TF BAK 1,9% + THC

janro710

Neuer Benutzer
Hallo Zusammen,

ich bin sehr neu was das Thema angeht und lese seit 1-2 Wochen in diesem Forum mit. Sehr interessant und hilfreich, danke dass ihr das hier macht!

Ich bin vor ca. 2 Wochen gegen 17:30 Uhr mit dem Auto stehen geblieben, kurz darauf kam auch schon die Polizei. Ich wurde kontrolliert und habe einen Atemalkoholtest mit einem Ergebnis von 2,2% durchgeführt. Anschließend wurde mir auf der Wache um 19 Uhr Blut entnommen. Bei meiner Nachfrage gestern, wurde mir eine BAK von 1,9% genannt.

Zusätzlich bin ich seit mehreren Jahren Cannabiskonsument, seit einem halben Jahr rauche ich täglich nach der Arbeit mit Freunden ca. 2 G. Bei der Kontrolle wurde auch auf Drogen getestet (Der Polizist meinte gestern, dass die Auswertung bzgl. Drogen noch etwas dauern würde).

Kurzgefasst was passiert ist:
Ich war am Vortag mit Freunden in einem Club feiern. Wir haben ordentlich "vorgeglüht", im Club habe ich auch eine Fingerspitze Kokain genommen (nehme ich eigentlich gar nicht, war eine Ausnahme). Gegen 3/4 Uhr sind wir dann mit dem Taxi nach Hause. Knapp 7 Stunden später bin ich mit dem Zug ins Fußballstadion und habe dort noch 4 Bier getrunken und bei einem kleinen Joint mitgeraucht. Anschließend mit dem Zug wieder zurück und auf dem Weg an einer Bahnhaltestelle ausgestiegen, da mein Auto vom Vortag noch dort stand. Nichts dabei gedacht und heimgefahren, auf dem Weg dann die große Überraschung.

Seit dem das passiert ist, zerbreche ich mir ununterbrochen den Kopf. Ich habe echt Angst vor einer extremen Strafe wie z.B. 2 Jahre Sperrfrist etc. Ich war 2020 das 1. mal Auffällig mit 0,6% und habe einen Monat Fahrverbot bekommen, seit dem habe ich mir nichts mehr zu Schulden kommen lassen. Bei Cannabis ist es mein Erstverstoß, auch wenn es bei Mischkonsum ja egal ist. Kokain sowieso, da ich es eigentlich nicht konsumiere.

Ich lese alles mögliche und wollte euch einfach mal nach einer Einschätzung fragen, was so auf mich zukommen könnte? Ich bereue es wirklich sehr und will alles dafür tun, meinen Führerschein so schnell wie möglich wieder zu bekommen. Abstinenz sollte ich ja ab sofort anfangen, kann man sagen, was für eine Abstinenz Alkohol + THC auf mich zukommt? Was kann ich noch tun, damit das alles klappt ? Einen Anwalt für Verkehrsrecht habe ich, bis auf die Aussage der Polizei habe ich allerdings noch kein Schreiben o.ä. bekommen.

Danke schonmal für eure Hilfe, den FB und Tathergang habe ich auch schon teilweise ausgefüllt.

Viele Grüße
 
Ich bereue es wirklich sehr und will alles dafür tun, meinen Führerschein so schnell wie möglich wieder zu bekommen.
zunächst sollte Dein Ziel sein, ihn auch die nächsten Jahre zu behalten. Mit DEM Ziel da oben bist Du schon so gut wie durchgefallen^^


2,2 pm und Mischkonsum? Koks auch mit dabei? Rechne mindestens mal mit 12 Monate für Alk, ggf platzt Dein Cannabis-Rezept eh, weils mit hoher Wahrscheinlichkeit gecheatet ist (Vortäuschung falscher Tatsachen). Wer hat Dir das ausgestellt? Wogegen?

Ein fachärztliches Gutachten würde dann zunächst klären müssen, ob das Rezept wirklich notwendig ist. Das wäre auch verbunden mit einer Änderung der Fragestellung (Trennfragestellung würde nicht funktionieren bei Verschreibung). Da müsste dann die FsSt mitspielen, ansonsten kannst Du Dich auch mal auf 15 Monate Abstinenznachweis einstellen.

Cave: wenn mans wirklich wirklich ernsthaft verschrieben bekommt, aus echten wahren Gründen, dann MUSST Du konsumieren, und zwar entsprechend der Anweisung. Medikament. Das wird in Zukunft nur noch beim echten Arzt vor Ort funktionieren, der auch regelmäßig die Compliance prüft. Und Medis nimmt man Anordnungsgemäß, nicht "Um in der Runde mit Freunden zu kiffen". "wir treffen uns, um gemeinsam unser Blutdruckmedikament einzunehmen" - Gruppen gibts eher selten^^
 
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zunächst sollte Dein Ziel sein, ihn auch die nächsten Jahre zu behalten. Mit DEM Ziel da oben bist Du schon so gut wie durchgefallen^
War unglücklich ausgedrückt. Natürlich geht es mir auch darum mein Lebensstil umzustellen, da mir mein Führerschein privat, sowohl beruflich sehr wichtig ist. Ich will ihn auch in Zukunft behalten und nicht stur weiter konsumieren etc.
 
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schon wieder unglücklich ausgedrückt? ^^
Ich muss noch viel lernen...

Ansonsten schonmal danke für deine Antwort. Das mit dem Cannabis wollte ich sowieso lassen, daher ist es mir eigentlich egal was diesbezüglich passiert.

Mit der Abstinenz habe ich ja bereits angefangen. Mit dem THC dauert das ganze natürlich etwas. Wäre dann der Start mit den offiziellen Nachweisen sobald der Brief da ist? Und kann ich jetzt schon mit den MPU Vorbereitungskursen anfangen oder gibt es da irgendwelche Fristen?
 
Alk: kannst du per Urin sofort beginnen; bei Haaren kann es auch einige Wochen dauern, bis diese "sauber" sind
THC: je nach Konsum(menge,-dauer...) kann es einige Wochen dauern, bis du nachweisfrei bist; bei Urin könntest du einen Selbsttest aus der Apotheke nutzen

Sind getrennte Verträge sinnvoll oder ist eine Kombi günstiger?
 
Alk: kannst du per Urin sofort beginnen; bei Haaren kann es auch einige Wochen dauern, bis diese "sauber" sind
THC: je nach Konsum(menge,-dauer...) kann es einige Wochen dauern, bis du nachweisfrei bist; bei Urin könntest du einen Selbsttest aus der Apotheke nutzen

Sind getrennte Verträge sinnvoll oder ist eine Kombi günstiger?
Danke für die Antwort. :smiley22:

Hört sich gut an. Also wäre Urin abgeben besser, weil ich zumindest bzgl. Alk direkt beginnen könnte und mit dem Selbsttest aus der Apotheke vorher nochmal schauen kann ob ich THC negativ bin.

Laut Google wäre eine Kombi zumindest günstiger, ob das stimmt weiß ich nicht..
 
Du kannst ja mal nachfragen, ob man mit einem Vertrag THC später mit aufnehmen kann.
Zwei Anmerkungen:
1) Denke dran, dass nur entsprechend zertifizierte Labore bzw. CTU-Entnahmestellen zulässig sind
2) die Preisunterschiede zwischen den AN - Anbietern sind teils extrem hoch.
 
Zum Thema Alk-Abstinenz: Warum möchtest du sofort beginnen?

Es sind jetzt 12 Tage vergangen. Du kannst für Alk in 3 Monaten und ca. 1 Woche eine Haaranalyse machen lassen, mit der du die Abstinenz ab dem Tag der Analyse für 3 Monate rückwirkend nachweist, Voraussetzung sind natürlich ausreichend Haare. Vorteil ist, dass du den Termin selbst bestimmst. Bei Urin kriegst du 24 bzw. 48 Stunden vorher einen Termin mitgeteilt und musst dann hin. Ich weiß nicht, ob du so flexibel bist. Bei mir wäre das wegen der Arbeit garnicht möglich.
 
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Ergänzung zum Beitrag oben: Bei Abstinenz für 6 Monate sind es 4 kurzfristig angekündigte Termine, bei 12 Monaten 6 Termine. Bei Haaranalyse sind es für 6 Monate 2 und für 12 Monate 4 Termine, die du wie gesagt selbst frei wählst. Hier liegt es natürlich in deiner Verantwortung, dass du den Rhythmus von 3 Monaten einhältst, da fordert dich keiner auf.

Ich hatte lange überlegt welche Methode ich wählen soll, vor allem Unsicherheit wegen ausreichend langen Haaren oder wie es dann ausschaut, wenn dann 2 Löcher im Kopf sind. :D Am Ende war bei mir ausschlaggebend, dass ich wegen der Arbeit nicht so flexibel bin und auch nicht immer bereit sein kann um in 24 Stunden auch sicher zur nächsten Kontrolle gehen zu können. Bei der HA benötige ich gar keinen Termin - da fahre ich spontan hin.
 
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Zum Thema Alk-Abstinenz: Warum möchtest du sofort beginnen?

Es sind jetzt 12 Tage vergangen. Du kannst für Alk in 3 Monaten und ca. 1 Woche eine Haaranalyse machen lassen, mit der du die Abstinenz ab dem Tag der Analyse für 3 Monate rückwirkend nachweist, Voraussetzung sind natürlich ausreichend Haare. Vorteil ist, dass du den Termin selbst bestimmst. Bei Urin kriegst du 24 bzw. 48 Stunden vorher einen Termin mitgeteilt und musst dann hin. Ich weiß nicht, ob du so flexibel bist. Bei mir wäre das wegen der Arbeit garnicht möglich.
Zum ersten Absatz: ich wollte für mich so schnell wie möglich es quasi schwarz auf weis haben, dass ich AB bin, daher habe ich (nachdem ich erst eine "falsche" Abnahmestelle hatte) sehr schnell einen Urin AB-Vertrag gemacht. Ob es beim Gutachter besser ankommt, wenn ich beweisen kann, unmittelbar nach der TF abstinent geworden bin, kann ich nicht beurteilen. Schaden wird es nicht.

Zu 2) Gibt es gesicherte Erfahrungswerte (nach Körper, Trinkmuster usw.) wann der Alk aus den Haaren ist. Bei einigen Laboren wird von bis zu 90 Tagen Sicherheitspuffer ausgegangen. Das würde eine erste Haaranalyse erst im Juli ermöglichen. Bei THC vermutlich noch später....Die Vor-Nachteile sind ja ein Stück "Geschmackssache".
 
Zum ersten Absatz: ich wollte für mich so schnell wie möglich es quasi schwarz auf weis haben, dass ich AB bin, daher habe ich (nachdem ich erst eine "falsche" Abnahmestelle hatte) sehr schnell einen Urin AB-Vertrag gemacht. Ob es beim Gutachter besser ankommt, wenn ich beweisen kann, unmittelbar nach der TF abstinent geworden bin, kann ich nicht beurteilen. Schaden wird es nicht.

Zu 2) Gibt es gesicherte Erfahrungswerte (nach Körper, Trinkmuster usw.) wann der Alk aus den Haaren ist. Bei einigen Laboren wird von bis zu 90 Tagen Sicherheitspuffer ausgegangen. Das würde eine erste Haaranalyse erst im Juli ermöglichen. Bei THC vermutlich noch später....Die Vor-Nachteile sind ja ein Stück "Geschmackssache".

1) Kann ich nachvollziehen. Wenn Du nach 3 Monaten und 3 Wochen (bei mir) zur HA gehst, fehlen natürlich die 3 Wochen. Ich hatte mich damals ca. 2 Wochen nach TF entschieden und dann wäre es noch eine Woche gewesen die fehlt - geschenkt. Beim TE sind auch schon 12 Tage vergangen, heute wird er wahrscheinlich keinen Vertrag geschlossen haben, am Montag sind es dann auch schon 15 Tage. Der Gutachter weiß vermutlich auch, dass ein Puffer einzuplanen ist und dass ein paar Tage mehr als 3 Monate Abstinenz besteht, wird das aber aufgrund der Daten der Tests natürlich nicht berücksichtigen können.

2) Oh ja, ich habe auch gezittert weil ja Ungewissheit herrscht, ob der eingesetzte Puffer ausreicht. Ich hatte vor der TF auch öfter konsumiert und nicht gerade wenig. Ich wusste, dass ich 3 Monate und 3 Wochen nicht getrunken habe, aber natürlich wusste ich nicht wie schnell meine Haare wirklich wachsen und ob nicht doch noch irgendwas in den Haaren ist. Aber 3 Monate und 3 Wochen waren zum Glück ausreichend. Ich meine auf irgendeiner Internetseite hatte ich sogar was von der Empfehlung von 4-6 Monaten Puffer gelesen. Man weiß es nicht.

Aber ja, wenn der TE so flexibel ist und sich das auch immer spontan und kurzfristig einrichten kann spricht nichts dagegen und er sollte so schnell wie möglich einen Vertrag abschließen. :) Ich wollte nur auf die besonderen Umstände hinweisen, die das ganze - je nach Lebenssituation - extrem schwer oder sogar unmöglich machen, das muss bei der Entscheidung des Weges definitiv berücksichtigt werden.
 
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Auch von mir: Schön, dass du hier gelandet bist :smiley138:

Mit 2g täglich bist du in einem hochpotenten Konsummuster, zusätzlich polytox mit einem sehr hohen Promillewert.
Die Blutwerte von THC hast du noch nicht ?
Vielleicht könntest du die auch auf der Wache erfragen…

Du solltest dich daher auf 15 Monate Abstinenznachweise einstellen, auf beide Substanzen.

Mit 2 Jahren Sperrfrist ist eher nicht zu rechnen, üblich sind eher so 15-18 Monate ( hängt auch vom Bundesland ab ).
 
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