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Titel / Betreff: MPU Ende Sept./Anfang Okt.: Wie stehen meine Chancen mit 15 M. Alkohol & 18 M. BtM-Abstinenz?

alekkk90

Neuer Benutzer
Hallo zusammen,

ich bereite mich aktuell auf meine anstehende MPU Ende September / Anfang Oktober vor und wollte meinen Fall, meine Abstinenznachweise sowie meine Vorbereitung hier im Forum teilen. Mich würde eure ehrliche Einschätzung zu meinen Bestehenschancen interessieren!

FB Drogen / Kombi-MPU

Zur Person

Geschlecht: männlich

Alter: 36 Jahre

Was ist passiert?

Drogensorte: Amphetamin (2022); früher Kokain (2012)

Auffälligkeiten: 22.10.2012 (Kokain) sowie 28.05.2022 (Kombi-Fahrt & Fahren ohne Fahrerlaubnis)

Drogen- & Alkoholbefund (Blutwerte)

2022 (Kombi-Fahrt): 30\text{ ng/ml} Amphetamin zusammen mit 1,34\text{ ‰} BAK(Mischkonsum/Kombination)

2012 (Kokain): 5,7\text{ }\mu\text{g/l} Kokain & 196\text{ }\mu\text{g/l} Benzoylecgonin

Stand des Ermittlungsverfahrens

Verurteilt: Ja (u. a. Amtsgericht 2023)

Führerschein

Status: Entzogen seit 12.01.2013

Neubeantragung: Ja, gestellt am 23.01.2026

Führerscheinstelle & Akte

Akteneinsicht: Ja

Eintragungen in der Akte:

Kombinationsfahrt unter Amphetamin (30\text{ ng/ml}) und Alkohol (1,34\ Promille

3\times Fahren ohne Fahrerlaubnis (2022)

Weitere verkehrsunabhängige Delikte , Geldwäsche, Urkundenfälschung)

Bundesland: Nordrhein-Westfalen

Genaue Fragestellung der Führerscheinstelle:

1. Kann trotz des nachgewiesenen Konsums von Betäubungsmitteln wieder sicher ein Kraftfahrzeug geführt werden?

2. Ist künftig zu erwarten, dass erneut unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln, Alkohol oder deren Nachwirkungen ein Kraftfahrzeug geführt wird?

3. Ist aufgrund der aktenkundigen Straftaten zu erwarten, dass künftig erheblich oder wiederholt gegen verkehrsrechtliche oder strafrechtliche Bestimmungen verstoßen wird?

Konsumstopp & Abstinenznachweis

Status: Vollständige Abstinenz für Drogen und Alkohol.

Aktueller Abstinenzstand zum MPU-Termin:

BtM (Drogen): 18 Monate lückenlos belegt.

EtG (Alkohol): 15 Monate belegt (die Belege liefen bis Mai, danach habe ich nur den BtM-Nachweis weitergeführt).
Das macht das ich keine 18 Monate Alkohol Abstinenz habe.
Vorbereitung & Aufarbeitung

Entgiftungen: Im Jahr 2022 absolviert.

Bewährungszeit von 3 Jahren bis 2026, hab auch schon ein Schreiben vom Landgericht bekommen, dass ich die erfolgreich absolviert habe.

Professionelle Vorbereitung bei zwei verschiedenen Verkehrspsychologen:

1. TÜV Süd: Kurs/Schulung über 12 Stunden + 4 Einzelstunden + MPU-Simulation.

2. MPU Nord West: Weiterführende Konsultation und Vertiefung der Psychologie.

MPU-Termin & Begutachtungsstelle

Geplanter MPU-Termin: Ende September / Anfang Oktober 2026

Frist der Führerscheinstelle: Gutachten gefordert bis 09.01.2027

Begutachtungsstelle (MPI): Pima MPU Münster / MPU Nord West



Plus rückfallprofelaxe 8 Sitzungen



Meine Fragen an die Community:

1. Chancen mit 15 M. Alkohol & 18 M. BtM-Abstinenz: Ich trete Ende September / Anfang Oktober zur MPU an. Glaubt ihr, dass meine Chancen mit 15 Monaten belegter Alkoholabstinenz und 18 Monaten BtM-Abstinenz gut stehen? Oder könnte der Gutachter die Unterbrechung der Alkoholnachweise seit Mai negativ auslegen, obwohl der Nachweiszeitraum weit über 12 Monate liegt?

2. Erklärung der Kombinationsfahrt (1,34\text{ ‰} + Amphetamin): Da der Vorfall als Kombi-Fahrt aktenkundig ist, geht der Gutachter von hoher Toleranz aus. Wie verknüpfe ich im Gespräch am besten die Wirkung von Alkohol als "Hemmschwelle-Senker" für den BtM-Rückfall?

3. Aufarbeitung der Straftaten (Fahren ohne FS): Ich habe eine Vorbereitung 4 Einzelstunden mit dem Psychologen + 12 online Sitzungen sowie zusätzliche Sitzungen bei MPU Nord West absolviert. 7 Stunden , Reicht diese doppelte verkehrspsychologische Aufarbeitung eurer Erfahrung nach aus, um auch bei der Frage zu den Straftaten voll zu überzeugen?



Oder gibt es ein Problem mit diesen drei Monaten Alkohol Abstinenznachweis nicht erbracht hab?

Oder ist es gewesen und ich muss alles wieder von vorne anfangen? 15 Monate BTM + Alkohol, Ich möchte es trotzen versuchen in die MPU aber 1890€ ist viel Geld.

Vielen Dank vorab für eure Tipps und Rückmeldungen
 
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danach habe ich nur den BtM-Nachweis weitergeführt)
...weil?

Die Lücke wirst Du gut begründen müssen.
Von vorne anfangen musst Du nicht, aber nach längerer Lücke zu nachgewiesenen Abstinenzzeiten möchten die buk nochmal 6 Monate sehen.

Also gleich morgen ne Haarprobe, im Dez. noch eine, Drogen entsprechend verlängern, MPU im Dezember / Anfang Jan. ggf. die FsSt über eine Verschiebung informieren, die sollten mitspielen. Das wäre der sichere Weg.

Reicht diese doppelte verkehrspsychologische Aufarbeitung eurer Erfahrung nach aus, um auch bei der Frage zu den Straftaten voll zu überzeugen?
Das kann nur Dein Vorbereiter einschätzen. Wir haben keine Ahnung, wie selbstkritisch Du reflektieren konntest.

Wie verknüpfe ich im Gespräch am besten die Wirkung von Alkohol als "Hemmschwelle-Senker" für den BtM-Rückfall?
Den Mischkonsum hättest Du aber in Deinen Vorbereitungen gut herausarbeiten müssen ...
Und da gehts nicht um "am besten", sondern: wie wars denn wirklich?
 
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