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TF + Unfall 2,3 Promille

Ich verstehe dich @bernie
Mir ging es ähnlich
15 ist ein Alter an dem ich schon daran gedacht habe, wie ich dieser hölle entkommen könnte. Ich habe auch immer Schläge und Schuld für alles und jeden bekommen. Im Jugendalter konnte ich das nicht mehr so „abspalten“ und habe mir oft gesagt beim nächsten Mal bin ich weg. Und mit 15 war es dann soweit…. Vielleicht ist es bei dir die Vielzahl der Enttäuschung :
Du konntest nichts dafür
Du hättest umsorgung und Hilfe gebraucht
Und Unterstützung gegenüber dem unfallgegner
Du hast deshalb gelernt :
Auf meine Erzeuger kann ich nicht nicht verlassen
Ich bin ihnen und anderen schutzlos ausgeliefert
Ich muss alles alleine schaffen..

Das ist nur meine eigene Erfahrung und reine Küchen Psychologie !!

Nimm den kleinen Bernie in Arm und gib ihm das was er damals gebraucht hätte:
Fürsorge
Liebevolle Worte und in den Arm genommen werden
Schutz und Beistand und ein großes Pflaster mit einer Tapferkeits Biene
 
Was mich hierzu interessieren würde, wäre, warum dich diese Ungerechtigkeit so umtreibt…?
"Diese" sind wir in der letzten Sitzung mal näher gekommen.
Es ist die Frage gewesen, warum der 15 jährige Bernie wie da stand und wie der heutige >50 jährige Bernie steht. Heute würde ich jedem Hilfe anbieten, bei dem ich die Notwendigkeit sehe. Früher war ich - aus heutiger Sicht - gar nicht in der Lage genau in dieser einen Situation Hilfe auch nur anzufragen, von anzunehmen will ich gar nicht reden.
Aber sei es drum. Ich will bei all den Fortschritten (komme ich unten noch zu) dieses Ereignis nicht zu hoch hängen.


Fortschritt:
1) mein Therapeut fragte mich, ob ich denn überhaupt noch weitere Unterstützung bräuchte - da war ich erstmal baff. Ja - war meine Antwort. Ich fühle mich noch nicht gesichert, nicht für alle Lebenslagen gewappnet
2) ich habe keine "Trigger-Phasen" mehr, die zuvor über Stunden oder Tage anhielten - ich kann die Probleme / Situationen in den Tresor packen und mich bei Zeiten drum kümmern
3) mein Chef meinte letztens, dein Homeoffice ist gestrichen - ab sofort wieder ins Büro. Ja - es hat für mich bestimmte Einschnitte der Freiheit zur Folge, verursacht nicht unerhebliche Kosten, mein AN-Programm und meine Therapie wäre gefährdet, Und? Wenn ich es nicht will, kann oder so, dann gehe ich halt. Bevor ich mein Leben hinten an stelle, mir täglich aus Frust dieses Anordnung die Birne zu haue - ich gehe mit Argumenten vor und erreiche, dass es reicht, wenn ich 1-2 Tage ins Büro gehe.....
 
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