MPU wegen Schnellfahrpunkten

Optimist

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MPU Fazit
Alles in allem eine absurde Erfahrung. Terminwillkür von Führerscheinstelle und MPU Institut. Vorbereitung nur hier und mit Fragebögen aus dem verschollenem Idiotentest Forum. Lesen, nochmal lesen und schreiben war nötig. Das ganze Verfahren ging eigentlich nur erfolgreich weil ich manches wirklich verinnerlicht habe. Die Broschüre des BaSt: Infos zur MPU war auch hilfreich.
Am hilfreichsten waren aber die Kommentare der Admin s zu ähnlich gelagerten Fällen und zu meinem persönlichen Fall.
Danke Nancy

Völlig schräge Psycho Fragestunde
Ohne Verschnaufpause nach anstrengenden Computertests zum Einstieg gleich der Psychologe. Im Stress schon wieder vergessen, dass da jetzt ein intelligenter Mensch kommt der mir auf die Pelle rückt und ich vorsichtig sein muss.
Nee ich naiver Trottel natürlich im Alltagsmodus, der in nix und niemandem was böses ahnt. Und eigentlich hätte ich Erholung gebraucht. Stattdessen volles Wartezimmer und quasselnde Probanden mit Dolmetscher. Ungerecht, einen Dolmetscher Alltag – MPU, der meine Aussagen schönt, könnte ich auch gebrauchen.
Normale Begrüßungsfloskeln, Vorstellung.
Tja der Gutachter hätte gar keine Lust ein negatives Gutachten zu schreiben. Was da so im Internet zu lesen sei stimme nicht.
Ich stimme ihm zu : er mache ja nur seinen Job.
Dann gleich in die vollen: wie denn meine Lebenssituation damals im Zeitraum meiner Punktefahrten gewesen sei.
Schluck, äh das würde ja jetzt wie Entschuldigungen klingen, nein nein mein Verhalten sei nicht wirklich entschuldbar es würde bestimmt genügend Leute geben die ähnliche Probleme hätten und nicht zu schnell führen.
Der Gutachter: doch ich solle mal loslegen.
Ja es war wirklich eine überschwere Zeit, ich habe mein Leben geschildert, teilweise etwas konfus weil wirklich alles so heftig miteinander verwoben war mit 0 Freizeit und ich wieder innerlich in meinem alten Dickicht von selbst gestellten Aufgaben versank. (Alles alles wirklich wahr und haarsträubend und eigentlich ein abendfüllendes Programm.)
Gutachter: Hört sich nach viel Arbeit an.
Ob ich denn einen hohen Anspruch an mich selbst hätte?
Ja, so könnte man es bezeichnen, möchte auch niemanden enttäuschen.
Dann plötzlich meine Fahrten, ob ich mich noch daran erinnern könne.
Ja klar Zeitdruck , Eile, fehlerhaft nicht konsequent genug Termin beendet und zu spät aufgebrochen, zu feige Folgetermin telefonisch zu entschuldigen oder Verspätung anzukündigen.
Der zum Scheitern verurteilte Versuch bei der Autofahrt Zeit gutzumachen. Aber auch lange vorher schon die Tendenz Temposchilder kritisch zu hinterfragen, ihre Sinnhaftigkeit anzuzweifeln. Jetzt sogar wohl ganz ausgeblendet, weil übersehen. Eben nicht bewußt wahrgenommen (das sollte man wohl lieber nicht zugeben, dass ich routinehaft schon ein Filter vor das Bewusstsein geschoben hatte, der irrelevante Schilder verdrängt)
Nein so hab ich das natürlich nicht gesagt. War aber wohl so was da in Klammern steht.
Gutachter : eigene Regeln gemacht?
Ich: ja früher irgendwie schon, immer selbst beurteilen wollen wie an jener Stelle gefahren werden könne. Was natürlich völliger Murks gewesen sei weil ich ja gar nicht alle Faktoren vor Ort gekannt haben könne.
Dagegen wäre das Fahren strikt nach den Schildern geradezu entspannend und erholsam. Ich erzählte das ich das mit meinen Beifahrern schon vor der Abgabe des FS schon strikt geübt hätte.
Ist es natürlich nicht so ganz, wenn man die Fülle der Verkehrszeichen und Autos und Menschen und Räder und aller Gefahren die am Wegesrand und auf der Straße so lauern wirklich erfassen will.
Hab ich aber auch nicht geschafft zu sagen.
Zweite PunkteFahrt: auch wieder zwischen zwei eigentlich fixen Terminen. Zu spät weg, diesmal auch gar nicht über Verspätung benachrichtigen Können.
Gutachter: können wir uns auf ein gemeinsames Muster einigen?
Ja aus meiner Sicht miserables unrealistisches Zeitmanagement: keine Pufferzeiten, Rüstzeiten gar nicht berücksichtigt, zu viel in einen Tag gepackt. Nicht nein sagen wollen und Konsequenzen daraus nicht zu Ende gedacht. Ich mutete mir zu viel auf einmal zu. Will zu viel selbst und alleine erledigen.
Eigentlich war ich richtig enttäuscht nicht zu jeder Punktefahrt befragt zu werden.
(es war dem Gutachter sichtbar wichtig, ob ich meine Missetaten genau und notfalls auch rückwärts richtig erinnern kann)
Wie ich mir denn erklären könne wie es zu den Delikten kam ?
Hatte mich nicht im Griff, fühlte mich wie im Tunnel, habe mich über meine Grenzen hinaus belastet nicht über mein Tun nachgedacht. War in ständiger Hetze.
Das hätte ich ausschmücken können mit vielen Details, wie immer neue unerwartete Belastungen den Schlaf und jede freie Minute geraubt haben. Hab ich aber stecken gelassen.
Dann nur beiläufig Fragen nach dem Jetzt . Hatte kaum Möglichkeiten meine neue Lebenssituation zu beschreiben: mach nur noch wozu ich Lust habe, woran ich Spaß habe. (Wirklich, habe Spaß am Job und könnte ihn jederzeit beenden)
Gesund, verheiratet und super Familie sowieso.
Noch beiläufiger aber durchaus meinen Vortrag unterbrechend : was ich denn machen wolle wenn wieder Zeitdruck aufträte, ich unter Druck Auto fahren müsste?
Ich: Termin absagen, neu planen, Auto stehen lassen.
Und irgendwo dazwischen und ungefragt habe ich dann noch davon erzählt, dass ich vor der Fahrt und beim Fahren an sich mir Entspannungsübungen angewöhnt hätte. Konzentrationsübungen mache um mich wieder auf das Fahren und die Regeln zu konzentrieren, mich zu fokussieren. Keine aufregenden Problemgespräche während der Fahrt führe. Ich mich nicht provozieren ließe von schnelleren Autofahrern, keinem Machtkampf auf Autobahnen erläge, wozu zumindest schon mal ein Impuls da gewesen wäre.
(Hab ich tatsächlich vor dem Führerscheinverlust mit meiner Frau alles geübt. Begleitetes Fahren sozusagen.)
Und ich würde meiner Frau damit imponieren, sie würde gerne entspannt und ruhig unterwegs sein.
Gutachter: ich frage nur der Vollständigkeit halber, es müsse halt im Gutachten stehen, wie würde ich mich denn als Fahrer damals einschätzen?
Ja als fürchterlich halt und gefährlich viel zu egoistisch wollte vorrangig nur schnell mein Ziel erreichen. Eine Gefahr für die Anderen.
Gutachter: und es müsse auch noch im Gutachten stehen was ich denn für wichtig im Straßenverkehr hielte.
Ich: Ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht. Leider hatte ich wohl die Einhaltung von Regeln vergessen und so fragte mich der Gutachter prompt wie ich denn zu Regeln stünde.
Ja die seien natürlich wichtig im Allgemeinen weil ja nicht jeder einfach nur handeln könne wie er wolle. Und im Verkehr besonders , schließlich sei der Straßenverkehr ja gefährlich und Unfälle mit Autos oft tödlich. Ausserdem würde ich ja ständig im Beruf Regeln anwenden und hätte auch in meiner Vergangenheit die Anwendung von Gesetzen gelernt.
Mich hat zum Ende die fast beiläufige Art des Gutachters sehr irritiert. Teilweise als hörte er nicht zu, mit dem Tippen in den PC beschäftigt.
Leider bin ich von Natur aus nicht so redselig und in so einer Situation auch voller Angst etwas missverständliches oder falsches zu sagen.
Insgesamt ein eher mageres Gespräch, gebremst durch das Tippen am PC und fehlenden Augenkontakt.
Mal war das Gefühl da, als würde er mir wohlwollend Sachen in den Mund legen, mal Angst er würde absichtlich der geänderten Sichtweise heute wenig Beachtung schenken.
Angeblich wird das Gutachten positiv.
Dafür bin ich gleich am Anfang noch völlig angespannt und mit zu frühem „weiter“ drücken vorm PC bei einem Konzentrationstest gescheitert.(angeblich) Bildschirmarbeit reizt meine Augen, sie tränten, und im Knöpfe drücken bin ich völlig ungeübt.
Mich erwartet eine Fahrverhaltensbeobachtung. Toll. Weil ich ja unbedingt auch den C1 wiederhaben will(alter III).
Und wahrscheinlich auch weil der Gutachter der Meinung sein könnte meine schnelle Fahrweise hätte sich über Jahrzehnte eingeschliffen und eine Verhaltensänderung sei vielleicht noch nicht sicher eingetreten. Man weiß ja nie.
Auf jeden Fall heikel, war im Alltag zwar vorsichtig aber auch völlig angstfrei unterwegs. Und der Psychologe wird es sicher versuchen mich abzulenken und alte bei mir falsch eingeschliffene Routinen zu aktivieren versuchen. Mal sehen.
 

Optimist

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Das waren wohl die standartisierten 3 Tests: 1.: Kurzes aufblinken von Fotos verschiedener Verkehrssituationen mit der anschliessenden Auswahl was zu sehen war: Fußgänger Fahrrad,Auto,Ampel, Verkehrszeichen....., 2.: dann die bunten Tasten,Fußpedale,hoher Ton niedriger Ton und dann nur noch blitzschnelles zuordnen der am Monitor und Lautsprecher im schnellen Wechsel erscheinenden Farben, Symbole ,Töne(da hatte ich mir zuwenig Zeit genommen, mir die Lage der Tasten einzuprägen) 3.: erkennen und zuordnen verschiedener geometrischer Figuren(Qudrat,Kreuz,Dreieck,Strich und daraus zusammmegesetzter Objekte.
Eigentlich stupide aber der Zeitdruck und die Anspannung vermasseln das Ergebnis.
 

nobby

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ok, bei welchem MPI warst du, ich muss im Dezember ran, ich bin auch knapp 60Jahre alt? War Nr. 3 schwer, diese Form von Test kenn ich nicht?
 

Optimist

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Erinnert an Quadrate und Rechtecke aus Streichhölzern gelegt. Deckungsgleiche Figuren finden, eigentlich easy. Aber der Klasse III ist jetzt eben auch C1e und da sind die Anforderungen höher. Avus sagte ich hätte auch auf c1e verzichten können damit es schneller geht. Für B hätte es gereicht.
 

Optimist

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Ja sofort für 300€ gebucht damit gar nicht erst negatives Gutachten geferigt wird. Übungsdoppelstunde bei Fahrschule die mit MPI zusammenarbeitet knapp 100€ . Also Konzentrtationstest üben hätte sich gelohnt. Übrigens: im Auto sitzt dann anderer Gutachter als beim Gespräch.
 

Nancy

Super-Moderator und MPU Profi
Teammitglied
Administrator
Hallo Optimist,

hattest du in deinem anderen Thread mal in dem Link gelesen, den ich dir bzgl. der Fvb geschickt hatte?
 

Optimist

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Ja, vielen Dank dafür.Irgendwo auf eine Seite des Tüv hatte ich auch schon so etwas ähnliches gelesen. Fundstelle erinnere ich nicht meht. Jetzt muss ich mich halt in Geduld üben.
 
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