Das werde ich sehr gerne machen, aber erst, wenn es sich auch um dich handelt, um deine Kindheit und deine Jugend, deine Gefühle
Das soll keine Schikane sein und ich könnte verstehen, wenn du das als kleinkariert empfindest.
Es ist aber für dich wichtig, dass du als „mikahasel“ schreibst.
Das schwache Selbstbild kam aus meiner Jugend. Das entsteht durch Vergleichen. Ein einfaches Beispiel wäre eine Schulnote. Ich habe eine 2 geschrieben aber meine Eltern fragten dann, was hatte der und der? Ja der hatte eine 1, warum hattest du keine? Dadurch ist ein Leistungsdruck bei mir entstanden und ich habe das Gefühl bekommen, nicht ausreichen zu können, egal wie sehr man sich in etwas reingehangen hat. Egal wie motiviert und zielstrebig ich war, letzt endlich gab es immer bessere und ich habe dies als Enttäuschung gesehen. Durch die Vergleiche meiner Eltern habe ich mich automatisch auch mit anderen Menschen verglichen. Jedoch habe ich dabei den Fokus meist auf das Negative gesetzt, da es immer Bessere gab, sodass ich eine ganz falsche eigene Selbstwahrnehmung entwickelt habe. Dadurch kam es bei mir auch zu dem geringen Selbstwert. Ich habe nur auf die Schwächen guckt, und Stärken völlig übersehen und ignoriert. Durch dies Gefühl bin ich auf Angst vor Ablehnung gestoßen, da ich im Vergleich zu anderen weniger mitgebracht habe. Das dachte ich zumindest. Ich habe Selbstzweifel entwickelt, was mein Selbstbewusstsein und mein Selbstwert stark senken lassen hat.
Das Gefühl Menschen zu enttäuschen entsteht aus meinen damals schwachen Selbstbild. Die daraus entstandenen Selbstzweifeln und das geringe Selbstbewusstsein ziehen den Fokus auf das negative und auf die Schwächen von mir. Ich habe einen Fokus nur auf das negative gezogen und meine eigenen Stärken übersehen. Ich habe das Gefühl entwickelt Menschen um mich herum nicht gerecht zu werden, zu enttäuschen und zu belasten.
Durch einen hohen Leistungsdruck, den ich als Kind empfunden hat, habe ich das Gefühl Ansprüchen bei Menschen nicht zu entsprechen. Ich hatte dieses Gefühl einmal in mich reingelassen, so habe ich es auf sämtliche weitere Situationen bezogen. Ich hatte Angst die Menschen um mich herum weiter zu belasten, denn ich weiß, dass jeder sein eigenes Päckchen zu tragen hat. Dadurch kam es dazu, dass ich meine eigenen Emotionen, Gefühle, Probleme und Stress nicht mehr mit Menschen um mich herum teilen möchte, weil ich keine Belastung sein wollte. Ich selbst für eine Person und das bin ich auch immer noch weil ich möchte, dass es den Menschen um mich herum sehr gut geht. Ich kümmere mich sehr gerne und setze mich auch mit Gefühlen Emotionen und Probleme auseinander und gebe ihn Ratschläge. Ich selbst jedoch konnte dies nie aus dem Grund, dass ich diese Menschen nicht weiter belasten wollte. Viele Menschen haben sich mir geöffnet, sodass ich erfahren habe „Okay den geht es nicht so gut“. Ich habe mich dann so gefühlt „Sei stark, sei für sie da, du kannst deine Probleme mit dir selbst ausbaden“.
Das ist letztendlich fast die selbe Antwort. Ich konnte meine Probleme und Schwächen nicht offen ansprechen. Das lag daran, dass ich die Menschen um mich herum nicht noch weiter belasten wollte. Ebenso hatte ich Angst, mich durch ein Öffnen angreifbar zu machen und eine schwäche und Angriffsfläche zu zeigen. Das ist allgemein auf meine Kindheit zurückzuführen. Ich wollte immer gute Leistung und ein gutes auftreten erbringen, um meine Familie stolz zu machen. Jedoch hat jeder seine Probleme, seine negativen Gefühle und seine negativen Emotionen und Zeiten. Hingegen zu anderen wollte ich diese aber nicht offen kommunizieren und habe sie deswegen mit mir allein ausgemacht.