MPU wegen Cannabis(gelegentlicher Konsum) bei Ias

Flowmo

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Hallo liebe Leute hier im Forum,

Ihr seid quasi meine letzte Instanz bevor es zur MPU im Dezember geht. Ihr habt mir schon unglaublich viel weitergeholfen, erstmal danke dafür. Ich habe nun den Fragebogen so gut ich konnte bearbeitet und würde ich wahnsinnig über Feedback und kritik freuen.
Tatsächlich bin ich an einigen Punkten noch recht unsicher, vorallem was meine Konsumgeschichte betrifft, da ich immer wieder von allen Seiten höre, " du brauchst eine Krasse Geschichte usw. und du musst genau sagen was die hören wollen usw.". Meine Geschichte ist eben nicht so krass und auch mein Konsum hielt sich in Grenzen. Mein Größter Fehler denke ich lag in meiner Selbstüberschätzung und einem immer risikofreudigerem Fahrverhalten. Und da ich nicht gerne Geschichten erzähle sondern lieber die Wahrheit hoffe ich komme ich damit trotzdem weiter.
Ich danke im Voraus, Beste Grüße


FB Drogen

Zur Person
Geschlecht: Männlich
Alter: 28

Was ist passiert?
Drogensorte: Cannabis
Konsumform (Dauer und Häufigkeit je Substanz): gelegentlich (3-5 mal im Jahr)
Datum der Auffälligkeit: 13.08.2020 (17:55 Uhr)

Drogenbefund
Blutwerte: 1,3 ng/ml Tetrahydrocannabinol, 16,0 ng/ml THC-Carbonsäure, 0,9 ng/ml. 11-Hydroxy-THC

Schnelltest: Ja (Urintest positiv)
Beim Kauf erwischt: Nein
Nur daneben gestanden: Nein

Stand des Ermittlungsverfahrens
Gerade erst passiert: Nein
Polizei hat sich mit den Blutwerten gemeldet: Ja
Verfahren gegen Bußgeld eingestellt: Nein
Verurteilt: Nein
Strafe abgebüßt: ---

Führerschein
Hab ich noch: Nein
Hab ich abgegeben: Ja
Hab ich neu beantragt: Ja
Habe noch keinen gemacht:

Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut Ja/Nein: Nein
Sonstige Verstöße oder Straftaten?: Zweimal mit 10kmh zuviel geblitzt worden.
Genaue Fragestellung der FSSt (falls bekannt):

Ist zu erwarten, dass ich zukünftig ein KFZ unter Einfluss von BTM führen werde?
Konsumiere ich auch gegenwärtig BTM und liegen psycho-funktionale Beeinträchtigungen vor ?


Bundesland: Berlin

Konsum
Ich konsumiere noch: Nein
letzter Konsum: 13.08.2020

Abstinenznachweis
Haaranalyse: mach ich noch (6 Monate)
Urinscreen:
Keinen Plan:

Aufarbeitung
Drogenberatung: Suchtberatung
Selbsthilfegruppe (SHG):--
Psychologe: Verkehrstherapeut 5 Sitzungen
Ambulante/stationäre Therapie:--
Keine Ahnung:

MPU
Datum: 22.12.2021
Welche Stelle (MPI):-- ias Gruppe
Schon bezahlt?: Nein
Schon gehabt?: Nein
Wer hat das Gutachten gesehen?:
Was steht auf der letzten Seite (Beantwortung der Fragestellung)?:

Altlasten
Bist du Rückfalltäter?: Nein

Was ist passiert?

Vorgeschichte:

1. Wann haben Sie das allererste Mal von illegalen Drogen gehört?

Ich war in der achten Klasse und habe ältere Schüler über Drogen sprechen hören.
Im Zuge des Biologieunterrrichts der neunten Klasse haben wir uns auch mit BTM wie Cannabis oder Ektasis befasst.

2. Wann haben Sie das erste Mal konsumiert? (Datum)
Das erste Mal konsumiert habe ich mit 19 Jahren, im November 2012 bei einem Klassenkameraden. Wir rauchten mit mehreren Leuten einen Joint, die Wirkung konnte ich allerdings nicht von der des Tabaks differenzieren, welche mir gar nicht gut tut und somit habe ich es auch erstmal dabei belassen.

3. Wie sah der Konsum aus? (Konsumbiografie-Was, Wie, Welche Gelegenheit?)
Im Sommer 2013 war ich auf Kunst und Abschlussfahrt in Italien, wo uns das Trinken verboten wurde und wir (ein paar Klassenkameraden und ich) dachten uns, dann besorgen wir uns eben was zum Rauchen. Es war eine ganz milde Sorte, welche wir pur konsumierten, um uns die Unterrichtsstunden und Zeichenstunden etwas interessanter und lustiger zu gestalten. In diesen Zwei Wochen konsumierten wir zu 6 ca. 5 Gramm Cannabis, immer am Strand in Kombination mit Sonne und Sport.
Danach Konsumierte ich noch einige male auf meiner Südamerika Reise 2014 mit Reisekumpanen, Setting auch wieder Strand, schönes Wetter und Sorgenlosigkeit.
Der nächste Konsum fand dann wieder drei Jahre Später statt im August 2017, August 2018 und August 2019. In dieser Zeit arbeitete ich über die Semesterferien im Daimlerwerk in Wörth und an zwei bis drei Wochenenden freitags nach der Frühschicht fuhr ich mit einem Freund raus zum See, wo wir das schöne Wetter und den Feierabend genossen.
Letztes Jahr im Februar 2020 machte ich ein Auslandssemester in Bogota und nach einer Erfolgreichen Theateraufführung und Beendigung meiner Zeit dort feierte ich den Moment mit einer Freundin und dem Zug aus einem Joint. Im August desselben Jahres kam mich mein (ehemaliger) Freund, den ich immer während meiner Semesterferien besuchte, bei mir zu Besuch und brachte Hashbrownis mit. Ich hatte gerade eine Woche frei und wir aßen am Dienstag einen davon, merkten aber nicht viel und dann den Donnerstag also zwei Tage später zum Abschied, fuhren wir mit den Rädern zum See und kifften dort. Die Konsummenge ist etwas schwer zu definieren, da ich Pro Konsum allerhöchsten ein bis zwei Züge aus einer kleinen Pfeife nahm, welche ich mit einer sehr geringen Menge Cannabis bestückte.

4. Haben Sie Drogen zusammen mit Alkohol konsumiert?
Nein

5. Wie ist der Umgang mit Alkohol gewesen?
Ich hatte mit 17 Jahren meine Ausprobierphase, in diesen Monaten habe ich sehr unkontrolliert getrunken und schnell gemerkt, dass ich sehr wenig vertrage woraufhin ich den Konsum auf kleinste Mengen beschränkt habe. Damals habe ich privat und im Verein mit Sport angefangen und im Zuge dessen mir einen viel gesunderen Lebensstil angeeignet.

6. Sonstige Suchtmitteleinnahme?
Im Juni 2014 probierte ich einmalig Kokain, was ich nie wieder angefasst habe, hatte Nasenbluten und richtig Übelkeit. Ich war in Kolumbien auf Reisen und war neugierig.

7. Haben Sie bei sich negative Folgen festgestellt?
Ich habe zweimal die Erfahrung gemacht zu viel Cannabis konsumiert zu haben. Diese Male habe ich die Wirkung nicht wirklich genossen, sehr viel Nachgedacht und war extrem müde. Danach habe ich die Konsummenge besser für mich einschätzen können.
Was ich sonst negativ bewerten würde, ist der Zustand nach dem Rausch, da war ich meist müde und nicht mehr für alles Aufnahme fähig. Ich habe mal versucht danach noch zu lernen, ging aber eher schlechter, deshalb habe ich normalerweise auch nur konsumiert, wenn ich hinterher nichts mehr zu tun hatte.

8. Haben Sie trotz negativer Folgen weiter konsumiert?
Da ich schnell wusste wie ich die größten negativen Folgen umgehe, habe ich weiter konsumiert, im damaligen Glauben alles im Griff zu haben. Tja und dann wurde ich (zum Glück) schnell eines Besseren belehrt.

9. Was für Werte wurden bei Ihrer Auffälligkeit festgestellt?
1,3 ng/ml Tetrahydrocannabinol, 16,0 ng/ml THC-Carbonsäure, 0,9 ng/ml. 11-Hydroxy-THC

10. Wann und wieviel haben Sie in der Woche vor der Auffälligkeit konsumiert?
Den Dienstag zuvor aß ich einen sog. Haschbrownie und Donnerstag konsumierte ich nochmal in Form von rauchen in der oben geschilderten Menge

11. Wieviel und was haben Sie am Tag der Auffälligkeit Konsumiert?
Am Tag der Auffälligkeit habe ich ca. 5 Stunden vorher zwei Züge aus einer Pfeife genommen. Stoff war niedrig potente Cannabisblüten.

12. Gab es einen besonderen Grund für diesen Konsum?
Der ehemalige Freund, welcher zu Besuch waren wollte wieder abreisen und wir fuhren nochmal raus zum See.

13. Wie sind Sie auffällig geworden?
Ich bin am besagten Tag in eine Stichprobenkontrolle (in Zivil speziell auf BTM) geraten und die Beamten bemerkten mein nervöses und unsicheres verhalten.
Nervös war ich weil es meine erste Kontrolle überhaupt war ( hatte seid 3 Jahren den Schein) und natürlich weil ich wusste ich habe Mist gebaut.


Nur für die, die im Straßenverkehr ermittelt wurden(auch Parkplatz):
14. Was war der Zweck der Fahrt?

Ich war mit dem Motorrad auf dem Weg zu meiner Schwester, die spontan meine Hilfe bei ihrem Papierkram brauchte.

15. Wie weit wollten/sind Sie (ge)fahren?
Ich fuhr 10 Kilometer und stand vor Ihrer Haustüre als ich die Kelle im Rückspiegel sah.

16. Wie oft waren sie bereits unter Drogeneinfluss im Straßenverkehr unterwegs?
Nun, da sich die Abbauzeiten bei gelegentlichem Konsum durchaus auf 72 Stunden oder mehr erstrecken können ( wie ich jetzt weiß ), denke ich war ich mit Fahrrad und Moped bestimmt meine 15-20 Mal so unterwegs.

17. Wie haben Sie den Konflikt zwischen dem Drogenkonsum und dem Führen eines Kraftfahrzeuges gelöst?
Damals eigentlich gar nicht so bewusst, ich nahm dummerweise an, dass wenn ich kein Rausch mehr verspüre ich auch zur Teilnahme am Verkehr fähig bin.
Über die Gefahr, die damals von mir ausging für andere und für mich selber, habe ich wenig nachgedacht. Das war mir bis dato nicht in dem Maße präsent wie es eigentlich sein sollte und wie es zum Glück jetzt bei mir ist.

18. Wieso ist es verboten unter Drogeneinfluss ein KFZ zu führen?
(Beschreibung bitte für die zutreffende Substanz)
Was Cannabis betrifft, sind wichtigsten Voraussetzungen zum Führen eines Fahrzeugs nicht mehr gegeben. Die Reaktionsfähigkeit nimmt ab, die Augen sind empfindlicher auf Licht und geschwindigkeit und Entfernung können nicht mehr korrekt geschätzt werden.
Hat zu folge, dass ich für andere Verkehrsteilnehmer eine große Gefahr darstellen könnte. Natürlich auch für mich selbst.

19. Wie lange stehen Sie nach dem Konsum von Drogen unter deren Einfluss?
Schwer zu sagen, oft länger als gedacht, da hat jeder Wirkstoff seine ganz eigenen Abbauzeiten. Bei Cannabis gehe ich davon aus, dass so lange die Substanz im Blut zu einer bestimmten Menge nachweisbar ist, auch eine Wirkung vorhanden ist, wenn auch nicht bewusst wahrnehmbar. Das kann bei gelegentlichem Konsum durchaus bis 72 Stunden dauern.

20. Sind sie sich darüber im Klaren, welche Folgen es bei einem täglichen Konsum gibt?
Ich denke ja, an erster Stelle würde ich anführen, dass bei täglichem Konsum die Gehirnleistung enorm eingeschränkt ist, insbesondere das Gedächtnis wird angegriffen. Bei ehemaligen bekannten konnte ich beobachten, wie Sie träge wurden, weniger Verantwortung für sich übernahmen und extrem prokrastinierten.
Das Risiko abhängig zu werden schätze ich mittlerweile viel höher ein, was ziemlich negative Folgen mit sich bringen würde und es besteht ein Risiko versteckte Psychosen auszulösen.
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Warum ist es passiert?

21. Welche persönlichen Hintergründe gab es für den Cannabis- Drogenkonsum?

Anfangs eine große Neugierde, Gruppenzugehörigkeit, später habe ich meistens Konsumiert um schöne Momente durch dieses Zeitlose Gefühl noch mehr zu genießen.

22. Wie hat sich Ihr Umfeld über Ihren Drogenkonsum geäußert?
Im Grunde hatte ich diesbezüglich eher keine Schwierigkeiten, da sich mein Konsum in Grenzen hielt und ich immer wichtigere Ziele im Leben hatte als das Kiffen.
Natürlich führte ich Diskussionen mit Freunden über die Sinnhaftigkeit des Konsums aber es wurde toleriert. Mein großer Bruder mochte es allerdings nicht und hat mir das auch klar mitgeteilt, seine Haltung mir gegenüber aber nicht verändert.

23. Gab es Ereignisse in Ihrem Leben, die zu verstärktem Konsum geführt haben?
Die Klassenfahrt 2013.

24. Haben Sie sich an Jemand um Hilfe gewandt, um den Drogenkonsum zu beenden?
(Warum, wann, wer?)

Nicht direkt, den Konsum habe ich aus eigener Kraft sein gelassen. Das war kein DIng. Ich sprach allerdings viel mit meiner Freundin, mit meinem großen Bruder und Vater darüber, weil ich wusste das mir das bei der Reflexion und Aufarbeitung der ganzen Angelegenheit (Konsum, Fahrverhalten, MPU usw.) helfen wird. Als ich dann nicht mehr so richtig weiter kam wendete ich mich an einen Verkehrstherapeuten. Der wollte gefühlt aber eher Geld als mir helfen.
Und um ganz sicher zu gehen wendete ich mich dann zu Schluss an eine Suchtberatung um nochmal eine Objektive Sicht über mein Konsum Muster, Motive zu bekommen und mich aufklären zu lassen über etwaige Risiken des Konsums.

25. Gibt es in Ihrer Familie aktenkundige Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz oder Suchtkrankheiten?
Nein

26. Hatten sie Konsumpausen/spitzen?
Warum? Wann?

Meine Konsumspitze war während der Klassenfahrt 2013 da probierten wir viel aus.
Eine lange Konsumpause hatte ich von 2015 bis 2017, ich war voll eingespannt in Arbeit und in der Betreuung meines kleinen Bruders und mein Gemütszustand war eher labil und da fass ich nichts an was mich vielleicht noch unruhiger machen würde.

27. Was hat Sie daran gehindert, ohne Droge abzuschalten?
Ich konnte damals auch sehr gut ohne Drogen abschalten, auch Cannabis habe ich nie benutzt um abzuschalten sondern weil ich ein schönen Moment feiern wollte oder mich damit nach einem langen Arbeitstag belohnt habe. Zum abschalten mach ich Sport, Schreibe und Singe ich.

28. Waren Sie gefährdet in eine Drogenabhängigkeit zu geraten?
Wie nah ich dran war kann ich nicht genau sagen, ich denke jeder der Drogen nimmt ist dementsprechend gefährdet und sollte sich immer mal wieder durchchecken.
Da ich auch damals gut ohne auskam und vor allem wusste was ich machen muss um aus kleinen Tiefs oder Stressigen Situationen herauszukommen hab ich mir keine Sorgen gemacht. Das konnte mir die Suchtberaterin auch nochmal klar bestätigen.

29. Waren sie drogenabhängig?
Nein
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Wieso passiert das nicht wieder?

30. Hätten sie, rückblickend, eine Drogenkarriere verhindern können?

Auf jeden Fall, hätte ich das Wissen welches ich heute habe schon damals schon gehabt, dann hätte ich es nicht soweit kommen lassen. Ich denke kontrollierter Probierkonsum kann wichtig sein, noch wichtiger ist es aber die Grenzen frühzeitig zu erkennen, was ich zum Glück noch gelernt habe bevor jemand zu Schaden gekommen ist.

31. Wieso haben Sie sich für eine Abstinenz entschieden?
Aus der Emotion gesprochen sage ich, weil ich den Konsum nicht brauche, ich habe erfahren, dass ich auf ganz Natürliche Weise mich sehr ähnlich fühlen kann und sich schöne Momente genauso zelebrieren lassen.
Pragmatisch betrachtet macht gelegentlicher Konsum wenig Sinn für mich, weil mir erstens die Abbauzeiten zu ungenau sind, ich bin immer mit Rad oder KFZ unterwegs und so möchte ich kein Konflikt provozieren, Zweitens sehe ich da eine rechtliche Problematik, welche mir vorher nicht so bewusst war.
Den Konsum kann ich sagen hatte ich meist unter Kontrolle, was ich nicht unter Kontrolle hatte war mein Urteilsvermögen wehrend dem berauschten Zustand und deshalb verzichte ich lieber drauf. Ich habe wichtigere Dinge im Leben zu tun als mir zweimal im Monat auszurechnen wann ich wieder am Verkehr teilnehmen darf.

32. Beschreiben Sie den Punkt, an dem Sie sich für ein abstinentes Leben entschieden haben (Knackpunkt)
Der kam so ziemlich bald nach meinem Erlebnis mit der Polizeikontrolle, das hat mich ziemlich beschäftigt und auch wachgerüttelt. Da wurde mir ganz schnell klar, dass ich doch nicht so bewusst lebte wie ich es immer annahm und habe entsprechend daraufhin reagiert.

33. Wieso kommt für Sie nur Abstinenz und nicht für gelegentlicher Konsum in Betracht?
Weil für mich da ganz klar die Nachteile überwiegen, das sehe ich sehr pragmatisch.

34. Wie haben Sie die Umstellung zur Abstinenz erlebt?
Da hab ich kein markanten unterschied gemerkt, ich habe so selten konsumiert dass ich es auch ohne Probleme auch lassen konnte.

35. Wer hat Ihnen dabei wie geholfen?
Die entscheidung habe ich tatsächlich für mich allein getroffen, was mir geholfen hat diese noch zu festigen waren die Gespräche mit der Suchtberaterin und vielen Freunden.

36. Wie reagiert Ihr Umfeld auf diese Umstellung?
Einigen ist es egal und für andere habe ich das Gefühl bin ich sogar sowas wie eine Vorbildfunktion geworden. Durch diese ganze Aufarbeitung mit der Thematik bin ich viel sicherer geworden in dem was ich möchte und wie ich dazu stehe und sehe einiges viel klarer, das hat den einen oder anderen schon sehr beeindruckt. Vor allem, gehe ich sehr offen damit um, die meisten Wissen von der MPU und stehen mir mit Rat und Tat zur Seite, weil Sie mir meine Ehrlichkeit hoch anrechen.

37. Haben Sie nach der Auffälligkeit weiterhin Kontakt zu Ihren Drogenbekannten gehabt?
Nein, mit den ehemaligen Klassenkameraden habe ich nichts zu tun und der andere Kollege mit dem ich das sonst gemacht habe ist in die USA ausgewandert.

38. Haben Sie nach Ihrer Auffälligkeit miterlebt, wie Ihre Bekannten Drogen konsumiert haben?
Nein, von meinen Freunden macht das niemand.

39. Wie haben Sie in Zukunft vor mit Cannabis/dem Konsum umzugehen?
Gar nicht. Bzw. in Berlin ist der Kontakt manchmal unausweichlich, weil schlichtweg überall konsumiert wird, aber da mache ich jedes Mal einen großen Bogen drum. Mein Lebensstil und Zukunftspläne lassen da kein Kontakt mehr zu, das ist mir viel zu wichtig.

40. Haben Sie zu Hause Cannabis?
Nein

41. Wie wollen Sie es gegebenen Falls in Zukunft verhindern, nochmals unter Drogeneinfluss ein KFZ zu führen?
Nun, da ich abstinent lebe, geht die Wahrscheinlich gegen null. Durch die Reflektion, der Aufarbeitung dessen was passiert und das ganze neue Wissen, ist mein Verantwortungsbewusstsein viel zu ausgeprägt als das ich nochmal so handeln würde.
Ich werde bestimmt nicht nochmal so leichtsinnig jemand gefährden.

42. Wie wollen Sie einen beginnenden Rückfall erkennen?
Ich schließe einen Rückfall kategorisch aus, zumindest Theoretisch, falls es vorkommt, dass sich Irgendwas in die Richtung bemerkbar macht, habe ich meine Freundin und Familie gebeten dies sofort anzusprechen. Abgesehen davon habe ich mittlerweile so viel zum Konsumverhalten und Sucht gelernt, dass ich da äußerst vorsichtig und sensibilisiert bin.

43. Wie ist derzeit der Konsum von Alkohol bei Ihnen?
Der Konsum von Alkohol lässt sich bei mir auf zwei Bier im Monat runterrechnen. Da grille ich entweder oder habe Musikprobe.
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Flowmo

Neuer Benutzer
Hallo nochmal,
ich weiß nicht, was ich falsch gemacht habe beim Hochladen, deshalb nicht sicher, ob darauf geantwortet werden kann aber ich würde mich nach wie vor sehr über etwas Feedback freuen.
Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen?

Beste Grüße Finnbar
 

Max

Super-Moderator und MPU Profi
Teammitglied
Administrator
Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen?
Lies dir ein paar von den "guten FB" zu deinem Thema durch und dann probierst du das ganze nochmal.

Allein mit dieser Antwort (eigentlich Thema verfehlt) fliegst du aus der MPU-Bude und darfst mit 12 Monaten AB erneut antanzen.
Wie kann man sich auf solche Art noch selbst belasten !?


"6. Sonstige Suchtmitteleinnahme?
Im Juni 2014 probierte ich einmalig Kokain, was ich nie wieder angefasst habe, hatte Nasenbluten und richtig Übelkeit. Ich war in Kolumbien auf Reisen und war neugierig."
 

Flowmo

Neuer Benutzer
Danke erstmal für die schnelle Antwort, die Sache bei dieser Frage ist folgende, und zwar habe ich dummerweise bei der Polizeikontrolle diese Angabe gemacht und ich denke es wäre eher ungünstig dem GA zu sagen ich hätte dem Polizisten Blödsinn erzählt.

Was genau passt den noch nicht? Ich habe tatsächlich schon viel hier zu dem Thema gelesen und brauche konstruktive Kritik.

Beste Grüße
 

Zottelkopf

Stamm-User
Du kannst immer noch sagen das es eine Schutzbehauptung war. In dem Sinne Du warst mit der ganzen Sache einfach Überfordert, Polizei usw.
 

Flowmo

Neuer Benutzer
Ja danke dir, war tatsächlich auch so, ich dachte in dem Moment, dass ich wahrscheinlich noch unglaubwürdiger wirke, wenn ich zu allen Fragen Nein antworte und habe mir irgendwas aus den Fingern gesaugt.
 

Zottelkopf

Stamm-User
Deswegen Akteneinsicht machen vielleicht hat die Polizei es gar nicht mit aufgeführt, aber erst kurz vor der MPU. Dann ist deine Akte soweit bereinigt und Du weißt ganz genau was der GA alles von dir weiß
 

Flowmo

Neuer Benutzer
Deswegen Akteneinsicht machen vielleicht hat die Polizei es gar nicht mit aufgeführt, aber erst kurz vor der MPU. Dann ist deine Akte soweit bereinigt und Du weißt ganz genau was der GA alles von dir weiß
leider haben die lieben Polizisten ganz akribisch mitgeschrieben, so steht es jedenfalls in dem Schreiben der Fahrerlaubnisbehörde.
 

Zottelkopf

Stamm-User
Ich lese gerade du kommst aus Berlin :zwinker0004:
Ich habe sehr gute Erfahrung mit der AVUS gemacht (Wiederholungstäter) vieleicht solltest du dort hin gehen.
Erkundige dich nach den Preisen zwecks HA, die gehen von bis. Da kannste richtig Kohle sparen. Wenn du Tips brauchst dann melde dich einfach und dann sehen wir weiter :smiley711:
 

Flowmo

Neuer Benutzer
Ja bin aus Berlin genau, habe nun ja schon den Termin bei der Ias Gruppe, weiß nicht ob ein wechsel jetzt noch so Sinnvoll ist ?
Tips brauche ich definitiv, danke für das Angebot, wie kann ich dir denn schreiben ?
beste Grüße
 

Flowmo

Neuer Benutzer
Hallo liebe Leute, hier noch ein Versuch, ich habe mich nochmal drann gesetzt und bin gut vorangekommen, Kritik ist dringend erwünscht.
Ich danke euch im voraus.
 

Flowmo

Neuer Benutzer
FB Drogen

Zur Person
Geschlecht: Männlich
Alter: 28

Was ist passiert?
Drogensorte: Cannabis
Konsumform (Dauer und Häufigkeit je Substanz): gelegentlich (3-5 mal im Jahr)
Datum der Auffälligkeit: 13.08.2020 (17:55 Uhr)

Drogenbefund
Blutwerte: 1,3 ng/ml Tetrahydrocannabinol

16,0 ng/ml THC-Carbonsäure

0,9 ng/ml. 11-Hydroxy-THC


Schnelltest: Ja (Urintest positiv)
Beim Kauf erwischt: Nein
Nur daneben gestanden: Nein

Stand des Ermittlungsverfahrens
Gerade erst passiert: Nein
Polizei hat sich mit den Blutwerten gemeldet: Ja
Verfahren gegen Bußgeld eingestellt: Nein
Verurteilt: Nein
Strafe abgebüßt: ---

Führerschein
Hab ich noch: Nein
Hab ich abgegeben: Ja
Hab ich neu beantragt: Ja
Habe noch keinen gemacht:

Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut Ja/Nein: Nein
Sonstige Verstöße oder Straftaten?: Nein
Genaue Fragestellung der FSSt (falls bekannt):

Ist zu erwarten, dass ich zukünftig ein KFZ unter Einfluss von BTM führen werde?

konsumiere ich auch gegenwärtig BTM und liegen psycho-funktionale Beeinträchtigungen vor ?




Bundesland
: Berlin

Konsum
Ich konsumiere noch: Nein
letzter Konsum: 13.08.2020

Abstinenznachweis
Haaranalyse: mach ich noch (6 Monate)
Urinscreen:
Keinen Plan:

Aufarbeitung
Drogenberatung: Suchtberatung
Selbsthilfegruppe (SHG):--
Psychologe: Verkehrstherapeut 5 Sitzungen
Ambulante/stationäre Therapie:--
Keine Ahnung:

MPU
Datum: 22.12.2021
Welche Stelle (MPI):-- ias Gruppe
Schon bezahlt?: Nein
Schon gehabt?: Nein
Wer hat das Gutachten gesehen?:
Was steht auf der letzten Seite (Beantwortung der Fragestellung)?:

Altlasten
Bist du Rückfalltäter?: Nein


Was ist passiert?

Vorgeschichte:

1. Wann haben Sie das allererste Mal von illegalen Drogen gehört?

Ich war in der achten Klasse und habe ältere Schüler über Drogen sprechen hören.
Im Zuge des Biologieunterrrichts der neunten Klasse haben wir uns intensiver mit BTM wie Cannabis oder Ektasis befasst.

2. Wann haben Sie das erste Mal konsumiert? (Datum)
Das erste Mal konsumiert habe ich mit 19 Jahren, im November 2012 bei einem Klassenkameraden. Wir rauchten mit mehreren Leuten einen Joint. Ich war damals ziemlich neugierig weil viel über die „lustige“ Wirkung gesprochen wurde und im Kreis meiner damaligen Kameraden habe ich mich sicher genug gefühlt es auszuprobieren.

3. Wie sah der Konsum aus? (Konsumbiografie-Was, Wie, Welche Gelegenheit?)
Das erste Mal Cannabis habe ich mit 19 probiert, wir hatten es damals alle noch nie gemacht in der Gruppe und beschlossen es an einem Wochenende im Herbst zu testen. Wir rauchten einen Joint und da ich Tabak nicht vertrage hab ich nur wenig mitgeraucht. Die Kollegen haben es dann auch die Wochenenden drauf weiter gemacht, mein Interesse hat es allerdings nicht wirklich geweckt. Ein halbes Jahr später im Sommer 2013 dann doch. Ich war auf Kunst und Abschlussfahrt in Italien und wir dachten uns, Sonne, Palmen Strand, lass uns doch die Abendstunden etwas versüßen. Da wir dieses mal das Cannabis pur konsumierten (ohne Taback) hatte mich die Neugierde erneut gepackt und wurde von der Wirkung auch nicht enttäuscht. Wir lachten viel und amüsierten uns über die Lehrer. In diesen Zwei Wochen konsumierten wir zusammen, ca. 5 Gramm Cannabis. Zurück in Deutschland war ich direkt mit anderen wichtigen Dingen beschäftigt ( Arbeit und Planung meiner Reise) und habe es dabei belassen. Später rauchte ich noch einige Male auf meiner Südamerika Reise 2014 mit Reisekumpanen.

Der nächste Konsum fand dann wieder drei Jahre Später statt im August 2017, August 2018 und August 2019. In dieser Zeit arbeitete ich über die Semesterferien im Daimlerwerk in Wörth und an zwei bis drei Wochenenden trafen wir uns, gingen in den Park oder an den Baggersee und rauchten, manchmal um den Feierabend zu genießen oder das Sommerwetter.

Im August 2020 kam mich mein (ehemaliger) Freund, den ich immerwährend meiner Semesterferien besuchte, bei mir zu Besuch und brachte ein paar Hashbrownis mit. Ich hatte gerade eine Woche frei und wir aßen am Dienstag einen davon, merkten aber nicht viel und rauchten nochmal. Dann den Donnerstag also zwei Tage später zum Abschied, fuhren wir mit den Rädern zum See und kifften dort. Die Konsummenge ist etwas schwer zu definieren, da ich Pro Konsum allerhöchsten zwei bis drei Züge aus einer kleinen Pfeife nahm, welche ich mit einer sehr geringen Menge Cannabis bestückte.

4. Haben Sie Drogen zusammen mit Alkohol konsumiert?
Nein

5. Wie ist der Umgang mit Alkohol gewesen?
Ich hatte mit 17 Jahren eine kurze Ausprobierphase, in diesen Monaten habe ich alle zwei Wochenenden getrunken, meistens Bier und schnell gemerkt, dass ich sehr wenig vertrage woraufhin ich den Konsum auf kleinste Mengen beschränkt habe. Damals habe ich privat und im Verein mit Sport angefangen und im Zuge dessen mir einen viel gesunderen Lebensstil angeeignet.

6. Sonstige Suchtmitteleinnahme?
keine

7. Haben Sie bei sich negative Folgen festgestellt?
Ich habe zweimal die Erfahrung gemacht zu viel Cannabis konsumiert zu haben. Diese Male habe ich die Wirkung nicht wirklich genossen, sehr viel Nachgedacht und war extrem müde. Danach habe ich die Konsummenge besser für mich einschätzen können.
Was ich sonst negativ bewerten würde, ist der Zustand nach dem Rausch, da war ich meist müde und nicht mehr für alles Aufnahme fähig. Ich habe mal versucht danach noch zu lernen, ging aber eher schlechter, deshalb habe ich normalerweise auch nur konsumiert, wenn ich hinterher nichts mehr zu tun hatte.

8. Haben Sie trotz negativer Folgen weiter konsumiert?
Da ich damals dachte ich weiß, wie ich die größten negativen Folgen umgehen kann, habe ich weiter konsumiert, im damaligen Glauben alles im Griff zu haben. Da habe ich mich selbst aber ziemlich überschätzt.

9. Was für Werte wurden bei Ihrer Auffälligkeit festgestellt?
1,3 ng/ml Tetrahydrocannabinol, 16,0 ng/ml THC-Carbonsäure, 0,9 ng/ml. 11-Hydroxy-THC

10. Wann und wieviel haben Sie in der Woche vor der Auffälligkeit konsumiert?
Den Dienstag zuvor aß ich einen sog. Haschbrownie und nahm ein paar Züge aus der Pfeife und Donnerstag konsumierte ich nochmal in Form von rauchen in der oben geschilderten Menge

11. Wieviel und was haben Sie am Tag der Auffälligkeit Konsumiert?
Am Tag der Auffälligkeit habe ich ca. 5 Stunden vorher zwei Züge aus einer Pfeife genommen. Stoff war niedrig potente Cannabisblüten.

12. Gab es einen besonderen Grund für diesen Konsum?
Der ehemalige Freund, welcher zu Besuch waren wollte am selben Tag wieder abreisen und wir sind nochmal raus zum See um ein bisschen am Wasser zu chillen und die gemeinsame Zeit ausklingen zu lassen.

13. Wie sind Sie auffällig geworden?
Ich bin am besagten Tag in eine Stichprobenkontrolle geraten und die Beamten bemerkten mein nervöses und unsicheres verhalten.
Nervös war ich weil es meine erste Kontrolle überhaupt war und natürlich weil ich wusste ich habe Mist gebaut.


Nur für die, die im Straßenverkehr ermittelt wurden(auch Parkplatz):

14. Was war der Zweck der Fahrt?

Ich war mit dem Motorrad auf dem Weg zu meiner Schwester, die spontan meine Hilfe brauchte.

15. Wie weit wollten/sind Sie (ge)fahren?
Ich fuhr 15 Kilometer und stand vor Ihrer Haustüre als ich die Kelle im Rückspiegel sah.

16. Wie oft waren sie bereits unter Drogeneinfluss im Straßenverkehr unterwegs?
Nun, da sich die Abbauzeiten bei gelegentlichem Konsum durchaus auf 72 Stunden oder mehr erstrecken können ( wie ich jetzt weiß ), denke ich war ich mit Fahrrad und Moped bestimmt meine 15-20 Mal so unterwegs.

17. Wie haben Sie den Konflikt zwischen dem Drogenkonsum und dem Führen eines Kraftfahrzeuges gelöst?
Damals gar nicht so bewusst, ich nahm dummerweise an, dass wenn ich kein Rausch mehr verspüre ich auch zur Teilnahme am Verkehr fähig bin. Über die Gefahr, die damals von mir ausging für andere und für mich selber, habe ich wenig nachgedacht. Das war mir bis dato nicht in dem Maße präsent wie es eigentlich sein sollte und wie es zum Glück jetzt bei mir ist.

18. Wieso ist es verboten unter Drogeneinfluss ein KFZ zu führen?
(Beschreibung bitte für die zutreffende Substanz)
Was Cannabis betrifft, sind wichtigsten Voraussetzungen zum Führen eines Fahrzeugs nicht mehr gegeben. Die Reaktionsfähigkeit nimmt ab, die Augen sind empfindlicher auf Licht und Geschwindigkeit und Entfernung können nicht mehr korrekt geschätzt werden.
Hat zu folge, dass ich für andere Verkehrsteilnehmer eine große Gefahr darstellen könnte.
Auch das Risikobewusstsein nimmt ab.

19. Wie lange stehen Sie nach dem Konsum von Drogen unter deren Einfluss?
Schwer zu sagen, oft länger als gedacht, da hat jeder Wirkstoff seine ganz eigenen Abbauzeiten. Bei Cannabis gehe ich davon aus, dass so lange die Substanz im Blut zu einer bestimmten Menge nachweisbar ist, auch eine Wirkung vorhanden ist, wenn auch nicht bewusst wahrnehmbar. Das kann bei gelegentlichem Konsum durchaus bis 72 Stunden dauern.

20. Sind sie sich darüber im Klaren, welche Folgen es bei einem täglichen Konsum gibt?
Ich denke ja, an erster Stelle würde ich anführen, dass bei täglichem Konsum die Gehirnleistung enorm eingeschränkt ist, insbesondere das Gedächtnis wird angegriffen.
Bei ehemaligen bekannten konnte ich beobachten, wie Sie träge wurden, weniger Verantwortung für sich übernahmen und extrem prokrastinierten.
Das Risiko bei regelmäßigem Konsum abhängig zu werden, ist sehr hoch, was ziemlich negative Folgen mit sich bringen würde und es besteht ein Risiko eine noch versteckte Schizophrenie auszulösen.
----------------------------------------------------------

Warum ist es passiert?

21. Welche persönlichen Hintergründe gab es für den Cannabis- Drogenkonsum?
Anfangs eine große Neugierde, es wurde viel erzählt über das Gefühl im Rausch und nachdem ich es ein paarmal erlebte und gefallen dran hatte machte ich weiter. Es mag seltsam klingen aber im Rauschzustand hatte ich oft sehr kreative Ideen für meine Choreografien oder Texte und konnte mich durch so eine Art Tunnelblick gut darauf fokussieren. Meistens notierte ich mir die Dinge auch direkt oder später in mein Tagebuch. Die male, die ich konsumierte empfand ich es eher als eine Bereicherung und habe wenig über negative Folgen nachgedacht. Vorsichtig war ich damals nur damit, dass ich selbst kein Cannabis besitzen wollte und nicht alleine Konsumierte, weil ich schon sorge hatte es öfter zu machen.

22. Wie hat sich Ihr Umfeld über Ihren Drogenkonsum geäußert?
Da ich damit ziemlich offen umging wusste es mein Umfeld, äußerten sich aber nicht großartig dazu, da sich mein Konsum in Grenzen hielt und ich immer wichtigere Ziele im Leben hatte als das Kiffen. Mein Vater um mein Großer Bruder allerdings haben dem schon ablehnend gegenübergestanden und es waren auch die beiden, welche mir nach dem Vorfall zwar die Meinung gesagt haben aber mich auch gleichzeitig viel unterstützen.

23. Gab es Ereignisse in Ihrem Leben, die zu verstärktem Konsum geführt haben?
Nein

24. Haben Sie sich an Jemand um Hilfe gewandt, um den Drogenkonsum zu beenden?
(Warum, wann, wer?)
Nein, den Konsum habe ich aus eigener Kraft sein gelassen.
Ich natürlich sprach viel mit meiner Freundin, mit meinem großen Bruder und Vater darüber, weil ich wusste das mir das bei der Reflexion und Aufarbeitung helfen würde. Und um ganz sicher zu gehen wendete ich mich dann zu Schluss an eine Suchtberatung um nochmal eine Objektive Sicht über mein Konsum Muster, Motive zu bekommen und mich aufklären zu lassen über etwaige Risiken des Konsums.

25. Gibt es in Ihrer Familie aktenkundige Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz oder Suchtkrankheiten?
Nein

26. Hatten sie Konsumpausen/spitzen?
Warum? Wann?
Meine Konsumspitze war während der Klassenfahrt 2013 da probierten wir viel aus.
Eine lange Konsumpause hatte ich von 2015 bis 2017, ich war voll eingespannt in Arbeit und in der Betreuung meines kleinen Bruders. Zu der Zeit hatte ich meinen Kopf ganz wo anders und habe auch keinen Kontakt zu der Droge gehabt.

27. Was hat Sie daran gehindert, ohne Droge abzuschalten?
Ich konnte damals auch sehr gut ohne Drogen abschalten, auch Cannabis habe ich nie benutzt um abzuschalten sondern weil ich dachte ich feire einen schönen Moment damit und nutze im gleichen Zuge die Inspiration. Zum abschalten mach ich Sport, Schreibe und Singe ich.

28. Waren Sie gefährdet in eine Drogenabhängigkeit zu geraten?
Ich denke jeder der Drogen nimmt ist dementsprechend gefährdet und sollte sich immer mal wieder durchchecken.
Da ich damals auch gut ohne auskam, habe ich mir keine Sorgen gemacht. Das konnte mir die Suchtberaterin auch nochmal klar bestätigen.

29. Waren sie drogenabhängig?
Nein
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Wieso passiert das nicht wieder?

30. Hätten sie, rückblickend, eine Drogenkarriere verhindern können?
Auf jeden Fall, hätte ich das Wissen welches ich heute habe schon damals schon gehabt, dann hätte ich es nicht soweit kommen lassen. Ich hätte es beim Probierkonsum belassen sollen, nahm fälschlicherweise an es sei nichts wildes.

31. Wieso haben Sie sich für eine Abstinenz entschieden?
Ich habe für mich erfahren und gelernt, dass ich auf ganz Natürliche Weise mich sehr ähnlich fühlen kann und sich schöne Momente genauso zelebrieren lassen, ohne Nebenwirkungen. Ich habe angefangen sehr bewusst Entscheidungen zu treffen und diese Nachhaltig in mein Leben zu integrieren und da passt der Konsum von Drogen schlichtweg nicht mehr rein. Mit allem was ich zurzeit tue baue ich meine Zukunft auf. Ich habe ziemlich konkrete Pläne für die nächsten drei Jahre und schließe alles aus was diese gefährden könnten.

32. Beschreiben Sie den Punkt, an dem Sie sich für ein abstinentes Leben entschieden haben (Knackpunkt)
Der kam so ziemlich bald nach meinem Erlebnis mit der Polizeikontrolle, das hat mich ziemlich beschäftigt und auch wachgerüttelt. Da wurde mir ganz schnell klar, dass ich doch nicht so bewusst lebte, wie ich es immer annahm und habe daraufhin reagiert. Erst dachte ich, ich habe einfach nur Pech aber nach einigen Wochen habe ich dann verstanden, dass nur ich für mein Handeln verantwortlich bin und das es an mir liegt etwas zu verändern.

33. Wieso kommt für Sie nur Abstinenz und nicht für gelegentlicher Konsum in Betracht?
Das mit dem gelegentlichen Konsum habe ich ja ausprobiert und es bringt mir nichts Gutes. Es lässt sich der Konsum vielleicht kontrollieren aber nicht so sehr das Verantwortungsbewusstsein während des Rausches. Ich habe wenig Lust mir dadurch mein Leben zu verbauen und deshalb bleibe ich bei meiner Abstinenz. Ich habe vor an Schulen zu Unterrichten und möchte da mit gutem Beispiel und Klarheit vorangehen

34. Wie haben Sie die Umstellung zur Abstinenz erlebt?
Da hab ich kein markanten unterschied gemerkt, ich habe so selten konsumiert dass ich es ohne Probleme auch lassen konnte.

35. Wer hat Ihnen dabei wie geholfen?
Die Entscheidung habe ich tatsächlich für mich allein getroffen, was mir geholfen hat diese noch zu festigen waren die Gespräche mit der Suchtberaterin und vielen Freunden.

36. Wie reagiert Ihr Umfeld auf diese Umstellung?
Viele reagierten sehr positiv, insbesondere mein Vater und mein großer Bruder, ich habe das Gefühl, ich bin sogar sowas wie eine Vorbildfunktion für einige geworden. Durch diese ganze Aufarbeitung mit der Thematik bin ich viel sicherer geworden in dem was ich möchte und wie ich dazu stehe und sehe einiges viel klarer, das hat den einen oder anderen schon beeindruckt. Vor allem gehe ich sehr offen damit um, die meisten Wissen von der MPU und stehen mir mit Rat und Tat zur Seite.

37. Haben Sie nach der Auffälligkeit weiterhin Kontakt zu Ihren Drogenbekannten gehabt?
Nein, mit den ehemaligen Klassenkameraden habe ich schon lange nichts mehr zu tun und der andere Kollege, mit dem ich das sonst gemacht habe, ist letztes Jahr in die USA ausgewandert.

38. Haben Sie nach Ihrer Auffälligkeit miterlebt, wie Ihre Bekannten Drogen konsumiert haben?
Nein, von meinen Freunden macht das meines Wissens nach niemand.

39. Wie haben Sie in Zukunft vor mit Cannabis/dem Konsum umzugehen?
Gar nicht. Mein Lebensstil und Zukunftspläne lassen da kein Kontakt mehr zu, das ist mir viel zu wichtig also bleibe ich bei meiner strikten Abstinenz.

40. Haben Sie zu Hause Cannabis?
Nein

41. Wie wollen Sie es gegebenen Falls in Zukunft verhindern, nochmals unter Drogeneinfluss ein KFZ zu führen?
Nun, da ich abstinent lebe und das auch so bleiben soll geht die Wahrscheinlich gegen null. Ich meide den Kontakt zu Menschen die Drogen konsumieren. Durch die Reflektion, der Aufarbeitung dessen was passiert und das ganze neue Wissen, ist mein Verantwortungsbewusstsein viel zu ausgeprägt als das ich nochmal so handeln würde.
Ich werde bestimmt nicht nochmal so leichtsinnig jemand gefährden.

42. Wie wollen Sie einen beginnenden Rückfall erkennen?
Ich schließe einen Rückfall kategorisch aus, zumindest Theoretisch, falls es vorkommt, dass sich Irgendwas in die Richtung bemerkbar macht, habe ich meine Freundin und Familie gebeten dies sofort anzusprechen. Abgesehen davon habe ich mittlerweile so viel zum Konsumverhalten und Sucht gelernt, dass ich da äußerst vorsichtig und sensibilisiert bin.

43. Wie ist derzeit der Konsum von Alkohol bei Ihnen?
Ich konsumiere keinen Alkohol.
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