TF mit 1,71 Promille

Monte

Neuer Benutzer
Du musst zwischen Strafverfahren und Führerscheinverfahren (Verwaltungsverfahren) trennen. Die Sperrzeit juckt die MPU nicht. Ich hatte auch nur 7 Monate Sperre, aber bei 1,74 Promille reicht in der MPU kontrolliertes Trinken für 6 Monate ggf nicht mehr.
Kann gut sein, dass sie 1 Jahr Abstinenz fordern bevor Du die MPU bestehst. Ich hatte den Lappen erst nach 1 Jahr wieder da die Abstinenz nötig war bei 1,9, da bist Du nicht weit entfernt.

Allerdings bist du mit 23 Jahren noch recht jung, so dass von einer Art jugendlicher Verfehlung ausgegangen werden könnte und kontrolliertes Trinken ggf. ausreichen könnte, da solltest Du aber unbedingt zu ner verkehrspsychologischer Beratung statt es alleine einfach zu versuchen.
 

Renzlo

Neuer Benutzer
So,
Abend zusammen, ich habe meinen Fragebogen nochmal überarbeitet. Über Anregungen, Verbesserungen etc. wäre ich sehr dankbar!
PS: mit dem VP habe ich die Zusammenarbeit beendet. Ich habe mich bei ihm nach der 2. Sitzung nicht gut aufgenommen gefühlt und hatte das Gefühl, dass er mir nur Geld aus der Tasche ziehen wollte...
Gibt es Empfehlungen in der Nähe von Dortmund bzw. Ruhrgebiet?



Tathergang

1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.
(Wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille)


Am 30.09.2022 traf ich mich um 18 Uhr mit einigen meiner ehemaligen Mannschaftskollegen (Handball) um ein Spiel von unserer damaligen 4. Mannschaft zu gucken. Im Vorhinein sagte mein alter Trainer schon, dass er uns was zu berichten hat. (Er hat sich verlobt). Dieses haben wir dann bei einigen Bier beim Spiel und dann danach in der Halle gefeiert. Um ca. 23:00 Uhr sind dann die anderen weiter in eine Kneipe gezogen und ich wollte mich auf den Weg nach Hause machen.

Ich hatte geplant mit der U-Bahn und der RB nach Hause zu fahren. Leider musste ich am Bahnsteig feststellen, dass die U-Bahn aufgrund einer Nachtbaustelle nicht fuhr. Ich entschloss mich einige Freunde anzurufen, von denen leider keiner Zeit hatte, mich abzuholen. Also wollte ich in den sauren Apfel beißen und Taxi fahren. Leider waren auch die Taxiunternehmen so voll, dass ich hätte 3 Stunden warten müssen. Durch den Alkohol und meiner Verzweiflung dachte ich, dass ich den Weg nach Hause noch schaffen würde. Also stieg ich ins Auto und machte mich auf den Weg nach Hause. Nach ca. 10 km wurde ich von der Polizei angehalten, weil ich ein Stoppschild überfuhr.

2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)


Ich trank immer das gleiche Flaschenbier(0,33l 5%):

18:00-19:00 1 Bier

19:00-20:00 2 Bier

20:00-21:00 3 Bier

21:00-22:00 2 Bier

22:00-23:00 3 Bier
3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?

Ich fuhr ca. 10 km bis zur Kontrolle. Ich hatte vor ca 20km zu fahren.
4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?
(Ja/Nein + Begründung)

Durch meinen Alkoholkonsum und der Verzweiflung nicht nach Hause zu kommen, ja.

Rückblickend hätte ich einige Warnsignale merken müssen. Ich war sehr redselig, lallte und hatte schwierigkeiten mich zu konzentrieren. Während der Fahrt ignorierte ich die Symptome und fuhr weiter.
5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?
Bahn/Freunde/Taxi

6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen?

Nein.

7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?
Wahrscheinlich ca. 300x.

Seitdem ich 21 war, fuhr ich ca. 3-mal die Woche mit 1x0,33l Bier 5% intus. Dazu kommen bestimmt 80-100 Fahrten unter Restalkohol
Exploration

8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen?
(Allererste Erinnerung und erster Konsum)


Die allererste Erinnerung, die ich in Bezug auf Alkohol habe, ist, dass meine Eltern beim Essen ein Glas Wein tranken. Ich schätze mich da auf 6-9 Jahre alt.

Mein erster eigener Konsum war mit meinem älteren Bruder und seinen Freunden. Dort trank ich ein Alkolpop.

9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?
In den letzten 3 Jahren hat sich mein Alkoholkonsum ständig gesteigert. Am Anfang trank ich pro Monat 2-3 mal Alkohol. Im durchschnitt so ca. 6 0,33l Bier. Zwischendurch war auch mal ein Schnaps dabei. Das steigerte sich bis zu 3-4 mal im Monat ca. 8-12 Bier. Hochprozentiges trinke ich sehr selten. Ich habe gemerkt, dass mein Magen den nicht verträgt und ich davon Probleme mit Sodbrennen bekommen habe.

Ich habe schon seit meinem 18. Lebensjahr Alkohol unter der Woche als Genussmittel benutzt. Meistens nach dem Handballtraining 1-2 0,33l Bier. Ich fing aber erst mit 21 an, damit Auto zu fahren.

10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)


2015-2017

Ca. 1-2 mal pro Monat 4 Bier am Wochenende.

2017-2019

Ca. 2-3 mal pro Monat 4-8 Bier am Wochenende. Unter der Woche 2 Bier. 2x1 nach dem Training.

2019-2021

Ca- 2-3 mal pro Monat 6-10 Bier und 2-3 Schnapps(35%) am Wochenende. Unter der Woche 3-4 Bier.

2021-2022

Ca. 3-5 mal pro Monat 8-12 Bier am Wochenende. Unter der Woche 3-4 Bier.
11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?

Ich habe ausschließlich in Gesellschaft getrunken. Entweder mit meinen Freunden bei mir zuhause oder in einer Kneipe, oder mit meiner Mannschaft in der Halle oder im Vereinsheim.
12. Warum haben Sie getrunken?
(Innere + äußere Motive)


Generell habe ich den Konsum auf mein Kommunikationsproblem zurückgeführt. Meine Eltern hatten es mit meinem Bruder nicht leicht (ADHS, Hochintelligent). Ich wollte sie nie mit meinen Problemen belasten und habe diese immer in mich rein gefressen. Dadurch war ich immer ein sehr stiller und introvertierter Mensch. Ich habe bereits als Kind kaum mit Fremden geredet und hatte in meiner Schulzeit nicht viele Freunde. Nach der 8. Klasse wechselte ich vom Gymnasium auf die Realschule. Dort hatte ich falsche Freunde, welche viel Dreck am Stecken hatten. Ich habe immer noch nicht über meine Probleme geredet und meine Eltern machten sich große Sorgen. Ich hatte um mich selbst eine Mauer aus Stille aufgebaut. Erst durch meine Ausbildung wurde ich ein wenig offener zu Menschen. Dort habe ich Menschen und Freunde kennengelernt, mit den ich zusammen Alkohol getrunken habe. Meistens war es Freitags und man sprach über seine Arbeit, was einem auf den Sack geht und andere Probleme. Durch den Alkohol viel mir leichter über mich bzw. generell zu reden. Wir fingen an Feiern zu gehen und dort half mir der Alkohol mit fremden und Frauen zu reden. Dazu kommt, dass ich durch den Alkohol versucht habe, der Schlechten Stimmung zu Hause zu entfliehen (Viel Stress zwischen meinem Bruder und meinen Eltern). Nach meiner Ausbildung habe ich den Betrieb gewechselt und bin im Maschinenbau gelandet. Dort habe ich trotz meines jungen Alters viel Verantwortung übernehmen müssen, was ich noch nicht kannte. Ich ließ den Stress durch die Arbeit viel zu sehr an mich ran und nahm in mit nach Hause. Der Alkohol am Wochenende half mir abzuschalten.

Zu den ganzen Punkten kommt noch, dass ich nicht nein sagen konnte, da ich immer Angst hatte ausgeschlossen zu werden. Ich habe mich immer Überreden lassen.
13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet?
(bei wenig und bei viel Alkohol)


Wenig: ich wurde redselig, selbstbewusster, gut gelaunt und extrovertierter.



Viel: Ausfallerscheinungen, Müdigkeit, Agressivität, Kater am nächsten morgen.

14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?

Nein.

15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?

Nach viel Alkohol war der nächste Tag „ im Arsch“. Ich lag verkatert nur zuhause rum und war nicht Produktiv. Sportlich war ich weit von meinen 100% entfernt. Und die größte Auwirkung war die TF und der damit verbundene Führerscheinverlust

16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben?
Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür.


Vor der Trunkenheitsfahrt habe ich weit mehr Alkohol als heute getrunken.

17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?

Nein
18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?

Während der Saisonvorbereitung zur 2. Ajgd saison. Dort haben wir die Quali für die Jugendbundesliga gespielt und da war Alkohol tabu.
19. In welcher Kategorie eines Alkohol-trinkenden Menschen haben Sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein?
(Mit Begründung)


Früher habe ich mich durch mein Umfeld als normal Trinker bezeichnet. Ich kannte Leute die mehr tranken als ich und welche die weniger tranken.



Rückblickend stufe ich mich in der Alkoholgefährdung ein. Ich habe eine große Alkoholgewöhnung aber meiner Meinung nach weder Anzeichen auf eine Sucht noch auf einen Missbrauch.



20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)


Ja ich trinke Alkohol nach den Regeln des KT. Ich habe vom 1.10.22 bis zum 16.12.22 eine Trinkpause. Das heisst für mich max. 10x im Jahr bis zu 25g reinen Alkohol.
21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?

Sylvester. 1 Glas Sekt zum Anstoßen

22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?

Nein

23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?

Ich war durch die TF selbst sehr geschockt und enttäuscht von mir. Ich habe erstmal eine Trinkpause eingelegt um meinen Konsum hinterfragen zu können. Ich habe selbst gemerkt, dass ich viel zu viel trinke und meinen Konsum stark einschränken muss, um gesund damit zu leben. Ich wollte Alkohol als Genussmittel nicht weg lassen.
24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?

Durch meinen Freundeskreis dachte ich, dass mein Konsum normal ist. Ich brauchte erst den Wachmacher (TF) um mich selbst und meinen Konsum zu hinterfragen. Hätte ich vorher gewusst, welche Auswirkungen bzw. Vorteile die Verhaltensänderung mit sich bringt, hätte ich dies schon vorher getan.
25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?

Die Änderung habe ich als für mich leicht empfunden. Es gab vorallem am Anfang einige Situationen, wo es komisch war. z.B. Das weglassen des Bieres nach dem Training. Aber solche Situationen waren nach einer Woche schon erledigt. Mein ganzes Umfeld hat die Änderung positiv aufgenommen und mich drauf angesprochen wie lebensfroh ich doch bin. Die gesamte Umstellung fiehl mir leicht. Ich hatte jetzt nach dem Training halt kein Bier mehr in der Hand, sondern eine Cola. Wenn ich mich mit meinen Freunden treffe, dann nicht mehr in der Kneipe, sondern im Cafe oder ähnliches.
26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?

Nur positiv.

Ich bin belastbarer auf der Arbeit, wacher, fitter gesünder als nie zuvor. Mein Blutdruck liegt das erste mal seit Jahren wieder im Normalberreich. Ich bin Sportlich Leistungsfähiger und konzentrierter. Ich konnte das erste mal seit 4 Jahren wieder an die Leistungen aus meiner Jugend anknüpfen und habe dadurch Angebote aus der Oberliga bekommen welche ich angenommen habe. Dadurch spiele ich mit meiner Mannschaft um den Aufstieg in Liga 3 und ich kann da Helfen, wo es von mir erwartet wurde.



Mein Leben ist strukturierter und produktiver. Ich stehe am Wochenende früh auf und habe was von dem Tag. Dadurch schaffe ich natürlich mehr als voher.



Meine Freundin sagt, dass meine Haut gesünder aussieht und dass ich einfach glücklicher und freudestrahlender bin als vorher.

27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?

Ich habe mir Strategien entwickelt, um mich selbst zu erinnern, was für Vorteile die Änderung für mich hat.

1. Ich habe ein Bild vom Sport in meinem Schrank hängen, wo ich durch meine neue Mannschaft die Möglichkeit hatte gegen Andy Schmid zu spielen. Das erinnert mich jeden Morgen daran, zu was für tolle Momente mich meine Änderung bringt. Ich habe mir Vorgenommen eine Wand in meinem Büro dafür zu reservieren, wo ich solche Momente sammle.



2. Ich habe mir Karteikarten gemacht, welche ich immer dabeihabe, wo die Vorteile von meiner Änderung und die Nachteile von meinem alten Konsum draufstehen. Die helfen mir in schwierigen Situationen dabei mich zu erinnern, was ich damit alles gewonnen habe.
28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?
(mit Begründung)
Ja, es wird immer Schicksalsschläge im Leben geben, wo man sachen macht, welche man sich gerade nicht vorstellen kann und möchte. Auch da habe ich einen Plan gemacht, wie ich damit umgehe.

Ich versuche mich mit meinen Regeln und Motivationen mich daran zu erinnern, warum ich den Schritt gegangen bin.

Ich rede mit Freunden, Familie etc. über meine Situation und nehme mir wenn nötig eine Auszeit von allem.

Ich suche mir professionelle Hilfe. Durch meine trockene Alkoholkranke Tante habe ich immer die Möglichkeit mich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen um mit denen über die Gefahr des Rückfalls in alte Muster zu reden.


29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?

Bereits wenn ein Anlass zum Trinken weit in der zukunft liegt, besorge ich mir eine Fahrgelegenheit und versuche direkt eine Alternativlösung zu haben, falls meine Fahrgelegenheit abspringt. Ich bestelle mir z.B. ein Taxi vor. Wenn ich merke, dass es irgendwelche Risiken gibt, dass meine Fahrgelegenheiten und mein Plan B nicht funktioniert, trinke ich keinen Tropfen Alkohol.

30. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen?

Nein.
 

rüdscher

Erfahrener Benutzer
8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen?
(Allererste Erinnerung und erster Konsum)


Mein erster eigener Konsum war mit meinem älteren Bruder und seinen Freunden. Dort trank ich ein Alkolpop.
Dein Alter damals?

9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?
In den letzten 3 Jahren hat sich mein Alkoholkonsum ständig gesteigert.
Nein, den hast DU gesteigert, der Konsum steigert sich nicht selbst...
Rest der Antwort passt...

12. Warum haben Sie getrunken?
Da solltest du tiefer einsteigen. Die Punkte sind als Absprungbasis gut, aber es fehlt noch an Tiefgang, was hat das jeweils mit dir gemacht, z.B. beim Stressthema ist das wichtig, weil du die Mechanismen verstehen musst, um darauf eine solide Strategie raufzusetzen...

19. In welcher Kategorie eines Alkohol-trinkenden Menschen haben Sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein?
(Mit Begründung)


Rückblickend stufe ich mich in der Alkoholgefährdung ein. Ich habe eine große Alkoholgewöhnung aber meiner Meinung nach weder Anzeichen auf eine Sucht noch auf einen Missbrauch.
Erster Teil gut, wenn du aber zum Stressabbau trinkst und das so weit geht, dass du deine FE verlierst, dann kratzt du zumindest am Missbrauch, wie wäre denn etwas wie "gefährdet und an der Grenze zum Missbrauch"? Oder ähnlich? Würde aber nicht kategorisch den Missbrauch ausklammern.

20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)


Ja ich trinke Alkohol nach den Regeln des KT. Ich habe vom 1.10.22 bis zum 16.12.22 eine Trinkpause. Das heisst für mich max. 10x im Jahr bis zu 25g reinen Alkohol.
Vermutlich nur die Formulierung, aber es klingt, als wäre Trinkpause = 10x im Jahr trinken...
Ich würde nicht in g Alkohol messen, sondern zB Trinkeinheiten (TE). Das ist gängige Praxis, also sag lieber 2 Bier 0,33 statt 25g Alkohol.

23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?

Ich war durch die TF selbst sehr geschockt und enttäuscht von mir. Ich habe erstmal eine Trinkpause eingelegt um meinen Konsum hinterfragen zu können. Ich habe selbst gemerkt, dass ich viel zu viel trinke und meinen Konsum stark einschränken muss, um gesund damit zu leben. Ich wollte Alkohol als Genussmittel nicht weg lassen.
Der letzte Satz würde reichen, der Punkt mit Genuss. Deine Antwort deutet zudem an, dass dein Konsum ungesund war, das steht etwas im Widerspruch zu deinen sonstigen Einschätzungen, zB ist selbstschädigender Konsum, also ungesund, ein Zeichen für missbräuchlichen Umgang mit Alkohol.

27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?

Ich habe mir Strategien entwickelt, um mich selbst zu erinnern, was für Vorteile die Änderung für mich hat.

1. Ich habe ein Bild vom Sport in meinem Schrank hängen, wo ich durch meine neue Mannschaft die Möglichkeit hatte gegen Andy Schmid zu spielen. Das erinnert mich jeden Morgen daran, zu was für tolle Momente mich meine Änderung bringt. Ich habe mir Vorgenommen eine Wand in meinem Büro dafür zu reservieren, wo ich solche Momente sammle.

2. Ich habe mir Karteikarten gemacht, welche ich immer dabeihabe, wo die Vorteile von meiner Änderung und die Nachteile von meinem alten Konsum draufstehen. Die helfen mir in schwierigen Situationen dabei mich zu erinnern, was ich damit alles gewonnen habe.
Schon mal gut, aber:
Zur 1: sich vornehmen ist nicht machen, also mach es und erzähl dann davon
Zur 2: ok
Was fehlt: du hast vom Umgang mit Stress gesprochen - das Motiv taucht hier in der Vermeidung nicht mehr auf, wie gehst du damit um?

29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?

Bereits wenn ein Anlass zum Trinken weit in der zukunft liegt, besorge ich mir eine Fahrgelegenheit und versuche direkt eine Alternativlösung zu haben, falls meine Fahrgelegenheit abspringt. Ich bestelle mir z.B. ein Taxi vor. Wenn ich merke, dass es irgendwelche Risiken gibt, dass meine Fahrgelegenheiten und mein Plan B nicht funktioniert, trinke ich keinen Tropfen Alkohol.
Ok, hier könntest du aber zB noch deine gesamte KT-Strategie (wie lange planst du voraus, wie planst du, wie viel, was, welche Anlässe, ...)


Insgesamt schon recht weit gediehen, ganz reichen dürfte es noch nicht, speziell 12 weiter vertiefen, aber du bist nicht weit entfernt...
 

Ig14

Stamm-User
Ich finde deinen Fb auch nicht wirklich schlecht, der experte Rüdscher hat dir noch die entprechnden Tipps gegeben.

2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)


Ich trank immer das gleiche Flaschenbier(0,33l 5%):

18:00-19:00 1 Bier

19:00-20:00 2 Bier

20:00-21:00 3 Bier

21:00-22:00 2 Bier

22:00-23:00 3 Bier
Was mir hier aber aufgefallen ist: 3,66l Bier ergeben 146,4 gr. reinen Alkohol, beachte die Zeit zur Blutabnahme um 1.54 Uhr (BAK 1,71) sind 7h!
Ergibt nach Widmark eine max. theoretische Promille von 1,92 nun fängt dein Körper aber direkt an Alkohol abzubauen, ziehen wir eine Stunde als Anflutungsphase ab ergibt das bei dann 6h a 0,15 Promille Abbau einen Gesamtabbau von Trinkbeginn zur Blutabnahme von 0,9 Promille!
1,92-0,9 ergibt 1,02 Promille du muss also mehr oder über einen kürzeren Zeitraum getrunken haben! Lege einfach noch 4x 0,33l Bier drauf dann kommst du annährend auf die 1,71 Promille BAK.
 

Renzlo

Neuer Benutzer
Guten Morgen,
Danke erstmal für eure Tipps. ich habe meinen Fragebogen soweit nochmal Angepasst.
Eine weitere Frage hab ich noch:
Meine Sperrfrist endet am 15.6 Ich bin gerade dabei meinen FS neu zu beantragen. Ich würde jetzt versuchen, so schnell wie möglich in die MPU zu gehen( natürlich mindestens nach 6 Monaten um die Verhaltensänderung lange genug zu haben) und danach versuchen eine Sperrfristverkürzung zu kriegen. Is das machbar oder soll ich lieber bis Mai/ Juni warten?

Mein Fragebogen, ich hatte mir eure Anregungen angenommen. Ich freue mich auf Anregungen!

Tathergang



1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.

(Wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille)



Am 30.09.2022 traf ich mich um 18 Uhr mit einigen meiner ehemaligen Mannschaftskollegen (Handball) um ein Spiel von unserer damaligen 4. Mannschaft zu gucken. Im Vorhinein sagte mein alter Trainer schon, dass er uns was zu berichten hat. (Er hat sich verlobt). Dieses haben wir dann bei einigen Bier beim Spiel und dann danach in der Halle gefeiert. Um ca. 23:00 Uhr sind dann die anderen weiter in eine Kneipe gezogen und ich wollte mich auf den Weg nach Hause machen.



Ich hatte geplant mit der U-Bahn und der RB nach Hause zu fahren. Leider musste ich am Bahnsteig feststellen, dass die U-Bahn aufgrund einer Nachtbaustelle nicht fuhr. Ich entschloss mich einige Freunde anzurufen, von denen leider keiner Zeit hatte, mich abzuholen. Also wollte ich in den sauren Apfel beißen und Taxi fahren. Leider waren auch die Taxiunternehmen so voll, dass ich hätte 3 Stunden warten müssen. Durch den Alkohol und meiner Verzweiflung dachte ich, dass ich den Weg nach Hause noch schaffen würde. Also stieg ich ins Auto und machte mich auf den Weg nach Hause. Nach ca. 10 km wurde ich von der Polizei angehalten, weil ich ein Stoppschild überfuhr.



2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?

(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)



Ich trank immer das gleiche Flaschenbier(0,33l 5%):



18:00-19:00 2 Bier



19:00-20:00 3 Bier



20:00-21:00 3 Bier



21:00-22:00 3 Bier



22:00-23:00 4 Bier

3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?



Ich fuhr ca. 10 km bis zur Kontrolle. Ich hatte vor ca 20km zu fahren.

4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?

(Ja/Nein + Begründung)

Durch meinen Alkoholkonsum und der Verzweiflung nicht nach Hause zu kommen, ja.



Rückblickend hätte ich einige Warnsignale merken müssen. Ich war sehr redselig, lallte und hatte schwierigkeiten mich zu konzentrieren. Während der Fahrt ignorierte ich die Symptome und fuhr weiter.

5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?

Bahn/Freunde/Taxi



6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen?



Nein.



7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?

Wahrscheinlich ca. 300x.



Seitdem ich 21 war, fuhr ich ca. 3-mal die Woche mit 1x0,33l Bier 5% intus. Dazu kommen bestimmt 80-100 Fahrten unter Restalkohol

Exploration



8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen?

(Allererste Erinnerung und erster Konsum)



Die allererste Erinnerung, die ich in Bezug auf Alkohol habe, ist, dass meine Eltern beim Essen ein Glas Wein tranken. Ich schätze mich da auf 6-9 Jahre alt.



Mein erster eigener Konsum war mit meinem älteren Bruder und seinen Freunden. Dort trank ich ein Alkolpop. Ich war 15



9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?

In den letzten 3 Jahren habe ich meinenAlkoholkonsum ständig gesteigert. Am Anfang trank ich pro Monat 2-3 mal Alkohol. Im durchschnitt so ca. 6 0,33l Bier. Zwischendurch war auch mal ein Schnaps dabei. Ich steigerte mich auf bis zu 3-4 mal im Monat ca. 8-12 Bier. Hochprozentiges trinke ich sehr selten. Ich habe gemerkt, dass mein Magen den nicht verträgt und ich davon Probleme mit Sodbrennen bekommen habe.



Ich habe schon seit meinem 18. Lebensjahr Alkohol unter der Woche als Genussmittel benutzt. Meistens nach dem Handballtraining 1-2 0,33l Bier. Ich fing aber erst mit 21 an, damit Auto zu fahren.



10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?

(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)



2015-2017



Ca. 1-2 mal pro Monat 4 Bier am Wochenende.



2017-2019



Ca. 2-3 mal pro Monat 4-8 Bier am Wochenende. Unter der Woche 2 Bier. 2x1 nach dem Training.



2019-2021



Ca- 2-3 mal pro Monat 6-10 Bier und 2-3 Schnapps(35%) am Wochenende. Unter der Woche 3-4 Bier.



2021-2022



Ca. 3-5 mal pro Monat 8-12 Bier am Wochenende. Unter der Woche 3-4 Bier.

11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?



Ich habe ausschließlich in Gesellschaft getrunken. Entweder mit meinen Freunden bei mir zuhause oder in einer Kneipe, oder mit meiner Mannschaft in der Halle oder im Vereinsheim.

12. Warum haben Sie getrunken?



12. Warum haben Sie getrunken?

(Innere + äußere Motive)

Durch eine ADHS+Hyperintilligenz meines Bruders war meine Kindheit nicht einfach. Meine Eltern standen 24/7 durch meinen Bruder unter Strom. Ich wollte meinen Eltern dann ein gutes Kind sein und nicht auch noch zu einer Belastung werden. Dadurch habe ich versucht immer 110% zu geben und habe gleichzeitig nicht über meine Probleme geredet. Ich habe versucht die Probleme mit mir selber auszumachen und habe mich, wenn es mir nicht gut ging in andere Welten geflohen(Computerspiele). Durch diese konnte ich meine Probleme vergessen. Ich löste sie nicht sondern fraß sie in mich rein. Die Situation zuhause war durch den ständigen Stress meiner Eltern und meines Bruders immer schwierig. Ich flüchtete mich immer mehr und so gingen auch meine Noten in der Schule bergab. Ich redete nicht viel und war ein sehr Stiller Mensch. Ich hatte nicht viele Freunde und die die ich hatte wohnten im nächsten Dorf. Danach folgte der Wechsel auf die Realschule. Dort lernte ich neue Freunde kennen und langsam kam auch der Kontakt zu Alkohol auf. Ich begann zu rauchen um „dazuzugehören“. Ich hatte nie viele Freunde und hatte Angst diese zu verlieren. Ich wollte immer dazugehören, damit ich nicht als „uncool“ abgestempelt werde. Zu dem Zeitpunkt habe ich neben der Schule drei Sachen gemacht: gezockt, mit meinen Freunden in der Stadt „rumgelungert“ oder Handball gespielt. Alles drei habe ich benutzt um meinen Problemen zu entfliehen. Nach meinem Abschluss begann ich eine Ausbildung und mein Perfektionismus wurde schlimmer.Dort fing ich langsam gezwungener Maßen an offener zu werden. Ich lernte wieder neue Freunde kennen, mit welchen ich mich am Wochenende traf um über unsere Probleme unter der Woche zu sprechen. Diese schloss ich mit einer 1,4 ab. Ich wechselte als Service Techniker in die Industrie und es fing an, dass ich für mein junges Alter extreme Verantwortung übernehmen musste. Ich hatte Wochen mit 60-80 Stunden+Rufbereitschaft und vielen Reisen. Das Wochenende nutzte ich um mich mit meinen Freunden zu treffen und Feiern zu gehen. Ich wollte dem Stress des Alltags entfliehen und die Probleme der Arbeit vergessen. Der Alkohol half mir dabei über meine Probleme zu reden, welche ich sonst immer in mich reinfraß. Das hielt sich von 2018-2021. Dann trennte sich meine Freundin nach 8 Jahren Beziehung von mir. Ich fiel in ein Loch. Ich redete mir ein, dass ich jetzt mehr Alkohol trinken würde, weil ich „frei“ wäre, aber in Wahrheit flüchtete ich mich vor der Trauer. Wenn ich mit meinen Freunden unterwegs war und feiern war, vergaß ich die Trauer. Mein Alkoholkonsum steigerte sich auf das Maximum. Dadurch das ich nie über meine Probleme gesprochen habe, bin ich ein introvertierter Mensch und der Alkohol half mir dabei Kontakte zu Frauen aufzubauen.

Nachdem ich meine jetzige Freundin kennengelernt habe trank ich weniger. Danach hatte ich noch den Stressfaktor und meinen Perfektionismus. Ich habe weiter auf der Arbeit 150% gegeben und habe versucht es allen recht zu machen. Ich war für alle 24/7 erreichbar und sagte nicht Nein. Am Wochenende traf ich mich mit meinen Freunden um meinen Stress zu vergessen.

Durch meinen internen Druck immer allen zu Gefallen, immer dazugehören zu wollen, meinen Freundeskreis, meinen Stress und meinem Problem Nein zu sagen, habe ich Mengen an Alkohol getrunken, welche für meine Giftfestigkeit verantwortlich sind.



13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet?

(bei wenig und bei viel Alkohol)



Wenig: ich wurde redselig, selbstbewusster, gut gelaunt und extrovertierter.







Viel: Ausfallerscheinungen, Müdigkeit, Agressivität, Kater am nächsten morgen.



14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?



Nein.



15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?



Nach viel Alkohol war der nächste Tag „ im Arsch“. Ich lag verkatert nur zuhause rum und war nicht Produktiv. Sportlich war ich weit von meinen 100% entfernt. Und die größte Auwirkung war die TF und der damit verbundene Führerscheinverlust



16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben?

Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür.



Vor der Trunkenheitsfahrt habe ich weit mehr Alkohol als heute getrunken.

Das Maximum war in meiner Trennungszeit erreicht. Dort trank ich um der Trauer zu entfliehen.



17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?



Nein

18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?



Während der Saisonvorbereitung zur 2. Ajgd saison. Dort haben wir die Quali für die Jugendbundesliga gespielt und da war Alkohol tabu.

19. In welcher Kategorie eines Alkohol-trinkenden Menschen haben Sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein?

(Mit Begründung)



Früher habe ich mich durch mein Umfeld als normal Trinker bezeichnet. Ich kannte Leute die mehr tranken als ich und welche die weniger tranken.







Rückblickend stufe ich mich in der Alkoholgefährdung ein. Ich habe eine große Alkoholgewöhnung und grenzte an den Alkoholmissbrauch







20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?

(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)



Ja ich trinke Alkohol nach den Regeln des KT. Ich habe vom 1.10.22 bis zum 16.12.22 eine Trinkpause eingelegt. Seitdem trinke ich maximal 12x im Jahr zu vorher festgelegten Anlässen maximal 3TE

21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?



Sylvester. 1 Glas Sekt zum Anstoßen



22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?



Nein



23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?



Ich war durch die TF selbst sehr geschockt und enttäuscht von mir. Ich habe erstmal eine Trinkpause eingelegt um meinen Konsum hinterfragen zu können. Ich habe selbst gemerkt, dass ich viel zu viel trinke und meinen Konsum stark einschränken muss um ihn wieder als Genussmittel zu konsumieren.Ich wollte Alkohol als Genussmittel nicht weg lassen.

24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?



Durch meinen Freundeskreis dachte ich, dass mein Konsum normal ist. Ich brauchte erst den Wachmacher (TF) um mich selbst und meinen Konsum zu hinterfragen. Hätte ich vorher gewusst, welche Auswirkungen bzw. Vorteile die Verhaltensänderung mit sich bringt, hätte ich dies schon vorher getan.

25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?



Die Änderung habe ich als für mich leicht empfunden. Es gab vorallem am Anfang einige Situationen, wo es komisch war. z.B. Das weglassen des Bieres nach dem Training. Aber solche Situationen waren nach einer Woche schon erledigt. Mein ganzes Umfeld hat die Änderung positiv aufgenommen und mich drauf angesprochen wie lebensfroh ich doch bin. Die gesamte Umstellung fiehl mir leicht. Ich hatte jetzt nach dem Training halt kein Bier mehr in der Hand, sondern eine Cola. Wenn ich mich mit meinen Freunden treffe, dann nicht mehr in der Kneipe, sondern im Cafe oder ähnliches.

26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?



Nur positiv.



Ich bin belastbarer auf der Arbeit, wacher, fitter gesünder als nie zuvor. Mein Blutdruck liegt das erste mal seit Jahren wieder im Normalberreich. Ich bin Sportlich Leistungsfähiger und konzentrierter. Ich konnte das erste mal seit 4 Jahren wieder an die Leistungen aus meiner Jugend anknüpfen und habe dadurch Angebote aus der Oberliga bekommen welche ich angenommen habe. Dadurch spiele ich mit meiner Mannschaft um den Aufstieg in Liga 3 und ich kann da Helfen, wo es von mir erwartet wurde.







Mein Leben ist strukturierter und produktiver. Ich stehe am Wochenende früh auf und habe was von dem Tag. Dadurch schaffe ich natürlich mehr als voher.







Meine Freundin sagt, dass meine Haut gesünder aussieht und dass ich einfach glücklicher und freudestrahlender bin als vorher.



27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?



Ich habe mir Strategien entwickelt, um mich selbst zu erinnern, was für Vorteile die Änderung für mich hat.



1. Ich habe mir in meinem Büro eine Bilderwand angefangen. Dort sammele ich alle schönen Erinnerungen und Ereignisse, welche ich mit meinem geänderten Kosum verbinde.Bis jetzt hängen Dort Bilder von einem Handballspiel gegen Andy Schmid. Außerdem von einem Treffen mit Florian Kehrmann und ein Bild von meiner neuen Mannschaft. Das erinnert mich an meine positiven Entwicklungen seitdem.







2. Ich habe mir Karteikarten gemacht, welche ich immer dabeihabe, wo die Vorteile von meiner Änderung und die Nachteile von meinem alten Konsum draufstehen. Die helfen mir in schwierigen Situationen dabei mich zu erinnern, was ich damit alles gewonnen habe.



  1. ich habe das Gespräch mit meinem Chef gesucht, wir haben zusammen Lösungen entwickelt um meinen Stress auf der Arbeit zu senken. Er nimmt Rücksicht auf mich.


  1. ich suche das offene Gespräch mit meinen Freunden und meiner Familie.
28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?

(mit Begründung)

Ja, es wird immer Schicksalsschläge im Leben geben, wo man sachen macht, welche man sich gerade nicht vorstellen kann und möchte. Auch da habe ich einen Plan gemacht, wie ich damit umgehe.



Ich versuche mich mit meinen Regeln und Motivationen mich daran zu erinnern, warum ich den Schritt gegangen bin.



Ich rede mit Freunden, Familie etc. über meine Situation und nehme mir wenn nötig eine Auszeit von allem.



Ich suche mir professionelle Hilfe. Durch meine trockene Alkoholkranke Tante habe ich immer die Möglichkeit mich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen um mit denen über die Gefahr des Rückfalls in alte Muster zu reden.





29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?



Dadurch dass ich jetzt KT betreibe plane ich meine Trinkanlässe mindestens 2 Wochen im Voraus. Meine Trinkanlässe sind besondere Anlässe, wo ich nicht auf Alkohol als Genussmittel verzichten möchte wie z.B. Geburtstage in der Familie, Mein Saisonabschluss oder ein Klassentreffen. Spontan trinke ich keinen Alkohol. In der Planung mache ich mir Gedanken, wie ich hin und zurückkomme und besorge mir einen Plan B. falls es keine Möglichkeit gibt oder meine Beiden Möglichkeiten abspringen trinke ich gar keinen Alkohol.



30. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen?



Nein
 

Ig14

Stamm-User
Danke erstmal für eure Tipps. ich habe meinen Fragebogen soweit nochmal Angepasst.
Eine weitere Frage hab ich noch:
Meine Sperrfrist endet am 15.6 Ich bin gerade dabei meinen FS neu zu beantragen. Ich würde jetzt versuchen, so schnell wie möglich in die MPU zu gehen( natürlich mindestens nach 6 Monaten um die Verhaltensänderung lange genug zu haben) und danach versuchen eine Sperrfristverkürzung zu kriegen. Is das machbar oder soll ich lieber bis Mai/ Juni warten?
Also du kannst frühestens (6 monate Verhaltensänderung) im April zur MPU! Sagen wir du bekommst am 1.4 direkt einen Termin, dann dauert es bis mitte April damit du dein hoffentlich positives Gutachten in den Händen hältst die MPU wird bei den meisten Gerichten im hin hinblick deiner nun nichtmehr gegebenen Nichteignung positiv anerkannt, daher vorzeitige Aufhebung der Sperre. Nun dauert so ein Sperrfristverkürzungsantrag allerdings 1-2 Monate, also gewinnst du maximal 1 Monat! Wenn der Aufwand es dir Wert ist für einen Monat!

Alternativ belegst du jetzt einen von Gerichten anerkannten Kurs zur Sperrfristverkürzung (Dekra,Tüv)! So ein Kurs zieht sich aber auch über ca. 1 Monat also könntest du mitte März deine Sperrfristverkürzung bei Gericht einreichen 1-2 Monate Wartezeit, sprich April bis Mai KÖNNTE deine Sperrfrist aufgehoben werden, beachte aber das so ein Kurs ca. 500 € kostet.

Meine Meinung: du kannst mit Glück und Aufwand max. 2 Monate Zeit sparen. Konzentriere dich lieber voll und ganz auf die MPU! Wenn diese nämlich nicht klappt verlierst du viel Zeit. die 1-2 Monate mögliche Verkürzung wären im Vergleich zum Aufwand aus meiner Sicht nicht empfehlenswert.
 

Renzlo

Neuer Benutzer
Danke für deine Antwort. Klar, viel sparen würde ich nicht, bin leider beruflich und auch privat extrem auf den lappen angewiesen und würde das am liebsten so schnell wie möglich erledigt haben...
 
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