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Stehe kurz vor MPU-Termin und bin nicht sicher, was ich machen soll?

Arsvivendi

Neuer Benutzer
Hallo zusammen,

den Fragebogen werde ich noch heute nachreichen. Vorab mein Intro und bissle was dazu, was ich seit dem geändert habe.

Mein Delikt:
- Am 14.10.2024 um 21:50 Uhr wurde ich von der Polizei mit 2,09 Promille angehalten.

-Abgeurteilt wurde ich am 05.03.25 mit Sperrfrist bis 05.12.25 und Geldstrafe.

Eine Woche nach meiner Alkoholfahrt habe ich freiwillig einen 10 tägigen Alkoholentzug in einer Klinik gemacht, weil mir bewusst wurde, dass es so nicht mehr weitergehen kann.

Im April 2025 habe ich dann beim TÜV Süd mein Abstinenzprogramm begonnen und schließe dieses jetzt im April ab.

Führerschein habe ich bereits neu beantragt und von dort kam die Aufforderung zur MPU bis 11.05.26

Seit der Alkoholfahrt habe ich keinen Tropfen Alkohol mehr getrunken und dies hat nichts mit der MPU zu tun. Ich habe eingesehen, dass eine Änderung nötig ist und im Prinzip lebe ich nun ein anderes Leben.

Selbsthilfegruppen und längerer Entzug waren im Gespräch aber ich habe bemerkt, dass ich es selbst schaffe. Mit 2 Kollegen aus Entzug haben wir eine Art 24/7 Gruppe gegründet. Enger Austausch und sollte jemand das Verlangen haben, was zu trinken, sind wir füreinander da.

Für mich war und ist klar:
- Kein sich selbst belügen und aus der Realität wegtrinken mehr
- Probleme und Sorgen aktiv angehen und nicht durch Alk dämpfen und dadurch noch zu verschlimmern.

Ich muss dazu sagen, dass die zum FS-Entzug geführte Alk-Fahrt das Finale einer unschönen Trennung war. Meine Noch-Frau hat einen neuen Mann und dies kam etwa 2 Wochen vorher raus. Mein 13 jähriger Sohn hat das Fremdgehen der Mutter herausgefunden und wurde da leider von ihr hineingezogen. Dies war/ist für mich das Schlimmste, weil kein Kind sowas erleiden sollte.

Am besagtem Tag der Alk-Fahrt (Montag) kam sie dann nach Hause (war WE bei neuem Mann) und ich verlor die Kontrolle. Hatte aus Frust und Verzweiflung (Dummheit) schon bissle was getrunken und es eskalierte. Nur verbal. Mich überkam das Gefühl, dass ich aus Wohnung weg müsse und wollte aus der Situation fliehen. Das machte ich dann auch und fuhr zum nächsten Supermarkt, um Alkohol zu kaufen.

Bis dorthin war ich sicherlich deutlich unter 2 Promille. Ich fuhr dann etwa 10 km zu einem Waldparkplatz mit der Absicht, dort zu trinken und zu übernachten. Die Stunden vergingen und ich trank viel Wein. Wie viel weiß ich tatsächlich nicht mehr. Gehe von mindestens 2 weiteren Flaschen aus.

Als mir dann die Zigaretten ausgingen und ich bereits nicht mehr klar denken konnte, fuhr ich dann in die nächste Ortschaft zur Tankszelle, kaufte Zigaretten und wollte wieder zurück zum Parkplatz. Aber da wurde ich dann von der Polizei angehalten….

Das oben geschriebene mit meiner Trennung soll nicht als Ausrede zu verstehen sein. Aber damals war es meine Art, mit sowas umzugehen.

Warum schreibe/poste ich jetzt hier?

Eigentlich war ich mir sicher, ohne MPU Vorbereitung zur MPU zu gehen. Aber halte es für sinnvoll, dass ich alles nochmals überdenke und wäre für Eure Hilfe und Einschätzung dankbar. Kontakt zu MPU Beratungen habe ich aber dies kostet etwa 1000€ und ob ich da den richtigen Helfer finde, weiß ich nicht.

Sorry, wenn mein Schreiben nicht chronologisch ist und vieles noch fehlt. Dies hole ich nach. Trinkgewohnheiten, etc. füge ich bei, wenn ich damit fertig bin.

LG
Matthias
 
FB Alkohol

Zur Person
Geschlecht: männlich
Größe: 175 cm
Gewicht: 105 kg
Alter: 51

Was ist passiert?
Datum der Auffälligkeit: 14.10.24
BAK: 2,09
Trinkbeginn: Vormittags
Trinkende: 21:30 (nicht genau bekannt)
Uhrzeit der Blutabnahme: 22:37 Uhr

Stand des Ermittlungsverfahrens
Gerade erst passiert:
Strafbefehl schon bekommen: Ja
Dauer der Sperrfrist: insgesamt 14 Monate

Führerschein
Hab ich noch:
Hab ich abgegeben: Ja
Hab ich neu beantragt: Ja
Habe noch keinen gemacht:

Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut:
Ja - Akteneinsicht habe ich
Sonstige Verstöße oder Straftaten?
2x FS für etwa 10 Monate weg. 1x Unerlaubtes Entfernen Unfallort und 1x Sekundenschlaf. Beide Male kein Alkohol.

Genaue Fragestellung der FSSt (falls bekannt):

Liegen als Folge eines unkontrollierten Konsums von Alkohol Beeinträchtigungen vor, die das sichere Führen eines Kraftfahrzeuges in Frage stellen?

Ist insbesondere zu erwarten, dass der Untersuchte zukünftig ein fahrerlaubnispflichtiges Kraftfahrzeug der Gruppe 1 unter Alkoholeinfluss führen wird und gleichzeitig einen die Fahrsicherheit Alkoholkonsum nicht mehr hinreichend sicher trennen kann?

Bundesland:
Bayern


Konsum
Ich trinke noch Alkohol, wenn ja wie oft wieviel:
Ich lebe abstinent seit:15.10.2024

Abstinenznachweis
Haaranalyse ja/nein:
Urinscreening ja: seit 11 Monaten
PEth-Analytik ja/nein:
Keinen Plan?:

Leberwerte ja/nein seit wann, wieviele:

Aufarbeitung
Suchtberatungsstelle aufgesucht?:
Selbsthilfegruppe (SHG):
Psychologe/Verkehrspsychologe:
Kurs für verkehrsauffällige Autofahrer:
Ambulante/stationäre Therapie: Ja
Keine Ahnung:

MPU
Datum: 11.05.26
Welche Stelle (MPI): TÜV Süd Nürnberg
Schon bezahlt?: Nein
Schon eine MPU gehabt? Nein
Wer hat das Gutachten gesehen?:
Was steht auf der letzten Seite (Beantwortung der Fragestellung)?:

Altlasten
Bereits durch Alkohol auffällig geworden Punkte oder sonstige Straftaten:

Nichts wegen Alkohol
 
Hallo!

Ich bin nicht so gut mit Alkoholdelikten, da gibt es hier andere Profis.
Aber Du könntest, damit wir Deine Aufarbeitung besser beurteilen können, bitte den großen Bogen ausfüllen.
Der reflektiert deine Vorgeschichte, Motive und Deinen Veränderungsprozess.

 
Eigentlich war ich mir sicher, ohne MPU Vorbereitung zur MPU zu gehen. Aber halte es für sinnvoll, dass ich alles nochmals überdenke und wäre für Eure Hilfe und Einschätzung dankbar. Kontakt zu MPU Beratungen habe ich aber dies kostet etwa 1000€ und ob ich da den richtigen Helfer finde, weiß ich nicht.
Wenn du ohne MPU Vorbereitung hingehst kannst du die 800-1200€ was die Begutachtung kostet gleich gemeinnützig spenden - ist besser.

Auf eine schriftliche Bestätigung das du eine MPU Vorbereitung (am besten bei einem anerkannten Verkehrspsychologen) gemacht hast wird großer Wert gelegt. Ob diese Vorbereitung gut oder schlecht ist spielt keine Rolle.

Die gute Vorbereitung und den Feinschliff kannst du hier im Forum machen die ist meiner Meinung mehr wert als mancher Verkehrspsychologe.
 
Auf eine schriftliche Bestätigung das du eine MPU Vorbereitung (am besten bei einem anerkannten Verkehrspsychologen) gemacht hast wird großer Wert gelegt.
Woraus entnimmst Du das?
Ich kenne viele Leute die sich ausschließlich in seriösen Foren vorbereitet und die MPU bestanden haben.

Natürlich sind (je nach anderer Vorbereitung) ein paar Stunden bei einem VP begrüßenswert und auch hilfreich, aber nicht die „schriftliche Bestätigung“
 
Habe mich wohl da wohl missverständlich ausgedrückt. Auf die MPU werde ich mich natürlich schon vorbereiten.

Aber ich bin der Meinung, dass dies auch über diese Plattform sehr gut möglich ist und ich dafür nicht eine Institution aufsuchen muss, die häufig nur auf monetäre Aspekte orientiert sind und nicht auf echte Hilfe.

Zu 3-4 zusätzlichen Einzelsitzungen bei einem VP tendiere ich auch. Da muss ich aber erst einen finden in Nürnberg.

VG
Matthias
 
Wenn du ohne MPU Vorbereitung hingehst kannst du die 800-1200€ was die Begutachtung kostet gleich gemeinnützig spenden - ist besser.
Dem stimme ich zu.

Auf eine schriftliche Bestätigung das du eine MPU Vorbereitung (am besten bei einem anerkannten Verkehrspsychologen) gemacht hast wird großer Wert gelegt. Ob diese Vorbereitung gut oder schlecht ist spielt keine Rolle.
Das ist allerdings schlicht Quatsch, sorry.
Teil der BUK ist es nicht ( außer in V-Fällen, in denen eine PT gefordert wird ).
Eine Bescheinigung hat immer ergänzenden, niemals eigenständigen Charakter.
Die Unabhängigkeit des GAs bleibt davon unberührt.

Die gute Vorbereitung und den Feinschliff kannst du hier im Forum machen die ist meiner Meinung mehr wert als mancher Verkehrspsychologe.
Dem stimme ich auch uneingeschränkt zu.
 
Schön, dass du hier gelandet bist, Arsvivendi ( übrigens großartiger Nickname ) :smiley138:

P.S.: Eine gute Vorbereitung kann ich dir empfehlen, wenn du magst ( bitte per PN anschreiben )
 
@Monster @Karl-Heinz - ich kann hierzu nur das sagen was ich in meiner MPU erlebt habe. Der GA hat sich sehr genau die Bestätigungen sowohl von der VP also auch von der Caritas angeschaut und mich hierzu befragt und beide sind auch sehr positiv in meinem Gutachten erwähnt.

Es stand bei mir auch in dem Schreiben von der FsSt: "Es wird Ihnen empfohlen, sich entsprechend auf die MPU vorzubereiten (z. B. verkehrspsychologische Beratung, Vorbereitungskurse, Abstinenznachweise etc...)." und da gibt es Gutachter die Wert drauf legen.

Aber jede/r kann machen wie sie/er will, "des Menschen Wille ist sein Himmelreich".
 
Also, ein GA muss -genau wie ein Zeugnis- positiv formuliert werden.
Also darf in keinem Zeugnis stehen: „Hänschen muss zwar lt. Lehrplan im 7-stelligen Bereich rechnen können.“, sondern, „Hänschen kann im einstelligen Bereich fast sicher addieren.“

Diese Formulierung steht immer in den Empfehlungen, um zu vermeiden, dass dort steht, „Die Vorbereitung war so grottenschlecht, so dass die MPU negativ ausfallen musste.“
 
Hi,

brauche noch etwas Zeit mit dem Fragebogen. Meine Kinder sind ja immer von Freitag bis Montag früh bei mir und da kann ich nur abends dran arbeiten, wenn Kids schlafen.

LG
Matze
 
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