Wie gehe ich mit der Alkohol MPU vor…? Was ist der richtige Weg?

ok :)
Kannst Du so in die MPU mitnehmen.
Das nehmen wir auch mal in Deinen weiteren Verlauf mit:
  • schwaches Selbstwertgefühl
  • Minderung meiner innerlichen Unsicherheit.
  • Gefühl dazuzugehören - oder anders: Vermeidung von Isolation / Gefühlen des Nicht-Genügens (?)
  • Selbstwertstabilisierung übers Saufen ("wer nun mehr vertragen und trinken kann") - so, als ob das alles war, worauf Du hättest stolz sein können (schon bissi traurig, oder?)
und schauen dort, inwiefern das auch später noch eine tragende Rolle hatte. Das und alle weiteren Ursachen, die jetzt vllt noch aufplöppen werden.
Später dann schauen wir mal, ob das heute immer noch so ist und wenn nein: wodurch es sich verändert hat.
Und am Ende nehmen wir all diese Dinge als Rückfall-Frühwarnsystem, um eine funktionierende Rückfallprophylaxe aufzubauen.

Du siehst jetzt hoffentlich, warum es so wichtig ist, auf die Ursachen zu schauen?
Jetzt noch eine Ebene tiefer als vllt für die MPU nötig: kannst Du Dir erklären, woher Dein schwaches Selbstwertgefühl und deine Unsicherheiten kommen? Was genau sind das für Unsicherheiten? Was hast Du (zumindest damals) von dir selbst geglaubt? Wie konnte es dazu kommen?
(das wird idR ein Blick auf Deine Kindheit und Jugend und Dein Elternhaus werden)

Zusatzfrage:
Der Alkoholkonsum ist dadurch auf jeden Fall angestiegen. Es war sozusagen ein kontinuierliches Steigerne des Alkoholkonsums über die ganze Zeit der Trinkhistorie.
Schau da mal genauer hin, schon in der Frühphase - und versuche es mal konkret zu machen. So, dass ich eine Kunsumentwicklungskurve aus Deinen Angaben malen könnte...
 
Zuletzt bearbeitet:
Was genau sind das für Unsicherheiten?
Ich denke, dass meine größte Unsicherheit war, einer Gruppe nicht genug zu sein um dieser zugehörig zu sein. Ein Art Gedanke „Nicht gut genug zu sein“. Eine Angst, nicht mutig genug und locker genug zu sein. Allgemeine eine soziale Unsicherheit und Angst zu haben. Ich habe an mir selbst gezweifelt und hatte dadurch ein schlechtes Selbstwertgefühl.
woher Dein schwaches Selbstwertgefühl und deine Unsicherheiten kommen?
Die Frage finde ich sehr schwierig, das was mir dazu einfällt wäre auf jeden Fall, dass ich mich selbst immer verglichen habe. Das andere vielleicht mehr hatten, ein selbstbewussteres Auftreten hatten, mehr Freunde hatten, von sich selbst einfach überzeugt waren. Und wenn man sich selbst in ein negatives Licht rückt, entsteht dieses geringe Selbstbewusstsein und dadurch große Unsicherheit. Ich denke auch eine fehlende Bestätigung von außen, wo ich damals Wert draufgelegt habe.
Was hast Du (zumindest damals) von dir selbst geglaubt?
Nicht gut genug zu sein, ich denke dass dir Antwort auf die Frage davor auch hier zutrifft.
Schau da mal genauer hin, schon in der Frühphase - und versuche es mal konkret zu machen. So, dass ich eine Kunsumentwicklungskurve aus Deinen Angaben malen könnte...
Geht es hier um Angaben wie der Konsum gestiegen ist?
Am Anfang waren es 2-3 0,33Bier. Nach ein paar Monaten dann mit um die 18 Jahren waren es dann schon 3-5 0,33 Bier. Diese Steigerung ging kontinuierlich weiter, sodass ich mit 20 bei 9-10 0,33 Bier war und mit 22 auch bei 13-15 0,33l Bier. Die Häufigkeit blieb tatsächlich gleich. Mit 17-18 waren es im Mittel 2x im Monat, das hat sich mir der Zeit bei 2-3x im Monat eingependelt. Was man deutlich dazu sagen muss, es wurde „nur“ am Wochenende Alkohol konsumiert. In der Woche habe ich keinen Alkohol getrunken.
Was sich mit der Zeit ebenso mit hinzugefügt hat, was ich ehrlich gesagt habe, war dass unter negativen Gefühlen, Problemen oder Stress zum Beispiel im Job/Studium Shots eingeschlichen haben. Nicht eingeschlichen, sondern, dass es in solchen Situation auch zum Verzehr von Shots kam. Dadurch habe ich das Vergessen meiner negativen Gefühle im Alkohol gesucht. Es war ein „Ablassen“ der Gefühle.
 
Nicht gut genug zu sein, ich denke dass dir Antwort auf die Frage davor auch hier zutrifft.

hier geht es darum wo das herrührt
Das ist mit Blick auf Kindheit und Elternhaus gemeint

Wir werden ja durch unsere Erziehung geprägt und bekommen „Glaubenssätze“ mit auf den Weg.

Meine Eltern haben zum Beispiel immer Leistung verlangt von klein auf, da hat sich bei mir dann der Glaubenssatz festgesetzt „wenn du nichts leistet bist du nichts wert.

Ebenso durfte ich als Kind nicht weinen. Ich war sehr nah am Wasser gebaut, wenn ich dann angefangen habe zu weinen gab es Schläge
Daraus hat sich gebildet „nur die harten kommen in Garten, ich darf keine Gefühle zeigen ) weder positive noch Negative)

Ich musste von klein auf alles immer alleine machen und wurde nie unterstützt, musste immer selbst sehen wie ich zurecht komme und meinen 8 Jahre jüngeren Bruder erziehen

Dadurch habe ich eine hohe resilenz erhalten jedoch auch
„ich darf nicht um Hilfe bitten und muss alles alleine schaffen“.

Und so geht’s es immer weiter.
Wie eine Zwiebel von außen nach innen. Ich hoffe ich konnte dir verständlich machen was mit „tiefer graben“ Gemeint ist

Auch bei deinen Beschreibungen sagst du immer du hast dich verändert …. Und ich habe dich oft gefragt: wie ??
Was hast du getan um diese Veränderung zu erreichen? Was ist jetzt anders als vorher ?
 
Auf die Nachricht von @zuerbiswolke bezogen, wenn man tiefer geht erschließt mir schnell etwas.

Zunächst einmal bin ich super und in einen super Elternhaus aufgewachsen.
Was ich sagen muss ist, dass von mir viel erwartet wurde im zukunftstechnischen Sinne, was Schule, Job, Studium angeht.
Da habe ich einen Leistungsdruck verspürt. Dadurch hatte ich das Gefühl, dass ich niemanden enttäuschen durfte, bzw. dadurch niemanden enttäuschen wollte. Vielleicht kann man das auch auf „immer mehr trinken und mithalten“ beziehen. Ich habe nicht so leicht sagen können, wenn mir etwas zu viel ist, da ich dachte es würe dann eine Enttäuschung meines Gegenüber.
Mir wurde jegliche Hilfe und Gespräche angeboten in jeglichen Sinnen, was ich aber auch ganz klar verspürt hatte war, dass ich in mir das Gefühl hatte dadurch Menschen um mich herum zu belasten. Somit habe ich meine Gefühle, Stress und Probleme immer mit mir selbst ausgemacht. Ich habe mich nie jemanden geöffnet und habe darüber geredet -> Bezug auf alles in mich reingefressen und im Alkohol rausgelassen.

Mehr fällt mir letzt endlich dazu nicht ein und mehr gibt es auch nicht zu sagen, ich denke aber, dass man da schon viel rausziehen kann.
 
Mir wurde jegliche Hilfe und Gespräche angeboten in jeglichen Sinnen, was ich aber auch ganz klar verspürt hatte war, dass ich in mir das Gefühl hatte dadurch Menschen um mich herum zu belasten.
Eines vorweg: ich finde es super, wie du dich jetzt öffnest. Kein Vergleich mehr zu dem - entschuldige - Basar.

Zu deiner Aussage habe ich eine Frage (wahrscheinlich weil ich es nie erlegt habe): Konntest du die Hilfe nicht annehmen oder wurde dir das Gefühl vermittelt, du musst dann irgendwann eine Gegenleistung erbringen, die dir ggf, nicht leicht gefallen wäre bzw. du in der Schuld Dritter bist?
 
mmmh*!
ja, jetzt nimmt es langsam Fahrt auf. Sehr gut!

Vllt noch die Antwort auf @bernie, und dann:
(Leider gerade wenig Zeit, aber ich denke, es ist gut, wenn wir hier Schritt für Schritt weitermachen)
Was sich mit der Zeit ebenso mit hinzugefügt hat, was ich ehrlich gesagt habe, war dass unter negativen Gefühlen, Problemen oder Stress zum Beispiel im Job/Studium Shots eingeschlichen haben.
Ok.
Stress kommt ursprünglich aus der Ingeneurskunde und beschreibt eine Belastung auf einen Körper. Was dabei immer interessiert, ist die Stressantwort. Biegt er sich oder bricht er?

Was genau hat Dir Stress gemacht, wie genau hast Du reagiert? (und wieder: Emotionen, begleitende Gedanken). In welcher Weise genau war der Alskohol dann hilfreich dabei?

Ich sammele nochmal kurz die "gefährlichen" Punkte:

  • schwaches Selbstwertgefühl
  • Minderung meiner innerlichen Unsicherheit.
  • Gefühl dazuzugehören - oder anders: Vermeidung von Isolation / Gefühlen des Nicht-Genügens (?)
  • Selbstwertstabilisierung übers Saufen ("wer nun mehr vertragen und trinken kann") - so, als ob das alles war, worauf Du hättest stolz sein können (schon bissi traurig, oder?)
  • Das andere vielleicht mehr hatten (ich bin zu wenig)
  • dass ich niemanden enttäuschen durfte (ich bin eine Enttäuschung)
  • dass ich in mir das Gefühl hatte dadurch Menschen um mich herum zu belasten (ich bin eine Belastung für andere)
 
Zuletzt bearbeitet:
Eines vorweg: ich finde es super, wie du dich jetzt öffnest. Kein Vergleich mehr zu dem - entschuldige - Basar.
Danke…Das motiviert einen weiterzumachen.
Zu deiner Aussage habe ich eine Frage (wahrscheinlich weil ich es nie erlegt habe): Konntest du die Hilfe nicht annehmen oder wurde dir das Gefühl vermittelt, du musst dann irgendwann eine Gegenleistung erbringen, die dir ggf, nicht leicht gefallen wäre bzw. du in der Schuld Dritter bist?
Ja klar…Da kann ich gerne etwas zu sagen. Tatsächlich hatte ich nicht das Gefühl, dass ich meinen Gegenüber dann eine Gegenleistung schuldig bin. Ich hatte dabei ehrlich gesagt eher das Gefühl, dass ich dadurch eine emotionale Schwäche zeige. Mich vielleicht auch angreifbar mache und das bei möglichen Konflikten wieder um die Ohren geschmissen kriege. Ein weiterer und mein zweiter und letzter Aspekt dazu ist ganz klar, dass ich dann das Gefühl hat meinen Gegenüber zur Last zu fallen. Es hat ein jeder sein „Päckchen“ zu tragen und ich wollte die Leute nicht noch durch „mich und meine emotionalen Gefühle oder Probleme“ belasten.
 
Was genau hat Dir Stress gemacht, wie genau hast Du reagiert? (und wieder: Emotionen, begleitende Gedanken). In welcher Weise genau war der Alskohol dann hilfreich dabei?
Also dazu kann ich sagen, dass zum Beispiel der Leistungsdruck mir Stress gemacht hat. Anders gesagt bezogen auf z.B. Ausbildung Abschlussprüfung oder Studium Klausuren, eine gewisse Prüfungsangst. Damit meine ich nicht die Angst diese Prüfungen zu absolvieren, sondern eher Angst sein Umfeld zu enttäuschen, wenn man es nicht direkt schafft. Man wollte keine Enttäuschung darstellen. War halt auch ein Gefühl der Angst, jemanden dadurch zu enttäuschen. Beziehe ich auch auf andere zu belasten im Sinne von „Was machen wir wenn er die z.B. Klausur nicht besteht“.
Alkohol hat mich diese Gedanken vergessen lassen, sodass ich darüber nicht mehr nachgedacht habe.
Ein weiteres Beispiel (nicht für Stress sondern für emotionale Belastung) wäre der Verlust des Familienmitglieds. Man sieht offensichtlich, dass die Familie um sich herum VERSTÄNDLICHERWEISE sehr verletzt, emotional gekränkt und traurig ist. Das war ich selbstverständlich auch. Was in meinem Kopf war „Sei stark für die Menschen um dich herum, kümmere dich um vieles, nimm ihnen arbeit ab, sei stark für sie“. Ich hatte für alle ein offenes Ohr, war der „starke“ Part in solch einer Situation, obwohl ich emotionale natürlich genauso verletzt und traurig war. … nach Beerdigung… Mir ging es natürlich auch scheisse, wollte aber meine Familie um mich herum nicht belasten, mich Freunden zu öffnen dafür war ich damals nicht bereit, somit habe ich den „Ausgleich“ im Alkohol gesucht. Ich konnte dadurch den emotionalen Schmerz und Gefühle zumindest für die Nacht verdrängen und vergessen.

Alkohol: Verdrängen, Vergessen, Ablenken, Betäuben/Beruhigen
 
gut gemacht.

Ich fasse nochmal alles zusammen, was Du an Ursachen genannt hast. Einiges davon kommt immer wieder vor, manches lässt sich zusammenfassen. Damit könnten wir dann weitergehen...

Ich geh noch eben ein Stück in die Tiefe:
Sei stark für die Menschen um dich herum, kümmere dich um vieles, nimm ihnen arbeit ab, sei stark für sie“
-> wie wäre Dein Dein Selbstbild gewesen, wenn du das NICHT getan hättest, wenn Du mehr auf Dich als auf andere geachtet hättest? Würde das sowas bedeutet haben wie "ich bin ein egoistisches Arxxloch?"
mich Freunden zu öffnen dafür war ich damals nicht bereit,
.. was genau hat Dich daran gehindert?




______________ Merker _______________________
  • schwaches Selbstwertgefühl
  • Minderung meiner innerlichen Unsicherheit.
  • Gefühl dazuzugehören - oder anders: Vermeidung von Isolation / Gefühlen des Nicht-Genügens (?)
  • Selbstwertstabilisierung übers Saufen ("wer nun mehr vertragen und trinken kann") - so, als ob das alles war, worauf Du hättest stolz sein können (schon bissi traurig, oder?)
  • Das andere vielleicht mehr hatten (ich bin zu wenig)
  • dass ich niemanden enttäuschen durfte (ich bin eine Enttäuschung)
  • dass ich in mir das Gefühl hatte dadurch Menschen um mich herum zu belasten (ich bin eine Belastung für andere)
  • Angst sein Umfeld zu enttäuschen
  • Gefühl der Angst, jemanden dadurch zu enttäuschen
  • .....
 
> wie wäre Dein Dein Selbstbild gewesen, wenn du das NICHT getan hättest, wenn Du mehr auf Dich als auf andere geachtet hättest? Würde das sowas bedeutet haben wie "ich bin ein egoistisches Arxxloch?"
Tatsächlich ja so habe ich mir damals gedacht. Ich wollte der „Starke“ sein der für alle um sich herum da ist, dabei hat man sich selbst aber verloren bzw. vergessen. Ich wollte keine Schwäche zeigen, was andere um mich herum vielleicht auch belastet hätte. Ich habe mehr darauf geachtet, dass es den Menschen um mich herum geht, als mal auf mein Inneres zu hören. Das habe ich nur verdrängt.
.. was genau hat Dich daran gehindert?
Letzt endlich würde ich da genau dieselbe Antwort geben. Ich wollte ALLEN um mich herum helfen, habe mir die Zeit genommen, die Menschen um mich herum aufzubauen und helfen glücklich zu machen. Ich selbst habe mich dabei komplett vernachlässigt. Viele haben das auch gnadenlos ausgenutzt, denn nach dem Vorfall brauchte und wollte ich Hilfe von anderen, ich war bereit mich zu öffnen und das wollte ich auch. Viele meiner Freunde sind seit dem auch Geschichte, da ich eben benanntes erkannt habe.
 
Ich selbst habe mich dabei komplett vernachlässigt. Viele haben das auch gnadenlos ausgenutzt, denn nach dem Vorfall brauchte und wollte ich Hilfe von anderen, ich war bereit mich zu öffnen und das wollte ich auch. Viele meiner Freunde sind seit dem auch Geschichte, da ich eben benanntes erkannt habe.
Das gehört unbedingt in die Beschreibung des Veränderungsprozesses, dem wir uns jetzt so langsam widmen können :)
ok, super gemacht bis hierhin.

Komprimieren wir mal das ganze Ding hier: welche Kernpunkte kannst Du damit formulieren, so dass die Liste kurz und knackig wird?
Mit denen arbeiten wir dann weiter.

  • schwaches Selbstwertgefühl
  • Minderung meiner innerlichen Unsicherheit.
  • Gefühl dazuzugehören - oder anders: Vermeidung von Isolation / Gefühlen des Nicht-Genügens (?)
  • Selbstwertstabilisierung übers Saufen ("wer nun mehr vertragen und trinken kann") - so, als ob das alles war, worauf Du hättest stolz sein können (schon bissi traurig, oder?)
  • Das andere vielleicht mehr hatten (ich bin zu wenig)
  • dass ich niemanden enttäuschen durfte (ich bin eine Enttäuschung)
  • dass ich in mir das Gefühl hatte dadurch Menschen um mich herum zu belasten (ich bin eine Belastung für andere)
  • Angst sein Umfeld zu enttäuschen
  • Gefühl der Angst, jemanden dadurch zu enttäuschen
  • .....

Und was ich bis jetzt einschätzen kann:
die wahrscheinlich korrekte Einordnung Deines Alkoholproblems dürfte "Missbrauch" sein, langjährig, mit Dosissteigerung. A2. Da hätte auch locker irgendwann mal ne Sucht daraus werden können. JETZT trau ich mich das guten Gewissens zu schreiben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Komprimieren wir mal das ganze Ding hier: welche Kernpunkte kannst Du damit formulieren, so dass die Liste kurz und knackig wird?
Mit denen arbeiten wir dann weiter.
Meinst aus den Punkten 4-5 kürzere Stichpunkte zu machen? Wenn ja dann vllt so:
1) Geringes Selbstwertgefühl
2) Gefühl, nicht genug zu sein
3) Angst jmd zu enttäuschen oder zu belasten
4) Alkohol zum Verdrängen/Betäuben/Dazugehörigkeitsgefühl/Selbstwertsteigerung

Weiß nicht ob das so gemeint war… Wenn doch ob es so passend zusammengefasst ist.
 
Und was ich bis jetzt einschätzen kann:
die wahrscheinlich korrekte Einordnung Deines Alkoholproblems dürfte "Missbrauch" sein, langjährig, mit Dosissteigerung. A2. Da hätte auch locker irgendwann mal ne Sucht daraus werden können. JETZT trau ich mich das guten Gewissens zu schreiben.
Sorry, habe da nicht die größte Ahnung von, kann man daraus etwas ziehen?
 
Ich darf nen Vorschlag zur Liste machen?
1) Geringes Selbstwertgefühl
2) Gefühl, nicht genug zu sein
3) Angst jmd zu enttäuschen oder zu belasten
4) Nichts zu bieten zu haben für andere
5) uninteressant sein für andere

haut das so hin?

kann man daraus etwas ziehen?
Ja. Die nötige Vorbereitung und eine Entscheidung.
A2 lässt Dir folgende Wahl vor dem Gutachter offen:
Abstinenzentscheidung für die nächsten 10 Jahre mindestens mit 12 Monaten Nachweisen - aus wichtigen Gründen
Entscheidung für kontrolliertes Trinken mit strengen Regeln, sofern erwartet werden kann, dass du auch die Kontrolle behalten kannst.
Ebenfalls ein 12-Monatsprogramm (länger darf immer sein und du kannst auch zur Abstinenzentscheidung switchen, wenn du merkst, dass das mit der Kontrollfähigkeit schwierig werden könnte).

Deine bisherige Vorbereitung wäre für die A2/kT passend, wenn das mit der Kontrolle hinhaut.
Daraufhin habe ich mich mit meinem MPU Vorbereiter für das kontrollierte Trinken entschieden. Es gibt strikte Strategien und Regeln.
da schauen wir mal hin.
Bis jetzt halte ich das für realistisch. In welcher Phase der A2-kT bist Du gerade? Probephase kT ohne Überwachung? Die endet ja mit einem PETH-Nachweis als Startwert für eine nun 6-monatige PETH-überwachte kT-Phase. Es kann gut sein, dass Dein Vorbereiter gute Arbeit geleistet hat und sich vllt bisschen die Zähne an deiner Fähigkeit ausgebissen hat, Dich zu öffnen.
Das dürfte aber spätestens heute gegessen sein, Du hast da nen echten Meilenstein hingelegt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was intepretierst du bei Punkt 4/5 rein?

Ja. Die nötige Vorbereitung und eine Entscheidung.
A2 lässt Dir folgende Wahl vor dem Gutachter offen:
Abstinenzentscheidung für die nächsten 10 Jahre mindestens mit 12 Monaten Nachweisen - aus wichtigen Gründen
Entscheidung für kontrolliertes Trinken mit strengen Regeln, sofern erwartet werden kann, dass du auch die Kontrolle behalten kannst.
Ebenfalls ein 12-Monatsprogramm.
Ahh verstehe. Danke dafür.
Dazu muss ich eins sagen, ich selbst habe mich dazu entschieden direkt nach dem Vorfall keinen Alkohol mehr zu trinken. Mir geht es da einfach deutlich besser mit, ebenso (kommen wir ja noch zu) brauche ich keinen Alkohol mehr um das Gefühl zu haben etwas Wert zu sein, dazuzugehören, oder zur Emotionsregulierung. Ja 12 Monate Abstinenz habe ich. (Bzw. 15 Monate Abstinenz) Mein MPU Vorbereiter hat sehr drauf beharrt dass ich trinken solle, um das kontrollierte Trinken zu machen. Ich muss aber sagen, dass ich das nicht möchte. Ich habe mich da konsequent gegen entschieden. Ja ich habe wenige Schlücke Bier wieder getrunken (nach seinem Beharren des Kontrollierten Trinken). Das hat sich aber nicht richtig angefühlt. Daraufhin habe ich nach der letzten Entnahme 3 Monate später (wenige Schlücke in den 3 Monaten) ebenso wieder eine Haarprobe abgegeben. Diese ist negativ ausgefallen (Also kein Alkoholkonsum festzustellen).

Ich habe es im ersten Text hier damals aussehen lassen als wäre es mein Willen wieder zu trinken, um nachzuvollziehen ob mein Vorbereiter recht hat. Das war falsch, am Anfang habe ich hier glaube ich eine falsche Rangehensweise gesehen.

Ist nun durch die wenigen Schlücke Bier vorauszusetzen, dass ich noch einmal neue 12 Monate Abstinenz nachweise?

Das Problem welches ich habe, ist dass mein MPU Vorbereiter sagte, ich könnte die MPU nicht mit Abstinenz bestehen, da mir das in meinem Alter keiner abkauft. Aber wenn es doch meine gefestigte Entscheidung ist? Ich hab mich von ihm in die Richtung drücken sehen, da es wohl der einzige Weg die MPU zu bestehen mit dem kontrollierten Trinken wäre.
 
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