Hallo Leute,hier ist mein alk-mpu fragebogen
Fragebogen für eine Alkohol-MPU
Dieser Katalog dient zur Vorbereitung des psychologischen Gespräches und ist Grundlage hier im Forum.
Vor dem Ausfüllen bitte immer in ein paar (finalen) Gute Alk.-Fragebögen lesen. Dies dient euch aber lediglich zur Orientierung.
Die Inhalte der verlinkten FB sollen nicht abgeschrieben werden!!
Bitte immer unter den Fragen antworten !!!
Tathergang
1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.
(wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille)
1. 1996,Hochzeit eines Freundes in Wuppertal,ab 16.00 Uhr kontinuierlicher Alkoholkonsum,beginnend mit Sekt nach der Trauung,am Anfang,vorausschaünd langsam,immer wieder Biere,zwischen durch immer wieder Essen und Tanzen,Schnäpse gesellten sich dazu,um 1 Uhr nachts nahm ich allen vorsorglich die Schlüssel ab,meine Lebensgefährtin kam auch mit dem Auto...die Rückfahrt war gesichert.Mein einjähriger Sohn war bei der Oma,bekam gerade seine ersten Zähne,meine Frau wollte 2 Uhr nach Hause,ich war voll,es kam zum Streit und blieb,sie fuhr mit ihrem Wagen nach Hause.(mit meinem Wissen und der Erkenntnis von heute war ich zu diesem Zeitpunkt schon längst Alkoholiker,konnte nicht aufhören!)
Irgendwann konnte ich nicht mehr,legte mich 3,4 Uhr ins Auto zum Schlafen,wurde nach 2 Stunden wach,fror,fuhr los,schlief vorm Herner Kreuz ein,der Wagen rutschte bei voller Fahrt in den Graben und auf dem Dach weiter vor den Brückenpfeiler...aber eher sachte.ich war wieder voll da beim rutschten auf dem Dach,dachte,meine letzte Stunde hat geschlagen,war eingeklemmt,kam nicht raus,wäre geflüchtet.Irgendwann kam Feürwehr und Polizei und sie schnitten mich raus!
2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?
(Genaü Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)
2. Müßte ich lügen.Sekt, Bier, Wodga. von 16h bis 3,4h nachts
3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?
3. 35 km,bis ich eingeschlafen bin und es zum Unfall kam.....ca. 50 km insgesamt
4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?
(Ja/Nein + Begründung)
4. Absolut nicht,es war kalt,war hundemüde,und auch noch richtig betrunken,wollte nur nach Hause.Hatte nie den Gedanken,dass ich alkoholisiert kein Auto mehr fahren kann,und mit dem richtigen Pegel war es mir auch leider immer egal,es nicht zu dürfen!
5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?
5. Ich wollte Sie vermeiden,indem ich mich ins Auto zum Schlafen legte,hab mich aber auch wahrscheinlich nur hingelegt,weil ich absolut fertig war.eigentlich wäre losfahren normal gewesen.hab meistens so lange getrunken,bis der verstand aussetzt,ich mich wie der größte fühlte,der alles hinkriegt!
6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen?
6. Ja
7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?
7. 80-130 Mal in 4 Jahren..??....Das ich dem Alkohol schon früh gegenüber machtlos war,und mein Leben nicht mehr meistern konnte,dass ich nach dem 3-4 Bier nicht mehr aufhören konnte,dass ich schon früh alkoholabhängig war,es aber lange nicht wahr haben wollte!
Exploration
8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen?
(Allererste Erinnerung und erster Konsum)
8. Mit 10 Jahren die Reste der Eierlikör Gläser nach einer Feier der Erwachsenen zu Hause morgens ausgeleckt,aus Ärger,das ich die ganze Feier in meinem Zimmer bleiben mußte,auch den anderen Flaschen probiert.
Danach hatte ich erstmal genug und mit 14 jahren die ersten 1,2 Flaschen Bier,um Mut zu bekommen,Hemmungen wegzutrinken,um überhaupt mal Mädchen länger ansehen,mit Mädchen zu reden.
9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?
9. Nun,zürst nur an den Wochenenden,zu Schluss exessiv,tagelang!kalte Entzüge,professionelle Entgiftungen im Krankenhaus....wieder von vorn....bis ich Gott sei Dank endlich kapitulieren konnte.
10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?
(Genaü Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)
10. Bis nichts mehr reinging,10 Bier,eine Flasche Wodga,täglich,zu jedem Anlass....aus Angst,allein zu bleiben,zu versagen,wenn ich traurig war,wenn ich fröhlich war,wenn ich einsam war,wenn ich ärgerlich war,und,und,und....jedes Gefühl wurde weg getrunken...
11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?
11. Nachdem ich aus allen Kneipen wegen meiner Agressivität im Rausch rausgeflogen war,meistens allein,selten hielt es mal ein anderer Saufkumpane länger mit mir aus.
12. Warum haben Sie getrunken?
(Innere + äußere Motive)
12. Weil ich den Alkohol brauchte!Meinen Körper habe ich abhängig getrunken,weil ich es nie gelernt habe mit Gefühlen umzugehen,sie zuzulassen,mit ihnen leben.Jedes Gefühl habe ich mir jeder Zeit weg getrunken..Traür,Traurigkeit,Fröhlichkeit,Einsamkeit,Alle möglichen Ängste,(vor Nähe,Zurückweisung,Ablehnung,Liebe,etc.)
13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet?
(bei wenig und bei viel Alkohol)
13. Ich wurde ruhiger, entspannter,mein Selbstwertgefühl,mein Selbstbewußtsein stieg,meine Minderwertigkeitsgefühle verschwanden.Bei steigendem Konsum wurde ich agressiv.
14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?
14. Ich habe es lange schon irgendwie bemerkt,daß ich Alkohol brauchte,um nach der Arbeit meinen Stress zu verarbeiten,in zwischenmenschlichen Beziehungen kam ich auch nicht ohne ihn klar...und mit ihm dann meistens gar nicht.Ich habe aber lange die Sucht und die Abhängigkeit nicht wahr haben wollen.War immer der Meinung,ich kann allein davon loskommen.Konnte nach einigen Abstinenztagen nie trocken bleiben.
15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?
15. Trennungen von Partnerinnen,Freunde wandten sich ab,Arbeitsplatzverluste,Führerscheinverluste,Gerichtsverfahren
16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben?
Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür.
16. Ich habe bis 1998 regelmäßig Alkohol getrunken,aber meistens die Arbeitstage trocken hinbekommen,dann war die Trennung von Lebensgefährtin und 3 jährigem Sohn,und ich begann exessiv Schnaps,meistens Wodga,zu trinken,bis nichts mehr reinging,wollte diese trostlose Realität nicht leben,fühlen.
17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?
17. Nicht nachvollziehbar,wie oft.
18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?
18. Sehr oft versucht,weil ich ahnte,dass da was nicht stimmte,aber nie lange hingekriegt.
19. In welcher Kategorie von Trinker haben sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein?
(mit Begründung)
19. Früher,also ganz früher wär mir nie ein Gedanke gekommen, dass Alkohol ein Problem für mich ist.Ich hielt mich lange für einen Gesellschaftstrinker.Jetzt weiß ich,dass ich Alkoholiker bin,dem Alkohol machtlos,weil er mir immer vermeintlich dabei half,mit meinen Gefühlen klar zu kommen,ich sie durch das Trinken aber von Anfang an nur verdrängt habe.Ich wurde als Kind zu einem Gefühls- und Gemütskranken Menschen erzogen, der im Alkohol die Zaubermedizin für alle seine Sorgen fand,bis letztendlich auch mein Körper abhängig wurde..Dieser Übergang war schleichend,daürte lange,zugegeben hab ich ihn erst die letzten 6 Jahre
Heute und in Zukunft
20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?
(Genaü Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)
20. Nein,ich habe kapituliert,ich trinke keinen Alkohol mehr und achte auch auf Alkohol in Speisen,um nie mehr in diese Sucht zu geraten,in der in dann sterbe.
21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?
21. 04.07.2011
22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?
22. Nein,erstens kann ich es Gott sei Dank mir nicht mehr lecker vorstellen und habe große Angst vor einem Rückfall.
23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?
23. Weil ich nicht sterben will,denn das passiert,wenn ich wieder beginne.Ich habe angefangen zu lernen,mit meinen Gefühlen ohne Alkohol umzugehen
24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?
24. Zuletzt sind von heute auf morgen 2 Freunde gestorben.Es hat ganz viele Versuche gebraucht,um zuzugeben,das ich dem Alkohol gegenüber machtlos bin,dass ich es nicht allein schaffe,und beim letzten Mal war ich dann wirklich unten angekommen,ca. 3,6 Promille,Intensivstation,wieder mal aus Angst und Sucht besinnungslos getrunken....Hatte nur noch Angst,dass ich sterbe...Und das wollt ich nicht.
25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?
25. 1. Langzeittherapie in Bad Essen,das hielt dann mit 2 Rückfällen doch ein Jahr.Hatte aber nichts gelernt, war nur wegen Frau und Kind da,nicht wegen mir. 2.Langzeittherapie Bad Fredeburg 2011,hab ich mir selbst ausgesucht,sollte die härteste und erfolgreichste Klinik Deutschlands sein.DA wollte ich hin,Ich konnte nicht mehr,hatte nur noch Todesängste vorm Leben.Dort,durch viel Tiefenphsychologie in meiner Kindheit,meiner Erziehung,habe ich erfahren dürfen,warum ich trinke,das ich in Wahrheit nicht an allem Schuld bin,nicht perfekt sein muss,ein wertvoller, liebenswerter Mensch bin,Rechte habe,mir immer Hilfe holen kann,wenn ich sie brauche.Hab nein sagen gelernt.Ich habe gelernt,meine Gefühle anzunehmen und mit ihnen umgehen.
26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?
26. Mir geht es so gut ohne den Alkohol,hät ich mir vor 10 Jahren nicht vorstellen können.Mein privates Umfeld ist teils begeister,teils kritisch,aber immer mehr Freunde kommen zurück.Von denen,die viel trinken,immer trinken,hab ich Abstand genommen.Im Job eher kritisch,weil ich Nein sage,bin nicht mehr der trinkende,pflegeleichte Ja Sager. Habe seit einem Jahr wieder ein alte,neü Feste Beziehung,versuche mit Menschen so umzugehen,wie ich neu mit mir umgehe.Bin sehr achtsam auf meine Gesundheit und mein Gefühlsleben geworden.
27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neüs Verhalten daürhaft stabil bleibt?
27. Achtsamkeit ist in meinem Leben oberste Priorität geworden.Wenn mit meinen Gefühlen was nicht stimmt rede ich mit Frau und Freunden.Meine Selbsthilfegruppe ist für mich ein ganz wichtiger Wochentreff geworden,um zu teilen,was mir gut tut und nicht gut tut.Um meine Gelassenheit und meinen inneren Frieden zu bewahren und zu verbessern vollziehe wenigsten 2x täglich autogenes Training,nehme mir Zeit zur Meditation.Könne mir Ruhepausen und was mir gut tut.(Radfahren,Sauna,Mit den Hunden spazieren,etc.) Nach einem Jahr Wartezeit habe ich jetzt eine Verhaltenstherapie begonnen,um die Sachen,die mich jetzt stören,die ich falsch angehe,zu beseitigen.Die Zusammenarbeit mit der Therapeutin sehe und spüre ich sehr positiv in meinem hier und jetzt.
28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?
(Ja/Nein + Begründung)
28. Nein, wenn ich mich und meinen Körper jeden Tag weiter so behandle wie jetzt,wie in 27. Punkt beschrieben,immer Achtsam bin,mir immer Hilfe hole,mich als wichtigsten Menschen in meinem Leben sehe und behandle.Dann geht es mir gut und ich kann jeden heutigen Tag mit allen Gefühlen ,guten und schlechten, leben....Ja,ich weiß,ich bin ganz schnell in alten Gewohnheiten,werde trinken und davon sterben....wenn ich einmal sage,ich brauch den ganzen Punkt 27 nicht mehr,lasse wieder soviel Stress zu,wie er mir nicht gut tut,vernachlässige meine Selbsthilfegruppe,meine Meditation,mein autogenes Training,meinen Sport,meine H.obbies.
29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?
29. Als trockener Alkoholiker habe ich dieses Problem nicht.
30. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen?
30. Ich bin so dankbar,nicht mehr trinken zu müssen...und werde immer daran arbeiten....es auch nie mehr anzufangen....egal was passiert,ich trinke nicht!!
Gott gebe mir die Gelassenheit,Dinge hinzunehmen,die ich nicht ändern kann; den Mut,Dinge zu ändern,die ich ändern kann; und die Weisheit,das eine vom anderen zu unterscheiden!!!