wobei bereits heute zu merken war, dass sich
@mikahasel durchaus traut, den nächsten Schritt zu gehen, selbst wenns unangenehm werden könnte. Das beeindruckt mich ein bisschen.
Vllt machen wir dann lieber genau da weiter ...?
Sehr gerne…
Danke für deine Worte, muss ehrlich sagen, dass es schön ist das zu hören.
Hatte vorhin noch die Fragen beantwortet… Vielleicht könntest du dazu einmal deine Meinung abgeben? Habe die Nachricht hier nochmal eingefügt.
In welchen Situationen genau fand Kontrollverlust statt ?
Bezieht sich das aufˋs Saufen ?
Welche negativen Emotionen genau ?
Wie, warum, in welchem Zusammenhang sind diese entstanden ?
Der Kontrollverlust fand in Situationen statt wie zum Beispiel nach dem Tod eines Familienmitglieds. Ich war für alle da, habe alles mögliche in Bewegung gesetzt, um allen zu helfen. Habe versucht beruhigende Worte zu finden. Aber ich selbst kam in der Situation ja auch gar nicht damit klar. Jedoch wollte ich andere Menschen nicht damit belasten… Wo ich dann nach dem Vorfall usw zur Ruhe kam habe ich diesen tiefen Schmerz viel stärker gefühlt. Dies habe ich dann durch Alkohol versucht zu verdrängen, um den Schmerz nicht zu spüren. Das ist nur ein Beispiel, andere Beispiele beziehen sich auf zwischenmenschliche Auseinandersetzungen, Zukunfts-Druck.
Warum hattest du diese vorher nicht ?
Was genau hat sich bei dir verändert ?
Ich habe das nie gelernt. Ich hatte nie Personen die mir wirklich zugehört hatten und meine Gefühle ernst genommen haben. Deshalb war ich eher darauf fokussiert mit meinen Problemen alleine klarzukommen und mich nicht zu öffnen. Ich habe eher versucht diese zu verdrängen…
Durch den Vorfall ist mir klar geworden, dass dies nicht die richtige Lösung ist. Es ist mir nicht leicht gefallen jedoch habe ich mich gezwungen mich zu öffnen, wir haben viele Gespräche geführt und ich bin auf völlige Hilfsbereitschaft gestoßen. Regelmäßig tauschen wir uns aus.
Heute weiß ich einfach, dass es so so wichtig ist zu wissen, nicht alleine zu sein was Gefühle angeht. Das man wen hat, auf den man sich verlassen kann.
Warum?
Die Antwort steckt mit in der Antwort davor.
Warum ?
Was genau hat dich nicht zufrieden gestellt ?
Was genau macht dich jetzt zufrieden ?
Ich war damals Student (Abgeschlossene Ausbildung vorhanden gewesen). Ich habe mit der Zeit gemerkt, dass es mir doch zu anspruchsvoll ist. Hatte jedoch Angst, es abzubrechen, weil ich nicht als „War klar der schafft es nicht“ darstehen wollte. durch den Vorfall bin ich zurück in meinen alten Job. Dort wurde ich herzlich aufgenommen, habe ein deutlich besseres Gehalt wie damals bekommen, obwohl ich keinen Führerschein mehr habe, der eigentlich relevant ist in meinen Job. Zulunftstechnisch saß ich lange mit der Geschäftsführung zusammen und wir haben einen schriftlichen Vertrag für die Zulunft aufgesetzt (möchte das hier kicht öffnetlich teilen). Somit habe ich beruflich beste Voraussetzungen für die Zukunft. Das macht mich unfassbar stolz und glücklich.
Warum hattest du das „vorher“ nicht ?
Ich habe mich einfach menschlich weiterentwickelt, ich bin im Kopf gereift und habe nun den festen Blick in die Zukunft. Ich bekomme Zuspruch, Lob für meine Arbeit,… All das motiviert mich umso mehr.
Zum Ausgleich für den Alltag mache ich regelmäßig Sport, dabei kriegt man den Kopf frei und kann sich richtig austoben.
Warum hast du das vor der TF nicht genutzt ?
Ich war damals noch nicht an dem Erkenntnisstand wie heute. Früher wollte ich den Zustand möglichst schnell loswerden, heute will ich mich bewusst langfristig stabilisieren deshalb greife ich zu Sport statt zu kurzfristigen Vergessen der Situationen. Dadurch habe ich gemerkt wie gut es mir tut.
Tatsächlich war ich auch schon auf Feierlichkeiten, wo auch Alkohol konsumiert wurde. Es hat sich gut angefühlt Alkohol dankend abzulehnen,
Warum kannst du das jetzt und vorher nicht ?
Damals dachte ich, dass ich weniger akzeptiert werde, wenn ich nicht trinke. Ich dachte, dass es schwach wäre. Alkohol hatte damals eine Funktion, die ich verspüren wollte.
Heute weiß ich, dass Nein sagen wahre Stärke beweist. Außerdem macht es mich glücklich und stolz, konsequent Nein sagen zu können.