beraterin nicht folgen. Es wird erwartet das Betroffene ihr Alkoholproblem erkennen und ihr Leben so umgestalten, das sie zukünftig nicht mehr alkoholisiert fahren. So eine Umstellung erfordert Zeit, deshalb soll sie mindestens ein Jahr lang in den Alltag übernommen werden. Wenn du mit kontrolliertem Trinken in die MPU gehen willst musst du das also lange genug geübt haben. Abstinenz ist immer lebenslänglich, das solltest du bei einer MPU auch wissen.

Was du meinst ist eine Trinkpause. Die kannst du zunächst einlegen und danach noch lange genug das kontrollierte Trinken leben. Wenn du bis zur MPU eine Trinkpause machst wird (und darf) der Psychologe kein zukünftiges kontrolliertes Trinken akzeptieren. Egal wie lange nach der MPU due auf kontrolliertes Trinken wechseln willst.

Die 3. Frage kann ich leider nicht beantworten.
 
Schön, dass du hier gelandet bist :smiley138:

Ich kann dir gerne jemanden empfehlen.
Bitte per P(persönlicher )N(achricht) anschreiben.
 
Willkommen im Forum.



Die Promillehöhe ist zwar ein wichtiger Hinweis auf die Problemtiefe, aber nicht der einzige. Entscheidend sind auch die Gesamtumstände der Alkoholfahrt und die Alkoholvorgeschichte. 12 Monate können deshalb ausreichen, mit 15 Monaten sind die Erfolgsaussichten höher. Eine eindeutige Antwort ist also nicht möglich. Auch wenn du den großen Fragebogen ausfüllst und unsere Rückfragen beantwortest können wir dir nur unsere Erfahrungswerte mitteilen, die liegen aber meist nahe der Realität.



Da mag ich deiner Beraterin nicht folgen. Es wird erwartet das Betroffene ihr Alkoholproblem erkennen und ihr Leben so umgestalten, das sie zukünftig nicht mehr alkoholisiert fahren. So eine Umstellung erfordert Zeit, deshalb soll sie mindestens ein Jahr lang in den Alltag übernommen werden. Wenn du mit kontrolliertem Trinken in die MPU gehen willst musst du das also lange genug geübt haben. Abstinenz ist immer lebenslänglich, das solltest du bei einer MPU auch wissen.

Was du meinst ist eine Trinkpause. Die kannst du zunächst einlegen und danach noch lange genug das kontrollierte Trinken leben. Wenn du bis zur MPU eine Trinkpause machst wird (und darf) der Psychologe kein zukünftiges kontrolliertes Trinken akzeptieren. Egal wie lange nach der MPU due auf kontrolliertes Trinken wechseln willst.

Die 3. Frage kann ich leider nicht beantworten.
Hallo, danke für die Antwort. Etwas später werde ich dazu kommen, den großen Fragebogen auszufüllen. Dafür brauche ich ein bisschen Zeit. Zuerst möchte ich die möglichen Lebenskonzepte etwas genauer klären.
 
Allerdings gibt es manchmal große Unterschiede zwischen den Informationen, die ich dort bekomme, und denen, die man hier im Forum findet.
das sollte nicht sein, denn am Ende haben wir ALLE (incl. dem Gutachter) die gleichen Kriterien zu berücksichtigen.

braucht man bei diesem Promillewert grundsätzlich
Deine Beraterin geht davon aus, dass Dich der Gutachter in eine A1 (Abhängigkeit) einordnet. Der Promillewert ist zunächst EIN Indiz dafür. Eins von mehreren, und eben doch nur: ein Indiz. Es käme jetzt darauf an, was Sie noch so alles an Alkoholproblemtiefe entdeckt, besser noch: was DU noch so alles entdeckst.
Und Deine Entscheidung sollte für Dein Leben gelten, nicht für die MPU. Wenn Du da oberflächlich rangehst oder Dich selbst belügst, ist die nächste MPU so gut wie gebucht. Und eine MPU nach einer bestandenen wird hammerhammerhart.

Es ist klar, dass Du Deinen FS wiederhaben willst, sonst würdest Du den ganzen Zirkus nicht machen. Erstmal. Das weiss auch der Gutachter, Du musst es ihm nicht sagen. Es wäre sogar ein Durchfallkriterium.
Etwas anderes wäre es, wenn Du den FS behalten willst, all die nächsten 10 Jahre. Anderer Zeitrahmen, andere Perspektive, andere Ziele...
Und damit dürfte es, bereits rein gefühlsmäßig, interessant werden, ordentlich aufzuräumen.. richtig? (spür mal nach)
(und optimalerweise machst Du das für Dein Leben, da ist ein zurückerhaltener FS nur Beiwerk - aber das ist schon die Königsliga ;)

Sollte ich grundsätzlich lebenslange Abstinenz angeben, oder
Was Du "solltest", ergibt sich aus Deiner Alkoholproblemtiefe, die Du, wie gesagt, optimalerweise selbst erkennst.
Finde das erstmal raus, dann kann man über den genauen Weg weiterreden.
Eins vorweg: wenn Dir auffällt, dass Du schon fett im Kontrollverlust steckst, dann wäre die Idee von "kontrolliertem Trinken" geradezu kindisch, oder? Allein schon vom Wort her...
(Kontrollverlust beginnt übrigens schon da, wo Du von Deinen Zielen abgewichen bist, z.B. die Absicht "nur 2 Glas Wein trinken" dann nicht eingehalten hast. Gute Gutachter bohren da extrem genau nach). Du findest Kontrollverlust aber idR erst dann, wenn Du es schaffst, Dich nicht selbst zu belügen.
 
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