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MPU 1.82‰ Escooter Ersttäter

Scooter73

Neuer Benutzer
Hallo, ich benötige Unterstützung in meiner Vorbereitung.
Folgende Situation: Ich, 21 männlich, bin in der Nacht vom 29 auf den 30.8 auf den Escooter angehalten worden. Ich war auf dem Weg zum Bahnhof und habe realisiert, dass ich den letzten Zug der Nacht verpassen würde und deswegen blöderweise die Idee gehabt die Situation mit einem Escooter zu lösen.
Nun bin ich ganz am Anfang dieser Geschichte, ich habe gerade den BAK Wert von 1.82‰ erhalten. Wie geht sich das ganze jetzt am besten an, sollte ich direkt mit Abstinenz anfangen? Ist kontrollierten Trinken auch eine Option? Ich habe oft gelesen das Verkehrspsychologische Kurse etc. Fast unabdingbar sind zum bestehen, ist das korrekt? Und ich habe auch viel von den Hypothesen A1-A4 gelesen, ich würde mich persönlich A3 zuordnen, wie seht ihr das?

Es wäre super wenn ihr mir ein wenig Licht ins Dunkel bringen könntet da mich das ganze tierisch macht.
 
FB Alkohol

Zur Person
Geschlecht: Männlich
Größe: 1.84m
Gewicht: 73kg
Alter: 21 Jahre

Was ist passiert?
Datum der Auffälligkeit: 30.8.2026
BAK: 1.82%
Trinkbeginn: 16:30
Trinkende: 1:40
Uhrzeit der Blutabnahme: 2:55

Stand des Ermittlungsverfahrens
Gerade erst passiert: Ja
Strafbefehl schon bekommen: -
Dauer der Sperrfrist: -

Führerschein
Hab ich noch: Ja
Hab ich abgegeben: -
Hab ich neu beantragt: -
Habe noch keinen gemacht: -

Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut Ja/Nein: Nein
Sonstige Verstöße oder Straftaten?: Nein
Genaue Fragestellung der FSSt (falls bekannt):

Bundesland: NRW


Konsum
Ich trinke noch Alkohol, wenn ja wie oft wieviel: Seit TF Nur 1 mal 1 Maß Bier (In Bayern)
Ich lebe abstinent seit: -

Abstinenznachweis
Haaranalyse ja/nein: Nein
Urinscreening ja/nein: Nein
PEth-Analytik ja/nein: Nein
Keinen Plan?:

Leberwerte ja/nein seit wann, wieviele: -

Aufarbeitung
Suchtberatungsstelle aufgesucht?:
Selbsthilfegruppe (SHG):
Psychologe/Verkehrspsychologe:
Kurs für verkehrsauffällige Autofahrer:
Ambulante/stationäre Therapie:
Keine Ahnung:

MPU
Datum:
Welche Stelle (MPI):
Schon bezahlt?:
Schon eine MPU gehabt?
Wer hat das Gutachten gesehen?:
Was steht auf der letzten Seite (Beantwortung der Fragestellung)?:

Altlasten
Bereits durch Alkohol auffällig geworden Punkte oder sonstige Straftaten: Eine Geschwindigkeitsüberschreitung 2023 mit 35kmh auf der Bundesstraße
 
Hallo und willkommen im Forum.

Folgende Situation: Ich, 21 männlich, bin in der Nacht vom 29 auf den 30.8 auf den Escooter angehalten worden. Ich war auf dem Weg zum Bahnhof und habe realisiert, dass ich den letzten Zug der Nacht verpassen würde und deswegen blöderweise die Idee gehabt die Situation mit einem Escooter zu lösen.

Nun bin ich ganz am Anfang dieser Geschichte, ich habe gerade den BAK Wert von 1.82‰ erhalten.

Du konntest also mit 1,82 Promille noch Probleme erkennen, Entscheidungen treffen und ein einspuriges Fahrzeug (Gleichgewicht) führen. Das deutet stark darauf hin, das dein Alkoholproblem noch viel größer ist als die 1,82 Promille aussagen und eher im Bereich von über 2 Promille liegt.

Wie geht sich das ganze jetzt am besten an, sollte ich direkt mit Abstinenz anfangen?

Nach meiner Erfahrung: Ja.

Ist kontrollierten Trinken auch eine Option?

Die Wahrscheinlichkeit heutzutage mit kontrolliertem Trinken (kT) eine MPU zu bestehen ist für sich schon sehr gering, ich rate dir davon ab. Warum willst du überhaupt noch saufen?

Ich habe oft gelesen das Verkehrspsychologische Kurse etc. Fast unabdingbar sind zum bestehen, ist das korrekt?

Unabdingbar sind die nicht. Sie werden aber bei einer MPU gerne gesehen, vor allem, wenn sie auch nach der MPU weiter Hilfe anbieten.

Und ich habe auch viel von den Hypothesen A1-A4 gelesen, ich würde mich persönlich A3 zuordnen, wie seht ihr das?

Aus deinen bisher mageren Angaben sehe ich dich eher in A2.
 
Schön, dass du -vor Allem so früh- hier gelandet bist :smiley138:

Was hatten die 35km/h Geschwindigkeitsüberschreitung für Konsequenzen ?
Das muss ja noch ganz am Anfang der Probezeit gewesen sein…
Wie lange bist du vor der Kontrolle gefahren ?

Einige Eckdaten lassen durchaus schon auf „Missbrauch“ schließen:
- Mit 21 2 Umdrehungen
- nach der TF weiterkonsumiert

In jedem Falle würde ich dir eine Trinkpause anempfehlen und diese auch forensisch dokumentieren lassen.
Fange mit der Aufarbeitung an.
Gerne helfen wir dir dabei :smiley138:
 
Die Geschwindihkeitsüberschreitung war ungefähr 1 Jahr nach meinem Führerschein, dies zog ein Aufbauseminar mit sich.

Die Kontrolle jetzt war kurz vor Ende der Probezeit.

Was kann ich euch zur adäquaten Einschätzung und Aufarbeitung denn erzählen.

Nach der TF habe ich getrunken beim Essen mit meinen Schwiegereltern, weil sie mich das erste Mal mit auf einen Bayrischen Berg in ein „Kellerrestaurant“ und ich wollte gerne gefallen weil es noch alles ziemlich neu ist.

Ich würde gerne KT machen weil ich dann nicht kostenpflichtige Abstinenznachweise machen muss und weil es mir zumindest zu Silvester oder meinem Geburtstag erlaubt anzustoßen und ich mir keine Sorgen machen ausversehen in einer Alkoholhaltigen-Süßigkeit oder einem Essen mir Monate Abstinenznachweise zu zerstören.

Zu meiner Vorgeschichte kann ich gerne Fragen beantworten und zur TF kann ich sagen das ich mich an die Fahrt selber nichtmehr erinnere sondern erst ab Anfang der Polizeikontrolle, wieder aktiv weiß was grob passiert ist.

So oder so vielen Dank schonmal für die schnellen Antworten!
 
Und noch ein paar Fragen meinerseits: Wie lange zieht sich dieses ganze Verfahren so, ich brauche meinen Führerschein am besten so schnell wie möglich wieder, da ich privat häufig aufs Auto angewiesen bin. Wie lange müssen die Abstinenznachweise sein? Wenn es bspw. 9 Monate Sperre sind, kann ich die MPU auch nach 9 Monaten legen? Oder 6 Monate?

Ich möchte nicht so rüberkommen „ich will es alles schnell machen und dann weitermachen wie vorher“ mir geht es darum, dass ich auf meinen Führerschein angewiesen bin und das ich auch die Mehrkosten von mehr Tests etc. Nicht mal eben finanziell tragen kann.

Weitere Fragen die ich habe sind:
Wie stehen denn generell die Chancen des durchkommens wenn ich bspw. den Vorbereitungskurs beim TÜV mache, es anständig aufarbeite (was ich auch wirklich vorhabe) und ehrlich mich dem Gespräch stelle?
 
Hmm, das heißt, 2 schwer wiegende Verstöße in der Probezeit.
Wurde deine Probezeit 2023 verlängert ?

Wie schon gesagt, ich sehe dich eher in A2 ( Missbrauch ).
Dir ist ja selbst jetzt noch wichtig, Alkohol zu konsumieren.
Deine Gründe hierfür finde ich persönlich eher fadenscheinig.

Nur dort ist kt überhaupt möglich, allerdings sowohl therapeutisch als auch forensisch engmaschig begleitet mit entsprechender Dokumentation.

Um ohne AN bzw. Konsumnachweise überhaupt eine Chance auf eine positive Prognose zu haben, musst du in A3 ( Gefährdung ) kategorisiert werden, wobei auch dort zumindest die letzten 3 Monate vor der Begutachtung durch eine Haaranalyse risikoarmer Konsum nachgewiesen werden sollte.

Was du in jedem Falle brauchst, sind 12 Monate Vor- und Aufarbeitung incl. implementierter Verhaltensänderung.
Ehrlichkeit ist sowieso das Mittel der Wahl.
Wie lange zieht sich dieses ganze Verfahren so, ich brauche meinen Führerschein am besten so schnell wie möglich wieder, da ich privat häufig aufs Auto angewiesen bin. Wie lange müssen die Abstinenznachweise sein? Wenn es bspw. 9 Monate Sperre sind, kann ich die MPU auch nach 9 Monaten legen? Oder 6 Monate?
Sperrfrist ist Strafrecht und vom Verwaltungsrecht grundsätzlich zu unterscheiden, also unabhängig voneinander.

Diese Aufarbeitung in einem Kurs zu machen, finde ich persönlich rausgeschmissenes Geld, da dort keine individuelle Aufarbeitung per definitionem möglich ist.

Nur bei begründeten Ausnahmefällen, wie z.B. länger bestehende Abstinenz, sind 6 Monate möglich.

Gerade weil du deine FE schnell wieder brauchen wirst und du auf den Taler gucken musst, wie du sagst, würde ich dir also keine Risikostrategie empfehlen.
Wenn du also nicht mit A3 durchkommst und keine AN gesammelt hast, hast du 1 Jahr verloren.

Ich würde dir zu mindestens 12 Monaten AN raten.

Anfangen mit der Aufarbeitung kannst du, indem du deine Konsumhistorie erstellst und AUDIT machst, schonungslos ehrlich.
Dann siehst du, wo du stehst.

Mit 21 bei 2 Umdrehungen noch E-Scooter entsperren und fahren zu können, ist schon bedenklich.
 
Puh, also zieht es sich aufjedenfall bis zu 12 Monaten, danke für die erhliche Einschätzung.

Was ändert sich den durch den vorherigen Geschwindigkeitsverstoß an der Situation?

Und was empfiehlst du dann an Vorbereitung einen individuellen Verkehrspsychologen? Wonach muss ich da am besten suchen?

Zu meiner Trinkhistorie:
Das erste mal getrunken habe ich mit 15 auf einem Geburtstag und habe dann während meiner Schulzeit auf Geburtstagen oder "Dorfpartys" getrunken hierbei spreche ich von bis zu 6 Bier a 0,33l

Dann bin ich mit 18 ausgezogen zum studieren in eine neue Stadt dort habe ich dann vermehrt getrunken, da wir oft feiern oder in Kneipen gegangen sind. Dort auch größere Mengen bis zu 10 Bier oder 4-5 alk. Mischgetränke. Dieser Zeitraum war von 18-20 mit diesen beschriebenen Trinkanlässen bis zu 4 mal im Monat am Wochenende. Hier hab es jedoch auch Pausen wie bspw. wenn Klausurenphase war oder wenn es einfach keinen Anlass gab.

Ende letzten Jahres bin ich dann nach Barcelona gezogen für ein Auslandssemester, dort kannte ich ebenfalls niemanden. Kennenlern-Events waren oft in Kneipen oder in Klubs. Als ich dann eine "feste" Gruppe hatte aus Leuten die ich kennengelernt habe, ging es trotzdem oft gemeinsam in Bars und Klubs ob es Fußball schauen oder so zum geselligen Feiern war. Dort habe ich vermutlich das meiste meiner Historie vertragen, bis zu 12 Bier. Das dies unfassbar viel ist habe ich mir zu der Zeit absolut keine Gedanken drum gemacht, sondern es einfach als trinken mit Freunden gesehen.

Zurück in Deutschland verhielt es sich wie vorher beschrieben mit Feiern auf WG-Partys oder Klubs, jedoch deutlich weniger als in Barcelona. Also bis zu 4 mal monatlich. Hierbei gab es wie zuvor aber auch Pausen wenn es schlichtweg keine Anlässe gab oder es Klausurenphase war das waren dann bis 1,5 Monaten ohne Alkohol.

In diesem zeitraum ist nun ungefähr 3 Monate nach Barcelona die TF gewesen. Über diesen Verlauf erkläre ich mir auch die sehr hohe BAK.
Zur TF selber kann ich noch nichts sagen was die Polizei bzw. Arzt an Ausfallerscheinungen dokumentiert hat da ich die Akte noch nicht habe und selber keine Erinnerungen mehr an die Fahrt selber habe.

Der Verlauf des Tages selber war wie folgt:
Gegen 16:30 bin ich per Zug in die nächste Stadt gefahren um mich dort mit Freunden zu treffen. Am Bahnhof habe ich dann eine Nudelbox vom Asiaten gegessen und danach mit einem Vodka Lemon mischgetränk vom Kiosk angefangen zu trinken. In der Folge bis 19 Uhr habe ich noch 3 Aperol Spritz getrunken und dann eine Currywurst Pommes gegessen. Danach habe ich im Zeitraum von 19:30 - 22:30 ungefähr 1,5L Bier über den Zeitraum verteilt getrunken. Danach bis 0:30 nichtsmehr. Um 0:30 bin ich dann mit 2 Freunden in ein studenten Verbindungshaus gegangen. Dort habe ich noch 1,5L Bier getrunken unter anderem den letzten 1L bzw 2 Gläser a 0,5L innerhalb von 30 Minuten im zeitraum 1 Uhr bis 1:30 "Auf Ex", da die Studenten der Verbindung eine Art spiel daraus gemacht haben wer es als schnellstes schafft und ich mich auf eine Art "beweisen" wollte vor Leuten die ich nicht gut kenne. Danach sind wir gegangen und sind zu einem Dönermann etwas essen gegangen. Da habe ich dann plötzlich die Zeit realisiert und bin rausgegangen und habe den Escooter gesehen, ohne wirklich zu denken wollte ich schnellst möglich zum Zug und habe den Escooter genommen Nach schätzungsweise 500m wurde ich von der Polizei angehalten und mit auf die Wache genommen. Gegen 2:50 wurde mir Blut abgenommen und der BAK festgestellt, der rechnerisch da so ziemlich auf dem höchststand war. Notiz hierbei: Die späteren Angaben ab 0:30 kann ich nicht zu 100% fest geben da dort bei mir nicht alles in Erinnerung ist.

Der Begriff AUDIT ist mir neu aber wenn ich es aus dem Internet richtig erfasse sind folgende Fragen gefragt:
(Angaben bezogen auf Zeit vor TF)
  • Konsumgewohnheiten (Fragen 1–3):
    • Wie oft trinken Sie Alkohol?
    • Bis zu 4 mal im Monat
    • Wie viele Standardgetränke trinken Sie an einem typischen Tag?
    • An einem typischen Tag ergo einer der Tage im Monat an denen ich trinke, trinke ich bis zu maximal 10 Standardgetränken
    • Wie oft trinken Sie 6 oder mehr Drinks bei einer Gelegenheit (Rauschtrinken / Binge Drinking)?
    • Das ist schwer zu quantifizieren aber bezogen auf die bereits vorherigen angaben, ungefähr 2-3 mal monatlich
  • Anzeichen einer beginnenden Abhängigkeit (Fragen 4–6):
    • Konnten Sie nicht mehr aufhören zu trinken, wenn Sie einmal angefangen hatten (Kontrollverlust)?
    • Nein wenn ich irgendetwas anstehen hatte bspw. eine Klausurenphase war das kein Problem. Während der besagten Trinkanlässe habe ich blöd gesagt "einfach" getrunken, da habe ich mir keine Grenzen gesetzt mental die ich nicht überschreiten möchte
    • Haben Sie wegen des Alkohols Pflichten vernachlässigt?
    • Nein Ich habe wegen Alkohol noch nie meine Arbeit, Universität oder soziales verpasst oder vernachlässigt
    • Brauchten Sie morgens schon Alkohol, um in die Gänge zu kommen („Katerfrühstück“)?
    • Nein alleine getrunken habe ich noch nie und die Anlässe mit Freunden fanden in der Regel Abends statt
  • Schädlicher Gebrauch & Folgen (Fragen 7–10):
    • Hatten Sie nach dem Trinken Schuldgefühle oder Gewissensbisse?
    • Ich hatte häufiger "Kater" was natürlich unschön ist aber Schuldgefühle oder Gewissensbisse gegenüber mir selbst oder anderen sind nicht vorgekommen
    • Konnten Sie sich am nächsten Tag an Teile des Abends nicht mehr erinnern (Filmriss / Blackout)?
    • Es ist in ganz seltenen Fällen vorgekommen, wie bspw. bei TF oder ein vorheriges mal an Halloween in Barcelona, ansonsten jedoch nicht
    • Wurden Sie oder andere durch Ihr Trinken schon einmal verletzt?
    • Nein noch nie
    • Haben Verwandte, Freunde oder Ärzte Ihnen schon geraten, weniger zu trinken?
    • Nein da ich ausschließlich mit meinen Freunden unterwegs war, gab es nie solche Gespräche da es sich für sie nicht anders verhielt und es "normal" war ( ich möchte hierbei betonen das ich nichts relativieren möchte lediglich ehrlich sein wie es war und von meinen Eltern oder Verwandten wurde ich darauf auch noch nie angesprochen das ich möglicherweise ein Problem habe.



Dies ist erstmal eine grobe Aufarbeitung, wenn ich auf Puntke noch genauer eingehen soll weist mich bitte darauf hin oder fragt direkt!
 
Ich befürchte, das ein MPU-Gutachter mit deinen Angaben große Schwierigkeiten betreffs der Glaubwürdigkeit haben wird. Zumal du dein Trinkverhalten extrem verharmlost.

Mal ein paar Beispiele:

Konnten Sie sich am nächsten Tag an Teile des Abends nicht mehr erinnern (Filmriss / Blackout)?
Es ist in ganz seltenen Fällen vorgekommen, wie bspw. bei TF oder ein vorheriges mal an Halloween in Barcelona, ansonsten jedoch nicht

Der ehrliche Antwort auf die Frage lautet demnach: Ja.

Wurden Sie oder andere durch Ihr Trinken schon einmal verletzt?

Dabei geht es auch um psychiche / seelische Verletzungen. Bei einem Filmriss verletzt man eigentlich immer Andere, weil man unangenehm / stressig wird und selbst bei einfachen Tätigkeiten Hilfe benötigt.

Konnten Sie nicht mehr aufhören zu trinken, wenn Sie einmal angefangen hatten (Kontrollverlust)?

Ein Filmriss ist ein Kontrollverlust. Oder hast du dich absichtlich zeitweise um den Verstand gesoffen?

Haben Sie wegen des Alkohols Pflichten vernachlässigt?

Doch, hast du. Du schreibst selbst das du bei deinem üblichen Trinkverhalten nicht mehr lernen konntest und deshalb beim Lernen komplett auf Alkohol verzichten musstest.
 
Okay, so habe ich darüber noch nie nachgedacht. Ich habe mir nur gedanken gemacht okay ich kriege es ohne Probleme hin während der Klausuren aufzuhören. Das man es auch so auslegenkann habe ich nicht bedacht. Auch die psychischen/seelischen Belastungen habe ich nicht in Betracht gezogen.

Ich sehe wie ihr zu der Annahme der A2 kommt.

Also liegen jetzt konkret eine Aufarbeitung meiner Vergangenheit mit Alkohol und mindestens 12 Monate AN vor mir.

Was genau möchte der GA denn in der MPU von mir sehen? Ich nehme an die AN dienen als Beweis meiner Verhaltensänderung. Dazu muss ich eine vernünftige Aufarbeitung meines Konsums erarbeiten und meine Schlüsse darausziehen und techniken entwickeln, dass es auch nach der MPU nichtmehr zu Problemen mit Alkohol kommen wird, ohne es zu relativieren oder verharmlosen.

Kann es dann dennoch dazu kommen das ein GA sagt, dass es ihm nicht reicht?

Ich möchte nicht blauäugig wirken, jedoch möchte ich die Zeit bis zur MPU dann so effektiv nutzen wie möglich und wenn bspw. professionelle Hilfe nötig wäre eurer Meinung nach damit früh genug beginnen um alles aufzuarbeiten.
 
Ich habe mir nur gedanken gemacht okay ich kriege es ohne Probleme hin während der Klausuren aufzuhören
Ich bin mit A1 in die MPU gegangen
Ich konnte locker Monate nichts trinken und habe im Leben egal ob Beruflich oder privat immer „performt“
Nutze hier gerne die Zeit der Vorbereitung das ist hier oft intensiver als bei einem „vorbereiter“.
Es hat schon seinen Grund das man
Unter 6 Monaten nicht die Eintritts karte für die MPU hat. Gelebte Veränderungen brauchen Zeit, geduld und den Mut und Willen auch dort hin zu schauen wo es weh tut und nicht so schön ist. Du bist auf dem richtigen Weg!
 
Vielen Dank für netten Worte!
Ich werde versuchen die Zeit nutzen um das vergangene alles aufzuarbeiten.

Eine A1 ist dann noch eine Stufe höher? Das sehe ich bei mir aber nicht vorliegen oder?!

Vielen Dank euch allen für die ganze Hilfe schonmal!
 
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