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So war es bei der PIMA München (Drogen)

Dieses Thema im Forum "Erfahrungsberichte" wurde erstellt von Confetti, 27. März 2018.

  1. Confetti

    Confetti Neuer Benutzer

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    So war es bei der PIMA München (Sendlinger Str.)

    Ich hatte ja am Freitag meinen Termin bei der PIMA in München (Sendlinger Str.).
    In der Früh aufgewacht, schon recht nervös gewesen, erstmal in Ruhe gefrühstückt ( 1 Kaffee und ein kleines Brot), mich zurechtgemacht (Businesshose, schönen Cashmirpulli, Haare ordentlich, dezentes/natürliches Make-up) und dann auch schon gemütlich losgefahren.
    Kurz bevor ich ankam, habe ich mir eine riesige Portion Traubenzucker gegönnt, so wie es Max geraten hatte.
    In der PIMA selbst wurde ich freundlich empfangen, ich zahlte in bar, man gab mir diverse Fragebögen (allg. zur Gesundheit, zum Drogenkonsum, zu meinem Führerschein, Berufsausbildung). Ich setzte mich damit ins Wartezimmer, wo schon ein paar andere Kandidaten saßen.
    Da ich schon aufs WC musste, habe ich angefragt, ob ich sofort meine Urinprobe abgeben könnte. Das war kein Problem, ich musste nur kurz auf die Ärztin warten. Probenabgabe lief wie immer, danach wieder ins Wartezimmer, Bogen weiter ausgefüllt und dann abgegeben. Wieder warten.
    Nach etwas mehr als einer halben Stunde kam ich dran:

    1. Reaktionstest:
    Er bestand aus 3 verschiedenen Tests. Zuerst konnte ich jeden Test kurz üben und dann ging es auch schon los. Ich war echt aufgeregt….

    A. Kurze Bilder: hier wurden ganz kurz Fotos einer Verkehrssituation eingeblendet. Danach kam eine Auswahl zum Ankreuzen, was man gesehen hatte: Ampel, Verkehrszeichen, Pkw, Fußgänger, Fahrrad/Motorrad etc.
    Das fand ich ziemlich schwierig, weil man in der Kürze der Zeit eigentlich nicht wirklich alles erfassen konnte. Was eigentlich fast immer drauf war: Auto, Ampel, Verkehrszeichen. Das genaue Ergebnis hiervon habe ich noch nicht- nur, dass es „ok“ war.
    B. Reaktionstest mit Knöpfen/Pedalen: das war auch sehr tricky, aber im Großen und Ganzen kann man das schon hinbekommen. Es gab 5 bunte runde Knöpfe, die auf der ganzen Tastatur verteilt wraen, dann in der Mitte 2 graue viereckige Knöpfe (hell- und dunkelgrau) und zwei Pedalen links und rechts.
    Die bunten Knöpfe muss man drücken, wenn auf dem Bildschirm ein Punkt inj der entsprechenden Farbe aufleuchtet, die grauen Tasten muss man bei den Tönen drücken (hoher Ton = hellgraue Taste oben, tiefer Ton = dunkelgraue Taste unten), die Pedalen, wenn links oder rechts am Rand ein Viereck aufleuchtet.
    Das wurde immer schneller und irgendwann wußte ich nicht mehr, wo ich zuerst hindrücken soll und habe Fehler gemacht. Wichtig ist hier, dass man sich kurz fängt und so schnell wie möglich wieder auf Kurs kommt. Wenn man rauskommt, darf man nicht verzweifeln, das ist absichtlich so gemacht. Einfach wieder konzentrieren und weitermachen!
    C. Symbole: ich hatte eigentlich Schlangenlinien erwartet, die zu einem Ziel führen, aber Gott sei Dank kam ein anderer Test dran, der mir sehr lag. Es gab eine Reihe mit 4 oder 5 Symbolen/Strichzeichnungen, die sich ähnlich sahen. Darunter wurde dann ein Symbol eingeblendet, das entweder einem der oberen exakt entsprach oder keinem. Wenn es oben vorhanden war, musste man den grünen Knopf rechts drücken, wenn es on der oberen Reihe nicht vorkam, dann den roten Knopf links drücken. Das fand ich sehr einfach.
    Danach hat die Assistentin meinen Test kurz angeschaut und gesagt, das wäre gut. Dann musste ich wieder im Wartezimmer warten. Mittlerweile sind weitere Kandidaten erschienen, alle sehr blass um die Nase ;-)

    2. Psychologisches Gespräch:
    Nach weiteren ca. 20min musste ich zur Psychologin. Davor war ich am meisten aufgeregt. Sie hat mir kurz erklärt, was jetzt passieren wird, dass sie mitschreiben wird und das Gespräch etwas „komisch“ wird, weil sie mich nicht anschauen wird und auch nichts sagen wird, nur evt. mal was fragen wird. Wichtig aber sei, dass ich ehrlich bin und dass sie mich natürlich besser beurteilen kann, wenn ich ein wenig mehr aus mir herauskomme und nicht so wortkarg bin. Also, los ging`s…. Sie hat nicht dne Fragebogen genauso abgefragt, viele hat sie garnicht wissen wollen, aber die Hauptfragen schon. Ich versuche, alles zu erinnern:
    - Warum ich heute hier bin?
    - Was vorgefallen war
    - Wie mein Konsum damals war
    - Wie es dazu kam (hier habe ich einen Teil meiner Lebensgeschichte erzählt, welche Hintergründe es gab für den Konsum - da hatte sie schon mal nachgefragt)
    - Konsum zusammen mit Alkohol? (Ja) – Alkohol, um Wirkung der Droge zu verstärken oder zu dämpfen?
    - Allg. Alkoholkonsum damals
    - Wie waren die Spitzenzeiten?
    - Wie war die Kontrolle?
    - Seit wann abstinent?
    - Warum?
    - Schwergefallen?
    - Heute: noch Kontakt zu Konsumenten?
    - „Sie haben ja doch eine sehr negative Einstellung zu Drogen. Warum?“
    Ich habe oft in einer Frage schon mehrere beantwortet, d. h. ich habe von damals erzählt und den Bogen zu heute gemacht. Oder ich habe das mit dem „Konflikt“ einfach so miteingebaut etc…
    Ich für mich war etwas unzufrieden, weil ich nicht alles so vortragen konnte, wie ich es eigentlich wollte. Es war dann doch ein wenig durcheinander…Aber sie konnte mir folgen und war zufrieden.
    Am Ende des Gesprächs sagte sie, sie könne bei mir erkennen, dass ich meine Haltung und mein Leben geändert habe und für sie ist das gut gewesen und von ihr habe ich das OK.
    Sie hat das alles ausgedruckt und ich konnte es nochmal Korrektur lesen und noch etwas ergänzen oder streichen, falls ich das für notwendig erachte. Dann habe ich jede Seite einzeln unterschrieben und bin wieder ins Wartezimmer gegangen. Puh, das Schlimmst war jetzt geschafft!

    3. Zum Schluss kam noch die körperliche Untersuchung:
    Die Ärztin war auch sehr freundlich. Sie hat mich nochmal zu meinem damaligen und jetzigen Konsum befragt. Wg. des Urinscreenings: Medikamente? Dann hat sie Blutdruck gemessen und meine Reflexe am Knie getestet, indem sie mir mit dem kleinen Hämmerchen unter die Kniescheibe „geschlagen“ hat. Test: Augen zu und Finger an die Nase und beide Zeigefinger vorne zusammenführen, und auf einem Bein stehen. Einmal mit dne Augen nach oben schauen, Zunge raus. Fertig. Auch sie gab mir das OK, sofern die Urinprobe sauber ist.


    2-3 Wochen muss ich jetzt warten auf mein Gutachten.
    Es war letztendlich wirklich nur halb so schlimm, aber nochmal will ich sowas nicht machen.
    Danke an alle!
     

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