Und ob in meinen Fall mit 24 Jahren die Abstinenz die sinnvollste Angehensweise für die MPU wäre?
Abstinenz ist immer lebenslänglich, alles andere ist eine Trinkpause. Bei einer MPU wird erwartet das du dich mit deinem Alkoholproblem beschäftigst hast, solche (Fach)Begriffe dadurch kennst und richtig anwenden kannst. Auch andere, die bei Alkoholproblemen geläufig sind.
Du hast vom Oktober 2024 bis Oktober 2025 also eine Trinkpause eingelegt und durch Abstinenznachweise belegt. Die Unterscheidung mag dir pingelig erscheinen kann bei einer MPU aber einen entscheidenden Unterschied ausmachen.
Ob du zukünftig abstinent leben musst um dein Alkoholproblem in den Griff zu bekommen hängt nicht vom deinem Alter ab, sondern von der Größe / Tiefe des Alkoholproblems, das du dir angetrunken hast. Ein wichtiger Faktor (wenn auch nicht der alleinige) ist dabei die Promillehöhe die du erreicht hast. Ich würde dir nach deinen bisherigen Angaben raten mit 15 Monaten Abstinenznachweisen in die MPU zu gehen.
Die 15 Monate Abstinenznachweise dürfen keine Lücke enthalten.
Auch zwischen dem Ende der Abstinenznachweise und der MPU darf keine zu große Lücke bestehen. In der Regel soll diese Lücke nicht größer als ein oder zwei Monate sein. Es wird erwartet das Betroffene das Ende der Abstinenznachweise und die folgende MPU zeitnah aufeinanderfolgend planen und durchführen können.
Bis zu 4 Monaten sind zwar möglich, müssen dann aber sachlich begründet werden. Sachlich meint, das die Ursache der Lücke nicht in deiner Hand lag. Das dürfte bei dir schwierig werden.
Bei deinen bisherigen Abstinenznachweisen von Oktober 2024 bis Oktober 2025 sehe ich auch mit zeitnahen Haarproben (die 3 Monate zurückreichen) keine Möglichkeit die aktuelle Lücke zu schließen. Zumal du seit Oktober 2025 versucht hast kontrolliert zu Trinken, also Alkohol getrunken hast.
Wenn du die MPU zeitnah angehen willst wirst du das mit kontrolliertem Trinken versuchen müssen. Oder halt abstinent leben und neue Abstinenzbelege über 12 oder 15 Monate sammeln.