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MPU (Alkohol/Fahrrad) bei der ias in Freiburg

fahrtwind

Benutzer
So, dann hier der Bericht über die MPU (Alkohol) bei der ias in Freiburg.
Den Termin habe ich telephonisch vereinbart, es hat etwas gebraucht, um durchzukommen und der frühest verfügbare Termin war in anderthalb Monaten (für MPI wahrscheinlich noch herausragend).
Im Institut selbst war der Empfang freundlich, sowie eigentlich alle Beschäftigten dort und die Ärztin. Ich habe zuerst die medizinische Begutachtung gemacht, das würde ich jedoch nicht empfehlen. Nach der üblichen Untersuchung hat die Ärztin mir Blut am rechten Arm (bin Rechtshänderin) abgenommen, ich hatte nichts gesagt, weil die Abnahme bei mir immer ohne Spuren verlief. Diesmal schien sie jedoch die Vene gar nicht getroffen zu haben und es muss mir sehr viel Blut in den Unter- und Oberarm gelaufen sein. Danach hatte ich direkt Schmerzen, er schwoll an und ließ sich nur noch eingeschränkt bewegen. Die nächsten zwei Wochen hat mein kompletter Unterarm das ganze Farbspektrum von rot, blau, lila, gelb durchlaufen, zudem tat es wirklich weh.
Zum Glück hatte es keinen negativen Einfluss auf die Reaktionstests, die ich dann eine halbe Stunde später machen konnte. Ich weiß nicht, ob die unterschiedlich in den Instituten sind, bei der ias ist es das Keybord mit farbigen Knöpfen (rot, gelb,...), hoch-runter-Tasten und zwei Fußpedalen. Diese muss man dann entsprechend von aufblinkenden Bildern auf dem Bildschirm bedienen, die hoch-runter-Tasten jeweils bei hohen oder tiefen Tönen. Später kamen noch visuelle Aufgaben, Spur mit den Augen verfolgen usw. Das war alles gut zu bearbeiten, ist aber auch darauf ausgelegt, in Streß zu geraten und nicht alles richtig lösen zu können. Ich bin da rausgegangen mit dem Gefühl, nachgeprüft werden zu müssen, habe aber später erfahren, dass ich recht gut abgeschnitten habe. Also dadurch nicht verunsichern lassen und während des Test nicht aus der Ruhe bringen lassen. Der Test ging etwa 15-20 Minuten.
Dann musste ich ca. fünf Stunden auf mein psychologisches Gutachten-Gespräch warten. Sie konnten mir zwar zwischendurch sagen, dass ich auf jeden Fall noch für zwei Stunden in die Stadt gehen kann, aber angenehm ist es natürlich nicht.
Das Gespräch mit der Psychologin war dagegen sehr angenehm, sie begegnete mir offen und verständnisvoll. Ich habe mir vorab viel an kritischen Fragen ausgemalt, das hat sich nicht bestätigt. Sie hat mir die Fragen konstruktiv gestellt und mich auch viel selbst erzählen lassen. Wenn es ihr noch an Ausführungen oder Erklärungen gemangelt hat, hat sie nachgefragt. Da das psychologische Gespräch ja meist der Knackpunkt ist, kann ich sagen, dass das mit entsprechender Vorbereitung kein Problem ist. Der Fragebogen hier im Forum ist auch sehr umfangreich, damit sind alle möglichen Fragen abgedeckt. In meinem Gespräch kamen längst nicht alle Fragen.
Am Ende vielleicht noch ein Hinweis, die Gutachterin hat positiv bemerkt, dass meine VP die Bescheinigung ja schon entsprechend der neuen Richtlinien ausgestellt habe. Ich denke, sie meint damit diese Übergangszeit nach Abschluss der therapeutischen Maßnahme, in der das veränderte Verhalten gelebt werden muss (1 Jahr, aber mindestens 6 Monate ist glaube ich die Vorgabe). Auf meiner Bescheinigung stehen die letzten beiden Sitzungen als Coaching, also als Beratung. Somit gab es dann keine Zweifel, dass ich diese 6 Monate erfülle (bei 1 Jahr nachgewiesener Abstinenz insgesamt).
 
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