Mpu fahren ohne fe 3 Punkte

Jessi2709

Benutzer
Hallo
Ich bin neu hier und wollte ein paar Tipps
Zu meiner Geschichte
Führerschein am 12.07.2012 bestanen
Am 13.01.2014 habe ich einen Verkehrsunfall gehabt in der Probezeit ( rechts vor links Verstoß)
aufbauseminar nicht gemacht bis zur genannten Frist 16.07.2014
Dann hatte ich Briefe erhalten das ich den Führerschein abgeben muss, dem bin ich aber nicht nachgekommen
Das waren schon ein paar Briefe mit Androhungen von Geldstrafen
01.10.2014
Von der Polizei angehalten wurden wegen Rotlichtverstoß und unangeschnalltem Kind
Zu der Zeit hatte ich den Führerschein noch bei mir, weil ich ihn ja nicht abgegeben habe

Ich war dann vor Gericht am 13.07.2015 vor Gericht wegen fahren ohne Fahrerlaubnis
Strafe 20 sozialstunden

Seitdem habe bin ich nie wieder negativ aufgefallen
Habe jetzt die neuerteilung beantragt und die Führerscheinstelle verlangt eine Mpu
Die Fragestellung
Strafgesetze
ist aufgrund der gestellten Auffälligkeiten zu erwarten dass der untersuchte zukünftig gegen Strafgesetze verstoßen wird ?

Ich habe mich schon vorbereitet, allerdings bin ich noch etwas unsicher….
 
Hallo und willkommen!

Danke für Deine Zusammenfassung.
Vielleicht gibst Du uns ein paar Details zusätzlich.

Meine erste Frage, die sich sofort aufdrängt:
Du bist wider besseren Wissens weitergefahren, als wäre nichts gewesen.
Aber was hast Du Dir dabei gedacht, dabei noch ein Kind (Deins?) ungesichert mitzunehmen?
 
Nein weitergefahren bin ich nicht mit dem Kind, da ich in dem Moment meine Schwester mit ihrem Kind zu meiner Oma gefahren habe, die nur eine Straße weiter gewohnt hat, wo wir angehalten wurden.
Ich war 19 Jahre jung und habe definitiv die Gefährdung nicht wahrgenommen
Es war ein ziemlich unreifes und verantwortungsloses Verhalten von mir

Heute bin ich 31 und habe seit einem Jahr selber ein Kind
Die Sicherheit ist natürlich an erster Stelle
Ohne Kindersitz mit gurt würde ich definitiv nicht mehr fahren
 
Hallo Jessi2709,

willkommen im Forum.

Deinen zweiten, textgleichen Thread, habe ich gelöscht.

Einige Rückfragen:
Hast du das Aufbauseminar inzwischen nachgeholt?
Hast du schon in deine FS-Akte geschaut?
Hattest du dir mal einen Auszug aus dem FAER besorgt?
Hieraus könnte man erkennen, wann die Delikte getilgt sind.

 
Auch von mir: Schön, dass du hier gelandet bist :smiley138:

…aufbauseminar nicht gemacht bis zur genannten Frist 16.07.2014
Warum hast du das Aufbauseminar nicht gemacht ?
01.10.2014
Von der Polizei angehalten wurden wegen Rotlichtverstoß und unangeschnalltem Kind
Zu der Zeit hatte ich den Führerschein noch bei mir, weil ich ihn ja nicht abgegeben habe
Dir war bewusst, dass du nicht mehr fahren darfst ?
Warum bist du trotzdem gefahren ?
Wie oft ?

Ich habe mich schon vorbereitet, allerdings bin ich noch etwas unsicher….
Wo hast du dich vorbereitet ?
Wann ist deine MPU geplant ?

Aber, da du vorbereitet bist, könntest du den https://www.mpu-vorbereitung-online.com/forum/threads/fragebogen-für-eine-verkehrsrechtliche-mpu.52/ ausfüllen.
Und fülle bitte noch den https://www.mpu-vorbereitung-online.com/forum/threads/profilfragebögen.263/ aus.
Dann können wir genau gucken, wo du stehst :smiley138:
 
1. Wie viele Verstöße hatten sie?
Ich hatte genau 4 Verstöße
14.01.2014 23:30 Uhr missachten von rechts vor links
01.10.2014 gegen 20:10 von der Polizei angehalten fahren ohne gültige fe/ rotlichverstoss/ Kind nicht angeschnallt
2. Was waren das für Verstöße?

3. Wann waren diese Verstöße und in welchem Zeitraum fanden diese statt? (möglichst Datum und zu welcher Tageszeit-um so genauer, um so besser)
14.01.2014 23:30 Uhr rechts vor links Verstoß mit Unfall
01.10.2014 20:10 von der Polizei angehalten wurden wegen rotlichverstoss +
Meine Nichte war im Auto nicht angeschnallt

4. Wie konnten so viele Verstöße zusammenkommen?

Rückblickend lag das an meiner damaligen Einstellung.
Ich habe Regeln nicht ernst genug genommen, Konsequenzen nicht verdrängt und komplett verantwortungslos gehandelt.
Statt aus dem ersten Fehler zu lernen, habe ich Fehler durch weiteres Fehlverhalten verschärft.

5. Wie war ihre Gefühlslage bei diesen Delikten?
Ich war innerlich gestresst und gleichzeitig gleichgültig gegenüber Risiken.
Ich habe mich sicherer gefühlt als es tatsächlich war, und Warnsignale ignoriert.

6. Was hätte passieren können bei den jeweiligen Delikten?

Es ist zu bei dem ersten Verstoß tatsächlich zum Unfall gekommen.
Heute weiß ich das es bei dem rotlichverstoss und unangeschnalltem Kind noch viel schlimmer enden könnte..
Ich habe nicht nur mich und meine Mitfahrer in Gefahr gebracht, sondern alle Verkehrsteilnehmer.
Ich hätte durch mein Verhalten Menschen ernsthaft verletzen oder im schlimmsten Fall töten können.

Da ich ohne gültige Fahrerlaubnis gefahren bin hätte auch bei einem leichten Verkehrsunfall keine Versicherung gehaftet.
Ich hätte dadurch so viele Kosten, die ich dann mein Leben lang abzahlen müsste

7. Wie schätzen sie sich für die damalige Zeit als Fahrer ein?

Ich war ein schlechter Fahrer, ich habe keine Verantwortung im Straßenverkehr übernommen und Menschen gefährdet.
Ich habe mich komplett überschätzt.

8. Woran lag es das sie keinen Unfall hatten?

Da es beim ersten Verstoß zum Unfall gekommen ist, hatte ich beim zweiten Mal Glück.
Das aufmerksame Verhalten von den anderen Verkehrsteilnehmer hat es nichts dazu gebracht.
Das ist mir heute sehr bewusst

9. Warum haben sie sich (immer wieder) so verhalten?

Weil ich die Konsequenzen nicht wahrgenommen habe und dachte ,,es wird schon nichts passieren“.
Ich habe Bequemlichkeit über Verantwortung gestellt.

10. Wie haben sie auf das Verhalten der Polizei reagiert nachdem sie gestoppt oder gelasert wurden?

Nach außen sachlich, innerlich war ich aber schon etwas unsicher da ich den Führerschein noch hatte, obwohl ich ihn schon abgeben musste.
Ich habe mich auch etwas geärgert das es mich erwischt hat.

11. Wie haben sie auf die ersten Verwarn- bzw. Bußgelder reagiert?

Ich habe sie bezahlt ohne über mein Fehlverhalten nachzudenken..

12. Was hatten sie sich vorgenommen, um keine Punkte mehr zu bekommen?

Ich wollte einfach vorsichtiger fahren ohne konkrete Maßnahme oder feste Regeln für mich selbst.

13. Warum konnten sie ihre guten Vorsätze nicht einhalten?

Weil sie nicht ernsthaft und konkret waren.
I h hatte keinen inneren Wandel sondern oberflächliche Absichten.

14. Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Punktesammeln und bestimmten Ereignissen in ihrem Leben?

Ja. In diesem Jahr ist viel passiert..
ich hatte 2014 den Unfall
2014 März ist eine Firma die ich auf meinen Namen hatte Insolvenz gegangen.. Schulden haben sich angesammelt und gehäuft
Briefe habe ich deshalb auch teilweise nicht mehr geöffnet aus Überforderung und unreife
Im August 2014 habe ich Wohnung plus Job verloren
Ich hab mein Leben teilweise nicht mehr ernst genug genommen

Fragen nach Änderungen gegenüber früher

15. Wie lauten ihre Vorsätze heute?
Ich halte mich konsequent an Verkehrsregeln und übernomme komplette Verantwortung für mein Verhalten
ich nehme Gefahren schon wahr, bevor sie entstehen können, nicht nur für mich, sondern vorallem für meine Tochter.


16. Was ist daran anders?

Früher war das anders, heute ist es eine klare Einstellung zum ganzen Leben.
Ich weiß das Regeln dafür da sind um Menschen zu schützen nicht um siezt bestrafen.

17. Was wollen sie konkret tun, damit sie ihre Vorsätze diesmal einhalten können?

Kein fahren unter Zeitdruck
Kein fahren ohne unangeschnallte Mitfahrer bzw ohne Kindersitz
Bewusst defensives Fahren
Regelmäßiges selbstreflexion meines Fehlverhalten

18. Was hat sich ansonsten bei ihnen geändert?

Ich bin seit 1 Jahr Mutter und muss jeden Tag Verantwortung übernehmen
Ich habe eine feste Struktur im Leben
Ich halte mich bewusst an Regeln, übernehme Verantwortung und treffe Entscheidung nicht kurzfristig sondern denke langfristig.

19. Welche Einstellung zur Verkehrssicherheit haben sie heute und was ist daran neu?

Verkehrssicherheit hat für mich oberste Priorität. Neu ist, dass ich meine eigene Rolle darin ernst nehme und nicht auf andere abschiebe.

20. Was ist ihrer Meinung nach im Straßenverkehr besonders wichtig?

Rücksicht, Regelakzeptanz und das Bewusstsein, dass jede Entscheidung Leben beeinflussen kann.

21. Was könnte ihre guten Vorsätze wieder zum Scheitern bringen?

Zeitdruck, Selbstüberschätzung oder Nachlässigkeit.
Deshalb achte ich heute bewusst auf Warnsignale und greife früh ein.
 
FB Verkehr/Straftaten

Zur Person

Geschlecht: weiblich
Alter: 31

Was ist passiert?
Datum der Auffälligkeit:
14.01.2014
Rechts vor links Verstoß mit Unfall
15.07.2014 aufbauseminar nicht absolviert
01.10.2014
Fahren ohne gültige Fahrerlaubnis
Rotlichverstoss
Kind unangeschnallt

Stand des Ermittlungsverfahrens
Gerade erst passiert: 2015
Strafbefehl schon bekommen: Ja
Dauer der Sperrfrist: Ende 2015

Führerschein
Hab ich noch: Nein
Hab ich abgegeben: ja
Hab ich neu beantragt: ja
Habe noch keinen gemacht:

Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut Ja/Nein: ja
Sonstige Verstöße oder Straftaten?: alle die ich genannt habe
Genaue Fragestellung der FSSt (falls bekannt): Strafgesetze
Ist aufgrund der gestellten Auffälligkeiten zu erwarten das der Untersuchte zukünftig gegen Strafgesetze verstoßen wird ?

Bundesland:


Aufarbeitung
Psychologe/Verkehrspsychologe:
Kurs für verkehrsauffällige Autofahrer:
Ich habe mich selbst vorbereitet,
Selbstreflexion.
MPU
Datum: hab noch keins
Welche Stelle (MPI): ich tendiere zu TÜV Nord Düsseldorf
Schon bezahlt?: Nein

Schon eine MPU gehabt?: Nein
Wer hat das Gutachten gesehen?:
Was steht auf der letzten Seite (Beantwortung der Fragestellung)?:

Altlasten
Punkte oder sonstige Straftaten:

---------------------------
 
Hallo Jessi2709,

willkommen im Forum.

Deinen zweiten, textgleichen Thread, habe ich gelöscht.

Einige Rückfragen:
Hast du das Aufbauseminar inzwischen nachgeholt?
Nein,
Hast du schon in deine FS-Akte geschaut?
Ja habe ich

Hattest du dir mal einen Auszug aus dem FAER besorgt?
Das liegt mir auch vor
Hieraus könnte man erkennen, wann die Delikte getilgt sind.
Durch das Gerichtsurteil ist das am 17.06.2030 getilgt
Die 3 Punkte
Fehlzitat gelöscht *Nancy*
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Auch von mir: Schön, dass du hier gelandet bist :smiley138:


Warum hast du das Aufbauseminar nicht gemacht ?
Ich hatte damals aufgrund von der Unternehmensinsolvenz, leider nicht so viel finanzielle Möglichkeiten
Hatte ne echt harte Zeit
Dir war bewusst, dass du nicht mehr fahren darfst ?
Warum bist du trotzdem gefahren ?
Wie oft ?


Wo hast du dich vorbereitet ?
Ich hatte schon mehrfache kostenlose Beratung
Aber im wesentlichen habe ich mich selbst reflektiert, da es über 10 Jahre her ist, bin ich mir sicher das meine Einstellung jetzt komplett anders ist.
Ich habe mich komplett mit den Verstößen auseinandergesetzt

Wann ist deine MPU geplant ?
Ich will Sie tatsächlich so schnell wie möglich machen
Am besten im Februar
Fehlzitat gelöscht *Nancy*
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Was ich auch noch sagen kann das ich gelernt habe
Man sollte Ursache, innere Motive und Strategien nennen
All das habe ich für mich vorbereitet
 
Äh…nein, leider nicht.

Mit Ursache, inneren Motiven und Vermeidungsstrategien hast du dich leider nicht ansatzweise auseinandergesetzt.
Vielleicht war die Insolvenz der Auslöser…, aber niemals die Ursache.
Die liegt viel tiefer.

Deine Aufarbeitung ist nichts Anderes als, „tut mir alles total Leid, ich habe…gefährdet, kommt nie wieder vor, jetzt weiß ich es besser“.
Das reicht nicht für eine positive Prognose.
 
Fall
rechts vor links Verstoß

Der Unfall passierte spät abends gegen 23:30 Uhr in Kiel. Ich war mit einer Freundin unterwegs und wollte nach Hause. Innerlich war ich schon auf Ankommen und Entspannung fokussiert und habe dabei völlig unterschätzt, wie sehr meine Aufmerksamkeit nachlässt. Ich war gedanklich abgelenkt, dachte, die Kreuzung sei frei, und habe die Rechts-vor-Links-Regel nicht aktiv umgesetzt.



Rückblickend merke ich, dass Müdigkeit, Routine und mein Wunsch, schnell nach Hause zu kommen, dazu geführt haben, dass ich die Situation falsch eingeschätzt habe. Obwohl niemand verletzt wurde und es nur Sachschaden gab, trage ich die volle Verantwortung.

Heute weiß ich genau, dass mein innerer Zustand direkt mein Fahrverhalten beeinflusst. Ich reflektiere bewusst, wie Gedanken, Müdigkeit oder Gewohnheiten meine Entscheidungen beeinflussen, und mir ist klar, dass ich nur wieder fahren sollte, wenn ich innerlich vollständig aufmerksam und regelbewusst bin
 
Heute weiß ich genau, dass mein innerer Zustand direkt mein Fahrverhalten beeinflusst. Ich reflektiere bewusst, wie Gedanken, Müdigkeit oder Gewohnheiten meine Entscheidungen beeinflussen, und mir ist klar, dass ich nur wieder fahren sollte, wenn ich innerlich vollständig aufmerksam und regelbewusst bin

Steile These.
Ist aber auch eher eine Phrase. Jedenfalls, wenn es so da steht.
Das Leben, der Alltag ist ja nicht nur Zuckerwatte. Du bist sicherlich ständig mit Emotionen beschäftigt. Du bist glücklich, gestresst, genervt, traurig oder denkst über etwas nach.
Zustände, in denen Du Dich als bedingt fahrtüchtig einstufst?
Über die Formulierung, die sich ziemlich nach Ratgeberbuch anhört, solltest Du nochmal nachdenken.
 
Steile These.
Ist aber auch eher eine Phrase. Jedenfalls, wenn es so da steht.
Das Leben, der Alltag ist ja nicht nur Zuckerwatte. Du bist sicherlich ständig mit Emotionen beschäftigt. Du bist glücklich, gestresst, genervt, traurig oder denkst über etwas nach.
Zustände, in denen Du Dich als bedingt fahrtüchtig einstufst?
Über die Formulierung, die sich ziemlich nach Ratgeberbuch anhört, solltest Du nochmal nachdenken.
Danke für deine Rückmeldung
Hast du denn Verbesserungsvorschläge?
Ich werde heute mal alles nochmal runterschreiben und es dann hier teilen
 
Du erweckst den Eindruck, dass Du Dich sehr wohl und gründlich auf die MPU vorbereitet hast, aber ohne Dich tatsächlich mit Dir selbst und dem, was zu den ganzen Problemen geführt hat, auseinandersetzen.

Von der persönlichen Aufarbeitung ist bisher noch recht wenig zu merken..

Das ist nicht ungewöhnlich, dazu braucht man Aufwärmzeit und Mut.
Also: ran an die Tasten.
 
Es gibt viele Wege sich vorzubereiten.
Mein Eindruck ist es, dass sich @Jessi2709 mithilfe von Ratgebern, evtl. auch einem Kurs vorbereitet hat.
Dabei ist im Grundsatz auch die persönliche Komponente berücksichtigt, aber das *eigene Verhalten* ist noch nicht reflektiert worden.
Du kannst so viele Bücher und Webseiten lesen, Videos gucken, wie Du willst, aber das kann Deine persönliche Aufarbeitung nicht ersetzen.
 
Hast du denn Verbesserungsvorschläge?
Ich erlaube mir mal, an @Arcturus` Stelle zu antworten:
Nein !
Diese kommen erst in`s Spiel, wenn die eigene Aufarbeitung so gut wie abgeschlossen ist.
Dann können noch Tipps, Kleinigkeiten, Feinschliff etc. als Verbesserungsvorschläge von uns eingebracht werden.

Ich werde heute mal alles nochmal runterschreiben und es dann hier teilen
Das kannst du gerne tun, mein Eindruck ist allerdings, dass du dich in keinster Weise mit dir und den Anteilen deiner Persönlichkeit beschäftigt hast, die dich zu diesen Straftaten gebracht haben.
Die musst du erst einmal finden.

Ein kleines Beispiel:
Heute weiß ich genau, dass mein innerer Zustand direkt mein Fahrverhalten beeinflusst. Ich reflektiere bewusst, wie Gedanken, Müdigkeit oder Gewohnheiten meine Entscheidungen beeinflussen, und mir ist klar, dass ich nur wieder fahren sollte, wenn ich innerlich vollständig aufmerksam und regelbewusst bin
Grundsätzlich ist das ja nicht total „falsch“, aber viel zu oberflächlich.
Wie stellst du das denn sicher ?
Vor jeder Fahrt ?
Hast du einen Fragebogen ?
Ein Pulsmesser ?
Machst du vorher FAS oder BFI ?
( Und wenn du so müde warst, dass du vergessen hast, dass du keine FE hast, liegen evtl. noch ganz andere fahreignungsrelevante Krankheitsbilder vor. )

Der Hauptpunkt, den du aber noch nicht verstanden hast, ist, dass du im Vorfeld der MPU ( ca. 6 Monate ) Vermeidungsstrategien, aufbauend auf deinen inneren Motiven, gefunden haben musst, die du im Alltag, also außerhalb des öffentlichen StVs, erproben musst.
Deine Motive, die zu Auffälligkeiten im StV geführt haben, liegen außerhalb.
Sie liegen in deiner persönlichen Biographie.
Was ist in deiner emotionalen Entwicklung falsch gelaufen, dass das zu 2 Straftaten geführt hat ?
 
Ich war damals 19 Jahre alt

Am 13.01.2014 gegen 23:20 war ich mit einer Freundin auf dem Weg von Mc Donalds nach Hause
Es waren ungefähr 2 km die ich gefahren bin
Wir sind Richtung Kiel gaarden gefahren weil ich dort gewohnt habe
Eine gewohnte Strecke die ich täglich gefahren bin
Ich hatte mich mit meiner Freundin über meinen damaligen Ex Freund mit dem ich eine on off Beziehung hatte unterhalten und wurde Gefühls technisch komplett aufgelöst
Weil es wieder zu einer Trennung gekommen ist und ich vorher herausgefunden hatte das er eine neue Freundin hatte
Ich bin gedanklich nicht richtig bei dem Straßenverkehr gewesen und so hatte ich weder Gefahr noch Straßenverlauf richtig überblickt
Es kam zum rechts vor links Verstoß mit Unfall

Ich weiß heute das ich diesen Unfall definitiv vermeiden hätte können wäre ich nicht so impulsiv und gedanklich weg gewesen
Ich bin heute froh das es nur ein Sachschaden war und nicht noch andere Verkehrsteilnehmer verletzt oder im härtesten Fall getötet hat

Ich habe gelernt das ich in solchen für mich stressigen Situationen einfach eine Pause einlege oder erst gar nicht fahren sollte
Und wenn ich irgendwo aus wichtigem Anlass hinfahren sollte würde ich auf öffentliche Verkehrsmittel greifen sowie ich das bisher auch getan habe
Ich komme damit sehr gut zurecht und es hat mich auch in der ganzen Zeit von a nach b gebracht
Arbeit Stadt Arzttermine einkaufen



Aufbauseminar nicht absolviert

Mehrfach Behördenbriefe nicht wahrgenommen
Ich hatte 2013 im Märze eine Firma auf meinen Namen für meinen Vater eröffnet
Da er selbst Schulden hatte
Er habe mir versprochen jeden Monat 500€ zu überweisen
Ich hatte zwei Konten
Ich war bei H&M angestellt als flexible Teilzeit das bedeutet ich habe nur so viel verdient wie ich auch eingesetzt wurde
Die Monate habe ich viel gearbeitet aber dadurch das H&M im Januar nicht viel Umsatz hatte wurde ich nicht oft eingeteilt
Was für mich in dem Moment nicht wichtig war weil ich ja die versprochenen 500€ bekommen hätte

Aber ab Januar fing auch an Das mein Vater immer wieder das Geld verschoben hat und gesagt hat das bald ja die Auszahlung kommt und ich doch bitte warten sollte
Ich konnte meine Miete nicht zahlen und war aufgeschmissen der erste Monat bat ich meine Vermietung mich nicht rauszuschmeissen
Da die Miete etwas später kommen würde
Es folgte noch ein Monat und plötzlich fingen an Mahnungen zu kommen da mein Vater nichts mehr zahlen konnte und auch Mitarbeiter Krankenkasse ihk Gewerkschaften
Alle Mahnungen sind bei mir eingegangen und alles auf mein Name
Ich hatte regelrecht Angst weil ich zum damaligen Zeitpunkt nie mit schulde in Verbindung gekommen bin

Die Briefe sammelten sich und es kamen immer Wieder neue bis ich Androhungen bekommen habe das mein Konto gepfändet würde nicht nur das Unternehmenskonto sondern auch mein privates
Ich habe aus Angst und Unreife keine Briefe mehr geöffnet
Ich wusste von der Fahrschule das man eine gewisse Frist hat bis man das aufbauseminar absolvieren muss
Aber da mir in dem Moment alles zu viel war und ich regelrecht vor lauter Schulden Briefe und Mahnungen nicht mehr klar kam
Ich öffnete nur noch bestimmte Briefe fast aber keine mehr

Ich war gerade 19 Jahre und schon hatte ich ein Berg voller Schulden ich war gedanklich und mental gar nicht mehr in der Realität sondern viel mehr wollte ich das alles aufhört
So fing ich an mein Leben zu sehen Regeln nicht mehr zu beachten eine gewisse Gleichgültigkeit zu allem aufzubauen auch die Androhung 500€ Strafe zu zahlen wenn ich den Führerschein nicht abgebe da dachte ich die 500€ weniger Schulden machen es jetzt auch nicht besser
Ich war in dem sehr unreif verantwortungslos unf einfach maßlos überfordert
Es ging leider nur negativ weiter mir wurde meine Wohnung gekündigt und ich habe meine Arbeit nicht mehr wahrgenommen
Das war August Regeln Waren zu der Zeit nicht in meinem Kopf

Heute habe ich mein ganzes Leben im Griff ich weiß was es bedeutet Behördenbriefe wahrzunehmen und auch alles zu klären egal wie unangenehm etwas erscheint
Ich bin schuldenfrei und hab mein Leben im Griff



Fahren ohne Fahrerlaubnis
Rotlichverstoss + unangeschnalltes Kind

Am 01.10.2014 bin ich mit meiner Freundins Auto zu Besuch bei meiner Schwester gewesen, sie hatte mich gebeten sie und meine Nichte zu meiner Oma zu fahren.
Das ist eine Strecke von ungefähr 2,5 km
An der Kreuzung zur Wasbeker str bin ich dann über eine von gelb zu rot wechselnden Ampel gefahren und wurde daraufhin von der Polizei angehalten, die dann zusätzlich meine Nichte ohne vorgegebenen Kindersitz wahrgenommen hat
Ich hatte es eilig, da ich meine Freundin, der das Auto auch gehört hatte, abholen sollte
Sie hat im Outlet gearbeitet und um 21 Uhr hatte sie Schluss von der Arbeit

Ich hab meinen Führerschein ja noch bei mir gehabt weil ich ihn nicht abgegeben habe

Die Polizei wollte das ich mich ausweise was ich dann auch getan habe

Führerschein fahrzeugsghein das konnte ich ja vorlegen

Ich hatte in dem Moment auch etwas Sorge aber es ist alles gut gegangen



Heute weiß ich was für erhebliche Konsequenzen solche Verstöße für mich haben könnten
Ich habe mich,meine Schwester, meine nichte und alle Verkehrsteilnehmer erheblich in Gefahr gebracht
Es hätte zum Unfall führen können, es hätte Menschen verletzen oder im schlimmsten Fall töten können.

Das fahren ohne gültige Fahrerlaubnis hätte selbst bei kleinem Verstoß mich in den Ruin treiben können, da die Versicherung nichts übernehmen würde und ich mich dann in noch mehr Schulden begeben würde



Ich habe mich zum damaligen Zeitpunkt mit meinem Leben und allen Konsequenzen nicht auseinander gesetzt
Ich hatte keine Verantwortung für mein Verhalten übernommen, noch hatte ich irgendeine Reife die zu übernehmen
Ich war einfach gleichgültig in allem was ich tat

Verkehrsregeln oder allgemeine Regeln im Leben haben mich nicht interessiert.. ich denke die Insolvenz war der Auslöser meines ganzen Verhaltens

Ich hatte alles verloren und stand regelrecht vor dem nichts, was mich psychisch sehr belastet hat
Leider hatte ich da noch keine Hilfe von niemanden angenommen
Heute weiß ich, das egal welche Probleme ich habe immer gelöst werden können und wenn ich Hilfe benötige dann wende ich mich auch an jemanden Familie,Freunde, Verwandte
Zusätzlich zu meinen Veränderung treibe ich regelmäßig Sport, sodass ich auch meinen privaten Stress, den man im Alltag nunmal hat, abbauen kann.

Bei eiligen Momenten (Zeitdruck) weiß ich heute das ich alles so plane das ich lieber vorher da bin und es erst gar nicht dazu kommen wird und selbst wenn es zu Zeitdruck kommt, das ich lieber Verspätungen in Anspruch nehme, als Verkehrsregeln zu brechen bzw. Verkehrsteilnehmer und mich selbst in Gefahr bringe.

Ich bin jetzt 31 Jahre alt und habe seit 1 Jahr eine Tochter das hat mich auch noch mal auf eine ganz anderen Ebene reif gemacht
Ich stehe jeden Tag vor Entscheidungen, und muss jeden Tag Verantwortung übernehmen.

Mir ist in den ganzen Jahren bewusst geworden was ich falsch gemacht habe und wie ich mein Leben heute strukturieren sollte bzw. strukturiere

Das Gesetze und Verkehrsregeln eingehalten werden müssen, damit jeder sicher ankommt und jeder Sicherheit hat

Gerade für meine Tochter will ich ein Vorbild sein
 
Zuletzt bearbeitet:
und wenn er / sie dann noch fragt wie ich das dann beweisen kann
Es sind über 10 Jahre vergangen ich bin nicht wieder strafrechtlich in Erscheinung getreten
Ich habe keine weiteren Verstöße

Reifeprozess
Ganz klar selbstreflexion und das regelmäßig
Falls man im Leben schwere Situation und Stress hat kann ich heute ganz anders damit umgehen. Das zeigt sich jeden Tag im Alltag,
Mit Kind ist das Leben noch mal ganz anders
Ich übernehme Verantwortung im privaten nicht nur für mich sondern auch für mein Kind und auch im Berufsleben
Ich habe einen festen unbefristeten Job, den ich momentan nur 2 mal die Woche ausüben kann, bis mein Kind in den Kindergarten kommt.

Ich habe seitdem mein komplettes Umfeld geändert bin 400 km weit weggezogen,
seit 8 Jahren wohne ich nun hier.
Für mich hat sich mein Leben komplett verändert und auch die Einstellung zu Gewissen Regeln die ich damals durch unreife und verantwortungsloses Verhalten nicht eingehalten habe
 
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