WAHRSCHEINLICH MPU wegen Straftaten

davidrbg

Benutzer
Tathergang

1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.
(Wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille)

Es war ein Freitag (13.02.2009) als mal wieder zu einen alten Kumpel geladen wurde wie jedes Wochenende. In seiner Wohnung waren wir ca. 10 Leute, hörten Musik und tranken Bier.

Gegen 23 Uhr ging das Bier aus und wir wussten, das es im Nachbarort eine Rewe gibt welche bis 24 Uhr geöffnet hat. Meine Freundin, ich und 2 weitere Kumpels haben uns ins Auto gesetzt und sind in die Rewe gefahren. Auf der Fahrt dorthin gab es wieder das Gespräch über meinen „Führerschein“, habe wie immer behauptet das ich auch einen hatte usw. Von einem Kumpel hieß es dann, das ich ja wieder zurück fahren könnte und ich habe diesem zugestimmt. Meine Freundin welches das Auto hin fuhr, hat leider nicht gegen gesprochen und mich dann fahren lassen.

Aufgefallen bin ich laut Polizei nur, weil das Auto voll besetzt war, diese hielten uns an und ließen mich pusten. Blutentnahme wurde durchgeführt mit dem Ergebnis 1,53 Promille.

2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)

Ausschließlich Bier und bestimmt 7-9 Flaschen

3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?

Das waren vielleicht 500 Meter und gesamt wären es um die 8 Kilometer gewesen.

4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?
(Ja/Nein + Begründung)

Ich fühlte mich durch meine 2 Kumpels unter Druck gesetzt, da ich ja unbedingt beweisen wollte das ich fahren kann und gab mir beste Mühe. Den Druck habe ich mir jedoch durch meine Lüge selbst gemacht. Ich fühlte mich sicher, da es ja bis dahin „nur“ gerade aus ging.

5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?

Ich habe die Hoffnung gehabt das meine Freundin dies unterbinden würde, leider war das nicht der Fall. Schuld kann ich ihr daran jedoch keine geben, da ich sie zuvor schon überredet habe dies zu machen und auch sagte das es nicht auffallen würde und keine Polizei kommt.

6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen?

Nein

7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?

Wenn dann nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Ich kann dazu sagen, das ich wohl sehr an Alkohol gewöhnt gewesen sein muss um mich noch so unter Kontrolle zu haben.

Exploration

8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen?
(Allererste Erinnerung und erster Konsum)
Das war relativ spät, da ich keinen Sinn darin gesehen habe zu trinken und mir dies nicht schmeckte. Ich war etwa 17 Jahre gewesen, bei einem Kumpel auf der Geburtstagsfeier.

9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?

Nach der Trennung meiner damaligen Freundin und den neuen Freundeskreis jedes Wochenende, ich glaube sogar ohne Ausnahme.

Heute ebenfalls am Wochenende, jedoch mit dem Unterschied, das es nicht mehr darauf ankommt mich damit zu beruhigen und von anderen Problemen mich abzulenken. Heute geschieht dies nur mit den wenigen Freunden welche übergeblieben sind oder bei einem Grillabend im Garten. Vielleicht auch mal wenn wir ein Projekt im Garten fertiggestellt haben, stehen meist ein paar Flaschen Bier bereit.

10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

Jedes Wochenende, ausschließlich Bier und das immer zwischen 5 und 10 Flaschen

11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?

Bei meinem Kumpel in der Wohnung, dort war der „harte Kern“ immer vertreten.

12. Warum haben Sie getrunken?
(Innere + äußere Motive)

Um über meine Probleme (Trennung) hinwegzukommen, zudem über allgemeine Unzufriedenheit meines Lebens. Ich habe gesehen das es bei meinen ehemaligen Klassenkameraden läuft, diese waren in Ausbildung oder schon fertig, hatten ein Auto samt Führerschein. Eigentlich das, was ich mir immer gewünscht hatte. Ich erfand also die Lüge mit meinem Führerschein welchen ich abgeben musste wegen zu schnellen Fahren.

13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet?
(bei wenig und bei viel Alkohol)

Unter der Woche gab es so gut wie kein Alkohol und der Fehlte auch nicht. Bei zu viel Alkohol drehte es mich dann nach einer gewissen Menge immer sehr stark. Bei zu viel Alkohol war ich auch immer bereit, alles mit zu machen, was meine damaligen Kumpels geplant hatten, es fehlte jegliche Hemmung.

14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?

Meine Mutter war die Einzigste, welche mich darauf hingewiesen hat. Aber als 18, 19-Jähriger lässt man sich ja nichts von seiner Mutter sagen, gerade da nicht, wenn man nun seine Eigene Wohnung hat. So sah ich dies damals.

15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?

Es grenzten sich viele alte Bekannte und Freunde von mir ab, ich habe dies jedoch nicht wegen des Alkohols so aufgenommen, sondern wegen meinem neuen „Freundeskreis“, diese waren in der ganzen Stadt bekannt. Den Alkohol sah ich damals nicht als Grund, obwohl dies auch einer der Gründe war, denn „wir“ waren nur als die Säufer in der Stadt bekannt.

16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben?
Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür.

Es war hauptsächlich die Zeit nach der Trennung meiner damaligen Freundin und meine Arbeitslosigkeit.

17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?

Ich merkte immer das es an einem Punkt reicht, dieser war gegeben, wenn ich dieses oben genannte starke „Drehen“ bekam. Ich war jedoch immer in der Lage geradeaus Nachhause zu gehen.

18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?

Früher nein

19. In welcher Kategorie eines Alkohol trinkenden Menschen haben Sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein?
(mit Begründung)

Früher war es für mich nur das „Bierchen“ am Wochenende, über die Menge welche ich da wirklich getrunken habe, hatte ich oft den Überblick verloren.

Heute sehe ich das schon als starken Alkoholmissbrauch an, denn diese Menge welche dort getrunken wurde ist schon die stark mit einem Alkoholiker zu vergleichen.

Heute und in Zukunft

20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

Immer noch ausschließlich Bier bzw. Radler, zum Geburtstag oder Grillabend werden das auch mal bis zu 4 Bier. Jedoch merke ich heute schon stark das dritte Bier und überlege schon sehr, ob ich ein weiteres aufmachen soll. Meist wenn ich mir diese Frage stelle, denke ich häufig an früher zurück und lass die Flasche dort stehen wo sie ist und rühre diese nicht mehr an. Habe gemerkt das man um Spaß zu haben kein Alkohol brauch, man ist es selbst und das Umfeld in dem man sich bewegt.

21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?

Vor einer Woche zum Geburtstag meines Bruders ( 1 Bier 2 Glühwein beim Grillen )

22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?

Nein, ich habe dieses zwar versucht, aber es schmeckt mir einfach nicht.

23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?

Heute sehe ich dies als kleine Belohnung an, abgesehen von Geburtstagen. Aber nach einem Großen Projekt im Garten. Ich hätte auch kein Problem damit zu Geburtstagen darauf zu verzichten, mittlerweile kenne ich viele welche nichts trinken, da diese zB. Noch Nachhause fahren müssen. Damals gab es dies nicht, da haben alle getrunken, es war ja Wochenende und alle Verpflichtungen seien erledigt (Arbeit).

24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?

2009 kam mein Kind auf die Welt, er sollte ein anderes Bild von mir haben als manche Leute damals. Auch heute bin ich bei vereinzelten noch der mit der Flasche in der Hand bekannt.

Zudem stehe ich durch die Mitgliedschaft in der Feuerwehr ständig in Einsatzbereitschaft, beruflich bin ich im Gesundheitswesen und durch diese Arbeit, Familie und Verein kommt man kaum noch dazu zu trinken, zumindest in dem Maß von Früher.

25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?

Es war hauptsächlich mein Kind, alles oben genannte kam nach und nach. Körperlich sowie geistig hat es mir nichts ausgemacht, ich habe auch nichts daran vermisst. Kann mir heute selbst kaum erklären was mich damals geritten hat.

26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?

Maximal positiv! Ich habe durch mein geändertes Verhalten eine Ausbildung begonnen und einen Job gefunden welcher mir absolut Spaß macht. An einem Wochenende sitze ich nicht mehr in einer verrauchten Wohnung mit 5,6 Anderen und bin nur am trinken und blöd quatschen, nein, jetzt werden meine Kinder angezogen und ab in den Wald, in den Zoo oder im Garten sich um die Tiere kümmern. Mein Umfeld beschränkt sich nicht mehr auf meinen alten Freundeskreis, sondern dieser ist vielschichtiger geworden. Ich habe mittlerweile Bekannte in Kreisen woran ich nie geglaubt hätte und damals hätte ich diese noch verächtlich als Spießer abgetan.

27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?

Weiterhin der bleiben der ich bin, mein Alkoholkonsum auf dem Level belassen wo ich heute bin.

Das wichtige im Leben sehen und dieses schätzen, das sind nun mal meine Kinder und diese sollen durch ein schlechtes Vorbild nicht das selbe durchmachen müssen. Wahren Halt findet man nur in der Familie und Halt ist sehr wichtig im Leben, also sollte man alles dafür tun ein schönes Familienleben zu haben. Die letzten 10 Jahre zeigten das dies so möglich ist.

28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?
(mit Begründung)

Selbst wenn ich mich von meiner jetzigen langjährigen Freundin trennen würde, hätte ich das wichtigste immer noch im Blick und das sind unsere Kinder.

Auch wenn ich in dieser Zeit arbeitslos werden sollte, wäre dies zwar nicht schön, jedoch kenne ich beide Seiten. Ich war paar Jahre Arbeitslos und musste und konnte diese Zeit meistern und kenne auch mein jetziges Leben in diesem ich mir/uns vieles leisten kann.

29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?

Das Auto bleibt stehen sobald ich etwas getrunken habe. Wenn jedoch vorher geplant ist etwas zu trinken, werde ich mich um eine Mitfahrgelegenheit kümmern. Ist dies auch nicht möglich dann kann ich eben kein Alkohol trinken.

30. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen?







Kurz zu deinen Fragen:

Alkoholwert lag bei 1,53 Promille und nicht 1,56 Promille, da muss ich mich wohl vertippt haben.

Der Wert ist in der Akte ersichtlich, dieser Liegt meinem Urteil bei und in diesem ist der Promillewert enthalten.


lg
 
Zuletzt bearbeitet:

Nancy

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Teammitglied
Administrator
Hallo davidrbg,

sorry, es hat ein paar Tage gedauert bis ich mir deine FB durchlesen konnte...

Da deine "Missetaten" bereits sehr lange her sind, gehe ich davon aus dass deine Erklärungen zur heutigen Einsicht wohlwollend vom Gutachter angenommen werden und gar nicht mehr sooo im Detail nachgefragt wird, warum du dich damals so "profilieren" musstest.

Trotzdem gehe ich jetzt auf einige Dinge ein und stelle Rückfragen:

2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)

Ausschließlich Bier und bestimmt 7-9 Flaschen
Wenn du um die 80 kg wiegst (bzw. damals gewogen hast), über 3-4 Std. getrunken hast und die Blutabnahme ca. 1 Std. nach dem Trinkbeginn war, müsstest du mit 7 Fl. Bier a 0,5l hinkommen...
Du kannst es selbst nachschauen: https://www.kontrolliertes-trinken.de/kontrolliertes-trinken/de/4/3/selbsttest/bak.aspx

4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?
(Ja/Nein + Begründung)

Ich fühlte mich durch meine 2 Kumpels unter Druck gesetzt, da ich ja unbedingt beweisen wollte das ich fahren kann und gab mir beste Mühe. Den Druck habe ich mir jedoch durch meine Lüge selbst gemacht. Ich fühlte mich sicher, da es ja bis dahin „nur“ gerade aus ging.
Warum war es so wichtig bei deinen Kumpels zu "glänzen"? Was wäre passiert wenn sie die Wahrheit gewusst hätten?

5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?

Ich habe die Hoffnung gehabt das meine Freundin dies unterbinden würde, leider war das nicht der Fall. Schuld kann ich ihr daran jedoch keine geben, da ich sie zuvor schon überredet habe dies zu machen und auch sagte das es nicht auffallen würde und keine Polizei kommt.
Wie hast du dich dabei gefühlt deine Freundin zur Lüge anzustiften? War es damals für dich "normal" zu lügen? Hast du das auch in anderen Bereichen getan? Wenn ja, warum?

7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?

Wenn dann nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Ich kann dazu sagen, das ich wohl sehr an Alkohol gewöhnt gewesen sein muss um mich noch so unter Kontrolle zu haben.
Zum fett markierten: Das klingt relativierend. Mache dir klar dass du auf jeden Fall sehr an Alk. gewöhnt warst (und gib es auch in der MPU so wieder), ansonsten hättest du nicht mal das Zündschloss des Wagens gefunden...
Die Gutachter gehen nach Statistiken vor. Danach kommt nur ein Bruchteil der Alk.fahrten ans Licht die man wirklich begangen hatte. Generell wird davon ausgegangen dass man bei den alkoholisierten Fahrten Übung hatte.

Da du aber noch keinen FS hattest:

Du hattest ja anfangs geschrieben dass du das Fahren auf einem privaten Gelände geübt hast - kann es nicht sein dass du auch dabei Alk. intus hattest? Sollte dem so sein, verschweige es bei der MPU nicht, denn auch das Üben auf dem Privatgelände wird sicher zur Sprache kommen, das hattest du ja anfangs schon richtig bemerkt...

12. Warum haben Sie getrunken?
(Innere + äußere Motive)

Um über meine Probleme (Trennung) hinwegzukommen, zudem über allgemeine Unzufriedenheit meines Lebens. Ich habe gesehen das es bei meinen ehemaligen Klassenkameraden läuft, diese waren in Ausbildung oder schon fertig, hatten ein Auto samt Führerschein. Eigentlich das, was ich mir immer gewünscht hatte. Ich erfand also die Lüge mit meinem Führerschein welchen ich abgeben musste wegen zu schnellen Fahren.
Bei der MPU wird hier vermutlich genauer nachgefragt werden:

Warum warst du "hinter deinen Kollegen"? Soll heißen: warum warst du nicht auch schon mit der Ausbildung fertig und hattest einen FS? Wenn du doch darunter gelitten hast vermeintlich schlechter dazustehen, warum ist es soweit gekommen? Das lag doch sicher nicht nur an der Trennung?

15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?

Es grenzten sich viele alte Bekannte und Freunde von mir ab, ich habe dies jedoch nicht wegen des Alkohols so aufgenommen, sondern wegen meinem neuen „Freundeskreis“, diese waren in der ganzen Stadt bekannt. Den Alkohol sah ich damals nicht als Grund, obwohl dies auch einer der Gründe war, denn „wir“ waren nur als die Säufer in der Stadt bekannt.
Und warum wolltest du als stadtbekannter Säufer gelten? Hat dich das nicht gestört?
Wie war dein Rechtsempfinden allgemein damals? Hast du dich auch anderweitig gegen die Regeln gestellt?

16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben?
Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür.

Es war hauptsächlich die Zeit nach der Trennung meiner damaligen Freundin und meine Arbeitslosigkeit.
Hatte der Alk.konsum und dein Umgang mit der Trennung zu tun?
Und die Arbeitslosigkeit bezog sich darauf dass du keine Lehrstelle gefunden hast?

Du merkst, es ist noch einiges unklar zu deinem früheren Verhalten...

25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?

Es war hauptsächlich mein Kind, alles oben genannte kam nach und nach. Körperlich sowie geistig hat es mir nichts ausgemacht, ich habe auch nichts daran vermisst. Kann mir heute selbst kaum erklären was mich damals geritten hat.
Das mit deinen Kindern ist gut und auch für den Gutachter sehr wichtig (geregeltes Leben, stabiles Umfeld, Familie), trotzdem sollte deine Verhaltensänderung nicht nur "am Kind" gelegen haben. Statt zu schreiben dass du dir nicht erklären kannst "was dich damals geritten hat" (ist eher eine ungünstige Aussage bei der MPU), solltest du vllt. aufgrund meiner vorherigen Fragen noch einmal Revue passieren lassen was sich wie und warum damals ereignete und dass es vor allem die eigene Einsicht war die ein Umdenken ausgelöst hat...

Warum hast du eigentlich so lange mit der MPU gewartet?
 

davidrbg

Benutzer
Hallo Nancy, Danke für deine Antwort, Mühe und Zeit. Ich habe den Fragebogen noch einmal bearbeitet und hoffe das geht soweit. Trotz der langen Zeit der Tat, werde ich dies nicht auf die leichte Schulter nehmen und gehe gern vorbereitet dort hin, auch wenn es sich später herausstellt, das diese Fragen garnicht gestellt wurden.





Tathergang

1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.
(Wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille)

Es war ein Freitag (13.02.2009) als mal wieder zu einen alten Kumpel geladen wurde wie jedes Wochenende. In seiner Wohnung waren wir ca. 10 Leute, hörten Musik und tranken Bier.

Gegen 23 Uhr ging das Bier aus und wir wussten, das es im Nachbarort eine Rewe gibt welche bis 24 Uhr geöffnet hat. Meine Freundin, ich und 2 weitere Kumpels haben uns ins Auto gesetzt und sind in die Rewe gefahren. Auf der Fahrt dorthin gab es wieder das Gespräch über meinen „Führerschein“, habe wie immer behauptet das ich auch einen hatte usw. Von einem Kumpel hieß es dann, das ich ja wieder zurück fahren könnte und ich habe diesem zugestimmt. Meine Freundin welches das Auto hin fuhr, hat leider nicht gegen gesprochen und mich dann fahren lassen.

Aufgefallen bin ich laut Polizei nur, weil das Auto voll besetzt war, diese hielten uns an und ließen mich pusten. Blutentnahme wurde durchgeführt mit dem Ergebnis 1,53 Promille.

2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)

Ausschließlich Bier und bestimmt 7-9 Flaschen

3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?

Das waren vielleicht 500 Meter und gesamt wären es um die 8 Kilometer gewesen.

4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?
(Ja/Nein + Begründung)

Ich fühlte mich durch meine 2 Kumpels unter Druck gesetzt, da ich ja unbedingt beweisen wollte das ich fahren kann und gab mir beste Mühe. Ich wollte unbedingt auch dazugehören und hatte Angst diesen „Freundeskreis“ zu verlieren, wenn raus kommen würde, das alles nur erfunden ist. Ich dachte,wenn es raus kommt, glauben diese mir dann gar nichts mehr. Den Druck habe ich mir jedoch durch meine Lüge selbst gemacht. Ich fühlte mich sicher, da es ja bis dahin „nur“ gerade aus ging.


5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?

Ich habe die Hoffnung gehabt das meine Freundin dies unterbinden würde, leider war das nicht der Fall. Schuld kann ich ihr daran jedoch keine geben, da ich sie zuvor schon überredet habe dies zu machen und auch sagte das es nicht auffallen würde und keine Polizei kommt.


Erst einen Tag später hatte ich ein schlechtes Gewissen meine Freundin da mit reingezogen zu haben. Für mich war es zur damaligen Zeit ganz normal diese Lüge aufrecht zu erhalten und hatte deswegen nur selten ein schlechtes Gewissen, weil mir wurde das ja abgenommen. Sonst waren meist nur Notlügen an der Tagesordnung, warum man zu spät kam, ja, da war der nicht klingelnde Wecker dran Schuld ect.


6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen?

Nein

7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?

Wenn dann nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Ich kann dazu sagen, das ich wohl sehr an Alkohol gewöhnt gewesen war um mich noch so unter Kontrolle zu haben.

Auch beim Fahren auf Privatgelände hatte ich zuvor auch so um die 2, 3 Bier getrunken gehabt und trankt auch auf dem Gelände weiter, da meist Bier im privaten Auto von meinem Kumpel war.



Exploration

8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen?
(Allererste Erinnerung und erster Konsum)
Das war relativ spät, da ich keinen Sinn darin gesehen habe zu trinken und mir dies nicht schmeckte. Ich war etwa 17 Jahre gewesen, bei einem Kumpel auf der Geburtstagsfeier.

9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?

Nach der Trennung meiner damaligen Freundin und den neuen Freundeskreis jedes Wochenende, ich glaube sogar ohne Ausnahme.

Heute ebenfalls am Wochenende, jedoch mit dem Unterschied, das es nicht mehr darauf ankommt mich damit zu beruhigen und von anderen Problemen mich abzulenken. Heute geschieht dies nur mit den wenigen Freunden welche übergeblieben sind oder bei einem Grillabend im Garten. Vielleicht auch mal wenn wir ein Projekt im Garten fertiggestellt haben, stehen meist ein paar Flaschen Bier bereit.

10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

Jedes Wochenende, ausschließlich Bier und das immer zwischen 5 und 10 Flaschen

11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?

Bei meinem Kumpel in der Wohnung, dort war der „harte Kern“ immer vertreten.

12. Warum haben Sie getrunken?
(Innere + äußere Motive)

Um über meine Probleme (Trennung) hinwegzukommen, zudem über allgemeine Unzufriedenheit meines Lebens. Ich habe gesehen das es bei meinen ehemaligen Klassenkameraden läuft, diese waren in Ausbildung oder schon fertig, hatten ein Auto samt Führerschein. Eigentlich das, was ich mir immer gewünscht hatte. Ich erfand also die Lüge mit meinem Führerschein welchen ich abgeben musste wegen zu schnellen Fahren.


Familiär gesehen habe ich meinen Vater verloren als ich 3 Jahre alt war und kenne ihn daher nicht, es war nie eine Person in meinem Leben welche die Vaterfigur übernommen hat. Mit 14 Jahren habe ich quasi mein eigenes Leben in die Hand genommen, was aber nur heißt, das ich mir von niemanden mehr etwas sagen lassen habe. Ab der 8. Klasse bin ich so gut wie gar nicht regelmäßig in der Schule gewesen. Mit viel Glück habe ich meinen Abschluss dann doch geschafft.


Als die Schulzeit vorbei war, lernte ich auch meine damalige Freundin kennen und mein ganzes Leben drehte sich nur um sie, alles Andere war nebensächlich. Ich habe sie Früh von Zuhause abgeholt und in die Schule geschafft und nach der Schule auch wieder abgeholt und Nachhause begleitet... Ich wartete bis sie ihre Hausaufgaben und Hausarbeit fertig hatte und danach verbrachten wir die Zeit bis sie wieder Heim musste. So habe ich mich beispielsweise um keine Ausbildung gekümmert, da eben andere Sachen wichtiger waren. Einen Führerschein konnte ich damals auch nicht beginnen da die finanziellen Mittel dazu fehlten.


13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet?
(bei wenig und bei viel Alkohol)

Unter der Woche gab es so gut wie kein Alkohol und der Fehlte auch nicht. Bei zu viel Alkohol drehte es mich dann nach einer gewissen Menge immer sehr stark. Bei zu viel Alkohol war ich auch immer bereit, alles mit zu machen, was meine damaligen Kumpels geplant hatten, es fehlte jegliche Hemmung.

14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?

Meine Mutter war die Einzigste, welche mich darauf hingewiesen hat. Aber als 18, 19-Jähriger lässt man sich ja nichts von seiner Mutter sagen, gerade da nicht, wenn man nun seine Eigene Wohnung hat. So sah ich dies damals.

15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?

Es grenzten sich viele alte Bekannte und Freunde von mir ab, ich habe dies jedoch nicht wegen des Alkohols so aufgenommen, sondern wegen meinem neuen „Freundeskreis“, diese waren in der ganzen Stadt bekannt. Den Alkohol sah ich damals nicht als Grund, obwohl dies auch einer der Gründe war, denn „wir“ waren nur als die Säufer in der Stadt bekannt.


Ein Ehrentitel war dies sicherlich nicht, im Nachhinein ist dies sogar peinlich. Besonders wenn man mit Menschen in Kontakt kommt, welche wissen wer ich bin bzw. war. Man muss erst einmal Vorurteile abbauen eh man sich „warm“ wird. Dies kommt jedoch immer seltener vor.


Auch gab es in dieser Zeit regelmäßig Anzeigen wegen Ruhestörung, mir waren andere egal und wollte eben meine laute Musik hören, selbst vor der Polizei fehlte jeder Respekt. Gegen Ende war nicht nur ein Streifenwagen vor Ort, sondern 3 weil ich eben bekannt war. Gewalt gegen Polizeibeamte gab es jedoch nicht.

16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben?
Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür.

Es war hauptsächlich die Zeit nach der Trennung meiner damaligen Freundin, welche einen Anderen gefunden hat und mich abservierte. Ich konnte damit nicht umgehen, da ich die Beziehung als sehr intensiv empfand und es meine „erste Liebe“ war. Ich habe echt Jahre gebraucht darüber hinweg zu kommen. Zudem meine Arbeitslosigkeit, ich hatte ja nichts mehr was es Wert war ein normales Leben zu führen und hatte mein Kopf ja nur voll mit meiner Ex-Freundin. So war damals der Blick auf mein Leben, heute würde ich selbst als Alleinstehender einer Arbeit nachgehen, weil man dadurch schon etliche Vorteile hat, sei es nur der soziale Kontakt mit meinen Kollegen.

17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?

Ich merkte immer das es an einem Punkt reicht, dieser war gegeben, wenn ich dieses oben genannte starke „Drehen“ bekam. Ich war jedoch immer in der Lage geradeaus Nachhause zu gehen.

18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?

Früher nein

19. In welcher Kategorie eines Alkohol trinkenden Menschen haben Sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein?
(mit Begründung)

Früher war es für mich nur das „Bierchen“ am Wochenende, über die Menge welche ich da wirklich getrunken habe, hatte ich oft den Überblick verloren.

Heute sehe ich das schon als starken Alkoholmissbrauch an, denn diese Menge welche dort getrunken wurde ist schon die stark mit einem Alkoholiker zu vergleichen.

Heute und in Zukunft

20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

Immer noch ausschließlich Bier bzw. Radler, zum Geburtstag oder Grillabend werden das auch mal bis zu 4 Bier. Jedoch merke ich heute schon stark das dritte Bier und überlege schon sehr, ob ich ein weiteres aufmachen soll. Meist wenn ich mir diese Frage stelle, denke ich häufig an früher zurück und lass die Flasche dort stehen wo sie ist und rühre diese nicht mehr an. Habe gemerkt das man um Spaß zu haben kein Alkohol brauch, man ist es selbst und das Umfeld in dem man sich bewegt.

21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?

Vor einer Woche zum Geburtstag meines Bruders ( 1 Bier 2 Glühwein beim Grillen )

22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?

Nein, ich habe dieses zwar versucht, aber es schmeckt mir einfach nicht.

23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?

Heute sehe ich dies als kleine Belohnung an, abgesehen von Geburtstagen. Aber nach einem Großen Projekt im Garten. Ich hätte auch kein Problem damit zu Geburtstagen darauf zu verzichten, mittlerweile kenne ich viele welche nichts trinken, da diese zB. Noch Nachhause fahren müssen. Damals gab es dies nicht, da haben alle getrunken, es war ja Wochenende und alle Verpflichtungen seien erledigt (Arbeit).

24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?

2009 kam mein Kind auf die Welt, er sollte ein anderes Bild von mir haben als manche Leute damals. Auch heute bin ich bei vereinzelten noch der mit der Flasche in der Hand bekannt.

Zudem stehe ich durch die Mitgliedschaft in der Feuerwehr ständig in Einsatzbereitschaft, beruflich bin ich im Gesundheitswesen und durch diese Arbeit, Familie und Verein kommt man kaum noch dazu zu trinken, zumindest in dem Maß von Früher.

25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?

Es war hauptsächlich mein Kind. Körperlich sowie geistig hat es mir nichts ausgemacht, ich habe auch nichts daran vermisst.


Ich habe erkannt, auch wenn es lange dauerte, das ich mein Leben nicht nur an meiner Ex-Freundin ausrichten kann. Der Blick auf das Leben war sehr eingeschränkt und habe erst spät gesehen und gelernt, daß das Leben mehr zu bieten hat. Der übermäßige Konsum von Alkohol steht einem da aber im Weg, es wäre mir heute mit diesem Trinkverhalten nicht möglich gewesen eine Ausbildung abzuschließen, Arbeit in diesem Bereich zu haben und mein Hobby Freiwillige Feuerwehr wäre unmöglich, hier habe ich der Gesellschaft eine Verantwortung gegenüber.



26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?

Maximal positiv! Ich habe durch mein geändertes Verhalten eine Ausbildung begonnen und einen Job gefunden welcher mir absolut Spaß macht. An einem Wochenende sitze ich nicht mehr in einer verrauchten Wohnung mit 5,6 Anderen und bin nur am trinken und blöd quatschen, nein, jetzt werden meine Kinder angezogen und ab in den Wald, in den Zoo oder im Garten sich um die Tiere kümmern. Mein Umfeld beschränkt sich nicht mehr auf meinen alten Freundeskreis, sondern dieser ist vielschichtiger geworden. Ich habe mittlerweile Bekannte in Kreisen woran ich nie geglaubt hätte und damals hätte ich diese noch verächtlich als Spießer abgetan.

27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?

Weiterhin der bleiben der ich bin, mein Alkoholkonsum auf dem Level belassen wo ich heute bin.

Das wichtige im Leben sehen und dieses schätzen, das sind nun mal meine Kinder und diese sollen durch ein schlechtes Vorbild nicht das selbe durchmachen müssen. Wahren Halt findet man nur in der Familie und Halt ist sehr wichtig im Leben, also sollte man alles dafür tun ein schönes Familienleben zu haben. Die letzten 10 Jahre zeigten das dies so möglich ist.

28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?
(mit Begründung)

Selbst wenn ich mich von meiner jetzigen langjährigen Freundin trennen würde, hätte ich das wichtigste immer noch im Blick und das sind unsere Kinder.

Auch wenn ich in dieser Zeit arbeitslos werden sollte, wäre dies zwar nicht schön, jedoch kenne ich beide Seiten. Ich war paar Jahre Arbeitslos und musste und konnte diese Zeit meistern und kenne auch mein jetziges Leben in diesem ich mir/uns vieles leisten kann.

29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?

Das Auto bleibt stehen sobald ich etwas getrunken habe. Wenn jedoch vorher geplant ist etwas zu trinken, werde ich mich um eine Mitfahrgelegenheit kümmern. Ist dies auch nicht möglich dann kann ich eben kein Alkohol trinken.

30. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen?






Zu deiner Frage:






Warum hast du eigentlich so lange mit der MPU gewartet?


  1. Habe ich den Führerschein schon einmal beantragt worauf die Aufforderung zur MPU folgte. Finanziell ging dies aber nicht und habe den Antrag leider nicht zurück gezogen.
  1. Die Anbindung an den öffentlichen Verkehr ist bei uns gut, ich konnte zur Ausbildungszeiten alles gut erreichen und mein Arbeitgeber ist im Ort und zu Fuß zu erreichen.

Jetzt möchte ich gern, hat aber nur private Zwecke einen Führerschein zu besitzen, eben mal mit den Kindern etwas unternehmen oder mal zu einen Termin selbst fahren. Nötig habe ich diesen zum jetzigen Zeitpunkt eigentlich immer noch nicht.
 

Nancy

Super-Moderator und MPU Profi
Teammitglied
Administrator
Hallo davidrgb,

Hallo Nancy, Danke für deine Antwort, Mühe und Zeit. Ich habe den Fragebogen noch einmal bearbeitet und hoffe das geht soweit. Trotz der langen Zeit der Tat, werde ich dies nicht auf die leichte Schulter nehmen und gehe gern vorbereitet dort hin, auch wenn es sich später herausstellt, das diese Fragen garnicht gestellt wurden.
es ist schwer vorauszusagen was den Schwerpunkt deiner MPU ausmachen wird. Es kann durchaus sein dass es sich in der Hauptsache um das FoF drehen wird - es kann aber auch sein dass der GA sich am Thema Alk. "festbeißt" und da ist es auf jeden Fall gut wenn man seine Trinkhintergründe von damals kennt. Es ist eine verkehrsrechtliche Fragestellung, d.h., ALLE "Schandtaten" können auf den Tisch kommen die in deiner Akte vermerkt sind...

Ich habe jedoch den Eindruck das du "gut gerüstet" bist und deine Verhaltensänderung aufrichtig ist. Somit ist eine neue FE das "i-Tüpfelchen" für dein heutiges Leben.

Von daher mache ich jetzt keine weiteren Anmerkungen zu deinen beiden FB.

Ich vermute, du hast deinen MPU-Termin schon?
 

davidrbg

Benutzer
Grüße dich,
Nein, meinen Termin für die MPU habe ich noch nicht, erwarte schon jeden Tag die Einladung.
Denke das ich diese bzw nächste Woche Post bekomme, weil laut FSS sollte diese ja Ende Januar abgelegt werden.

Ich melde mich hier zur gegebener Zeit und teile die Neuigkeiten mit.

LG David
 

davidrbg

Benutzer
Hallo, ich habe heute meine Einladung bekommen.
Am 11.02 ist es soweit.

Mich machen die Kosten aber für eine Verkehrsrechtliche MPU stutzig.
Die wollen sage und schreibe 554 Euro haben.
Soviel kostet eine Alkohol MPU, zumindest kann ich das so im Internet finden.

Muss ich mich aufs Blut abnehmen vorbereiten oder trifft das bei mir eher nicht zu? Weil nur so könnte ich mir den Preis erklären...

Danke für die Antwort
 

funkytown

Erfahrener Benutzer
Frag doch am Besten beim MPI nach? Die Preise fallen nicht mehr unter eine Gebührenordnung, die MPIs können den Preis selbst bestimmen. Deswegen hätte es sich übrigens gelohnt das vorher zu klären...
 

davidrbg

Benutzer
Danke, das werde ich morgen gleich mal machen.
Ich hatte bloß die Onlinepreise welche im Schnitt genommen werden. Und vorher klären hätte man machen können, jedoch gab es keine Auswahl, in meiner Region macht dies nur der TÜV Thüringen. Die nächste DEKRA Prüfstelle wäre in Erfurt und somit über 150km entfernt.
 

davidrbg

Benutzer
Ich habe heute mal angerufen.
Mir wurde erklärt, daß dies der normale Preis einer Verkehrsrechtlichen MPU wäre, da es nicht mehr gesetzlich geregelt ist und jeder nun seinen eigenen Preis machen kann. Auf Nachfrage wurde mir bestätigt, es Handel sich nur um eine Verkehrsrechtliche MPU und ich solle mir um die 2 Stunden Zeit nehmen.

Also hast du wohl Recht, hier liegt das Monopol bei der TÜV und deswegen ist die Gebühr so gepfeffert.

Naja, was dolls, hoffe das ich nur einmal hin muss und dann ist mir dies jetzt auch egal.

LG
 

davidrbg

Benutzer
Hallo, ich noch mal stören.
Gerade lag ein Brief im Briefkasten meiner Fahrschule.
Diese teilte mit, das es nicht mehr möglich sei, wegen Auflagen und finanzieller Verpflichtungen, die Fahrschule weiter zu führen und schließt mit Wirkung zum 01.02.2021 für immer.

Muss ich da jetzt etwas beachten? Weil bei der FSS ist diese Fahrschule angeben, sprich das ich dort meinen Führerschein machen werde.
Reicht es nach der MPU eine neue zu suchen und dies dann der FSS mitzuteilen oder sollte ich das jetzt recht flott erledigen?

Danke für Antworten und Ratschläge im voraus.
 

Nancy

Super-Moderator und MPU Profi
Teammitglied
Administrator
Hallo davidrbg,

dein Posting wurde wohl überlesen
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Wie bist du denn jetzt vorgegangen?
 

funkytown

Erfahrener Benutzer
Ich würde bei der FSST anrufen - ist ja kein Fall, der alle Tage auftritt. Kann mir aber nicht vorstellen, dass die FSST deswegen irgendwelche Probleme macht.
 

davidrbg

Benutzer
Hallo, habe leider keine Mail bekommen das ich eine Antwort erhalten habe.

Ich habe dies der FSS so am Telefon mitgeteilt. Ich solle mich doch wieder nach der MPU melden.

In der Zwischenzeit werde ich mir wohl eine andere Fahrschule suchen müssen und hoffe noch irgendwo rein zu kommen.
 

davidrbg

Benutzer
Heute war mein Termin wegen MPU beim TÜV.

9 Uhr war pünktlich dort um zu erfahren, daß die Damen und Herren mich durch eine normale Alkohol MPU schicken wollen mit Blutentnahme und Urinprobe. Zuerst wurde gefragt ob ich irgendwelche Abstinenznachweise mit hätte was ich verneinte und versuchte zu klären das ich eine Verkehrsrechtliche MPU hätte.
Ich war erst einmal geschockt.
Der TÜV hat sich darauf berufen, daß in der Fragestellung ja auch die Trunkenheitsfahrt steht und ich deshalb die Alkohol MPU machen müsste.
Ich erklärte dann, daß ich ja unter den 1,6 Promille war und es nur eine Trunkenheitsfahrt gab, sonst auch keine Anhaltspunkte auf Alkoholmissbrauch hinweisen.
Der TÜV versuchte die FSS zu erreichen jedoch ohne Erfolg.
Nach einer Stunde kam dann die gute Dame vom Empfang und meinte, das wir die MPU jetzt auf Verkehrsrechtlicher Sicht machen und ich damit rechnen muss, das ich auf den Alkohol befragt werde.
Auf Frage meinerseits, wer das jetzt entschieden hat, hieß es, der Vorgesetzte hat es sich nochmal angeschaut und so entschieden. Na Gott sei Dank!

Zuerst ging es zum Reaktionstest, das Teil habe ich ganz schön unterschätzt, trotzdem bestanden.

Danach das Gespräch mit der Psychologin, gefragt wurde ausschließlich nur wegen dem Alkohol. Warum ich getrunken habe, wie viel ich getrunken habe, wie ich davon weg kam und heute damit lebe usw. Auf die Fahrt ohne Fahrerlaubnis wurde nur kurz eingegangen, ich erklärte kurz wie oben im Fragebogen meine Beweggründe.
Ca 30 Minuten dauerte das Gespräch, am Schluss sagte sie das mein Leben sich positiv verändert hat und ich dies auch so rüber gebracht hätte. Nach Rücksprache und Vorstellung bei der Ärztin entscheidet sie dann, geht jedoch stark davon aus, das sie positiv entscheidet.

Bei der Ärztin war ich schnell durch, Reflexe, Blutdruck und Puls getestet, kurz über etwaige Vorerkrankungen gesprochen und das war es.
Sie meint es wäre alles okay.


Nun hoffe ich mal, das ich in ca 2-3 Wochen das positive Gutachten im Briefkasten habe.

LG David
 

Nancy

Super-Moderator und MPU Profi
Teammitglied
Administrator
Hallo David,

na, da bin ich ja froh dass du den Alk-FB ausgefüllt hast...;)

Ich drücke dir die Daumen und hoffe dass du uns hier Bescheid sagst wenn dein Gutachten da ist.
 

davidrbg

Benutzer
Grüße an Alle,

Heute kam mein Gutachten und es ist positiv ausgefallen.
Kann es irgendwie nicht glauben das ich dieses Kapitel nun hinter mir habe. Bin sowas von glücklich!!

Großen Dank auch an Nancy und ja, sehr gut das wir den Alkfragebogen gemacht haben, ohne wäre ich absolut nicht vorbereitet gewesen und das Ergebnis wäre jetzt nicht das selbige!

Danke allen nochmals und vielen Dank das es dieses Forum gibt.

LG David
 

Nancy

Super-Moderator und MPU Profi
Teammitglied
Administrator
Dann mal meinen herzlichen Glückwunsch! :gruppe0003:

Pass' bitte künftig auf dich und dein neues Kärtchen auf und alles Gute für dich. :smiley138:
 

davidrbg

Benutzer
Nancy, würdest du Privatnachrichten freigeben? Stelle gern mein Gutachten zur Verfügung. Würde dir dieses senden zum bearbeiten, ich kann dieses leider derzeit nicht da mein Rechner den Geist aufgegeben hat. Werde wahrscheinlich diesen auch nicht mehr flott machen da ich keinen mehr benötige. Mit dem Handy macht sich das schwärzen blöd.

LG
 
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