Führerschein Entzug - Punkte

Grenze die Zahl bitte weiter ein. Wieviele ungefähr in den letzten zwei Jahren, so dass sie noch aktenkundig sind? Wie viele ungefähr nach dem Fahrverbot?

Bestimmt 250-300 in den letzten 2 Jahren, seit circa 8 Monaten gar keine mehr. Darunter sehr viel falsch parken und einige Verstöße wie maximal +19 km/h Bereich. Habe in der Zeit von 2022 bis fast Ende 2023 viele Strafen bekommen und bestimmt auch um die 1200€ jeden Monat zahlen müssen. Werden diese Vergehen alle gespeichert?
 
Werden diese Vergehen alle gespeichert?

Meiner Kenntnis nach zwei Jahre, deshalb meine Frage. Bis zur MPU könnten noch einige gelöscht sein, aber wohl nicht alle.

seit circa 8 Monaten gar keine mehr

Das Fahrverbot ist wohl länger her, da sind deine Angaben leider (noch?) sehr ungenau. Wenn du nach dem Fahrverbot noch aufgefallen bist, auch wenn keine Punkte vergeben wurden, ist die Behauptung, das Fahrverbot hätte zu einer dauerhaften Verhaltensänderung geführt, in jedem Fall gestorben. Bei der Anzahl der Vergehen, die die Führerscheinstelle ihm mitteilt, wäre sowieso zweifelhaft, ob der Gutachter dir das glaubt.
 
Das Fahrverbot ist wohl länger her, da sind deine Angaben leider (noch?) sehr ungenau. Wenn du nach dem Fahrverbot noch aufgefallen bist, auch wenn keine Punkte vergeben wurden, ist die Behauptung, das Fahrverbot hätte zu einer dauerhaften Verhaltensänderung geführt, in jedem Fall gestorben. Bei der Anzahl der Vergehen, die die Führerscheinstelle ihm mitteilt, wäre sowieso zweifelhaft, ob der Gutachter dir das glaubt.

Sorry hab noch mal nachgeschaut, seit August 2023 keine Vergehen mehr
 
Hey Leute, wollte mal nachfragen ob es bei einen Führerscheinentzug wegen Punkten eine Möglichkeit gibt die sperrzeit von 6 Monaten auf 3 zu verkürzen?
 
So eine Möglichkeit kenne ich nicht.

Ob eine Sperrfristverkürzung bei 6 Monaten überhaupt möglich ist weiß ich nicht.

Bei längeren Sperrfristen ist in begründeten Einzelfällen eine Sperrfristverkürzung von einem bis zwei Monaten möglich.

Das Vorgehen und die Voraussetzungen sind dabei von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

Viele Betroffene, die auf eine Sperrfristverkürzung spekulieren, verzichten dann doch darauf, weil der Aufwand ihnen zu groß ist und die Kosten zu hoch sind.

Die Sperrfrist muss bereits 3 Monate andauern, bevor überhaupt so ein Antrag gestellt werden kann. Entweder beim Gericht oder der Staatsanwaltschaft. Wer bei dir zuständig ist musst du halt ergründen.

Zudem müssen Tatsachen aus der Zeit nach Beginn der Sperrfrist vorliegen, die eine Sperrfristverkürzung überhaupt zulassen. Betroffene müssen zum Beispiel bestimmte Kurse erfolgreich belegt haben. Wie die Voraussetzungen an deinem Wohnort sind kannst du wahrscheinlich bei deiner Führerscheinstelle erfragen, die müssen auch ihr OK zu dem Antrag geben.
 
Themen zusammengeführt.

Aluzzl, bleibe bitte mit allen Fragen zu deinem ursprünglichen Thema hier in diesem Thread.
 
Danke Nancy

Ich habe jetzt auch den ersten Beitrag gelesen. Eine Sperrfristverkürzung kommt nur bei Ersttätern in Betracht und ist bei Wiederholungstätern mehr oder weniger ausgeschlossen. Ich wage zu bezweifeln, ob es Ausnahmen gibt.
 
Danke Nancy

Ich habe jetzt auch den ersten Beitrag gelesen. Eine Sperrfristverkürzung kommt nur bei Ersttätern in Betracht und ist bei Wiederholungstätern mehr oder weniger ausgeschlossen. Ich wage zu bezweifeln, ob es Ausnahmen gibt.
Danke Dir Nancy

Hatte noch keinen Entzug mit MPU, falle ich also in die Kategorie Ersttätter?

Ich bin jetzt bei einen mpu vorbereiter, Kann ich auch mehrere Vorbereitungen machen? Und erkennt die MPU Stelle auch Vorbereitungen an die man hier im Forum gemacht hat?
 
Hallo Aluzzl,
Hatte noch keinen Entzug mit MPU, falle ich also in die Kategorie Ersttätter?
das ist bei deinen Delikten etwas schwerer einzuordnen. Du bist zwar Ersttäter was die MPU-Anordnung angeht, jedoch fällst du aufgrund der wiederholten Auffälligkeiten wohl eher unter die Rubrik "lernresistent"...
Wie MrMurphy schon schrieb, ist eine Sperrfristverkürzung in deinem Fall vermutlich eher unwahrscheinlich.
Kann ich auch mehrere Vorbereitungen machen?
Du kannst so viele Vorbereitungen machen wie du möchtest (und dein Geldbeutel hergibt), aber was soll das bringen?
think.gif

Und erkennt die MPU Stelle auch Vorbereitungen an die man hier im Forum gemacht hat?
Einige Gutachter sind MPU-Foren gegenüber schon ganz aufgeschlossen, das gilt aber (leider) nicht für alle...
 

Danke für deine Antwort, dann lasse ich es mit der Verkürzung, habe jetzt den erste Hilfe Kurs und Sehtest gemacht und würde mich in 2 Monaten für die MPU vorbereiten da ich diese nach der Sperrfrist mache also im Oktober, oder empfiehlst du sich jetzt schon intensiv vorzubereiten?

Unnötiges Vollzitat des Vorpostings gelöscht *Nancy*
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Danke für deine Antwort, Kann ich diese auch zusätzlich hier im Forum machen?

Unnötiges Vollzitat des Vorpostings gelöscht *Nancy*
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Du kannst so viele Vorbereitungen machen wie du möchtest (und dein Geldbeutel hergibt), aber was soll das bringen?
think.gif
Habe mir gedacht zusätzlich zu meiner Vorbereitung noch eine hier im Forum zu machen ihr habt ja schon einigen geholfen, Wie starte ich damit am besten? Soll ich den Fragebogen erst einmal für die Punkte mpu ausfüllen und hier rein schreiben?

Vollzitat auf das Wesentliche gekürzt *Nancy*
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hallo Aluzzl,

ja, kannst du.

Ja, mach' das so. Hier ist der Link: Fragebogen für eine verkehrsrechtliche MPU
Danke für deine Antwort und sorry für die späte Antwort, ich bin mittlerweile in Griechenland werde den Bogen so schnell wie möglich ausfüllen!

Spiele momentan außerdem mit den Gedanken eventuell bis zum Winter hier zu bleiben, Da ich hauptsächlich online arbeite (e-commerce) und somit von überall aus arbeiten kann, ich bin Griechischer Staatsbürger besitze also keinen Deutschen Ausweis, Könnte ich den Führerschein hier in Griechenland machen (nach Ablauf der Sperrzeit) und dann ohne MPU in DE fahren? Ich bin aber in Deutschland noch gemeldet, würde es genügen mich hier zusätzlich wohnhaft zu melden, oder muss ich mich von Deutschland komplett abmelden?

Werde die Aufbereitung dennoch machen wollte aber mal wissen ob das theoretisch möglich wäre.

Liebe Grüße!
 
Könnte ich den Führerschein hier in Griechenland machen (nach Ablauf der Sperrzeit) und dann ohne MPU in DE fahren?

Vergiß es.

Ich bin aber in Deutschland noch gemeldet, würde es genügen mich hier zusätzlich wohnhaft zu melden, oder muss ich mich von Deutschland komplett abmelden?

Du musst deinen Hauptwohnsitz in Griechenland anmelden und den überwiegenden Teil des Jahres dort leben. In Deutschland könntest du einen Nebenwohnsitz behalten. Zum Beispiel auch entsprechend die Steuern in Griechenland zahlen. Ein längerer Aufenthalt (über die Hälfte des Jahres) reicht alleine nicht aus.

Dann könntest du einen neuen Führerschein in Griechenland machen, den du überall dort nutzen kannst, wo er anerkannt wird. In Deutschland könntest du auch fahren, würdest allerdings wahrscheinlich bei der ersten Kontrolle einen Sperrvermerk für Deutschland erhalten.

Um den Führerschein in Griechenland machen zu dürfen müssest du bei der Anmeldung wahrscheinlich lügen. Dort sollte abgefragt werden, ob du bereits einen Führerschein hattest und warum du ihn nicht mehr hast.

Falls sich herausstellen sollte, das du beim Führerscheinerwerb in Griechenland gelogen hast würde das auch in Deutschland (sofern du den Führerschein in Deutschland benutzt hast) als Straftat mit den entsprechenden Folgen bewertet werden.
 
Viele europäische Fahrerlaubnisbehörden verlassen sich nicht mehr auf die Angaben des Anträgers, sondern fragen direkt nach.
 
Das passt gut zusammen - Du hast den Führerschein verloren, weil du es mit den Vorschriften nicht so genau nimmst - und genau damit machst Du jetzt hier weiter. Nimm das gleich mal als Hinweis, auf welche Charaktereigenschaft der Gutachter dich vermutlich abtestet...
 
Hey Leute habe am 16 Januar meine MPU Prüfung und wollte eure Meinung zu meinen Fragebogen hören. Danke für eure Zeit und freue mich auf eure antworten

Zur Person

Geschlecht: M
Alter: 30

Was ist passiert?
9 Punkte in Flensburg

Stand des Ermittlungsverfahrens
Gerade erst passiert:
Strafbefehl schon bekommen: ja
Dauer der Sperrfrist: 6 Monate,

Führerschein
Hab ich noch: nein
Hab ich abgegeben: ja
Hab ich neu beantragt: ja (MPU steht an)

Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut Ja/Nein: Ja
Sonstige Verstöße oder Straftaten?:
Nein
Genaue Fragestellung der FSSt (falls bekannt): -

Bundesland: NRW

Frage 1:

Warum sind Sie heute hier?

“Ich bin heute hier, weil die Führerscheinstelle berechtigte Zweifel an meiner Fahreignung hat. Mit Ihrer Hilfe möchte ich zeigen, dass ich mich intensiv mit meinen Fehlern auseinandergesetzt habe, mein Verhalten nachhaltig geändert habe und nun verantwortungsbewusst am Straßenverkehr teilnehmen möchte.”

Frage 2:

Beschreiben Sie Ihre Verkehrsauffälligkeiten aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten. Wie ist es jeweils dazu gekommen?

Hier sind die einzelnen Delikte im Detail:

1. Parken an einer engen/unübersichtlichen Stelle (10.11.2019, ca. 14:30 Uhr):

Ich habe damals geparkt, weil ich dachte, es sei schneller, mein Anliegen zu erledigen, als einen erlaubten Parkplatz zu suchen. Ich habe mir keine Gedanken gemacht, ob ich Rettungsfahrzeuge behindere.

2. Geschwindigkeitsüberschreitung innerhalb geschlossener Ortschaft (24 km/h, 24.06.2020, ca. 08:45 Uhr):

Ich war spät dran zu einem Termin und wollte die verlorene Zeit aufholen, anstatt rechtzeitig loszufahren. Ich habe gedacht, die 24 km/h wären nicht so schlimm, da ich die Strecke gut kannte.

3. Geschwindigkeitsüberschreitung innerhalb geschlossener Ortschaft (22 km/h, 18.08.2020, ca. 12:15 Uhr):
Hier war ich unaufmerksam und bin der Routine gefolgt. Ich habe den Tacho nicht im Blick gehabt.

4. Geschwindigkeitsüberschreitung innerhalb geschlossener Ortschaft (23 km/h, 26.05.2021, ca. 17:20 Uhr):

Ich war gestresst und in Eile, weil ich mich verspätet hatte. Ich habe die Geschwindigkeitsbegrenzung bewusst ignoriert, um Zeit zu sparen.

5. Geschwindigkeitsüberschreitung in einer 30er-Zone (29 km/h, 18.07.2021, ca. 16:10 Uhr):

Ich habe die 30er-Zone unterschätzt und dachte, dass auf dieser Strecke kein Risiko besteht. Ich war zu selbstsicher und unaufmerksam.

6. Nutzung eines Mobiltelefons während der Fahrt (24.08.2021, ca. 09:30 Uhr):

Ich habe eine Nachricht bekommen, die ich als dringend empfand, und dachte, ich könnte sie während der Fahrt kurz beantworten. Dabei habe ich nicht berücksichtigt, wie gefährlich diese Ablenkung ist.

7. Parken auf einem Gehweg mit Behinderung von Fußgängern (30.01.2022, ca. 13:50 Uhr):

Ich habe mir keine Gedanken über die Konsequenzen gemacht und hielt es für praktischer, auf dem Gehweg zu parken, weil es schnell gehen musste.

8. Geschwindigkeitsüberschreitung außerhalb geschlossener Ortschaft (23 km/h, 27.02.2022, ca. 11:40 Uhr):

Ich war auf einer Landstraße und habe mich sicher gefühlt. Ich dachte, auf einer leeren Straße könnte ich schneller fahren, ohne jemanden zu gefährden.

9. Nutzung eines Mobiltelefons während der Fahrt (14.06.2022, ca. 14:10 Uhr):

Wieder war es eine Nachricht, die ich als dringend empfand. Ich habe nicht daraus gelernt, wie gefährlich diese Ablenkung ist, und dachte, es wäre nur ein kurzer Blick.

10. Längeres Parken auf einem Gehweg (16.12.2022, ca. 15:30 Uhr):

Ich habe zu lange dort geparkt, weil ich keine bessere Alternative gesehen habe und dachte, es wäre in Ordnung, da niemand etwas gesagt hat.

11. Geschwindigkeitsüberschreitung innerhalb geschlossener Ortschaft (35 km/h, 17.02.2023, ca. 08:00 Uhr):

Ich war gestresst und habe versucht, einen Termin einzuhalten. Ich habe die Geschwindigkeitsbegrenzung bewusst ignoriert, um Zeit aufzuholen.

12. Parken auf dem Gehweg (12.05.2023, ca. 10:45 Uhr):

Dies war eine Wiederholung meines Verhaltens. Ich habe aus der ersten Strafe nicht gelernt und dachte, ich käme ohne Konsequenzen davon.”


Frage 3:

Wie haben Sie die Auffälligkeiten vermeiden wollen (wenn überhaupt)?

“Ich wollte die Auffälligkeiten damals nicht wirklich vermeiden, da ich keine Strategien oder einen klaren Plan hatte. Ich habe mich lediglich an Standblitzern orientiert, um kurzfristig Bußgelder zu vermeiden, anstatt mein Verhalten grundsätzlich zu ändern. Heute weiß ich, dass das keine nachhaltige Lösung war.”

Frage 4:

Wie oft haben Sie verkehrswidrig gehandelt, ohne aufzufallen, und was folgern Sie daraus?

“Ich habe sehr oft verkehrswidrig gehandelt, wahrscheinlich 250 bis 300 Mal, sehr oft ohne dabei erwischt zu werden. Ich denke, dass ich vor allem Glück hatte und mich an Blitzerstellen angepasst habe, um kurzfristig Konsequenzen zu vermeiden. Rückblickend sehe ich, dass ich dadurch die Gefahr und Verantwortung völlig unterschätzt habe. Dieses Verhalten war rücksichtslos und egoistisch. Heute weiß ich, dass ich mein Verhalten nicht nur kurzfristig, sondern grundlegend hätte ändern müssen, um weder mich noch andere zu gefährden.”

Frage 5:

Wie haben Sie auf die ersten Verwarn- bzw. Bußgelder reagiert?

“Die Bußgelder haben mich geärgert, und ich habe mir damals kurzfristig vorgenommen, mein Verhalten zu ändern, z. B. langsamer zu fahren oder das Handy wegzulassen. Aber diese Vorsätze waren nicht nachhaltig und sind schnell wieder in den Alltag verschwunden. Ich hatte keine langfristige Strategie oder Einsicht, wie wichtig es ist, mein Verhalten grundlegend zu ändern. Heute sehe ich, dass ich damals die Konsequenzen meines Handelns nicht ernst genug genommen habe und dass echte Veränderungen nur durch bewusste, dauerhafte Entscheidungen möglich sind.”

Frage 6:

Was hätte passieren können, bei den jeweiligen Delikten?

“Es hätten damals schwere Unfälle passieren können. Ich war damals rücksichtslos, egoistisch. Ich hatte Glück, dass die anderen Fahrer normal gefahren sind und auf mich aufgepasst haben, was auch einen guten Fahrer eigentlich ausmacht, dass man selber auch auf andere Fahrer aufpasst und auf sich selbst. Ich habe auf keinen aufgepasst. Ich habe nicht mal auf mich selbst aufgepasst und daraus hätten schwere Unfälle mit erhöhter Geschwindigkeit resultieren können. Oder wenn man am Handy ist, abgelenkt ist, reicht auch unter einer Sekunde schon, damit ein schwerer Unfall passiert. Damit habe ich mich früher nicht auseinandergesetzt.”

Frage 7:

Welche Einstellung hatten Sie früher zu Straftaten bzw. zur Teilnahme am Straßenverkehr?

“Früher waren mir die Gesetze tatsächlich egal. Ich wollte einfach so schnell wie möglich zu meinem Termin kommen. Ob ich jetzt 70 fahre in der 50er… Ich hatte kein Gefühl für Sicherheit. Es war einfach Gewohnheit. Ich hatte dieses Gefühl nicht mehr.”

Frage 8:

Was ist Ihrer Meinung nach im Straßenverkehr besonders wichtig?

“Besonders wichtig finde ich, dass man sicher fährt, dass man vorausschauend fährt, dass man vor allem auch auf andere Menschen achtet im Straßenverkehr und nicht nur auf sich selbst. Wie gesagt, bei mir war das absolut nicht der Fall. Ich habe weder auf mich noch auf andere aufgepasst. Das finde ich sehr wichtig, dass man sicher fährt, dass man sich vor Augen hält, dass es ein Risiko gibt, sobald man ins Auto steigt.”

Frage 9:

Warum sind Sie verkehrsauffällig geworden? (Innere + äußere Motive)

“Auffällig geworden bin ich vor allem wegen meiner ganzen Lebenssituation damals. Ich habe mir zu viele Termine an einem Tag gemacht, mein Leben war chaotisch und ich hatte keinen Ablauf, sowie keine Struktur. Der ständige Stress hat mich dazu gebracht, Regeln zu ignorieren. Ich dachte mir immer: desto mehr, desto besser; desto mehr Termine, desto mehr Geld kommt rein. Immer weiter, weiter, weiter. Heute sehe ich das ganz anders. Heute sehe ich das sehr strukturiert. Ich mache mir lieber drei oder vier Termine am Tag, aber dafür effiziente Termine, bei denen ich auch Zeit habe. Ich muss nicht mehr mittendrin am Handy sein und schreiben, dass ich mich verspäte, oder zu schnell fahre, oder mein Handy während der Fahrt rausholen, um Nachrichten zu schreiben. Heutzutage mache ich mir drei bis vier Termine, sodass ich ohne Stress in den Tag starten kann. Ich habe meine festen Uhrzeiten, ich gehe zum Sport, und ich habe meine festen Termine. Vor allem habe ich auch angefangen, mir Hilfe von anderen Menschen zu holen, was ich vorher nie gemacht hätte. Wenn ich mal irgendwohin muss, frage ich meinen Freund. Ich habe drei Monate lang einen Fahrer eingestellt. Ich habe gelernt, Hilfe anzunehmen, aber auch meine Arbeit zum Teil abzugeben.”

Frage 10:

Gab es Strafauffälligkeiten außerhalb des Straßenverkehrs?

“Nein, ich hatte noch nie eine Auffälligkeit außerhalb des Straßenverkehrs.”

Frage 11:

Erkennen Sie Zusammenhänge zwischen den Verkehrsauffälligkeiten und Ihrer sonstigen Lebensführung?

“Damals hatte ich viel Stress. Ich stand sehr oft unter Druck. Diesen Stress habe ich mir aber selber zugefügt, weil ich keine wirkliche Struktur hatte. Ich hatte viel zu viele Termine. Ich dachte, ich schaffe alles alleine. Ich hatte zu wenig Mitarbeiter und wollte einfach nur so profitabel sein wie möglich. Heute sehe ich das alles anders. Heute nehme ich mir lieber drei Termine am Tag und hole mir drei bis vier helfende Hände, die mich entlasten können. Ich gebe lieber einen Teil meiner Arbeit ab, damit ich mich auch auf mich selbst konzentrieren kann.”

Frage 12:

Gab es kritische Hinweise anderer auf Ihr Fahrverhalten, und wie haben Sie darauf reagiert?

„die gab es tatsächlich, zum Beispiel von meiner Mutter, die immer sagte: ‘Pack dein Handy weg.’ Wenn sie mal Beifahrerin war, hat sie immer gesagt: ‘Jetzt fahr mal hier langsamer, warum fährst du hier wieder 70 oder 75?’ Damals habe ich diese Hinweise oft ignoriert, weil ich dachte, ich hätte alles unter Kontrolle. Heute verstehe ich, dass meine Mutter Recht hatte und ich ihr dankbar sein sollte, dass sie mir helfen wollte. Das Lustige ist, dass ich genau diese Hinweise jetzt bei meinen Freunden mache, weil ich ihre Bedeutung erst jetzt wirklich verstehe.”

Frage 13:

Wie haben Sie Ihr Fahrverhalten früher gesehen, und wie schätzen Sie Ihr Verkehrsverhalten heute rückblickend ein?

“Früher betrachte ich mein Fahrverhalten als äußerst gefährlich und verantwortungslos. Ich nahm weder Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer noch auf mich selbst. Oft fühlte ich mich gestresst oder impulsiv, was mein Verhalten im Straßenverkehr stark beeinflusst hat. Heute sehe ich das völlig anders. Ich würde niemals geladen, gestresst oder emotional aufgewühlt ins Auto steigen. Stattdessen löse ich zunächst das zugrunde liegende Problem, das mich in diese negative Gefühlslage versetzt hat. Falls ich dennoch irgendwohin muss, bitte ich meinen Freund oder meine Mutter, mich zu fahren. Alternativ gehe ich zum Sport oder mache einen Spaziergang, um wieder klar und entspannt zu werden. Diese Veränderungen habe ich fest in meinen Alltag integriert, weil mir bewusst ist, wie wichtig sie für meine Sicherheit und die anderer sind.”

Frage 14:

Wie stehen Sie heute zu Verkehrsregeln?

“Heute habe ich eingesehen, dass die Verkehrsregeln entscheidend sind, um Sicherheit im Straßenverkehr zu gewährleisten. Früher habe ich die Bedeutung dieser Regeln unterschätzt und ignoriert. Heute weiß ich, dass sie nicht nur mich, sondern alle Verkehrsteilnehmer schützen. Ohne Verkehrsregeln gäbe es keine Ordnung und damit auch keine Sicherheit. Ich halte mich jetzt konsequent daran und werde dies auch in Zukunft tun, weil ich erkannt habe, wie wichtig sie für ein verantwortungsvolles Verhalten im Straßenverkehr sind.”

Frage 15:

Wie wollen Sie sich künftig im Straßenverkehr verhalten?

“Ich will mich künftig verantwortungsvoll und sicher im Straßenverkehr verhalten. Ich möchte nicht mehr zu schnell fahren und mich konsequent an die Verkehrsregeln halten. Ich möchte auch nicht mehr während der Fahrt am Handy sein, Termine verlegen oder mich ablenken lassen. Falls ich eine wichtige Nachricht erhalte, werde ich rechts ranfahren, anhalten und mich erst dann darum kümmern. Besonders wichtig ist mir, dass ich keine Freisprechanlage benutze, weil ich nie weiß, wer mich anruft oder welche Nachricht mich erreichen könnte. Emotionale oder belastende Nachrichten könnten mich ablenken und meine Konzentration beeinträchtigen. Deshalb bleibt das Handy während der Fahrt komplett außer Reichweite. Ich telefoniere oder schreibe erst, wenn ich ausgestiegen bin oder sicher halte. Dieses Verhalten habe ich mir fest vorgenommen, weil ich die Sicherheit von mir und anderen Verkehrsteilnehmern nicht mehr gefährden möchte.”
 
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